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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Mai 2013
Es ist kein „nur bewegter Laie“, der hier dem Leser einen tiefen Einblick in die Vielfalt, die erst langsame Erforschung und die dabei entstehenden, überraschenden und faszinierenden Einblicke in „das Leben der Meere“ auf dem „blauen Planeten“ gibt. Der die elementare Wichtigkeit dieses Lebensraumes für das Bestehen der Erde betont. Nicht nur als Ort der Entwicklung allen Lebens auf dem Planeten, sondern auch als „Quelle“ des Bestandes des Lebens.

Ebenso ist Roberts da, wo er im Buch eindringlich und, vor allem, fundiert die „Zerstörung“ des Lebensraumes Meer vor Augen führt und deutlich mahnt, kein „Unheilsprophet“, sondern in all dem vor allem immer eins: anerkannter und kompetenter Fachmann als Meeresbiologe und Professor für Meeresschutz. Einer, der die ungeheuere Vielfalt des „Wasserlebens“ ebenso prägnant vor Augen zu führen versteht, wie dessen Wichtigkeit für das Leben an sich und die aktuellen, hohen Gefährdungen, die im Raume stehen.

„In der Geschichte unserer Zivilisation war der Zustand der Weltmeere sehr stabil. Heute jedoch sind die Ozeane an der Reihe“. Und so wende sich Roberts dem „Wandel der Meere auf der ganzen Welt“ kompetent und, auch in der Sprache, sehr verständlich und nicht selten geradezu aufrüttelnd zu.

Gerade weil Roberts kompetent, sachlich-nüchtern und flüssig zu beschreiben versteht, ist es fast nicht möglich, sich als Leser den vor Augen geführten Gefährdungen zu entziehen. Ein „Wandel der Meere“ hin zu Überfischung, steigender Meeresspiegel, ätzendes Meer, (jetzt bereits schon) tote Zonen, die Belastung durch Tonnenweise Plastik, der Drang der menschlichen Zivilisation zur „Vereinheitlichung des Lebendigen“ (welcher nun beginnt, auch die Meere hoch belastet“, statt der Vielfalt eine Wertschätzung zu geben.

All dies ist hier und dort bereits in der ein oder anderen Form schon thematisiert worden, wir aber hier erst in der Zusammenschau zu einem ganzen an Bild und zu einem Szenario der Zerstörung, das Konsequenzen hervorrufen will, ja geradezu muss.

Konsequenzen, die Roberts durchaus dem Diskurs zur Verfügung stellt. Er b leibt nicht bei der bedauernden Beschreibung des „Niedergangs“ stehen, sondern bietet alternativen. „Abkühlung statt Erwärmung“, das ginge und Roberts macht ernst zu nehmende Vorschläge. Ein „New Deal“ für die Meere, wie er zu Zeiten auch in Wirtschaften erfolgreich war, die überhitzten. Einen Schritt zurückgehen können, neuen Anlauf nehmen und es dann besser machen. Das ist nicht leicht, die Beschädigungen sind fortgeschritten, das kostet Anstrengung und wird nicht billig zu haben sein. Aber es ginge. Das ist die wichtige Kernaussage des Buches für die mittelfristige Zukunft. Und für jeden, der meint, dass dies nicht nötig sei oder der als Verantwortlicher Schwierigkeiten mit dem „Willen zur Veränderung“ hat, der sollte dieses Buch gründlich lesen. Denn als Quintessenz bleibt fest zuhalten, dass es im ureigensten Interesse der menschlichen Gemeinschaft ist, die Meere möglichst stabil zu halten.

Natürlich findet der Leser auch neueste Forschungsergebnisse über das Leben in den Meeren an sich im Buch, die ebenso mit einigen beeindruckenden Bildern im Buch illustriert werden, wie sich auch die nackte Zerstörung durch Menschenhand in intensiven Fotografien niederschlägt.

Auch wenn gilt, wie Robertson formuliert: „Dieser Wandel ist sehr schnell über uns gekommen, und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass es uns schwerfällt, uns darauf einzustellen“, das kann kein Argument gegen eine konzentrierte Arbeit gegen die Beschädigungen eines elementaren Bausteins des eigenen Lebensraumes sein.

Ein hervorragendes, informatives, kompetentes und aufrüttelndes Fachbuch, das Alternativen bietet und eine fundierte Analyse darreicht. Angefangen vom Umgang mit Plastik bis zur Entsorgung hochgiftigen Mülle „irgendwo da draußen auf dem Meer“.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Juli 2013
Professor Callum Roberts, Meeresbiologe an der University of York, stellt in systematisch aufgearbeiteter, wissenschaftlich fundierter und ansprechend niedergeschriebener Weise die vielfältigen Einflüsse des Menschen auf die Ozeane der Erde dar. In Dramatik und Spannung ist dieses Buch als eine hoch-aktuelle Mischung aus Frank Schätzing’s Öko-Thriller „Der Schwarm“ und einem bisher leider weitaus weniger beachteten aber nicht minder interessanten Werk mit dem Titel „Wie bedroht sind unsere Ozeane? - Biologische und physikalische Aspekte“ von Wiegandt, Rahmstorf und Richardson zu bezeichnen. Das aktuelle Buch von Roberts konnte ich, einmal mit dem Lesen angefangen, nicht mehr aus der Hand legen, da das aktuelle Ausmaß der durch Menschen gemachten Umweltkatastrophe unserer Tage in der Tat (wie der Autor es am Ende auch zusammenfassend und recht treffend benennt) einem sechsten großen Massensterben auf unserem Planeten gleichkommt. Der Unterschied jedoch: Vor 65 Mio. Jahren war ein Himmelskörper die Ursache, heute ist es der Mensch!

Zum Inhalt:
Nach einem übersichtlichen Abriss der Erdgeschichte und Entstehung der Ozeane wendet sich Roberts der Überfischung der Meere und dessen Folgen zu. Eindrücklich und fundiert werden die Entwicklungen über die Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte dargestellt, sodass auch dem letzten ignoranten Politiker die Konsequenzen dieses unverantwortlichen Handels einleuchten müssen! Die Erkenntnis für den Leser dabei: Die Meere sind wirklich richtig leer mittlerweile! Warum müssen z.B. für den Fang von rund 200 Goldmakrelen Hunderte bis Tausende von Schildkröten, Rochen, Haien und andere Großfische als Beifang sterben?
Durch anschließende Erläuterungen über Winde und Meeresströmungen wird die Grundlage zum Verständnis der nächsten großen schädlichen Umwelteinflüsse des Menschen gelegt: Die Belastung des Meeres durch steigende CO2-Werte der Luft infolge nicht enden wollender Abgasemissionen, durch die nahezu unvorstellbare Menge von menschlichem Müll (Stichwort: „Plastikzeitalter“), durch Chemikalien und Pharmaka, durch unglaublichen Lärm unter Wasser, durch pflanzliche und/oder tierische Artenverschleppung (z.B. im Ballastwasser der zahllosen Frachtschiffe dieser Welt) und durch Verschleppung von Krankheitserregern im Meer.
Neben den Folgen des menschlichen Verhaltens gegenüber dem Meer in Form von z.B. steigenden Meeresspiegeln mit Überflutung der Küsten oder Übersäuerung der Ozeane mit Verhinderung des Aufbaus von kalkhaltigen Gehäusen von Schnecken, Muscheln und Korallen wird der zweite Teil des Buches dann in der Tat ernst zu nehmenden Vorschlägen und konkreten Alternativen zur bisherigen Misswirtschaft gewidmet. Ein „New Deal für die Meere“ wird vorgeschlagen und erläutert. Viele Kapitel wie z.B. „Abkühlen statt erwärmen“ oder „Das Leben sanieren“ fassen den aktuellen Stand der heutigen, t.w. auch sehr innovativen Überlegungen zusammen. Den Folgen der Misswirtschaft muss in irgendeiner Weise begegnet werden, ob es nun politischer Wille ist oder nicht. Denn schlussendlich liegt es, auch wenn es viele Menschen noch nicht verstanden haben, im ureigensten Interesse der Menschheit, die Meere nicht leer zu fischen oder deren Ökosysteme zu zerstören. Der Mensch ist es, der von all diesem abhängt!

Schreibstil, Textaufbau, Bilder:
Der Autor richtet sein Buch klar an eine interessierte Laienleserschaft, die mehr über das Ausmaß und Folgen menschlicher Einflüsse auf das Meer wissen möchten. Die Sprache ist entsprechend klar und verständlich. Zahlreiche eindrücklich beschriebene Beispiele, natürlich auch mit neuesten Forschungsergebnissen, sowie eine hervorragende und beeindruckende Bebilderung unterstützen dabei den Gesamtaufbau des gut 500 Seiten starken Buches. Langeweile kommt an keiner Stelle auf. Man gerät eher von einem Staunen ins nächste, auch wenn sicherlich viele Tatsachen längst bekannt sind. Die Zusammenstellung all dieser Themen und der dadurch erfolgende Gesamteindruck ist es jedoch, der ein stetes Auf und Ab zwischen Faszination und Entsetzen erzeugt.

Fazit:
Das Buch ist äußerst lesenswert und kann uneingeschränkt empfohlen werden! Meines Erachtens sollte es auch in viele andere Sprachen übersetzt werden, z.B. Chinesisch, Japanisch und Russisch. Die im Vergleich zu anderen Buchgattungen leider sehr geringe Anzahl an Rezensionen über Bücher dieser Art (z.B. „Meer ohne Fische“ aus 2007 – 1 Rezension, „Der letzte Fisch im Netz“ aus 2010 – 5 Rezensionen, „Wie bedroht sind unsere Ozeane?“ aus 2010 – 4 Rezensionen oder die DVD „Die unbequeme Wahrheit über unsere Ozeane“ aus 2010 – 12 Rezensionen) lässt allerdings auf ein evtl. (noch) eher geringes Interesse zumindest der bei Amazon rezensierenden Bevölkerung am Thema Meeresausbeutung/Meeresverschmutzung bzw. dessen Folgen für die menschliche Zukunft erahnen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Februar 2014
Das ist das beeindruckendste und wichtigste Buch, welches ich seit langem gelesen habe. Die Meere sind riesig, wild und faszinierend. Die Artenvielfalt in ihnen und Schönheit ist bewundernswert. Doch das ausgewogene, komplexe System der Lebensformen und Zustände in ihnen ist stark bedroht. Callum Roberts, ein Meeresforscher und Naturschützer, beschreibt in seinem Buch ausführlich die Gefahren, die das Meer bedrohen und damit letztendlich die gesamte Menschheit. Gefahr droht nicht nur von einer Seite, sondern gleichzeitig von vielen und die Auswirkungen setzen eine Lawine in Gang, deren Folgen von immensem Ausmaß sein werden und uns alle betreffen (da es letztendlich das Land betrifft, auf dem wir leben). Jede der Gefahren wird in einem Kapitel der ersten Hälfte des Buches ausführlich beschrieben, als da z.B. wären: Überfischung und durch neuartige Fischereimethoden verursachte Schäden, Versäuerung und Temperaturanstieg des Meeres, Tote Zonen ohne Sauerstoff, Landabsenkung und gleichzeitiges Steigen des Meeresspiegels, durch Menschen verursachter Unterwasser-Lärm, vom Land ins Meer verschleppte Krankheiten, Pharmazeutika-Verunreinigung, Verseuchung der Meere durch Industrie- und Zivilisationsabfall, Folgen der globalen Plastikmüllschwemme. Es ist schockierend und man bekommt ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit, wenn man das liest.
Callum Roberts ist ein sympathischer, ausgeglichener und trotz allem ein positiver Mensch. Das Buch ist in einem angenehmen, ruhigem und sachlichem Ton geschrieben. Er beschreit nichts, sondern will aufklären und betont immer wieder, dass wir die Gefahren noch abwenden können, wenn wir nur verantwortungsbewusster leben und beginnen, etwas zum Schutz der Meere zu tun.
Vieles ist bereits im Gange, es werden immer mehr Meeresschutzgebiete geschaffen, in denen sich die Fischbestände erholen können. Sich mit der Fischerei zurückzuhalten bedeutet, in Zukunft wieder höhere Erträge zu bekommen, das haben viele schon verstanden.
Davon handelt dann auch die zweite Hälfte des Buches. Hier wird beschrieben, was bereits zur Rettung der Meere getan wird, was sich als sinnvoll herausgestellt hat und was noch getan werden sollte. (Wer hätte gedacht, wie nützlich z.B. Windparks im Meer für die Fische und anderen Meeresbewohner sind, da dort Fischen nicht möglich ist und die Tiere und Pflanzen sich gern dort ansiedeln).
Der private Verbraucher kann ebenfalls einiges tun, zur Rettung der Meere beizutragen. Fische, die am Ende der Nahrungskette stehen, sind meist gefährdete Arten und zudem bereits angereichert mit Giften, die sie im Meer aufgenommen haben. Roberts rät, diese zu meiden und auf Fische, die sich von Pflanzen ernähren, umzusteigen (Heringe, Tilapia, Karpfen).
Wer hätte gedacht, dass banale Dinge wie Gesichtspeelings mit Plastik-Partikeln und das Waschen der Wäsche mit Kunststoffanteil zur Verunreinigung der Meere beiträgt? Ich habe zwar von jeher auf Seesand-Peelings oder Aprikosenkerne geachtet, dennoch war mir das überhaupt nicht bewusst und vielen anderen sicher auch nicht.
Am Ende des Buches sind recht viele Umweltschutzorganisationen aufgelistet, die Callum Roberts persönlich empfehlen kann, mit einer kurzen Vorstellung selbiger, für Leser, die sich darüber hinaus engagieren wollen.
Ein sehr aufklärendes, wichtiges Buch, dass nicht nur Meeres-Fans und Naturschützer lesen sollten, sondern am Besten jeder!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Oktober 2013
höchste Bewertung weil es um ein hochbrisantes Thema geht, weil es Jedermann betrifft, weil jedermann etwas zur Veränderung beitragen könnte , weil es höchst an der Zeit ist mit offenen Augen durchs Leben zu gehn
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. September 2013
Ich schließe mich den obigen Rezensionen an, mit einer Einschränkung (deshalb auch nur 4 Sterne von mir):
Der Autor ist oft relativ sprunghaft und reißt Themen an, nur damit sie erwähnt sind, aber ohne sich damit zu beschäftigen. Andererseits ist natürlich die Fülle an Informationen nur schwer in einem Buch zu verpacken. Ansonsten sehr gelungen!
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