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290 von 328 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dreizehn Sterne
1970. Regen prasselt, vorn fern erklingt eine Kirchenglocke, es donnert. Einige Sekunden später wird der Metal geboren. Der Beginn einer Ära.

Als vor einigen Monaten bekannt gegeben wurde, dass es zum ersten Mal seit 1978 ein Studioalbum von Black Sabbath in Originalbesetzung geben sollte, war ich komplett aus dem Häuschen. Man kann die Bedeutung...
Vor 10 Monaten von Maximilian Beckmann veröffentlicht

versus
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wie vor 43 Jahren, nur mit besserem Sound ...
Aha, der gute Tony setzt bei Album Nummer 19 wieder verstärkt auf doomige Töne, und auch dem schon lange gehegten Wunsch der Fans bzw. jahrelang kursierenden Gerüchten wurde nachgekommen - Ozzy is back!!

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob die großen Erwartungen erfüllt worden sind! Nun, bereits bei den ersten drei Songs der...
Vor 10 Monaten von Funeral Doom veröffentlicht


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290 von 328 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dreizehn Sterne, 7. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: 13 (Audio CD)
1970. Regen prasselt, vorn fern erklingt eine Kirchenglocke, es donnert. Einige Sekunden später wird der Metal geboren. Der Beginn einer Ära.

Als vor einigen Monaten bekannt gegeben wurde, dass es zum ersten Mal seit 1978 ein Studioalbum von Black Sabbath in Originalbesetzung geben sollte, war ich komplett aus dem Häuschen. Man kann die Bedeutung von Black Sabbath für die Popmusikgeschichte nicht groß genug einschätzen. Dementsprechend hoch waren natürlich auch die Erwartungen an dieses neue Machwerk. Dessen dürften sich auch die Musiker bewusst gewesen sein. Wie bekommt man dieses wahrscheinlich letzte Kapitel richtig hin? Hatten Iommi, Butler, Osbourne und Ward es immer noch drauf? Wieviel vom eigenen Selbstbild stammte aus hochstilisierten Medienberichten? Wie transportiert man ein über 40 Jahre altes Gefühl ins Heute?

Bevor diese Fragen beantwortet werden konnten, wurde das Unternehmen gleich doppelt gefährdet: Drummer Bill Ward würde nicht auf dem neuen Album mitspielen. Offiziell wurden vertragliche Gründe hierfür angegeben. Unter Fans wurde daraufhin natürlich heftig spekuliert, in wie weit dies mit Entscheidungen des Managements um Sharon Osbourne, wenn man so will die Yoko Ono Black Sabbaths, daran schuld waren. Tatsächlich erscheint es schade, dass wohl alte Feden und Finanzen dazu geführt haben, dass das Album nun nicht in der kompletten Originalbesetzung produziert werden konnte. Als jedoch mit Brad Wilk (Rage Against The Machine, Audioslave) einer der tightesten heutigen Schlagzeuger als Ersatz verpflichtet wurde, hatte man einigen Grund, wieder aufzuatmen.

Dann der Schicksalsschlag: Nach dem Besuch mehrerer Ärzte wird bei dem Riffmeister Tony Iommi Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert. Von nun an ist der Tod stetiger Begleiter bei den Aufnahmen. Bei den Musikern macht sich das Gefühl breit, dass dies die allerletzte Chance sei, ein Statement abzugeben. Obwohl Gott anscheinend verhindern will, dass dieses Album entsteht, entschließen sich Sabbath, zusammen mit einem der renommiertesten Produzenten der Welt, Rick Rubin, mit einem Knall abzutreten.

Und das haben sie geschafft. Dieses Album ist ein Manifest. Sabbath orientieren sich tatsächlich an ihren Wurzeln, greifen teilweise Arrangements und Stimmungen ihrer besten Songs neu auf, wirken dabei aber nie so, als kopierten sie sich selbst. Dies ist der nächste Schritt. Die Emotionen von vor 40 Jahren, gefiltert durch die Erfahrung vom Leben gezeichneter Männer, transportiert ins Jahr 2013. Ebenso der Sound: Druckvoll, für Rick Rubin ungewohnt dynamisch und definitiv 70s-mäßig. Spielfreudig wie lang nicht mehr zelebrieren Sabbath Metal, Hardrock, Doom, Blues und teilweise sogar Jazz. Die Songs bieten überraschende Arrangements und einen Tony Iommi, der erstaunlich oft aus seinen jahrzehntealten Gewohnheiten ausbricht. Man merkt vor allem den Solos die Verzweifelung an, die wohl mit dem Krebs verbunden gewesen sein muss.

Dennoch gibt es gerade bei Ozzys Gesang extrem hoffnungsvolle, fast an Southern Rock erinnernde, Passagen. Brad Wilk macht einen absolut soliden Job, und klingt tatsächlich wie eine Mischung aus Bill Ward und Vinnie Appice. Geezer am Bass wirkt wütend. Jede sich bietende Lücke in der Soundwand füllt er mit abgründigen Bassläufen. Über die gesamte Spielzeit hinweg haben Geezer und Tony wieder das geschafft, was sie ausmacht: Wie ein zweiköpfiges Monster fügen sich ihre beiden Instrumente zu einem Sound zusammen, der auch heute noch in Sachen Durchschlagskraft seinesgleichen sucht.

Der letzte der acht Songs auf diesem Album endet auf eine Weise, die ich nicht vorhergesehen habe. Mir traten fast die Tränen in die Augen, als ich diesem Abschluss zuhörte. Mir wurde klar, dass sich hier eine Klammer um das Lebenswerk einer der erstaunlichsten Bands der Musikgeschichte schließt.

2013. Regen prasselt, vorn fern erklingt eine Kirchenglocke, es donnert. Das Ende einer Ära. Der Metal überdauert.
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131 von 148 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Fresse!, 7. Juni 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 13 (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Ich bitte die etwas harsche Überschrift zu entschuldigen, aber das Ding stampft mich grad' unangespitzt in den Boden.
"Live Forever" treibt mir die Tränen der Freude in die Augen, hätte ich keine Ohren, würde ich im Kreis grinsen.

Der Song allein ist schon Goldwert. "Damaged Soul" eine Wahnsinns Riff-Sau, ja menschenskinder, es kann doch nicht
angehen, dass diese alten Brüder noch so viel Saft im Stab haben. Ok ok, etwas verjüngt durch den Ex-Trommler (einst in
Diensten Chris Cornells und RATM). Aber der Bursche macht 'nen Bombenjob.

Jetzt rotzt grad "Dear Father" aus den Speakern und dann geht die Reise wieder von vorn los.

Das ist sicher keine sonderlich brauchbare Rezension, ist mir aber im Moment völlig egal, weil die neue Sabbath mich
so unerwartet aus der Hose montiert.

Repeat, repeat, repeat und bevor ich's vergesse....: Repeat! '-)
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64 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hätte so auch 1970 als Doppel-LP erscheinen können!, 10. Juni 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 13 (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Ich habe mich entschlossen, die Scheibe erst ein paar (inzwischen rund 20-)Mal anzuhören, um alles in Ruhe sacken zu lassen. Nach den ersten euphorischen Rezensionen gibt es mittlerweile auch ein paar versprengte kritische Meinungen - damit ist das ganze Spektrum erstmal abgedeckt. Gleich vorneweg: die Euphoriker haben Recht! :-)

Dass ich im Jahr 2013 nochmal ein Album in die Finger bekommen würde, das klingt, als sei es 1970 aufgenommen worden: einfach nur göttlich. "13" ist nicht innovativ oder sonstwie modern. Vielleicht war es die goldene Hand von Rick Rubin, vielleicht aber auch die schwere Krankheit von Tony Iommi (Queen brauchten erst einen todkranken Freddie Mercury, um mit Innuendo wieder zu altem Glanz zurückzufinden) - Black Sabbath haben jedenfalls etwas getan, das außer ihnen nur eine Handvoll Bands hätten tun können: sie haben einen Riesenschritt zurück gemacht und ein Album aufgenommen, das ebenso gut ihr Debutalbum hätte sein können. Und das meine ich im allerbesten Sinn, denn seien wir mal ehrlich: die besten Platten praktisch aller Bands sind (fast) immer die ersten zwei oder drei; danach werden (fast) alle von Kommerz, Ruhm und Terminstress mehr und mehr aufgezehrt.

Dass sich die Band teilweise selbst zitiert: geschenkt. Die Anleihen bei "Black Sabbath" (End of the Beginning) und "Planet Caravan" (Zeitgeist) sorgen für wohlige Schauer, ohne dass es sich dabei um simple Neuaufgüsse handelt. Umterm Strich steht hier ein fantastisches Stück Musik, das zu Recht mit Lob üerschüttet wird. Man muss schon außerordentlich abgestumpft sein, um nicht die geballte, ansteckende Spielfreude zu erkennen, die einem hier entgegenschlägt.

Als Gitarrist liegt mir im Übrigen das Gitarrenspiel von Tony Iommi besonders am Herzen: natürlich konnte er nach dem Verlust zweier Fingerkuppen niemals die technische Komplexität manch anderer Gitarristen erreichen. Aber dafür hat er etwas, das den allerallermeisten abgeht: eine eigene Stimme. Iommi-Riffs sind nunmal Iommi-Riffs, seine Soli sicher nicht atemberaubend, aber absolut einzigartig. Man würde ihn im Dunkeln allein aufgrund seines Stils erkennen, selbst wenn er "Alle Jahre wieder" zum Besten gäbe. Und was mich ganz besonders begeistert ist, dass er auf "13" absolut unverbraucht klingt; ganz genau so wie 1970 eben.

Man könnte sagen, dass "13" ein Füllhorn an positiver Energie ausschüttet, aber das wäre 1. zu esoterisch und würde 2. nicht zu Black Sabbath passen. Oder vielleicht gerade doch...? ;-)
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wie vor 43 Jahren, nur mit besserem Sound ..., 15. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: 13 (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Aha, der gute Tony setzt bei Album Nummer 19 wieder verstärkt auf doomige Töne, und auch dem schon lange gehegten Wunsch der Fans bzw. jahrelang kursierenden Gerüchten wurde nachgekommen - Ozzy is back!!

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob die großen Erwartungen erfüllt worden sind! Nun, bereits bei den ersten drei Songs der Scheibe, bedient man sich recht offen an eigenen Klassikern. Hier ragt der Opener "End Of The Beginning" heraus, bei dem man nach etwa zweieinhalb Minuten das Tempo etwas anzieht. Auch der Gesang kann hier überzeugen. (8) "God Is Dead" zieht alle "Schleppregister" früherer Glanztaten, wirkt daraus resultierend auch wie ein neu eingespielter "alter" Song. (7) "Loner" verbrät ein im Doomsektor bereits tausendmal gehörtes Standardriff und ist relativ langweilig. (5)

"Zeitgeist" ist eine gefällige Akustikballade, mit einem schönen Gitarrensolo im Finale. (6)

Einen überzeugenden Beginn kann "Age Of Reason" vorweisen, klassischer Slow-Doom und Ozzy in Bestform. Der Song wirkt später ein wenig konfus, fängt sich im Schlußdrittel wieder und kann letztendlich noch mit einem Klasse Solo punkten. Für mich der beste Song der Scheibe. (9)

Mit "Live Forever" gibt es wieder eine relativ belanglose Midtemponummer, nicht übel aber auch kein Brüller! (6)

Bei "Damaged Soul" nimmt man zur Vorsicht auch mal wieder die Mundharmonika zur Hand, also ebenfalls ein Querverweis zu alten Tagen, Ozzy klingt ziemlich gelangweilt, und im letzten Viertel wird das Tempo "wieder mal" etwas angezogen, sehr innovativ, jaja! (5)

"Dear Father" beginnt angenehm schleppend, gute Melodie, auch der Gesang überzeugt. Den Zwischenpart finde ich nicht gut gemacht, dauert aber nicht lang, also ein recht guter Song. (7)

Opener der Bonus-CD ist "Methademic", welches recht flott gehalten ist, und ausnahmsweise mal nicht an einen Song aus früheren Zeiten erinnert, ganz gut. (7)

Der zweite Bonustrack "Peace Of Mind" schleppt sich dann recht nett vorwärts, ... zumindest bis zum (schon wieder) schnelleren Schlußteil. (7)

Als das "neue" N.I.B. wurde "Pariah" auserkoren, mehr gibt es dazu nicht zu sagen! (6)

"Naivete In Black" ist eine unspektakuläre Uptempo-Nummer mit einem Ozzy, der sich so emotionslos anhört, als würde er den Text vom Blatt ablesen und dabei an "das Bier danach" denken. (5)

Schade ist, dass man hier kaum eine konstruktive Kritik anbringen kann, ohne gleich als "unfähig", "Nichtversteher der Rockmusik" oder sonst was in den Kommentaren beschimpft zu werden. Die Nostalgie- und Alt-Fans sind begeistert, der offene Hörer wird die Schwachpunkte erkennen!

Die Platte ist gut, hat allerdings keinerlei innovative Momente, und außer "Age Of Reason" kein wirkliches Highlight!

Dafür gibt es drei Sterne mit leichter Tendenz nach oben - für vier Punkte reicht es eben doch nicht ganz, und die Höchstwertung ist weit entfernt!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur geil!!!, 28. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 13 (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Super Scheibe, fette Produktion, wie früher und doch einundzwanzigstes Jahrhundert. Man weiß eigentlich nie, was man danach hören soll - also nochmal von vorn...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie früher..., 21. August 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 13 (Audio CD)
Sehr geiles Album! Ansonsten gibt es den anderen Rezensionen nichts hinzuzufügen. Außer, dass ich den Schlagzeugsound nicht so gut finde. Wenn man hört, dass das Album mit Brad Wilk aufgenommen wurde, erwartet man auch einen entsprechenden Schlagzeugsound. So, und das war auch schon der einzige Kritikpunkt. Auf jeden Fall kaufen und hören!!! Es darf ruhig etwas lauter sein!
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Barthel holt den Most, 22. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: 13 (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Sehe Comeback-Bestrebungen von Rock-Dinosauriern normalerweise äusserst kritisch, weil es meistens danebengeht und doch nur die Rente aufbessern soll. Aber die neue Sabbath wälzt alles nieder, was Generationen von Nachahmern die letzten Dekaden veröffentlicht haben. Ozzy hat seit 1975 nicht mehr so dämonisch und irre geklungen wie auf "13". Tony scheint sich die Riffs seines Lebens aufgespart zu haben und spielt (z.B. im unglaublichen "Age Of Reason") herzzerreissende Soli. Geezer spielt, wie immer, seinen einzigartig knochentrockenen Bass als eigenständiges Instrument. Tja, Orchid, Kadaver & Co, auch ihr seid super und habt gut aufgepasst in der Metal-Schule, aber nun zeigt Euch der Barthel, wo er den Most holt...
Ich kann mich nicht satthören an "13", der Klang ist Weltklasse (warm und transparent)und es gibt keinen einzigen Füller.
Long Live Rock 'n' Roll.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre, 13. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: 13 [Super Deluxe Edition] (Audio CD)
Die Vorfreude auf das neue Album konnte ich in den letzten Tagen vor der Veröffentlichung wirklich kaum verbergen und ertappte mich selbst daher immer wieder dabei, wie ich händereibend und grinsend die gute alten "ersten fünf" von Black Sabbath rauf und runter gespielt habe. Das Paket kam dann auch pünktlich - die CD läuft seitdem ununterbrochen im Auto und heimischen Büro. Ich muss sagen, dass der erste Durchlauf mich kaum vom Hocker gerissen hat, aber das hat sich mittlerweile eindeutig gedreht. Ich finde das ganze Album absolut genial. Tony/Geezer riffen wie junge Götter in größtenteils midtempo-lastigen Songs, Aushilfsdrummer Brad Wilk untermalt das ganze relativ unspektakulär und Ozzy singt für seine Verhältnisse auf wirklich hohem Niveau. Ob da Rick Rubin per ProTools ordentlich nachgeholfen hat oder nicht ist mir relativ wurscht - für mich klingt das einfach nur richtig. Das Album hat in seinen größten Momenten die echten "Sabbath-Vibes" ("Age of reason", "Loner" und besonders "Peace of mind" sind absolute Suchtsongs allererster Güte. Letzterer befindet sich auf der Bonus-CD, die das Album um drei gute Songs ergänzt. Ozzy und Co müssen niemandem etwas beweisen - und ich finde, dass man diese Leichtigkeit durchaus auch hören kann. Die Produktion ist schön erdig und darf ganz offensichtlich mit weniger Schnickschnack auskommen als man vielleicht "befürchtet" hat.

Zur Box an sich kann man folgendes sagen: Das Album kommt mit coolem 3D-Cover, enthalten ist schickes Doppel-Vinyl, ein nettes, aber ozzyvernuscheltes Making-Of auf DVD, geniale S/W-Photos der Aufnahmesessions, handgeschriebene Lyrics und ein hübscher Kunstdruck des Single - Covers von "God is dead?". Ohne wenn und aber ist "13" Pflichtlektüre und insbesondere auch die Box jeden Cent wert. [...] (DM)
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die 13 ist keine Unglückszahl!, 18. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: 13 (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Ich habe mir einige Rezensionen hier angelesen und staune über die vielen Superlative die hier im Ausverkauf verteilt werden. Um es vorweg zu nehmen: "13" ist ein grundsolides Metal-Album und ein ebensolches Black-Sabbath-Produkt. Man kann auch sagen, dass es das beste Ozzy-Sabbath-Album seit 35 Jahren ist, da es ja danach (außer den zwei Bonus-Tracks auf der "Reunion") keine neue Musik mehr mit Ozzy gab. Aber dennoch überkommt mich trotz allem nicht dieses Wow!-Gefühl, von dem hier in 97% der Rezensionen berichtet wird.

Aber der Reihe nach:

"End of the Beginning" fängt so dermaßen "Black Sabbath" an, dass es einem fast schon ein Schmunzeln entlockt. Das ist Kreativ-Recycling pur, was die älteren Herrschaften abliefern. Statt Bill Ward, der kurzfristig das Line-up verlassen musste, bedient Crossover-Drummer Brad Wilk (Audioslave, Rage Against the Machine) die Felle. Und natürlich spielt er diesen ersten Track genau so, wie ein Fan dies tun würde, nämlich nah am "Original". Iommis Riffs sind wie immer herausragend, aber dieser Diebstahl gleich zu Beginn des Albums hat schon ein Geschmäckle, das mir nicht besonders zusagt. Da habe ich in der Musikgeschichte schon originellere Zitate gehört. Eine Erklärung liefert vielleicht Ozzy, der singt: "Will you decide what makes you an entity? That's your identity. Well if you don't know Which way to go.!"

"God is Dead" läuft ja bereits seit ein paar Monaten als Teaser durch die Medien. Dieser Track kommt als Black-Sabbath-Song ziemlich frisch auf's Ohr. Im Gegensatz zum Opener läuft es bei Herrn Osbourne stimmlich runder. Die Strophe plätschert vor sich hin, bevor Bridge und Refrain unmissverständlich klar machen, wer die Herren im Doom-Metal sind. Textpassagen wie etwa "Swimming in sorrow, they kill, steal, and borrow. There is no tomorrow. For the sinners will be damned" sind hier clever an den Dio-Style angelegt. Kein Wunder, dass dieser Track die Erwartungshaltung auf das Album so lange aufrecht gehalten hat. Der Song ist eine Wucht. Vor allem Geezer Butler lockert durch seine ausufernden Bassläufe das Teil mächtig auf.

Das Riff von "Loner" erinnert anfangs an eine Mischung von "Junior's Eyes" und "N.I.B.". Trotz seiner gerade mal fünf Minuten Spielzeit kommt der Song nicht richtig aus dem Quark und ist nicht so kurzweilig wie man es erwartet hätte.

Mit "Zeitgeist" kommt zum Glück ein weiteres Highlight des Albums auf's Ohr. Hervorragende Gitarren-Sounds (überwiegend akustisch) sowie Geezers stimmungsvolles Bassspiel ergänzen die hypnotisch verzerrten Vocals von Ozzy. Das Solo von Tony passt dazu wie die Faust auf's Auge. ganz großes Kino auch die Percussions, die hier das Schlagzeug ersetzen. Einfach ein geiler Track!

Treibend und fett geht es direkt im Anschluss mit "Age of Reason" weiter. Die Saitenfraktion dominiert auch hier das Geschehen. Produzent Rick Rubin hatte offenbar Probleme, Ozzy entsprechend in Szene zu setzen. Auf diesem Traack wird dieses vermeintliche Unvermögen besonders deutlich. Mehr zu Rubin später in meinem Fazit.

"Live Forever" setzt auf die gleiche Schiene wie sein Vorgänger. Ein ausgiebiegies Riff-Thema wir vorgestellt, bevor es dann "Hole in the Sky"-mäßig in eine andere Richtung weiterläuft. Stimmlich ist Ozzys Beitrag solide, aber den so liebgewonnenen Wahnsinn hat er komplett aus seiner Stimme verloren. Ebenfalls ein weiteres (Luxus-)Problem dieser Platte. Alles ist so extrem auf den Sabbath-Stil aus den Siebzigern fixiert, aber Ozzy klingt leider viel zu oft wie kurz vor dem Einschlafen. Kein Wunder, dass Iommi/Butler mehr Spaß an Dios Gesangskünsten hatten, was sich auch in den Jahren danach mit Ray Gillen und Tony Martin stilistisch fortführen ließ. Und die trockene Produktion Rubins macht die Sache auch nicht besser.

"Damaged Soul" bietet immerhin musikalisch Abwechlung im ansonsten dominiernden Retro-Stil. Cool ist vor allem, dass Ozzy seine Harmonica aus der Mottenkiste gekramt hat. Die anschließenden Gitarrensoli bekommen ordentliche Räume von der Rhythmusfraktion spendiert. Ein weiteres Juwel auf diesem Album, das in einem furios treibenden Finale endet.

Das finale "Dear Father" kommt danach böse um die Ecke. Ozzy singt von Dämonen, vergifteten Geheimnissen und dem Bösen. Eine Abrechnung mit einem gottesfürchtigen, grausamen Vater/Pastor kommt mit 65 etwas seltsam rüber. Zum Glück überzeugt der Song durch herausragende Gitarrenarbeit. Am Ende sorgt ein reinigendes Gewitter und Glockenbklang für den schon oft zitierten Abschluss einer Ära, die mit Black Sabbath's gleichnamigen Opener auf dem 1970 erschienen Erstlingswerk ihren Anfang nahm - ebenfalls mit Glocken und Gewitter.

Und so endet das Album nach 53 Minuten und hinterlässt einen recht durchwachsenen Eindruck. Einerseits WILL man Black Sabbath ja immer noch geil finden, andererseits findet sich zuviel Mittelmaß und bemüht Konstruiertes auf dem Album.

Produzent Rick Rubin macht hier ebenfalls einiges falsch, nimmt er den Akteuren doch die leichte Unschärfe, die für mich bislang den Black Sabbath-Sound ausgemacht hat. Man hatte insgeheim gehofft, dass solch ein grausamer Produktionsausfall wie "Headless Cross" (den Iommi mit Drummer Cozy Powell selbst verbockt hat) nicht mehr vorkommt. Zu gläsern klingt dier Produktion stellenweise. Ozzy "steht" fast bildlich neben der Musik. Das hat er in der Vergangenheit schon deutlich besser hinbekommen. Er wird es vermutlich auf den Sänger schieben. ;)

Ich persönlich mag "13" unter dem Strich dann doch. Es ist ein gutes und solide produziertes Album, aber eben nicht der Hammer. Trotzdem hält sich meine Enttäuschung in Grenzen. Dazu tragen auch die drei Bouns-Tracks der Deluxe-Edition bei. Warum diese es nicht auf das regulärte Album geschafft haben, ist mir unverständlich. Eine CD kann auch 69 Minuten Musik aufnehmen.

"Methademic" klingt zwar etwas mehr nach Ozzy-Solo, trägt aber unverkennbar die Handschrift Tony Iommis. Auch merkt man "Jungspund" Wilk an, dass er mit dieser Nummer mehr Spaß hat als mit dem schleppenden Doom-Metal, der sonst den Sound von Black Sabbath prägt (und den ich so sehr liebe). Dennoch Respekt vor der Leistung dieses Mannes, der sich voll und ganz auf Black Sabbath eingelassen hat und behutsam den Stil Bill Wards abgreift.

"Piece of Mind" klingt dagegen 100% nach Black Sabbath und begeistert mit einem tollen Riff. Ozzy liefert hier eine der besseren Gesangsleistungen der gesamten Produkion ab. Umso verwunderlicher, dass dieser Track lediglich als Bonus angeboten wird.

Der dritte Bonus-Track "Pariah" rundet den sehr guten Gesamteindruck ab. Klasse Riffs, ein toller Geezer, der die Lücken klasse schließt, und ein fast fröhlicher Ozzy, der meint "You say that you can read my mind, be careful of what you might find. You think that you can be like me and see what my eyes see. But you're no friend of mine." Ein gelungener Abschluss einer hörenswerten Platte.

Aber jetzt schmeiß ich mir doch noch mal die "Sabotage" hinterher, denn die ist für mich immer noch das Beste, was Black Sabbath in der Ozzy-Ära produziert haben.

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!
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2.0 von 5 Sternen Laaaaangweilig!!, 17. April 2014
Von 
P. Albert (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: 13 (Audio CD)
Es ist ja schon viel über die 13 geschrieben worden, deshalb bemühe ich mal einen anderen Rezensenten für meine Einschätzung in etwas abgeänderter Form.
Ich finde sie extrem langweilig und werde kein Geld dafür ausgeben. Einzig das Ende der regulären Scheibe ist eine tolle Idee. Am Ende der Anfang von Black Sabbath: Regen prasselt auf die Erde, von weitem hört man eine Kirchenglocke und ein Gewitterdonner verliert sich im Regen ... Black Sabbath ist geboren. 44 Jahre später wird Black Sabbath im Regen und Donner, begleitet mit dem Klang einer Kirchenglocke zu Grabe getragen!!

Habe mich wirklich bemüht und die Scheibe 3x durchgehört, aber da passiert nix bei mir außer das nichts passiert.
Da höre ich mir lieber die ersten 3, 4 Scheiben zum hundertsten mal an ... das war noch was!!!

Der Klang ist übrigens auch noch mies und Rick Rubin hat es mit der Kompression total übertrieben. Bei der CD haben wir einen HDR von 4, also "fast null" Dynamik!! Beim Vinyl sinds wenigstens ordentliche 10!!
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13 (Limited Deluxe Edition)
13 (Limited Deluxe Edition) von Black Sabbath (Audio CD - 2013)
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