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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr Sterne gibt's nur am Himmel !
Grandioses Spätwerk des man in black. Musik so eindringlich, dass sie unter die Haut geht. In jeder Note mehr musikalische Substanz als manch Liedchen gecasteter "Superstars" in drei Minuten zusammenkratzt. Eine von Krankheit und Unbeugsamkeit gezeichnete Stimme, von einem musikalischen Genie einfach einmalig interpretierte Songs, dazu eine der Musik angemessene...
Veröffentlicht am 11. August 2006 von Sub_Rosa

versus
8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alterswerk
Auch wenn man - wie ich - Johnny Cash sehr schätzt, muss man sagen dürfen, dass auf diesem Alterswerk die gesundheitlichen Strapazen durchaus Wirkung zeigen. Die spärliche Instrumentalisierung und Konzentration auf die Stimme sind hier nicht immer zum Vorteil des Interpreten. Cashs Stimme klingt oft schon reichlich brüchig, häufig merkt man den...
Veröffentlicht am 31. März 2008 von helmut seeger


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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr Sterne gibt's nur am Himmel !, 11. August 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: American III: Solitary Man (Audio CD)
Grandioses Spätwerk des man in black. Musik so eindringlich, dass sie unter die Haut geht. In jeder Note mehr musikalische Substanz als manch Liedchen gecasteter "Superstars" in drei Minuten zusammenkratzt. Eine von Krankheit und Unbeugsamkeit gezeichnete Stimme, von einem musikalischen Genie einfach einmalig interpretierte Songs, dazu eine der Musik angemessene Top-Soundqualität. Leider gibt es hier nur fünf Sterne zu vergeben; bei Johnny im Himmel gibt's mehr. Mit seinen letzten Platten, gezeichnet von seiner schweren Krankheit, definiert Johnny Cash den Begriff Country völlig neu und erfüllt ihn mit Anspruch, ernsthafter Klasse und Würde.
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35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Meisterwerk des "Man in Black", 27. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: American III: Solitary Man (Audio CD)
Ich bin kein Fan von Country-Musik. Wahrscheinlich kenne ich auch zu wenig davon und denke bei Country an schmalzige, zuckersüße und verlogene Trucker-Songs. Auch kenne ich das Gesamtwerk von Johnny Cash viel zu wenig. Aber was der alte Mann mit dieser Platte (und auch den anderen American Recordings von Rick Rubin) geschaffen hat, darf schlichtweg als genial bezeichnet werden.
Das Geheimnis liegt in der Reduktion auf das Notwendigste. Stimme, akustische Gitarre und Klavier bilden die Hauptzutaten. Manchmal dürfen es auch noch Geige, Harmonium und Orgel sein. Johnny Cashs Stimme klingt dunkel und gebrochen. Man hat das Gefühl: Hier ist alles echt. Neben eigenen Liedern beeindruckt auch die Auswahl der Songs, die andere geschrieben haben. Songs u. a. von Tom Petty, Neil Diamond, U2 und Nick Cave macht Cash zu seinen eigenen und singt und spielt, als ob sie speziell für ihn geschrieben worden wären.
Durch wiederholtes Hören entdeckt man nach und nach die Feinheiten dieses nur vordergründig einfachen Albums – das auch mit einer exzellenten Soundqualität aufwarten kann.
Mein Anspieltipp "Country Trash" – man achte auf den Text!
Ich verleihe dieser Platte 6 von 5 Sternen!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Man In Black gegen Krankheit und Tod, 8. August 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: American III: Solitary Man (Audio CD)
Schon bei den Aufnahmesessions zu "Unchained" hatte Johnny Cash diverse Male krankheitsbedingte Pausen einlegen müssen, wie schlecht es ihm ging, wurde allerdings erst im Oktober 1997 offensichtlich, als er bei einem Konzert beinahe zusammenbrach. Cash litt an einer Nervenkrankheit, die seinen Körper langsam immer mehr schwächte und weitere Tourneen unmöglich machte. Cash ließ sich jedoch ein weiteres Mal nicht unterkriegen, beschloß, den Namen der Krankheit zu vergessen und weiter Musik zu machen.
"Solitary Man", das dritte Album aus der "American Recordings" - Serie, erschien schließlich im Okotber 2000. Wieder unter der Produktion Rick Rubins und unter Beteiligung diverser Gaststars entstanden, stellt das Album ein beeindruckendes Statement des Man In Black zu seinem Zustand und seinem Kampf dagegen dar.
Das Thema aller Songs ist denkbar düster, schwere Schicksalsschläge und Tod sind allgegenwärtig, doch trotz seiner offensichtlichen Schwäche gibt sich Cash hier entschlossener denn je, niemals aufzugeben. Das Coverbild zeigt den Man In Black im Halbschatten, die Gitarre umgehängt. Cash erscheint leicht gebeugt, aber noch immer ungebrochen vom unbarmherzigen Schicksal. Sein sonorer Bariton wirkt hier das erste Mal brüchig und rauh, man hört ihm die schwere Krankheit an, doch ebenso hört man in jedem Song Cashs Entschlossenheit, sich davon nicht irritieren zu lassen.
Das Songmaterial ist ein weiteres Mal exzellent, seien es Eigenkompositionen oder ausgezeichnet ausgewählte Coverversionen. Tom Pettys "I Won't Back Down" oder "One" von U2 gewinnen durch die kraftvolle Interpretation und Cashs unüberhörbaren Durchhaltewillen viel Intensität und Tiefe. Das Thema Tod wird auf "Solitary Man" vielfach und ohne falsches Pathos behandelt, sei es in der dramatischen Ballade "Mary Of The Wild Moor", dem trutzigen "Nobody", in Will Oldhams "I See A Darkness" (ein großartiges Duett mit Oldham selbst) oder, besonders drastisch in Nick Caves "The Mercy Seat", dem absoluten Höhepunkt des Albums. Neben Tom Petty And The Heartbreakers, die schon auf "Unchained" beteiligt waren, sind wieder diverse Gastmusiker vertreten, die alle einen hochklassigen Beitrag liefern, so gibt es June Carter Cash und Sheryl Crow in "Field Of Diamonds" zu hören und Merle Haggard ist bei "I'm Leavin' Now" ein kongenialer Duettpartner. Das Album endet mit dem Traditional "Wayfaring Stranger", einem Song, der einmal mehr Cashs unerschütterlichen Glauben repräsentiert und den Tod nicht als schreckliches Schicksal, sondern als Erlöser und Neubeginn deutet.
"Solitary Man" ist, trotz des düsteren Themas, eines der stärksten Alben, die Cash jemals veröffentlicht hat, beeindruckend durch die Unbeugsamkeit des Man In Black und die hervorragende Qualität des Sonds und der Musiker. Ein Statement dafür, sich von schweren Schlägen nicht unterkriegen zu lassen, und, trotz der Allegenwart des Todes, eines der tröstlichtsten Alben, die ich kenne.
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54 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hier verabschiedet sich der analytische Verstand und macht der schieren Ehrfurcht Platz, 21. März 2010
Rezension bezieht sich auf: American III: Solitary Man (Audio CD)
"Solitary Man" ist das dritte von insgesamt (leider nur) vier Alben, die Johnny Cash in den 1990er Jahren mit Rick Rubin produzierte; jedes anders, aber jedes davon ein Juwel, ein Denkmal, ein Vermächtnis. Keine zuckrigen Synthesizer konterkarieren die Wirkung dieser vom Leben gezeichneten Ausnahme-Stimme, sondern Akustik pur bleibt bescheiden im Hintergrund und verstärkt den Eindruck noch: hauptsächlich Gitarre, manchmal Klavier, manchmal auch Fiddel oder ein Harmonium, das mindestens so viel Jahre auf dem Buckel zu haben scheint wie der Sänger.

Schon beim zweiten Hören hab ich's aufgegeben, die Highlights dieses Albums herauszupicken -- das ganze Album ist ein einziges Highlight. Beim Hören verabschiedet sich der analytische Verstand und macht der schieren Ehrfurcht Platz.
Was der große alte Mann des Country hier vorlegte, konnte er vielleicht noch nicht mal selber übertreffen: 14 großartige Balladen, teils Traditionals wie "Wayfaring Stranger", teils Cover-Versionen von Tom Petty, Neil Diamond, Bonnie Prince Billy, Nick Cave und vielen anderen, und teils Eigenkompositionen. Einzigartig ist das Gespür, das Johnny Cash hier zeigt für die verschiedenen Musik-Traditionen, und ebenso einzigartig ist das Gespür, mit dem der Man in Black in seinen Cover-Versionen zeigt, was in den Originalen alles drinsteckt: "One" -- da musste erst der Alte ran, damit die Welt merkte, dass der Song Klasse hat. "Nobody" oder "Wayfaring Stranger" -- es braucht nicht viel, um Uralt-Klassiker neu erstrahlen zu lassen; ein Johnny Cash genügt. "I'm Leavin' Now" als quietschfideles Duett mit dem alten Weggefährten Merle Haggard -- wieder mal Nashvilles Hitparadenzeug eine erfreulich lange Nase gedreht. Und so weiter. Nur einen noch:
Egal die wievielte Cover-Version etwa von "That Lucky Old Sun" Cashs Version sein mag -- sie klingt, als würde dieser in der Wolle gefärbte Beinahe-Blues zum ersten Mal gesungen. Und so geht es einem bei j e d e m Track. Johnny Cash hat nicht nur Country neu erfunden -- geerdet, mit der narbenübersäten Stimme des vom Leben gebeutelten 70jährigen, und mit untrüglichem Gespür für die Musik. So hat noch keiner Balladen gesungen.

Wenn mich jetzt nochmal jemand mit hochgezogener Augenbraue fragt, wieso ich als gebildeter (?) und sonst durchaus zurechnungsfähiger (??) Mensch Johnny Cashs Alben horte und höre, dann spiel ich ihm diese CD vor -- am besten gleich die volle Dröhnung: Spätestens "The Mercy Seat" oder "Solitary Man" dürften jeden überzeugen.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich intensiv und sehr würdevoll, 4. August 2004
Rezension bezieht sich auf: American III: Solitary Man (Audio CD)
Was muß man sich nicht tagtäglich für einen Müll in Radio und TV antun und selbst die guten alten Rock-Dinos wollen es nicht mehr so richtig bringen.
Aber JOHNNY CASH wurde gegen Ende seines Lebens erstaunlicherweise immer besser und zeigte dabei seinen etablierten (Star-)Kollegen (Tom Petty, U2) sogar noch, wie man deren eigenen Songs wirklich zur Unsterblichkeit verhelfen kann.
1-A-Coverversionen, welche die guten bis sehr guten Originale reihenweise in den Schatten stellen! Die besten Coverversionen seit Manfred Mann's Earthband.
Intensiv, würdevoll, grundehrlich.
Kaum vorstellbar, aber das Nachfolgealbum AMERICAN IV wurde tatsächlich noch mal einen Tick besser.
Für beide Alben gilt: unbedingte Kaufempfehlung!
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein weiteres Meisterwerk. Hoffentlich nicht das letzte., 12. November 2000
Rezension bezieht sich auf: American III: Solitary Man (Audio CD)
Das 3.Werk der Zusammenarbeit Johnny Cashs mit Rick Rubin ist auf jeden Fall schon jetzt ein Stück amerikanische Musikgeschichte. Von seiner schweren Parkinson Erkrankung hörbar gezeichnet, präsentiert Johnny Cash 14 großartige Songs. Eigene und Interpretationen von Tom Pettys „Won't back down", U2s „One" oder Nick Caves „The Mercy Seat". Gerade die zeigen erst in der spärlichen Instrumentierung, freigeräumt vom musikalischen Ballast, was für Perlen es eigentlich sind. Das beeindruckende und gleichzeitig tieftraurige an der Platte ist, dass sie stellenweise klingt, als hätte Cash sein eigenes Requiem aufgenommen. Dieser Mann verströmt nach wie vor eine tiefe Kraft; doch jetzt spürt man zum ersten Mal, dass ihm seine eigene Sterblichkeit wirklich bewusst geworden ist. Das mag sich in einer Kritik albern anhören, ist es aber nicht. Ganz im Gegenteil, es ist unendlich berührend und man wünscht sich, dass dieser Mann 100 Jahre alt wird. Selbst seine unfassbar tiefe Stimme bricht erstmals manchmal beinahe fragil ein - was ihn nur noch besser macht. Er selbst schreibt in den Linernotes: „... Thanks to Rick for continuing to believe in me. I don't sound as good to me as he says I do, but I thank him anyway. ..." Unnötig zu sagen, dass die Produktion der Platte höchstens Standards entspricht. Ich hoffe, es wird noch einen Teil IV der American Recordings Serie geben. Noch ein Zitat aus den Linernotes, dass Hoffnung macht: „...This album has been a long time coming, and I feel another in there somewhere."
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unikumal!, 16. September 2004
Rezension bezieht sich auf: American III: Solitary Man (Audio CD)
Ich bin 18 Jahre alt, und hätte nie gedacht, dass ich mich jemals eine Cd eines siebzig-jährigen Mannes so in ihren Bann ziehen könnte! Kein anderer Künstler versteht es Songs besser zu covern als Johnny Cash, der hier auch noch ein paar eigene Songs einstreut. Tatsächlich wirkt die Coverversion vieler Songs besser als das Original. Das liegt vor allem an der unvergleichlichen Stimme, die über die Jahre hinweg einfach wunderbar geworden ist, und große Reife sowie Weisheit mitklingen lässt. Man möchte seinem rauhen und doch sanften Organ einfach stundenlang lauschen...
Ich zähle die American-Platten von Johnny Cash zu absoluten Highlights der Musikgeschichte, und kann sie jedem (egal ob jung oder alt) vorbehaltslos empfehlen.
Wobei mir die American Recordings 3: Solitary Man noch immer am besten gefällt.
Absolute Kaufempfehlung!!
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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Groß!, 1. September 2003
Rezension bezieht sich auf: American III: Solitary Man (Audio CD)
Johnny Cash? Das ist doch dieser meist schwarz gekleidete Country & Western-Typ?! Der mit "Ring of Fire"?! Der mal im Knast gesungen hat? Der mal einen Bergwald in Brand gesetzt und fast eine seltene Vogelart ausgerottet hat? Und Country war für mich bisher immer die Musik für schmerbäuchige, biersaufende Trucker in verschwitzten Unterhemden, sowas wie amerikanische Volksmusik. Das war so ungefähr alles, was ich von Johnny Cash und Country bis dato zu wissen glaubte.
Und dann höre ich das Rick Rubin ihn jetzt produziert. Also wage ich das Abenteuer und kaufe mir diese CD. Und es ist unglaublich, was ich zu hören bekomme. Da singt einer mit einer dunklen, brüchigen aber gelassenen Stimme zu einer fast rein akustischen Begleitung Songs voller Wehmut, Trauer, Schmerz, (Alters)weisheit und Hoffnung. Und niemals hat man das Gefühl, das dies alles nur gekünstelt oder gestellt ist. Es klingt ehrlich und wahr. Er befreit U2s "One" vom klebrigen Pathos und singt Nick Caves "Mercy Seat" so glaubhaft, als erzähle er seine Geschichte.
Vielleicht ist dies das späte Meistwerk eines alten, Parkinson-kranken Mannes. Ich hoffe allerdings nicht. Denn dies hier ist groß und ich glaube, davon brauchen wir noch mehr.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The man in black is back, 22. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: American III: Solitary Man (Audio CD)
Unglaublich! Johnny Cash, der in wenigen Tagen 70 (!!!) wird, hat hier ein Meisterwerk abgeliefert, sich selbst ein Denkmal gesetzt. Dieses Album habe ich nun schon so oft gehört (zeitweise mehrmals täglich) und doch berührt es mich immer noch zutiefst. Diese Stimme, die manchmal kurz davor ist wegzubrechen, diese Gitarre, so reduziert auf das wesentliche. Intoniert werden Songs über Einsamkeit, über Zerbrechlichkeit. Und all das trägt Cash vor, ohne in Weinerlichkeit zu verfallen, wie es heutzutage in der Indie-
szene immer öfters anzutreffen ist. Ein Mann, der weiss, wovon er singt, dem man das auch abnimmt.
Peinlichen Pathos hat er nicht nötig, im Gegenteil, er veredelt "One" von den Rock-Langweilern U2 zu einem intensiven Song, der so viel mehr Kraft und Intensität hat, als 99% aller aktuellen wesentlich jüngeren Musiker, die meinen, dass Intensität durch vordergründige Härte und aufgesetztes Machogetue erreicht wird.
Überhaupt schafft es Cash, die Coverversionen von so unterschiedlichen Interpreten wie Nick Cave, U2, Tom Petty oder dem grossartigen Will Oldham wie aus einem Guss wirken zu lassen, als ob sie von ihm wären.
Neben Black Heart Procession und Will Oldham ist der good old man in black einer der ganz wenigen, die es mit geringen Mitteln schaffen, den Hörer ganz tief in ein Wechselbad der Gefühle eintauchen zu lassen. Johnny Cash braucht auch mittlerweile keine blöden Etiketten wie Country oder ähnliches, er steht für sich selbst.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke für die Erleuchtung Wolferl, 13. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: American III: Solitary Man (Audio CD)
Die Problematik ist Folgende:
Man hat einen Ruf als wandelndes Musiklexikon, König des Independents, Alternativekenner und ne Menge Freunde hören Punkrock. Nun sitzt man Abends bei einem Freund und der fragt, ob man denn die neue Johnny Cash CD schon kennt. Hmm, hat der wirklich Johnny Cash gefragt? Soviel war in der Tüte doch nicht drin. Johnny Cash, klar kennt man den, Ring of Fire und so. Der trägt doch seit 133 Jahren nur schwarze Klamotten und war auch öfters im Knast und nicht nur zum Konzert, also irgendwie ja doch ein Punkrocker. Und manchmal lohnt es sich doch seinen Horizont zu erweitern. Dieses Album ist von null in meine persönliche Top 10 der besten Alben aller Zeiten geschossen. Cash zaubert mit sparsamer Instrumentierung eine ruhige, düstere aber nicht bedrohliche Stimmung. Ich habe nicht geglaubt, dass ein anderer als Nick Cave den Mercy Seat so beeindruckend interpretieren kann. Er kann es. Ihr kennt doch one von U2? Eigentlich nett (etwas zu pathetisch), aber hört Euch mal die Version von Cash an.
Tja was soll ich noch sagen, Cash ist ein Gott und mittlerweile bin ich stolzer Besitzer von 7 Cash Cds. Danke Wolferl!
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