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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Blick zurück nach vorn im Zorn, 12. April 2013
Von 
Mapambulo "Mapambulo" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Irgendwie (Audio CD)
Seien wir ehrlich: Nicht die Blockbuster sind es, die uns zu überraschen vermögen – nur zu oft werden die Alben der Schwergewichte nach Erwartungsvorgaben und Pflichtenheften abgearbeitet, durchgewinkt, wegsortiert. Gutes Album – brav gemacht, schlechtes Album – ab dafür, der nächste bitte! Wer will schon den alljährlichen Aufguss des Abgesangs auf all jene hören, die, verheißungsvoll gestartet, nunmehr im Mainstream dahindümpeln auf nimmer Wiederhören? Es sind die, mit Verlaub, kleinen Bands mit den kleinen Platten, die aufhorchen lassen, die man eben nicht auf dem Schirm hatte, für die man sich auf die Schnelle keine Meinung schablonieren konnte und die nun, da sie sich die nötige Aufmerksamkeit krallen, als zartes Pflänzchen für das Gute, das Unverbrauchte gelten dürfen resp. herhalten müssen.

Love A aus Trier also stehen, selbst gemessen am überschaubaren Erfolg ihrer früheren Labelmates Turbostaat, noch immer am Beginn ihrer Karriere. 2010 gegründet, dem deutschen (Post-)Punk verpflichtet und doch schon, wie bei Bandcamp vermerkt, längst ein Stück weiter. Vor zwei Jahren mit dem Debüt „Eigentlich“ überrascht, nun mit „Irgendwie“ der Zögerlichkeit einen neuen, weiteren Namen hinzugefügt. Und das ist es, was sich wie ein roter Faden, der vom Cover dröselt, durch das Werk der Jungs um Sänger Jörkk Mechenbier zieht: das Unentschieden, der Zweifel, ein Hin- und Hergerissensein zwischen dem, was früher heilige Pflicht war und heute wenigstens reflektiert gehört. Fast jeder der neuen Songs trauert ein Stück weit der Sorglosigkeit, dem Leichtsinn früherer Tage hinterher (dem „Mut sich nicht zu fragen, was das bringt“), mal ist es Sehnsucht, mal trotziger Vorwurf.

Sie können und sie wollen nicht wie früher, nicht bei „Valentinstag“ („Du bist Kirmes, du bist Möbelhaus, und ich, ich bin genervt“), nicht bei „Nutzlos glücklich“ („Bleiben wir einfach weiter nutzlos, weil das ja so schön einfach ist, vielzuviel Blabla von den Helden ohne Charisma“) und, jetzt ganz plakativ, erst recht nicht in „Heul doch, Punk!“ („Sieh doch zu, dass du dir selber glaubst“). Natürlich ist das hier und jetzt auch keinen Deut besser, umgeben von „makellosen Menschen“, denen ein „bisschen Glitzern, n’bisschen wie Italien“ („Juri“) schon für’s magere Ego reicht, von umweltbewegten Einfaltspinseln („Der tausendste Affe“) und von bekehrten Wohlstandsgläubigen, die heute dem „Schwachsinn 2.0“ huldigen und früher mal die besten Freunde waren („Windmühlen“).

Die Wut, man kann sie hören, wenn Mechenbier seine Verse schreit: „So findet jeder Horst am Ende seine Tanja, so findet jede Niete am Ende aus dem Lostopf raus…“ – sie haben ganz gewiß keine Lust, als Spießer zu enden, vorgezeichnete Wege sind ihnen höchst suspekt. Anlaß zur Sorge besteht allerdings kaum, denn so wie sie textlich den Schritt nach vorn, auch ins Ungewisse wagen, so ist der Sound auf dem Album wieder ein Stück kompakter und facettenreicher geworden, was auch daran liegen kann, dass Robert Whiteley den finalen Cut besorgt hat, der auch schon den Wobats ihr „This Modern Glitch“ zimmerte. Vielleicht geht der Platte etwas die Unbeschwertheit der ersten Tage ab, kein „Freibad“ dabei, keine Zeilen also wie „Fahrradschloss aufgesperrt, Susi Neumann abgecheckt, Bademeister – Mittelfinger, Hose runter Freibad.“ Geschenkt, das hier bleibt eine gelungene Überraschung. In diesem Sinne (s.o.): Klein bleiben, bitte! mapambulo:blog
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Begeistert, 29. Dezember 2013
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Rezension bezieht sich auf: Irgendwie (Audio CD)
Unheimlich gutes Album. Sauber produziert und dennoch kratzbürstig genug, um die Punkwurzeln nicht zu verraten. Verliert an keiner Stelle an Tempo oder Energie.

Ein MUSS für Fans von Turbostaat, Käfer K und Captain Planet.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Sommer, eher Frühling..., 14. April 2013
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Rezension bezieht sich auf: Irgendwie (MP3-Download)
Ein Album, passend zu der Jahreszeit.
Kein "Party, Sonne, Gute Laune, einfach feiern" - Album, wie es das Erste als Eindruck hinterlies. Eher ein "es besteht noch Hoffnung und das ist gut so"-Album.
Songs, die live sicherlich trotzdem feier und mitsing würdig sind, die zuhause gehört aber eher etwas für ruhige Momente sind.
Anders, als erwartet, aber auf keinen Fall schlecht.
Eine neue Facette, die es sich lohnt anzuhören.

Alles Andere ist Geschmackssache.
Aber wer "Eigentlich" mochte und wenigstens eine kleine nachdenkliche Seite besitzt wird von "Irgendwie" nicht enttäuscht werden.
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5.0 von 5 Sternen Die neuen Fehlfarben!, 23. August 2014
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Rezension bezieht sich auf: Irgendwie (MP3-Download)
Ich hab die Jungs gerade live gehört auf dem "Platzhirschen" in Duisburg. Absolut überzeugend! Pure Energie...klasse Songs! Ein absolutes "Muss" für alle Fehlfarben und Deutsch-Alternativ-Liebhaber...Daher alle 5 Sterne!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Album des Jahres, 17. April 2013
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Rezension bezieht sich auf: Irgendwie (MP3-Download)
Das Album ist der Wahnsinn. Bis jetzt für mich das Album des Jahres 2013. Vor allem "Nutzlos glücklich" und "Reise, Reise" sind absolute Raketen.
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1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gutes Album - etwas plakativ, 24. Juli 2013
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Rezension bezieht sich auf: Irgendwie (Audio CD)
Ich kann mich den anderen Rezensionen eigentlich nur anschließen. Was mir aber zunehmend auf den Zeiger geht, ist die Arroganz mit der gerade durch die ach-so-toleranten Post-Punks andere Lebensentwürfe als die eigenen, alternativen unreflektiert und pauschal verunglimpft werden. Vielleicht fühle ich mich als Häusle-Besitzer ja einfach nur ertappt, vielleicht ist es aber auch Schwachsinn zu glauben, dass eine Welt aus Mietern und Hausbesetzern eine bessere wäre. Das betrifft aber nicht nur love a ...
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Irgendwie
Irgendwie von Love a (Audio CD - 2013)
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