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4.0 von 5 Sternen Geradlinige Schwertkämpfer-Fantasy, 25. März 2014
Von 
javelinx - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Tattered Banner (Society of the Sword Book 1) (English Edition) (Kindle Edition)
Der junge Soren schlägt sich seit dem Tod seiner Eltern auf den Straßen von Ostenheim durch und lebt von der Hand in den Mund. Sein grosses Idol ist der Schwertkämpfer Amero, dessen Kämpfe er heimlich in der Arena verfolgt. Als Soren die Chance bekommt, in die Fussstapfen seines Idols zu treten, kann er sein Glück kaum fassen. Der Weg zum Erfolg ist allerdings noch weitaus beschwerlicher als erwartet..

Die klassisch anmutende Sword-and-Sorcery- Geschichte beginnt wie so viele andere auch, die derzeit auf dem eBook- Markt zu haben sind: ein junger Held zunächst unbestimmter Abstammung, der trotz vieler Widrigkeiten seinen Weg geht und sich zu einem aussergewöhnlichen Kämpfer entwickelt, allen Gehässigkeiten der Privilegierten um ihn herum zum Trotz. Da wundert es nicht, wenn er auf wundersame Weise ungeahnte magische Fähigkeiten entwickelt, und man wartet schon fast drauf, dass er trotz einiger heimtückischer Angriffe weitere Heldentaten vollbringt und eine Prinzessin rettet.

Bis zu diesem Punkt ist die Geschichte um den Underdog Soren ziemlich vorhersehbar und erinnert an eine Mischung aus "The King's Blades", ein bißchen "Harry Potter", und "Lord of the White Hell". So gut sie geschrieben ist und so sehr einem der Underdog ans Herz wächst, ist das auch der Punkt, wo man in Versuchung gerät, aufzuhören zu lesen, weil es klar scheint, wie es weitergeht.

Dennoch sollte man weiter dran bleibne, denn nun wird es erst richtig interessant. Anstatt den strahlenden, tugendhaften Helden zu geben, steigt Soren der Ruhm seiner Kamfkunst zu Kopf. Er lässt sich in Frauengeschichten und dunkle Geschäfte hineinziehen und muss nach einem unglücklichen Kampf eine Strafe auf sich nehmen. Sieht es zunächst noch so aus, als könnte er danach wieder an seine erfolgreiche Laufbahn anknüpfen, verliert er die Beherrschung und die Protektion seiner adligen Gönner, und er findet sich plötzlich wieder sehr nahe an der Existenz in der Gosse, der er einst den Rücken gekehrt hatte.
Diese Wendung vom erfolgreich aufgestiegenen Straßenjungen zum gefallenen Helden macht die Story unglaublich interessant und hat ihr von den zunächst 3 Sternen, die ich dafür vergeben hätte, noch einen weiteren beschert.

Die Handlung endet mit einem Cliffhanger, der neugierig auf die Fortsetzung macht. Nach dem ersten Teil wäre ich bereit gewesen, sie mir unbesehen herunterzuladen; die bisherigen Rezensionen lassen eher eine Enttäuschung erwarten. Ich werde sie dennoch lesen, um zu erfahren, wie es mit Sorens wechselhafter Geschichte weitergeht.
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