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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Große Schauspielkunst im historischen Gewand
Fritz Umgelter konnte Filme machen, die auch über 30 jahre später noch faszinieren. Das späte 18. Jahrhundert wird lebendig - nicht zuletzt ein Verdienst der ausnahmslos großartigen Darsteller. Politische, soziale und familiäre Konflikte bestimmen die ereignisreiche Handlung, die von Hessen nach Amerika führt.
Hier der Adel, dort Bauern...
Veröffentlicht am 29. Januar 2010 von Thomas Ewald

versus
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Keine Langfassung!
Ich habe den Dreiteiler "Der Winter der ein Sommer war" und dachte in dieser "Original-Langfassung" wären vielleicht noch Szenen enthalten, die im Dreiteiler rausgeschnitten wurden - zumal das Cover 6 Teile anpreist. Tatsache ist aber, dass hier einfach aus einem Dreiteiler ein Sechsteiler gemacht wurde.

Es ist keine Langfassung - es dauert nur länger...
Vor 13 Monaten von Tanja Kohlpoth veröffentlicht


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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Große Schauspielkunst im historischen Gewand, 29. Januar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Fritz Umgelter konnte Filme machen, die auch über 30 jahre später noch faszinieren. Das späte 18. Jahrhundert wird lebendig - nicht zuletzt ein Verdienst der ausnahmslos großartigen Darsteller. Politische, soziale und familiäre Konflikte bestimmen die ereignisreiche Handlung, die von Hessen nach Amerika führt.
Hier der Adel, dort Bauern und Landarbeiter, hier Soldaten, dort Offiziere: Die feudale Gesellschaft mit ihren Privilegien und unüberbrückbaren Gegensätzen wird nachvollziehbar. Dabei sind die Herrschenden nicht einfach und platt die Bösen und Unbarmherzigen, sondern Menschen, die - wie der Landgraf - politische Ziele verfolgen und dabei ständig Konflikte eingehen müssen. Gemessen an der historischen Genauigkei ist zu kritisieren, dass der Film einige Aspekte vernachlässigt bzw. falsch darstellt. So war Friedrich II ein aufgeklärter Fürst, der sehr viel für die soziale und kulturelle Fortentwicklung seines Herrschaftsgebietes getan hat.In Kassel gibt es viele Zeugnisse dieser Tätigkeit. Und er war Nordhesse und sprach keinen südhessichen Dialekt, was auch für alle anderen gilt!
Was den Soldatenverkauf angeht, so war dies nicht die Idee Friedrichs. Er führte lediglich aus, was seine Vorgänger in Subsidienverträgen mit England ausgearbeitet und vereinbart hatten.
Dennoch: Ein tolles Filmvergnügen, das unterhält und Interesse an vergangenen Zeiten weckt.
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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich eine deutsche Fernsehproduktion auf DVD, 21. Juli 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als erstes möchte ich klarstellen das der Film kein geschichtliches Dokument ist, aber das will er ja auch nicht sein. Wer mehr über die Söldner aus Hessen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg wissen will, muss Gesichtsbücher lesen.
Ich habe mehre Bücher aus Deutschland und USA gelesen und finde das der Film eine mögliche Geschichte der Söldner aus Hessen widergibt.
Ich habe sehr lange auf die Veröfflichung dieser DVD gewartet und freue mich auf den Genuss dieses Klassikers.

Aber sind mehrere Fehler in der Geschichte:

- die Hessen wurden nicht verkauft sondern ausgeliehen

- die Hessen waren im Unabhängigkeitskrieg sehr gefürchtet, da sie sehr hart kämpften und nicht wie im Film dargestellt immer betrunken waren. Im Film war Oberst Rall in Trenton betrunken, dies ist laut Geschichtsbüchern aber falsch.

- der Titel bezieht sich auf den Winter in den USA der erst sehr spät einsetzte und den Delaware erst sehr spät zufrieren ließ.

Also das sind nur kleine Mängel die ein Filmerlebnis mit alten Stars des deutschen Fernsehens zu Erlebnis machen.

Der Film ist Unterhaltung und sollte als solche gesehen werden.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Hollywood in Hessen"... paßt hier wirklich, 2. Februar 2010
Von 
JES (Maintal, Hessen Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
Für eine Fernsehproduktion eine sehr gute Umsetzung eines Buches. Mich hat schon damals, als ich es im Fernsehen gesehen habe, die Geschichte um die hessischen Soldaten im Unabhängigkeitskrieg mehr interessiert als die Geschichte drumherum. Allerdings sollte man die Serie als das sehen, was sie ist, nämlich gute Fernsehunterhaltung. Auch entsprechende Hollywoodfilme bieten nicht mehr, eher weniger geschichtliche Genauigkeit.

Insgesamt hält sich der Film sehr eng an die geschichtlichen Hintergründe, von kleineren Ungenauigkeiten abgesehen, aber das darf man einer Fernsehproduktion sicher nachsehen. Der Streit, ob die Hessen vermietet oder verkauft wurden, ist so alt wie das Geschäft mit den Soldaten. Wie man das sieht, hing und hängt vom eigenen Standpunkt ab und sollte nicht als Bewertungskriterium einfließen.

Ich finde es sogar sehr gut umgesetzt, wie kein eindimensionales Bild des damaligen hessischen Landgrafen Friedrich II. vermittelt wird, sondern alle Facetten, wenn auch nur in Andeutung gezeigt werden. Man muß natürlich genau hinsehen und hinhören. So wenn darüber gesprochen wird, mit welchen Plänen er seine Regierung angetreten hat und was daraus wurde.

Kenntnisse des geschichtlichen Hintergrundes erleichtert natürlich die Wahrnehmung, was ich aber nicht schlecht finde. Unbedingt gebraucht werden sie nicht, so daß auch der normale Zuschauer die Serie genießen kann. Daß Hessen im Siebenjährigen Krieg als Hauptschauplatz der Auseinandersetzungen im Westen verwüstet wurde und immer noch darunter leidet und das ein Hauptgrund dafür ist, die große Armee zu halten, kann man sich auch erschließen, wenn man es nicht weiß.

Allemal die ganzen alten Schauspieler sind, wenn man auch noch aus Hessen kommt, sehr sehenswert.

Technische Probleme, weder mit Bild noch Ton, hatte ich bei den DVDs nicht. Die "Extras" sind etwas mager, aber das ist für eine Serie aus dieser Zeit auch nicht anders zu erwarten. Immerhin bekommt man wenigstens etwas, nämlich eine Fernsehsendung von 2002, als die Serie im TV wiederholt wurde, mit etwas Hintergründen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erinnerungen werden wach, 11. August 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Romanverfilmung habe ich zuletzt als Kind gesehen und ich kann mich erinnern, damals war ich einfach nur gefesselt.
Inzwischen sind viele Jahre vergangen, ich habe vor einiger Zeit das Buch gelesen, war auch in Kassel vor Ort und habe die Originalschauplätze gesehen. Nun habe ich diese DVD gekauft und mit großen Erwartungen angesehen.

Man darf nicht den Fehler machen und Filme von vor ca. 30 Jahren mit den heutigen Standards und Möglichkeiten vergleichen. Das wäre genauso, als würde man ein Auto von damals mit einem heutigen messen.
Nach den damaligen Vorgaben ist dieser Film jedenfalls hervorragend gemacht, Details wurden in vielen Situationen vorlagengetreu umgesetzt und die Schauspieler haben mit Elan ihrer jeweiligen Rolle Leben gegeben.
Dass einige geschichtliche Details nicht oder nicht ganz stimmen, ist richtig, aber es handelt sich bei dem Film ja auch nicht um eine historische Dokumentation, sondern um eine Romanverfilmung. Diese ist ziemlich gut gelungen.

Auf der DVD ist als Extra eine interessante Sendung des HR aus dem Dezember 2002 enthalten, in der Schauspieler des Film ihre Erlebnisse bei den Dreharbeiten zum Hauptfilm erzählen.

Der Ton des Hauptfilms ist leider nicht wirklich gut, auf der DVD steht 2.0 Mono. naja, Mono ist Mono, da hilft auch kein 2.0, auch wenn er dann eben aus beiden Lautsprechern kommt.

Alles in allem eine ordentliche DVD, für Sammler und Liebhaber auf jeden Fall ein Genuss.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Technisch einfache aber gelungene TV-Romanverfilmung, 20. August 2010
Von 
cheruskerarmin "cheruskerarmin" (Neckarsulm, Baden-Württemberg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Ach ja....Der Winter der ein Sommer war - eines meiner allerersten Bücher! Als die Staffel im Fernsehen lief, war sie ein richtiger
Straßenfeger, man fieberte schon auf den nächsten Teil.

Die Geschichte dreht sich um zwei Stiefbrüder (Sigmar Solbach und Christian Quadflieg) aus wohlhabendem Hause im Hessen des 18.Jahrhunderts.
Der Luftikuss und Träumer Robert (Solbach) wird von seinem Bruder Klaus, Offizier in der hessischen Armee des Landgrafen (hervorrgagend gespielt von dem leider verstorbenen Günter Strack), beneidet,
weil er sich in Sachen elterlicher Liebe ständig zurückgesetzt fühlt. Roberts leiblicher Vater hat sich viele Jahre vorher
nach zweifelhaftem Tun in die Neue Welt abgesetzt und ist augrund des Ausbleibens jeglicher Lebenszeichen als
tot angenommen.
Roberts Umtriebe und Bekanntschaften werden gefährlich, als er dem entflohenen Deserteur Sörmann (Horst Frank) hilft, der sich
als ehemaliger Weg- und Auswanderergefährte seines Vaters herausstellt und einer Räuberbande angeschlossen hat.
Dieser weiß um den Aufenthaltsort des leiblichen Vaters von Robert in Amerika.
Festgenommen und zum Tode verurteilt werden beide in letzter Minute begnadigt und zum Militärdienst gezwungen. Beide stehen
unter dem Befehl von Klaus. Dieser haßt Robert wegen der inzwischen erfolgten Entehrung und Besitzenteignung seiner Eltern, welche Folge des Verfahrens gegen Robert war. Der Vater (von Klaus) begeht Selbstmord ob dieser Schande.

Der Landgraf von Hessen-Kasel verleiht seine Truppen aus Geldnöten gerne an den König von England, der diese
dringend gegen die amerikanischen Freiheitskämpfer um George Washington braucht.
So gelangen alle Robert, Sörmann und Klaus wie die Mutter in die Neue Welt und den dortigen Krieg.
Robert und seine Mutter erhoffen sich die Zusammenkunft mit dem leiblichen Vater Roberts, Klaus will seinem
Bruder das Leben so schwer wie möglich machen...

Technisch gesehen ist der Fernsehfilm total veraltet, man darf nicht heutige Maßstäbe zugrunde legen und muß manchmal sogar schmunzeln über die recht einfachen 'Tricks'der damaligen Zeit. Die Festung Ziegenhain wird beispielsweise am Horizont durch eine
Papp/Holzkulisse dargestellt, die als solche auch zu erkennen ist usw...
Die Geschichte an sich ist jedoch immer noch spannend und romantisch, auch wenn der historische Hintergrund nicht
genauso war wie von Sandra Paretti erzählt. Der Film hält sich recht genau an die Romanvorlage.
An vielen Stellen strahlt der Film eher das Flair einer Theateraufführung aus, was dem Ganzen aber keinen
Abbruch tut. Die schauspielerischen Leistungen sind allesamt solide und man trifft beinahe die gesamte deutsche
Elite dieser Zeit an.
Die Kostüme/Uniformen sind nach meinem Ermessen weitestgehend authentisch und prächtig.

Mir hat der TV-Film auf DVD wieder gut gefallen, schade daß das Buch gerade nicht (neu) erhältlich ist.
Was will man von einer so alten Fernsehproduktion als Bonus/Extras erwarten? 5.1 Dolbydigital/DTS Ton?
zu einem so alten und technisch einfachen Film? Kommt doch nicht wirklich gut, mich hat der Mono-Ton jedenfalls überhaupt
nicht gestört - weder damals noch heute.
Übrigens: Wer immer alles historisch perfekt haben möchte sollte sich vielleicht an entsprechenden Dokumentationen erfreuen und sich nicht über Romanverfilmungen aufregen.
Unterhaltsame, farbenfrohe Geschichte, der die Schlichtheit der Technik wenig Abbruch tut. Dafür vier Sterne.
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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gute Einstiegsmöglichkeit, 12. Juli 2009
Also ich freue mich sehr auf die DVD. Natürlich wird in solchen Unterhaltungsfilmen eine gewisse "Geschichtsklitterung" betrieben, aber nach (oder auch schon vor) dem Genuss des Films sollte man sicherlich zu Geschichtsbüchern greifen und "tiefer einsteigen". Genau da ist ja neben der reinen Unterhaltung der Sinn solcher schon sehr gut gemachter Produktionen mit wirklich tollen Schauspielern.
Ich jedenfalls werde in Erinnerungen schwelgen an die Zeit als meine Eltern noch lebten und wir solche Filme ansahen und eingehend besprachen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für Freunde und Liebhaber sich mit geschichtlichen Stoffen befassender Literaturverfilmungen empfehlenswert, 4. August 2013
Von 
DVD-Rezensionen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Winter, der ein Sommer war - Die Original-Langfassung in 6 Teilen + BONUS-DVD - Fernsehjuwelen [4 DVDs] (DVD)
"Der Winter, der ein Sommer war" in der Veröffentlichung der "Fernsehjuwelen"

Ohne nun jetzt hier an dieser Stelle in das "Früher war alles besser" verfallen zu wollen, muss diesem beeindruckend produzierten Mehrteiler aus dem Jahr 1976 schon zugestanden werden, dass er wirklich ganz großes Fernsehen war und noch immer ist. Die literarische Vorlage, für die unter Federführung des Hessischen Rundfunks zusammen mit der ARD entstandenen filmischen Umsetzung, lieferte die mit ihren Werken mit geschichtlichem Hintergrund bekannt gewordene Schriftstellerin Sandra Paretti (1935-1994), mit deren 1972 unter gleichem Titel wie der Film erschienenen Roman.

Der Mehrteiler, welcher sich ohne jegliche Übertreibung als opulent umgesetzt und mit großen Namen produziert, schmücken darf, erlebte ab dem 19. bis hin zum 26. Dezember 1976 als Dreiteiler gezeigt, seine deutsche Erstausstrahlung.

Die nun hier vorliegende DVD-Box bringt den Film in einer durch das Label der "Fernsehjuwelen" als "Original-Langfassung" beworbenen Veröffentlichung als Sechsteiler an den Start. Zudem wurden der gelungen umgesetzten und präsentierten Neuveröffentlichung einige recht interessante und zum Teil speziell für sie produzierte Extras zugedacht.

Bis heute gilt der Mehrteiler, der unter der Regie des für seine Perfektion und Akribie bei filmischen Umsetzung großer Literaturvorlagen bekannt gewordenen Fritz Umgelter (1922-1981), als eine der teuersten und aufwendigsten Produktionen des Hessischen Rundfunks. Wie schon in vielen seiner anderen mehrteiligen Produktionen, so legendären wie "So weit die Füße tragen" (1959) oder auch "Wer einmal aus dem Blechnapf frisst" (1962), gelang es Umgelter, auch bei "Der Winter, der ein Sommer war", eine detailgetreue, wie im poetischen Sinne schon geradezu verliebt gefühlvoll zu benennende Verfilmung abzuliefern. Faszinierend finde ich dabei, wie Fritz Umgelter die auf Fakten und historisch belegbaren Unterlagen beruhenden Geschehnisse mit den dramaturgischen Stilmitteln des Mediums Film in der Geschichte des Films eint.

In dem Mehrteiler, der anlässlich des zweihundertsten Jubiläums der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776 entstand, wirkten zahlreiche schon damals oder dann später noch werdende große Stars mit. Nur stellvertretend für die vielen Namen bei dieser Produktion, sein an dieser Stelle die von Günter Strack, Anneliese Uhlig, Sigmar Solbach, Horst Frank, Christian Quadflieg, Pinkas Braun, Sky du Mont oder auch Heinz Weiss und Hans Caninenberg genannt. Deren aller Spiel, wie auch beeindruckenden Drehorte und mit zum Teil gewaltigen Scharen an Statisten auf Film gebannten Szenen lassen den Mehrteiler für den Zuschauer zu einem unvergesslichen und nachhaltigen Erlebnis werden.

Nimmt man es genau, werden in dem Sechsteiler eigentlich zwei parallel zeitgleich ablaufende Erzählstränge aufgezeigt. Zum einen wäre es die geschichtliche Abhandlung der "Verleih" von 12.000 Soldaten für ein Kopfgeld durch den Landgrafen von Hessen-Kassel (Günter Strack) an seinen Schwager, den englischen König Georg. Die zweite Ebene ist die Familiengeschichte der beiden rivalisierenden Stiefbrüder "Claus von Haynau" (Christian Quadflieg) und "Robert von Haynau" (Sigmar Solbach). Während "Claus" sich als Oberst in seinem Wirken ganz dem Militär verschrieben hat, ist "Robert" eher der Pazifist und Rebell.

Von dem Deserteur "Soerman" (Horst Frank), auf dem sein Halbbruder "Claus" verbissen Jagd macht, erfährt "Robert" eine derart große Neuigkeit, dass er sein Leben von einen auf den anderen Tag ändert, um dieser nachgehen zu können. Im Zuge dessen wird der Konflikt und die Widersprüchlichkeit der so verschiedenen Halbbrüder weiter, bis hin zu dessen dramatischen Aufbrechen und finalen Showdown forciert.

Die vier DVDs der Veröffentlichung lagern einzeln entnehmbar in zwei Slim-Case in Klarsichtoptik. Diese finden Platz in einem Pappschuber in Hochglanzoptik ohne störenden FSK-Hinweis. Während sich auf den drei ersten DVDs je zwei der hier sechsteiligen Literaturverfilmung finden, ist die vierte DVD allein den Extras bei dieser Veröffentlichung vorbehalten.

Die Gesamtlaufzeit aller sich laut Cover im Bildformat 4:3 Vollbild präsentierenden sechs Teile beträgt, inklusive der Extras, in etwa 458 Minuten. Dabei laufen die einzelnen Teile, bis auf den vierten mit ca. 70 und den dritten mit ca 64 Minuten, sonst um die 54 Minuten. Horst Thürling als Kameramann bei dieser Produktion nutzte sowohl die bis dahin herkömmliche analoge Aufzeichnungstechnik mit Film als auch die bis dahin größtenteils nur im Studio verwendete MAZ-Technik für die Filmaufnahmen. Der überwiegende Teil der Bilder wurde dabei aber zum Glück noch auf herkömmlichen Film aufgezeichnet.

So kann dann auch das von den DVDs zu erlebende Bild in deren Beurteilung als insgesamt recht gut benannt werden. Natürlich machen sich die inzwischen seit dem Dreh vergangenen weit mehr als drei Jahrzehnte schon hin und wieder mit einigen Schwächen im Bild bemerkbar. Diese fallen besonders in den mit MAZ-Technik aufgezeichneten Bildern auf. Dennoch bin ich im abschließenden Urteil mit dem Bild insgesamt recht zufrieden und ziehe kleinere Unzulänglichkeiten auf jeden Fall einem "verschlimmbesserten" und dadurch seiner Identität und Seele beraubten Bild vor.

Die mit Filmszenen und Musik gestalteten DVD-Menüs sind übersichtlich und gut bedienbar. Nach Anwahl des zur Wiedergabe gewünschten Teils öffnet sich ein Kapitelmenü, von wo aus die Folge gestartet werden kann. Aus dem Hauptmenü heraus können über "Alle Ansehen", die je zwei Folgen pro DVD sozusagen auch "am Stück" gezeigt werden.

Drei der DVDs bieten Trailer zu weiteren durch die "Film- und Fernsehjuwelen" veröffentlichte Titel an. Die vierte DVD hält dann die eigentlichen Extras dieser Veröffentlichung bereit.

In einem exklusiv im Auftrag der "Fernsehjuwelen" für diese Veröffentlichung von Friedemann Beyer geführten sechsundfünfzig Minuten dauernden Interview mit Sigmar Solbach, berichtet dieser über die Dreharbeiten zum Mehrteiler, wie Stationen seines weiteren beruflichen Wirkens. Der filmische Beitrag "Hollywood in Hessen" lässt einige an der damaligen Produktion Beteiligte in einer Art "Making of", über ca. 10 Minuten, zu Wort kommen. Ein aus dem Jahr 1989 stammender und gut neunundzwanzig Minuten laufender Bericht stellt unter dem Titel "Ganz Persönlich: Sandra Paretti" die Autorin der Romanvorlage vor. Etwas mehr als zwei Minuten dauert der vom "Länderjournal" anlässlich des Freitods von Sandra Paretti im März 1994, damals gezeigte Beitrag. Trailer zu dem hier vorliegenden Mehrteiler, wie "Der rote Vogel" sind die letzten Extras von der DVD.

Der Veröffentlichung liegt zudem noch ein vierundzwanzigseitiges bebildertes Booklet bei. Neben Informationen zur Produktion unter der Überschrift "Ein Roman wird verfilmt" und einen "Episodenführer", werden unter "Die Besetzung" ein Teil der zu sehenden Darsteller vorgestellt. Einige Hinweise auf einige bereits auf DVD veröffentlichte "Historienhighlights" aus dem Hause der "Film- und Fernsehjuwelen", schließen das von Oliver Bayan interessant gestaltete Booklet inhaltlich.

Tonbewertung:

Die DVD bietet einen deutschen Ton im Format Dolby digital 2.0 an. Er ist während aller sechs Teile sowohl vom Volumen wie in seinem Klang entsprechend den damaligen Möglichkeiten und technischen Gegebenheiten. Die Dialoge aller Darsteller sind zumeist, trotz der oft gebrauchten hessischen Mundart, recht gut verständlich. Für die Musik in dem Mehrteiler, die zum Teil durch das Rundfunkorchester des Hessischen Rundfunks eingespielt wurde, war Rolf Unkel verantwortlich. Untertitel für Hörgeschädigte oder auch Gehörlose gibt es leider nicht.

Gesamteindruck:

In einer, so finde ich, rundum gelungenen Neuveröffentlichung präsentiert hier das Label der "Fernsehjuwelen" ein wahres Schmuckstück vergangener Fernsehtage. Neben der von den DVDs hier als Sechsteiler gezeigten ungemein beeindruckenden wie opulent und aufwendig umgesetzten Literaturverfilmung bietet die Veröffentlichung noch einige sehr sehenswerte Extras. Die ansprechende Umsetzung und Präsentation lassen diese DVD-Box für die Freunde und Liebhaber sich mit geschichtlichen Stoffen befassender Literaturverfilmungen zu einer vorbehaltlosen Empfehlung avancieren.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Keine Langfassung!, 6. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Winter, der ein Sommer war - Die Original-Langfassung in 6 Teilen + BONUS-DVD - Fernsehjuwelen [4 DVDs] (DVD)
Ich habe den Dreiteiler "Der Winter der ein Sommer war" und dachte in dieser "Original-Langfassung" wären vielleicht noch Szenen enthalten, die im Dreiteiler rausgeschnitten wurden - zumal das Cover 6 Teile anpreist. Tatsache ist aber, dass hier einfach aus einem Dreiteiler ein Sechsteiler gemacht wurde.

Es ist keine Langfassung - es dauert nur länger den "Winter der einn Sommer war" zu schauen, da jede Folge einen Vorspann und einen Abspann hat.

Erstaunlicherweise sagt Sigmar Solbach im Interview (das im Bonusmaterial des Dreiteilers nicht enthalten ist), dass es auch ursprünglich ein Dreiteiler war.

Weiterer Kritikpunkt: Der Ton ist bei dieser Version nicht so gut wie beim Dreiteiler.

Zum Bonusmaterial:
Die 10 Minuten "Hollywood in Hessen" sind auch im Bonusmaterial des Dreiteilers enthalten.
Sandra Paretti interessiert mich nicht und von daher auch nicht das Bonusmaterial über sie.

Das Booklet ist inteerssant, aber ich glaube, es ist auch nicht aktuell.

Insgesamt: 1 Stern für die "Langfassung", die keine ist sowie den schlechten Ton.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wann wird es mal wieder richtig Sommer, 7. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Winter, der ein Sommer war - Die Original-Langfassung in 6 Teilen + BONUS-DVD - Fernsehjuwelen [4 DVDs] (DVD)
Es wurde schon viel über die kleine Serie geschrieben. Der Kauf lohnt sich den solche Fernsehspiele gibt es heute nicht mehr. Die Darsteller mit ihrer Wortwahl, die Landschaftsbilder sowie das erzwingen der Menschen zum Soldatendienst. Das verschachern von Menschen und deren Leben wie es der Obrigkeit gefällt. Wer die Serie nicht kennt- es geht darin um Freiheit und wie sehr man dafür kämpfen muß nicht nur seit dem Unabhängigkeit Krieg.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prima Serie !, 16. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ganz prima gemacht, eben ein schöner alter Film !!!
Gute Schauspieler mit sehr guten Inhalt !
Sehr gerne wieder !!!
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