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4,6 von 5 Sternen
Steelhammer (Ltd.Digipak)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Juli 2015
Im Mai 2013 erschien das 14. Studioalbum der deutschen Heavy Metal Band U.D.O.. Eingespielt wurde es von Udo Dirkschneider (Lead Vocals), Fitty Wienhold (Bass Guitar), Francesco Jovino (Drums) und dem neuen Gitarristen Andrey Smirnov, welcher alle Gitarrenspuren alleine eingespielt hat. Alle Songs wurden von Udo Dirkschneider und Fitty Wienhold geschrieben, die beiden haben auch direkt die Produktion übernommen.

Nach dem Vorgänger "Rev-Raptor" haben die beiden langjährigen Gitarristen Stefan Kaufmann und Igor Gianola die Band verlassen. Somit ist "Steelhammer" ein kleiner Neuanfang. Zu den Songs:
Der Opener `Steelhammer` gibt direkt die Richtung vor, es ist typischer U.D.O.-Heavy Metal angesagt. `Metal machine` ist ein mittelschneller Stampfer mit gutem Refrain. Bei `Basty ya` singt Udo spanisch, seine Fans dort werden erfreut sein. Schon jetzt fällt auf, dass die Produktion `organischer` bzw. `lebendiger` ausgefallen ist als auf den Vorgängern. `Heavy rain` ist eine Ballade mit Piano- und Streicherbegleitung. Nach diesen beiden Nummern wird bei `Devil`s bite` wieder gerockt, wobei die elektronischen Spielereien etwas irritieren. Doublebass ist bei `Death ride` angesagt. Neben der besseren Produktion gefällt der neue Gitarrist. Mit Andrey Smirnov scheint Udo einen guten Griff getan zu haben! Bei den folgenden Titeln sind einige richtig gute dabei und insgesamt wenig mittelprächtige. `Timekeeper` punktet, wie eine andere Songs auch, mit fetten Gitarren. Das Gleiche gilt für `Take my medicine`. Wieder Doublebass bei `Stay true` (arg einfacher Text). `When love becomes a lie` ist ein melodischer Titel. `Book of faith` kommt geheimnisvoll und bombastisch rüber, ist mal was anderes.

Auf "Steelhammer" ist nicht alles Gold was glänzt. Aber die Songs sind insgesamt wieder besser ausgefallen und auch die Produktion passt wieder. Der Besetzungswechsel hat der Band offenbar gut getan. Daher sind hier 4 Sterne und eine Kaufempfehlung auszusprechen.
Nach den Aufnahmen wurde Kasperi Heikkinen neuer 2. Gitarrist.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Mai 2013
Naja - sicherlich ist Steelhammer wieder besser geworden als zuletzt Rev-Raptor, dass ja unheimlich unter dieser Plastik-Rammsteinartigen Comic-Produktion litt, aber der ultimative Oberhammer, der an alte Accept-Glanztage anschliesst und alles unwiederstehlich niederrockt, ist meines erachtens nach auch Steelhammer nicht geworden. Hauptsächlich die fette Produktion(insbesondere der Gitarren) und das diesmal offensichtliche vorhandensein eines echten Schlagzeugs machen das Album zu einem klassischen U.D.O.-Album, das man sich bedenkenlos wieder zulegen kann, wenn man auf typischen Teutonen-Metal abfährt.

Vielleicht hat sich zuletzt bei der Produktion auch ein wenig zuviel Routine mit eingeschlichen - es ist vielleicht ganz gut, dass Stefan Kaufmann nicht mehr mitmischt und (aus Gesundheitsgründen?) auch nicht mehr die Produktion übernahm und keine Songs mehr mitschrieb. Insgesamt klingt das Material von Steelhammer etwas frischer, als dieser Rammstein-artige Sound davor, den man jetzt schon seit Mastercutor über 3 lange Alben ertragen musste. Als Höhepunkte des Albums sehe ich den Smasher "Steelhammer", den schleppenden Stampfer "Cry of a Nation", den auf spanisch gesungenen heftigen flotten Rocker "Basta Ya", das stark an Sinner erinnernde gemässigte "Never cross my Way" und die Dampfhammer-Hymne "Stay True".
Die Rammsteinartige Single "Metal Machine" hätte dagegen auch gut auf die letzten Alben gepasst und klingt etwas flach und unsinspiriert, nur das Solo ist echt schön. Komischerweise ist gerade im Mittelteil des Albums etwas viel einfallsloser Leerlauf angesagt mit den mittelmässigen Allerweltsongs "Devils Bite","Death Ride","King of Mean" und "Timekeeper" nacheinander. Das sind so typisch naive U.D.O-Songs, wie es sie auf allen U.D.O.-Alben zu hören gibt - irgendwo angesiedelt zwischen total belanglos, solide und bemüht. Die kurze Piano-Ballade "Heavy Rain" ist gar vollkommen misslungen. Der mystisch angehauchte geheimnisvolle Abschlusstrack "Book of Faith" wurde mit Orchester unterlegt und soll etwas künstlerisch Wertvolles darstellen, herausgekommen ist dabei ganz netter hörbarer Kitsch, mehr nicht.

Insgesamt hat U.D.O. mit Steelhammer ein klassisches Hardrock-Album rausgehauen, das endlich wieder mit fettem Sound den Weg aus der klangtechnischen Tristess der letzten Alben herausgefunden hat, so dass man bescheinigen kann, dass U.D.O. wieder in die rechte Spur gefunden haben. Aber echte geniale Hymnen und Klassiker-Songs sucht man auf Steelhammer vergebens. Dafür ist das Songmaterial einfach viel zu durchschnittlich und mittelmässig, es ist eher ein Fleiss-Album geworden auf dem keine genialen musikalischen Momente wahrnehmbar sind. Auch bezweifle ich, dass auf Steelhammer auch nur ein Ton von den neuen Gitarristen zu hören ist, die sind ja erst hinzugestossen als das Album bereits vollständig im Kasten war. Kein schlechtes Album, aber der Überhammer ist Steelhammer sicherlich auch nicht geworden.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
U.D.O. sind zurück! Im Vorfeld hat es ja ganz schön gerummst.
Songwriter, Produzent und Gitarrist Stefan Kaufmann ist aus gesundheitlichen Gründen raus aus der Band und hat auch Songwriting und Produktion abgegeben. Unerwartet stieg der langjährige Gitarrist Igor Gianola auch noch aus. Neugitarrist Andrey Smirnov spielte alle Gitarren ein, später gesellte sich der Finne Kasperi Heikkinen zu der Band. Udo Dirkschneider schrieb mit Bassist Fitty Wienhold das Album und man nahm auch die Produktion in die Hand.
Das Ergebnis kann sich hören lassen! Vorbei sind die Zeiten in den U.D.O. auf Konserve für ihren Plastiksound, insbesondere bei den Drums gescholten wurden. Hier ballert alles richtig druckvoll und nicht künstlich aus den Boxen. Die Combo klingt frisch, wild und hungrig.
Der Opener und Titelsong "Steelhammer" ist eine typische U.D.O. Abgehnummer und könnte auch auf anderen Werken gut stehen. Insgesamt gibt es 14 knackig klingende Stücke, deren Abwechslungsreichtum manche etablierte und eingespielte Band vor Neid erblassen lassen müsste. Kein Füllmaterial, kein "geht so", hier regiert der Ohrwurmfaktor über eine Stunde lang. Wenn ein Lied etwas an die zwei oder drei Vorgängerwerke erinnert ist es "Metal Machine" ein göttlicher Midtempostampfer vor dem Herren. Statt auf Russisch gibt es mit "Basta Ya" jetzt mal eine spanische Nummer die in südländischen Ländern sicherlich die Konzerthallen zum Kochen bringen wird. Die zwei Minuten Pianoballade "Heavy Rain" zeigt mal wieder was Herr Dirkschneider mit seiner Reibeisenstimme alles zu Stande bringt. Hier merkt man, dass er doch solche Lieder locker singen kann. "Devil's Bite" hat mit modernen Keyboardklängen ein paar Farbtupfer an Bord und zeigt das U.D.O. ein sehr breites Spektrum fahren und dies auch beherrschen. So könnte ich jetzt jeden Track sezieren und finde immer noch keinen Ballast.
"Steelhammer" ist vielleicht die abwechslungsreichste und längste U.D.O. Scheibe in der langen Karriere der Band geworden und ähnlich wie eine Best Of Scheibe mit allen Facetten des Bandsounds bestückt. Jedoch wurde die CD mit neuen Liedern und ganz vielen Überraschungen bestückt.
Selbst ich als langjähriger Fan habe der Band solch einen Triumphzug nicht zugetraut und behaupte frech, dass "Steelhammer" vielleicht die beste CD seit locker 10 Jahren ist!
(Das Digipack hat gar noch ein Extralied, also schnell zuschlagen.)
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am 12. Juni 2013
Nun ja, ein neues U.D.O. Album gibt es wieder. Da ich musiktechnisch nicht mehr alles so verfolge, wie noch vor Jahren, hab ich das erst gar nicht mitgekriegt. Geradliniger und authentischer Rock und Metal ist aber nach wie vor mein Lebenselixier, also hab ich natürlich gleich zugeschlagen, als ich "Steelhammer" entdeckte. Ich werde nie verstehen, warum so viele Leute neue U.D.O. Alben an alten Accepts messen. Klar sind Klassiker wie "Metal Heart" richtig geil, aber was U.D.O. seit einigen Jahren immer wieder rausbringen, halte ich für eindeutig stärker! Ok, das letzte Album hatte einen gewöhnungsbedürftigen Sound, aber die Mucke war/ist ein Kracher.

Natürlich auch hier auf "Steelhammer", astreiner Sound, genialer, abwechslungsreicher Metal, klingt immer authentisch, nicht zwanghaft "gekünstelt", deftig, druckvoll, mal rast es, mal stampft es, auch öfters melodisch und gefühlvoll und so soll es sein, das verleiht dem Ganzen eine gewisse Qualität und so wird es nicht langweilig. Das ist, was ganz große Bands für mich ausmacht. Gesangsmäßig hört man Udo sein Alter immer noch nicht an und die beiden neuen Gitarristen machen ihre Sache 1a, wüßte ich nicht, daß diesmal andere Typen die Gitarren spielen, würde ich mir auch nichts dergleichen denken, denn es klingt alles typisch U.D.O.-mäßig. Mit 15 Tracks (incl. Bonustrack "Shadows come alive") ist das Album reichlich bestückt mit echten Krachern!
Kein einzig schwacher Song und es wächst bei mehrmaligem Anhören, uneingeschränkte Kaufempfehlung!!!

U.D.O. rocks!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Juni 2013
Udo Dirkschneider, die Metal-Legende ist zurück. Ich muss zugeben ich habe U.D.O. zum letzten mal Mitte/Ende der 90er gehört. Danach war für mich Schicht und ich habe die weiteren Scheiben nicht mehr gehört/gekauft. Aufgrund der teils überragenden Kritiken habe ich mich zum Kauf von "Steelhammer" inspirieren lassen....und was soll ich sagen....ich bin sowas von geplättet. Meine Kinnlade ist immer noch am Boden. Eine solche Killer-Scheibe hätte ich dem Maestro wahrlich nie und nimmer mehr zugetraut. Eine absolute oberamtliche Killer-Produktion und geniale neue Songs in modernem Gewand. Respekt Herr Dirkschneider, und die Stimme klingt immer noch kratzig und grell wie eh und je. Keine Spuren von Alterserscheinungen....hammer. Für mich gibts nur eins - Höchstnote. Seit Steelhammer ist U.D.O. wieder voll auf meinem Radar und ich hoffe er hat noch weitere solche Asse im Ärmel in Zukunft. Thumbs Up !!!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Oktober 2013
Gleich zwei gravierende Abgänge müssen U.D.O. im Vorfeld ihres 14. Studioalbums "Steelhammer" (2013) verkraften. Zum einen verlässt Lead-Gitarrist Igor Gianola die Band. Insgesamt 14 Jahre prägt er den Sound der Truppe um Ex-Accept Sänger Udo Dirkschneider maßgeblich mit gefühlvollen Soli und krachenden Riffs. Aus kreativer Sicht noch einschneidender ist allerdings das Ausscheiden von Mastermind Stefan Kaufmann. Der Solinger ist seit 1978 musikalischer Partner von Udo, zunächst als Schlagzeuger bei Accept, später als Rhythmusgitarrist, Komponist und Produzent bei U.D.O. Ende 2012 muss er aus gesundheitlichen Problemen seine Karriere beenden. Kaufmanns stampfende Power-Riffs sind seit jeher das markanteste musikalische Element der Band.

Es ist also eine Art Neuanfang für Udo Dirkschneider (Gesang), Fitty Wienhold (Bass) und Francesco Jovino (Schlagzeug). Andrey Smirnov (u.a. Everlost, Paul di'Anno und Blaze Bayley) und Kasperi Heikkinen (u.a. Merging Flare und Amberian Dawn) heißen die neuen Mitglieder. Vielen Fans noch recht unbekannt, liefert das Gitarren-Duo aber gleich einen prägnanten Einstand ab. Insbesondere nachzuhören auf der Vorab-Single "Metal Machine". Die Riffs donnern und sägen in bester Kaufmann-Manier und Udos Reibeisenstimme raspelt gewohnt schneidig. Dazu ein Headbang-Refrain mit gebellten Gangshouts - fertig ist das wohlschmeckende Oldschool-Süppchen. Könnte auch aus den 1980ern stammen. Leider gerät nicht das ganze Material des Albums derart überzeugend.

Im Titelsong "Steelhammer" regiert zwar der Selbige, doch der geleierte Refrain geht einem mit der Zeit auf die metallverstärkten Testikel. Da hatten U.D.O. in der Vergangenheit schon wesentlich spritzigere Ideen. Zweifellos heavy, aber etwas zu vorhersehbar.

Die bitterböse Finanzkrisen-Abrechnung "A cry of a Nation" vermag hingegen zu packen. Schwere Riffs im mittleren Tempo und harmonische Melodie-Strukturen - gute Kombination. Dirkschneider und Wienhold schreiben die meisten Songs und produzieren das Album auch und das tut dem Sound gut. Die Zeiten der sterilen Bassdrum sind glücklicherweise endlich vorbei, alles klingt organischer und natürlicher.

Ungewöhnlich wird es im rein spanischen "Basta ya!". "Wir haben genug" ist der Schlachtruf vieler Demonstranten in Udos Wahlheimat Spanien, wenn sie gegen die Krise aufbegehren. Gemeinsam mit seinem Duettpartner Victor Garcia von Warcry ist eine klassische Metal-Hymne für alle Unterdrückten und Benachteiligten entstanden. Eigentlich ist der Titel als Ballade geplant, funktioniert aber mit rollenden Stakkato-Riffs deutlich besser.

Eine Ballade haben U.D.O. nämlich anschließend im Gepäck. Das traurige "Heavy Rain" wird getragen von Piano und gefühligen Streichern. Hier verarbeitet Dirkschneider das Ende seiner 25-Jährigen Beziehung. Sehr ergreifend und vom Soundbild eher bei den Beatles als im Metal zu verorten. Solche Experimente tun jederzeit gut und sorgen für die nötige Abwechslung, die im Folgenden leider etwas verloren geht.

"Devil's bite" beginnt mit danceartigen Keyboard-Licks, ehe die Gitarren aufmarschieren. Ganz nette Nummer, mehr nicht.

"Death Ride" brettert angenehm zackig und gehört zu den stärkeren Titeln. Heavy Metal in seiner urwüchsigsten Form. Richtig geil. Die Doublebass wird auf "Steelhammer" ansonsten eher selten eingesetzt im Vergleich zu vorherigen Veröffentlichungen. Hier und da hätte sie einigen Songs ganz gut getan.

Eventuell auch dem verunglücklichten "King of mean". Die Strofen sind noch ganz gut, für einen richtig starken Refrain hat es nicht mehr gereicht.

Den bekommt man dann tonnenschwer und brachial in "Timekeeper" serviert. Einer meiner Lieblingssongs des Albums. Kraftvoll, melodisch und zupackend. Stark!

Mit "Never cross my way" geht es zurück in die 80er. Trotz der satten Gitarren mehr Ballade als Rocker. Anno dazumal sicherlich ein Single-Kandidat, für die Neuzeit vielleicht etwas zu kommerziell. Sticht heraus, auch wenn der Refrain am Ende etwas zu häufig wiederholt wird.

"Take my Medicine" macht zwar ordentlich Rabatz, vom Hocker reißt es nicht wirklich.

Wesentlich besser lässt sich "Shadows come alive" an, der Bonustrack der Limited Edition. Sofort nickt der Kopf im Takt mit. Hell yeah! Genau das will man als Fan von U.D.O. hören. Kann vollständig überzeugen. Wieso das ein Bonustrack sein soll - keine Ahnung. Ist für mich neben "Timekeeper" der Höhepunkt der LP.

Meinetwegen hätte man lieber auf "Stay true" verzichtet. Traditionelles Metal-Geschwurbel ohne große Seele. Gefällt mir gar nicht.

"When love becomes a lie" geht hingegen klar. Ragt nicht besonders heraus, ist aber gut hörbar.

Zum Abschluss wird es mit "Book of faith" nochmal experimentell. Klingt anfangs wie der tangogetränkte Soundtrack eines klassischen Westerns und mutiert dann zum Hard Rock-Stampfer, der am Ende sogar mit Streichern auftrumpft. Muss man sich erst dran gewöhnen. Wird nach und nach aber immer interessanter.

Alles in allem ist "Steelhammer" ein zweischneidiges Schwert. Einerseits gilt es positiv zu vermerken, dass U.D.O. sich musikalisch weiterentwickeln wollen, was auf den letzten Alben deutlich zu kurz gekommen ist. Es gibt mehr Abwechslung und vielseitigere Arrangements, von Keyboard über Geigen ist alles dabei. Einheitsbrei war gestern. Allerdings ist der Qualitätsunterschied zwischen den einzelnen Songs teilweise frappierend und manches Material hat zu wenig Ruppigkeit und Durchschlagskraft. Die Düsternis der letzten LPs ist etwas verloren gegangen. Es entsteht nie wirklich ein homogenes, rundes Gesamtbild. Klingt eher wie eine Compilation mit einiger Ausschussware. Zwei, drei Songs weniger wären wohl angebracht gewesen. Immerhin hat man diesmal auf ein unpassendes Comic-Cover à la "Dominator", "Rev-Raptor" oder "Celebrator" verzichtet. Hier wurde zuletzt deutlich übertrieben. Die Faust ist eindeutiges Statement und Klischee zugleich. So wie auch die enthaltene Musik. Man muss die alten Tage des Metal schon mögen, um Udos Truppe und deren Sound gut finden zu können. Sicher, es gibt musikalisch versiertere Bands. Einen guten Job erledigen die Musiker und besonders die beiden neuen Gitarristen aber trotzdem. Schlägt sich auch in den Charts nieder. Dank offensiver iTunes-Promotion und ingesamt vier Singles geht das Album bis auf Platz 21 in Deutschland.

Wer mit 61 Jahren noch so aktiv und fit ist wie Udo Dirkschneider, der hat seinen Platz in der Metal-Welt mehr als verdient. Ein richtig schlechtes Werk kann er ohnehin nicht abliefern. Nächstes Mal aber darf es ruhig wieder etwas bissiger zugehen.
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Ich sehe mich in meiner CD-Sammlung um und sehe alle Scheiben von Udo Dirkschneider dort stehen. Von Accept bis U.D.O. - einfach alle. Udo Dirkschneider ist eine absolute Metal-Ikone - ohne Zweifel. Und ich dachte schon, dass er seine bisherigen Leistungen nicht mehr toppen kann. Aber weit gefehlt ... denn eine Welle geballte Metal-Power rollt da auf uns zu!

Mit "Steelhammer" und einigen Besetzungswechseln kann der Altmeister wieder auf ganzer Linie begeistern. Der Opener "Steelhammer" hört sich an wie ein früherer, neu produzierter Hammersong (aber er ist natürlich neu), "A Cry Of A Nation" entfaltet eine ungehörige Power. Und "Metal Machine" ist mein absoluter Lieblingssong. Und dabei sind das NUR die ersten drei Songs des Albums. Meine absolute Kaufempfehlung.

Udo Dirkschneider ist derjenige, der mich als Musiker wohl am meisten geprägt hat. - W.E.R.S.I., Guitar Axeman, BORN2RULE
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am 3. August 2014
Unglaublich -- Vor ein paar Tagen dachte ich mir, nachdem ich vom Büro zu Hause war: Jetzt check ich mal die neue U.D.O an; ma sehen, ob der "alte Mann" wirklich noch so gut ist, wie mir gesagt wurde. Und siehe da: Der Udo kann es noch, und wie! Songs voller Power und Kraft, kein einziger Ausfall auf der ganzen Scheibe; dies gepaart mit einer druckvollen Produktion, die keine Wünsche offen läßt -- einzig Fittis Bass ist ab und zu meines Erachtens ein bißchen im Hintergrund; das ist aber Geschmackssache!!!

Absolute Kaufempfehlung!

PS an alle "Glaubenskrieger":

Die Scheibe ist mindestens so gut wie die "neuen Accept" -- ach ja, damit ich das auch noch loswerde: Die originalen Accept werden immer Wolf Hofmann und Udo Dirkschneider beinhalten; das Original bleibt eben das Original!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Juni 2013
Herr Dirkschneider kann’s nicht lassen und haut auch sehr regelmäßig eine Scheibe nach der anderen auf den Markt. Und eine Platte oder CD von U.D.O. die mich von vorne bis hinten restlos überzeugt hat gab’s auch noch nicht, was mich selbst etwas wundert, aber irgendwie fehlt meist etwas was über das Prädikat „gefällig" für viele seiner Songs hinausgeht, da Sie sich, für mich, meist zu simple und routiniert anhören. Was mich nicht abhält den musikalischen Weg des Ex-Accept Frontmannes interessiert weiter zu verfolgen. Zumal sich durch das phänomenale Comeback der einstigen Weggefährten generell auch die Aufmerksamkeit auf Udo D. verstärkt hat.

Zu lesen war ja, dass die Umstände es wohl erforderten eingefahrene Wege verlassen zu müssen, was künstlerisch scheinbar gar nicht so schlecht war und ich weiß nicht ob es zusätzlich so eine Art Ehrgeiz bei Herrn Dirkschneider entfacht hat, es Denen und den Leuten die gerne Vergleiche zu Accept anstellen mal zu zeigen. Irgendwie habe ich fast den Eindruck, denn „Steelhammer" ist tatsächlich nicht so geworden, wie ich es auf Grund meiner Erfahrungen und Erwartungen für möglich gehalten habe.

„Steelhammer" ist, was zu erwarten war, heavy, aber dazu extrem abwechslungsreich und sprüht vor einer Ideenvielfalt im Songwriting die absolut nicht als selbstverständlich gilt. Generell gibt man bei der Gitarrenfraktion so richtig Gas und versucht jedem Song einen Identitätsstempel aufzudrücken. Die variabel gehaltenen Riffs brennen Spuren in die Gehörgänge und die Leads geben dem Metallerhirn genug Grund genauestens zuzuhören. Dazu wirft man allerlei zusätzliche Elemente, wie Klassik oder hin und wieder Elektronik, ein und Udo Dirkschneider bringt es fertig so variabel zu performen wie zuletzt wohl in den 80ern. Den kleinen Kurz-Ausflug mit „heavy rain“ in die Sinatra-Ebene kann ich persönlich nur als Gewinn für das Album empfinden. Hat zwar nichts mit Metal zu tun, aber zeigt mir das „Metal" nicht nur im Zusammenhang mit „heavy" steht, sondern eben auch eine Einstellung, losgelöst vom Mainstream und Denkverboten, verkörpert.

Abgerundet wird die ganze Sache auch vom brillanten Sound der warum auch immer organischer als zuletzt ausfällt und letztlich zum sehr guten Gesamtbild des gesamten Albums beiträgt. Schickt man am ehesten ein Exemplar mal zu einem gewissen Mr. Rubin damit er mal sein verkorkstes Hörgerät danach eichen lässt!

Mein Fazit: Daumen hoch und definitiv, für mich, das beste Album von Udo D. als U.D.O. ever! Von daher 5 überzeugte Sterne!
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am 14. Juni 2013
Back to the Roots!!!! Udo is back! Die Aufnahme ist der absolute Hammer - kraftvoll, dynamisch und präzise....die Stimme von Udo... als befänden wir uns noch in den 80ern. Harter Metal wie ihn Fans nur lieben können. Diese Scheibe übertrifft die Accept Blood of the Nations - uns das ist nicht so leicht. Volle 5 Sterne+
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