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5.0 von 5 Sternen Ein Kriminalkommissar mit ausgeprägten Charaktereigenschaften
Kriminalkommissar Hunkeler ist schon älter. Sein Rücken plagt ihn, und deswegen befindet er sich zur Kur in Rheinfelden. Ärgerlich nur, dass zwei alte Damen die Düsen mit dem warmen Wasserstrahl im Bad so lange besetzt halten! Aber man kennt das ja.......
Als er gerade gemütlich im Solebad sitzt, sieht er eine Leiche mit aufgeschlitzter...
Veröffentlicht am 9. April 2008 von cl.borries

versus
3.0 von 5 Sternen Krimi im Lokalkolorit
Volle Punktzahl für die Beschreibung des Dreiländerecks sowohl geographisch und kulturell als auch geschichtlich. Nur zwei Sterne für die Story, die etwas an den Haaren herbeigezogen ist, und grösstenteils wirkliche Spannung meidet (Wilder Mix aus schwuler Kunstszene in Basel und jungen "Indianern", die die Ehre und Geschichte von Rheinfelden retten...
Veröffentlicht am 6. Januar 2009 von Aus


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Kriminalkommissar mit ausgeprägten Charaktereigenschaften, 9. April 2008
Kriminalkommissar Hunkeler ist schon älter. Sein Rücken plagt ihn, und deswegen befindet er sich zur Kur in Rheinfelden. Ärgerlich nur, dass zwei alte Damen die Düsen mit dem warmen Wasserstrahl im Bad so lange besetzt halten! Aber man kennt das ja.......
Als er gerade gemütlich im Solebad sitzt, sieht er eine Leiche mit aufgeschlitzter Kehle an sich vorbeischwimmen.
Natürlich kann er es nicht lassen und schaltet sich in die Ermittlungen ein. Es ist ihm sogar ganz recht so, denn die reine Ruhe ist gar nicht so sein Fall!
Wie sich alsbald herausstellt, ist der Tote ein schwuler Baseler Kunsthändler. Er war mit seinem Freund im Solebad Marina in Rheinfelden abgestiegen.
Die Spurensuche beschränkt sich auf Rheinfelden, Basel, den Aargau, aus dem Hunkeler stammt, und auf ein bisschen Schwarzwald. Zunächst aber gibt es Kompetenzstreitigkeiten. Wer ist zuständig? Die Polizeibehörde in Basel oder die in Rheinfelden?

Eine ganze Anzahl von Verdächtigten kommt ins Spiel.
Da gibt es eine Kunstfälscherbande, der man auf die Schliche kommt; Gastwirtinnen und Badegäste, Überfälle auf Kunstgalerien und Bahnhofsfächer verwirren den Leser und lassen ihn rätseln, wer wohl als Mörder in Betracht kommt, und wie nun der Mord an dem Kunsthändler damit zusammen hängt.

Die Spur führt zu der sagenumwobenen goldenen Hand Rudolfs von Rheinfelden. Sie war von Kunsträubern in Sachsen-Anhalt gestohlen und nach Basel gebracht worden, um hier an einen Kunsthändler verkauft zu werden.

Ruhig und besonnen macht sich Hunkeler auf die Suche nach den wahren Tätern. Er ist froh, der Langweile zu entkommen, die ihn als Vorruheständler bedroht.
Hunkler geht gerne in der Natur spazieren und trifft sich in angenehmen Lokalen zu seinen konspirativen Treffen. Die Schweiz, das Elsass und der Schwarzwald sind Hochburgen der Gastronomie. Sie gestatten Einblicke in das Bürgerdasein, hinter dem sich Neugierde, Klatsch, Gerede und versteckte Hinweise finden. Daneben erfährt man, was in der Kunstszene gespielt wird. Eine Apollostatue und seine Verehrer, alemannische und keltische Kunst im Wettbewerb und verrückte Brauchtumsaussteiger beleben eine Szene, die Hunkeler eher anödet als erfreut. Sein Alter und seine Knochen machen ihn unwillig!
Hunkeler sucht eher genötigt als freiwillig auch in Homosexuellenkneipen und in der feinen Baseler Gesellschaft nach dem mutmaßlichen Täter. Besonnen, weise und unaufgeregt führt seine Suche am Ende zum Erfolg!

Da mag der Spannungsbogen eher klein gehalten sein:
der Roman ist mehr Gesellschaftsstudie denn Krimi, mehr Anschauungsmaterial zum Dreiländereck Schweiz- Elsass-Schwarzwald als rasanter Verfolgungsthriller. Die Figur des Hunkeler bietet den Plot, um den sich die Welt der Schurken und Kunstfälscher, der Aufklärer und der Klatschreporter, der braven Bürger und der neugierigen Zuschauer gruppiert. Hunkeler alleine, sein Lebensstil und seine Mentalität ist es wert, sich mit dieser Geschichte zu befassen.
Gedankt sei dem Autor Hansjörg Schneider für die Hommage an Land und Leute der Örtlichkeit und eine hervorragend beschriebene Gastronomie!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Kunst, über Kunst zu schreiben oder wie das goldene Mittelalter lebendig wird, 27. März 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es stimmt schon, dass Hansjörg Schneiders Romane mit dem Kriminalkommissär Peter Hunkeler süchig machen. Dass man seinen neuesten Fall in einer Nacht durchliest. Dabei liegt der Fall keinesfalls klar. Denn es sind zwei verschiedene Fälle und zwei verschiendene Szenen, die sich überschneiden und verzahnen. Souverän führt der Autor die Beteiligten durch die ganze Regio basiliensis, und den Leser an der Nase herum. Der Schluss ist durchaus eine Überraschung, die hier aber nicht verraten werden soll. Dank Peter Hunkelers Wissen um geschichtliche und menschliche Zusammenhänge kann er Menschenleben retten. Mystisches hingegen erweist sich stärker als Materielles. Das macht die Lektüre anspruchsvoll. Entschädigt wird der Leser durch wirklich wunderschöne Landschaftsschilderungen und die liebevolle Zeichnung junger Leute auf der Suche nach neuen Sinn- und Lebensformen. Sucht der Kriminalkommissär nicht auch nach einer neuen Daseinsform? "Wie Hunkeler Bauer wurde" spottet ein Bisschen seine Freundin Hedwig, aber sie macht mit. Man darf gespannt sein, wie Peter Hunkeler seinen nächsten Fall lösen wird.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hunkelers siebter Fall, 27. Mai 2008
Von 
zueribueb (Zürich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Nach seinem letzen Fall wünschte ich für Hunkeler eigentlich die Pension. Aber schliesslich leben die Totgesagten doch länger und der siebte Teil der Hunkeler-Reihe ist wieder bedeutend besser.
Hunkeler ist zwar immer noch bei der Polizei, aber eigentlich gehen alle davon aus, dass er aus seinem Erholungsurlaub nicht mehr zurück kehren wird. Aber da beim Kuren in Rheinfelden ein schwuler Kunsthändler ermordet wird, ist er wieder mitten im Geschehen und die Basler Polizei kann bei so einem brisanten Fall nicht auf ihr bestes Pferd verzichten. Hunkeler geht wieder seine eigenen Wege, um Licht ins Dunkel zu bringen.
"Hunker und die goldene Hand" ist ein atmosphärisch stimmiger Krimi aus dem Dreiländereck. Witzig ist auch, wie Hansjörg Schneider gewisse Nebenthemen einfliessen lässt, wie das Rauchen im Zeitalter von Rauchverboten oder die alte Rivalität zwischen Basel und Zürich. Und durch Aufsehen erregende Kunstdiebstähle in der Schweiz ist der Schneiders Krimi plötzlich ganz aktuell.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weiterhin süffige Unterhaltung, 3. Juni 2008
Rechtzeitig zu seinem 70. Geburtstag erschien ein weiterer Hunkeler-Krimi von Hansjörg Schneider. Wie gehabt poltert der unter Rückenbeschwerden leidende und krankgeschriebene Kommissär auf eigene Faust im Dreiland umher, um einen Mord aufzuklären und Kunstdieben das Handwerk zu legen. Wenn man eine Verfilmung gesehen hat, dann kommt man nicht umhin, bei Hunkeler an Mathias Gnädiger zu denken. Im Vergleich zum vorangegangenen Roman ("Der Fall Livius") ist der aktuelle dichter und stringenter geschrieben; man weiss nicht schon in der Mitte, wer der Mörder ist. Natürlich hat auch dieser Krimi wieder seine sympathischen Schwächen, sei es ein orthografischer Irrtum wie "Crowler" (statt "Crawler"), sei es die ein wenig an den Haaren herbeigezogene Story von den Heimatschutzhabsburgern, die alles unternehmen, um die mumifizierte Hand von Rudolf von Habsburg wieder nach Rheinfelden zu holen, sei es der ewig inkompetente Kollege Madörin, der gegen alles Schwule wettert oder der in der Kulturschickeria verkehrende Staatsanwalt Suter. Seien wir ehrlich - wir wollen es gar nicht anders, denn Hansjörg Schneiders Krimis bieten ausserordentlich gute Unterhaltung, die seit jeher mit einem zwinkernden Auge Gastronomie und Gesellschaft im Dreiland vorführen. Dass dies einem Bedürfnis entspricht, davon zeugen die Verkaufszahlen. Es sind Sätze wie die Folgenden, die mir beim Lesen gut tun und auch den Autor in Berührungsnähe bringen: "Er rollte langsam durch die Dörfer. Es gefiel ihm, dieses Tuckern im Sog der Scheinwerfer. Er fühlte sich eingepackt, heimisch in seinen Gedanken." Und: "Er grinste bitter. Er war jetzt so alt, dass er bereits von der heutigen Jugend redete. Dabei war seine eigene Jugend noch immer zum Greifen nah, jedenfalls in der Erinnerung."
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Form triumphiert über den Inhalt, 16. Mai 2008
Von 
Natürlich schrieb Schneider wieder einen typischen Hunkeler, den man am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. So gut und treffend sind wieder die jeweilige Atmosphäre und Charakterisationen der handelnden Personen gelungen.

Aber leider wiederholt sich Schneider in vielen Motiven und Handlungsmustern:
- Madörin hat mal wieder voreilig den vermeintlichen Täter ausgemacht
- Hunkelers homosexueller Kollege wird von ihm sanft zur Kooperation erpresst
- der Staatsanwalt wettert gegen Hunkeler
- Hunkeler wird mal wieder niedergeschlagen
- usw.usf.

Zudem ist die Vermengung der homosexuellen Thematik, der Welt des Kunsthandels und des Patriotismus der Kunsträuber nicht zwingend geglückt.

Trotzdem: Erstklassig geschrieben ist das Ganze.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine im Charakter und seiner Lebensphilosophie einzigartige Polizistenfigur wird uns hoffentlich noch lange erhalten bleiben, 21. März 2009
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Seit 1993, als der Basler Schriftsteller Hansjörg Schneider seinen ersten Kriminalroman um den Kommissär Peter Hunkeler veröffentlichte, ist er als Krimiautor in der entsprechenden Szene ein Geheimtipp geworden. Obwohl seine Bücher, jedenfalls in Deutschland, keine hohen Verkaufszahlen erreichen wie etwa seine schwedischen Kollegen, sind die Romane Schneiders auf höchstem literarischen Niveau, mit viel kluger politischer Analyse, gesellschaftlich hintergründigem Witz und immer auch angereichert mit einer subtilen Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen, besonders denen in Basel und in der Schweiz.

Peter Hunkeler war früher verheiratet, hat aus dieser Ehe auch eine erwachsene Tochter, mit der er keinen Kontakt hat. Seit vielen Jahren ist er zusammen mit Hedwig, einer engagierten Erzieherin, die es trotz allem Stress versteht, ihr Leben zu genießen und auf diese Weise Peter Hunkeler immer wieder einen Ruhepol bietet, auch wenn ihre Streitgespräche ein wahrer Lesegenuss sind. Besonders wenn sie Wochenenden oder andere freie Tage in ihrem Häuschen im Elsass direkt hinter der französisch-schweizerischen Grenze verbringen.

Hunkeler hat eine bewegte Lebensgeschichte hinter sich, die sich bei der kontinuierlichen Lektüre aller Bücher der Reihe entschlüsselt. In der Studentenbewegung engagiert, hat er sich eine libertär-liberal-linke Position bewahrt, die nie dogmatisch war oder wird. Vielleicht ist er darin das treue Abbild seines genialen Schöpfers. Er kennt in Basel Gott und die Welt und seine sozialen Kontakte machen vor Klassenschranken und sozialen Milieus nicht Halt. Er verkehrt mit Schriftstellern, Künstlern, Lebenskünstlern, halbseidenen Figuren an der Grenze zur Unterwelt. Er trifft sie auf der Straße, in Cafes, vor allem abends und nachts in den alten Basler Beizen, die vom Aussterben bedroht sind, und denen Hansjörg Schneider in seinen Büchern so nebenbei ein Denkmal setzt.

Er liebt Menschen und ihre Geschichten, die mit ihnen verbunden sind. Und weil er sich so gut in Menschen hinein versetzen kann, löst er alle seine Fälle mit diesem "Gespüri". Seine Kollegen halten Distanz zu ihm -seine Eigenständigkeit und innere Ruhe machen ihnen Angst. Der Staatsanwalt Suter, der in allen Büchern Schneiders immer wieder auftaucht, achtet Hunkeler und unterstützt ihn heimlich. Denn die Erfolge des Kommissars sprechen für sich. Ohne sie wäre Hunkeler schon längst in den Ruhestand versetzt worden.

In seinem neuen Roman "Hunkeler und die goldene Hand" steigt der Autor tief in die Schweizer, insbesondere die Rheinfeldener Frühgeschichte hinab und folgt den Spuren des sagenumwogenen Rudolf von Rheinfelden, der, wären die Umstände damals günstiger gewesen, durchaus für höhere Aufgaben, wie zum Beispiel die deutsche Kaiserkrone, geeignet gewesen wäre.
Der krankgeschriebene, unter starken Rückenschmerzen leidende Peter Hunkeler befindet sich auf einer Badekur im Solebad Marina in Rheinfelden. Als er gerade im Außenbecken liegt und seinen Rücken pflegt, sieht er einen seltsamen Taucher vorbeitreiben. Doch der "Taucher" ist schon tot. Als die Leiche geborgen wird, wird sie als die von Roger Ris identifiziert, einem homosexuellen, stadtbekannten Kunsthändler. Zeugen sagen aus, dass sie einen Schrei gehört hätten. Dieser Schrei kam von Roger Ris' Partner Rebsamen, der den toten Geliebten entdeckte und barg. Er wird sofort als Tatverdächtiger verhaftet, denn er trug ein Messer bei sich, und beginnt in der Haft einen Hungerstreik, um die Beamten von seiner Unschuld zu überzeugen. Hunkeler ist von Anfang an klar, dass Rebsamen nicht der Täter sein kann und sieht die Katastrophe, die sich mit dem inhaftierten Rebsamen anbahnt, schon lange vorher kommen.

Wie schon im letzten Roman, beginnt Hunkeler mit der Billigung seiner Vorgesetzten zu ermitteln, mit seinen Methoden. Und er führt uns wieder ins benachbarten Elsass, zu Menschen, die leben wie die Indianer und sich zum Ziel gesetzt haben, die verstreuten Teile des sogenannten Löser-Altars wieder, durch Diebstähle allerdings, zusammen zu führen. Schnell ist Hunkeler klar, dass diese Menschen bei aller Dubiosität nichts mit dem Mord zu tun haben und findet heraus, dass die seltsamen Zeichen LR, die er überall findet bei seinen Ermittlungen, zu den Merseburger Zaubersprüchen gehören. Bald hat er einen stadtbekannten Anwalt im Visier, der früher der homosexuelle Partner von Roger Ris war, der im übrigen überall in der Szene promiskuitiv tätig war.

Zwischendrin kommt Hunkeler, wie sein Schöpfer Jahrgang 19378, ins Nachdenken über seien persönliche Zukunft:
"Er grinste bitter. Er war jetzt so alt, dass er bereits von der heutigen Jugend redete. Dabei war seine eigene Jugend noch immer zum Greifen nahe, jedenfalls in der Erinnerung. Er dachte an seine Tochter Isabelle, von der er seit Jahren nichts mehr gehört hatte. Eines Tages würde sie wieder auftauchen, da war sich sicher. Mit einem Kind vielleicht ? Er wünschte sich das, schon seit langem. Obschon er nie darüber redete. Auch mit Hedwig nicht. Aber sein Haus im Elsass schien ihm zunehmend leerer zu werden. Ein bisschen Kinderlachen oder Kindergeschrei hätte die Stimmung durchaus belebt.
Es fiel ihm auf, dass er an den Tod dachte. Ans spurlose Verschwinden, wenn man keine Nachkommen hatte. Wer sollte das Haus einmal erben? Hedwig vielleicht? Die hatte auch eine Kinder."

Hunkeler löst neben dem auch historisch gesehen sehr interessanten Fall auch dieses Problem auf seine eigene subtile und unspektakuläre Weise. Er schafft, geben den anfänglichen Widerstand von Hedwig, drei Schweine an und baut ihnen einen Stall um.

Es ist zu vermuten, dass dieses Setting es Hansjörg Schneider ermöglichen wird, seinen Peter Hunkeler quasi aus dem Ruhestand heraus im Elsass im Spezialauftrag von Staatsanwalt Suter weitere interessante Fälle ermitteln zu lassen. Eine eingeschworene Fangemeinde wird es ihm danken und eine ganz außergewöhnlicher und in seinem Charakter und seiner Lebensphilosophie einzigartige Polizistenfigur wird uns hoffentlich noch lange erhalten bleiben.
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5.0 von 5 Sternen Tod eines Kunsthändlers, 3. April 2008
Von 
Amazon Kundenrezensionen "wolfgang_neubacher" (A - 5203 Köstendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Hunkeler, Kommissär des Kriminalkommissariats Basel, hat Probleme mit seinem Rückgrat. Deshalb liegt er auch in einem Solebad in Rheinfelden, wo ihm warmes Salzwasser gegen die Lendenwirbel spritzt. Doch wo sich der Kommissär befindet, ist offensichtlich das Verbrechen nicht weit: Was er für einen geübten Taucher hält, der es lange ohne zu atmen im Wasser aushält, entpuppt sich leider als die Leiche eines alten schwulen Kunsthaändlers...
Hunkeler darf nicht ermittlen - er ist unzuständig und auch krank geschrieben. Wer Hunkeler allerdings kennt, kann verstehen, dass ihn trotzdem das "Jagdfieber" packt...
Dieses Mal lässt Hansjörg Schneider Kommissär Hunkeler im Milieu des Kunstahndels ermitteln - und der Roman hat wieder die (großen) Qualitäten, die man vom Autor kennt: anspruchsvolle Sprache; eine spannende Geschichte; viel Lokalkolorit (Basel bzw. das Dreiländereck); Kritik an den herrrschenden Zuständen.
Und zum Schluss wird Hunkeler sogar zum Schweinebauern!
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3.0 von 5 Sternen Krimi im Lokalkolorit, 6. Januar 2009
Volle Punktzahl für die Beschreibung des Dreiländerecks sowohl geographisch und kulturell als auch geschichtlich. Nur zwei Sterne für die Story, die etwas an den Haaren herbeigezogen ist, und grösstenteils wirkliche Spannung meidet (Wilder Mix aus schwuler Kunstszene in Basel und jungen "Indianern", die die Ehre und Geschichte von Rheinfelden retten wollen). Am Vergnüglichsten ist wohl der Charakter des Hunkelers, der mir persönlich durch seine Menschlichkeit und Direktheit sehr sympathisch ist.
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2.0 von 5 Sternen sehr konstruiert, 23. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
wenig spannend, sehr konstruiert und an den Haaren herbeigezogen, unglaubwürdige aneinandergereihte Zufälle. Die Fälle davor haben noch Spaß gemacht, dieser hat mich leider eher genervt.
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1.0 von 5 Sternen Ein fader Krimi, 5. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hunkeler und die goldene Hand: Hunkelers siebter Fall (Kindle Edition)
Ich habe selten einen soooo faden Krimi gelesen wie diesen ! Die einzelnen Abschnitte scheinen aus zufälligen Skizzen zusammen gefügt zu sein. Die interessantesten Teile sind die unzähligen Schmausereien und Trinkereien. ... wie kommt so etwas in Bestsellerlisten ... ???
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