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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Thriller, Drama, Studie
Bei mehreren 100 Rezensionen und einer Verfilmung, die raketenmäßig an die Spitze der Kinocharts geschossen ist, gibt es nicht mehr viel zu sagen außer: Ich fand‘s auch saugut!
Gillian Flynn erschafft nach einem etwas trägen Start einen komplexen und hochspannenden Mischmasch aus Psychodrama und Psychothriller, bei dem die Frage nach dem,...
Vor 11 Tagen von Grobi Schalke veröffentlicht

versus
41 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Naja, weniger wäre mehr, und mehr wäre manchmal besser
Zunächst einmal ist es schwierig, das Buch zu bewerten, ohne zu spoilern.
Der Roman wechselt in der Ich-Perspektive zwischen Tagebucheinträgen von Amy und ihrem Ehemann Nick vor dem Hintergrund des Verschwindens von Amy, wobei alles nach einem Verbrechen aussieht. Nachdem man sich eingelesen hat, macht sich erst einmal Langeweile breit, viel passiert nicht,...
Vor 7 Monaten von gnarzenkönig veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Thriller, Drama, Studie, 14. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Gone Girl - Das perfekte Opfer: Roman (Kindle Edition)
Bei mehreren 100 Rezensionen und einer Verfilmung, die raketenmäßig an die Spitze der Kinocharts geschossen ist, gibt es nicht mehr viel zu sagen außer: Ich fand‘s auch saugut!
Gillian Flynn erschafft nach einem etwas trägen Start einen komplexen und hochspannenden Mischmasch aus Psychodrama und Psychothriller, bei dem die Frage nach dem, den oder der Schuldigen nicht so leicht zu beantworten ist, wie man zunächst vermutet. Dies scheint insgesamt ein Charakteristikum von Flynns Büchern zu sein – Menschen sind bei ihr keine geschichtsfrei Handelnden sondern Produkt und zugleich Gefangene eines Zusammenspiels aus Herkunft, Erziehung, Erfahrungen und Anlagen, die bei Flynn mal Risse, mal wahre Abgründe in die menschliche Seele reißen.

So ist Gone Girl nicht bloß ein Thriller um eine kaputte Ehe und eine verschwundene Ehefrau sondern zugleich Milieu- und Charakterstudie; fiktiv und überspitzt, in gewisser Weise aber auch erschreckend real und mit viel Raum für den Leser, sich irgendwie und irgendwo darin wiederzufinden.

Motor der Geschichte ist natürlich die Frage: „Ist der Ehemann der Mörder oder ist er es nicht?" Ganz großartig schafft Flynn es über lange Zeit, den Leser an der Nase herumzuführen, indem sie ein wachsendes Netz aus Wut und Frustrationen aller Beteiligten offen legt, das kaum Nischen für Helden und Identifikationsfiguren lässt, sondern alle Protagonisten gleichermaßen in ein schlechtes Licht stellt.

Gelungen ist auch der Erzählstil - wechselnd zwischen Jetztzeit, Rückblenden, Erinnerungen und Aufzeichnungen. Hier wird der Blickwinkel zunächst zerstreut, um ab einem bestimmten Punkt meisterlich alle Sichtweisen zuzammenzuführen, Lücken zu schließen, ein detailliertes Raster der Ereignisse zu bauen.

Einen Punkt Abzug gibt es für den lauen Start und einige allzu bekannte und etwas ausufernde Griffe in die Kiste der Thrillerkniffe gegen Ende der Geschichte.

Fazit: Leiser Thrill, unbequeme Charaktere und ein eindringlicher Schreibstil überzeugen auf ganzer Linie!
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41 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Naja, weniger wäre mehr, und mehr wäre manchmal besser, 11. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Gone Girl - Das perfekte Opfer: Roman (Kindle Edition)
Zunächst einmal ist es schwierig, das Buch zu bewerten, ohne zu spoilern.
Der Roman wechselt in der Ich-Perspektive zwischen Tagebucheinträgen von Amy und ihrem Ehemann Nick vor dem Hintergrund des Verschwindens von Amy, wobei alles nach einem Verbrechen aussieht. Nachdem man sich eingelesen hat, macht sich erst einmal Langeweile breit, viel passiert nicht, die Suche nach Amy vollzieht sich ohne große Spannung.
Später entwickelt sich der Plot zu einem Thriller - was stimmt, was ist gelogen, man kann sich nie sicher sein. Gerade in der Mitte hat der Roman seine Stärken und die Seiten blättern sich wie von selbst um.
Leider wirkt das alles nicht sehr plausibel und ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Ausserdem kann man weder für den einen, noch den anderen Protagonisten überhaupt irgendeine Form von Symphatie entwickeln.
Auch wirkt im letzten Drittel alles ziemlich langatmig, sodass auch hier die Seiten sich von selbst umblättern, allerdings nicht vor Spannung, sondern weil viele Begebenheiten nicht mehr wirklich interessant sind.
Der Schluss dann ist für mich eine totale Enttäuschung, weil es dann doch recht absurd wird und auch recht abrupt endet. Hier hätte Gillian Flynn viel mehr aus der Geschichte herausholen können, wo sie sich vorher in Belanglosigkeiten verzettelt.

Fazit: Ein starker Mittelteil reicht nicht, um aus 570 Seiten einen großen Roman zu machen, Thrillerfreunde werden eher enttäuscht, leider nicht wirklich ein Weiterempfehlungstipp.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und mit einem gruseligen Ende!, 30. September 2014
Von 
k. und k. priviligierter Bücherwurm (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Gone Girl: Das perfekte Opfer (Broschiert)
Flynn geht unverzüglich in die Geschichte, steigt sofort ein. Der Leser geht unwillkürlich mit Nick auf die Reise und erlebt einen Schlagabtausch nach den anderen. Viele Ehepartner werden sich immer wieder erkennen; die Vorwürfe, die Streitigkeiten und die gegenseitige Verständnislosigkeit für die jeweiligen Situationen. Aber der Schein trügt. Hinter Amy und Nick verbirgt sich mehr. Viel mehr sogar.
Flynn macht, was alle machen: Verurteilung von Menschen, die man nicht kennt. Ein wütender Mob, eine Aufwiegelung, eine Hetzjagd.
Immer wieder zieht Flynn ihre Stricke. Geht in die vollen, verbirgt hinter Tagebucheinträgen die Charaktere von Amy und Nick. Löst nicht auf, sondern erzählt. Eine Erzählung die sich immer mehr und mehr steigert bis zum Grande Finale.

Zugegeben, ich habe den Roman gelesen, weil ich den Film ansehen möchte; ich habe auch mit dem Grande Finale und mit der Auflösung gehadert. Jedoch, je länger die Zeit vergeht, umso mehr traue ich mir zu sagen, dass Flynn bewusst dieses Ende setzte, um sich auch endlich mal gegen alle anderen durchzusetzen. Ein Finale, wie man es nicht kennt, wie man es sich nicht zu erdenken ausmalt.

Fazit: Spannender Roman, mit einer guten und lesbaren Sprache, nicht allzu kompliziert gestrickt, weil die Geschichte wirken soll. Und das tut sie. Flynn geht in die Eheabgründe, anfangs werden sich sicher ein paar Paare wiedererkennen; Vorwürfe, Gespräche, Verständnislosigkeit für den anderen - sind nicht abwegig und unbekannt; auch mir nicht. Jedoch macht Flynn auch eine Hetzjagd, bezieht das Internet mit ein, wo sich Formen bilden, die man ebenso kennt. Ein Thriller, der nicht nur unbedingt ins Kino gehört, sondern auch subtil und abartig zu lesen ist. Weniger weil er grausam ist, sondern weil das Ende so faszinierend "bitter" ist, dass man wirklich damit hadert.
Viel Spaß!

PS: Der Film stockt leider und zieht sich endlos dahin - hätte mehr Pepp vertragen. Schade!
Der Film würde 3-Sterne bekommen.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Amazing Amy?, 19. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Gone Girl: Das perfekte Opfer (Broschiert)
Nichts auf der Welt ist so wandelbar wie die Liebe:
Lügen, Hass, sogar Mord, alles ist in ihr verschmolzen;
sie ist das unvermeidliche Aufblühen ihrer Gegensätze,
eine prächtige Rose, die schwach nach Blut duftet.

- Tony Kushner, The Illusion -

Nick und Amy Dunne sind ein harmonisches Vorzeigeehepaar, wie es im Buche steht, jung, gutaussehend, intelligent, gebildet, glücklich - bis Amy an ihrem fünften Hochzeitstag spurlos verschwindet.
Da Amys Eltern als erfolgreiche Schriftsteller, die in ihrer bekannten Buchreihe um "Amazing Amy" die eigene Tochter als Vorlage für das "perfekte Kind" benutzt und geschickt vermarktet haben, einen gewissen Bekanntheitsgrad haben, werden die polizeilichen Ermittlungen um den Verbleib Amys von einem großen Medienrummel begleitet.
Als im Laufe der Ermittlungen das Bild vom perfekten Ehepaar Risse bekommt, sich die Hinweise verdichten, daß Amy tot ist und Nick zudem kein Alibi für die Zeit von Amys Verschwinden hat, schießen sich Presse und sonstige Medien vorschnell auf Nick als Mörder seiner Frau ein, denn "Jeder liebt das tote Mädchen.".
Aber ist Nick wirklich ein Mörder und Amy wirklich "Amazing Amy"?
Aus Rückblenden, Erinnerungen, Ermittlungen und Schilderungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln entsteht das Psychogramm einer Ehe, in der nichts so ist, wie es vordergründig den Anschein hat...

"Gone Girl" ist spannend, keine Frage.
Was den Roman aber vor allem fesselnd macht, ist die Tatsache, daß er seine Spannung nicht alleine aus den Fragen nach dem Verbleib Amys und "War er's oder war er's nicht?" bezieht, sondern über weite Strecken eher Psychodrama als Krimi ist und ganz nebenbei noch eine ganze Menge anderer Themen aufgreift, allem voran die Macht der Medien, die hier eine Vorverurteilung auslösen, ohne daß es bis dahin auch nur zu einer offiziellen Anklage gekommen wäre.
Am meisten aber fesselt "Gone Girl" als Ehedrama, welches zwar Ausmaße annimmt, gegen die "Der Rosenkrieg" Kindergartengezänk war, aber dennoch in seiner Entwicklung erschreckend nachvollziehbar ist.
Wie aus der Liebesheirat eines vermeintlichen Traumpaares durch kleine, einzeln betrachtet eigentlich wenig spektakuläre Enttäuschungen, Unaufrichtigkeiten und Stolpersteine von außen wie Jobverlust langsam, aber unaufhaltsam ein echtes Horrorszenario wird, das ist gerade dadurch, daß die Probleme und Schwierigkeiten des Vorzeigepaars so alltäglich sind, umso verstörender.

Zwei Kritikpunkte kosten den Roman das fünfte Sternchen:
Erstens, der Roman bedient sich teilweise einer meiner Meinung nach unnnötig drastischen Sprache.
Ich halte mich nicht für prüde, aber daß die Protagonisten keine Engel sind, hätte ich auch ohne die recht häufig bemühten Fu- und Fo-Wörter verstanden und es passt eigentlich auch nicht zu Menschen, die es über Jahre so hervorragend geschafft haben, nach außen den strahlenden Schein eines Traumpaares aufrecht zu erhalten.
Zweitens, und dies ist der schwerwiegendere Grund, "Gone Girl" braucht eine ganze Weile, um richtig in Fahrt zu kommen.
Zwar stellt sich später heraus, daß die ganzen Informationen aus der ersten Hälfte für den weiteren Verlauf des Romanes durchaus wichtig sind und man der Autorin somit keine unnötigen Längen vorwerfen kann, aber einen etwas längeren Atem braucht es schon, um richtig in die Geschichte hineinzukommen.

Auch folgende Warnung sei ausgesprochen:
Wer bei Romanen unbedingt Sympathieträger mit Identifikationspotential als Protagonisten braucht, der dürfte bei "Gone Girl" ein Problem haben, denn Unschuldsengel gibt es hier keine.
Wer aber wie ich etwas undurchsichtige Charaktere mit Ecken, Kanten, Abgründen und Geheimnissen ohnehin viel spannender findet als solche, die an die netten Nachbarn erinnern, wer Rebecca, Rachel und Constance Shawcross zu den unvergesslichen Romanfiguren zählt, die sich einem unauslöschlich ins Gedächtnis brennen, dem sei "Gone Girl" wärmstens ans Herz gelegt, denn so viel ebenso perfide wie geniale Bosheit und vor allem ein so bitterböses Ende finden sich selten in einem Mainstream-Roman.
Bleibt nur zu hoffen, daß die Autorin das beklemmende Ende für sich stehen lässt und nicht auf die Idee kommt, aufgrund des großen Erfolges des Romanes eine Fortsetzung zu schreiben.

Die Financial Times hat es in ihrer auf dem Buchrücken abgedruckten Empfehlung in wenigen Worten treffend zusammengefasst:
"Read it and stay single!"
Dem kann man eigentlich nichts mehr hinzufügen.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessant..., 19. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Gone Girl: Das perfekte Opfer (Broschiert)
Ich habe heute die letzte Seite von "Gone Girl" gelesen und ich muss sagen, dass es mir sehr schwer fällt, bei diesem Buch zu einem Urteil zu kommen. Eins vorweg, ich habe mich hier durch einige fünf Sterne-Bewertungen und einige ein Stern-Bewertungen gelesen und ich kann die Kritik eher nachvollziehen als das Lob. Trotzdem ist das Buch meiner Meinung nach nicht so schlecht, dass es gar nicht lesenswert ist.
Zunächst zum Schreibstil: Der ist sicher auch bis zu einem gewissen Grad Geschmackssache. Was stimmt ist, dass der Stil sehr weiblich ist. Ich persönlich finde das aber überhaupt nicht schlecht (Warum auch? Viele schreiben das hier so, als ob das Prädikat "weiblich" an sich schon was schlechtes wäre...). Mir hat der Stil eigentlich von Anfang an gut gefallen. Eben nicht immer nur ganz sachlich und auf den Punkt, sondern etwas verschnörkelt mit zum Teil sehr schönen Beschreibungen (aber auch nicht zu abgehoben). Der Stil ist für mich daher eher ein Pluspunkt.
Zur Story: Über den Inhalt muss man gar nicht so viel verraten. Amy und Nick Dunne sind seit fünf Jahren verheiratet, doch an ihrem fünften Hochzeitstag verschwindet Amy auf einmal und Nick gerät sehr schnell in den Verdacht sie umgebracht zu haben. Und wir Leser fragen uns nun, was geschehen ist, wer es war, wer der Gute und wer der Böse ist usw. usf. Dabei wechseln sich die Kapitel ab, einmal aus Amys, dann wieder aus Nicks Sicht usw. und wir erfahren immer wieder ein Stückchen mehr. Oder doch nicht? Denn ganz so genau nehmen es beide mit der Wahrheit nicht. Vor allem hierdurch kommt es im Buch zu vielen kleinen und ein paar richtig großen Wendungen.
Viele beklagen, dass das Buch sehr langatmig / langweilig anfängt. Das sehe ich nicht ganz so streng. Es stimmt zwar, dass das Buch erst mit der Zeit an Fahrt aufnimmt, aber ich fand das sehr passend. Denn so lernen wir die Charaktere kennen und fallen mal auf den einen, mal auf den anderen rein bzw. manches kaufen wir ihnen eben auch nicht ab und dadurch kommt man zwangsläufig in die Position eigene Theorien zu entwerfen. Zudem erhalten beide Charaktere und ihre Beziehung somit an Tiefe.
In der Mitte dann die erste richtig große Wendung. Viele beschreiben, dass es ab jetzt so richtig spannend wird und das stimmt auch. Ich hatte vorher beim Lesen schon mit dieser Wendung gerechnet, war dann aber doch überrascht, dass sie tatsächlich so kommt und durchgezogen wird. Aber hier sehe ich auch etwas das Problem. Das ganze wird immer unglaubwürdiger und ich habe mich die ganze Zeit beim Lesen gefragt (so spannend ich es auch fand), wie die Autorin das zu Ende bringen wird.
Und das bringt mich zum nächsten Kritikpunkt, nämlich zum Ende. Ich finde das Ende nicht total schlecht oder total daneben. Aber es ist in meinen Augen doch irgendwie sehr abgehoben. Zudem kommt es sehr abrupt, allerdings finde ich das noch einigermaßen passend für diese Geschichte. Allgemein finde ich die Story daher leider durchwachsen. Sie hat ihre Stärken, aber auch eindeutig ihre Schwächen.
Als letztes möchte ich noch auf die Charaktere eingehen. Zum einen die Hauptpersonen Amy und Nick. Hier haben viele geschrieben, dass sie beide nicht sympathisch finden und dem kann ich mich nur anschließen. Allerdings glaube ich, dass das von der Autorin sehr wohl so gewollt ist und wir die beiden gar nicht mögen sollen. Wir sollen uns nicht mit ihnen identifizieren, wir sollen beide hinterfragen. Das finde ich auch gut gelungen, abgesehen vom Ende! Zum Ende hin verlieren in meinen Augen beide an Glaubwürdigkeit und das finde ich sehr schade.
Die anderen Personen bleiben hingehen recht fad und auch das ist schade. Mit Nicks Zwillingsschwester zum Beispiel konnte ich die ganze Zeit nichts anfangen. Sie bleibt mir viel zu sehr Klischee: Das Mädchen, von dem der Vater wollte, dass es ein Junge wird (bzw. dass sie gar nicht geboren wird, denn Nick ist ja der gewollte Junge) und die sich deshalb jungenhaft benimmt und Frauen nicht mag / abfällig über typisch weibliches redet... und zum Ende hin immer sinnloser wird. Gleiches gilt für die Cops, Nicks Eltern, Amys Eltern (wobei es bei denen noch geht) usw. Alles Figuren aus denen man meiner Meinung nach mehr hätte rausholen können. Aber auf der anderen Seite auch wieder verzeihlich, da es ja um Amy und Nick geht.
Abschließend kann ich somit nur sagen, dass das Buch in meinen Augen schlicht und einfach durchwachsen ist. Ich hatte es schnell durch, ich bin teilweise stundenlang drangeblieben, weil der Stil gut zu lesen ist und Spannung aufgebaut wird. Aber es gibt auch mehr als zwei / drei Stellen, die zu konstruiert wirken, an die zu schnell ein Haken gemacht wird (während ich gerne ein: "Moment mal!" angefügt hätte) oder die einfach zu abgedreht sind. Daher kann ich die sehr unterschiedlichen Bewertungen gut verstehen und bevor man sich zum Kauf entscheidet, sollte man durchaus die schlechte Kritik ernst nehmen.
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113 von 142 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das im Gedächtnis bleibt, 26. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Gone Girl - Das perfekte Opfer: Roman (Kindle Edition)
Amy und Nick sind seit fünf Jahren verheiratet, aber ihre Beziehung hat jede Harmonie verloren. Und dann ist Amy plötzlich verschwunden. Aus dieser relativ simplen Ausgangslage entwickelt sich ein immer verschachtelter und überraschenderer Plot, schlau und elegant inszeniert von einer sehr begabten Autorin.

Das Buch wird anfangs aus der Ich-Perspektive der beiden Ehepartner erzählt, und hieraus bezieht es auch seinen Reiz: Die psychologischen Abgründe, die sich allmählich auftun, als wir die beiden näher kennenlernen. Die Institution der Ehe oder Beziehungskisten allgemein werden hier nicht gerade verherrlicht, um es mal vorsichtig zu formulieren. Die Autorin manipuliert uns geschickt und führt uns ständig in die Irre – wir wissen nie, wem wir wirklich trauen können. Jedes Mal, wenn man sich eine Meinung gebildet hat, ändert sich die Perspektive des Buchs. Was das Ende angeht, bin ich nicht sicher, ob es mir gefällt, aber die leiseste Andeutung hier wäre schon zu viel.

Das Buch bleibt übersichtlich und lesbar, auch wenn ein paar Exkurse zu viel dabei sind für meinen Geschmack. Ich kann mir nicht helfen, aber ich hab das Gefühl, dass alle Thrillerautoren heutzutage ihre Bücher künstlich auf 600 Seiten aufpumpen, wo es locker auch 400 getan hätten. Thriller sind inzwischen umfangreicher als die meisten Bücher in der Belletristik, was dumm ist, da dies automatisch auf Kosten der Spannung geht.

Nach all den Abgründen und der Dekonstruktion sämtlicher Werte empfehle ich abschließend mal einen (etwas kürzeren) Krimi, der zwar spannend ist, aber nicht so demoralisierend, voller bösem Humor steckt und auch wieder an die Liebe glauben lässt:Halbe Leichen (Lisa Becker).
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht empfehlenswert, 7. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Gone Girl: Das perfekte Opfer (Broschiert)
Leider habe auch ich mich vom vorderen Platz auf den Bestsellerlisten blenden lassen und dieses Buch als Urlaubslektüre ausgewählt. Ich hätte die Bewertungen hier bei Amazon vorher lesen sollen. Ich habe mich wirklich durch dieses Buch gequält, immer in der Hoffnung, dass die spannenden Stellen noch kommen und weil mich das Ende interessiert hat.
Viel spannende Momente gibt es nicht und das Ende ist wirklich schlecht. 200 Seiten hätten sicher gereicht, es zieht sich wie Kaugummi. Ein vorderer Platz in den Bestsellerlisten ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Schade!
Keine Kaufempfehlung!
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29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht unbedingt was der Klappentext verspricht, aber dennoch kein Fehlkauf!, 9. Dezember 2013
Von 
Ste - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Gone Girl: Das perfekte Opfer (Broschiert)
Was ist Gone Girl für ein Buch?
Zunächst einmal ist ein sehr gehyptes Buch. Man kommt kaum umhin es zu kaufen, weil man in Zeitungen und Sozialen Netzwerken immer wieder darüber stolpert. Ich habe in letzter Zeit leider häufiger die Erfahrung gemacht, dass mein Geschmack derzeit nicht "Hype-kompatible" ist.
Trotzdem habe ich Gone Girl erlaubt in mein Regal einzuziehen und ich habe es sogar einer Reihe von Büchern vorgezogen die dort schon länger warten. Schuld daran waren nicht zu letzt die Lobesworte die auf der Rückseite stehen. (Ja...manchmal lasse ich mich von sowas beeinflussen! Sie nicht?)
Ich halte also ein Buch in der Hand welches mich schon optisch allein anspricht. Ich mag schwarz. Und ich mag Menschen nicht die sagen schwarz sei keine Farbe. In Kombination mit den roten, leicht erhobenen Buchstaben des Titels ist es schlicht und trotzdem schön.
Ich erwarte einen Thriller der mir den Atem raubt,"scharf wie ein Eispickel" und "erschreckend glaubwürdig". Ich erwarte dank Tana French das "furchterregendste Buch" welches ich je gelesen habe.
Nicht ist scheußlicher als menschliche Erwartungshaltung, sie lässt sich so leicht schüren und schnell ist man geneigt die Latte so hoch zu legen dass niemand sie erreichen kann. Aber bloß nicht zu hoch, denn wer lässt sich schon gern sagen dass er Ansprüche hat denen niemand gerecht werden kann....
Ich beginne zu lesen und bekomme...
Ja was bekommt man wenn man Gone Girl liest?
Viele Dinge.
Dieses Buch beschreibt die Geschichte von Amy Elliot Dunne und ihrem Ehemann Nick.
Amy verschwindet spurlos und alles deutet auf ein Gewaltverbrechen hin.
Die Ereignisse überschlagen sich.
Flynn hat einen, meiner Meinung nach, grandiosen Perspektivwechsel gewählt. Zum einen erzählt Nick seine Geschichte in der Gegenwart. Er beschreibt was passiert am Tag von Amy Verschwinden, am Tag nach Amys Verschwinden, 5 Tage nach.... und so fort.
Doch kommt er dabei natürlich nicht umhin auch über seine Beziehung zu Amy zu schreiben, zu berichten wie es früher einmal war und wie es sich entwickelt hat.
Das wirklich großartige ist, dass immer wenn Nick uns mit Annektdoten gefüttert hat der Wechsel zu Amy kommt. Und Amy berichtet aus der Vergangenheit. Mittels Tagebucheinträgen nimmt sie uns mit an eben jene Tage aus denen Nicks Annekdoten stammen.
Und schon befindet man sich als Leser nicht mehr ausschließlich in einem Thriller, sondern in einem beispiellosen Buch über Beziheungen, über die täglichen Missverständnisse die es zwischen Männern und Frauen gibt weil jeder eine Situation anders wahrnimmt. Und man fühlt sich hineinversetzt in eine Praxis-Stunde zum 4-Ohren-Modell von Schulz von Thun.
Das spannende daran ist jedoch, dass man vor allem nicht weiß was man glauben soll.
Man mag Nick irgendwie, der auf Grund gewisser Ungereimtheiten aber schnell auf den Thron des Hauptverdächtigen gesetzt wird. Aber man mag auch Amy, die nach und nach ein paar Vorhänge vor das gute Licht zieht in dem sie ihren Mann zunächst beschrieben hat.
Ich möchte nicht zu viel über die Irrungen und Wirrungen sagen die sich am Ende auftun, denn das würde vielleicht dem ein oder anderen die Lesefreude nehmen.
Dennoch muss ich sagen, dass ich "erschreckend glaubwürdig" nur zu einem Teil unterschreiben würde. Die Ermittlungen die Nick Dunne in den Mittelpunkt rücken und das Zutun der Medien die, einmal auf ihn eingeschossen, ein wahres Feuerwerk zünden sind meines Erachtens nach nah an der Realtität. Denn nichts gefällt Menschen heute besser als auf jemand anderen zu zeigen um von sich selbst abzulenken. True Story.
Die Auflösung des Falles... und wie sich am Ende alles entwickelt... war meiner Meinung nach zwar plausibel, aber nicht in die Realtiät übertragbar. So hoffe ich doch...

Dennoch... Flynn zeichnet eine packende Geschichte, liebevoll konstruierte Personen und sie führt uns an der Nase herum um uns zu zeigen wie schnell wir bereit sind zu glauben was uns jemand glauben machen will.
Ich halte Gone Girl nicht für das beste und furchterregendste Buch, wie es Tana French tut, aber ich halte es durchaus für lesenswert.
4 Sterne von mir!
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76 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchwachsen und nicht so gut wie es der Hype verspricht, 29. August 2013
Von 
Buchtastisch - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Gone Girl: Das perfekte Opfer (Broschiert)
"Man sagt immer, dass Kinder aus Trennungsfamilien es schwer haben, aber Kinder aus Wunderehen haben ihre ganz eigenen Probleme." (S. 43)

Inhalt:

In Nicks und Amys Ehe kriselt es - und an ihrem fünften Hochzeitstag verschwindet Amy dann auch noch spurlos. Schnell richten sich die Ermittlungen gegen Nick selbst. Und die Hinweise sprechen Bände - oder?

Die Buch-Abrechnung:

+ Nichts ist wie es scheint: Geschickt lenkt die Autorin Gillian Flynn die Ereignisse in die von ihr gewünschte Richtung - um nach einer Weile das Gelesene wieder in Frage zu stellen. Wenn man denkt man weiß woran man ist, dann sollte man sich da mal nicht so sicher sein. Gillian Flynn weiß es einen an der Nase herumzuführen.

+ Der Mittelteil: Zur Mitte des Buches wird es interessant. Es gibt spannende Wendungen, die zwar teilweise erahnt werden können - aber manchmal auch unverhofft kommen. Ich habe die Story gerne verfolgt und wollte wissen wer welche Motive hat und woran Schuld ist.

+ Perspektivenwechsel: Das Buch ist schildert in abwechselnden Kapitel die Geschichte aus Nicks und Amys Sicht. Das hat mir sehr gut gefallen, da man so verschiedene Einblicke bekommt. Es führt zu Verwirrungen und fördert die Spannung.

- Die Protagonisten: Amy und Nick waren mir beide leider recht unsympathisch und so konnte ich keinen Kontakt zu beiden (und ihren abgefahrenen Gedanken) bekommen. Besonders Amy hatte teilweise recht langweilige Züge bei denen man nicht so in Detail hätte gehen müssen. Außerdem konnte man dadurch, dass beide so extrem unsympathisch waren, leider kein Mitleid empfinden - weder mit Nick, noch mit Amy.

- Zäher Start: Der Anfang war für mich leider nicht gelungen. Er ist viel zu ausschweifend und erzählt von Amys und Nicks bisherigem Leben. Das war leider so gar nicht spannend sondern eher ziemlich öde. Viel lieber hätte ich mehr darüber erfahren was mit der verschwundenen Amy passiert ist.

- Zu viele Abschweifungen: Wie gerade geschildert, ist der Start des Buches zu zäh. Und das zieht sich leider auch stellenweise durch den weiteren Verlauf des Buches. Hier hätte doch einiges weg gekürzt werden können ohne dass die Story ansich in Mitleidenschaft gezogen worden wäre. Für mich war dieser Thriller viiiel zu ausschweifend und hätte mit weniger Seiten deutlich knackiger und interessanter sein können.

FAZIT: Dieser Thriller wird sehr gehypt. Das Buch sei unvergleichbar, etc. - aber ganz ehrlich? Für mich war es maximal ein durchschnittlicher Thriller. Da hab ich schon bessere gelesen. Nicht schlecht, aber vom Hocker gehauen hat mich dieses Buch nun mal auch definitiv nicht. Solide 3 Sterne.

Ich vergebe nur selten 5 Sterne (4 Sterne ist bei mir eine gute Bewertung!), deshalb zur Info mein Bewertungssystem:
1 Stern: Finger weg!
2 Sterne: Konnte mich nicht überzeugen.
3 Sterne: Ordentliches Buch. Nicht schlecht, aber auch nicht richtig gut.
4 Sterne: Gutes Buch mit kleinen Schwächen – auf jedenfall lesenswert!
5 Sterne: Lieblingsbuch – muß man gelesen haben <3
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr spannend, aber nicht lange nachhallend, 17. Oktober 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gone Girl: Das perfekte Opfer (Broschiert)
Der Aufbau ist sehr spannend durch die versetzten Erzählebenen einmal durch den Ehemann und durch die Tagebucheintragungen der Ehefrau. Im letzten Drittel ist bereits klar, wer hier wen manipuliert und dann ist die Frage, wem geglaubt wird. Das Ende fand ich etwas enttäuschend auch dadurch, dass ich für die beiden Protagonisten keine Empathie mehr aufbringen konnte. Der Roman ist gut geschrieben, man merkt jedoch den journalistischen Hintergrund durch die teilweise plakative psychologische Darstellung der Figuren.
Etwas merkwürdig fand ich auch am Ende die seitenlangen Danksagungen der Autorin, die mich irritierenderweise an die Hauptfigur des Romans erinnerten, immer glänzend, beneidenswert und auf charmant unperfekte Weise perfekt dazustehen.
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