Kundenrezensionen


13 Rezensionen


3 Sterne
0

2 Sterne
0

1 Sterne
0

 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

97 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen one currency to rule them all...., 17. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nun hat auch Prof. Joachim Starbatty ein Buch über die Euro-Misere geschrieben. Es ist schon beachtlich, mit welcher Taktrate neue Bücher über die ungeliebte Währung auf den Markt kommen. Aber dieses Buch hat es in sich. Starbatty gehört zur ersten Riege der Euro-Kritiker, der immer gegen eine gemeinsame Währung war. Als geschichtsbewusster Währungsexperte mit genauem Blick in die Praxis kannte er die Gefahren einer Währungsunion und hat sie lange vor der tatsächlichen Euro-Einführung formuliert. Dabei sitzt er nicht im Elfenbeinturm oder stellt willfährige Gutachten aus, sondern mischt sich mit unbequemen Analysen - die allesamt längst durch den Gang der Geschichte bestätigt sind - in die Politik ein. Kurzum: Wenn wir Antworten in Währungsfragen suchen, finden wir das pralle Leben bei Joachim Starbatty.

Der Mann weiß zu erklären und versteht es auch den Bogen zu schlagen über die Jahrzehnte und Jahrhunderte. 2000 Jahre Staatspleiten haben eines gemeinsam: immer dachten die Mächtigen sowie die Funktionselite: "Dieses Mal ist alles anders". Das dem nicht so ist, wird einem verständlich, wissenschaftlich formuliert und gut lesbar in dem vorliegenden Buch dargelegt. Auch schwierige Argumentationszusammenhänge legt Starbatty nachvollziehbar dar. Wichtiger aber ist ein Punkt, auf den Starbatty besonderen Wert legt: die Widerlegung der Argumente, mit denen die Funktionselite den Otto-Normalverbraucher sedieren und ihn im Glauben lassen, daß alles seine Richtigkeit hat und auf dem Weg in einen suprantionalen Eurostaat – was das auch immer sein mag – eben gewisse Rückschläge dazugehören. Starbatty weist nach, daß es sich samt- und sonders um Scheinargumente handelt. Daher ist dieses Buch besonders den Euro-Verteidigern ans Herz zu legen, die hin- und herschwankend am Ende der Mehrheit vertrauen. Diese „Mehrheit“ - sofern es eine ist - besteht aber längst nur noch aus vom System Begünstigten, die von dem Euro profitieren, die breite Masse hat seit der Euroeinführung – weder hier noch in der Südzone – nichts von der neuen Währung auf Dauer gehabt. Die Schäden werden wir dennoch alle gemeinsam bezahlen müssen.

Mehrere Aspekte machen das Buch daher zu einem interessanten und lehrreichen Werk der Währungsgeschichte:

Starbatty als Zeitzeuge:
Mehrere Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht sowie die Analyse des Scheiterns lange bevor der Euro wirklich das Licht der Welt erblickte machen Starbatty zu einem echten Zeitzeugen. Er hat früh die Schwäche der Währungsunion erkannt und auch analytisch dargelegt. Ob es die Lateinische oder die Skandinavische Münzunion war, stets sind diese gescheitert. Starbatty hat den Prozess des Euro immer auch als aktiv Handelnder begleitet und mit anderen Professoren dagegen geklagt. Durch sein profundes Wissen verstehen wir auch die institutionellen Zusammenhänge dieses gedehnten Scheiterns auf Raten. Starbatty will aber nicht nur klagen, sondern auch erklären und auf den dauerhaft dysfunktionalen Charakter der Währungsunion hinweisen. Nachdenklich müsste es uns machen, daß die Argumente, die er vor der Einführung des Euro ausgesprochen hat, tatsächlich auch so eingetroffen sind. Die volkswirtschaftliche Entscheidung ist längst zuungunsten des Euro gefallen. Er wird nun politisch am Leben gehalten, da wir die Folgen dieser in den 90ern getroffenen Fehlentscheidung fürchten.

Starbatty als Währungsexperte:
Hat man das Buch durchgelesen, versteht man, was der Unterschied zwischen einem Wechselkurssystem und einer Währungsunion ist. Ein Wechselkurssystem erfüllt immer seinen Zweck und kann atmen. Irgendwann gibt es dann auch seinen Geist auf, hat aber zwischenzeitlich seine Funktion den Güterhandel international zu organisieren erfüllt und wird weiterentwickelt (Bretton Woods, Goldstandard, EWS, etc…). Eine Währungsunion zwischen ungleichen Partnern jedoch ist von Anfang an ein dysfunktionales Gebilde, da der Zins und der Wechselkurs als Puffer ausfallen und sich Ungleichgewichte aufschaukeln, die das System irgendwann zum Einsturz bringen. Kapitalfehlleitung ist immer das originäre Ergebnis einer Währungsunion. Starbatty bietet viel Währungsgeschichte auf um Verständnis zu erzeugen für die immer gleichen Probleme von falschen Wechselkursen. Da Deutschland im Vergleich zu seinen südlichen europäischen Nachbarn immer eine diszipliniertere Währungspolitik gefahren hat, hat die DM weniger inflationiert wie die Währungen der südlichen Länder. In einer Währungsunion hat aber die Möglichkeit gefehlt im Euro aufzuwerten. Die Kehrseite ist die fehlende Abwertung der Südländer. Da nun der „deutsche Euro“ nicht mehr aufwerten konnte haben wir – kaum zu glauben, aber wahr – „Valutadumping“ betrieben und sind somit einfach immer billiger geworden. Dieser Prozess lässt sich nicht einfach umkehren, sondern kann nur korrigiert werden, wenn wir stärker inflationieren (Vorschlag Frankreich, Lagarde) oder die Südländer eben eine reale Abwertung vornehmen, d.h. Millionen Preise, Löhne und Verträgen nach unten! ändern. Wer die starken gewerkschaftlichen Strukturen in diesen Ländern kennt, wird den naiven Charakter dieser Vorgehensweise sofort erkennen. Und Inflation in Deutschland ist eben auch nicht per Gesetz durchsetzbar. Man inflationiert nicht auf Knopfdruck. Die Mechanismen der Währungsunion werden durch das vorliegende Buch verständlich erklärt und auch der Laie erkennt, was er vorher bereits ahnte: das Projekt Euro ist zum Scheitern verurteilt, da es sich einfach nicht regulieren lässt, es sei denn durch eine strangulierende Zentralgewalt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Starbatty der Entlarver:
Quer durch das Buch werden wir allen nur erdenklichen Argumenten begegnen, mit denen die vermeintlichen Euro-Retter derzeit die Bevölkerung ruhig stellen wollen. Starbatty entlarvt sie durch seine stringente und nachvollziehbare Argumentation. Dabei folgt er gerade nicht einem universitären Modelldenken, wo geschraubt wird, bis es passt, sondern bedient sich seines Wissens um volkswirtschaftliche Zusammenhänge und strickt in diese geschichtliche Beispiele ein, denn das Problem ist nicht neu und auch in der Volkswirtschaftslehre wird das Rad nicht alle zehn Jahre neu erfunden. Das hartnäckigste Argument, daß nur eine große Währungsunion Deutschland im Sturm der Globalisierung bestehen lässt, widerlegt Starbatty mit der treffenden Analyse, daß die Antworten auf die Globalisierung in den Betrieben selber gefunden werden müssen und nicht in einem Währungsverbund. Sonst müsste es ja Ländern wie Island (Wachstum 3% 2011), Schweden, Scheiz und Polen deutlich schlechter gehen. All diese Länder weisen durchgehend bessere Daten in Bezug auf Wachstum und Beschäftigung auf als die Euro-Zone und alle stehen einem Eintritt in die Euro-Zone ablehnend oder kritisch gegenüber.

Starbatty als „Über den Tellerrand-Hinausblicker“:
Stets sind die Zusammenhänge des Buches auch in den größeren Kontext der Weltwirtschaft eingebettet. Die Euro-Krise ist ja nicht die einzige Krise, vor der wir stehen. Aus den USA schwappt immer wieder die Finanzkrise zu uns rüber und auch die Verwerfungen zwischen den Leistungsbilanzüberschuss- und Defizitländern ist ein Dauerproblem, welches schon vor dem Euro existierte. Immer kann Starbatty den Zusammenhang herstellen und erläutert die trickreichen Verbindungen, die sich nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen geben. Ein gängiges Argument für den Euro ist z.B. dabei immer wieder die angeführte Inflationsrate, welche niedriger sei als zu Zeiten der D-Mark. Starbatty erläutert hierbei, daß a) die Inflationsrate in der Euro-Zone als „harmonisches Mittel“ die Inflationsexzesse in der Südzone ausblendet, die unter dem Gewicht des großen Sozialproduktes der starken Länder niveliert werden und b) sind die Inflationsraten unter der DM eben unter Produktionsverhältnissen zustande gekommen, in denen durch die gute Beschäftigungslage eben höhere Löhne durchgesetzt werden konnten und damit eine Lohn-Preis-Spirale in Gang gesetzt wurden. Ebenfalls sind die Industriestaaten seit den 90ern einem starken Deflationsimport u.a. aus Asien ausgesetzt, der für eine niedrige Inflationsrate sorgt und uns dauerhaft mit billigen Importen versorgt. Man versteht nach der Lektüre, daß Inflationsrate nicht gleich Inflationsrate ist, und daß sich die Inflation (oder eigentlich die „Preissteigerung“, Inflation ist lediglich die Aufblähung der Geldmenge, die Preissteigerung die Folge davon) mit unterschiedlicher Geschwindigkeit durch unterschiedliche Sektoren „hindurcharbeitet“. So verstehen wir, daß die Zinsen in der Südzone lange Zeit negativ waren, da die Preis- und Lohnsteigerungsraten mit schnellerer Geschwindigkeit abgelaufen sind als die Zinsen für Kredite, die ja künstlich niedrig waren. Die exorbitanten Preissteigerungsraten haben sich wie ein Bohrer durch die Südländer gefressen und dabei eine gigantische Kapitalfehlleitung erzeugt, wie man an den Bauruinen in Spanien überdeutlich erkennen kann.
Starbatty ordnet die Zusammenhänge, trennt, was nicht zusammengehört und schafft die Verbindungen, die notwendig sind um das ganze Dilemma zu verstehen.

Starbatty der Mahner:
Aber es bleibt in dem Buch nicht nur bei der Analyse. Starbatty empfielt auch Wege aus dem Dilemma. Daß er hier nicht die rosa Brille aufhat versteht sich von selbst. Starbatty zeigt z.B. anhand des isländischen Beispiels (Insolvenz der Banken, Enteignung der Gläubiger, temporärer Abschied von den Finanzmärkten, Abwertung der isländischen Krone und interne Neuorganisation) daß ein Neustart möglich und notwendig ist. Er zeigt aber auch Wege auf, welche die Währungsunion nehmen könnte und weist auf die Konsequenzen hin. Dieser Abschnitt des Buches besteht erfreulicherweise nicht nur aus läppischen pro Forma Vorschlägen, sondern es werden mögliche Auswege aus dem gemeinsamen „Schuldensumpf“ aufgezeigt. Unter anderem geht er auf das "Omlette-Argument" ein, nach dem die Euro-Retter argumentieren eine Währungsunion sei wie ein Omlette und die verrührten Eier könnten nicht mehr voneinander getrennt werden. Natürlich kann ein Land austreten, wenn der langfristige Schaden eines Verbleibes im Omlette größer als der langfristige Nutzen ist. Wirtschaft ist immer ein "Omlette", wir geben unsere Arbeitskraft und unsere Ersparnisse in einen anonymen Markt hinein und kriegen Leistungen daraus wieder zurück. Wenn das Omlette aber anbrennt, dann muss jemand die Pfanne vom Herd nehmen. Starbatty scheut sich auch hier nicht vor unbequemen Antworten und zeigt Lösungen auf. Lösungen - die wie in Island vollzogen - nicht realitätsfern sind, sondern in der Währungsgeschichte immer nachweislich zum Erfolg und zur Heilung geführt haben. Und damit ist dieser Teil auch der spannendste des Buches.

Die vorliegende Darlegung kann daher jedem an dem Euro-Dilemma Interessierten empfohlen werden. Auch über die Euro-Krise hinaus erzeugt es Verständnis für Fragen der Währung, der volkswirtschaftlichen Kapitalbildung und Fehlleitung sowie den wirtschaftlichen Stürmen, die hin- und wieder über uns hereinbrechen, weil wir glauben, die Gesetze des Marktes hätten für Jeden Gültigkeit, nur nicht für uns….
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


47 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wirklicher, besorgter und kämpferischer Europäer, 21. März 2013
Von 
Treb Melsa (Absurdistan, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Prof. Starbatty hat ein neues Buch in Sachen Euro vorgelegt.
Schon vor mehr als zwanzig Jahren, während der Verhandlungen an der Maas gehörte Prof. Starbatty zu den Warnern und Mahnern vor dem Irrweg den Euro als EU-Währung einzuführen. Selbstverständlich hat die politische Kaste jene Warnungen und Mahnungen verworfen und eine EU-Währung durchgesetzt.
Damit ist Prof. Starbatty zu den wahren, den wirklichen Europäern zu zählen, das heißt zu den Personen, die die Vielfalt Europas lieben und für ein freies, kulturell pulsierendes und gutes Europa fechten. Und somit sind diese Leute das krasse Gegenteil der gängigen Vertreter der Politik-Kaste, eine Kaste von Leuten, die die pulsierende Vielfalt Europas unbedingt vernichten will - z. B. Merkel, Schäuble, Lagarde, Juncker, Steinbrück, Westerwelle, Künast etc.

Anhand simpler ökonomischer Wahrheiten - wie das Auseinanderdriften der internationalen Konkurrenzfähigkeit und der unterschiedlichen Wirtschaftskultur in den Euro-Staaten - zeigt Professor Starbatty, dass die Probleme der Eurozone zwangsläufiger Natur sind. Statt jedoch die richtigen Konsequenzen zu ziehen, das heißt ein Auseinanderbrechen der Währungsunion zuzulassen, beschreitet die Politik konsequent den Weg hin zu einer Haftungsgemeinschaft der Staaten der Eurozone - dabei zeigen die Erfahrungen mit dem deutschen Länderfinanzausgleich, dass so etwas ein Irrweg ist. Dieser Irrweg wurde und wird konsequent durch kollektiven Bruch der Europäischen Verträge gegangen, dabei geben Politiker - wie zum Beispiel Christine Lagarde und Pierre Lellouche - auch unumwunden zu, dass die Verträge gebrochen wurden, um das politische Prestigeobjekt "Euro" zu retten, welches als alternativlos hingestellt wird; deshalb: Bruch der "No-Bailout-Klausel"; rechtswidrige Finanzierung staatlicher Defizite durch die EZB, eine Form des Münzbetrugs; und Umwandlung des zunächst befristeten Rettungsschirms in ein permanentes Finanzierungsinstrument.
Die Herrschaft des Rechts zählt somit im Europa der Eurozone nicht mehr viel, sondern das altbekannte Spiel der Politik "Macht statt ökonomisches Gesetz" feiert fröhliche Urstände! Interessenwahrung durch Rechtsbruch steht bei der Politik offensichtlich zu stark im Vordergrund - wer schert sich dann noch um das Recht?

Von daher ist der Titel des Buches "Tatort Euro" absolut treffend; denn die politische Kaste betrügt die Menschen der EU mittels der Instrumente rund um den Euro-Wahn um ihre Vermögen, um ihr Gespartes und um ihr Recht. Und je länger sich die politischen Kleptokraten am Tatort tummeln und so weiter machen, umso teurer wird dies für die Menschen Europas. Dabei gibt es Alternativen zum "alternativlosen Merkel-&-Co.-Tatort", diese Alternativen werden von Prof. Starbatty ausgezeichnet dargelegt. Und Prof. Starbatty zeigt auch, dass es längerfristig der politischen Macht - und sei diese noch so mächtig - nicht gelingen kann und wird gegen fundamentale ökonomische Gesetze zu handeln. "Macht statt ökonomisches Gesetz" -> die Macht wird verlieren, aber je später diese Niederlage sichtbar wird, umso mehr vom Eigentum der Menschen Europas werden die politischen Täter verbrannt haben. Leider werden die Menschen in Europa erleben müssen, falls die politischen Verrücktheiten nicht doch noch gestoppt werden, dass die Prognosen von Prof. Starbatty und seinen Kombattanten - die in den vergangenen Jahren regelmäßig eingetroffen sind - auch in Zukunft eintreffen werden!

Fazit: Auch mit diesem Buch zeigt Prof. Starbatty wieder einmal sein Format als Kämpfer gegen den konstruktivistischen Machbarkeitswahn einer maßlos anmaßenden und absolut verantwortungslosen politischen Kaste.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Buch!, 3. April 2013
Starbattys Darstellung ist für Politikinteressierte insgesamt gut verständlich. Nur für wenige Passagen sind Kenntnisse zu Währungstheorie und -politik erforderlich. Gut gefällt mir, daß Starbatty nicht nur volkswirtschaftlich argumentiert, sondern auch historische Hintergründe erläutert. Somit ist das Buch auch für Leser zu empfehlen, welche sich eher für die politischen und geschichtlichen Aspekte der "Eurokrise" (Starbatty sagt: "Eurozonenkrise") interessieren. Nur einen kleinen Mangel sehe ich: Man merkt, daß das Buch wohl relativ flott veröffentlicht wurde. In der 1. Auflage sind doch ein paar (weniger als eine Handvoll) Tippfehler und Unfeinheiten enthalten, die bei einem gründlichen Lektorat wohl korrigiert worden wären. Diese Fehler sind nicht gravierend und mindern den inhaltlichen Eindruck nicht. Für 20 Euro kann man aber eigentlich erwarten, daß Flüchtigkeitsfehler vor der Veröffentlichung korrigiert werden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lügen bei der Einführung der Währung, Rechtsbrüche für ihren Erhalt!, 21. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In seinem Vorwort fasst der Autor die Situation aus seiner Sicht zusammen. Es mag verwundern, aber der Autor hält Europa, sprich die alte Idee wie auch die Währung für rettungsfähig. Er fordert die Bürger auf, das zu schützen, was er meint, das es des Schutzes bedarf...das Recht, die Demokratie und ihr Vermögen.

An das Vorwort knüpfen sich vierzig von Hans Magnus Enzensberger zusammengestellte, für jeden einfach beantwortbare Fragen an. Die Antworten erschließen sich unschwer aus den letzten Drei-Jahren Euro-Historie (ketzerisch Euro-Hysterie).

Vorwort und Fragenkatalog machen knapp acht Seiten aus; wer zweifelt, ob er das Buch überhaupt mal in die Hand nehmen soll, mag sich dieses nicht umfangreiche Intro zu Gemüte führen.

In seinen fünf Kapiteln durchstreift der Autor die Geschichte der Währung von ihren Anfängen bis heute. Dies geschieht ausgesprochen sachlich, er poltert nicht, lässt an den Stellen, an denen man auch schreien könnte, stets gut dosiert Ironie, Sarkasmus oder Zynismus walten. Der Autor schreibt fundiert, stellt ökonomische Lehren und deren Begründer dar und mutmaßt, was die denn wohl zu dieser Geschichte sagen würden, wenn sie noch könnten. Genauso beleuchtet er die Politik zu den jeweiligen Zeiten, ihr Agieren, beschreibt die Rolle der Bundesbank und ihre schleichende Entmachtung zu Lasten der EZB und deren geplanter Mutation zu einer politikabhängigen Zentralbank a la France; und er lässt auch all die damit einhergehenden Halbwahrheiten, damit Betrügereien der Politiker gegenüber den Bürgern, also an uns, nicht unerwähnt.

Er wirft der Politik zu Recht unverhohlen Lügen bei der Einführung des Euro vor, mehrfach auch eingeräumten Rechtsbruch bei den wahnwitzigen Aktionen zur angeblichen Rettung der Währung. Wer erinnert nicht Steinbrücks in einem Spiegel-Interview auffindbaren Schandsatz: Das Recht (Maastricht, no bail out Klausel)zerschellte an den Klippen der Realität.

Der Autor fordert im Ergebnis nicht mehr, als dass sich restlos alle an das Recht zu halten haben; weil das schon lange nicht mehr geschieht, also Recht, hier u.a. Maastricht, zur Beliebigkeit verkommen ist, ist nicht nur die Demokratie gefährdet, weil ja alles vollkommen rechtsfrei nur noch dem Dackel, pardon, dem Euro geopfert werden kann und muss, womit dann letztlich, durch Inflation und Steuererhöhungen die Vermögen der noch vermögenden Bürger hoffnungslos aufgezehrt werden. Herr Dr. Starbatty ist mit diesem Vorwurf nicht alleine. Das im Jahre 2012 erschienen Buch des ehmeligen Verfassungsrichters Paul Kirchhoff

Deutschland im Schuldensog: Der Weg vom Bürgen zurück zum Bürger

liegt auf der identischen Ergebnislinie.

Wer geschichtlich noch tiefer in das Thema und dies aus britischer Sicht einsteigen will, mag sich mit der Anfang Januar 2013 erschienenen zweiten Auflage des excellenten Buches von Bernard Connolly The rotten heart of Europe beschäftigen.

Für mich das beste deutschsprachige, in jeder Beziehung verständliche Buch zur Geschichte und zur aktuellen Situation dieser uns aufgezwungenen Währung.

Nachtrag, August 2013...schaut euch das Video unter to google desolation euro an.....kommt von der Insel....so gut, so bestätigend!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit das Beste, was man zum Thema aktuell zu lesen bekommt, 1. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit das Beste, was man zum Thema aktuell zu lesen bekommt: Starbatty argumentiert lückenlos und widerspruchsfrei und absolut klar. Ein profunder Kenner der Materie, der auch für "Nichtökonomen" verständlich und spannend zu schreiben versteht und kein Blatt vor den Mund nimmt. Dieses Buch wirft ein klares Licht auf "nebulöse" Vorgänge im Zuge der Eurokrise. Höchst lesenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr lesenswertes Buch, 25. März 2013
Inhaltlich kann ich meinen Vorschreibern nichts mehr hinzufügen. Winfried Brammer und Treb Melsa haben den Inhalt und den Autor schon umfassend vorgestellt! Sehr lesenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Aufklärung über alle nachteile von Euro, 4. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch ist eine gute Aufklärung über alle Nachteile von Euro. Die sog. Euro-Retter haben Angst vor dem Wandel. Sie haben gemeinsam eine schwierige wirtschaftliche Konstruktion gebaut, die jetzt sich nicht kontrollieren lässt. Davor haben schon Wissenschaftler vor der Euro-Einführung (z. B. Milton Friedmann) gewarnt. Das ist selbstverständlich, weil sie einfache ausprobierte ökonomische Regeln ignoriert, wie früher die kommunistische Planwirtschaft. Es gab nur politische Gründe, Visionen eines starken Europa als Block, quasi ein Staat und Gegengewicht gegenüber anderen Großmächten. Die Euro-Retter sind tatsächlich nur Wächter einer kranken Konstruktion, Hüter von Status quo. Sie versuchen ganze Zeit Löcher zu flicken, weil sie Angst haben alles radikal zu verändern, d.h. zu nationalen Währungen zurückzukehren. Sie wissen, dass sie eine Pandora Buchse öffnen können und dabei wäre ihre Macht verloren. Aber je länger warten sie, desto mehr verschlimmert sich die Lage. Ein gefährlicher, aber viel versprechender Wandel ist jedoch notwendig. Das Buch ist für jeden kritisch denkenden Bürger zu empfehlen.
St. S.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch könnte noch wichtig werden, 6. April 2013
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
"Scheitert der Euro - scheitert Europa" - man kann Merkels Worte nicht mehr hören, weil man seit 4 Jahren, und mit jedem Tag mehr merkt, dass Europa gerade weges des Euros scheitert. Genau dies zeigt Joachim Starbatty in seinem neuen Buch. Er schreibt: Loblieder (Euro als Friedenswährung) retten Europa nicht. Und auch die Auflegung von Sanierungs- und Reformprogrammen für die Krisenländer ist zwar gut gemeint, funktioniert aber in der Praxis nicht, weil die Währungsunion kein politisches Fundament hat, weil man Länder zusammen gekoppelt hat, die nicht zusammen gehören. Und deshalb funktionieren Wirtschaftsreformen, die in einem Land durchaus erfolgreich waren (Deutschland) in anderen Ländern einfach nicht, bzw. werden sie sogar mehrheitlich von der Bevölkerung abgelehnt. (Italien, Griechenland). Die einzige Möglichkeit sieht Starbatty deshalb in dem zeitweiligen Austritt dieser Länder aus der Währungsunion, einen Schuldenschnitt und damit einem wirklichen Neuanfang. Fazit: Starbattys Thesen sind aus heutiger Sicht gewiss nicht neu, aber er hat sie in ähnlicher Form schon vor vielen Jahren formuliert, als er mit anderen 1997 vor dem Verfassungsgericht gegen die Einführung des Euros klagte. Und die aktuelle Entwicklung in Europa zeigt, wie recht er damals schon hatte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre vor der BT-Wahl, 27. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tatort EURO: Bürger, schützt das Recht, die Demokratie und euer Vermögen Einführung von Hans Magnus Enzensberger (Kindle Edition)
Starbatty hat alle Fakten auf seiner Seite, wenn er die von politischen Wunschvorstellungen geprägte Durchsetzung des
Euro und seine tatsächlichen ökonomischen Realitäten beschreibt. Das Buch ist nicht nur fachlich hochklassig, sondern dabei auch noch unterhaltsam.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Umkehr ist möglich..., 10. März 2014
Von 
Albrecht Bär "albrecht_baer" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Erdrückende Staatsschulden und eine anhaltende wirtschaftliche Talfahrt im Süden Europas ziehen die Euro-Zone nach unten. Der Autor, ein bekannter Volkswirtschafler und Kläger gegen den Brüsseler Euro-Wahn, benennt das Grundübel der Rettungspolitik: Man rettet Banken, aber keine Länder. Von der Politik sei keine Hilfe zu erwarten, der Bürger müsse selbst aktiv werden für Demokratie, Rechtsstaat und Freiheit. Noch steht Deutschland vergleichsweise gut da, aber was passiert, wenn die Brennpunkte Griechenland, Italien Spanien den Norden infizieren, wenn Deutschlands Milliarden nicht mehr reichen, die drohenden Staatspleiten im Süden zu verhindern? Starbatty meint, man müssen bei Wahlkreiskandidaten, Gewerkschaften und bei den Kirchen für eine alternative Politik werben, d.h. dem Austritt der Schuldenstaaten aus der Währungsunion, um sie so in die Lage zu versetzen, durch Abwertung ihrer dann wieder eingeführten nationalen Währung die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Hier stellt sich jedoch die Frage, wieviel Vernunft man bei den etablierten Kräften noch erwarten kann? Dem Autor, der sein Buch offensichtlich vor dem Aufkommen der „Alternative für Deutschland (AfD) verfaßt hat, kann man entgegenhalten, daß nun mit Hilfe dieser neuen Partei wenigstens theoretisch die Möglichkeit besteht, die geballte Ignoranz im Bundestag aufzumischen. Denn in diesem Punkt besteht bei Starbatty und AfD Einigkeit: Der Euro-Austritt kann kein Tabu sein. Der Kontinent befindet sich heute in einer Zerreißprobe, und schuld daran ist die Gemeinschaftswährung. Anhand des isländischen Beispiels (Insolvenz der Banken, Enteignung der Gläubiger, temporärer Abschied von den Finanzmärkten, Abwertung der isländischen Krone und interne Neuorganisation) zeigt der Autor, wie es besser gehen kann. Man muß nur wollen…
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen