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Kundenrezensionen

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Mit Slayer ist das ja so eine Sache, insbesondere was Life-Auftritte und doch oftmals mehr als fragwürdige Aussagen und öffentliche Auftritte angeht.
Aber als ich vor kurzem über die Reign in Blood CD gestoßen bin, konnnte ich nicht anders als sie ohne großes Nachdenken zu bestellen.
Haben mich eine nostalgische Anwandlung und verklärte Erinnerungen an längst vergangene Jugendtage zum Kauf verleitet? Ja sicher, lief doch dieses Album vor vielen Jahren bis zum Exitus auf meiner Anlage und meinem Walkmann rauf und runter.
Als die CD dann kurze Zeit später im Briefkasten lag, führte mich mein erster Weg zur Anlage, waren doch Frau und Kind gerade nicht zuhause. Als dann die ersten Akkorde von "Angel of Death" aus den 3-Wegeboxen drangen, war klar dass es absolut kein Fehler war die CD nach jahrelanger Slayer-Abstinenz zu bestellen. Ja ich hatte etwa 30 Minuten lang einen Höllenspaß, bevor dann die letzten Akkorde von "Criminally Insane" verklangen! Meine Nachbarn übrigens auch.... :-)
Und nein es liegt nicht anden verklärten Erinnerungen an meine Jugend, viel mehr liefern die Jungs von Slayer mit Reign in Blood einfach zwölf durchgehend in den Nacken fahrende Trashgranaten ab.
Ja sicherlich seit 1986 kammen eine Menge an härteren und schnelleren Trashalben auf den Markt, und ich wage es kaum zu sagen, gegen den heutigen Trashmetal wirkt "Reign in Blood" fast zahm aber genau, das macht den Reiz der Scheibe auch heute noch aus. Jeder der 12 Songs hat bereits nach dem ersten Durchlauf einen Wiedererkennungswert, der Gesang ist klar wenn auch alles andere als lieblich, und besteht nicht wie heute üblich großteils nur noch aus verzerrten Growls. Und, wie bereits vorsichtig angedeutet gehöre ich nicht unbedingt zu den Leisehörern, während viele neuere Scheiben dann doch etwas flach und schlaf aus aus den Boxen schallen, bekommt man bei Reign in Blood im Gegensatz hierzu richtig gehend eine geschallert!
Endlich waren seit langem meine Dali-Boxen wieder gefordert und durften ihr Potential ausspielen, egal ob bei den auch für heutige Verhältnisse noch gnadenlosen Doublebass-Attacken von Dave Lombardo oder dem samtig satten Bassteppich von Tom Araya.
Und nein dieser fette Sound ist weniger den musikalischen Talenten von Slayer geschuldet, sondern vielmehr der Tatsache, das man beim Abmischen der CD wohl auf die Orginalaufnahmen von 1986 zurückgegriffen hat und weitestgend darauf verzichtet hat diese mp3-gerecht zu konvertieren.
Da das bisher gesagte auf jeden einzelnen der 12 Titel des Albums zutrifft, spare ich es mir denn dann auch auf einzelne Songs im speziellen einzugehen.

Fazit: "Reign in Blood" wird wohl die einzige Slayer-CD in meiner Sammlung bleiben, das liegt einerseits daran, dass ich nie wirklich ein Slayer-Fan war und andereseits daran dass die Herrschaften seit "Seasons of Abyss" wirklich schwer abgebaut haben was die musikalischen Qualitäten angeht.
Aber Reign in Blood macht einfach nur Spaß und ist ein absolutes Muss für alle Freunde der härteren Gangart, besticht es doch nicht nur mit einer ziemlichen guten Produktion, sondern führt auch anschaulich vor Augen das Härte vielmehr ausmacht als nur brutales Geknüppel und Geschrabbel. Daher volle Kaufempfehlung, auch und insbesondere für alle die sich bisher nur mit den neueren Outputs dieses Genres beschäftigt haben.
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TOP 500 REZENSENTam 3. Oktober 2006
Wer wagt mir zu widersprechen, dass wir es hier mit dem definitiv besten Thrash / Speed Metal Album aller Zeiten zu tun haben? Aber ich denke doch mal, dass 99 % aller waschechten Metaller mit mir da einer Meinung sind. Die restlichen 1% sollten zumindest anerkennen, wie wichtig diese Scheibe den heutigen Metal geprägt hat. Überlegt doch mal ernsthaft: Würde der moderne Death, Thrash, Black Metal oder Grindcore wirklich so klingen, wenn es "Reign in Blood" nicht gegeben hätte? Ich denke nicht! Obendrein enthält die Scheibe noch einige kontroverse Themen, die unter anderem wegen dem Opener "Angel of Death" auf einige Gemüter schlugen. Doch der Reihe nach:

Eröffnet wird das Festspiel des aggressiven Metals mit eben genanntem Song, welcher auch heute noch jedes SLAYER Konzert beendet. Waren die Metaller sich damals bei "Hell awaits" einig, dass dieses Werk das Nonplusultra darstellen würde, wurde dies mit "Angel of Death" binnen weniger Sekunden widerlegt. Dieser Song bot einfach alles, vom schnellen Geholze, treibenden Doublebass (die man von "Praise of Death" gewohnt war!), abwechslungsreichen, aggressiven und technischen Riffs, sowie dem markanten Gesang von Tom Araya, der sich mit dem Text "Angel of Death, Monarch to the Kingdom of the Dead, infamous Butcher, Angel of Death" unweigerlich ins Gehirn hämmerte. Krönender Abschluss ist hier der Schluss, wo wohl jeder dein Eindruck hat, dass das Schlagzeug von Dave Lombardo gleich unter dem Doublebass Gewitter zusammen bricht. Langsamer und treibend geht es mit "Piece by Piece" weiter, doch ist dies nur kurze Täuschung, denn nach wenigen Sekunden bricht bereits wieder die Hölle auf Erden los. Thematisch geht es hier selbstverständlich nicht weniger blutig zu, befasst man sich hier mit der Faszination, die Tom nicht mehr loslassen wollte, den Massenmördern: "Modulistic Terror, a vast sadistic Feast, the only Way to exit is going Piece by Piece". Heftig, heftig, denn nach bereits 2 Minuten ist das Massaker bereits wieder zu Ende. Doch war das bei weitem noch nicht der Mindestrekord, denn der wird erst mit den 1 Minuten und 40 Sekunden dauernden "Necrophobic" und dazu ein Text, denn manche Bands in 5 Minuten nicht unterkriegen. So viel ich weiß soll dieser Song mit 248 bpm nach "Raining Blood" (247 bpm) auch der bis dato schnellste sein den SLAYER bisher komponiert haben.
Danach folgt mit "Altar of Sacrifice" ein weiterer Hit in der Geschichte von SLAYER, der wieder mehr in die satanische Ecke tendiert und wesentlich aggressiver wirkt, als "Necrophobic", was vor allem an dem eindringlichen Riffing liegen dürfte. Untrennbar an den vorigen Song schließt sich danach gleich "Jesus saves" an (diese beiden Stücke kann man als Siamesische Zwillinge betrachte, die nicht voneinander getrennt werden sollten!). Nachdem mit einem unheilvollen Riff das Stück eröffnet wird, steigert sich die Spannung dermaßen, dass quasi wie eine Flutwelle der schnelle Part über den Hörer hereinbricht und nach kurzer Zeit schon wieder zu Ende ist. Wie viel Abwechslung man doch in nicht einmal 3 Minuten packen kann ist einfach abartig, sensationell und genial zugleich! Mit "Criminally insane" wird es auch nicht weniger abwechslungsreich. Irgendwie erinnert mich dieser Song an "Piece by Piece", wobei hier wohl für viele Death Metal Bands bereits der Weg geebnet wurde. Zumindest sind hier viele Ansätze erkennbar, was bei vielen anderen Bands später andauernd verwurstet wurde. Mit "Reborn" wird es dann wieder so richtig klassisch, hätte diese Nummer auch problemlos auf "Hell awaits" stehen können, wobei beim Hören irgendwie an "Necrophiliac" erinnert werde. Die geilste Textzeile ist hier zweifelsohne "...defy your morbid Declaration, leave you ripped and torn"! Jaja, damals hat der Hanneman auch noch schnelle Songs geschrieben, 2 Jahre später hat er uns vom Gegenteil überzeugt. Doch vorerst mal ist "Epidemic" an der Reihe, meiner Meinung nach dem schwächsten Stück auf "Reign in Blood", wobei qualitätstechnisch immer noch alles im grünen Bereich bleibt, das Stück allerdings nicht an die restlichen 9 Meisterwerke heranreichen kann. Das bessert sich mit "Postmortem" jedoch schlagartig! Ja, hoppla, das Stück dauert ja zur Abwechslung mal wieder länger als nur 3 Minuten. Das geilste ist hierbei das dämonisch, majestätische Eröffnungsriff, wobei auch die Strophe dem in nichts nachsteht. Abartig wird's erst wieder beim schnellen Part, da hier unmenschliches aus Kerry King und Jeff Hanneman herausgeholt wurde.
Nahtlos geht es auch gleich nach einem kleinen Soloduell mit der letzten Nummer "Raining Blood" weiter, dem wohl unheilvollsten, majestätischstem und einem der bekanntesten Metalsongs überhaupt. Welcher Metalfan weiß nicht, was nach den 3 Tom-Schlägen (Ta-ta-tam!) folgt! Ich kann mich noch sehr gut erinnern: Dynamo 1996 - es wurde langsam dunkel, die Bühne war in rotes Licht getaucht - überall Nebel und dazu das Feedback der Gitarren und dann begann es: Ta-ta-tam.... weiterhin Feedback, dann wieder: Ta-ta-tam... das Publikum gröhlte noch mehr als bei den ersten 3 Schlägen und es steigerte sich, als nach dem 6ten mal dann die Gitarren einsetzten. Das war Magie - das war perfekt! Disen Song umfasst eine dermaßen dämonische Aura, die ich nicht wage zu umschreiben, an die nicht mal die übelste Death oder Black Metal Band heran zu reichen vermag. Lest euch nur mal den Text durch, während der Song läuft - Kinder das ist Blasphemy: "Trapped in Purgatory, a lifeless Objects, alive. Awaiting Reprisal, Death will be their Acquisition" oder vor allem bei den Stakkato artigen Riffs unterlegt von den treibenden Doublebass von Dave Lombardo, wenn Tom ins Mikro keift: "Raining Blood from the lacerated Sky. Bleeding its Horror. Creating my Structure, now I shall reign in Blood" und danach Kerry und Jeff den Song mit einem wahren Soli-Massaker abschließen. Ausgeblendet wird das Ganze von einer Geräuschekulisse, die zumindest regnendes Blut darstellen soll und somit die Scheibe perfekt beendet.

Wer diese Scheibe zumindest nicht als Tape, Mini-Disc oder CD-R zu Hause stehen hat ist in meinen Augen kein wahrer Metalfan, den "Reign in Blood" gehört wohl zu den 10 wichtigsten Metal Scheiben, die je veröffentlicht wurden und ich glaube kaum, dass sich daran jemals was daran ändern wird! Mit "Reign in Blood" haben sich SLAYER bereits jetzt bzw. 1986 unsterblich gemacht und sich einen Platz in der ersten Reihe im Metal-Olymp gesichert.
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am 10. Oktober 2013
Dieses Album erschien am 7.Oktober des Jahres 1986 und wurde demzufolge kürzlich stolze 27 Jahre alt. Wahnsinn! Ich selbst habe es erst ca. ein halbes Jahr später angecheckt aber sehe mich trotzdem als alten Fan der Band und Bewunderer dieser Scheibe seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Sie ist nicht kaputt zu kriegen und für mich nach langer Überlegung und hin und her die vermutlich beste Rock-Platte aller Zeiten.

Es war die 3. Full-LP der Recken aus California um die 4 Members Tom Arraya, Jeff Hannemann, Kerry King sowie Dave Lombardo. Produziert wurde sie von Rick Rubin, damals, ähnlich wie die Musiker, gerade mal 23 Jahre alt. Was für ein Genie! Was für eine pralle, dynamische, zeitlose Produktion! Rubin kam aus der Hip Hop-Szene (ach Du meine Fresse!) und kollaborierte in den letzten Jahren auch mit Pop-Acts und Klassikern wie Johnny Cash und Neil Diamond, zuletzt für Metallica an den Reglern. Das Werk, "Reign in blood", läuft gerade mal 29 Minuten, aber value for money, jeder Track trifft und jede Sekunde ist zu geniessen. Auch nach dem x-hundertsten Hören.

Alle 10 Songs haben fast ein Niveau und zu hören ist sicherlich der beste Thrash-Metal aller Zeiten. Wenn man so will kann man "Angel of death" sowie den Quasi-Titelsong "Raining blood" als stärkste Stücke ausmachen. Beide gehören auch noch heute zum festen Live-Set der Band. Ich weiss nicht wie ich es anders sagen soll, aber ich finde die Musik sogar melodisch im Sinne von nachvollziehbar. Seit meiner ersten Begegnung mit dem Album habe ich Texte, Melodien und Instrumental-Parts fest eingebrannt. Wir reden hier nicht über pures Gebolze. Es ist allerhöchste Kunst und schlägt für meine Begriffe sogar das andere Meisterwerk desselben Jahres, 1986, "Master of puppets", der wohl besten Metal-Band aller Zeiten, Metallica. Meines Wissens ist das etwas langsamere (naja, immernoch Wahnsinn) Stück "Criminally insane" als Maxi ausgekoppelt worden. In den US of A gelangte unsere Platte bis auf Platz 94 und wurde Jahre später mit Gold ausgezeichnet. Laut Wikipedia haben Slayer bislang weit über 20 Mio Tonträger veräussert, eine immense Menge für diese extreme Art von Musik. Der Gesang von Tom Arraya ist unheimlich aggressiv (damit angemessen zum Gesamtsound und zu den Texten, diese hier mal ausgeblendet), Dave Lombardo gilt in Metal-Kreisen als einer besten Drummer (wenn nicht, der) der Welt und die Gitarreros Jeff Hannemann und Kerry King schütteln sich die atemberaubenden Weltklasse-Riffs nur so aus den Ärmeln. Lediglich die Soli der beiden sind mir teilweise etwas zuviel Braterei.

Die Leser hier bei Amazon vergaben bisher bei 90 Rezensionen satte 4,9 Sterne. Und so muss man das Album auch bewerten, wenn man Metal-Fan ist. Andere Musik-Fans laufen weg sobald man ihnen die ersten Sekunden der Scheibe vorspielt oder gucken sehr sparsam und können gar nicht verstehen was da gerade passiert.

Ein Wort noch zu Jeff Hannemann. Der blonde Gitarrist ist dieses Jahr Anfang Mai an einer Krankheit verstorben. Somit ein weiterer Fall von tragischem Verlust in der Musiker-Welt. Seine Musik wird man niemals vergessen.

Nach "RIB" releasten Slayer noch 2 weitere für mich sehr starke Scheiben "South of heaven" sowie "Seasons in the abyss" und ein sehr authentisches Live-Doppel-Album, "Decade of aggression", eine quasi Best-of-Compilation aus Zeiten der "Seasons"-Tour (wo ich sie auch live gesehen habe). Danach verlor ich die Band und stecke bis heute metallisch in den 80s fest. Slayer sind sicher eine der 10 führenden Metal-Bands aller Zeiten und stehen hinter dem besten Metal-Werk aller Zeiten.

Und so eine Scheibe wird hier aktuell für einen derartig schlanken Kurs offeriert - da kann man nur zugreifen wer noch nicht hat!
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am 25. Dezember 2002
Wer Thrash Metal mag, hat dieses Album natürlich in seinem Plattenschrank. Unglaublich, was hier abgezogen wird! Jeff Hannemans und Kerry Kings Gitarrenstil ist einfach unverkennbar - nicht "schön", aber sowohl in den schnellen Irrsinns-Riffs und den wahnwitzigen Gitarrensoli voller Power und kaum zu kopieren -, Dave Lombardo beweist einmal mehr, dass er einer der besten Schlagzeuger überhaupt ist und Tom Araya kreischt sich die Seele aus dem Leib. Die unglaubliche Aggressivität in der Musik, die spektakulären Tempowechsel und das Tempo an sich in jedem Song setzten damals Maßstäbe und blasen einem auch heute noch die Birne weg. Wenn ich zum Beispiel so richtig sauer auf irgend etwas oder irgend jemanden bin, kommt mir "Reign In Blood" zum Aggressionsabbau gerade recht, denn es gibt kaum eine Stelle zum Verschnaufen. Obwohl die CD nur ungefähr eine halbe Stunde dauert, ist sie ihr Geld auf jeden Fall wert. Die absoluten Hammer-Songs sind natürlich "Angel Of Death" und "Raining Blood", wenngleich allerdings jeder Song eine unglaubliche Intensität hat.
Um "Angel Of Death" gab es übrigens derartige Diskussionen, dass Slayer das Album schließlich bei einem anderen Label herausbringen mussten. Sicherlich klingt der Text zunächst einmal ganz schön heftig, aber es wäre falsch, die Band deswegen in die Nazi-Ecke zu stellen. Man weiß, dass Slayer gerne anecken und provozieren, was sie in diesem Fall damit tun, indem sie nicht ganz eindeutig Stellung beziehen, ohne dass sie jedoch irgendwelche dieser entsetzlichen Verbrechen "verherrlichen" würden. Im Gegenteil: Eigentlich muss jeder normal denkende Mensch wenn er von denen durch den Text beschriebenen Greueltaten liest oder hört, erst recht umso deutlicher erkennen, wie schrecklich das gewesen sein muss.
Auf jeden Fall ist das ganze Album ein einziger Kracher und so aggressiv wie kaum etwas davor und danach.
Für diesen Klassiker, dessen Musik wie gesagt Maßstäbe in Sachen Härte setzte, kann es nur die Höchst-Punktzahl geben!
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am 2. Juli 2006
Anfang der 80er Jahre, als man die NWOBHM für das härteste hielt, was man mit Instrumenten auf eine Platte brennen kann, bildete sich in der Bay-Area in Californien eine neue, wegweisende Musikrichtung, der Thrash Metal. Neben der wohl bekanntesten Band dieses Genres, Metallica, erhob sich vor allem auch Slayer und trat die Thrash-Bewegung zusammen mit Metallica los. Ihr Debut, "Show no Mercy" sollte zu einem Klassiker werden und auch der düstere Nachfolger "Hell Awaits" stand dem Erstling in nichts nach. Als man dachte, es geht überhaupt nicht mehr besser, warfen Metallica 1986 "Master of Puppets" auf den Markt und im selben Jahr erschien auch "Reign in Blood" von Slayer. Beide Platten schlugen im Unterground ein wie eine Bombe, vor allem letztere stieg zum Maß aller Dinge in Thrash-Kreisen auf und das vollkommen zurecht.

Die Songs auf diesem absoluten Ausnahmewerk, wie es nie wieder eines geben wird, sind ausnahmslos Metal-Klassiker, die brachial und absolut rücksichtslos auf das Gehör des Hörers eindrechen.

Der Opener "Angel of Death", wegen seinem Text oft geschollten, ist es dennoch der mit geilste Song von Slayer überhaupt. Der unglaublich aggressive Aufbau bei diesem Song, die Virtuosität, mit denen Kerry King und Jeff Hannemann bei diesem Stück zu Werke gehen, der Hass in Tom Arayas Stimme und die donnernden Double-Bass Attacken von Dave Lombardo lassen nur zu einem Ergebnis kommen:

Bei diesem Stück handelt es sich einfach um einen der besten Metal-Songs ever und meiner Meinung nach ist es DER Slayer-Song überhaupt.

Ein weiteres Highlight ist "Altar of Sacrifice", mit dem traditionell -auch auf Konzerten danach folgenden- "Jesus Saves". Beides sind unglaublich harte und schnelle Nummern, bei denen vor allem Araya unglaublich schnelle Lyrics an den Tag legt. Besonders zweiterer gilt als einer der absolut härtesten Songs überhaupt.

"Postmortem" ist fast schon gemessen an den anderen Songs des Albums ein ruhiger Song, aber dennoch knüppelt und scheppert es an allen Ecken und Enden. Mit dem Ende dieses Songs beginnt der bekannteste Slayer-Song überhaupt, nämlich "Raining Blood", die wohl schnellste Nummer dieses Albums. Neben "Angel of Death" der beste Song des Albums und auch ansonsten in der Slayer-History ist dieser Song ganz oben anzutreffen. Ein eher kurzes Lied, das aber über seine gesamte Länge zu überzeugen weiß und einem einfach das Genick zucken lässt, dass man jede Sekunde des Songs vor einem Genickbruch steht.

Die Songs dazwischen sind allesamt auf einem unglaublich hohen Niveau, stehen aber hinter diesen Perlen etwas zurück.

Abschließend bleibt zu sagen, dass dieses Album seinen Ruf mehr als verdient. Wer nur ansatzweise etwas mit Metal und Thrash-Metal anfangen kann, muss dieses Album in seinem Regal stehen haben. Ein klarer Pfichtkauf!
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Nachdem ich ja bereits die beiden Vorgänger "Show no mercy" und "Hell awaits" in den höchsten Tönen gelobt habe, gehen mir für "Reign in blood" langsam die Superlativen aus. Was 1986 kaum einer für möglich gehalten hätte ist tatsächlich eingetroffen, "Slayer" konnten bei "Reign in blood" tatsächlich noch eine Schippe drauflegen - eine gehörige Schippe! Dieses Album war nicht nur härter und schneller, nein, es war auch böser und gemeiner als alle Alben die ich bis dahin gehört hatte. EINFACH GEIL!
Das lag vor allem an den beiden Songwritern "Jeff Hanneman" der sich zu damliger Zeit sehr stark mit dem Holocaust beschäftigte und "Kerry King" der wohl neben dem Songwriting gerne Horrorfilme a la "Nightmare on Elm Street" ansah. Bei diesem Hintergrund verwundert es auch nicht wie es zu Songs wie "Angel of death", "Piece by Piece" oder "Reign in blood" kam. Selten habe ich ein Album gehört das so wütend und hasserfüllt war wie "Reign in blood", selten habe ich ein Album gehört das sich mit jedem seiner fiesen Gitarrenriffs förmlich in die Gehörgänge geschnitten hat. Zur damaligen Zeit war "Reign in blood" das Nonplusultra in Sachen Hochgeschwindigkeit und ich habe erlebt, dass selbst "Kuttenpriester" die sich sonst dieser Musikrichtung nicht zugehörig fühlten, einhellig mit "Hardcore-Thrashern" auf der Tanzfläche die Matten kreisen ließen! Bei den ersten Takten von "Angel of death" oder "Postmortem/Raining blood" (wurden meistens hintereinander gespielt) füllte sich damals die Tanzfläche und man sah nur noch "Headbanger" die ihre "Luftgitarren" ausgepackt haben und wie ekstatisch im halsbrecherischen Rhythmus ihre Mähnen schüttelten.
Könnt ihr euch das vorstellen? Hunderte Langhaariger die alle Luftgitarre spielen und ihre Matten im Rhythmus schütteln? Da bekomme ich heute noch Gänsehaut, DAS waren wirklich "Geile Zeiten"!
Diesem Album konnten sich wirklich nur die Wenigsten entziehen, für mich eine "Sternstunde" in der Musikgeschichte! Für den Einen oder Anderen mag sich das jetzt etwas zu überschwänglich anhören, vielleicht kann man das aber nur nachvollziehen wenn man damals dabei war und diese Zeiten erlebt hat.
Logischerweise gab es auch danach noch tolle Alben und sehr gute Bands, allerdings würde es diese ohne "Slayer" nicht geben, davon bin ich felsenfest überzeugt!
Zu den Songs brauche ich wohl nichts zu sagen, wer sie nicht kennt hat einfach was verpasst!
Anspieltipps? ALLES!

Mein Fazit: Mit "Reign in blood" haben "Slayer" den "Thrash Metal" revolutioniert und sich ein Denkmal für die Ewigkeit geschaffen. Ebenso wie die beiden Vorgänger darf dieses Album in keiner Sammlung fehlen - für mich eine Sternstunde des "Thrash Metal"!
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am 16. Oktober 2003
"das geht einfach zu weit und es ist auch nicht witzig; es kann sich einfach keiner vorstellen, wie grausam damals in den KZs die Menschen völlig grundlos zu Tode gefoltert wurden. Von daher gehört es sich einfach nicht, zu beschreiben, wie jemand auf die Art und Weise wie in Auschwitz getötet wird oder jemandem einen "langsamen Tod" wie in Auschwitz zu wünschen. Was soll das?"
Ich möchte hierzu nur etwas sagen, nämlich dass die Botschaft des Songs wohl nicht ganz verstanden wurde...
Schon im Titel "Angel of Death" liegt ein Hinweis vor, der auf Dr. Josef Mengele, den Selektionsarzt von Auschwitz ("Spitzname": Todesengel von Ausschwitz - auf english eben Angel of Death) hinweist, der die im weiteren Verlauf des Textes geschilderten Torturen wirklich im Namen der Wissenschaft an hilflosen KZ-Insaßen durchgeführt hat. Nur die Versuche wie man halberfrohrene Menschen am besten wieder auftaut (diese Versuche wurden durchgeführt, um über der Nordsee abgeschossene Piloten besser versorgen zu können) auf die in den Textzeilen
...
Frigid cold, cracks your limbs
How long can you last
In this frozen water burial?
...
bezug genommen wird, stammen von einem anderen KZ-Arzt.
Aber diese kleine Ungenauheit möge Slayer wohl verziehen werden.
Für diese "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" wird Dr. Mengele in diesem Lied verurteilt
...
Auschwitz, the meaning of pain
The why that I want you to die
...
"you" ist in diesem Fall Dr. Mengele
auch in anderen Textpassagen finden sich Hinweise auf diese Verurteilung ("Infamous butcher", "Rancid Angel of Death" - infamous = berüchtigt, rancid = ranzig, wiederlich).
Das Problem das beim Verstehen dieses Textes auftaucht sind natürlich die wechselnde Perspektive und die subtilen Hinweise, wer mit dieser Passage angesprochen wird. Es heißt immer nur "you", obwohl teilweise Dr. Mengele und teilweise seine Opfer gemeint sind.
Außerdem bin ich der Meinung, dass es eine Schändung der Erinnerung der Opfer wäre, ihre Leiden totzuschweigen.
"Aus den Augen, aus dem Sinn", was in diesem Fall natürlich nicht passieren darf, da in Zukunft solche Ereignisse um jeden Preis verhindert werden müssen.
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am 19. Mai 2013
Es handelt sich um ein Re-Release des 1986 zum erstem Mal erschienenen Studio-Albums. Ergänzt um zwei zusätzliche Titel, "Aggressive Perfector" und einem Re-Mix von "Criminally Insane". Damals hatten es Slayer viel schwerer, Unterstützung bei der Veröffentlichung eines solchen Albums zu bekommen. Sie wurden als Sympathisanten des politischen Rechtsextremismus und für Satanisten gehalten. Aus diesen Grund hatte die Band mit etlichen Kontroversen zu kämpfen. Heute sieht das Ganze anders aus. Slayer sind als absolute Konstante des traditionellen Thrash-Metal angesehen und gehören neben Metallica, Anthrax und Megadeth zu dem BIG FOUR dieses Genre. Zurecht. Es mussten jedoch zwanzig Jahre emsiger Music-Geschichte vergehen, bis es so weit war... Mittlerweile hat sich Tom Araya sogar als bekennender Christ ge-outet.
Dies ist ein Meilenstein der Thrash-Metal-Geschichte!
Enthalten sind die absoluten Highlights "Angel of Death", "Altar of Sacrifice", "Postmortem", "Raining Blood".
Meines Erachtens ist dies eines der besten Werke, die Slayer in ihrer langen Bandgeschichte geschaffen hat. Gleichzusetzen mit "Master of Puppets" von Metallica. Unglaubliche Geschwindigkeit, gepaart mit Präzision. Die Fähigkeit extreme Gefühle mit Musik perfekt und abwechslungsreich auszudrücken. Die Stimme von Tom Araya setzt dem Ganzen eine stählerne Krone auf. Die Texte sind gut. Sie gehen zwar in dem schwindelig machenden, musikalischen Feuerwerk etwas unter, sind es jedoch wert, einer tieferen Betrachtung unterzogen zu werden.
Tom's Bass-Gitarre ist so gut wie fast nicht zu hören. Live sieht es komplett anders aus. Da stellt man plötzlich fest, er spielt tatsächlich mit. Und wie!
Einer der beiden Ausnahme-Gitarristen, Jeff Hannemann, ist leider vor wenigen Tagen vollkommen überraschend gestorben. Ein weiterer Grund, sich dieses Werk zuzulegen. Ruhe in Frieden Jeff! Du wirst unvergessen bleiben.
Es sind ganz klar fünf sehr gute Sterne. Alles andere wäre nicht richtig. Hier wären Kompromisse überhaupt nicht angebracht!
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am 13. August 2002
Jawohl Freunde, hier ist sie, DIE Thrash-Scheibe schlechthin. Die zusammen mit Testament's "The Legacy" wohl beste LP/CD ihrer Gattung. Musikalisch gesehen zumindest, denn textlich muß man sich schon fragen, ob die Jungs um Shouter Tom Araya noch alle beisammen haben. Ich erlaube mir einfach mal diese sehr fragwürdigen Auswürfe (allen voran "Angel of Death") mal als pubatäres Gestammel abzutun und halte mich mal an die musikalische Seite. Und die ist ein Kracher: oben erwähntes "Angel of Death" ist für mich der Thrash-Metal-Song schlechthin, brutal, kompromisslos, knallhart. Double-Bass-Drum daß man schon beim Zuhören Muskelkater und Krämpfe bekommt, Gitarren-Soli wie sie aus ner 45er Magnum nicht schneller geschossen kommen könnten und Tom's Gegröhle, daß einem Angst werden muß um den Ärmsten...Whuahhhhhhhh
Das Schöne an der Scheibe ist aber: so geht's ohne Unterlaß weiter!! Dummerweise halt nur ne halbe Stunde, dann ist der Spaß vorbei (o.k. auf der CD ist ein "Criminally Insane"-Remix und "Agressive Perfector", ein Stück vom "Show no Mercy"-Album, was die Spielzeit halt noch mal ein paar Minütchen verlängert). Egal bei welchem Track man dieses Album anspielt, es haut einem fast die Birne weg, so agressiv und hart schallt es aus den Boxen, ohne dabei in sinnloses, unhörbares Gebolze wie bei anderen Bands dieser Stilrichtung wegzudriften. Klasse, wie das abgeht, vor allem der gute Dave Lombardo macht mir hinter seiner Schießbude immer wieder Spaß, da könnt' ich grinsen vor Freude wie ein Kleinkind, wenn's nen Lutscher sieht, so wie der reinhaut.
Da auch der Sound nicht so ein Gematsche ist, sondern auch noch hammerhart daherkommt, steht die Benotung fest: Slayer, five points! Kaufen, Ihr Zottels!!!
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am 7. Mai 2012
Slayer`s legendärer 28-Minuten-Schocker von 1986 ist nicht nur Pflichtprogramm für jeden Schwer-Metaller, sondern stellte auch eines der ersten Werke des Genres dar, das auch popkulturelle Beachtung erntete. Dies lag einzig und allein an Slayer`s Zusammenarbeit mit dem damaligen Hip Hop-Produzenten Rick Rubin. Rubin, der bis vor dieser Produktion ausschließlich mit Rap- und Hip Hop-Künstlern wie LL Cool J, Run DMC oder Jazzy Jay zusammenarbeitete, bot der jungen Band aus Kalifornien einen Plattenvertrag bei seinem eigenem Label "Def Jam" an und nahm mit ihnen ihr drittes Album auf. "Reign In Blood" ist nicht wie die meisten Trash-Metal-Alben dieser Zeit aufgebaut und verzichtet auf ausgedehnte Instrumental-Passagen und einem dramaturgischen Aufbau. Das Album zeichnet sich viel eher durch seine blitzschnellen Songs und deren erbarmungslosen Härte aus und ist dem Hardcorepunk oft sehr nahe. Die Gitarristen Kerry King und Jeff Hannemann spielen sich bis an die Schmerzgrenze zum Krach und liefern sich ein Duell nach dem Nächsten. Die permanenten Wechsel zwischen unruhig umher-schwirrenden, oft sehr schnellen- aber auch langsameren, Rhythmus-Gitarren und chaotisch-quietschenden Soli sind druckvoll und dynamisch. Die Texte drehen sich oft um Mord und Gewalt und sind nicht selten kontrovers. So wurde Jeff Hannemann`s "Angel Of Death" noch viele Jahre später Koketterie mit NS-Symolik vorgeworfen. Auf späteren Alben, ebenfalls unter der Regie Rick Rubins, konnte die Band sich musikalisch positiv weiterentwickeln und ihren Erfolg vergrößern. "Reign In Blood" wird aber wohl immer ihr fiesestes und bissigstes Werk bleiben.
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