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am 5. Mai 2013
Otto Klemperer wurde Assistent und bald auch Freund von Gustav Mahler, und er hat den Komponisten bis ins Stereo-Zeitalter überlebt. Dies gibt den vorliegenden Aufnahmen bereits eine ganz besondere Note. Dass die Interpretationen selber aber auch phänomenal sind, macht diese Zusammenstellung besonders wertvoll und für den Mahler-Sammler nahezu unentbehrlich. - Auch wenn einige wenige Schönheitsfehler bestehen, siehe später.

Die Zweite ist eine Klasse für sich. Klemperers erste Begegnung mit Mahler war bei einer Einstudierung der Auferstehungssymphonie. Die hier vorliegende Aufführung ist voller stimmiger Dramatik, die Sängerinnen (Schwarzkopf und Rössl-Majdan) fügen sich bestens ein. Es gelangen den Interpreten Schauer-bringende Momente im besten Sinne, besonders in den Sätzen 4 und 5. Eine Referenz, z.B. nebst der Aufnahme mit Bruno Walter und dem Columbia Orchestra.

Die Vierte, wiederum mit Schwarzkopf, ist dunkler als Konkurrenzaufnahmen (leider auch, was die Aufnahmequalität angeht). Hier ist es sicherlich noch mehr als sonst Geschmacksfrage, wie sehr einem Klemperers Zugang zusagt. Persönlich gehört die Aufnahme - wenn auch erst nach mehrmaligem Hören - zu meinen liebsten. Dies ist der aufrechterhaltenen Spannung bei gleichzeitig spürbarer Interpretationsfreude geschuldet. Die Stimmungen variieren hier beträchtlich, zwischen Heiterkeit und spukender und irrlichternder Zurücknahme beispielsweise im 2. Satz. Schwarzkopf passt wiederum gut.

Die Siebente ist vielleicht die Ver-rückteste Interpretation in diesem Set. Diese weniger eingängige Symphonie interpretiert Klemperer kompromisslos, ja schon fast stur. Die Tempi sind sehr breit, weswegen die Symphonie nicht auf eine CD passt. Obwohl man stellenweise Angst hat, dass die Architektur unter diesem langsamen Tempo zusammenbricht, wird man von Klemperer eines Besseren belehrt. Er hält den Spannungsbogen aufrecht und lotet emotionale Tiefen aus, an die sich nur wenige andere Interpreten gewagt haben. Eine Bereicherung, zweifelsohne, und ein Denkmal eines dem eigenen Stil verpflichteten Künstlers.

Die Neunte gehört m.E. ebenfalls zu den Sternstunden in der Mahler-Interpretation, zusammen mit der Walter-Aufnahme (Columbia Symphony Orchestra) und vielleicht der deutlich neueren DVD-Aufnahme von Abbado mit dem Lucerne Festival Orchestra. Auch hier wieder die Tendenz zu breiten Tempi bei gleichzeitigem Aushören der Partitur. Und auch hier fällt das Gesamtwerk wiederum nicht auseinander, und besonders die Ecksätze erfahren dadurch eine unvergessliche Intensität.

Das Lied von der Erde, welches dieses Set abrundet, ist dank dem Dirigat, aber auch der jungen Christa Ludwig und dem älteren Fritz Wunderlich, eine Interpretation, welche sich vor den 4 vorangehenden Symphonien keinesfalls verstecken muss. Die Aufnahmequalität (oder das Remastering) ist hier besonder gelungen, die Aufnahme funkelt nur so von brillanten Lauten.

Auf der Negativseite gibt es wenige Punkte zu verbuchen. Der Tempo-Wahl Klemperers ist die Aufteilung der Siebten auf 2 CD's zu verdanken. Schade nur, dass auch die 9te geteilt wurde. Für den traditionellen CD-Hörer keine Freude. Das Remastering ist deutlich besser als bei früheren Aufnahmen, nur die 4. Symphonie ist im Klangbild noch etwas dumpf, mindestens in meiner Anlage.

Alles in allem: Dieses Set beinhaltet einige der grössten Klemperer- und Mahler-Interpretationen. Eine gute Anschaffung.
33 Kommentare|14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 13. Februar 2014
Der 1885 in Breslau geborene Otto Klemperer war zwar 25 Jahre jünger als Gustav Mahler, arbeitete mit diesem aber sehr intensiv zusammen. Er ist einer der wenigen Zeitgenossen Mahlers, die das Stereo-Zeitalter erreichten und somit in der Lage waren, uns akustisch hochwertige Aufnahmen ihrer Interpretationen zu hinterlassen. Die Aufnahme der 2. Sinfonie, 1961/62 in London eingespielt mit dem Philharmonia Orchestra & Chorus in der Kingsway Hall ist für viele DIE Referenzeinspielung der Zweiten und allein die lächerlichen 15,99€ wert - hier übrigens auch erstmals in der ungekürzten, originalen 80 min und 15 Sek Fassung, alle älteren CD Ausgaben hatten eine 79 min 25 Sek Fassung, die mit technischen Mitteln gekürzt war, um auf CD zu passen, da man damals noch keine 80 min überziehen konnte (unglaublich, aber wahr).
Auch das Lied von der Erde, eine 1964er Aufnahme im gleichen "Studio" mit gleichem Orchester, aber mit Fritz Wunderlich und Christa Ludwig ist für viele DIE Referenz des Liedes. Diese CD Box ist also nicht nur ein Zeugnis für die Analyse sondern beinhaltet große Mahler Standards zum Dagegenhalten, Vergleichen und Messen. Zurecht haben viele Aufnahmen hier das Siegel "EMI Legacy" - da darf man sich von dem Warner Logo nach deren Übernahme von EMI Classics in 2013 nicht abschrecken lassen. Ein Muss für jeden, der sich mit Mahler beschäftigt und für alle, die es nicht tun, aber einsteigen wollen.
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