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4.0 von 5 Sternen Diane Kruger und Dany Boon als überraschend stimmiges und witziges Screwball-Pärchen
Nach der Glaubwürdigkeit des Plots sollte man bei Komödien nicht unbedingt fragen, ganz egal, ob es sich nun um klassische Screwball-Comedies oder romantische Komödien handelt.
"Der Nächste, bitte!", Remake eines französischen TV-Filmes mit Claire Keim, vereint beide Genres und wartet wie so viele andere Komödien ebenfalls mit einer...
Vor 21 Monaten von Berlinoise veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schnell bekommen – schnell wieder loswerden
Um den Familienfluch zu umgehen, der besagt, dass für alle weiblichen Mitglieder die Heirat mit dem ersten Mann zum Scheitern verurteilt ist und erst die zweite klappt, macht sich Isabelle auf den Weg zu einer Scheinehe, um die Beziehung mit ihrem perfekten ersten Freund nicht zu gefährden, der sie bald ehelichen möchte. Doch der Deal platzt und so...
Vor 12 Monaten von Joroka veröffentlicht


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Diane Kruger und Dany Boon als überraschend stimmiges und witziges Screwball-Pärchen, 25. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Nächste, bitte! (DVD)
Nach der Glaubwürdigkeit des Plots sollte man bei Komödien nicht unbedingt fragen, ganz egal, ob es sich nun um klassische Screwball-Comedies oder romantische Komödien handelt.
"Der Nächste, bitte!", Remake eines französischen TV-Filmes mit Claire Keim, vereint beide Genres und wartet wie so viele andere Komödien ebenfalls mit einer Grundkonstellation auf, die man eben einfach hinzunehmen bereit sein muss:
In der Familie von Isabelle (Diane Krüger) ist seit über 100 Jahren jede erste Ehe gescheitert.
Da Isabelle aber seit nunmehr zehn Jahren mit Pierre zusammen ist und dieser endlich heiraten möchte, muss ein Plan her, damit nicht auch diese Ehe dem eigentümlichen "Familienfluch" zum Opfer fällt:
Ein anderer Mann muss her, der Isabelle in erster Ehe heiratet und sich sofort wieder scheiden lässt.
Da so etwas in Dänemark für Geld gar kein Problem sein soll, macht Isabelle sich auf den Weg gen Norden, wird dort aber von ihrem auserwählten Kurzzeitehemann versetzt und steigt als Frau der Tat spontan auf Plan B um:
Jean-Yves, etwas verschrobener Autor von Reiseführern, den sie bereits im Flugzeug kennengelernt hatte, soll nun Ehemann Nummer 1 werden, aber der umtriebige Romantiker lässt sich gar nicht so leicht einfangen und danach noch weniger wieder loswerden...

Dany Boon spielt seine Paraderolle als liebenswerter Trottel mal wieder erwartungsgemäß gut.
Die Überraschung des Filmes ist jedoch Diane Krüger, die ich in ihren amerikanischen Rollen zumeist als recht hölzern und wenig ausdrucksstark empfunden habe, die hier jedoch zu ungeahntem komödiantischen Talent aufläuft und ein ausgezeichnetes Gespür für das richtige Timing zeigt.
Das ungleiche Paar spielt sich in bester Screwball-Tradition die Bälle zu und überzeugt dabei sowohl in den witzigen als auch in den ernsteren Szenen wie der, in der der tief verletzte Jean-Yves bemerkt, nur eine Rolle in Isabelles Plan gespielt zu haben und diese ihrerseits Gewissensbisse bekommt.
Der Beruf Jean-Yves' ermöglicht dabei ein paar teilweise recht schöne Außenaufnahmen in Moskau und Kenia und das Ganze ist mit einem ebenso schwungvollen wie vielseitigen Soundtrack, der von russischer Folklore über Klassik bis zu "Highway to Hell" reicht, unterlegt.
Die Idee, die Geschichte der abwesenden Hauptprotagonisten von ihren Angehörigen bei einem geselligen Beisammensein erzählen zu lassen, ist zwar nicht neu, sondern wurde von Billy Crystal's "Forget Paris" übernommen, bildet aber auch hier einen hübschen Rahmen für die eigentliche Geschichte.
Für das fünfte Sternchen fehlte mir zwar letztendlich doch der letzte Pfiff, aber eine empfehlenswerte Komödie für einen kurzweiligen Filmabend ist "Der Nächste, bitte!" allemal.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dany Boon erwartungsgemäß komisch- Diane Kruger unerwartet auch, 24. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Nächste, bitte! (DVD)
Eins vorweg: der Film ist wirklich lustig.

Die Geschichte von Isa (Diane Kruger) und Jean-Yves (Dany Boon) wird an der Heiligabendfesttafel von Isa’s Familie erzählt.
Und schon hier amüsiert man sich köstlich über Solange, die Mutter von Isa, die spricht, wie ihr der Schnabel gewachsen ist.
Nun aber zum eigentlichen Plot: Auf Isa’s Familie liegt ein Fluch: die erste Ehe hält nie, immer erst die zweite. Weil Isa aber schon 10 Jahre Pierre liebt und er Ehemann Nummer eins werden würde, muss eine Lösung her. Isa bricht kurzzeitig aus ihrem Alltag, bestehend aus Zahnarztpraxis mit Pierre, Bowlingabenden und immer dem gleichen Restaurants, aus.
In Dänemark beschließt sie, ohne Pierre darüber einzuweihen, einen Studenten gegen Geld zu heiraten, um sich sofort danach wieder scheiden zu lassen. Das ist dort möglich.
Leider taucht der Student nicht auf, aber da Isa gerade mal in Dänemark ist, schnappt sie sich den erstbesten Mann vor Ort: das ist Jean-Yves.
Jean-Yves ist allerdings sehr romantisch und träumt von der großen, einen Liebe. Um ihn also zum Heiraten zu bewegen, setzt Isa alle Verführungskünste ein und folgt Jean-Yves spontan nach Kenia, denn Jean-Yves schreibt Reiseführer und war nur auf Zwischenstopp in Dänemark.
Es kommt, wie es kommen muss: nach vielen Irrungen, Wirrungen und viel Humor hält Isa letztlich eine Heiratsurkunde in Händen. Ausgestellt von den Massai. Zwar nicht rechtsgültig, aber genug, um den Fluch abzuwenden, denkt sich Isa.
Sie verläßt blitzartig Kenia und Jean-Yves um zurück zu Hause vom Glauben abzufallen: die Heirat ist gültig, beurkundet vom Bruder Jean-Yves', einen Standesbeamten.
Isa beschließt ihrem „Ehemann“ Jean-Yves nach Moskau (dort ist sein nächster Job) hinterherzureisen um die Scheidung zu erwirken. Der möchte sich aber nicht scheiden lassen, versteht die Welt und Isa's plötzlichen Aufbruch nicht und so versucht Isa alles dran zu setzen, Jean-Yves so zuzusetzen, dass er freiwillig in die Scheidung einwilligt.
Bis Jean-Yves begreift, was Isa für ein Spiel spielt und in die Scheidung einwilligt, ist sich Isa nicht mehr sicher, ob sie die Scheidung noch möchte…

Der Film ist an sehr vielen Stellen sehr lustig und es flossen reichlich Lachtränen. Dany Boon ist in Hochform, vergleichbar mit seiner Paraderolle in den „Schtis“. Und Diane Kruger, die ich nur unbeweglich und steif aus „Troja“ kannte, blüht in dieser Rolle regelrecht auf.

Ich (und der Kinosaal) habe mich großartig unterhalten gefühlt und mehr gelacht als in den meisten anderen Komödien.
Natürlich ist der Film etwas kitschig, etwas unrealistisch und etwas vorhersehbar, das sind aber 99% aller Komödien.

Diesen Film würde ich nochmal sehen wollen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schnell bekommen – schnell wieder loswerden, 29. Dezember 2013
Von 
Joroka (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Nächste, bitte! (DVD)
Um den Familienfluch zu umgehen, der besagt, dass für alle weiblichen Mitglieder die Heirat mit dem ersten Mann zum Scheitern verurteilt ist und erst die zweite klappt, macht sich Isabelle auf den Weg zu einer Scheinehe, um die Beziehung mit ihrem perfekten ersten Freund nicht zu gefährden, der sie bald ehelichen möchte. Doch der Deal platzt und so hängt sich Isabelle kurzerhand an den verfügbaren Erstbesten, den Reisebuchautor Jean-Yves, der im Flugzeug neben ihr saß und folgt ihm spontan nach Afrika. Mit allen Mitteln versucht sie an seinen Fersen haften zu bleiben und ihn zu einer spontanen Eheschließung zu überreden. Es klappt, sie begehen eine standesgemäße Massai-Hochzeit. Nun scheint der Weg frei für ihre eigentliche Liebe. Nur zu dumm, dass Jean-Yves die Vermählung auch in Frankreich hat eintragen lassen und Isabelle somit bereits als verheiratet gilt, als sie das Aufgebot bestellen möchte. So folgt sie Jean-Yves nach Russland, aber dieses Mal, um ihn mit allen Mitteln zum Unterscheiben der Scheidungspapiere zu bewegen....

Eine perfekt erscheinende Liebe (idealtypisch, märchenhafter Touch) – ein Fluch (Aberglaube, Märchen) – eine naheliegende Lösung - eine einsatzbereite Frau – ein vertrottelter Mann – Reisen in ferne Länder, in unpassender Kleidung – nur Teilziel erreicht – neue Hindernisse zum Glück.... Das Grundgerüst des Filmes verspricht zunächst doch einen abwechslungsreichen DVD-Abend. Ein paar schöne Einfälle, umgesetzt mit einem recht bekannten Schauspiel-Duo. Phasenweise kommt mir der Verlauf dann jedoch etwas zu überdreht an, manche Slapstick-Einlage zielt zu bewusst auf das breite Publikum ab, nicht jeder Gag zündet.
So ganz nimmt man Dany Boon und Diane Kruger, die beide übrigens ganz gut in ihren Rollen aufgehen, das sich entwickelnde Liebespaar einfach nicht ab. Die gefühlsmäßige Wandlung von Isabelle dürfte sogar für hartgesottene Schmachtfilm-Konsumenten etwas zu viel des Guten sein. Der Schluss gestaltet sich, wie es sich für eine romantische Komödie gehört. Da gingen dann doch gegen Ende zu die guten Einfälle aus.

Extras: 'Making of': (OmU, ca. 40 Minuten) sehr ausführlich, zeigt u.a., wie viel Spaß alle hatten
'Deleted Scenes' (OmU, ca. 7 Minuten)
Interviews mit Cast & Crew: Dany Boon, Diane Kruger, Regisseur Pascal Chaumeil ("Léon, der Profi", "Der Auftragslover") OmU,außer mit Diane Kruger:deutsch, ca. 14 Minuten gesamt.
Trailer

Fazit: Durchschnittliche Liebeskomödie (mehr Komödie als Romanze) mit "Ziemlich beste Freunde" jedenfalls – aus meiner Sicht – so gar nicht vergleichbar.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Oje...warum habe ich mich zum Kauf verleiten lassen!!, 28. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Nächste, bitte! (DVD)
Ich habe vorher die Kritiken gelesen, etwas überlegt, dann doch gekauft...

... Diane Kruger finde ich eigentlich gut...aber was bitte macht sie in so einem schlechten Film????
... "Mr. Schtis" ist für mich eine totale Fehlbesetzung.
... Der Film ist nur langweilig. Bis zur Mitte habe ich noch gehofft, dass es besser wird, aber nein, er hält das schwache Niveau.

Der Titel passt aber :-) Wo liegt denn nur der nächste Film? :-)

Kann ich nicht empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen ...der nächste FILM bitte!, 9. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Nächste, bitte! [Blu-ray] (Blu-ray)
Da ich bereits 'Willkommen bei den Schtis' und 'Super-Hypochonder' total klasse fand, musste ich auch diesen Film sehen. Leider bleibt der Film weit hinter den Erwartungen zurück. Wenn man den Trailer gesehen hat, muss man den Film eigentlich nicht mehr sehen. Im Trailer sind alle lustigen Scenen bereits abgehandelt. Alles andere ist eher lauwarmes Geplätscher einer etwas anderen Liebesgeschichte, deren Ende man bereits am Anfang kennt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Flache Handlung sowie Witze auf dem Niveau knieende Ameise, 20. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Nächste, bitte! (DVD)
Habe mir leider mehr von diesem Film versprochen. Aber auch dieses Mal lehrt die Erfahrung, dass man sich nicht vom Trailer blenden lassen sollte, sondern am besten die von anderen Mitgliedern abegegeben Kritiken vorher durchlesen sollte. Der Handlungsverlauf ist leider sehr flach und die Witze finde ich nicht zum Lachen sondern lächerlich.

Leider reine Zeitverschwendung!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Operation Smörrebröd, 27. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Nächste, bitte! (DVD)
Die sollte eigentlich dafür sorgen, dass ein alter Fluch, der über der Familie von Isabelle(Diane Kruger)schwebt, umgangen wird, aber: Am Ende kommt dann doch alles anders. Es ist nämlich so: In Isabelles Familie scheitert jede erste Ehe. Die zweite dagegen wird glücklich. Isabelle, erfolgreiche Zahnärztin führt mit ihrem Kollegen Pierre(Robert Plagnol) eine paradiesische Beziehung. Da stimmt einfach alles. Bis auf den Ehering und ein gemeinsames Kind. Doch heiraten kann Isabelle Pierre nicht. Denn da ist ja dieser verdammte Fluch. So startet die Operation Smörrebröd. Isabell fliegt nach Dänemark, heiratet einen unbekannten Studtenten, lässt sich nach 15 Minuten wieder scheiden, kommt zurück, heiratet Pierre, und wird glücklich bis ans Ende ihrer Tage. So ist der Plan. Ist doch ganz einfach. Allerdings sieht die Realität ganz anders aus. Der Student ist nicht da, aus Dänemark wird Kenia und urplötzlich ist Isabelle mit dem Reisejournalisten Jean-Yves(Danny Boon) verheiratet. Diesen trotteligen Typen muss sie jetzt nur noch loswerden, dann steht ihrem Glück mit Pierre nichts mehr im Wege. Aber so einfach ist das nicht...

-Der Nächste, bitte!- funktioniert nach uralten Komödienstandards im Motto "Er kriegt sie, er kriegt sie nicht." Seit Doris Day und Rock Hudson hat sich da nicht viel getan. Insofern ist die Idee von Pascal Chaumeils Film ziemlich stereotyp. Allerdings ist der Film hervorragend besetzt. Obwohl man sagen muss, dass Diane Kruger und Dany Boon nicht gerade "das Traumpaar" sind, spielen sie ihre Rollen mit großer Klasse. Noch besser fand ich die Besetzungsliste der Nebenrollen. Vor allem Alice Pol, Bernadette La Sache und Jonathan Cohen haben mich hervorragend unterhalten. Die Idee, die Geschichte am Familientisch zu erzählen und in Rückblicken aufzuarbeiten, empfand ich als äußerst gelungen. Auch die Odyssee von Isabelle und Jean-Yves von Kenia über Moskau bis nach Frankreich zu führen, klappt bestens.

Alles in allem ist -Der Nächste, bitte!- eine unterhaltsame Komödie ohne all zu große Überraschungen. Ein Film, der ein wenig zäh beginnt und mit laufender Spieldauer immer mehr an Fahrt gewinnt. Am Ende wird es zwar ein bisschen kitschig, aber auch schön. Mich hat das gut unterhalten. Ob das bei ihnen auch klappt, müssen sie selbst ausprobieren...
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Film mit kleinen Schwächen, 26. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Nächste, bitte! [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich habe den Film im Kino gesehen und mir hat er insgesamt gut gefallen. Um mit dem Negativen anzufangen: Die sehr gut aufgelegten Hauptdarsteller (ich habe Diane Kruger noch nie in einer so anspruchsvollen Rolle gesehen) müssten teilweise gegen erhebliche Schwächen des Drehbuchs anspielen, dazu gehört die gänzlich überflüssige Nebenhandlung, in der einem Weihnachtsgast die Geschichte der beiden erzählt wird und einige kleinere klamaukige Szenen zwischen den Hauptdarstellern.

Wer den Film als Komödie sehen mag kann dies tun - für mich würde es aber Tragikkomödie eher treffen. Diane Kruger spielt überraschend glaubwürdig eine Zahnärztin, die sich schon im Studium in einen Assistenten verliebt hat, länger mit ihm zusammenwohnt und deren Leben mit ihrem Partner völlig durchstrukturiert ist - Tag für Tag. Weil in ihrer Familie alle ersten Ehen gescheitert sind will sie zunächst etwas unwillig durch eine Kurzheirat in Kopenhagen mit anschließender Scheidung diesen Fluch brechen.

Im Flugzeug begegnet sie einem nervtötenden Autor von Reiseführern der offensichtlich sehr sparsam zu sein scheint und sie ständig nervt. Auf Grund einiger Pannen landet sie mit dem festen Plan, diesen Typ für ihre Kurzheirat zu verwenden mit ihm in Afrika und versucht ständig, ihn mehr oder weniger erfolgreich anzugraben. Nach einigen Verwicklungen stellt sich zurück in Frankreich heraus, dass sie wider erwarten rechtsgültig mit dem Autor verheiratet ist und sie reist nach Moskau, um von ihm die Scheidungspapiere unterschreiben zu lassen.

In Moskau - wo der Autor seit vielen Jahren Reiseliteratur schreibt und viele Freunde hat - lernen wir ihn und sie dann ganz anders kennen, hier wird der Film plötzlich ernster, tiefsinniger und die gut strukturierte Zahnärztin fängt plötzlich an, ihr Leben zu hinterfragen während der Autor unerwartet immer sympathischere und vor allen Dingen authentischere Züge annimmt.

Was die beiden Hauptdarsteller hier leisten - ich kenne Danny Boon bisher nur aus komischen Filmen - ist erstaunlich. Mit feinem Witz und einer großen Prise Ernsthaftigkeit wird darauf hingewiesen, was passierten kann, wenn man unter Ausnutzung eigener Attraktivität einen anderen Menschen manipuliert und wie das böse nach hinten losgehen kann. Das hat für mich den Film mit großer Menschlichkeit ausgestattet und mich eher nachdenklich aus dem Kino kommen lassen.

Für mich außer der unsinnigen Nebenhandlung einer der schönsten Filme 2013 und eine klare Kauf- und Sehempfehlung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langweilig, 20. August 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Nächste, bitte! [Blu-ray] (Blu-ray)
Wer den Film kauft weil 'Willkommen bei den Schtis' und 'Nichts zu verzollen' gut war wird hier bitter enttäuscht.
Es ist eine Tortur den Film bis zum Ende anschauen zu müssen.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nette Liebeskomödie für einen guten Abend, 22. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Nächste, bitte! (DVD)
Isabelle (Diane Kruger) ist traurig. Sie hat in ihrem langjährigen Freund Pierre (Robert Plagnol) den Traummann für's Leben gefunden. Doch über Isabelle's Familie liegt ein Fluch: Jede erste Ehe geht zwangsläufig und vorallem schnell in die Brüche - die Zweite hingegen hält für die Ewigkeit. Um diesem Fluch zu entgehen, plant sie eine Scheinehe in Dänemark zu vollziehen, um sich danach direkt wieder scheiden zu lassen. Doch als sie in Kopenhagen ankommt, ist vom Scheinehemann weit und breit keine Spur - und das investierte Geld dafür futsch. Spontan fasst sie den Entschluss, dass ein anderer dafür herhalten muss. Unterwegs beim Flug hat sie Reiseführer-Redakteur Jean-Yves Berthier (Dany Boon) kenngelernt, mit dem sich die Kurzzeitehe sich mehr in die Länge zieht, als es sich Isabelle erhofft hat. Denn Jean-Yves muss nebenher noch arbeiten und so beginnt für beide eine abenteuerliche Hochzeitsreise von den Massai am Kilimandscharo bis nach Russland...

Romantische Komödie, die nächste Bitte!

Nachdem die Oscars alle vergeben sind und sich die Pferdefleisch-Affäre allmählich wieder legt, kommt mir nach den lahmen Horror-Gurken und sonstigen billigen B-Movies ein leicht verdaulicher, romantischer Film gerade recht.

Wer den Stuss mit dem Fluch über die weiblichen Vorfahren nicht als bierernst einstuft, wird anfangs bemerken, dass diese französische Produktion very amerikanisch aussieht. Der Film braucht etwas an Laufzeit, um in die Pötte zu kommen. Das liegt daran, dass die eigentliche Geschichte, um die es hier geht, bei einem Familienfest nacherzählt wird (wobei die zwei Liebenden natürlich nicht anwesend sind), und somit immer wieder hin und her pendelt - zwischen dem Abendschmaus und der verzweifelten Isabelle.
Einzeln werden Pointen verstreut, aber die Geschichte wirkt anfangs zu konstruiert und sehr dick aufgetragen. Wenn man in Dänemark den angeblichen Ehemann nicht findet, sollte doch ein anderer dort zu finden sein, oder? Die Olsenbande hätte das mit Sicherheit gerichtet. An dieser Stelle hätte dem Drehbuch mehr Feingefühl und Glaubwürdigkeit gut getan, denn die spontane Entscheidung sich an die Fersen des Redakteurs zu heften, der bis dahin eben nur die Person im Nachbarsitz war, wirkt so konstruiert, wie Wrestling-Matchausgänge, dass es nicht mehr schön ist.
Also dudelt der Streifen im "Sat 1"-FilmFilm-Niveau vor sich hin und bekommt überraschenderweise im weiteren Filmverlauf dann doch noch die Kurve. "Der Nächste, bitte!" punktet natürlich mit seinen verschiedenen Locations, die Tapetenwechsel mit sich bringen (erinnert mich an die alten Jump'n Run-Spiele auf dem C64) und Szenen, die auch mal den Zuschauer richtig überraschen können (Stichwort: Löwe). Doch auch in Sachen Humor tritt man nach einer halben Stunde ordentlich auf's Gaspedal. Dabei handelt es sich meistens um gut getimte Situationskomik, die immer heftiger wird. Und dank des Kurzzeitgedächtniss vergisst man immer mehr den holprigen Anfang und kann sich somit auf die Reise rund um die Welt konzentrieren, die so unterhaltsam und witzig ausfällt, und dabei nicht vergisst, Gefühle und Emotionen unterzubringen.
Auch wenn hier und da mal Gevatter Zufall im Spiel ist und man an weiteren Stellen in Sachen Logik ein Auge zudrücken muss, kann man sich vorallem an Dany Boon erfreuen, der den Film beinahe alleine trägt. Diane Kruger's Charakter hingegen ist eher farb- und ideenlos ausgefallen und wirkt lediglich wie hübsches Beiwerk.

Das Ende dürfte jedem klar sein, auch wenn es mal wieder Schwachsinn hoch zehn darstellt, aber immerhin kann man sagen: Alles wird gut!

Im Ganzen gesehen ist "Der Nächste, Bitte!" eine der Liebeskomödien, die man sich anschauen kann - dank der Situationskomik und dem stetigen Locationwechsel hebt sich der Film minimal von sonstigen Schmonzetten ab und dürfte der perfekte Filmabend für alle Pärchen werden.
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