Kundenrezensionen

15
4,3 von 5 Sternen
Unser Wohlstand und seine Feinde
Format: Kindle EditionÄndern
Preis:8,99 €
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Mai 2013
Nach ‚Weltkrieg um Wohlstand‘, das ich als äußerst aufschlussreich und gelungen empfunden habe, ist dies das zweite Buch, dass von Gabor Steingart, das ich gekauft habe.
‚Unser Wohlstand und seine Feinde‘ liest sich sehr gut und enthält einige gute Gedankengänge, die aber diesmal meines Erachtens bisweilen zu kurz gedacht sind:

- Steingart sieht sowohl Politiker und Notenbanker als auch Banker gemeinsam in der Verantwortung für den Ausbruch der Wirtschaftskrise. Damit erteilt er einer einseitigen ideologischen Betrachtung eine Absage; hier macht er einen wichtigen Punkt.

- das Wachstum der letzten Jahrzehnte seit den 1970er Jahren ist für ihn v.a. durch Kredit dazugekauft worden und damit mehr Schein als Sein. Er empfiehlt insbesondere dem Staat zu sparen;
wer die Ersparnisse der Volkswirtschaft dann via Kreditaufnahme wieder in den Wirtschaftskreislauf einbringen soll – damit setzt er sich überhaupt nicht auseinander. Wenn es keiner tut dann würde die Wirtschaft schließlich schrumpfen.
Dass hinter der zunehmenden Verschuldung des Staates letztlich die immer ungleichere Verteilung von Einkommen und Vermögen steht, hat Steingart anscheinend leider nicht erkannt, weshalb er hier eine ungenügende nicht weit genug reichende Schlussfolgerung zieht.

- die Unterscheidung zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus, die Steingart vornimmt, macht vor allem seinen ideologischen Standpunkt klar, wirkt aber letztendlich doch nur künstlich, da das System seit dem 19. Jahrhundert prinzipiell ganz genauso funktioniert wie heute. In seiner Ausgestaltung nähert es sich den Verhältnissen des 19. Jahrhunderts m.E. tendenziell eher wieder an.

- Steingart plädiert für die Errichtung der „Vereinigten Staaten von Europa“ und wirbt für private Investitionen statt Staatshilfen der anderen Länder für Südeuropa. Gleichzeitig ist er gegen die Sparpolitik, die dort veranstaltet wird.
Wie sollen aber private Investoren für Südeuropa gewonnen werden, solange die Kosten – also insbesondere die Löhne – nicht (durch sparpolitische Maßnahmen) erheblich sinken?

- Wünschenswert wäre es auch gewesen, hätte er bei einem Buch über die Verschuldung die Geldschöpfungsmöglichkeiten des Bankensystems und die Tendenz eines Zinssystems zu einem immer höheren Verschuldungsgrad einerseits und steigenden Vermögensbeständen andererseits zumindest ansatzweise in seine Überlegungen mit einbezogen.

So greift das Buch von Steingart – neben zahlreichen guten Gedanken, wie man sie von ihm erwartet bzw. gewohnt ist (- hier wurden jetzt zugegebenermaßen meinerseits vor allem die Kritikpunkte ausgeführt -) beim Thema Verschuldung zu kurz und man hat den Eindruck dass er dieses Thema etwas zu einseitig bzw. eingeschränkt betrachtet und dieses Mal die Materie leider wohl nicht vollständig durchdrungen hat.

Dennoch regt das Buch zum Nachdenken an und enthält wiegesagt durchaus interessante Gedanken zum Thema Staatsverschuldung. Zudem liest es sich wie gewohnt zeimlich gut.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Juni 2013
Der Autor beschreibt und analysiert treffend den heutigen Zustand der Staaten und deren Schuldensituation. Leider hört er dann auf weiterzudenken. Kein Wort von möglichen Szenarien des Endes der Schuldenpolitik. Kein Hinweis für den Leser wohin dies alles führen könnte - nicht mal ansatzweise - schade!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. September 2013
das buch ist im ersten bereich sehr spannend, der autor erklärt verständlich alle zusammenhänge. seine analysen sind sehr gut und sehr zutreffen. die geschichtlichen vergleiche und zusammenhänge sind ebenfalls sehr interessant und empfehlenswert! da kann man noch einiges lernen und vor allem der vergleich D <-> USA ist dem autor sehr gut gelungen. der schwenk durch die geschichten beide länder mit der "wirtschaft und politik" brille hat mir sehr gut gefallen (teilweise erschreckende parallelen zur heutigen zeit!).

leider erweist sich das buch im hinteren bereich als entäuschend: der autor erläutert keine möglichen konsequenzen und es ist eher das wunschdenken, was dort beschrieben wird (z.b., daß der staat von sich aus die richtung wechselt). wer daran glauben möchte, dem ist leider nicht zu helfen.

ich habe schon zu dem thema einige bücher gelesen und die möglichen ausgangs-szenarien wurden immer wieder mit gewissen wahrscheinlichkeiten dargestellt - und deren folgen.

hier gibt es dies leider nicht. gar keine empfehlung, gar nichts.
und die naivität, mit der der autor "glänzt" ist schon eher erschreckend - im anbetracht der sehr guten analysen des ganzen systems. wie gesagt, hier werden wunschdenken und mögliche politischen und wirtschaftlichen szenarien gegeneinander gemischt, das hat mir am ende gar nicht gefallen.

wer jedoch mit dem thema gar nicht bewandt ist, sollte das buch lesen, sich dann aber eigene gedanken dazu machen.

schade, daß der ausgang dieses buches so miserabel geworden ist...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Juli 2013
Ein gutes Wirtschaftsbuch, das den Zusammenhang zwischen der aktuellen Finanzkrise und deren eigentlicher Ursache herausarbeitet: das fehlende Wirtschaftswachstum seit den 70er und 80er Jahren, das dann größtenteils durch kreditfinanziertes Wachstum ersetzt wurde. Den Übeltäter dieser Entwicklung sieht Gabor Steingart in der "Bastardökonomie", der Allianz von Politik, Notenbank und Bankeliten (z.B. S.201), die durch dieses "künstliche" Wachstum profitieren.
Sein Plädoyer gilt daher der ordoliberalen Marktwirtschaft, was nicht falsch ist. Interessant an seiner Argumentation ist die strikte Unterscheidung zwischen Kapitalismus und Marktwirtschaft. Kapitalismus ist für Steingart schlecht (vgl. Bastardökonomie), Marktwirtschaft aber gut. Diese Unterscheidung ist aus fachlicher Perspektive aber zu hinterfragen, da die funktionierende Marktwirtschaft immer den Kern einer kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung bildet; die politische und rechtliche Organisation der Marktwirtschaft macht dann den Unterschied. Diese strikte Trennung wirkt daher ein wenig konstruiert und überzeugt nicht ganz. Offen bleibt auch, inwiefern die von Steingart präferierte Marktwirtschaft wieder zur alten Wachstumsstärke zurückkehren kann. Ein Kapitel zum Wachstumsbegriff wäre daher nicht schlecht gewesen, um vollständig zu überzeugen. Erkenntnisgewinn dürfte das Buch aber für den ein oder anderen Leser trotzdem bieten.
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30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. April 2013
"Unser Wohlstand beruht auf Wachstum Wachstum Wachstum", erzählen uns Politiker jedweder Couleur tagtäglich. Gabor Steingart zeigt in seinem Buch, das sowohl Ludwig Erhard ("Wohlstand für alle") wie Karl. r. Popper ("Die offene geselslchaft und Ihre Feinde") anklingen läßt, überzeugend auf, dass dieses Wachstum seit Jahrzehnten mit der Kreditkarte finanziert wird: individuell, vor allem aber kollektiv durch verantwortungslose Banken und Politik. In seiner Geschichte der "Bastardökonomie" zeigt der Autor in aller Klarheit auf, wie es erst durch das fatale Zusammenspiel von Banken UND Politik zu den verheerenden Krisen der letzten Jahre kommen konnte, die unser aller Wohlstand gefährden. Sein Schluss: die meisten Bürgerinnen und Bürger in Deutschland gehen höchst verantwortungsvoll mit den ihnen zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln um, wie die nach wie vor hohe Sparquote zeigt - Gleiches kann man indes weder von der Politik noch den Banken sagen! Konsequenz: Beschlussfassungen über öffentliche Haushalte, einst "Königsrecht" des Parlaments gehören zurück in die Händer der Bürgerinnen und Bürger!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. September 2013
Garbor Steingart erzählt die spannende Geschichte, wie die Potenzierung der produktiven Möglichkeiten durch Kapitaleinsatz und Technologie Wohlstand fuer Viele ermöglichte, was jedoch erst in der Zähmung des Kapitalismus in der Marktwirtschaft erreicht wurde. Nach Ausbleiben der hohen Wachstumsraten in den westlichen Demokratien vor vier Jahrzehnten haben dann Politiker und Banker immer enger zusammengearbeitet, um Wohlstandszuwächse im Vorgriff auf die Zukunft in die Gegenwart zu holen. Dabei entstand eine "Bastardökonomie", die von einem "Zeitalter des Deleveraging, des weltweiten Schuldenabbaus" abgelöst werden müsse. So weit ist das alles sehr schlüssig, sehr hellsichtig geschrieben und kaum anzweifelbar. Teils auch mutig, wenn beispielsweise Hitler und Roosevelt gleichberechtigt zu Vätern des Sozialstaates avancieren.

Wenn es allerdings an konkrete Schritte in das "Zeitalter des Deleveraging" geht, wird es kraftlos. Kraftlos in sofern, als Dinge als notwendig bezeichnet werden, aber nicht einmal im Ansatz klar wird, wer auf welche Weise etwas in diese Richtung bewegen soll. Wenn dann noch ausgerechnet die bürokratisch-romantische Kopfgeburt der "Vereinigten Staaten von Europa", deren Umsetzung mit der "Eurorettung" beginnt, die demokratische Selbstbestimmung der Völker Europas zu erwürgen und ein planwirtschaftliches "Europe Invest 2030" in Anlehnung an die überteuerte Umsetzung der Einheit Deutschlands in den Rang von Auswegen erhoben werden, dann wünscht man sich, die Schneeballsysteme mögen so schnell wie möglich unter Realisierung bereits aufgelaufener Verluste aufgegeben werden, als uns noch mit diesen weiteren Runden des Grössenwahns zu beglücken.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Juli 2013
Als (älterer) Naturwissenschaftler habe ich bisher einen Umweg um alle Sozial- und Wirtschaftwissenschaften gemacht, bis ich, wie wohl viele von uns, von der gegenwärtigen Wirtschaftlage immer mehr überholt wurde. Da tat Erhellung Not und der überzeugende Auftritt von Gabor Steingart im Fernsehen hat mich sein letztes Buch kaufen lassen.
Fazit: Ich bin begeistert und viele Zusammenhänge werden mir jetzt klar. Das Buch liest sich sehr leicht, der Schreibstil ist fesselnd und für einen 'Anfänger im Wirtschaftsstudium' wie mich bietet das Buch genau den richtigen Zugang zur Materie, zwar spät, aber dennoch nicht vergebens. Mag sein, daß einige der anderen Kommentatoren (offensichtlich vom Fach) zu Recht die eine oder andere Verbesserungsmöglichkeit im Buch entdeckt haben, aber mir hat dieses Buch die Augen geöffnet und mich einen großen Schritt voran gebracht und das ist mir die volle Punktzahl wert.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. August 2013
Endlich jemand der die wirtschaftlichen Zusammenhänge klar, zutreffend und extrem einfach darstellt. Nein, nicht nur das, es werden sogar die Ursachen klar identifiziert und Handlungsalternativen aufgezeigt. Parallel zu diesem Buch habe ich Gwynne Dyer: Schachtfeld Erde gelesen, das im Gegensatz zu diesem nicht Lösungsorientiert herangeht. Die knackige Zusammenfassung von Herrn Steingart ist sicherlich nicht nur etwas für Wirtschaftsanfänger, wie es andere Rezensionen andeuten. Es zeigt vielmehr kurz und knapp wo Marktversagen stattgefunden hat und welche Rolle die Politik darin spielt. Ich bin begeistert!
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am 18. Juli 2014
Der Autor beschreibt in diesem Buch sehr ausführlich, wie es zur Wirtschaftskrise gekommen ist. Vom amerikanischen Wahlversprechen, jedem Bürger sein Eigenheim zu ermöglichen, auch wenn derjenige ohne Einkommen und Sicherheiten dastand, über die Immobilienfonds in denen diese hochriskanten Kredite verpackt und an europäischen Banken verkauft wurden mit extrem hohem Gewinnversprechen. Den Amerikanern hier den schwarzen Peter zuzuschieben, greift laut Autor zu kurz, denn die Gier der Käufer und vor allem die große Anzahl der Betroffenen lässt nicht nur sehr viele Enttäuschte zurück, sondern würde einer Kollektivschuld gleichkommen. Der Autor bezeichnet die unglückselige Verknüpfung von Politiker und Banker als Bastardökonomie, die wie in einem Casino unseren hart erarbeiteten Wohlstand verspielt. Die Politiker und Banker verzocken unsere Zukunft. Wie den amerikanischen Sklaven droht uns ein Leben in Zinsknechtschaft.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Mai 2013
Hervorragende Analyse der aktuellen Finanzsituation ohne die Vernebelung durch die Politiker und sogenannten Fachleute. Streckenweise etwas langatmig. Gute Darstellung der historischen Entwicklung.
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