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am 28. August 2013
Ein super geiles Album!
Das letzte Album von HSB war was den Sound anging schon fast etwas zu fett. Die Dynamik ging einfach völlig verloren, wenn man die Platte durch hatte qualmten die Ohren - und das nicht nur im positiven Sinne. Das hat man hier zum Glück viel vile besser gemacht. Der Sound ist zwar super heavy, hat aber genug Platz zum atmen. Es klingt nicht total überkomprimiert, die Songs sind klasse und abwechslungsreich. Es klingt insgesamt wieder mehr nach der großartigen Antigone. Für fans der Band eh unumgänglich, für alle anderen Fans moderner, harter Musik die klare Empfehlung mal ein oder zwei Ohren u riskieren.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Heaven Shall Burn gehören zu den besten Live-Erlebnissen, die man in Sachen extremer Musik haben kann. Weltweit! Punkt!
Auf Platte, muss ich jedoch einräumen, war es für mich nie der Hochgenuss den Thüringern zu lauschen. "Antigone" hatte ganz klar einige Höhepunkte, ließ meines Erachtens jedoch auf die gesamte Länge etwas Abwechslung missen. Ansonsten wurde mein Hörvergnügen durch den allerorten hoch gelobten Sound vermiest, den ich stets für zu undifferenziert hielt. Zusammen mit den oft gleichförmigen Rhythmen, die die Band benutzt ergab das zwar ein homogenes, aber für mich dadurch auch eintöniges, streckenweise langweiliges Ganzes.

Nun hatte ich die Band konserventechnisch schon abgeschrieben, da kommt mit "Veto" das siebte Studioalbum der smarten Saalfelder und ich staune nicht schlecht. Nicht, dass man urplötzlich etwas völlig anderes machen würde, doch als hätte man mein Bitten erhört, wird gleich über die ersten drei Songs Abwechslung groß geschrieben.
Das eröffnende "Godiva" würde jeder melodischen Death Metal Band zur Ehre gereichen, und ich meine die Klassiker. "Land Of The Upright Ones" tönt, dank den Herren Weichert und Dietz heftig nach Arch Enemy, nur um in einem HSB-typischen Ober-Mitgröler zu enden. "Die Stürme rufen dich" ist ebenfalls ein klarer Hit mit, Überraschung, deutschem Refrain. "You Will Be Godless" besticht durch ungewohnte Brachialität vom ersten Ton an, "Hunters Will Be Hunted" wird DIE Anti-Jagdhymne und dann, ja dann covern die Herren auch noch Blind Guardian. Jepp, richtig gelesen, "Valhalla" wird durch den Saalfelder Fleischwolf gedreht und das sogar ziemlich gut, selbst Ober-Wächter Hansi Kürsch jodelt mit.
Auf Albumlänge hat sich kein einziger Abkacker eingeschlichen, jeder Song wartet mit mindestens einem arschgeilen Riff auf, Drummer Matthias Voigt knüppelt so abwechslungsreich wie noch nie und Sänger Marcus Bischoff schreit sich auf gewohnt hohem Niveau die Stimmbänder zu Schrott. Da könne sich die ganzen Gore-Kasper mal ne dicke Scheibe von abschneiden, DAS ist brutaler Gesang!

Die Texte sind natürlich wie gehabt jenseits von platten Stammtischparolen oder oberflächlichem Palaver. Gerade in diesem Punkt haben sich HSB schon immer von der breiten Masse abgehoben.
"Veto" ist von vorn bis hinten richtig geiler S***** und wie ich finde erstmals richtig mächtig und asozial gut produziert. Extrem Metal, den man 2013 gehört haben muss!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Heaven Shall Burn haben meine hochangelegten Erwartungen wieder einmal gänzlich erfüllt!
Auch die Limeted Deluxe Edition ist ihr Geld wert.
Man erhält insgesamt 3 CDs: Das "Veto"-Album, eine Live-CD aus Saalfeld 2012 und den "Veto-Blizzard over England Mix". Die ersten beiden CDs sind in einem kleinen Buch mit Hardcover, in dem auch Songtexte und Bilder enthalten sind eingepackt -sehr ansprechend. Die letztere CD kommt in normaler CD Hülle. Die Boni sind ein Schlüsselanhänger, ein Gürtel mit "Veto" Gürtelschnalle und ein handsigniertes HSB Poster. Das letzte Gimmick in der über Amazon verkauften Box war eine Veto-Trillerpfeife.
Super auch: Der "Veto-Army"-Pass, über den ich beispielsweise schon ein Meet and Greet vor einem Konzert gewonnen habe, bei dem wir auch den letzten Proben lauschen durften.
Die Deluxe Edition ist ihr Geld also wert und die Platte ansich sowieso genau das, was man von Heaven Shall Burn erwartet: Hohe Qulität, die sich durch die Bandgeschichte zieht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. September 2013
Die äußerliche Qualität der erhaltenen Ware ist super!

Die Aufmachung des aktuellen HSB-Album ist mal was anderes und sehr gut gemacht. Zur Musik ist nicht viel zu sagen:
Es ist typisch HSB (im positiven Sinne), auch zum Beispiel um Längen besser als der Vorgänger, da besserer Sound und wieder abwechslungsreichere Songs angeboten werden. Der Bonustrack auf der Limited ist nicht mein Geschmack, auch völlig anders als der sonstige Stil, aber macht euch ruhig ein eigenes Bild.

Insgesamt ein Muss für eingefleischte HSB-Fans und auch ein gutes Album zum Ranhören an diese Band!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. April 2013
Endlich ist es da. Das 7. Album von Heaven Shall Burn. Naja und was soll ich sagen. Ich wurde wieder nicht enttäuscht. Seit "Deaf to our prayers" gehören die Jungs zu meinen absoluten Favoriten. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung, ihre immer aktuellen und zugleich anprangernden Texte die zum nachdenken anregen, hammerharte Musik und das Talent der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein, machen HSB, zu recht, nicht nur in Deutschland zu den erfolgreichsten Bands überhaupt.

Auf "Veto" haben sich die Thüringer Jungs die Kritik des Vorgängers zu Herzen genommen und ordentlich am Klang gefeilt. Die Produktion klingt wieder glasklar und wirkt nicht mehr so übersteuert wie noch auf "Invictus". Dafür schon einmal ein großes Lob.

Es ist auch herauszuhören das Markus seinen "Gesang" wieder mehr variiert und unterschiedliche Höhen, Tiefen, Geschwindigkeiten und Shouts verwendet um mehr Dynamik in das Ganze zu bekommen. Damit sind für mich die beiden Schwachstellen von "Invictus" ausgemerzt.

Es ist schwer HSB in irgendein Genre des Metal zu stecken. Sie verwenden einfach zu viele Einflüsse um hier eine schlüssige Entscheidung treffen zu können. Aber das muss auch nicht sein, denn ihre Musik funktioniert und nur darauf kommt es an.

Die neue Scheibe bietet wieder geballte HSB Power ohne Pause. Jeder Song zeichnet sich durch kleine Feinheiten aus, die sich erst nach und nach abzeichnen. Beim ersten mal hören mag alles noch recht unstrukturiert wirken, aber je öfter man die Platte hört, je mehr zeigt sich ihr Potential. Die Songs sind allesamt mit viel Wums versehen und laden zum moshen ein. Hier bleibt kein Kopf unbewegt.

Die Texte sind wie immer sehr gut geschrieben, aktuell und behandeln die verschiedensten Themen. Sie klagen die Kirche an, bringen ihre Verachtung gegenüber dem Krieg und des Rechtsextremismus zur Sprache. HSB nehmen einfach kein Blatt vor den Mund und das soll auch so bleiben. Es bedarf solcher Leute, damit auch die Themen Erwähnung finden, die die Gesellschaft immer so gerne versucht unter den Teppich zu kehren.

Veto ist rundum gelungen und reiht sich elegant in die bisherige Releasekette ein. Die kleinen Ausnahmen bilden diesmal nur das Intro und das Outro. Die wurden diesmal jeweils in den Eröffnungstrack und in den letzten Song auf dem Album eingewoben. Es sind also keine separaten Tracks.
Schön finde ich auch das man wieder einen Coversong auf das Album gepackt. In diesem Fall handelt es sich um den Blind Guardian Song "Valhalla". Sehr geile Nummer muss man sagen.

Fazit: Kritik angenommen und umgesetzt. Geile Gitarrenriffs, fette Texte und gute Abwechslung. Geile Platte, sollte man sich nicht entgehen lassen!!!
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Ehrlich gesagt habe ich nie ganz verstanden, warum so ein Wirbel um Heaven Shall Burn gemacht wird und weshalb die Band regelmäßig überschwängliche Lobeshymnen einfährt. Grundsätzlich kann ich mit der Musikrichtung, welche die Thüringer spielen (Melodic Death Metal/Metalcore), ja schon etwas anfangen. Deshalb habe ich auch einige Male versucht, mich mit ihren Alben anzufreunden. Doch so richtig gefunkt hat es halt nicht zwischen uns. Das gilt auch für das immer noch aktuelle Werk "Veto", das es bei Saturn für einen schlanken Fünfer gab - da kann man schon mal zugreifen. Ich muss sagen, dass mir das Album besser als die anderen mir bekannten HSB-Platten "Antigone" und "Iconoclast" gefällt. Wahrscheinlich liegt das daran, dass "Veto" melodiöser und weniger stumpf ist als die genannten Vorgänger. Setzte das Quintett früher gerne mal auf reine Brachialität mit leichter Bolt-Thrower-Schlagseite, so finden sich auf "Veto" ein paar nette Melodiebögen. Einige der Songs überzeugen mich durchaus, doch der Großteil ist für mich dann doch eher mittelmäßiger Melodic Death. Das Blind-Guardian-Cover "Valhalla" (inklusive Gesang von Hansi Kürsch) ist gar nicht übel, doch auch das reißt mich nicht vom Hocker. Ach ja, die Texte sind teilweise auch - vorsichtig ausgedrückt - Geschmackssache. Ich persönlich finde zum Beispiel die Lyrics von "Hunters Will Be Hunted" ziemlich daneben. Ja, ja, Tierrechte sind toll und so. Aber das könnte man doch, wenn man schon so großen Wert darauf legt, vielleicht weniger dämlich verpacken. Ist nur meine Meinung (als Fleischfresser).

Ein Kritikpunkt, den ich klar benennen kann, sind seit jeher die eindimensionalen Growls von Marcus Bischoff. Da ist so gut wie gar keine Variation drin. Ich kann wirklich nicht genau sagen, was Heaven Shall Burn aus meiner Sicht ansonsten fehlt. Vielleicht soll es einfach nicht sein mit uns beiden. Ich möchte das Album wirklich nicht verreißen, zumal es das beste mir bekannte von Heaven Shall Burn ist. Für eines mag ich die Band aber wirklich: Da sie regelmäßier Headliner beim With Full Force ist und gefühlte 75 Prozent der Festivalbesucher zur Bühne pilgern, wenn HSB spielen, ist dann für mich eine gute Gelegenheit, die Duschen aufzusuchen. Dann ist dort nämlich kaum was los und mann muss nicht Schlange stehen. Okay, der Abschluss der Rezension sollte sich vielleicht doch noch mal auf "Veto" beziehen: Das Album ist sicherlich nicht übel, und ich verstehe, dass es von vielen Hörern gemocht wird. Doch irgendwas fehlt halt, um mich begeistern zu können.
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am 2. Mai 2013
Auch wenn HSB immer noch zum Metalcore gezählt wird, ist die Band meiner Meinung nach mittlerweile mitten im Death Metal angekommen. Klar gibt es immer noch genügend Core-Anteile (vor allem die Vocals), aber es geht doch mehr und mehr in Richtung BOLT THROWER, ARCH ENEMY oder KREATOR. Und das muss ja nichts Schlechtes sein, zumal es immer noch ganz unüberhörbar nach HSB klingt.

Musikalisch wird wie immer ein mehr als amtliches Geschrote geboten, wobei die Hitdichte insgesamt höher ist als auf so mancher Vorgängerscheibe. Auch die Bandbreite ist diesmal höher, eher melodischen Tracks wie „Godiva“ stehen absolute Brecher wie „You will be godless“ gegenüber und dazwischen ist fast alles geboten.

Sogar der BLIND GUARDIAN-Coversong „Valhalla“ funktioniert überraschend gut im HSB-Gewand und es konnte dafür sogar Hansi Kürsch als Gastsänger gewonnen werden. Es muss also auch bei HSB nicht immer alles bedeutungsschwanger sein, man kann auch einfach mal Spaß haben ;o)

Ansonsten haben die Texte bei HSM wie üblich einen höheren Stellenwert als bei vielen anderen Bands. Es kriegen wieder so einige Gruppierungen ordentlich eingeschenkt, z.B. die sogenannten Eliten dieser Welt, die Kirche, Walfänger oder Jäger. Gerade diese Texte macht die Band so interessant, auch wenn ich nicht unbedingt alle Überzeugungen der Band uneingeschränkt teile.

Fazit: Egal ob Metalcore oder Death Metal, auf jeden Fall ein ordentliches Brett!

Highlights: „Land of the Upright Ones“, “Hunters will be hunted”, “You will be godless”
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am 22. Mai 2013
Na endlich, HSB melden sich auch mal wieder!!!
Ich habe sie ja für tot gehalten, da man nichts mehr, abgesehen von ein paar wenigen Live-Auftritten, von ihnen gehört hat.
Und dann die tolle Nachricht...Veto wird produziert!
Die CD kam einen Tag vor der Release Show auf dem Impericon Festival an und zu dem Zeitpunkt wusste ich, dass sich das Festival auch lohnt^^
Zu der Platte:
Es ist perfekt, stimmig in sich und ich musste - oh Wunder - keinen Song skippen :0
Man kriegt mit "Godiva" direkt ein Brett vor den Kopf geschlagen, als Opener ist dieser Song erste Sahne.
Zudem haben HSB mit "Die Stürme Rufen Dich" meiner Meinung nach einen inoffiziellen Nachfolger von "Endzeit" produziert. Eingängiger, deutscher Refrain...also perfekt zum mitgröhlen ;)

Fazit: Wenn so etwas rauskommt, dann warte ich gerne länger! Es ist perfekt und ich mag es nicht mehr missen...Respekt.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. April 2013
Mit diesem Album kann man, sofern man diese Band und/oder Musik mag, nur lieben. Eine tolle Entwicklung, die die Jungs von HSB da gemacht haben. Ein kleines persönliches Highlight ist der dritte Track, in dem teilweise auf deutsch "gesungen" wird. Steht denen sehr gut B-)
Auch ihr Cover von Vallhalla - mit Hansi Kürsch himself - geht saugut nach vorne.
Dass die eigenen Songs wieder mal klasse sind, brauche ich eigentlich nicht erwähnen.
Eine echte Kaufempfehlung!

\m/
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Mai 2013
Heaven Shall Burn sind schon lange kein Underground-Tipp mehr, aber mit diesem Hammer von einem Album werden sie endgültig zur todesmetallischen Speerspitze Deutschlands, wenn nicht sogar Europas! Ich habe mir die Mühe gemacht VETO in einem Track-By-Track-Review zu bewerten, dabei vergebe ich für jeden Song Punkte auf einer Skala von 1-10.

1. GODIVA 10/10 Punkten

Wie soll man ein Album besser eröffnen, als mit dem, was Heaven Shall Burn hier abliefern? Zu Beginn ruhige Gitarren- und Synthie-Einsätze, dann bricht das Gewitter mit den Worten "Come Save Me From The Burning!" über den Hörer hinein! Die Gitarren und das Schlagzeug variieren in diesem Song so viel, wie fast auf keinem Heaven Shall Burn-Song zuvor. Das verleiht dem Song die gewisse Frische und das Potenzial sich von der durchschnittlichen Heaven Shall Burn Kost abzuheben, wobei selbst die schon zum besten gehört, was Deutschland in puncto Metal zu bieten hat. Die Saitenfraktion liefert großartige Arbeit an der Front und lässt somit trotz des beachtlichen Härtefaktors keine Langeweile aufkommen. Highlight Nummer 1!

2. LAND OF THE UPRIGHT ONES 10/10 Punkten

Das Album wird durch einen Schlagzeugrhytmus und einigen Gitarrenspielereien eröffnet. Anschließend gibt es erneut, wie schon bei GODIVA, einen Moment, in dem man sich die Wall Of Death förmlich vor Augen vorstellen kann. Eingängige Strophen, tolle Gesangsleistung von Marcus und ein Refrain, der sich sofort im Kopf festkrallt. Wird auf den im Herbst anstehenden Konzerten in Europa sicherlich großartig ankommen. Etwas einprägsamer als GODIVA, allerdings auf dem gleichen, unglaublich hohen, Niveau! Ganz Groß!

3. DIE STÜRME RUFEN DICH 10/10 Punkten

Elektrospielereien am Anfang? Deutscher Songtext? Wird man hier etwa zu experimentierfreudig?
KLare Antwort: NEIN! Heaven Shall Burn machen hier weiter, wo sie mit LAND OF THE UPRIGHT ONES angefangen haben. Bei grandiosem , teils melodischem, teils knüppelhartem, Deathmetal erster Güte! Der auf deutsch gesungene Part ist fügt sich unglaublich gut in das Gesamtbild des Albums ein, allerdings muss man wegen dieser Aussage keine Langeweile auf diesem Album erwarten, denn dafür hat man einfach zu viel im Songwritingprozess richtig gemacht. Erneut ein klasse Song!

4. FALLEN 10/10 Punkten

Fängt von Anfang an mit Fuß auf dem Gaspedal an und setzt sich auch, trotz einiger zwischenzeitlicher Tempowechsel, fort, bis dann ein Refrain kommt, welchen man einfach mögen muss! Aber Achtung: Auch wenn dieser Song das Niveau der Vorgänger bedingungslos halten kann, hört euch den Song lieber 2 oder 3 Mal an, bevor ihr urteilt. Entwickelt sich mit der Zeit und zählt inzwischen zu meinen Lieblingen auf diesem Album.

5. HUNTERS WILL BE HUNTED 10/10 Punkten

Achtung Skandal: "Im Text des Liedes wird zum Mord an Jägern aufgerufen!" (Zitat der BILD) Mit solchen Schlagzeilen wurde das Lied im Voraus durch die Presse gejagt. Jaja, das kann man natürlich meinen, wenn die "linkextremen"(erneutes Zitat der BILD)
Zeilen wie "Keine Gnade für Mörder, Gewalt gegen Gewalt – und Jäger werden zu Gejagten bis das Gemetzel aufhört“ verarbeiten. Allerdings ist dies nicht direkt als Mordaufruf zu sehen. Man vergisst als Reporter anscheinend schon mal, dass es Begriffe wie "künstlerische Freiheit" gibt. Zum Song selber: Ich weiß, es ist merkwürdig immer die Höchstnote zu vergeben, aber wie kann man anders? Großartige Gitarrenarbeit, noch besseres Drumming, einfach ein genialer Song mit einer eigentlich guten Botschaft, die laut Bandmitglied Maik Weichert Schlicht und ergreifend auf die Grausamkeit von komplexgesteuerten Hobbyjägern hinweisen soll, welche "die Schönheit und Anmut eines Tieres im Vergleich zu ihrer kümmerlichen Existenz nicht ertragen können und deshalb töten müssen.“

6. YOU WILL BE GODLESS 9/10 Punkten

Was für ein Brett! Hier rechnet die Band direkt mit Der katholischen Kirche ab, welche im Songtext von der Band als geldgierige, menschenfeindliche & weltfremde Institution dargestellt wird, welche ihre Macht missbraucht. Dazu kann man sich selber seine Meinung bilden, ich verbeuge mich vor der Gruppe dafür, dass sie ihre Meinung kompromisslos klarstellen. Selbst wenn man anderer Meinung ist, muss man die Direktheit des Textes anerkennen. Und wie kann man natürlich am Besten seinen Hass & seine Abneigung gegenüber etwas zum Ausdruck bringen? Natürlich: Heftiges Tempo, fiese Shouts und pure Härte! Hier gibt es im Klartext richtig auf die Fresse! Zeilen wie "Follow them and godless you will be" prägen sich sofort im Kopf ein, was nicht zuletzt an Marcus' markerschütternden Shouts liegt. Einziger Minuspunkt bei diesem Song ist vielleicht, dass er nicht so einprägsam ist, wie die Vorgänger. Ist zwar nicht schlimm, allerdings fehlen mir persönlich die genialen Hooklines, wie man sie sonst schon von Heaven Shall Burn kennt. Egal! Tolles Stück!

7. VALHALLA (Blind Guardian-Cover featuring Hansi Kürsch) 10/10 Punkten

Ich frage mich wirklich, wie man einen Song besser covern könnte? Sogar Originalsänger Hansi Kürsch hat sich das nicht nehmen lassen und ist auf dem Song ebenfalls zu hören. Dennoch schaffen Heaven Shall Burn hier einen unglaublichen Spagat: Zum einen verliert der das Original nicht von seiner Perfektion, zum anderen schaffen sie es dennoch etwas neues zu schaffen und nicht einfach eine 1 zu 1-Kopie anzufertigen! Ein echter Hammer!

8. ANTAGONIZED 9,5/10 Punkten

Dieser Song hat bei mir ein paar Durchläufe mehr gebraucht, als der Rest des Materials auf VETO. Der Song ist an Walter Schilling gerichtet, der Leiter eines Wohnheimes für offene Arbeit, wo er sich wohltätig um Jugendliche kümmerte, welche zB. kein Zuhause hatten. Leider wusste er zum Zeitpunkt seines Todes im Januar 2013 noch nichts von diesem Song. Ein klasse Track mit vielen einprägsamen Melodien, welche sich dem Hörer erst nach mehrmaligem Hören offenbaren. Dem Song fehlt leider der gewisse Funken um auf der Klasse der anderen Songs der Platte mitzuschwimmen. Aber das ist Meckern auf verdammt hohem Niveau, denn hier liegt ein verdammt guter Song vor und kein Lückenfüller. Ganz im Gegenteil!

9. LIKE GODS AMONG MORTALS 10/10 Punkten

Ein langsames Intro mit schweren Gitarren und tiefen Shouts leitet einen der besten Songs der Platte ein, bevor ein düsterer Part inklusive Double Bass-Gewitter einsetzt und das Tempo fürs Erste angezogen wird. Anschließend ein Refrain zum niederknien! Anschließend wieder ein schneller Part. Ein Song, der Alles zu bieten hat! Mehr als überdurchschnittlich!

10. 53 NATIONS 10/10 Punkten

Ein Schlagzeug Intro eröffnet, dann eine Hookline, die förmlich zum Pit einlädt und irgendwie an die Heaven Shall Burn Zeiten erinnert, wo das Wort Breakdown noch groß geschrieben wurde. Anschließend folgt ein hymnenhafter Refrain, welcher Gänsehaut auf Konzerten mit den Worten "Brothers and sisters in arms, this is the reckoning, now only hatred fills our hearts, raising the colours of freedom" garantiert. Wie sich schon erahnen lässt, behandelt der Song den Spanischen Bürgerkrieg zwischen 1936 & 1939. Erneut ein Treffer!

11. BEYOND REDEMPTION 10/10 Punkten

VETO neigt sich dem Ende zu, aber das ist auch gar nicht schlimm, denn man soll ja bekanntlich aufhören wenn es am Schönsten ist. Und schöner kann ein Album kaum enden: Ein endlos langes und schönes Instrumental bestimmt den Song, bevor dann schließlich all die trügerische Idylle einstürzt und Marcus sich die Seele aus dem Leib schreit und VETO mit den Worten "Unprotected, defenceless, drifting through the void, forever at the mercy of all starving wolves..." endet.

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Fazit: Ich bin wirklich fassungslos, was die Jungs von Heaven Shall Burn hier abgeliefert haben, nämlich ein Werk, wie es schöner kaum sein könnte! Ich würde gerne Anspieltipps geben, aber wie Gitarrist Maik Weichert schon sagte ist VETO ein Werk für Leute, die "sich auf der Couch mit Kopfhörern auf eine Achterbahnfahrt durch eine Metal-Platte begeben möchten." Klarer kann eine Kaufempfehlung wirklich kaum ausfallen. Mit VETO ist Heaven Shall Burn wirklich zur Großmacht im Death Metal aufgestiegen!
Zu Recht!
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