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TOP 500 REZENSENTam 16. August 2013
Zunächst könnte man sich fast ob des Muts wundern, den hier ein junger Pianist an den Tag legt: die späten Klaviersonaten von Beethoven als Debüt-Solo-Album, das spricht für ein großes Selbstbewußtsein auf Seiten des Künstlers. Und im Falle von I. Levit ist das absolut berechtigt. Er gilt seit noch gar nicht allzu langer Zeit als einer der shooting stars der jungen Pianisten-Szene und wenn man diese Aufnahme hört, dann weiß man auch, warum. Er stürzt sich mit Verve und großer Leidenschaft in diesen zerklüfteten Kosmos des Beethoven'schen Spätwerks, ist dabei natürlich technisch auf höchstem Niveau, erfaßt aber die Werke auch in ihrer tiefen Dimension. Ungemein sanglich, mit ganz wunderbar differenziertem Anschlag, spannend, nie glättend. In den Ecksätzen spielt er die Schroffheit der Werke ebenso aus, wie er in den langsamen Sätzen ganz wundervoll "atmet" und mit der nötigen Ruhe den emotionalen Gehalt der Werke gestaltet. Man höre sich nur das Adagio der Hammerklaviersonate als Beispiel an, wie er hier ganz lyrisch, berührt und berührend diese wundervolle Musik gestaltet. Und er schafft es, eben auch die Werke in ihrer Ganzheit zu gestalten, die Brüche im Werk so zu spielen, dass er sie nicht glättet und doch nie den Spannungsbogen über die Sonaten hinweg verliert. Und im "Himmel" sind wir dann in der letzten Sonate, die er absolut mitreißend gestaltet. Schwungvoll, "swingend" zu Beginn, ätherisch verklingend am Ende. Ganz große Kunst.
Levit reiht sich mit diesen Aufnahmen unter den ganz großen Beethoven-Interpreten ein. Chapeau.
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am 30. November 2015
Dass ein 25jähriger ausgerechnet mit Beethovens späten Klaviersonaten, dem geistig Anspruchsvollsten und Tiefgründigsten in der europäischen Klaviermusik nach der "Kunst der Fuge", debütiert, ist für sich schon ein unique selling point. Doch wie es Igor Levit zudem auch noch tut, sollte alle Zweifel an der Reife der "Generation Y", zu der der in Russland geborene und in Deutschland aufgewachsene Pianist zählt, definitiv zerstreuen. Biographisch interessant ist, dass Levit seine Schulzeit in Hannover - genauer: am renommierten humanistischen Kaiser-Wilhelm-und-Ratsgymnasium - verbrachte: einer Stadt, die nicht nur mittlerweile (nämlich seit dem Grand Prix 2010) für Shootingstars im Pop-Business, sondern auch, und dies schon seit Langem, für sehr intensive und erfolgreiche Nachwuchsförderung im klassischen Genre berühmt ist.
Mit seinem 2013 erschienenen Beethoven-Recital nun beweist Levit nicht nur routiniertes pianistisches Können, sondern vor allem eine für sein Alter ungewöhnliche Tiefe. Gelten nämlich die 32 Klaviersonaten Beethovens als das "Neue Testament" der Klaviermusik, so bilden die letzten fünf Klaviersonaten opp. 101, 106 und 109-111 nochmals einen Kosmos innerhalb dieses Kosmos, verhalten sich in ihrer Mystik und Hermetik zu den beiden anderen Corpora der frühen und der mittleren Sonaten gleichsam wie die Offenbarung des Johannes zu den Paulusbriefen und den Evangelien.
Wiederum eine Haupt- und Sonderrolle innerhalb dieses Binnenkosmos der fünf späten Sonaten, deren Komposition ins Stadium der wachsenden und schließlich vollendeten Taubheit Beethovens fällt, nehmen die Sonaten Nr. 29 und 32 ein: die "Große Sonate für das Hammerklavier" in B-Dur, berühmt für ihr einprägsames, exklamatorisches Kopfmotiv ("Vivat Rudolphus!") und das - natürlich - Bach reminiszierende Fugato im abschließenden Largo, und die Sonate op. 111 in C-Moll, die wie eine späte Pathétique beginnt und, mit allen Traditionen des klassischen Sonatensatzes brechend, mit der berühmten Arietta im 2. Satz schließt, in deren Rhythmen Beethoven - wir bewegen uns hier in den Zwanzigerjahren des 19. Jahrhunderts - den Jazz vorwegnimmt.
Beide Werke - Beethoven widmete sie seinem Klavierschüler, dem nicht unbegabten, sehr kunstsinnigen Erzherzog Rudolph von Österreich, der seinem großen Lehrer eine Leibrente zahlte - absolviert Levit mit einer Gefasstheit, wie sie für das Spiel Beethovens unerlässlich ist, und gleichzeitig einer Vertrautheit mit dem Genius des Komponisten, die wie selbstverständlich anmutet. Sicher: man merkt dem Recital hier und dort an, dass hier kein reifer Greis, kein Wilhelm Kempff, kein Edwin Fischer oder Alfred Brendel spielt, sondern ein junger Mann in der Blüte seiner Jahre. Zu glatt, zu frag- und mühelos gelingt ihm sein Spiel, so könnte der Vorwurf lauten - wenn denn Übererfüllung etwas Vorwerfbares wäre. Doch das ist sie nicht. Und ebenso wenig ist es vorwerfbar, wenn ein Beethoveninterpret durch sein Spiel zeigt, dass seine Finger auch mit Liszts Transzendentaletüden oder mit Rachmaninovs Klavierkonzerten fertig würden.
"Eingerahmt" werden diese beiden opera magna durch die drei herrlich kantablen späten Sonaten in E, A und As, eine lieblicher, inniger, wärmer als die andere. Bestes Biedermeier ist es - auf der Scheide zwischen dem prunkenden Empire der Klassik und der friedlichen Beschaulichkeit der frühen Romantik, aber voller Form und Dekorum, wie nur der alte Beethoven sie beherrschte - was hier Levits Finger zum Erklingen bringen, und man fühlt sich, etwa im Allegretto aus op. 101, im 3. Satz von op. 109 oder im singenden Kopfsatz der As-Dur-Sonate, sogleich sanft erinnert an die Verse aus Goethes "Aussöhnung":

"Da schwebt hervor Musik mit Engelsschwingen,
Verflicht zu Millionen Tön um Töne,
Des Menschen Wesen durch und durch zu dringen,
Zu überfüllen ihn mit ew'ger Schöne:
Das Auge netzt sich, fühlt im höhern Sehnen
Den Götterwert der Töne wie der Tränen."

Gewiss, wir sagten es schon: gerade diese so unglaublich weltweisen, altersmilden, fragil-versöhnlichen Melodien mögen manchmal eine weichere, "weiblichere" Handschrift verdient gehabt haben; doch wir wollen Levit nicht sein Mannsein zur Last legen. Die unaufgeregte Souveränität, mit der er das Gravitätische wie das Zarte, das Leichtgängige wie das Halsbrecherische an diesem Sonatencorpus meistert, verdient uneingeschränkten Respekt.
Aufgeleitet vom finalen Fugato der As-Dur-Sonate, noch mehr als das Largo aus der "Hammerklavier" ein ausgesprochenes Bach-Zitat, krönt die letzte, große C-Moll-Sonate mit ihrem schicksalhaft donnernden Tritonus zur Eröffnung diese auf zwei Scheiben getrackte Aufnahme.Technische Schwierigkeiten bereitet op. 111 einem professionellen Pianisten kaum; aber den richtigen Ton zu finden in dieser Sonate, die die einunddreißig anderen gleichsam in sich einschließt, ist eine Herausforderung sui generis. Levit besteht sie glänzend, das Thema des Hauptsatzes olympisch dahingrollend, das zweite Thema mit nonchalantem, leicht ironischem Liebreiz dahinflüsternd, um sogleich, nach kaum neuneinhalb Minuten, einzutauchen in jenen merkwürdigen Zaubergarten der Arietta, die für viele das wohl wundersamste Requisit der klassischen Musikgeschichte darstellt vor der Zwölftonmusik. Beide Elemente dieses Schlusssatzes der Beethovenschen Klaviermusik: seinen Zauber wie seinen Charme, seine Magie und sein Melos, erklingen in feiner, maskuliner Ausgewogenheit, die im besten Sinne "klassisch" genannt werden kann.
Igor Levit mit Beethovens späten Klaviersonaten: das ist ein Recital, das sich von vielen Beethovenneueinspielungen der vergangenen zehn Jahre deutlich abhebt. Es ist zu hoffen, dass dem Debüt alsbald eine Gesamteinspielung aller Beethovensonaten folgt.
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am 27. April 2015
Zur Zeit meine mir liebste Aufnahme der Hammerklaviersonate. Mag es unter den Hunderten von Aufnahmen noch Interessantere, "bessere" geben, ich allerdings muss bis Marija Judina zurückgehen, um eine noch kompromisslosere Version zu hören.
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am 11. September 2013
schon vom kultur-tv als sog. jahrhundert-newcomer medial geadelt,
habe ich mir levits junge beethoven-potenz nunmehr auch an- und nachgehört.
wirklich grosse (beethoven) pianisten (von a-z), von arrau bis zimerman, tot oder
noch lebendig, würden sich angesichts solchen pr-hypes um einen youngster in
den mittzwanzigern nur achselzuckend wundern.

immerhin, igor levit spielt allemal technisch höchst versiert wie virtuos klavier,
und allemal höchst klangschön, high-tech, und auch musikalisch nicht verkehrt,
in modern common sense.
verglichen mit z.b. dem 30er jahre schnabel, der als erster pianist alle beethoven sonaten
en-suite für die neue schallplatte (nun auf cd) einspielte, ist levit rein pianistisch (technisch)
allemal überlegen, jedoch keineswegs im intelligiblen, gestalterischen sinn.
klangschön-perfekt-organisiertes spiel und gestalterisch sinnvolle artikulation sind
durchaus nicht einerlei, oder: flinkes fingerspiel heisst noch kein erfühltes semplice
cantabile, kein brio-appassionato.
schnabel spielte hörbar das technisch-metronomisch grenzgängerische, tempomässig
ausserordentliche des tauben, späten beethoven, der sich nicht mehr ums instrument
scherte, mit pianistischen defiziten, aber extrem ausdrucksscharf, im leisen wie lauten.
und pollini - der vergleich drängt sich repertoire- und altersmässig besonders auf, auch
wenn seine massstabsetzende und unübertroffene aufnahme fast vierzig jahre her ist -
pollini spielt ebenso virtuos, jedoch schlichtweg auf einer höheren ebene geistiger durch-
formulierung des musikalischen materials.The Originals - Beethoven
auch levit beherrscht sein instrument als ein artistischer könner, leider in heutigen, multimedia-
zeitbezügen, adäquat der superben audiotechnik der sony, wie ein top-trainierter piano-man,
der seinen part, hier beethoven, souverän beherrscht, jedoch (noch) ohne die
essentielle vermittlung der klangkonstruktionen (und visionen) des späten, tauben beethovens
und seines inneren, rein geistigen ohrs: glatt-perlend-lupenreiner klang-?
sodenn, ein üppig klingendes und gut gespieltes beethoven album, jedoch keinesfalls ein
musikalisch überragendes.

p.s. wer tiefenscharf artikulierte interpretationen und ebenso klangschöne der sonaten opp.101,
106 u.a.m. hören möchte, sollte unbedingt zu claudio arrau greifen, der mitte der 60er jahre für
die philips-comp. und nunmehr in div. neukompilierten gesamtaufnahmen seine beethovensicht einspielte.
die musikalisch div. einsichten sind eklatant.
77 Kommentare|31 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Oktober 2015
Immer bunt gemischt und flott, sehr gelungene Interpretation der einzelnen Stücke, starke Performance rundweg ein Ohrenschmaus zum schwelgen und genießen
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am 18. Januar 2014
Igor Levit ist mir schon früh durch seine strenge, ernsthafte und gewichtige Interpretation Beethovenscher Sonaten aufgefallen. In dieser Aufnahme der bedeutendsten Werke der Klavierliteratur überhaupt bestätigt sich mein früherer Eindruck. Man wird mit Igor Levit rechnen müssen, wenn es um meisterliche Interpretation geht. Ich erwarte mit Spannung die Erweiterung seines Repertoires.
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am 3. Oktober 2013
Unserer gesamten Familie hat diese Aufnahme sehr gut gefallen - die Sonaten klingen so klar und warm, dass wir hoffen, dass in den nächsten Jahren viele weitere (am liebten alle) Beethoven-Sonaten von Igor Levit aufgenommen werden.
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am 29. September 2013
Ich kenne die Einspielung der letzten Beethoven-Sonaten bisher nur von dem "großen Alten" - von Alfred Brendel. Igor Levit ist ein brillanter, sehr junger Pianist und seine Interpretation ist jung und suchend, zeigt Empfindsamkeit und einen großen Willen.
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am 8. November 2013
Wundervoll! Endlich mal wieder ein junger Pianist,
den man nicht überhören kann.
Ich höre sein Spiel so, las seien die Sonaten
ganz neu!
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am 24. November 2013
Hervorragender Klang, atemberaubendes Tempo und doch äußerst feinfühlige Pianostellen. Unbedingte Empfehlung für alle Klaviermusikfans! Siehe auch heutige F.A.S. (M.Biller und Co...)
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