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am 22. Mai 2013
Ja, ja in Deutschland wird einmal wieder mehr filmisch skalpiert, als ein einziger Psychopath in Wirklichkeit jemals fertig bringen könnte.
Also lieber Interessent wie immer gilt:FINGER WEG von der deutschen Fassung, mag der dämliche FSK 18-Flatschen auch noch so groß sein. Dieser Filmtorso ist um gut drei Minuten geschnitten.
Kaufen Sie preisgünstig und völlig unproblematisch die "Uncut Version" über Österreich oder die Schweiz.
"Maniac" gedreht in der Blütezeit des Horrorkinos, den frühen Achtziger Jahren ist und bleibt ein ewiges Meisterwerk, den sich jeder Filmliebhaber in sein Regal stellen sollte. (Hoffentlich ebenfalls ungeschnitten).
"Maniac" kann auch heute noch aufgrund seines Nihilismus, seiner Schmutzigkeit, seines brütenden Wahnsinns, seiner blutigen Grausamkeit voll und ganz den Zuschauer überzeugen, ist gleichzeitig auch ein Sittenbild des damaligen Molochs New Yorks und brennt sich ins Gehirn ein, wenn man ihn nur einmal gesehen hat.
Die so unglaublich authentisch wirkende Trostlosigkeit von düsteren Absteigen, U-Bahn Schächten, Bordells, die Unheimlichkeit der mit blutverschmierten Schaufensterpuppen dekorierten Drei-Zimmerwohnung des Psychopathen Frank ist unübertrefflich.
Joe Spinell selbst, dieses schwitzende, unförmige Tier von einem Mann, fettleibig und auch im wirklichen Leben schon zumindest körperlich krank spielt nicht- er ist "Maniac".
Kurze Zeit nach Beendigung des Films starb er an seiner Alkoholsucht und auch Regisseur William Lustig drehte nie wieder einen weiteren erwähnenswerten Film.
Die große französische Regie-Hoffnung Alexandre Aja, bekannt geworden mit dem rauschhaft, hypnotischen Meisterwerk:"High Tension" (Sie wissen schon:BRD Fassung übelst geschnitten) wagte sich nun an eine Neuverfilmung. Und machte das einzig Richtige: Bis auf die Grundidee:Psychopath tötet Frauen, skalpiert sie und nagelt die Kopfhaut auf Schaufensterpuppen übernimmt er so gut wie nichts aus dem Orginalfilm.
Eine weise Entscheidung, denn würde man nun wirklich, und leider kommt man in die Versuchung,da Aja seinem Film den gleichen Titel gibt und ja auch als Remake bezeichnet, Vergleiche ziehen, wirkt Ajas Neuverfilmung seltsam kraftlos und kommt gegen das Orginal nicht an.
Als vollkommen eigenständiger, innovativer Psycho-Schocker ist er jedoch sehr gelungen.
Eine verstörende Studie über eine gequälte Seele, die durch traumatische Verlustängste dazu getrieben wird, Frauen zu ermorden.
"Haare sind das einzige was vom Menschen bleibt und nie vergeht" sagt Frank in einer starken Szene, und aus Angst verlassen zu werden, ungeliebt zu sein, gedemütigt zu werden, wie als Kind von seiner Mutter, tötet er die Mädchen, reißt ihnen, sehr detailreich gezeigt, die Haare samt Kopfhaut herunter und befestigt sie als unvergänglicher Fetisch auf zahllosen Schaufensterpuppen, die er selbst herstellt, mit denen er spricht und die überall erstarrt und geisterhaft in seiner Wohnung herumstehen.
So konserviert er in seinem Wahn menschliche Begegnungen, und schafft sich ein Schreckenskabinett, das für eiskaltes Entsetzen beim Zuschauer sorgt.
Elijah Wood ist in seiner Feingliedrigkeit, mit seinen großen Augen, seiner Behendigkeit natürlich das absolute Gegenteil von dem damaligen Joe Spinell und kann in der Rolle überzeugen.
Nun zum eklatantesten Unterschied der zugleich absolut orginell aber auch einen dramaturgischen Haken beinhaltet. Der Film ist bis auf wenige Ausnahmen in subjektiver Kameraführung gedreht.
Das bedeutet, wir sehen den gesamten Film, ob wir durch die Straßen fahren,ob sich Frank die blutigen Hände wäscht, ob er das Messer führt nur durch seine Augen.
Wir sind der Mörder.
Fast nie verläßt die Kamera diesen Blickwinkel. Wenn wir Elijah Wood (besser gesagt uns selbst in dem Film) zu Gesicht bekommen, dann nur kurz in Autospiegeln, als Reflexion in Schaufenstern.
Eine selten angewandte Technik der vollkommenen Identifikation, die teilweise bis zu dem alten Humphrey Bogart Film:"das unbekannte Gesicht" mit Lauren Bacall zurückreicht.
Auch Caspar Noe bedient sich des öfteren dieser Technik.
So durchgängig wie hier ist mir allerdings kein weiterer Film bekannt.
Dies ist mutig hat seinen gewissen Reiz, impliziert aber auch eine gewisse Spannungslosigkeit.
Wenn ich durch die Augen des Mörders schaue, spüre ich als Zuschauer nie die Angst die Ungewissheit des Opfers.
So gibt es in dem Film trotz einiger blutiger Szenen keinen einzigen Moment des Erschreckens, des" Augen zu halten wollens".
Welche denkwürdigen Schockszenen gab es da im Orginalfilm:Das Liebespärchen im Auto, nicht wissend, daß die Gefahr genau vor ihnen lauert, die Szenen in der Bahnhofs- Toilette in der sich das Opfer vor Angst zitternd hinter der Klotür versteckt.
Hier, wie auch in beispielsweise Dario Argentos Filmen wird die subjektive Sicht oft gewechselt, was eben einen Schockeffekt ermöglicht.
Die panische Perspektive des bedrohten Opfers, das nicht weiß was hinter der nächsten Ecke lauert, ist das elementare Angstgefühl bei einem Horrorschocker.
So ist der Film leider kein Angstmacher, sondern erinnert mehr an eine finstere Psychostudie.
Besonders hervorzuheben ist noch der großartige etwas an die Achtziger Jahre erinnernde stampfende Soundtrack und auch hier wieder der Versuch die verkommenen Straßenzüge als Ausdruck und vielleicht auch Ursache des psychischen Wahnsinns der Hauptperson mit einzubinden.
Doch auch hier ist das im Vergleich zum Original ein Tick zu gelackt, zu aufgesetzt verkommen.
Man sieht sehr wohl bei dem Remake war eine professionelle Filmcrew, ein größeres Budget und vor allem ein prominenter Hauptdarsteller am Werk.
Im Original war der Schmutz, die Verwahrlosung authentisch.
Die unbekannten Akteure vor und hinter der Kamera schliefen aus Geldmangel genau in den Absteigen, die sie tagsüber filmten.
Das macht natürlich ein rauhen brutalen Reiz, einen Irrsinn aus, der so nicht wiederholbar ist.
Welch ein Schock damals, und auch noch wenn man sie heute sieht: die erste Skalpierungsszene der Prostituierten, der schwere Mann der sich auf die zitternde Frau wälzt um sie mit seinen Pranken zu erwürgen.
Der Kopfschuß mit den verspritzenden Eingeweiden, und dann das Schock-Finale; weitaus entsetzlicher als in der Neuverfilmung.
Tricktechnisch heute vielleicht besser, und gerade darum irgendwie auch nicht wirklich mehr Entsetzen auslösend, aseptischer,durchgestylter.
Also als Fazit: Alexandre Ajas Film ist auf jeden Fall als Psychoschocker mit außergewöhnlicher Perspektive empfehlenswert und beeindruckend.
Bitte nicht mit dem Orginal vergleichen,und wenn sie an diesen Klassiker herankommen sofort zugreifen.
Sie wissen ja mittlerweile wo sie ihn sehr einfach aus welchen EU Ländern beziehen können. Denn meines Wissens ist der Original Maniac selbst in der geschnittenen, und damit unbrauchbaren Fassung hierzulande beschlagnahmt.
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am 24. Mai 2013
Ein harter Psychostreifen, mit einzigartiger Kameraführung.
Wer schonmal ein Videospiel gespielt hat, wird sich relativ schnell denken, momentmal, gucke ich hier einen Film oder gucke ich einem anderen beim zocken zu. Lets play lässt grüßen.
Diese ich will mal sagen Distanzlosigkeit zum Betrachter, ist die große Stärke des Film. Man wird regelrecht gezwungen, die Geschichte aus der Sicht des Serienkillers zu sehen, ja man sträubt sich irgendwann sogar und hofft dass man sich als Betrachter irgendwann in der Horizontalen wiederfindet. Die wenigen Momente in der die Kamera eine Distanz schafft, sind wie kleine Verschnaufspausen, bei der Erklimmung der "Splattersteilwand".
Sie machen das Ganze erträglicher.
Der Soundtrack ist stimmig und die Autofahrten sind atmosphärisch und toll ins Szene gesetzt. Irgendwie haben mich diese Stadtfahrten vom Stil und der Musikuntermalung an DRIVE erinnert, ein Film den ich absolut weltklasse fande. Nur so am Rande :)

Schauspierisch kann man ja nicht so viel sagen, aber wenn man Elijah Wood zu Gesicht bekommt, macht er seine Sache gut. Von außen unscheinbar, und von der physischen Präsenz auch irgendwie schwächlich, von der Egoperspektive, auch wenn hier und da Panikattacken einsetzen, aber zielsicher, fast übermächtig. Diese Ambivalenz aus Kontrollverlust und Beherrschung macht diesen Charakter sehr plastisch.
Die Badewannenszene ist ein Paradebeispiel für die Spannung die dieser Film aufzubauen vermag. Auch wenn man ahnt wie es endet, es wird nie langweilig.
Die "Hochzeit" und somit das Ende, ist konsequent und spiegelt nocheinmal als gepresste Essenz die kranke Psyche des Killers wieder.

Zwei kleine Kritipunkte gibt es allerdings.
Die Rückblenden in die Kindheit sind als Erklärung mangelhaft. Hier hätte ich mir mehr Einsicht in den Background gewünscht.
Auch will sich mir der Autounfall am Ende nicht erklären, und war in seiner Darstellung etwas zuviel des Guten. Die "letzte Trophäe" hätte man anders herbeiführen müssen.
Doch das sind Details, die dem Film nicht erheblich ihre Qualiät nehmen.
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TOP 500 REZENSENTam 30. April 2013
Das fragen sich sicher viele, ich stellte mir die Frage auch.
Doch Elijah Wood verkörpert seine Rolle absolut glaubhaft, hier braucht sich niemand Sorgen zu machen.

Die einzige Sorge, die man sich machen muss, ist, dass man nicht diese 18-er Version erwischt, die geschnitten ist, sondern
zur ungeschnittenen Version mit JK/SPIO-Freigabe greift.
Diese gibt es in Videotheken (zum Teil später auch käuflich, zum Beispiel bei World Of Video), bei der Drogerie Müller,
wahrscheinlich bei Karstadt und im einschlägigen Internet-Fachhandel.

Aber fangen wir vorn an:
Regisseur Franck Khalfoun, früher Schauspieler, und Drehbuchautor und Produzent Alexandre Aja lernten sich offenbar beim Dreh von "High Tension"
kennen, bei dem Aja Regie führte und Franck Khalfoun die Rolle des Jimmy spielte.
Franck Khalfoun entdeckte dann scheinbar seine Leidenschaft für die Regie und führte 2009 Regie beim starken "Wrong Turn At Tahoe".

Gemeinsam mit Produzent Thomas Langmann, der die Rechte an der Urversion von "Maniac" aus dem Jahr 1980 von William Lustig besaß, beschloss man,
der Neuverfilmung eine besondere Note zu verpassen.

Das Original von "Maniac" gibt es im Übrigen in Deutschland als Blu-Ray nur als geschnittene 18er Version, ungeschnitten ist der Film als Blu-Ray aus den USA mit deutschem Ton erhältlich.
Es gibt jedoch in Deutschland eine ungeschnittene DVD-Version im einschägigen Fachhandel, zum Beispiel in der "Blood Edition".
In der Hauptrolle agierte damals Joe Spinell, der leider schon im Alter von 52 im Jahr 1989 verstarb.

Anfang der 80er Jahre gab es eine Reihe von Billig-Horror-Produktionen, die damals auch alle im Kino liefen, auch Joe Spinell
in der Hauptrolle war hier mit von der Partie - neben "Maniac" auch in "Love To Kill" aka "Fanatic" (vom Label Astro im einschlägigen
Fachhandel immer noch erhältlich).

Das Original hatte immer einen gewissen Kultstatus, daher lag ein Remake durchaus nahe.

Die Neuverfilmung bedient sich nun fast ausschließlich der visuellen Ich-Perspektive, zeigt kunstvolle Bilder und glänzt mit einer tollen
80er Retro-Atmosphäre.
Gut gefilmt, dramaturgisch gut umgesetzt und auch gut gespielt, stellt die Neuverfilmung eine adäquate und verstörend-düstere
Umsetzung des Stoffes von 1980 dar.

Am Schluss noch kurz zum Inhalt:

Frank (E. Wood) betreibt einen Schaufensterpuppenreparationsbetrieb und hatte als Kind eine bewegte Vergangenheit.
Leider hat diese Vergangenhiet mentale Spuren hinterlassen und nun ist Frank nachts in den Straßen von LA Downtown (im Original war es noch das
inzwischen weitestgehend befriedete New York) unterwegs und zieht dort eine blutige Spur.

Natürlich ist dieser Film schon eher für Hartgesottene, für Horror- oder Psychothrillerfans auf jeden Fall ein Muss!
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am 26. Mai 2013
"Maniac" ist das Remake des gleichnamigen Kultslahers von 1980. Es wurden ein paar Sachen abgeändert und das Ganze in ein neues Gewand gepackt. Man sieht das Geschehen hauptsächlich aus der POV-Einstellung, was recht reizvoll ist, da man dadurch in die Rolle des Killers gedrängt wird und an dem abartigen Treiben richtig teil hat. Diverse Kameraeinstellungen sind absolut interessant und man bekommt hier tolle aber auch grausame Bilder geboten. Der 80ger Look, das triste Stadtbild von LA und der Score sorgen für den passenden Rahmen für diesen atmosphärisch beunruhigenden und düsteren Psycho-Streifen, welcher zudem noch mit ordentlichen Gore-Effekten versehen wurde. Man bekommt ein paar richtig derbe Kills serviert und die Gore-Effekte sind wirklich gelungen. Auch die Versuche, sich in die Psyche des krankhaften Mörders einen Einblick zu verschaffen, können sich sehen lassen. Elijah Wood, dessen Besetzung bereits im Vorfeld für Gesprächsstoff sorgte, macht seine Sache unerwartet gut, auch wenn seine Psycho-Qualitäten jetzt nicht die allerbesten sind.

"Maniac" ist ein kleiner, toll bebilderter, perverser und harter Psycho-Streifen. Alexandre Aja, welcher hier lediglich als Produzent und Drehbuchautor tätig war, und sein Kumpel Franck Khalfoun holen aus einem verhältnismäßig geringen Budget doch einiges heraus und liefern ein anständiges Remake ab.

Die SPIO/JK-Fassung ist ungeschnitten. Bei der KJ-Fassung fehlen gut 2 Minuten.

8 von 10 (Uncut)
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am 29. Januar 2013
Zu allererst muss ich zugeben, dass ich das Original leider nicht kenne. Asche auf mein Haupt. Was das Remake allerdings angeht kann man nur eines sagen:
Hut ab, Monsieur Khalfoun! Einen ästhetisch einwandfreien, großartigen und fiesen Bastard haben sie da auf das Publikum losgelassen.
Ich hatte noch das Glück, den Film uncut im Kino zu sehen und befürchte, dass er so nicht auf DVD oder BluRay erscheinen wird. Da ist dann doch einiges zu heftig bzw. wird es wohl auch auf das "wahllose" Auswählen der Opfer als Grund hinauslaufen. Und das, obwohl, und das auch sehr eindrucksvoll, die Darstellung der seelischen Zerrissenheit des Protagonisten eindrucksvoll visualisiert wird. Gespielt von einem grandiosen Elijah Wood! Setting, Bildsprache, Sound, Schauspieler. Alles einfach grandios. Und auch sehr brutal. Wobei Brutalität nicht mein Maßstab für einen guten oder schlechten Slasher/Terror/Thriller ist. Alles in dem Film muss aber so sein wie es dargestellt ist. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn ihr die Chance bekommt, ihn noch im Kino zu sehen, HINGEHEN! Ein Muss! Und hoffen, dass er wenigstens uncut in Österreich oder der Schweiz erhältlich ist...
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am 19. November 2013
Ich bin aufgrund der doch recht vielen negativen Kritiken überrascht, was für einen starken Film ich doch mit der Neuauflage von "Maniac" gesehen habe!

Elijah Wood spielt den traumatisierten und geisteskranken Serienkiller "Frank" hervorragend, auch wenn er die meiste Zeit über gar nicht zu sehen ist. Denn die Ego-Perspektive zeichnet den Film eindeutig aus! Der Zuschauer verfolgt das Geschehen größtenteils durch die Augen von Frank. Sei es nun, wenn er mit jemanden redet, andere Menschen beobachtet oder ein Opfer verfolgt bzw jagt.
Das hört sich zunächst nach einer typischen Kameraeinstellung aus bereits anderen Horrorklassikern, wie zB "Halloween" oder "Freitag der 13." an, jedoch wird das Ganze hier, wie ich finde, revolutioniert. Doch muss man es mit eigenen Augen erlebt haben!

Die meist tristen Bilder und dunkele Musik erzeugen zudem eine finstere Atmosphäre, welche stets ausgezeichnet zu den Situationen passt. Lediglich wenn Frank alleine mit "Anna" Zeit verbringt und sie sich besser kennen lernen, kommt ein wenig mehr Licht in das dunkele Leben des geplagten Schaupuppenfanatikers.

Ich bin positiv überrascht, habe ich mir den Film doch nur wegen der besonderen Kameraführung geholt, so ist er auch inhaltlich besser als gedacht! Ein wahrer kleiner Geheimtipp!

7,5/10 Punkte, also 4/5 Sterne
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am 15. Mai 2013
Ich bin ein großer Fan des Originals von William Lustig und als ich hörte, dass es ein Remake geben sollte war ich sehr skeptisch. Das man mit Alexandre Aja einen Fachmann ins Boot holte, sorgte (zumindest bei mir) schon mal für Erleichterung, doch als ich las, dass Elijah Wood (Frodo Beutlin aus Der Herr der Ringe) war ich mehr als geschockt. Frodo Beutlin als gestörter Serienkiller? Unfassbar!
Als ich mir den Film ansah, wurde ich jedoch positiv überrascht. Erstens gefiel mir die Art, wie der Film gedreht wurde. Er wurde fast komplett aus der Sicht des Killers gedreht, welchen man nur zu sehen bekommt, wenn er am träumen ist oder in den Spiegel schaut. Dies verleiht dem ganzen Film eine äußerst fesselnde Wirkung. Zweitens spielt Herr Elijah Wood den gespaltenen Killer mit voller Überzeugung und verleiht dem Charakter des Frank Zito eine besondere Tiefe. Zuletzt wären da natürlich noch die Morde, die streckenweise sehr brutal ausfallen (daher empfehle ich jedem sich die Verleih-Version mit Spio/Jk Gutachten zuzulegen. Die Deutsche Fsk 18 Version ist nämlich geschnitten!).
Fazit: Alexandre Ajas Maniac ist meiner Meinung nach ein würdiges Remake mit einem grandiosen Hauptdarsteller, einer gelungenen Inszenierung und einigen wirklich brutalen und blutigen Morden. Horror- und Psychothriller Fans können bedenkenlos zugreifen.
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am 16. April 2014
Grundsätzlich bin ich Remakes gegenüber eher Skeptisch, gibt es doch sehr viel lieblos hingeschluddertes in diesem Bereich.

Doch wie so oft siegte die Neugier über die Skepsis und diesmal wurde ich angenehm überrascht.

Das Original ist ein dreckiger Low-Budget-Streifen (für damalige Verhältnisse) bei dem neben der wirklich guten Performance von Hauptdarsteller Joe Spinell die äusserst herben Gore-FX von Meister Tom Savini im Mittelpunkt stehen.

Das Remake ist völlig anders. Der Löwenanteil des Films wird aus der Ego-Perspektive des Psychopathen (Grandios: Elijah Wood) gezeigt. Dadurch entwickelt sich eine Nähe zum Hauptdarsteller, welche man im Original vergeblich sucht. Die Atmosphäre ist angespannt, ja zuweilen beklemmend. Das Drehbuch ist auch um einiges durchdachter als beim Film von William Lustig, der hier immerhin mitproduziert hat.

Wer jetzt denkt, dass die Effekte zahmer ausfallen als 1980, der irrt sich. Hier kommt ganz starker Tobak auf dem Zuschauer zu. Dies wird gleich am Anfang des Films ziemlich drastisch klargestellt (mehr wird nicht verraten ;)). Starke Nerven sind ebenso gefragt wie ein starker Magen.

Fazit: Lohnt sich!
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am 9. Mai 2013
...gehts in diesem Streifen schon zu.
Mit einer düsteren Grundstimmung,aus der Sicht des Protagonisten " Frank " und einem wirklich grandiosen Electro- Soundtrack a la 80 s ,gehts auf die Jagd.
Das Kamera-Team hat eine warhaft gute Arbeit geleistet. Der Zuschauer sieht alles aus den Blickwinkeln des Killers. Bei einigen wenigen Szenen ,zb Spiegelbild , kann man den sehr verstörten ,und dazu noch harmlos wirkenden Menschen erblicken. Kaum zu glauben, aber Elija Wood spielt diese mordene Bestie absolut passend.
Auch setting/ Locations sind gut gewählt.
Maniac in seiner ungekürzten Form ist sehr krass und blutig. Nicht ganz so wie das Original, dennoch wirksam.
Um eine Indizierung kommt dieser Film höchstwahrscheinlich in nächster Zeit nicht daran vorbei. Das steht fest.
Für alle härteren Thriller und Horror-Fans, lohnt er sich allemal.
Man soll sich aber nicht auf einen 08/15 slasher einstellen. Denn dieser Film ist mehr. Ein kleines schmutziges und nachdenkliches Psycho-Gesamtkunstwerk, mit einem hervorragenden Elija Wood.
Gruß
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am 5. April 2014
Nach William Lustigs 80er Jahre-Klassiker "Maniac" bescherte uns Alexandre Aja 2012 dieses meiner Meinung nach durchaus würdige Remake des Slasherfilms. Die Besonderheit beider Verfilmungen liegt darin, dass dem (Psycho-)Killer (Genre atypisch) nicht einfach der Stempel des personifizierten Bösen aufgedrückt wird. Die Erzählweise des Films zwingt den Zuschauer zu einem tiefen Einblick in die Lebenswelt des Killers. Um nicht zu viel zu verraten, möchte ich nur noch darauf hinweisen, dass diese Fassung des Films zahlreiche brutale Tötungsszenen enthält und zarten Gemütern eher nicht zu empfehlen ist.

Mir persönlich gefällt die ausgefallene Kameraführung (fast durchgehend die Egoperspektive) sehr, da hierdurch der außergewöhnliche Blickwinkel - durch die Augen eines Killers - noch verstärkt wird. Rob's düsterer 80's-Pop-Soundtrack des Films rundet das Ganze ab.

Alexandre Ajas Maniac ist ein Meilenstein des Horror/Thrillers und bekommt von mir die volle Punktzahl!
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