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Kundenrezensionen

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am 29. Mai 2013
Anfangs war ich skeptisch, da ich Soilwork bei einigen Alben wie beispielsweise 'Stabbing the Drama' eindimensional fand. Mein Favorit aus der Diskographie von Soilwork war bis dato 'A Predators Portrait' - hymnisch, groovig, technisch anspruchsvoll mit tollem Sound. 'The Panic Broadcast' war wieder gut, mehr aber nicht. Bei 'The Living Infinite' als Doppelalbum bin ich aber mehr als überrascht: Tolle schnelle Nummern wie der Opener mit tollen Hooks, schlichte hookige Nummern, Halbballaden (!), ein Instrumental, massenweise tolle (auch anspruchsvolle) Riffs, tolle Gesangslinien zum Mitsingen ohne Kitschfaktor - was will man mehr! Ich habe das Album nun mehrfach gehört und es gibt keine Längen hierbei. Ergo: absolute Kaufempfehlung für jeden Metalfan.
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am 28. März 2013
Kaum war er zurück, da zog er wieder von dannen. Die Rede ist natürlich von Gitarrist/Komponist/Produzent Peter Wichers, welcher nach dem umjubelten Comeback zu Soilwork 2008 erst letztes Jahr entschied, abermals neue Pfade zu beschreiten. Kann das Sextett, das auf dem 2010er Rundling "The Panic Broadcast" (noch unter Mitwirkung von Wichers) einen klaren Aufwärtstrend zeigte, selbigen nun fortsetzen? Das war zwangsläufig die Frage, die sich viele postwendend gestellt haben. Ersetzt wurde der zweite Klampfen-Posten übrigens von David Andersson, einem ebenso talentierten Saitenfiedler, der nun seine Feuertaufe im doppelten Sinn erlebt: "The Living Infinite", so der Titel der neunten Langrille, ist ein prall gefüllter Doppeldecker mit jeweils zehn Songs geworden.

Nicht schwer auszumalen, dass Soilwork auf einer Zeitspanne von knapp 90 Minuten die Gelegenheit nutzen, sich in zahllosen Soundkulissen und Songstrukturen auszutoben. Andererseits darf man das entscheidende Kriterium, ob die Qualität den opulenten Vorschusslorbeeren des Labels tatsächlich standhält, genau so wenig unter den Tisch kehren. Doch die neu formierten, fingerfertigen Kerle um Fronter Björn "Speed" Strid und Basser Ola Flink haben weder Biss, noch Spielfreude, noch Inspiration auf der zeitlichen Strecke von gut zwei Jahren gelassen - im Gegenteil. Denn auch ohne ihren früheren Kreativmotor Wichers darf sich der Hörer an sämtliche, typische (sowie atypische) Band-Attribute erfreuen, die sich innerhalb von fünfzehn Jahre angesammelt haben, doch genau genommen wurden jene um kleine Nuancen galant verfeinert und merklich erweitert. Heißt konkret?

Jähe Blastbeat-Anflüge ("Spectrum Of Eternity"), fantastisch intonierte Mega-Ohrwürmer ("This Momentary Bliss", "Tongue"), reinrassige Midtempo Härtner ("Memories Confined", "Realm Of The Wasted", "Drowning With Silence"), sowie nachdenklich-bedächtige Tuchfüller ("The Windswept Mercy", "Antidotes In Passing") streifen gelegentlich den eigenen Back-Katalog und geben sich dabei mühelos die interne Klinke: Homogenität und das fast durchgehende Spannungslevel sind die wahren Stärken dieser ambitioniert eingetüteten Dual-Polykarbonat-Scheibe, die nicht nur Fans der NWoSDM und des zeitgemäßen Thrash ansprechen wird, sondern auch traditionell getunte Lauscher, die modern aufpolierte Dezibel zwischendurch auch mal an sich heran lassen. Der massive Melodieanteil und die filigranen Schattierungen bilden im Kontext der bissigen Riffs und der dynamischen Schlagzeugarbeit, die an Intensität kaum zu toppen sind und durchwegs die Phase 1999 - 2003 (also von "The Chainheart Machine" bis "Figure Number Five") herauf beschwören, einen dichten Sounddikicht, der keine Wünsche offen lässt. Nicht zu vergessen die äußerst wandlungsfähige Stimme des Herrn Strid, dessen Repertoire noch nie zuvor so viel Facetten beherbergte. Für mich eine klare Sache: "The Living Infinte" repräsentiert 100% Soilwork ... und noch mehr!

Es bringt meiner Ansicht nach nicht viel, jeden der zwanzig Songs bis ins letzte Detail zu zerpflücken: stimmig muss letztlich das Gesamtkonstrukt sein, und zwar in einer Form, dass man den, optisch ebenso leckeren Doppeldecker mit Vorfreude in den Player einlegt, um in Sekundenschnelle in einen Akt der Zelebration zu gelangen. Dieses Kunststück haben die sechs rigoros aufgeigenden "Buggler" hiermit vollbracht, obschon CD 2 an die zugegeben enorme Klasse von CD 1 nicht ganz heran kommt. Für den erwartet genialen Traumsound darf sich Produzentenlegende Daniel Bergstrand (u. a. In Flames, Katatonia, Opeth, The Duskfall) auf die Schulter klopfen, ich wüsste aber ohnehin keinen Longplayer, wo der nicht ganze Arbeit geleistet hätte. Kurzum: Melodic Death Metal hat selten zuvor derart frisch, energetisch und vielseitig geklungen wie auf "The Living Infinte"!
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am 9. April 2013
Obwohl ich mit dem Vorgänger "The Panic Broadcast" nicht so richtig warm wurde, freute ich mich trotzdem auf das neue Album der Jungs. Dass es ein Doppelalbum wird, war mir erst gar nicht bekannt, ist aber umso besser. Oft ärgert man sich ja, dass Band XYZ eine neue Scheibe bringt, diese aber nach 45 Minuten schon wieder durch ist.

Ja, "The Living Infinite" ist meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Soilwork-Album, gefällt mir deutlich besser als "The Panic Broadcast" und ist wieder auf dem hohen Niveau von "Stabbing the Drama" oder "Sworn to a Great Divide". Ein kleines Loch gibts, lässt sich bei einem Doppelalbum nicht vermeiden, möchte ich daher auch nicht zu hoch hängen.

Freue mich, dass die Band mich wieder gepackt hat.

Anspieltipps: This Momentary Bliss, Whispers and Lights, Antidotes In Passing, Rise Above the Sentiment
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am 29. März 2013
MIR PERSÖNLICH gefällt diese CD sehr gut! Ich bewerte bzw. rezensiere allein auf meine Bedürfnisse bezogen.....und nicht wie andere Mitmenschen die immer "ALLES MIT IRGENDWAS VERGLEICHEN MÜSSEN".

Also....der Preis für die 2 " CD's ist natürlich okay!

Gesanglich, muss ich sagen, findet man auf der CD eine geniale Mischung von "metallischem Gegröhle und -normalem- Gesang". Wobei ich die Stimme schon genial finde und im Grunde keine Worte es ausdrücken können WIE harmonisch und eindringlich sie daher kommt.

Musikalisch ist die CD ein Leckerbissen, eine Art "Überraschungsei". Jeder Song für sich ist so abwechslungsreich in Tempo und Melodie dass Langeweile nie aufkommt. Alles passt perfekt, Drums, Bass und Gitarren ergänzen sich großartig ohne dass einer der Musiker "überdreht". Überdreht in dem Sinne dass z.B. der Gitarrist überlange Solieinlagen bieten darf/muss.

Und über Allem schwebt diese unsagbare Stimme!!!

P.S.: Über "I Legion" bin ich auf Soilwork aufmerksam geworden!
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am 21. September 2013
Bei 20 neu veröffentlichten Titel ist es schwer das Niveau hoch zu halten. Mit der ersten CD bin ich nicht richtig warm geworden. Dafür hat mich die zweite CD entschädigt. Die ist gut geworden. Bei diesem Album ist intensives Reinhören Pflicht.
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am 7. Juli 2014
Wenn ich mal was schreibe - dann sollte die CD auch wirklich gut sein !
Und bis jetzt habe ich mich auch immer daran gehalten.

Wie sagt man so schön: Alle "X" Jahre verändert man seinen Geschmack. Klamotten, Essen, Filme und natürlich auch sein Musikgeschmack.
Letzteres hat sich, naja..., etwas geändert. Metal eigentlich immer......ja aber derzeit steh Ich grad auf "Melodic Deathmetal" !!

Auf irgendeinen Sampler, ohne die Tracklist zu kennen, kam plötzlich ein Lied von Soilwork. Und da mir die Arbeit von "In Flames" schon sehr gut gefällt hat, konnte mir das von Soilwork auch nur gefallen.
Nicht, das sich diese Bands gleich anhören, nein. Es ist die Art der Musik, der Sound, die Tatsache, das der Sänger sowohl auch clean einen Ton treffen........ und natürlich auch sehr geil brüllen kann.

Die Jungs beherrschen ihre Instrumente (natürlich), Breaks und Gesang prägen sich gut ein. Fast jedes Lied ist auf dieser CD wirklich außergewöhnlich gut und meiner Meinung nach, kein entfernter Abklatsch des vorherigen Liedes. Man hat sich Mühe gemacht eine abwechslungsreiche Doppel-CD (!!) zu produzieren. Und das hat gut funktioniert.

Mir ist immer wieder klar, wenn ich meine Schritte in einen Blödmarkt lenke um mir neue Sachen von Bands anhöre, muss man offen und tolerant zu neuen Sachen sein. Der Grundgedanke, wenn man nicht immer den gleichen Kram hören will.

Allerdings muss die Qualität der Lieder, das Arrangement der dargebotenen Musik nicht sofort gefallen. Es darf nicht zu Langweilig sein, man darf aber auch nicht übertreiben, mit dem was ich da höre. Ich brauch immer eine gewisse Zeit, einen Zugang zu bekommen. Erhalte ich Zugang, dann macht es mir nur noch Spaß der Band zu folgen. Dann sind auch Konzertbesuche auf dem Programm und ich konzentriere mich vorsichtig auf frühere Werke...bin gespannt auf Sachen die noch folgen.

Und genau das ist mal wieder passiert. Die Band macht Spaß. Und das ist Hauptsache !!
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am 13. April 2013
Das neue Soilwork-(Doppel)album löst bei mir auch nach ausgiebigem Hören immer wieder aufs neue Begeisterung aus. Soilwork waren immer eine meiner Liebligsbands aus dem Melodic Death Metal - Bereich, da sie es verstanden haben, technisch-anspruchsvollen Metal mit eingängigen Melodien (Gitarren wie Gesang) und einem Ohrwurm-Chorus zu verbinden, ohne dabei jedoch "poppig" zu wirken oder zu sehr in "Gefrickel" auszuarten.
"The Living Infinite" erfüllt was dies anbelangt vor allem im ersten Teil alle Erwartungen, gute Beispiele für typische Soilwork-Hymnen sind z.B. "This Momentary Bliss", "Tongue" oder "The Windswept Mercy", sowie "Rise Above The Sentiment" auf CD2. Ich persönlich kann die Kritik an angeblich fehlender Weiterentwicklung (nicht nur bei Soilwork) oft nicht ganz nachvollziehen, wenn eine Band "ihren Stil" gefunden hat und versucht, diesen zu perfektionieren, wie es bei Soilwork meines Erachtens der Fall ist. Abgesehen davon gibt es auf "The Living Infinite" durchaus ein paar kleine Überraschungen, beispielweise die Akustik-Intros von "The Living Infinite I" und "Vesta", sowie die Instumentals "Entering Aeons" und "Loyal Shadow". Und dann wäre da noch der etwas gewöhnungbedürfte Schluss "Owls Predict, Oracles Stand Guard". Ob das gefällt und ins Konzept passt muss jeder selbst beurteilen, meiner Meinung nach wirken z.B. letzteres und die Instrumentals ein bisschen wie Füller. Dennoch sind definitiv genug genaiale Songs vorhanden um ein Doppelalbum zu rechtfertigen. Alles in allem haben Soilwork sich hier (vor allem auf CD1) selbst übertroffen, ich glaube nicht, dass jemand, der beispielsweise die Alben "Figure Number Five" oder "Stabbing The Drama" mochte, hier irgendetwas außer Stagnation auf höchstem Niveau kritisieren kann.
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am 12. März 2013
Ich kann nichts mit Musikkritiken anfangen, und auch keine schreiben, ich kann nur meine Gefühle zur Musik ausdrücken. Spätestens seit "The Panic Broadcast" kenne ich keine andere Musik die mich so sehr mitreißt und mir eine Gänsehaut verschafft wie Soilwork. Mit diesem Album haben sie den Trend fortgesetzt und das bei sehr fairen Konditionen. Vielen Dank dafür!
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Es scheint fast so, als wollten Soilwork der Welt nach dem (erneuten) Abgang ihres Hauptsongwriters Peter Wichers beweisen, dass sie es auch ohne ihn draufhaben, indem sie ein Doppelalum veröffentlichen. Aber gibt es neben der Quantität auch Qualität? Ja, zum Glück gibt es die. Schon allein beim mit Blastbeats versetzten Opener "Spectrum Of Eternity" schnalzt man anerkennend mit der Zunge. Raserei und einprägsame Melodien kombinieren, das können Soilwork fast aus dem FF. Stilistisch hat sich seit dem Vorgänger "The Panic Broadcast" wenig geändert, noch immer spielt das schwedische Sextett modernen, fett produzierten Melodic Death Metal mit vielen Klargesängen. Musikalisches Können ist massenhaft vorhanden, immerhin hat die Truppe fast 20 Jahre Erfarung. Na gut, die Rolling Stones gibt es nun 50 Jahre, und die können bis heute nicht richtig spielen, aber darum geht es hier nicht. Neben einigen Highspeed-Krachern gibt es natürlich auch gemäßigtere Nummern, wobei leider kein Hammersong wie "Let This River Flow" vom Vorgänger vorhanden ist. Wenn man 20 Songs auf einmal veröffentlicht, ist es wohl kaum zu vermeiden, dass sich hier und da ein wenig Mittelmaß einschleicht, das als Füllmaterial dient. Aber glücklicherweise ist kein Lied von "The Living Infinite" so schlecht, dass man sich wünscht, Soilwork hätten besser nur ein Einfachalbum mit der halben Anzahl der Lieder veröffentlicht. Hier gibt es viel Licht und wenig Schatten.
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am 3. März 2013
Bereits die vorab veröffentlichten Singles machten Hoffnung, dass es sich bei "The Living Infinite" um ein neues Meisterwerk von Soilwork und eines der besten Metal Alben der letzten Jahre handeln wird.
Hinzu kommt der extreme Umfang (85 min!) des MeloDeath Doppelalbums.
Doch kommen wir zur Einzelbewertung der Tracks (Anmerkung: ca. 5 Hördurchläufe):

[CD1]

1.Spectrum Of Eternity [10/10]
Episches Intro mit Cello und Keyboard Klängen, welches in Blastbeats ausartet und daraufhin rhythmische Riffs mit ansprechenden Shouts und Gesangsmelodien verbindet. Erster Höhepunkt!

2.Memories Confined [6/10]
Interessanter Chorus, gutes Solo. Hätte mit seiner leicht doomigen Atmosphäre eher auf CD2 gepasst und ist meiner Meinung nach der größte Schwachpunkt auf CD1.

3.This Momentary Bliss [10/10]
DAS IST SOILWORK! Geniale Intromelodie, groovig vertrackte Gitarren und einer der besten Refrains überhaupt. Hinzu kommt ein schlichtes melodisches Solo und beflügelnde Lyrics. Ein absolutes Monument von Song. Zweiter Höhepunkt.

4.Tongue [10/10]
Bereits zu diesem Zeitpunkt erkennt man die extreme Vielfalt und Qualität des Albums. In der Bridge verbinden sich Blastbeats mit melodischem Gesang, hinzu kommt ein göttlicher Chorus. Der Clean Part bildet den Höhepunkt mit einem Solo, welches John Petrucci nicht besser hätte spielen können. Höhepunkt Nr.3 und wir sind gerade einmal bei Track 4.

5.The Living Infinite I [7/10]
Teil eins des Titeltracks. Überzeugend insbesondere durch das Solo und die Instrumental Parts im Chorus. Der Refrain kommt soilworkuntypisch komplett ohne Gesang daher, allgemein setzt der Track eher auf Shouting. Eigentlich ein sehr solider Song, allerdings fällt er gegenüber den anderen Tracks ab.

6.Let First Wave Rise [8/10]
Verdammt schnelles Ding. Ebenfalls nahezu ohne cleanen Gesang, allerdings kommt das der beabsichtigten Brutalität dieses Songs zugute. Der kurze Solo Part ist an Geschwindigkeit wohl kaum noch zu überbieten. Oberes Mittelfeld.

7.Vesta [9/10]
Italo-Western Intro, welches in einem interessanten Verse-Riff mündet, das zum grandiosen Chorus hinleitet. Allgemein zeigen sich gelegentlich Italo-Western Anleihen und somit offenbart sich erneut die Vielfalt des neuen Studioalbums.

8.Realm Of The Wasted [8/10]
Klassischer Soilwork Song mit technischen Anleihen. Interessante Akzentuierung im 3/4 Takt Chorus, "All That Remains"-mäßiger Mittelpart mit tollem Solo.

9.The Windswept Mercy [9/10]
Poppiger Song mit Gastvocals von Justin Sullivan (New Model Army), dessen radiotauglichen Gesangsparts ein brachialer Mittelpart entgegensteht. Doppelgesang im letzten Chorus und ein schönes Bridge Riff verfeinern den neuen Einfluss.

10.Whispers And Lights [9/10]
Sanfter Verse, großer epischer Chorus. Die Strukturen werden von einem brachialen Mittelpart unterbrochen, der weder Black Metal noch Metalcore Anleihen scheut. Hier vermisst man nicht einmal das fehlende Solo. Perfekter Abschluss von CD1.

[CD2]

1.Entering Aeons [4/10]
Instrumental von David Andersson und größte Enttäuschung auf dem Album. Zwar erzeugt es durch seine Monotonie eine gewisse bedrückende und beängstigende Atmosphäre, allerdings ist das erste Riff, welches 2 Minuten (!) des Songs einnimmt einfach nicht sonderlich toll. CD2 steigt also mit Handycap ein und dieser Eindruck soll sich über den Rest der CD noch festigen.

2.Long Live The Misanthrope [8/10]
Na also, es geht doch! Klassischer Soilwork Song, hätte meiner Meinung nach die Plätze mit Memories Confined von CD1 tauschen sollen. Schnelle Riffs, ein toller Chorus und ein grandioser Solo Part als Höhepunkt.

3.Drowning With Silence [7/10]
Solider Track mit Pantera Anleihen im Verse Riff. Gute Gesangsparts, ein Mittelpart mit dröhnendem Bass und anständigem Solo.

4.Antidotes In Passing [9/10]
Verträumte Halbballade mit melancholischen Lyrics, grandiosen Gesangsparts und stellenweise leichtem Opeth-Appeal.

5.Leech [8/10]
Der böse Zwilling von "Let The First Wave Rise". Ebenfalls verdammt schnell mit Black Metal Parts und absurd brachialem Drum Geholze. Super Ding.

6.The Living Infinite II [6/10]
Tief durchatmen für Titeltrack Nr.2. Beginnt ebenfalls mit cleanem Intro und enthält wesentlich mehr Gesangparts als Teil 1. Dennoch will der Track bei mir nicht so richtig zünden.

7.Loyal Shadow [8/10]
Sylvain Goudret zeigt David Andersson mal eben wie man gute Instrumenals schreibt. Enthält einen vertrackten Rhythmus, tolle Atmosphäre und bei exakt derselben Spielzeit (Absicht?!) wesentlich mehr Abwechslung als "Entering Aeons". Leitet zudem gut zum Höhepunkt der CD 2 (Rise Above The Sentiment) hin.

8.Rise Above The Sentiment [10/10]
Da is das Ding! Ein beflügelnder Chorus, treibende Verses, schöne Melodien und sich nahtlos einfügende Soli. Könnte genauso gut auf CD1 enthalten sein und diese damit zu einem perfekt abgerundeten Album machen. Zeigt, dass auf CD2 doch ein gewisser Fokus gelegt wurde, auch wenn man den Eindruck nicht los wird, dass CD 2 stellenweise der-zweifellos-hochqualitativen "Restmüllverwertung" dient.

9.Parasite Blues [7/10]
Fällt nach Track 8 ein wenig ab, ist aber nach wie vor ein sehr solider Song mit gewohnt starkem Chorus und gutem Solo Part.

10.Owls Predict, Oracles Stand Guard [5/10]
Doom. Erinnert stellenweise an einen abartigen Mix aus Meshuggah und Týr. Mit seinem alternativen Soundgewand sicherlich ein guter Abschluss von CD2, allerdings schlichtweg zu schlecht, um dem gesamten Album einen würdigen Abschluss zu geben.

Fazit: Ein tolles Doppelalbum, welches insbesondere auf CD1 gewisse Höhepunkte enthält, die es zu einem frühzeitigen Höhepunkt in 2013 machen. Einziges Manko sind einige Fillertracks auf CD2. Hätte man die kleinen Schwächen auf CD1 (Memories Confined, The Living Infinite I) mit den Höhepunkten von CD2 (Rise Above The Sentiment, Leech, Antidotes In Passing, Long Live The Misanthrope) aufgefüllt, wäre dabei ein normales Album mit 12 Liedern herausgekommen und ich hätte keines der weggefallenen Lieder vermisst. Auf Dauer wird man sich sicherlich an einige gewöhnen und möglicherweise ändert sich die Meinung über den ein oder anderen Track noch, sodass diese Aussage meinerseits redundant ist, allerdings stelle ich hier meinen Höreindruck nach 5 Durchläufen dar.

Gesamtwertung [8/10]
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