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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischen Genie und Wahnsinn
Davon handelt dieser Roman von Daniel Kehlmann, von dem Physiker David Mahler nämlich, der in einer Nacht eine Formel entdeckt, die den zweiten Hauptsatz zur Thermodynamik vollkommen auf den Kopf stellt, nämlich die Umkehrung der Zeit bedeuten bzw. die Nichtexistenz der Zeit beweisen würde.

Als Gesamturteil meinerseits kann ich nur sagen, dass...
Veröffentlicht am 25. Juni 2006 von säbelzahntiger

versus
50 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Intelligent, phantastisch, entwicklungsfähig
Das wissenschaftlich aus dem zweiten thermodynamischen Gesetz abgeleitete Thema über die Zeit klingt verlockend - und hätte gewiss mehr hergegeben. Auch anderen Autoren ist so etwas gelungen, nicht nur Goethe und Thomas Mann, sondern nennen wir ruhig auch Patrick Süsskind oder Peter Hoeg.
Dass die in der Physik bewanderten Rezensenten Kehlmann Fehler...
Veröffentlicht am 2. Dezember 2005 von Karl-Heinz Heidtmann


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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischen Genie und Wahnsinn, 25. Juni 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Davon handelt dieser Roman von Daniel Kehlmann, von dem Physiker David Mahler nämlich, der in einer Nacht eine Formel entdeckt, die den zweiten Hauptsatz zur Thermodynamik vollkommen auf den Kopf stellt, nämlich die Umkehrung der Zeit bedeuten bzw. die Nichtexistenz der Zeit beweisen würde.

Als Gesamturteil meinerseits kann ich nur sagen, dass ich mehr und mehr zum Kehlmann-Fan werde, Mahlers Zeit aber im Gegensatz zu den anderen beiden, die ich schon von Kehlmann gelesen habe ("Ich und Kaminski" und "Die Vermessung der Welt", sind auch irgendwo in diesem Forum kritisiert...) nicht witzig, dafür einfach nur wahnsinnig (im positiven Sinne) ist, einen jungen und sicher talentierten Physiker sich so in eine abskurre Theorie verennen zu lassen, dass ihm absolut überhaupt kein Glauben geschenkt, er von der Wissenschaftswelt belächelt wird.... Wahnsinn. Auch die Art, wie Kehlmann erzählt, verdient meines Erachtens vollsten Respekt, die Symbole mit denen er arbeitet, beispielsweise die verstorbene Schwester, die Mahler immer wieder im Traum erscheint, die Fliege oder die Scherben der Straßenlaterne, nicht zuletzt auch der Tod, der Mahler anscheinend ständig irgendwie begleitet, sei es am Tanklaster, der in Flammen aufgeht oder der Obdachlose, der an einem Herzinfarkt stirbt... einfach zwischen Genie und Wahnsinn!
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50 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Intelligent, phantastisch, entwicklungsfähig, 2. Dezember 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das wissenschaftlich aus dem zweiten thermodynamischen Gesetz abgeleitete Thema über die Zeit klingt verlockend - und hätte gewiss mehr hergegeben. Auch anderen Autoren ist so etwas gelungen, nicht nur Goethe und Thomas Mann, sondern nennen wir ruhig auch Patrick Süsskind oder Peter Hoeg.
Dass die in der Physik bewanderten Rezensenten Kehlmann Fehler und zu wenig Recherche vorwerfen, ist das geringere Problem - auch Goethe lag naturwissenschaftlich oftmals heftig daneben.
Der entscheidende Unterschied: Kehlmanns ersten Bücher haben zu viel "Fantasy" und keine Nachhaltigkeit. Kaum hat man sie gelesen, sind sie auch schon wieder vergessen - wohl auch ganz gemäß dem Interesse der Verlage nach Lesern als Konsumenten.
Wie schon in seinem Buch "Der fernste Ort" geht irgendwann seine offensichtlich große Phantasie mit ihm durch - und das Ganze wird verschwommen und undurchsichtig - man möchte schreiben "unreif". Der Grat zwischen intelligenter Erzählung
und juveniler Albernheit ist bei Kehlmann schmal.
Dabei ist das Buch stellenweise durchaus spannend. Auch die Entwicklung des letztlich dem Wahn erliegenden Protagonisten Mahler ist schriftstellerisch gut gelungen. Ohne Zweifel, Kehlmann kann schreiben!
Seien wir also geduldig und warten ab, was uns dieser junge, intelligente Autor noch zu bieten hat. Nach dem dritten thermodynamischen Gesetz geht Energie nie verloren. Die Frage ist, ob Kehlmann eine Sternschnuppe am Literaturfirmament ist oder sich zum deutschsprachigen Literaturzenit emporarbeiten kann. Er hätte unbestritten das Zeug dazu.
Die Gefahr, dass er dabei dem kommerziellen Literaturbetrieb erliegt und von diesem gleich einem schwarzen Loch an- und ausgesogen wird, ist jedoch groß.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das bleibt hängen ..., 9. Februar 2009
Ich habe jetzt - wie auch die meisten anderen - neben "Die Vermessung der Welt" und "Ich und Kaminski" endlich auch "Mahlers Zeit" gelesen und war von diesem Buch einfach nur begeistert.
Der Physiker Mahler hat durch eine geniale Entdeckung endlich das "Rätsel der Zeit" (überspitzt formuliert) gelöst. Leider glaubt ihm das niemand. Der Leser wird nun während des Lesens hin und her gerissen zwischen den beiden Polen, ob er nun Mahler glauben soll oder doch lieber der andere Seite, die seine Idee für absurd halten. Je wahnsinniger oder besser besessener Mahler im Buch wird, desto mehr verschwimmt auch für den Leser die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit im Roman. Das macht das Lesen aber nicht anstrengend, ganz im Gegenteil hat man so das Gefühl, mit dem Physiker mitzudenken und die Welt komplett durch seine Augen zu sehen. Genial!

Ich kenne mich persönlich mit Physik und den Hauptsätzen der Zeit Null aus, was mich aber nicht gestört hat und mir vielleicht bei diesem Buch auch nicht zum Nachteil gereicht hat. Aber immerhin wurde soviel Interesse geweckt, mich darüber nach dem Lesen zu informieren. Ob es das spätere Recherchieren war, oder einfach das Darüber-Wissen-Wollen ob das was Mahler gesagt hat prinzipiell möglich wäre - das Buch ist echt haften geblieben und hat bleibende Eindrücke hinterlassen. Das geschieht so selten, dass ich am liebsten sechs Sterne vergeben würde - aber da das leider nicht geht müssen fünf reichen.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Idee, mäßige Umsetzung, 13. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Mahlers Zeit (Gebundene Ausgabe)
Der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik besagt, dass ein abgeschlossenes System immer den Zustand größter Unordnung anstrebt, solange man es sich selbst überlässt.
Diese Erkenntniss kann man recht vielseitig verwenden - sei es zu beweisen, dass kein Perpetuum Mobile funktionieren kann, zu philosophieren, dass "die Physik keine Zeit kennt" oder den vorliegenden Roman darüber schreiben.
"Mahlers Zeit" handelt von dem (fiktiven) Physiker David Mahler, der überzeugt ist, dieses physikalisch Prinzip wiederlegen zu können. Doch damit nicht genug : er ist auch davon überzeugt, dass es "höhere Kräfte" gibt, die alles tun werden, um die Bekanntmachung dieses "Fehlers" zu verhindern.
Das klingt nicht nur verwirrend, es ist es leider auch. Sicher, die Grundidee ist genial, die Temposteigerung zum Schluß hin gelungen und die Sprache hat schon Anzeichen jener Brillianz, die Kehlmanns späteres Werk und Bestseller "Vermessung der Welt" auszeichnet. Aber den Roman als Ganzen kann man nur als "bedingt lesenswert" bezeichnen. Die Handlung ist einfach zu undurchsichtig und außerdem vermisse ich ein paar Hinweise, in wie weit die im Buch genannten Thesen der wirklichen Physik entstammen oder der Phantasie Kehlmanns. Hier wäre zumindest ein Nachwort angebracht gewesen.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu knapp, aber gut, 20. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mahlers Zeit (Gebundene Ausgabe)
Ein erstaunlich junger Autor (Jg. 75) und ein erstaunlich gutes Buch. Faszinierend die Atmosphäre gleich im ersten Kapitel, die Kehlmann leider nicht über die gesamte Geschichte hinweg aufrecht halten kann. Schade auch die Kürze des Buches: Der Sonderling David Mahler hätte es verdient, sich auf ein paar Seiten mehr richtig "entfalten" zu dürfen; sein Außenseiter-Dasein gehörte sich ausgebaut! DANN könnte er ohne weiteres mit Patrick Süskinds Monsieur Grenouille in Sachen Skurillität wetteifern. So aber bleibt er - für meinen Geschmack - zu sehr eine zweidimensional aufs Papier gezeichnete Figur, der man - ich - am liebsten etwas mehr Leben, ein Mehr an Verschrobenheiten, einhauchen möchte. Dennoch: Die Idee des Romans besticht: Die mögliche Aufhebung des zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik, die die Aufhebung der Zeit zur Folge hätte. Lesen!
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19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Entdeckung des Jahres, 30. Juli 2003
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vor nicht allzu langer Zeit machte mich eine Meldung des ORF auf den jungen Erfolgsautor aufmerksam. Kurz entschlossen nahm ich "Mahlers Zeit" in den Urlaub mit. Ein faszinierendes Buch! Kehlmann spielt mit dem Leser, lässt ihn im Unklaren, ob Mahler ein Genie oder geisteskrank ist. Außderdem gestaltet er das Thema Zeit, indem er geschickt die Erzählebeenen ineinander fließen lässt. Der Schluss erscheint nicht zwingend, ist aber dennoch akzeptabel. Alles in allem eine Empfehlung! Ich freue mich auf die weiteren Werke des Autors.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ja, schreiben kann er, 21. Juli 2003
Von Ein Kunde
Ja, schreiben kann er, der Daniel Kehlmann, nur von Physik hat er keine Ahnung. Die Idee des Buches ist genial, umso mehr schade, dass es so kurz geraten ist. Außerdem wiederholen sich Element aus Beerholms Vorstellung (hat mir besser gefallen). Die Darstellung des Physikers hat keinerlei Realitätsbezug und wird so dargestellt, wie sich der Normalbürger einen Physiker vorstellt.Mehr Recherchen wären angebracht gewesen. Schade. Schade. Denn so sind wir nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geniale Schreibe..., 7. Juli 2014
… das kommt mir immer wieder in den Sinn, wenn ich etwas von Daniel Kehlmann lese. Der Mann hat eine Art zu formulieren und zu berichten, dass es nur so eine Freude ist, seiner Sprache zu folgen. Dabei geht es gar nicht mal um den Inhalt der Geschichten. Der ist, jedenfalls meiner Meinung nach, manchmal recht unspektakulär. Auch auf den 160 Seiten des schmalen Bändchens -Mahlers Zeit- beschreibt Kehlmann mit unglaublicher Präzision und der Kunst Worte und Sätze abenteuerlich gut zu platzieren die Katze im Sack, ohne sie letztendlich heraus zu lassen.

Doktor David Mahler befasst sich mit der Zeit. Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik hat es ihm angetan. Mahler ist sich sicher, dass dieser Hauptsatz falsch ist, zumindest aber fehlerhaft. Damit steht er allein da, denn niemand konnte das bisher beweisen. Würde er es beweisen können, würde die Zeit an sich fragwürdig sein. David ist ein Genie. Sein Kopf kann mit Zahlen besser umgehen als ein Hochleistungscomputer. Doch im sozialen Kontakt mit Menschen hat David Probleme. Zudem sieht er immer wieder seine Schwester, die schon seit Jahren tot ist. Jetzt möchte David der Welt seine Entdeckung mitteilen, doch niemand versteht ihn. Er will den berühmten Wissenschaftler Valentinov erreichen. Nur der könnte verstehen, was David entdeckt hat. Doch Valentinov ist schwer zu finden und David driftet dem Wahnsinn entgegen...

Wie gesagt, das ist wunderbar erzählt. Aber die Geschichte wird sich nicht jedem Leser erschließen. Ich mag Kehlmanns Schreibe, seine Inhalte allerdings nicht immer. -Mahlers Zeit- ist ein unterhaltsames Buch, das man schnell von Anfang bis Ende durchgelesen hat. Die Story mag einem nicht im Kopf hängen bleiben, Kehlmanns Art zu schreiben allerdings schon...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dünne Geschichte, langwierig erzählt, ermüdend vorgetragen, 26. Oktober 2012
Von 
M. Büchse (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Mahlers Zeit (Audio CD)
Die Prämisse der Geschichte ist durchaus interessant (Physiker stellt mit eigener Theorie den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik in Frage), aber leider sind einige Aspekte in der Umsetzung sehr störend:

- ich bin selbst wissenschaftlicher Mitarbeiter und halte die Darstellung des Wissenschaftsbetriebs für nicht ganz glaubwürdig
- die Macken des Protagonisten sind für meinen Geschmack stark überzogen
- es werden zu viele Befindlichkeiten und Banalitäten ausgewalzt

Im Endeffekt kommt die philosophische Dimension der Geschichte sehr kurz, wird nur am Ende kurz von einer der wichtigen Nebenfiguren angedeutet. Ich fürchte, dass es in dem Buch viel zu sehr um akute menschliche Befindlichkeiten geht, noch dazu pathologische, und weniger um große Zusammenhänge.

Fazit: Gut, dass ich die Hörbuchfassung hatte, denn so konnte ich nebenher etwas anderes tun. Beim Lesen hätte ich vermutlich vorzeitig entnervt aufgegeben. Die Stimme und der Duktus Kehlmanns sind allerdings nicht übermäßig angenehm -- er spricht eintönig, er betont (zu) viel, aber eben wiederum eintönig.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwacher Abglanz von "Beerholms Vorstellung", 12. August 2011
Von 
Timo Brandt "Ways are, there you go" (Quickborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ist ja gut, ist ja gut. Das Argument könnte man wohl auch gut als Synonym für dünnes Eis verwenden.
Also erklärend vorweg: Ja, Kehlmann ist ein grandioser Stilist und seine Fähigkeit eigenwillige Geschichten zu erzählen und in gleichsam komplexe Theorien, Studien und menschliche Themen einzubinden, ist sicherlich kaum mehr in Frage zu stellen und ich schätze seine Prosa sehr.

Aber, aber, und das wird für mich bei diesem Buch und auch bei dem neuesten, Ruhm, leider deutlich - gerade wenn man es eben mit so tollen Büchern wie Ich und Kaminski, Die Vermessung der Welt oder eben mit Beerholms Vorstellung vergleicht; aber auch ohne diesen Vergleich - sie können auch sehr arm sein, diese Bücher, die mit dem großartigen Stil Kehlmanns gefüllt sind.

Gerade dieses Buch hier scheint mir so eines zu sein; es wirkt wie eine abgenutzte Neuauflage von 'Beerholms Vorstellung'. Sicherlich: Ein Künstler darf sich mehrmals mit einem Phänomen beschäftigen und da "Beerholms Vorstellung" ja auch ein Erstling war, mildert das die Umstände vielleicht sogar noch etwas. Doch trotzdem sind die Parallelen unübersehbar. Nur das "Mahlers Zeit" eben kürzer ist, farbloser, unentwickelter. Ein Protagonist stapft durch die klare Welt Kehlmanns und alles, was ich während der 160 Seiten dachte, war: Der gehört da nicht hin, in diese scharf durchleuchtete Welt, dieses Netz aus Prosalinien. Er ist einfach zu dumpf und ohne einen Hauch von Leben. Vielleicht war es das, was Kehlmann zeigen wollte - doch selbst das macht es nicht besser.

Ich habe trotzdem drei Sterne gegeben, weil ich denke, dass es zu diesem Buch ganz klar mehr als einen Zugang gibt. Und niemand sollte sich gänzlich abgewiesen fühlen, durch meine Darlegung, dieses Buch doch zur Hand zu nehmen.

Ich werde jedes neue Buch von Kehlmann mit Spannung erwarten und bestimmt auch jedes neue Buch mit Spannung lesen. Ob mit vollendetem Genuss, das hängt wohl davon ab, ob Kehlmann trotz seinem Hang zu mit Vergeblichkeit und Verhängnis angefüllten Charakteren, es wieder schafft, eine Bindung zu diesen aufzunehmen. Denn da mag die großartigste Artistik kommen - wenn die Mimik fehlt, dann fehlt mir persönlich etwas Elementares.
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