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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Potential hinter der Maskerade
Mit "Infestissumam" gelingt Ghost (nur in den USA ist das sperrige B.C. aus rechtlichen Gründen momentan Pflicht - Amazon.de, delete this!) ein kreativer Quantensprung gegenüber ihrem Debüt.

War "Opus Eponymous" noch ein herrlich knorriger, knarziger Bastard aus Doom-Versatzstücken, straighten Proto-Metal Nummern und gelegentlichen...
Vor 19 Monaten von thegrassyknoll veröffentlicht

versus
5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Endlich!
Erstmal vorweg ich bin Ghost Fan!Der 60-70 Jahre Touch im Sound mit einer Brise Mercyful Fate(oder auch meiner Meinung weniger BÖC) haut(e) mich um.Soviel dazu ,natürlich hab ich mich auf das Zweitwerk gefreut wie blöde bin aber etwas ernüchtert muss ich zugeben. Nein! ein Opus 2 hab ich nicht erwartet und das ist es auch nicht geworden.Die Songs...
Vor 19 Monaten von Klaus Beni veröffentlicht


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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Potential hinter der Maskerade, 19. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Infestissumam (Audio CD)
Mit "Infestissumam" gelingt Ghost (nur in den USA ist das sperrige B.C. aus rechtlichen Gründen momentan Pflicht - Amazon.de, delete this!) ein kreativer Quantensprung gegenüber ihrem Debüt.

War "Opus Eponymous" noch ein herrlich knorriger, knarziger Bastard aus Doom-Versatzstücken, straighten Proto-Metal Nummern und gelegentlichen Pop-Appeal, so ist "Infestissumam" eine schillernde Herausforderung an die Scheuklappenfraktion.

Die Scheibe wirkt in ihrer Gesamtheit deutlich anders als das Debüt. Das alte Klischee von sich "einlassen" stimmt hier tatsächlich. Und im Gegensatz zur Esoterikgruppe Herne-Nord ("Du Max, wir müssen das mal ausdiskutieren") bin ich bei Ghost auch gern bereit dazu. Denn diese Band macht einfach einen Heiden-Spass.

Los gehts erst einmal ziemlich vertraut, und ich muss sagen auch ungeheuer mitreissend. "Infesstissum" ist ein kurzes, von genialen Chorälen getragenes Instrumental, das natlos in "Per Aspera ad Inferi" übergeht. Und was ist das für ein verdammt GEILER Song! Das Gesangsarrangement im relativ simplen Chorus ist so ungeheuer majestätisch, das es mir eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken jagt. Ich hatte am Anfang echt Probleme die Scheibe danach chronologisch weiterzuhören, da ich diese Nummer immer wieder hören wollte. Beim Oberhausener Maiden-Konzert (dort werden Ghost als Vorgruppe zugegen sein) werde ich diese Zeilen mit religiöser (hüstel..) Inbrunst mitsingen, soviel ist klar. Wenn das also jemand neben euch an diesem Tag tut: Gebt ihm ein Bier aus.

"Secular Haze" ist ja schon eine ganze Zeit bekannt. Eine fiese, evil Zirkusnummer ist das aber auch. Macht Spass. Wie überhaupt zu sagen ist, das der feine Humor der Band immer wieder durchblitzt. Man werfe einen Blick ins Booklet (das Bild mit der Katze) und folge dann diesem Link ([...]).

Doch zurück zur Musik. Denn jetzt wirds spannend und so einige alte Fans der Band werden so ihre Probleme bekommen. Vermute ich mal. Ich hatte am Anfang auch so meine Zipperlein mit "Jigolo Har Megiddo". Der Song klingt eher nach Cabrio als nach Gruft, so locker fluffig kommt er daher. Gefällt trotzdem. Danach muss man als alter Metalkopp allerdings nochmal ziemlich tapfer sein, denn die ersten 3 Minuten von "Ghuleh/Zombie Queen" klingen wie der Geist (...) Harald Juhnkes, der früh um 4 nochmal in der verräucherten Kneipe in die Tasten haut. Schaurig-Schön.

Zu "Year Zero" muss ich nicht viel sagen. Satan in der Disco. Song des Jahres. Das Video! Ich hab immer ein megabreites Grinsen im Gesicht wenn ich das Stück höre. Die religiösen Spaßbremsen in den USA und anderswo werden sich besonders über den Refrain freuen. Wenn ihr Pfeifen solche Songs hinkriegt, dann singe ich auch bei euch mit. Also Klappe halten.

"Body and Blood" ist dann wieder so ein oberfies smoothes Stück mit einem ungeheuer schönen (!) Refrain, der einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Überhaupt sind es diese auf den ersten Blick eher unauffälligen (weil nicht besonders bombastischen) Stücke, die dem Album die Spannung und den Charakter verleihen. Blockbuster-Mucke geht anders.

"Idolatrine" ist dann der Song, mit dem ich am wenigsten anfangen kann. Zwar immer noch OK, aber auch recht unspektakulär.

"Depth of Satan's Eyes" ist dann der Song, der dem "Opus..." Material noch am nächsten kommt und den alten Metalkopp in mir versöhnt. Cool.

Das Beste haben sich Ghost allerdings wie auch schon beim Vorgänger (GENESIS!) für den Schluss aufgehoben. "Monstrance Clock" beschliesst die (un)heilige Messe und macht ein für allemal klar, dass Ghost die Maskerade eigentlich nicht nötig hätten. Egal, die dürfen das. Wenn die letzten Choräle verstummt sind, einfach nochmal auf "Repeat" drücken. So einfach kann das Leben sein.

Amen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die satanischen Verse !!!, 29. April 2013
Von 
kwichybo "Jörn M." (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Infestissumam (Audio CD)
Heilig's Blechle! Diese Band ist keine Eintagsfliege...diese Band ist ein Monstrum! Das GHOST-Debüt "Opus eponymous" war vor knapp zwei Jahren eine der sonderbarsten Scheiben aus 2010, die mit ihrer Mischung aus düsterem MERCYFUL FATE-Riffing, Okkultrock-Atmosphäre und sakral-mönchsartigem Mummenschanz viele Leute vom Fleck weg begeisterte - auch ich zähle mich seitdem zum engen Kreise der "ghoul-followers". Und dennoch musste man irgendwie die Vermutung haben, dass das schwedische Sextett keinen adäquaten Nachfolger würde eintüten können. Und dass das vor dunklen Grusel-Klischees triefende Image sich vielleicht zuuu schnell abnutzen könnte.
Der nun veröffentlichte Zweitling "Infestissumam" nimmt aber allen GHOST-Nörglern unisono den Wind aus den Segeln. Denn anstatt eine einfache Kopie á la "Opus eponymous 2.0" im Setzkasten zu entwickeln, haben die sechs Maskenmänner sich teilweise komplett neu aufgestellt und wandern auf bisher unbeschrittenen Pfaden. Größtes Risiko hierbei: Die spröden Metal-Einflüsse des Debüts wurden auf "Infestissumam" etwas zurückgefahren, woran sich so manch gestandener Headbanger doch etwas stören könnte. Dafür hat sich die Band - vor allem in der Breite! - musikalisch enorm weiterentwickelt, und sich dabei hörbar dem tiefsinnigen, melodisch begeisterndem Progrock der Siebziger Jahre geöffnet. Weniger Gitarren, dafür gaaanz viel Orgel. Weniger MERCYFUL FATE, dafür eine gesunde Portion früher GENESIS. Weniger Dunkelheit, dafür gaaanz viel Schönheit. Diese neue Ausrichtung beim Songwriting muss man nicht mögen - mich persönlich hat dieser 10-Tracker jedoch ab der allerersten Sekunde überwältigt. Seitdem schwebe ich in einer musikalischen Parallelwelt, in der sich GHOST neben Rock-Dinosauriern wie RAINBOW , BLUE OYSTER CULT , BLACK SABBATH , GENESIS , THE DOORS oder THE DEVIL'S BLOOD (unvermeidbar!) spielend behaupten können.
Also, Manege frei! Mit brandneuen Gruselnummern wie "The depth of satan's eyes" (tolle Geister-Singalongs!), "Per aspera ad inferi" (geht tief unter die Haut!) oder dem elektronisch verfeinerten "Year zero" (schlichtweg unglaublich!) bestätigen die Schweden ihre "Opus eponymous"-Topform, wobei es sich die Band sogar leisten kann, mit dem schräg-zirkusartigen "Secular haze" den am wenigsten brillianten Song als erste Video-Auskopplung zu bringen. Der intrumentale Titelsong funktioniert gleich zu Beginn als fantastischer Dosenöffner im Selim Lemouchi-Breitwandformat, und hätte exakt so auch auf "Come reap" (THE DEVIL'S BLOOD) stehen können. Wunderschöne Doom-Rocker wie "Idolatrine" und "Body and blood" schrauben den Ohrwurmfaktor in schwindelerregende Höhen, und überzeugen quasi als poppiges Pendant zu "Stand by him" oder "Ritual" (beide vom Debüt!). Das abschließende "Monstrance clock" beginnt eher unauffällig, steigert sich aber mit jeder Sekunde zum anbetungswürdigen Doom/Prog-Kleinod, in dessen Verlauf sich Orgelzauberei und hymnische Choräle am Ende kongenial ergänzen. Gleiches gilt auch für das unfassbar eingängige "Jigolo har megiddo", bei dem der maskierte GHOST-Tastenmann ganz tief im epischen GENESIS-Reportoire (praktisch die gesamte Gabriel/Rutherford/Banks-Palette!) wildert, und dem Song damit einen raffinierten Artrock-Anstrich verleiht. Kein Zweifel, diese musikalische Vielfalt und Wandlungsfähigkeit wäre auf "Opus eponymous" noch komplett undenkbar gewesen. Beim zweigeteilten "Ghuleh / zombie queen" schießt der schwedische Geisterordern dann aber den finalen Vogel ab: Auch diese Nummer beginnt zunächst als ruhige, akustische Emotions-Wundertüte mit "And then there were three"-Gedächtnis-Keyboards, die beim Hörer für einen gewaltigen Schauer sorgt...nach einem Bruch gewinnen dann die heftigen Gitarren die Oberhand, um sich zu einer waschechten Hardrock-Hymne hochzuschaukeln. Hatte ich in diesem Zusammenhang schon die THE DEVIL'S BLOOD-Parallelen erwähnt? Ja? Gut, dann sag ich's eben nochmal damit es jeder kapiert!
Fantastische Spannungsbögen wie handgemalt...ein nahezu blindes Verständnis der Gitarren- und Tastenfraktion...dazu dieser spöttisch eingängige Gesang von Papa Emeritus , für den man glatt den Genrebegriff "BEACH BOYS-go-Metal" erfinden müsste, und der die besungene Satans-Huldigung voller Inbrunst in die weite Welt hinausposaunen darf, ohne das man es ihm übel nimmt.
Exakt so klingt Rockmusik am Rande der Perfektion! Haarscharf ausbalanciert zwischen Düsternis und melodiedurchfluteten Rechts- u. Linksschlenkern. Das Maskenimage ist nur Fassade...hier zählt das musikalische Ganze. Und da "Infestissumam" - wie auch bereits beim Vorgänger! - erneut kein Gramm Fett zuviel angesetzt hat, haben wir es hier mit einer der grandiosesten Rock/Metal-Scheiben 2013 zu tun. Ich lege mich fest: Über dieses Album wird man in vielen Jahren noch reden. Aber Vorsicht, is' ghoul man!
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weniger Rock, weniger Gitarren, mehr Pop, mehr Eingängigkeit, 21. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Infestissumam (Audio CD)
Nachdem mich das Debüt von Ghost "Opus Eponymous" doch überrascht und absolut überzeugt hat, war ich auf die 2. Veröffentlichung mehr als nur gespannt.

Eines vorweg: ich wurde nicht enttäuscht, aber ein wenig mehr hätte ich mir schon erwartet. "Infestisummam" ist keineswegs schlecht, aber es ist irgendwie anders. Poppiger, routinierter, eingängiger.
Textlich befindet man sich noch immer auf der Okkult-Schiene, allerdings immer ein wenig übertrieben, weshalb das Image nicht aufgezwungen wirkt, aber man kann erkennen, dass es Teil des Marketings ist. Weniger King Diamond/Mercyful Fate, eher Cartoon-Style wie Kiss. Wobei die Texte raffiniert verfasst sind und man wegen der zuckersüssen Melodien auf den ersten Blick gar nicht bemerkt, was man da eigentlich singt!

Die Musik hat leider etwas an Biss verloren, sprich die Gitarren haben mit dem Keyboard tauschen müssen. Dadurch wirkt die Musik poppiger, mir fehlt das Rockige einfach. Darum gibts einen halben Punkt abzug. Einen weiteren halben Punkt gibt es für das Fehlen von Übersongs wie "Ritual" oder "Elizabeth". Zwar sind auch auf dem neuen Album einige eingängige Hits vertreten, aber die sind zu offensichtlich auf Eingängigkeit getrimmt, zu konstruiert.
Eingängig ist auch noch immer die Stimme des Sängers, auch wenn er sich nun Papa Emeritus II. nennt. Das ist aber gut so, denn ich mochte den gesang schon auf dem Debüt sehr.

Die Songs im Einzelnen:
Infestissumam - ein Einstieg, wie ich ihn mir gewünscht habe. Ein Choral, der dann mit der musikalischen Begleitung schnell zur treibenden Hymne wird. Sehr melodisch, perfekt!
Per Aspera Ad Inferi - Geht schnell ins Ohr, die Gitarren sind im Vordergrund, aber Refrain mag nicht so richtig zünden, auch wenn er schnell ins Ohr geht. Wirkt zu gezwungen.
Secular Haze - Entweder man mag Kirmesorgeln, oder man mag sie nicht. Ich mag sie nicht, drum liegt mir der Song auch nicht so, obwohl er doch recht progressiv ist.
Jigolo Har Megiddo - Obwohl es hier so richtig poppig wird, finde ich den Song genial. Dem Refrain kann ich mich nicht entziehen. Hat zwar erst beim 3. mal gezündet, aber dafür dann richtig.
Ghuleh/Zombie Queen - Eigentlich auch ganz gut. Der erste Teil ist erfrischend anders, ziemlich gruselig. Im 2. Teil erinnert mich der Gitarrensound an die Neue Deutsche Welle. Der Refrain ist zwar zum Mitsingen, aber auch irgendwie so konstruiert.
Year Zero - Da werden Erinnerungen an Era und Konsorten wach. Mit Chorälen und treibendem Discobeat unterlegt, frisst sich der Song sofort in den Gehörgängen fest.
Body and Blood - Eingängig, aber ohne Höhepunkte.
Idolatrine - Gefällig, aber nicht zwingend. Nicht schlecht, aber auch nicht gut. Der Beat nervt irgendwie.
Depth of Satans Eyes - Auch so ein Song ohne Höhepunkte. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Nicht nervig, aber verzichtbar.
Monstrance Clock - Hier wirds wieder besser. Eingängiger Song, nicht zu platt. Zwar kein Highlight des Albums, aber trotzdem ganz gut, da nicht so vorhersehbar und nicht so offensichtlich auf Eingängigkeit getrimmt.

Die Deluxe Edition enthält ausserdem:
La Mantra Mori - Für mich ein klarer Lückenfüller, plätschert ohne Höhepunkte vor sich hin.
I'm a Marionette - Abba-Cover mit David Grohl an den Drums. Perfekt gemacht! Vor allem der Refrain ist so richtig depressiv. Steht fast im Kontrast zu den beschwingten Melodien der Eigenkompositionen.

In Summe ergibt das 4 Punkte. Hätte ich für das Debüt eine Kritik verfasst, wären 5 Punkte herausgesprungen - nur zum Vergleich.
Wer Das Debüt mochte, auf Blue Öyster Cult, Mercyful Fate und guten, teilweise poppigen Rock steht, der kann bedenkenlos zuschlagen.
Reinhören würde ich aber jedem empfehlen. Anspieltipps: Die ersten 6 Songs!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal ein wirkliches Meisterwerk!, 29. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Infestissumam (Deluxe Edition) (Audio CD)
Herrlich! Endlich!

Welch ein grandioses Stück Musikgeschichte. Endlich macht sich eine Band auf, frischen Wind in ein Genre zu blasen, dass seit den Neunzigern vornehmlich den ewig Gestrigen vorbehalten scheint. Liebe "Die-Hard-Oldschool-Metalheads", die ausschließlich die "guten, alten Metallica" hören aus einer Zeit, da sie selbst noch nicht geboren waren: Ihr habt Pantera nicht kapiert und alles nach '85 ist für euch eh alles HipHop?

Geht doch einfach heulen, ja?

Was Ghost hier bringen ist schlichtweg spektakulär, sie verbinden auf eingängige Weise Pop (ja, Pop!) mit traditionellem Metal, das hat viel Witz, Charme und Eier. Das alles schaffen sie, ohne sich in eine Richtung zu verbiegen (wohl aber zu verneigen). GHOST sind eine Band mit einem sehr eigenen Stil, die erste Band, die sich das seit einer Weile traut.
Und darum, liebe Leute, geht es doch im Metal. Extreme ausloten, Grenzen sprengen. Ghost machen - genau das!

Vergleiche zu King Diamond sind natürlich erlaubt und sicher auch gewollt, sie aber aufgrund der ähnlichen Maske des Sängers und gelegentlicher Riffverwurstungen in die gleiche Ecke zu stecken, wäre knapp am ziel vorbei. K.D. haben derzeit etwas Neues gemacht und Ghost tun dies heute. Und klingen dabei herrlich "alt", und zwar ohne "...backen".

Allein die Tatsache, dass einem die "okkulten" Texte schon nach erstmaligem Hören nicht aus dem Gehörgang gehen, ist einfach mal so konsequent anders. Die tun nicht finster, die sind es. Und haben jede Menge Spaß dabei. So macht man das heute!

Ach, was laber ich, kauft euch diese herrliche Scheibe und entweder ihr versteht die Typen oder eben nicht.

Einziger Minuspunkt gegenüber dem Vorgänger:
Die Scheibe ist für meinen Geschmack etwas zu "hot" produziert, die Snare klingt reichlich plattgedrückt.
Naja, Details.

Trotzdem 5/5!
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5.0 von 5 Sternen Würdiger Nachfolger, 25. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Infestissumam (Deluxe Edition) (Audio CD)
Auch wenn die Scheibe etwas "poppiger" ausfällt, als das Debüt "Opus..." ist sie trotzdem ein würdiger Nachfolger.

Songs wie der Übersong "Year Zero", das hypnotischen "Monstrance Clock" oder der stampfende Opener "Infestissumam" bilden die Eckpfeiler der Scheibe.
Weitere Highlights sind "Ghuleh / Zombie Queen" und "Secular Haze".

Sehr gute Rockscheibe. Basta!

Die beiden Bonussongs erreichen leider nicht die Qualität der anderen Stücke.
La Mantra Mori errinnert zu stark an Blue Öyster Cult.
Kleiner Abzug in der B-Note.
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4.0 von 5 Sternen Die schwedischen Gespenster überzeugen auf ganzer Linie, 21. Juli 2013
Von 
Parsec - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Infestissumam [Explicit] (MP3-Download)
Ich war wirklich mehr als gespannt, wie sich GHOST auf ihrem Zweitalbum schlagen würden... für mich persönlich war es so ein bisschen eine "Make it or break it" Platte für die sechs vermummten Gespenster-Rocker, den Vorgänger "Opus Eponymous" legte ich mir seinerzeit zwar kurz nach Erscheinen zu und fand ihn gut, allerdings auch keineswegs so sensationell, wie er seitens der Presse häufig abgefeiert wurde. Live sind GHOST fraglos eine Band, die Spaß macht, aber dem zweiten Album sah ich mit gemischten Gefühlen entgegen - würden es GHOST schaffen, die in sie gesetzten hohen Erwartungen zu erfüllen?

Ich muss sagen - eindeutig JA!

INFESTISSUMAM ist meiner Ansicht ein stärkeres, überzeugenderes Album als das gute, aber dann doch meiner Meinung nach ein bisschen überbewertete "Opus Eponymous" geworden. GHOST liefern hier definitiv ein musikalisch und atmosphärisch sehr gelungenes Stück Musik ab, deutlich vielschichtiger als der Vorgänger, dennoch unverwechselbar im gleichen Geiste (sic) gehalten, eben eine logische und deutliche Weiterentwicklung.

Schon der Opener "Infesstissum" macht klar - hier geht es theatralisch und mit jeder Menge Pathos zur Sache, die Chöre schmettern die Eröffnung regelrecht in die (nebelverhangene) Nacht hinaus, und wenn dann Papa Emeritus seinen charakteristischen Singsang anstimmt merkt man, dass die Band an Selbstbewusstsein gewonnen hat und hier ihr Ding durchzieht. Wirkliche Ausfälle kann ich auf INFESTISSUMAM im Gegensatz zu "OPus Eponymous", welches auch einige Füller enthielt, irgendwie nicht ausmachen... und es sind vor allem die späteren Stücke des Albums ("Year Zero"! "Body And Blood"! "Monstrance Clock"!") die höllisch zünden und schlichtweg einen riesigen Spaß machen.

GHOST arbeiten bei INFESTISSUMAM wesentlich abwechslungsreicher und dennoch eingängiger als beim Vorgänger, mitunter hat man glatt das Gefühl, einen Soundtrack zu hören, was ja auch zu dieser Band ausgezeichnet passt. Klar: Metal im eigentlichen Wortsinn ist das hier nur sehr am Rande, es ist auch nur hin- und wieder Hard Rock. GHOST spielen ihre ganz eigene Melange, in der man natürlich Blue Öyster Cult, alternative Sachen (ich meine immer wieder dezent an Christian Death zu "The Scriptures" Zeiten erinnert zu werden) sowie jede Menge klassischen Rock heraushören kann.

Alles in allem: ich gebe gerne zu, ich war skeptisch, ob es sich bei GHOST nicht um hochgehypte Typen handelt, die live zwar Spaß machen und mit "Opus Eponymous" ein nettes Album herausgebracht haben (vgl. meine dortige Rezension), und näherte mich INFESTISSUMAM mit einigen Vorbehalten. Ich muss einräumen: ich habe mich getäuscht. Das Album ist großartig geworden, und GHOST zeigen, dass sich hinter den Masken der Nameless Ghouls und Papa Emeritus nicht nur gute Showmänner, sondern auch tolle Songschreiber und Musiker verbergen.

In dieser Form sollten GHOST noch lange durch die Musikszene spuken!

Vier Sterne mit Tendenz nach oben!
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5.0 von 5 Sternen Grossartig!!, 5. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Infestissumam (Deluxe Edition) (Audio CD)
Genauso gut wie das Debut! Diese Band macht verdammt viel Spass, eine Wohltat unter all den gleichaussehenden, gleichklingenden Pro-Tools produzierten Metalbands mit ihren grunzenden Sängern.
Die Texte und das Image sind eine augenzwinkernde Hommage und wohl auch Persiflage an den klassischen Black-Metal der Achtzigerjahre, vor allem MERCYFUL FATE lassen grüssen. Garniert mit Zitaten der frühen BLACK SABBATH und Sixties Psychedelic, so meint man bei "Secular Haze" Ray Manzarek düster aus dem Jenseits orgeln zu hören. Die Melodien und Refrains sind allesamt dermassen zupackend, und erinnern mich immer wieder deutlich an BLUE ÖYSTER CULT. Kritiker merken immer wieder an das für diese Texte die Musik nicht hart genug und viel zu poppig sei. Das sehe ich nicht so, gerade diese Diskrepanz gibt dem Gesamtbild der Alben von GHOST eine unheimliche Aura, ganz nach dem Motto "ihr werdet den Teufel nicht erkennen weil er schön gekleidet ist und euch alles verspricht".
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fett am absuchten., 24. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Infestissumam (Deluxe Edition) (Audio CD)
Also, ich war anfangs extrem skeptisch gegenüber Ghost - mit dem Vorgänger haben sie mich aber am Ende doch gekriegt, vergl. meine Rezi.

Der Zweitschlag ist musikalisch deutlich versierter, aber dennoch anders. Fanatische Anhänger des Debuts sollten vorab einmal hereinhören. Erfreulicherweise sind sämtliche King Diamond / Merciful Fate Anklänge gewichen - so wie per se jede Spur von Metal.

Es gibt natürlich noch Gitarren, diese spielen aber nach dem Gesang und den unglaublich versierten Keys nur noch die dritte Geige.

Die Musik zu beschreiben fällt relativ schwer, ohne neue sinnlose Schubladen wie "Prog-Pop" oder "Proggedelic" aufzumachen. Natürlich hat der Sound der Band aufgrund der analogen Keys / Orgel latente 70er Reminiszenzen - aber nicht im Sinne von Doors / Purple, sondern eher King Crimson / Yes. Häufig werden auch frühe Genesis genannt - da ich mit dem Werk nicht so vertraut bin, lasse ich das mal unkommentiert stehen.

Ghost anno 2013 machen vor allem eins: sie schreiben Hits. Und da ist mir die gefälligere Ausrichtung nicht nur recht, sondern aufgrund der trotzdem vorhandenen Tiefe sogar sehr willkommen.

Der Sound ist - soweit man das an einem MP3 überhaupt repräsentativ beurteilen kann (shame on me) - warm, erdig, analogig und brummt schön im Bass. Eine sehr gute und gefällige Produktion.

Anspieltipps: Die Opener Doublette Infestissumam / Per Aspera Ad Infini, Jigolo Har Meggido, Zombie Queen und das Opus Maximus Monstrance Clock.

Erfreulich ist zudem, dass das bisweilen als affig empfundene "Gruseln im Kindergarten" Image musikalisch jedenfalls weg ist und die Musik / Texte jetzt angenehm bittersweete Melancholie mit teilweise einem Hauch Ironie versehen sind. So empfinde ich das jedenfalls.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Fortsetzung!, 7. Mai 2013
Von 
Marc Dönnebrink "doenne2" (Ahaus, Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Infestissumam (Audio CD)
Das 2. Album der Doomer "Ghost" läßt noch deutlicher den starken Einfluß der Hardrockdinosaurier "Blue Öyster Cult" erahnen.

Dies kommt auf dem neuen Album vor allem durch folgende stilistische Elemente zustande, die auch für B.Ö.C. typisch waren: sehr experimentelle Passagen, das häufige Spiel mit musikalischen Kontroversen: sehr laut- sehr ruhig, schnell- langsam, die Einflechtung von Stilmitteln genreuntypischer Elemente (z.B. Beatmusik, Jazz, Psychedlische Elemente, klassische Chorgesänge, Ska) und natürlich der glatte und häufig mehrstimmige Gesang, der an diverse Bands aus den 60-er Jahren des jetzten Jahrhunderts erinnert.

Trotzdem: auch die 2. Scheibe von Ghost (B.C.) ist nicht nur etwas für "Altrocker"- und "Ghost B.C." sind auch nicht lediglich "Ghost B.Ö.C." (wie böse Zungen behaupten könnten) denn die Band versteht es mithilfe ihre doomigen Elemente (vor allem die böse klingenden und manchmal disharmonischen Harmonien, die Gitarrenarbeit, der Sound und das vorherrschende Tempo) und wohl auch einfach schlichtweg genialer Ideen etwas sehr Eigenes damit zu kreieren.

Die Band geht ihren Stil und ihren Weg weiter- und verstärkt noch leicht das, was schon beim ersten Album das "Besondere" an ihr war: mehr Melodie, mehr Experimentelles, mehr Stilgemisch treffen auf ein Musikfundament des Doommetal.
"Infestissumam" ist ein "starkes Teil" geworden - kein Song kommt belanglos daher, starke Harmonien/ Melodien, die sich beim Hörer "einbrennen", Abwechslungsreichtum, genial vertrackte Rhythmen und musikalisch erstklassiges Handwerk (egal ob Gitarre, Gesang, Keybords/ Orgel, Bass oder Schlagzeug)in einem sehr warmen und weichen, aber trotzdem differenzierten Soundgewand.
Ein Besonderes Kompliment muß dem Komponisten der Band Ghost gegeben werden: Songs wie Secular Haze, Year Zero, Depth of Satan's eyes oder Monstrance Clock sind meines Erachtens unsterbliche Meisterwerke, dergleichen Geniales müssen viele andere Genrekollegen erst einmal komponieren lernen, um sich messen zu können!

Metalmaniacs, die Härte um jeden Preis möchten, dürften mit Ghost und vor allem mit dem hier vorliegenden Album nicht viel anfangen können. Wer Experimentierfreude zulassen kann und gern interessante Harmonien mag, wird hier aber "voll bedient". Ein "Metalalbum" legen Ghost auf jeden Fall hin- allein schon aufgrund des Härtegrades der Gitarren und der herrlich überzogen bösen Texte.

Eine unbedingte Empfehlung an alle Metalmaniacs- und auch tolerante Rockfans, die sich von einem "höllischen Spaß" nicht abschrecken lassen!!!

5 Sterne gebe ich gerne- mit der vollsten Überzeugung, dass "Infestissumam" von Ghost eines der spannensten und besten Hardrock-/ Metalalben seit Bestehen des Genres ist!
Top- Weiter so, Ghost! Wir freuen uns schon auf die kommende Tour und Euer drittes Album...
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Endlich!, 19. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Infestissumam (Audio CD)
Erstmal vorweg ich bin Ghost Fan!Der 60-70 Jahre Touch im Sound mit einer Brise Mercyful Fate(oder auch meiner Meinung weniger BÖC) haut(e) mich um.Soviel dazu ,natürlich hab ich mich auf das Zweitwerk gefreut wie blöde bin aber etwas ernüchtert muss ich zugeben. Nein! ein Opus 2 hab ich nicht erwartet und das ist es auch nicht geworden.Die Songs sind diesmal etwas verschachtelter,auch wurde der Chor und Orgel Anteil hochgeschraubt.Aber leider haben sich für meinen Geschmack zu viele durchscnitts Tracks hier eingefunden.Body and Blood,Jigolo Har Megiddo sind zwar nicht schlecht aber auch keine echten Kracher. Auf der anderen Seite gibts aber auch einige echte Burner!!Secular Haze die erste Single kommt wie ein böser Kirmes Song daher.Einfach Klasse!Der Opener Per Aspera Ad Inferi ist der härteste Song und kracht schön amtlich.Davon hätte ich gerne mehr gehört.Auch hier Daumen hoch!Dann die Sensation der Scheibe Year Zero!! Alter!So nen Song muss man erstmal schreiben Hit Alarm hoch Zehn!Das Teil könnte sogar in einer Disco laufen!!Tut euch einen gefallen seht euch das lustige Video dazu an!Göttlich! äh Teuflisch natürlich!!Ich habe für mich selber beschlossen die Deluxe Edition zu ordern da diese noch 2 Bonus Track,s enthält.Und zwar mit einen sehr gelungenen ABBA Cover i,am a Marrionette .Aber das muss jeder für sich entscheiden .Es bleibt Spannend im Hause Ghost, polarisieren wird das Album ganz sicher!Neulinge sollten erst zu der ersten greifen!Das erste Album ist besser!3 Sterne nur leider.....
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