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4.0 von 5 Sternen Ein Offizier und Gentleman
Nach vielen Jahren legt Sophia Farago endlich wieder einen ihrer wunderbaren historischen Englandromane vor, der dieses Mal von einer starken Krimihandlung durchzogen wird.
Hauptfiguren des Romans sind Major Frederick Michael Dewary, Erbe des Earls of Digmore und Miss Elizabeth Porter. Major Dewary kämpft als Offizier der Lifeguards am Kontinent gegen Napoleon,...
Vor 21 Monaten von Susanne Pichler veröffentlicht

versus
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend
Als ich kürzlich Lynsay Sands historischen Liebesroman Liebe auf den zweiten Blick näher in Augenschein nahm, fand ich in einer Lesermeinung einen Hinweis auf die österreichische Autorin, Wirtschaftsjuristin und Unternehmensberaterin Sophia Farago. Sie schreibt Regency-Liebesromane im Stil von Georgette Heyer, weil sie sich privat sehr für englische...
Vor 21 Monaten von A. Jürgens veröffentlicht


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Offizier und Gentleman, 25. März 2013
Nach vielen Jahren legt Sophia Farago endlich wieder einen ihrer wunderbaren historischen Englandromane vor, der dieses Mal von einer starken Krimihandlung durchzogen wird.
Hauptfiguren des Romans sind Major Frederick Michael Dewary, Erbe des Earls of Digmore und Miss Elizabeth Porter. Major Dewary kämpft als Offizier der Lifeguards am Kontinent gegen Napoleon, als er durch ein Schreiben gewarnt wird, dass er in England wegen eines Verbrechens gesucht wird. Begleitet von seinem treuen Burschen Charlie bricht er nach England auf und versteckt sich als Stallmeister auf Portland Manor.
Portland Manor wird bis zur Volljährigkeit des jungen Lord Portland von seiner Schwester Elizabeth Porter geführt. Diese ist von ihrem neuen Stallmeister schwer beeindruckt, vermutet aber aufgrund seines Benehmens und Auftretens mehr in ihm als einen einfachen Stallmeister. Nach und nach bringt der Major in Erfahrung welches Verbrechen ihm zur Last gelegt wird und, schlimmer kann es nicht kommen, es handelt sich um Mord.
Als Elizabeth und ihre Mutter die Wahrheit erfahren, beschließen sie Frederick ihr Vertrauen zu schenken und ihm bei der Aufklärung der Tat zu helfen. Kurzentschlossen beschließt Lady Portland Earl Digmore einen Besuch abzustatten. Gemeinsam mit ihrer Tochter hält sie prunkvoll Einzug auf Digmore Park. Die Damen werden äußerst freundlich von Edward, Fredericks undurchsichtigem Cousin und dessen Frau empfangen. Die Ereignisse in Fredericks Elternhaus überschlagen sich, ein Geheimnis knüpft sich an das andere.

Neben Frederick und Elizabeth gibt es eine ganze Reihe von Nebenfiguren. Zofen, Stallburschen, Butler, Köchinnen, Haushälterinnen und Kammerdiener nehmen ihren Platz in der Geschichte ein und verleihen dem Buch das typisch englische Flair. Neben den vielen dienstbaren Geistern gibt es noch einen couragierten Pfarrer, einen undurchsichtigen Lord und den Friedensrichter der Gegend. Besonders gut gefällt mir Lady Portland, eine ganz reizende Dame, die ganz begeistert ist von diesem Abenteuer und ohne mit der Wimper zu zucken die entscheidenden Fragen stellt. Sie legt dabei eine Kaltblütigkeit zutage, die ihre Gegenspieler mit Naivität verwechseln.
Gekonnt vermittelt Sophia Farago einen Eindruck vom Leben der englischen Oberschicht. Die hohe Kunst der Konversation wird ebenso erläutert, wie auch das Ritual gegenseitiger Besuche in der näheren und weiteren Nachbarschaft.
Alles in allem ein sehr spannendes Buch, das durch seine äußerst sympathischen und lebendigen Figuren ungemein an Tiefe gewinnt. Die Auflösung des Falles ist kompliziert und es gibt mehr als eine dramatische Wendung. Nichtsdestotrotz gibt es für mehr als nur eine Person ein Happy End.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über Standesdünkel hinweg, 13. Juni 2013
Von 
Girdin - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Romantisch gestaltet ist das Cover von „Das Geheimnis von Digmore Park“ von Sophia Farago aus dem Dryas Verlag, einem Roman aus der Epoche des Regency. Die Treppe lädt den Betrachter ein, die Stufen zu ersteigen und in die Geschichte lesend einzutreten. Das Buch umfasst 380 Seiten mit 37 Kapiteln. Jedes davon beginnt mit einer schwarzweißen Grafik zweier Rosen in der oberen Ecke am Buchschnitt. Das, was auf Digmore Park passiert ist, bleibt dem Erben des Anwesens lange ein Rätsel. Der Leser verfolgt gespannt die Aufklärung eines Verbrechens, so dass man den Roman auch als historischen Krimi bezeichnen kann.
Die 22- jährige Elizabeth Porter verwaltet nach dem Tod ihres Vaters für ihren Bruder Billy bis zu dessen Volljährigkeit in drei Jahren den Besitz Portland Manor. Daher glaubt sie, dass sie für einen Mann weniger attraktiv ist, denn solange kann sie das Landgut nicht verlassen und an der Seite eines Ehemanns leben. Sie sucht dringend nach einem neuen Stallmeister, weil der bisherige vom Blitz erschlagen wurde und wendet sich mit ihrem Wunsch an den Pfarrer, der recht bald schon mit einem gutaussehenden Mann als Empfehlung zu ihr kommt. Der neue Stallmeister Freddy Michaels stellt sich aufgrund seiner Kenntnisse nicht nur als Glücksgriff in der Sorge um Stall und Pferde sondern auch bei der Verwaltung des Gutshofs heraus. Freddy, der eigentlich Frederick Michael Dewary heißt und der zukünftige Herr über Digmore Park ist, diente einige Zeit als Major bei den Lifeguards in Spanien und ist von dort gerade erst heimgekehrt. Die Stellung hat er nur angenommen, um sich vor dem Friedensrichter zu verbergen, der ihn als Mörder seiner Tante sucht. Eigentlich ist er mit Vivian verlobt. Doch Elizabeth ist eine kluge und schöne Frau, mit der er interessante Gespräche führen kann und das sieht Elizabeth genauso. Unter diesen Gegebenheiten scheint es für die beiden keine gemeinsame Zukunft zu geben und Fredericks größte Sorge ist es, aufzuklären, was auf Digmore Park geschehen ist.
Sophia Farago führt uns in die Zeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts in England. Sehr gut fängt sie die damaligen gesellschaftlichen Ansprüche ein. Adel und Bürgerliche konnten niemals auf einer Stufe stehen und verkehrten in eigenen Kreisen. So hätte für Elizabeth die Liebe zu einem Stallmeister aus bürgerlichem Haus zu allgemeinem Unverständnis geführt. Aber nicht nur für den Adel gab es einen Verhaltenskodex, sondern sogar für das Personal eines adligen Hauses. Während des ruhigen Beginns der Geschichte lernt man die einzelnen Charaktere kennen mit einem Fokus auf Elizabeth und Frederick, an deren Gefühlswelt der Leser durch deren beschriebene Gedanken teilhaben kann. Schließlich kommt es jedoch zu einer deutlichen Spannungssteigerung bei der Aufklärung des Verbrechens und die Spannung hält bis zum Schluss an. Die Autorin schafft neben den beiden Protagonisten interessante Nebenfiguren die sich wie beispielsweise Elizabeths Mutter weiterentwickeln. Einige Male habe ich gezögert, ob eine von Beginn an unsympathische Person tatsächlich als solche zu nehmen ist. Mir hat diese romantische Geschichte sehr gut gefallen und ich empfehle sie gerne weiter.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alle Sterne für Sophia Farago! Chapeau!, 29. Juli 2013
Sophia Farago "Das Geheimnis von Digmore Park" Dryas Verlag

Gehen wir die alte englische Steintreppe hinauf, entlang der ewig sattgrünen Rasen, die mit Rosen und Liguster bepflanzten Gärten und entdecken die Geheimnisse von Digmore Park..am Ende steht eine Gestalt, lächelnd fordert sie uns auf ihr zu folgen, es ist Sophia Farago - zu spät - um umzukehren..

Elizabeth Porter, 23, Jungfer wider Willen, die als einzige die "Hosen" auf Portland Manor anhat, sieht sich verpflichtet das Gut von ihrem verstorbenen Vater aufrechtzuerhalten, bis Billy, ihr noch minderjähriger Bruder, als Earl, dasselbige zu verwalten weiß.
Es liegt ihr am Herzen das Andenken ihres Vaters zu wahren,
keine leichte Aufgabe für Elizabeth, bei einer scheinbar ignoranten Mutter, der eine seltsam ulkige Arroganz innewohnt, einem Bruder der sich gern mal als Earl aufspielt aber beim besten Willen noch keiner ist, samt einer unmotivierten Dienerschaft, kann das nicht lange gut gehen.
Es fängt an wie eine bittersüße Liebesgeschichte, ein Heiratsantrag wird abgelehnt, weil der Mann nicht der richtige Lord ist, ein mysteriöser Lord heuchelt für sie Interesse - mit einem wohlwollenden Blick auf das Familiensilber, während ein dritter Lord, eines ihm unbekannten Verbrechens beschuldigt, aus dem Krieg zurückkehrt, seine Ehre zu retten. Lord Frederick Dewary muss vorsichtig sein und sich tarnen, auch als Stallmeister macht er eine gute Figur, das findet auch Elizabeth und verliebt sich in ihn, als seine missliche Lage aufgedeckt wird, versprechen die Ladies ihm zu helfen, auf Aussicht auf ein Abenteuer ist Mylady Portland Feuer und Flamme, Elizabeth wundert sich immer mehr über ihre Mutter, die eine wunderbar patente Mitverschwörerin abgibt.
Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, reisen sie mit 2 Kutschen und großem Gepäck nach Digmore Park, myteriöse Dinge geschehen, Fredericks ungeliebter Cousin Edward weilt jetzt dort,verheiratet mit einer Unbekannten, die fröhlich Hausherrin spielt, dem alten Earl geht es zusehends schlechter..
Frederick muss sich weiterhin versteckt halten, sein Zuhause ist von Wachen umstellt, er steht unter Mordverdacht.
Die Ladies haben nur ein Ziel, den wahren Mörder zu entlarven und so nimmt das Schicksal seinen Lauf..
Versteckte Priesterlöcher und zugesperrte Turmzimmer, Zwischentüren und Geheimgänge, knarrende Dielen und obenauf ein gestohlener Kuss treiben die Spannung nach oben, man kann nicht aufhören zu lesen.
Am Ende entgeht keiner seiner gerechten Strafe, man kann ausatmen und endlich (!!!) hat man sein Happy End an dem auch noch ein "kleiner" Brilliantring steckt..
Dieses Buch hat alles, was der Leser braucht, eine sommerleichte Unterhaltung mit Tiefgang , spannendes Kopfkino, schlaflose Nächte, Figuren mit Profil, man liebt sie, verachtet sie oder sie machen einem pures Kopfzerbrechen, man vermutet und spekuliert und hat Freude bis zur letzten Seite.
Ein sehr gelungenes Buch - alle Sterne für Sophia! :-)))
Chapeau! :-)
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 7. März 2013
Von 
A. Jürgens (Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Als ich kürzlich Lynsay Sands historischen Liebesroman Liebe auf den zweiten Blick näher in Augenschein nahm, fand ich in einer Lesermeinung einen Hinweis auf die österreichische Autorin, Wirtschaftsjuristin und Unternehmensberaterin Sophia Farago. Sie schreibt Regency-Liebesromane im Stil von Georgette Heyer, weil sie sich privat sehr für englische Geschichte interessiert. Aus ihrer Feder stammen Die Braut des Herzogs, Hochzeit in St. George, Schneegestöber oder Maskerade in Rampstade, die teilweise in Bestsellerlisten ihres Heimatlandes auftauchten. Das klang gut. Und da mir weder Heyer noch Farago etwas sagte, stürzte ich mich neugierig auf ihren neuesten Roman.

Darin lockt sie ihre LeserInnen nach England in die Zeit Anfang des 19. Jahrhunderts. Dort bemüht sich nicht nur die junge Elizabeth, das Erbe ihres Bruders zusammenzuhalten. Dort sieht sich auch Frederick Dewary einem ungeheuerlichen Vorwurf ausgesetzt. Die Schwester seines Vaters ist spurlos verschwunden und es gibt Hinweise, die darauf hindeuten, dass er als Täter infrage kommt. Frederick, der sich eigentlich im Dienste seiner Majestät auf dem Festland im Kampf gegen Napoleon befindet, reist schnurstracks inkognito in seine Heimat zurück. Um nicht erkannt zu werden, verdingt er sich vorübergehend als Stallmeister bei Elizabeths Familie und versucht gleichzeitig mithilfe treuer Freunde, Licht hinter die erhobenen Vorwürfe zu bringen. Obwohl Elizabeth Frederick einstellt, ist sie ihm nicht unbedingt gewogen, da er ihre schlimmsten Seiten zum Vorschein bringt.

Was mir gleich ins Auge gestochen ist, war nicht nur das harmonische wirkende Cover (Garten mit Treppenaufgang), sondern auch die Abbildungen der Rosen an den Kapitelanfängen. Ich mag solche Details. Die Hintergrundatmosphäre (Ortsbeschreibungen, gesellschaftliche Konventionen, etc.) ist dicht gewoben, die Sprache der Zeit angepasst. Glücklicherweise hob sich Faragos Roman gleich zu Beginn von Sands eingangs erwähntem Roman ab und gestaltete sich eingangs vielversprechend.

Die Autorin bedient sich genretypischer Klischees (wobei ich Klischee jetzt nicht zwingend negativ meine). Ihre Protagonistin ist schon fast eine alte Jungfer und das Leben hat sie um ihr Debüt in London gebracht. Träume hat sie natürlich dennoch noch. Elizabeth scheint vielleicht nicht bereits mit einem ja-aber zur Welt gekommen zu sein, doch verfügt sie mittlerweile (laut Buchrückseite) über ein energisches Auftreten. Der jüngere Bruder offenbart sich als überheblich-weltfremder Träumer mit verqueren Idealen. Er hat zwar anscheinend von Nichts was mit seinen Pflichten verbunden ist so wirklich eine Ahnung, doch nimmt er sich dennoch ihm vermeintlich zustehendes Recht heraus - notfalls ist er sogar bereit, die Familie in Geldschwierigkeiten zu bringen, damit er zu seinem Wort stehen kann. Er bringt einen Freund mit nach Hause, der in argen Geldnöten und überaus manipulativ ist. Die Mutter verlässt sich voll und ganz auf ihre unverheiratete Tochter und scheint ansonsten auf den ersten Blick etwas lebensuntüchtig. Frederick Dewary wiederum ist ein Held, der tapfer für sein Vaterland einsteht und dieses vor der korsischen Bedrohung schützen will. Die Frauen in seiner Vergangenheit haben ihm übel mitgespielt, doch er ist verlobt und freut sich bereits darauf, seine Verlobte wiederzusehen. Charismatisch-verständnisvoll zeigt er sich klug und umsichtig und natürlich darauf erpicht, seinen Ruf zu retten. Daneben gibt es noch hilfsbereite Freunde und Bedienstete, aber auch arbeitsscheue Bedienstete, die natürlich dringend einer strengen (männlichen) Hand bedürfen.

Klingt zunächst nicht schlecht, doch wirklich fesseln konnte mich weder die Figurenvielfalt noch das Verwirrspiel um Fredericks Tante bzw. die Aufklärung eines Falles, der im Grunde genommen keiner ist. Die Figuren sind an und für sich nicht blass skizziert, doch wirklich anfreunden konnte ich mich mit keiner. Und obwohl ich historische Liebesgeschichten in der Sittsamkeit der damaligen Zeit mag, fehlt mir hier eindeutig etwas. Allzu viel Zeit verbringen die beiden Hauptfiguren nicht miteinander. Die zuvor anscheinend so energische, patent anmutende Elizabeth mutiert zum hilflos-oberflächlichen Weibchen, sobald Frederick die Bühne betritt. Das könnte man ihr fast noch verzeihen, da die paar Male, die die beiden sich kabbeln, zunächst darauf hindeuten, dass da mehr daraus werden könnte. Doch eine wirklich gemeinsame Geschichte wirkt angesichts des zu bemühten Konstrukts um Das Geheimnis von Digmore Park stellenweise unglaubwürdig und geht auch in Teilen gnadenlos unter.

Zunächst tut sich auf Portland Manor nämlich nicht viel und ich fragte mich die ganze Zeit, wie Frederick auf diese Weise eigentlich seinen Ruf retten will. Dann muss alles schnell gehen, denn der Freund von Elizabeth‘ Bruder erpresst sie. Praktischerweise kennt er den gesuchten Frederick und setzt ihn als Druckmittel ein. Prompt reisen Elizabeth und ihre Mutter nach Digmore Park, Frederick unerkannt im Schlepptau, um selbst zur Lösung des Falles beizutragen. Die Zeit drängt ja.

Ein ganzes Bündel an Ideen bezüglich des Geheimnisses um die infamen Anschuldigungen und die Tante, die mittlerweile nicht mehr nur verschwunden ist, sondern gar ermordet wurde, wird von Farago ins Spiel gebracht. Fredericks Verlobte, sein offenbar dahinsiechender Vater und sein geldgieriger Cousin kommen ebenso in Spiel wie scheinbar unkooperative Dienstboten. Es gibt Gegenspieler, die ganz offenbar auch vor Mord nicht zurückschrecken, doch die Autorin scheint sich nicht ganz sicher zu sein, ob die denn nun wirklich böse sind oder nicht. Und angesichts des an sich ernsten Vorwurfes wirkt die fröhlich-aufgesetzte ach-ist-das-alles-spannend-Stimmung falsch. Mit einer der ins Romangeschehen genommenen Leichen stellt sich dann noch zusätzlich die Frage, wie blind alle Beteiligten der damaligen Zeit waren. Bestimmte Merkmale scheinen einfach zu augenscheinlich, als dass die Lösung so wie im Fall von Faragos Roman daherkommen kann.

Bedauerlicherweise verheddert sich die Autorin für mein Dafürhalten so in ihren Ideen, dass dieser Teil der Geschichte willkürlich zusammengestückelt und nicht einmal ansatzweise ausgereift wirkt. Die von ihr angedachte, sich aus dem Erpressungsversuch ergebende Zeitnot, scheint sie dabei auch wieder vergessen zu haben. Stattdessen genießen ihre beiden Hauptfiguren doch noch Stunden zu zweit. Gezwungenermaßen, aber immerhin ohne sich darum Gedanken zu machen, obwohl sie zu dem Zeitpunkt noch nichts vom Ausgang des Geschehens ahnen. Die Motivation der Initiatoren hinter dieser Aktion wirkt einfach nur bemüht. Dadurch fühlte ich mich von den ohnehin nicht allzu fesselnden Charakteren wieder entfremdet.

Fazit:

Positiv sind die dichte Hintergrundatmosphäre, die passende Sprache und die liebevolle Aufmachung (Rosen an Kapitelanfängen - ich mag solche Details) des Buches. Das beinhaltet eine nicht gerade ganz unbekannte aber durchaus gerne von mir gelesene Grundidee. Doch die Umsetzung derselben konnte mich nicht überzeugen. Der ansprechende Anfang erlitt einen akuten Spannungsabfall und der wiederum hielt sich tapfer bis zum Ende. Vorhersehbarkeiten schlichen sich ein und häuften sich, was für Längen sorgte. Mein Wunsch, dass sich das nochmals bessert … er war vergebens. Das Geheimnis von Digmore Park bekommt gerade noch so zwei von fünf Punkten von mir.

2013 Antje Jürgens (AJ)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Froh, froh, froh, 7. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Geheimnis von Digmore Park: Liebesroman aus dem England der Regency Zeit (Kindle Edition)
bin ich, dass es endlich ein neues Buch von Sophia Farago gibt.
Für mich als leidenschaftlicher Regency-Fan gibt's nichts schöneres!
Spannend bis zum Schluss hat Frau Farago es verstanden,
eine Liebesgeschichte und einen Krimi zu vereinen.
Die Verbindung der beiden Protagonisten steht zuerst unter keinem gutenStern
(Adelige und bürgerlicher Stallbursche), noch dazu wird er des Mordes bezichtigt.
Spannung bis zum Schluss.
Mein Tipp: lesen, lesen lesen
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4.0 von 5 Sternen Das Geheimnis lässt lange auf sich warten...., 4. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Geheimnis von Digmore Park: Liebesroman aus dem England der Regency Zeit (Kindle Edition)
Nach "Die Braut des Herzogs" und "Schneegestöber" war dies der dritte Roman von Frau Farago den ich gelesen habe.
Der Roman ist nicht nur eine Liebesgeschichte sondern gleichzeitig auch noch ein Kriminalroman. Anfänglich kommt er recht schleppend in Gang.

Da zum Inhalt schon viel geschrieben wurde möchte ich wirklich nur einen kurzen Abriss wiedergeben:
Frederick Dewary, Erbe von Digmore Park und Major der Lifeguards wird gewarnt, dass er des Mordes beschuldigt wird. Frederick beschließt aus der Armee zu gehen und seine Unschuld zu beweisen, da er noch nicht einmal weiß, wen er ermordet haben soll.
Mithilfe seines Jugendfreundes und eines "neuen Namens" bekommt er die Anstellung als Stallmeister auf Portland Manor. Der Besitz wird von Elisabeth Porter verwaltet, da ihr jüngerer Bruder noch minderjährig ist.
Durch Zufall wird Frederick erkannt und muss seine wahre Identität preisgeben. Jedoch hat er sich so viel Vertrauen erworben, dass Elisabeth Porter und ihre Mutter gewillt sind, ihm bei den Nachforschungen bezüglich seiner Mordanklage zu helfen.

Leider fand ich wie auch schon eine Mitrezensentin den Beginn etwas langatmig... während die Auflösung sehr sehr schnell abgehandelt wird... Auch die Liebesgeschichte ist für mich in diesem Roman nicht ganz so stimmig herausgearbeitet, wie ich dies in den oben genannten Romanen fand.

Trotzdem bekommt der Roman wohlwollende 4 Sternchen, da mich "Das Geheimnis von Digmore Park" insgesamt gut unterhalten hat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Voller Spannung und Geheimnisse, 16. November 2013
Von 
Monika Schulte ""Lesezeit"" (Hagen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Die Schwester des Earls of Digmore verschwindet spurlos. Man findet eine Leiche, doch wer ist der Mörder? Schnell fällt da der Verdacht auf Major Frederick Michael Dewary, dem Erben des Earls. Frederick weilte zum Zeitpunkt der Tat kurzzeitig in der Nähe des Tatortes, doch längst ist er zurück auf dem Kontinent, um gegen Napoleon und seine Mannen zu kämpfen. Frederick kann rechtzeitig gewarnt werden. Heimlich kehrt er nach England zurück. Ein Zufall hilft ihm, als Stallmeister auf Portland Manor eingestellt zu werden. Elisabeth Porter verwaltet alleine das große Anwesen, das in wenigen Jahren ihr jüngerer Bruder Billy übernehmen wird. Elisabeth ist froh, dass Freddy Michaels ihr tatkräftig und erfahren zur Seite steht, doch sie merkt schnell, dass dieser Mann eigentlich zu gute Umgangsformen für einen einfachen Stallmeister hat. Elisabeth und ihre quirlige Mutter finden heraus, wer er wirklich ist und beschließen, ihm bei der Aufklärung des Falles zu helfen. Kurzerhand packen die beiden Frauen ihre Taschen und reisen nach Digmore Park. Sie wollen dem Earl ihre Aufwartung machen. Schließlich war Elisabeths Mutter einst mit der Dame des Hauses befreundet. Einen äußerst freudigen Empfang bereitet ihnen Lady Louise Bakerfield, die mit Fredericks Cousin Edward verheiratet ist und sich auf dem Lande zu Tode langweilt. Doch wo ist der Earl? Wieso lässt er sich nirgendwo blicken? Ist er wirklich so krank, wie behauptet wird? Elisabeth und Frederick fühlen sich zueinander hingezogen, doch Frederick hat bereits einer anderen Frau sein Versprechen gegeben. Sie leben in einer Zeit, in der ein Mann zu seinem Wort steht. Ehrgefühl gegen Liebe. Was wird letztendlich stärker sein?

"Das Geheimnis von Digmore Park" - ein wunderbarer Roman mit überraschenden Wendungen aus der Zeit des Regency. Ein Roman, der einen die Stunden vergessen lässt. Sophia Farago gelingt es hervorragend, das Flair dieser Zeit wiederzugeben. Man hört die Röcke rascheln. Man sieht Butler und Hausmädchen geradezu vor sich. Und dann das über alles gehende Ehrgefühl. Was darf ich, was darf ich nicht. Sophie Farago beschreibt diese Zeit so identisch, dass man sich beim Lesen in diese Epoche hinein versetzt fühlt. "Das Geheimnis von Digmore Park" - ein Roman voller Spannung, voller Geheimnisse und auch mit ganz viel Romantik. Unbedingt lesenswert!

Erschienen im DRYAS-Verlag.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Geheimnis von Digmore Park (Sophia Farago), 8. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Geheimnis von Digmore Park: Liebesroman aus dem England der Regency Zeit (Kindle Edition)
Dryas Verlag

Die Autorin

Die Österreicherin Sophia Farago ist sowohl Autorin als auch Unternehmensberaterin. Ihre große Liebe gilt der englischen Geschichte. Zwei ihrer Regency-Romane landeten in Österreich auf der Bestsellerliste.

Portland Manor und Digmore Park

War sie bereits auf dem besten Wege, eine alte Jungfer zu werden? Die 26jährige Elisabeth Porter leitet bis zur Volljährigkeit ihres Bruders Billy Portland Manor. Dieses Gut hat sie fest in der Hand bis Freddy Michaels auftaucht.

Frederick Dewary ist ein junger Major, welcher der Erbe von Digmore Park werden wird, wird des Mordes bezichtigt. Als Elizabeth nun einen neuen Stallmeister sucht, finden ihre Schicksalswege zueinander, als sie ihn unwissend einstellt. Als eines Tages ein Lord auftaucht und sie in die Geheimnisse ihres Stallmeisters einweiht, ist sie tief empört, schwört aber, die Sache aufzuklären. Zusammen mit ihrer Mutter und Frederick reist sie nach Digmore Park. Sie wird in eine rasante Verwirrung von Intrigen und üblen Machenschaften hineingezogen, aus der es kaum ein Entrinnen gibt. Wird Frederick seine Unschuld beweisen und Elizabeth dabei helfen können?

Fazit

Besonders gut hat mir das Cover des Buches gefallen, welches einen romantischen Garten mit Treppenaufgang zeigt. Man hat sofort Lust das Buch zu lesen. Weniger ansprechend fand ich wiederum die Schrift des Buches, die leider sehr klein war. Die Rosen, welche den Anfang jedes Kapitels zierten, machten das aber wieder wett.

Elizabeth Porter tritt von Anfang an sehr eigenständig und emanzipiert auf, was sie sehr sympathisch macht. Auch der Major Frederick Dewary ist ein typischer Mann seiner Zeit, der zwar sympathisch aber auch ein wenig rückständlich auftritt, denn für ihn muss eine Frau in erster Linie hübsch sein, zum anschauen geeignet. Als er hört, dass Elizabeth das Gut leitet, fällt er aus allen Wolken. Er selbst ist bereits verlobt.

Teilweise treten sehr viele Namen und verschiedene Personen auf, die alle in unterschiedliche Machenschaften und Geheimnisse verwickelt sind, was mich zum Teil verwirrte. Meist waren es gleiche Nachnamen, die den Leser verwirrten. Allerdings zeigte sich schon bald wieder ein kleiner Punkt, an dem es weiter ging. Mir persönlich hat der Roman sehr zugesagt.

[...]
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderschöner spannender Liebesroman, 23. Juli 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Geheimnis von Digmore Park: Liebesroman aus dem England der Regency Zeit (Kindle Edition)
Das Geheimnis von Digmore Park erzählt die Geschichte von Frederick "Dewary", dem Erben von Digmore Park, der beschuldigt wird, seine Tante ermordet zu haben. Um nicht erkannt zu werden, arbeitet er als Stallmeister bei der jungen Elizabeth, die nach dem Tod des Vaters für ihren noch sehr jungen Bruder das Familiengut leitet. Dewary kann Elizabeth erst nicht leiden, denn sie erinnert ihn stark an die Frau, die seinen Heiratsantrag so eiskalt und brutal abgelehnt hat. Doch schnell lernen er und Elizabeth sich besser kennen. Elizabeth verliebt sich in ihn, obwohl sie denkt, das er nur ein Stallmeister ist, und Dewary ist mit einen anderen verlobt. Dennoch reisen Elizabeth und ihre Mutter nach Digmore Park, um seine Unschuld zu beweisen.

Das Buch ist ein schöner, sehr spannender, romantischer Regencyroman im Jane-Austen-Stil. Der Schreibstil ist gefällig und flüssig zu lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein unterhaltsamer und spannender Ausflug in die Regency-Zeit, 9. Juni 2013
Von 
Wie alle Bücher aus dem Dryas-Verlag, besticht auch dieses schon optisch durch ein liebevoll gestaltetes Cover, das direkt einstimmt auf die Regency-Zeit, in der diese Geschichte spielt.

Elizabeth Porter verwaltet den familieneigenen Landsitz seit dem Tod ihres Vaters, da der Erbe, ihr jüngerer Bruder, noch nicht volljährig ist und ihre Mutter, eine waschechte englische Lady, dafür nicht taugt. Sehr ungewöhnlich zur damaligen Zeit, doch Elizabeth ist eine durchsetzungsstarke junge Frau, die sich nicht scheut, sich um alle Belange selbst zu kümmern.

Als Major Dewary in Spanien die Nachricht ereilt, er werde in der Heimat wegen Mordes gesucht, bricht für ihn eine Welt zusammen - wen soll er ermordet haben und wie kommt es, dass selbst sein heißgeliebter Vater an seine Schuld glaubt? Heimlich macht er sich mit seinem getreuen Burschen Charlie auf die Heimreise, um sich zu rehabilitieren.

Das Buch ist in einem sehr unterhaltsamen, humorigen und mitunter ironischen Schreibstil geschrieben, der dafür sorgt, dass der Leser sich von Anfang an wohlfühlt. Die Unbillen, die Elizabeth und Major Dewary ereilen, sorgen dafür, dass es nie langweilig wird. Wer nun aber glaubt, es mit einer simplen Liebesgeschichte im Stil von "sie lieben sich, sie streiten sich, sie kriegen sich" zu tun zu haben, der irrt.

Zwar ist die Liebesgeschichte mit ein Hauptthema der Geschichte, aber dazu kommen noch erpresserische Lords, gedankenlose Brüder, heimtückische Ladies und jede Menge Ränkespiel. All dies sorgt nicht nur dafür, dass sich das Buch sehr abwechslungsreich lesen lässt, sondern beschert dem Leser, gerade in der zweiten Buchhälfte, auch jede Menge Spannung!

Ein Buch, das alles in sich vereint, was man für unterhaltsame Stunden benötigt: Liebe, Ränke, Kitsch und Spannung!
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