Kundenrezensionen

42
4,4 von 5 Sternen
Bußestunde: Kriminalroman (A-Team 10)
Format: Kindle EditionÄndern
Preis:8,99 €
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31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Mit „Bußestunde“ beschließt Arne Dahl nun seine zehnbändige Reihe um die A-Gruppe der schwedischen Polizei. Sein abschließendes Werk vereint noch einmal mehr oder minder alle Ermittler, die jemals in der A-Gruppe mitgewirkt haben und liest sich streckenweise wie ein kleines Best-Of seiner anderen neun Romane. Deshalb gleich zu Beginn ein kleiner Hinweis: Man muss zwar nicht alle neun Romane des Schweden vorher gelesen haben, allerdings ist „Bußestunde“ so voller Anspielungen und kleinerer Spoiler, dass sich der optimale Lesegenuss erst entfaltet, wenn man wenigstens den ein oder anderen Vorgängerband gelesen hat.

Inhaltlich fährt Arne Dahl noch einmal alles auf, was sein Dezett auszeichnet: Vertrackte, komplexe Plots, verschiedene Erzählstränge und die besten aller Ermittler, die in der A-Gruppe gemeinsam ermitteln. Diesmal geht es vorgeblich zunächst um den Überfall auf einen Videoladen, der schon bald zum Aufhänger für eine viel größere Reihe von Verbrechen wird. Und dann wäre da noch Paul Hjelm, der in der Tradition eines Spions das Verschwinden eines Geheimdienstchefs auf eigene Faust aufklären muss.

Wie gewohnt verknüpft Arne Dahl seine diversen Plots in „Bußestunde“ immer mehr und webt diverse Subthemen in seinen Roman ein. Anorexie, der Überwachungsstaat, Bachs h-Moll-Messe und die Arbeit von Geheimdiensten in unserer Zeit sind Nebenschauplätze, die der Autor vortrefflich zu bedienen weiß. Einzig zu kritisieren habe ich nur die Veröffentlichungspolitik des Piper-Verlags.
Da zwischen dem vorletzten Band „Opferzahl“ (2006) und dem finalen Roman „Bußestunde“ (2007) bereits die beiden Bände des OPCOP-Quartetts („Zorn“ und „Gier“ (2011/12)) erschienen sind, wird „Bußestunde“ schon deutlich die Spannung genommen, da man aus den beiden anderen Bänden weiß, wie es mit allen Protagonisten weitergeht. Hier hätte ich eine chronologische Veröffentlichung, sprich zunächst das A-Gruppen-Dezett und dann das OPCOP-Quartett, befürwortet. So sind beide Reihen etwas auseinandergerissen – an der Qualität der „Bußestunde“ ändert dies allerdings nichts!

Hier zur besseren Übersicht noch einmal die Reihenfolge der zehn Bände:
1) Misterioso
2) Böses Blut
3) Falsche Opfer
4) Tiefer Schmerz
5) Rosenrot
6) Ungeschoren
7) Totenmesse
8) Dunkelziffer
9) Opferzahl
10) Bußestunde
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 31. Mai 2013
Mit "Bußestunde" legt der schwedische Journalist Jan Arnald, der unter dem Pseudonym Arne Dahl spannende Thriller schreibt, den zehnten und letzten Band um die Sonderermittlungseinheit "A-Gruppe" vor.

Man merkt dem Buch deutlich an, dass es einen Schlusspunkt markiert. Gleich zu Beginn beobachtet der Autor aus der Distanz die unterschiedlichen Team-Mitglieder bei ihren aktuellen Beschäftigungen und ruft dem Leser vergangene Ereignisse wieder ins Gedächtnis. Dieses Herstellen von Bezügen zu zurückliegenden Fällen setzt sich durch das gesamte Buch hin durch, und als Leser, der die Ermittler über die Jahre hin begleitet hat, wird man fast schon etwas wehmütig.

Aber "Bußestunde" lebt nicht nur von Erinnerungen - das Team um Kerstin Holm und Paul Hjelm muss auch wieder aktuelle Fälle von internationalem Format lösen, wobei Hjelm diesmal abseits der Gruppe in einem ganz besonderen Vermisstenfall tätig ist. Er wird von der Säpo beauftragt, den Verbleib ihres internationalen Experten Tore Michaelis zu ermitteln, dessen Nachfolger er werden soll. Im Klartext heißt das, ein Agent ist verschwunden, niemand weiß warum und wohin und Paul Hjelm soll ihn wiederfinden. Fast gerät Hjelm an seine Grenzen, denn es gilt, verschlüsselten Hinweisen nachzugehen und verzwickte Rätsel zu lösen.

Die "A-Gruppe" hingegen hat es diesmal mit Verbrechen zu tun, die das eine oder andere Teammitglied an seine/ihre Grenzen bringt: Internationaler Menschenhandel, Folterungen und Morde an jungen Frauen - unglaubliche Brutalitäten, geplant und ausgeführt von einem sadistischen Serienmörder, der seine grausamen Rachephantasien auslebt.

Einmal mehr erzählt uns Arne Dahl eine sehr komplexe Geschichte, die sich erst allmählich aus den unterschiedlichsten Handlungssträngen herauskristallisiert sowie diese dann am Ende auch homogen zusammenführt. Der Einstieg ist eher melancholisch-grüblerisch, fast schon philosophisch, aber je mehr Informationen die Ermittler zusammentragen umso spannender wird dieser Thriller.

Dahl schaut genau hin und unterscheidet sich gravierend von den meisten Thriller-Autoren, denn er beschreibt nicht nur das Verbrechen als solches, sondern zeigt auch immer die politischen und internationalen Dimensionen auf. Genau diese Besonderheit verleiht seinen Büchern wesentlich mehr Substanz und letzten Endes Qualität, und hebt sie aus dem Überangebot der skandinavischen Autoren auf dem Buchmarkt hervor.

Leider heißt es nun Abschied von einer liebgewonnenen und immer gerne gelesenen Thriller-Reihe nehmen. Aber glücklicherweise treffen wir ja einige Ermittler in den "OpCop" Büchern "Gier" und "Zorn" von Arne Dahl wieder. Es bleibt auf alle Fälle spannend!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Arne Dahl übertrifft sich mal wieder selbst mit seinem Thriller “Bußestunde”, dem zehnten und letzten Fall der Stockholmer Spezialeinheit für besondere Gewaltverbrechen. Dahl sprüht hier wieder vor Ideen und verwickelt seine „A-Gruppe“ noch einmal in mehrere parallele Fälle, die er, wie lose Fäden, einmal gesponnen, geschickt immer stärker miteinander verwebt. Dabei vergisst er aber auch in “Bußestunde” nicht, seinen Figuren viel Raum für eigenwillige Einfälle zu geben. So ist “Bußestunde” ein fesselnder Krimi, der leider, leider trotz seiner 450 Seiten viel zu schnell zu Ende ist. Ein krönender Abschluss einer fesselnden, stets etwas anderen Krimireihe.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 16. Mai 2013
Jan Arnal, besser bekannt unter dem Pseudonym Arne Dahl, legt mit " Bußestunde " seinen nunmehr 10. Fall des schwedischen A - Teams vor und dieser Fall hat es weiß Gott in sich.

Das Buch beginnt gemächlich und für mein Empfinden etwas langatmig, da alle Mitglieder des A Teams in privaten Situation noch einmal vorgestellt werden. Allerdings erfährt man ziemlich am Ende des Buches, das dies gar nicht so unwichtig war. Ansonsten zeigt sich Arne Dahl wieder von seiner starken schriftstellerischen Seite, die intelligente, anspruchsvolle Unterhaltung garantiert.

Zwei Fälle werden diesmal behandelt, deren Fäden am Ende des Buches wieder so geschickt miteinander verwoben werden, wie man es von Arne Dahl kennt.
Paul Hjelm versucht Schwedens bedeutensten Spion Tore Michaelis , dessen Nachfolger er werden soll, aufzuspüren Dazu benötigt er Fingerspitzengefühl, großes Einfühlungsvermögen und ein immenses Kombinationsvermögen.
Kerstin Holm und ihr Team dagegen spüren einen Serienmörder auf, der mit mehr als perfiden und brutalen Taten auf sich aufmerksam macht. Das dabei noch ein anderes Verbrechen zu Tage tritt,dass an Perversion fast nicht zu überbieten ist, macht dieses Buch nicht nur zu etwas Besonderem, sondern lässt es auch zum brutalsten Fall dieser Serie werden.

Vielschichtigkeit zeichnet diesen Krimi aus, in dem Rache ein starkes Motiv ist. Aber auch Prostitution, Schönheitschirugie und die krankhafte Einstellung zur eigenen Figur, spielen eine Rolle in "Bußestunde".

Was mich immer wieder an den Büchern von Arne Dahl fasziniert ist die Tatsache,dass die agierenden Figuren realistisch und das A Team im Besonderen, sehr intelligent und nachvollziehbar vorgehen.Brainstorming ist in Teamsitzungen an der Tagesordnung und lässt die Fälle häufig vorankommen und die gut auf einander abgestimmten Paare ergänzen sich bei den Ermittlungen
Humorvoll werden immer wieder einige Passagen bestritten und es wirkt nie aufgesetzt.Doch auch Menschlichkeit und das tiefe Zusammengehörigkeitsgefühl der Truppe sind deutlich spürbar und lassen nicht nur den Leser traurig sein darüber, dass das A-Team den Sparmaßnahmen der Reichspolizei Schwedens zum Opfer fallen soll.

Bis auf den etwas trägen Einstieg, hat mich Arne Dahl wieder voll überzeugt. Sein unverwechselbarer Schreibstil, der sich durch sprachliche Vielschichtigkeit auszeichnet, ist auch in diesem Buch wieder voll zum Tragen gekommen und so kann ich dieses Buch Liebhabern intelligenter und komplexer Kriminalliteratur nur wärmstens ans Herz legen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. August 2013
Ungefähr die erste Hälfte hat mir gut gefallen, dann wurde es aber ziemlich abstrus.
Der Super-Verbrecher, der über Satelliten das ganze Team aufspürt, und irgendein wichtiges kleines Teil mit Kontodaten sucht (und auch so findet....), und dann Helm, der so nebenbei zum Superspion wird, und auch nebenbei in einem Hochsicherheitstrakt der Amerikaner eindringt, um seelenruhig Videos zu schauen, und natürlich auch in kürzester Zeit genau das richtige findet. Und andauernd die Hinweise darauf, wie lieb sich das ganze Team schon hat. Sehr eigenartiges Ende, irgendwie esoterisch, und eigentlich wollte ich im letzten Drittel nur noch fertig werden mit dem Buch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Juni 2013
Auch wenn Arne Dahl das „Rad des Rache-Thrillers“ nicht neu erfindet und sicherlich an andern Orten noch brachialere Serienmörder ihr Unwesen getrieben haben mit noch brutaleren Morden, die sprachliche Umsetzung dieses Thrillers, wie auch die Verbindung all der vielen Fäden im Buch sind Arne Dahl hervorragend gelungen.

Der zehnte Fall der Abteilung A der schwedischen Polizei mit ihren Figuren, die dem Leser mittlerweile sehr vertraut sind, erweitert noch einmal das Kaleidoskop der verschiedenen Persönlichkeiten dieses „Dahl-Kosmos“. Es gab Tote in der Abteilung, es gibt eine tödliche Krankheit, Liebe hat sich zusammengefunden, bewährte Konstellationen von Ermittlerduos treten neben neue Verbindungen und das alles legt Dahl in Ruhe und gründlich vor die Augen des Lesers. Lässt seinen Blick schon zu Beginn über seine Ermittler schweifen (ein Blick im Übrigen, der auch später im Buch eine gewichtige Rolle spielen wird).

Und beginnt dann, verschiedene Fäden zu weben, verschiedene Ermittlungen auf den Weg zu bringen, die zunächst völlig unverbunden nebeneinander stehen. Der Überfall auf einen Videoladen durch einen Junkie. Das „Ausräumen“ von Geldautomaten. Das Verschwinden des wichtigsten Spions des Landes. Ein kranker Kollege, der sich an einem unscheinbaren Talisman festhält. Die Tochter eines hervorragenden Ermittlers, die ihre Anorexie sichtbar nach außen trägt und Hilflosigkeit zunächst erzeugt. Ein Serienmörder, der gezielt scheinbar (und dennoch auch ein stück wahllos) anorektische junge Frauen zu sich lockt und brutal tötet, ausbluten lässt, foltert.

Fäden und Ereignisse, die jedes für sich zu stehen scheinen, die dann aber Schritt für Schritt in einer Art und Weise zusammenkommen, die in sich geschlossen, realistisch und überzeugend ein großes Ganzes ergeben werden. Nach langen Wegen.

Wege übrigens, auf denen Dahl auch geschickt seine Grundüberzeugungen, seine Sicht auf eine sich sozial selbst zerstörende Welt, auf gierige und egozentrische Menschen eindrucksvoll in Szene setzt. In Form eines kleinen Tagebuches des verschwundenen Meisterspions wird organisch und beeindruckend ins Buch integriert, wie der Autor selbst ein stückweit an der Welt und der Gesellschaft verzweifelt.

„Die Welt war noch kränker, als selbst er es sich hat vorstellen können. Die Wirklichkeit übertraf immer die Dichtung“.
Aber „es gab kein zurück. Wenn er jetzt kehrt machte, würde er es sein ganzes Leben und für alle Zukunft bereuen“.

In einem Kollegenkreis, in dem weder Trauer noch Freude Tabu sind, in dem die Chefin beständig ein Grab besucht, um sich über sich selbst klar zu werden und die auf den Tod Kranken oder bereits pensionierten Kollegen ihre Verbindung halten.

Ermittler, denen Dahl, bei allem Anlass, zu Menschenfeinden zu werden, zu resignieren, aufzustecken, die Brocken hinzuwerfen, immer wieder Stärke zuschreibt, sie nicht zu Misanthropen werden lässt, denen Dahl aber durchaus gegen die herrschende Moral und gegen die herrschenden gesetzlichen Regeln Freiräume eröffnet, in aller Härte auch ganz eigene Wege gehen zu lassen. Das Thema Selbstjustiz spielt in ebenso eine gewichtige Rolle im Buch wie das Mobbing, das Wunden fürs Leben reißt und der Schlankheitswahn mit lebensgefährlichen Folgen, den die Gesellschaft hervorbringt. Es ist schon eine Kunst für sich, all diese Kritik an der Welt und den egomanischen Entwicklungen nicht moralinsauer dem Leser hinzuwerfen, sondern das alles passend und in sich geschlossen in eine einzige, in sich geschlossene Geschichte zu fassen, die zudem noch spannend erzählt wird und menschliche Abgründe in vielerlei Form offenbart.

Ein hervorragendes Buch und gut, dass Arne Dahl am Ende noch Hoffnung darauf macht, dass sie Abteilung A noch nicht ganz am Ende ihres Weges sein muss.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Bußestunde ist der zehnte und letzte Fall der sehr erfolgreichen A-Gruppe von Erfolgsautor Arne Dahl. Für den Abschluss hat sich der schwedische Autor noch einmal übertroffen und seinen wohl düstersten und brutalsten Fall der Reihe geschaffen.
Zunächst wird der Leser an die einzelnen Charaktere herangeführt, wodurch man die einzelnen Protagonisten, vor allem aber Paul Hjelm und Kerstin Holm besser kennenlernt. Dies wird durch eine sehr geschickte und fließende Erzählweise gemacht, dass ein stimmiger Übergang zwischen den einzelnen Personen geschaffen wird. Während dieser Vorstellung erfährt man nebenbei, an welchen Fällen die Ermittler zur Zeit arbeiten. So sind die einen einer Verbrecherbande auf der Spur, welche Passanten an Bankautomaten überfällt während die Ermittlerin Lena Lindberg durch Zufall in einen Überfall auf eine Videothek verwickelt wird oder Paul Hjelm, welcher jetzt in der internen Ermittlung tätig ist und sich über das schockierende Äußere seiner Tochter den Kopf zerbricht.

Erst viel später wird sich herausstellen, dass irgendwie alles miteinander zusammenhängt und doch alles als separater Fall behandelt werden muss und man als Leser feststellt, dass das Ganze auf ein viel größeres und unvorstellbar grauenhaftes Verbrechen hinauslaufen wird, das durch die primitivsten Instinkte des Menschen hervorgerufen wird...
Arne Dahl schafft es durch eine sehr variierende und dadurch tolle und abwechslungsreiche Erzählweise den Leser an seine Bücher zu fesseln. Während er in einem Kapitel aus der Sicht eines der Ermittler erzählt ist das nächste Kapitel ein Interview während ein drittes Kapitel ein Bericht ist. Absolut großartig!
Der in Bußestunde geschilderte Fall schockiert und wirft viele Fragen auf. Ist der Mensch wirklich so primitiv und von einfachsten Instinkten getrieben wie geschildert? Werden wir alle tatsächlich so scharf überwacht? Was treibt uns zu solch abgefahrenen Schönheitsvorstellungen? Arne Dahl versteht sein Handwerk und weiß mit seinen Fällen und Charakteren umzugehen, wodurch ein realistischer und sogleich auch schockierender Fall zustande kommt, der überzeugt, mitreißt und den inneren Detektiv zum Vorschein kommen lässt.
Das Ende ist überraschend und durch unvorhersehbare Wendungen geprägt was mir außerordentlich gut gefallen hat.

Fazit:
Alles in allem ist Bußestunde von Arne Dahl ein sehr gelungener Krimi der durch starke Charaktere, eine realitätsnahe und gleichzeitig schockierende Handlung zu überzeugen weiß und einfach Spaß gemacht hat. Als Krimifan muss man diesen Roman auf jeden Fall gelesen haben, er macht definitiv Lust auf mehr. Zugreifen!
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HALL OF FAMEam 20. Juli 2015
Maj Sjöwall und Per Wahlöö haben mit der schwedischen Tradition, eine Kriminalroman-Serie mit 10 Büchern zu schreiben, begonnen. Arne Dahl setzt sie fort. Seine A-Team-Serie startete 1999 mit „Misterioso“ (deutsche Ausgabe 2002). „Bußestunde“ („Himmelsöga“) war 2007 der 10. Roman und so wie es ausschaut der letzte Roman aus seiner A-Team-Serie (deutsche Ausgabe 2013). Wie seine Vorgänger kann er als Einzelwerk gelesen werden, doch sind gewisse Vorkenntnisse aus den Vorgängerromanen nützlich. „Bußestunde“ hat zwei Erzählstränge. Zum einen ist die A-Gruppe einem Täter auf der Spur, der an Anorexie leidende Mädchen und Frauen entführt (und sie ermordet). Schritt für Schritt klären sie den Fall auf, wobei Agatha Christie und die Morde des Herrn ABC grüßen. Zum anderen wird Paul Hjelm, lange Zeit in der A-Gruppe, nunmehr Leiter der Internen Ermittlungen, aufgefordert Nachfolger des Geheimdienstchefs zu werden. Das hat dieser selbst vorgeschlagen. Doch nunmehr ist er spurlos verschwunden. Und so ist der erste Auftrag Paul Hjelm, seinen Vorgänger zu finden sowie die Gründe seines Verschwindens herauszufinden. Erst gegen Schluss wird klar, dass die beiden Erzählstränge doch irgendwie zueinanderpassen. Alles in allem ein würdiger Abschluss der A-Team-Serie. Der 2014 in deutscher Sprache erschienene Roman „Der elfte Gast“ („Elva“, 2008) hat zwar die gleichen Darsteller wie die 10 A-Team-Romane, wird aber selbt von Dahl ausdrücklich nicht als Teil der Serie begriffen. Die Figuren Der A-Team- Serie lässt Arne Dahl jedoch in der Opcop-Nachfolgeserie, die sich mit internationaler Kriminalität befasst, teilweise weiter erleben.
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am 27. Januar 2015
Es ist Spätsommer in Stockholm, Sonntagnachmittag zwischen drei und vier. In dieser scheinbar friedvollen Zeit geschehen zwei Dinge: Paul Hjelm erhält den undankbaren Auftrag, den verschwundenen Geheimdienstchef zu finden, und Lena Lindberg auf Männersuche in einem Cafe', ist zufällig in der Nähe eines Überfalls auf einen Videoladen. Die Aufnahmen der Überwachungskamera im Videoladen eröffnen der Polizei den Zugang zu einem schrecklichen Verbrechen, bei dem das Internet eine entscheidende Rolle spielt: den sadistischen Morden an mehreren an Anorexie leidenden jungen Frauen. Doch nicht allein die Tatsache, dass auch Hjelms Tochter Tora ins Visier des Täters gerät, ist der Grund für die außergewöhnlichen Mittel, zu denen die A-Gruppe greift. (Klappentext). Das A-Team löst mit " Bußestunde", seinen letzten Fall. Und der ist hart. Nämlich im letzten Fall geht es um Gewaltverbrechen, die die Sondereinheit an die Grenzen bringt. Gewaltverbrechen mit internationalen Stil. Der Beginn ist sanft und und schön geschrieben, entpuppt sich allerdings später als Horror. Folter, Liebe und Macht, sind die Garanten für das A-Team. Die Verbrechen haben internationalen Charakter, werden aber durch schwierige Gänge gelöst. Mehr sollte nicht verraten werden, sonst bleibt die Spannung auf der Strecke. Dieses durchaus anspruchsvolle Buch ist im Piper Verlag erschienen, und gibt dem Leser einen gestrafften Einblick in eine spannende Serie des A-Teams, die mit Serientäter und auch neuerdings auf die Spur eines Zuhälterrings trifft.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Juli 2013
Nachdem der Verlag erst wenige Monate vorher Band 2 der neuen Eurocopserie von Dahl publiziert hatte, war ich schon erstaunt, dass dann schon wieder ein neuer Dahl erschien und ich glaubte, das sei die Nummer 3 dieser Serie, es handelt sich aber dabei um den erst jetzt auf Deutsch publizierten Band 10 resp. den Abschlussband der Serie um das A-Team, dem hier von ganz oben angekündigt wird, dass man gedenke, es aufzulösen. Wir wissen ja jetzt schon, wie es weitergeht, nämlich eben europäisch, weil eben für einige der Ermittler Schweden einfach zu klein geworden ist. Als ich das Buch aufschlug und meinen Irrtum bemerkte, fühlte ich mich schon etwas getäuscht. Aber das Buch ist besser und spannender als z.B. der Band 2 der Eurocops, Zorn, der ja auch erst im März diesen Jahres auf Deutsch erschienen ist. Warum aber Dahl mal wieder 2 unabhängige Handlungsstränge braucht oder verwendet, ist und bleibt mir unverständlich. Die Handlung geht um einen Serienmörder, der dann vom A-Team auch zur Strecke gebracht wird, der 2. Handlungsstrang betrefft Paul Hjelm, den internen Ermittler, der sich auf die Suche nach einem auf geheimnisvolle Weise verschwundenen schwedischen Spion macht mit der Aussicht, wenn er ihn denn findet, dass er dessen Stelle übernehmen kann.Also, der eigentliche Handlungsstrang um den Serienmörder ist wie häufig bei Dahl sehr blutrünstig und nicht immer ganz bei der Realität, auf den 2. Handlungsstrang hätte man meiner Meinung auch gleich besser verzichtet. Schön und fast poetisch sind die ersten Seiten des Buches, da werden die Sonntagnachmittagsaktivitäten der Ermittler beschrieben, beobachtet aus der Ferne, das ist wirklich gut und hat auch Format. Der eigentliche Krimi ist dann so lalal, das Ende leider nicht ganz glaubwürdig. Insgesamt ist Bussestunde ein ganz guter Abschluss der Serie um das A-Team, die ja auch Höhen und Tiefen hatten. Dahl ist längst nicht mehr für mich einer der ganz grossen im Krimigeschäft, er zehrt halt von seinem Namen. Das Buch bietet aber durchaus für Sommerabende oder anstehende Ferien ausreichende Spannung auf einem nicht ganz anspruchslosen Niveau.
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