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32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spiegelt meine persönlichen Erfahrungen wider
Ich bin seit über 30 Jahren "Extremallergiker" (Pollen - Frühblüher und Gräser).
Dass es so schlimm geworden ist, liegt daran, dass, als es bei mir begann, Allergien noch nicht "in Mode" waren und daher auch die behandelnden Ärzte nicht auf diese Diagnose kamen.
In diesen dreißig Jahren habe ich folgende Erfahrungen gemacht:...
Vor 16 Monaten von Amazon Customer veröffentlicht

versus
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen durchwegs gelungen
Also mir erscheint das Buch durchwegs gelungen und aufklärend!
Der Anfang ist zwar etwas schweratmig und zieht sich sehr, es wird aber gegen Ende wesentlich besser. Ich finde es auch teilweise nicht sehr hilfreich wenn man sich auf das gleiche Niveau begibt wie die Gegenseite und in der Mitte des Buches anfängt einfach Personen, die einen zugegebener weise...
Vor 16 Monaten von D. Mark veröffentlicht


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32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spiegelt meine persönlichen Erfahrungen wider, 7. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der große Bluff: Irrwege und Lügen der Alternativmedizin (Kindle Edition)
Ich bin seit über 30 Jahren "Extremallergiker" (Pollen - Frühblüher und Gräser).
Dass es so schlimm geworden ist, liegt daran, dass, als es bei mir begann, Allergien noch nicht "in Mode" waren und daher auch die behandelnden Ärzte nicht auf diese Diagnose kamen.
In diesen dreißig Jahren habe ich folgende Erfahrungen gemacht:

* Die Schulmedizin ist nicht perfekt. Sie ist aber immer ehrlich und sagt, was sie nicht kann oder wie die Chancen des Erfolges bei einer Behandlung stehen.
* Die Schulmediziner bemühen sich, Ursachen zu finden, können oft aber auch nur Symptome bekämpfen.
* Die Schulmedizin betrachtet den Menschen als ganzen und versucht die Ursachen einer Erkrankung dingfest zu machen (dazu gehören neben den körperlichen auch psychologische und umweltbedingte Faktoren).

Ganz anders meine Erfahrungen mit Homöopathie, "Naturheilern", Bioresonanz, usw.:

* Bei keinem (und ich war bei sehr angesehenen) "Heilern" war jemals eine Erörterung der Methoden (warum wirkt was wie) möglich. Solche Fragen wurden immer mit Gemeinplätzen und Geschwafel und in vielen Fällen sogar mit Aggression abgetan.
* Jeder stellt seine Methode als ultimativen und 100%igen Heilsbringer hin.
* Gerätschaften und Praktiken haben in keinem Fall meiner Überprüfung standgehalten (am lustigsten war die Elektroakkupunktur - die kann jeder mit einem Billigmultimeter aus dem Baumarkt nachbauen und sehen, was die Methode wert ist).
* Keiner macht eine umfassende Analyse. Es wird immer nur nach ganz engen Schemata vorgegangen (Der eine schaut nur in die Augen, der andere braucht nichts außer deinem Blut, der dritte will nur wissen, welche Farbe du auf einer Farbskala als angenehmer empfindest, ...)
* Jeder versucht im begleitendem Gespräch das Feindbild Schulmedizin aufzubauen.
* Die angeblich ganzheitliche Betrachtungsweise ergibt sich anscheinend automatisch, wenn die Geldbörse des Patienten inkludiert ist. (Mein allererster Besuch bei einem international renomierten und anerkannten Homöopathen begann mit dem Hinweis, dass ich ein Notfallset kaufen sollte - bevor ich überhaupt Platz nehmen durfte. Bei den meisten anderen endet die Behandlung in der Form, dass einem div. Mittelchen angeboten werden - in der Regel extrem überteuert. - Von den "Behandlungs"-Kosten ganz zu schweigen.

Aber es hat und wird immer Leute geben, die von der Naivität oder Gutgläubigkeit anderer sehr gut leben.

Das wirklich erschreckende an der ganzen Sache ist aber, dass diese systematische Förderung von Aberglauben und Irreführung und im Endeffekt Betrug der Menschen in unserer Gesellschaft so breit akzeptiert, anerkannt und kaum hinterfragt wird!
Das geht soweit, dass man von Bekannten, Freunden und Verwandten gut meinend terrorisiert wird, bis man selbst nach den schlechtesten Erfahrungen endlich aufgibt und mit zarter Hoffnung auf eine Alternative wieder einen der unfehlbaren Heiler aufsucht, um dann doch wieder nur extrem verblüfft zu sein, was man den Menschen an Humbug anscheinend alles vorsetzen kann.

Da ist es gut, dass es solch ein Buch gibt, das versucht (wenn natürlich selbst auch tendenziös) aufzuklären. Allein schon die Hintergründe, wie viele der sogenannten Alternativen Methoden zustande gekommen sind, auf welch abstrusen Theorien, die seit Jahrhunderten widerlegt sind, sie oft beruhen, müsste jedem halbwegs verständigen Menschen die Augen öffnen.
Da ist es gut, dass es ein Buch gibt, das die Methoden und Praktiken wie solche "Schulen" verbreitet und gepusht werden, mal beschreibt. In dem gezeigt wird, dass in Wirklichkeit nichts anderes als Geld verdienen dahinter steckt.
Da ist es gut, dass es ein Buch gibt, in dem jemand handfeste Beweise und Studienergebnisse zusammen getragen hat, die eindeutig belegen, dass außer dem Placeboeffekt keine positiven Wirkungen der Alternativmedizin vorhanden sind, aber negative sehr wohl!

Warum gebe ich dem Buch trotzdem nur vier Sterne? Weil der Schreibstil - so wie der meiner Rezension - sehr tendenziös ist und damit den Irreführern die Möglichkeit gibt, von den Fakten abzulenken.

Dass der Schreibstil so ist, verstehe ich voll und ganz. Wenn man den ganzen Umfang des Humbugs und des Betrugs erst einmal erfasst hat, kann man nicht mehr anders!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensationelles Buch, 20. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Begriffswirrwarr "alternativer" bzw. esoterischer Medizinformen, wird durch Theodor Munch mit fundierten Quellen, schönen Vergleichen und ausgiebigen Recherchen für den Normalsterblichen entflochten. Die Skurrilität und Auswüchse einiger alternativen "Heiltherapien" lässt einem beim Lesen immer wieder ein Schmunzeln auf die Lippe zaubern. Eine Pflichtlektüre für kritische Menschen und Patienten, die vor lauter Bäume, den Wald nicht mehr sehen.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Will das kritische Bewusstsein seiner Leser schärfen, damit sie um ihretwillen besser hinschauen und nicht mehr alles glauben, 21. März 2013
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Es ist das Buch eines engagierten ehemaligen Hautarztes, der sich seit langem mit den „Irrwegen und Lügen der Alternativmedizin“ beschäftigt und in vielen kritischen Artikeln und Publikationen auf die wahren Zusammenhänge und Hintergründe der meisten alternativmedizinischen Angebote hingewiesen hat.

Hier in „Der große Bluff“ führt er sie auch mit Hilfe von Kollegen, die ähnlich denken wie er, zusammen. In einem ersten Teil führt er in die „Basis und die Hintergründe der Alternativmedizin“ ein, gibt einen Überblick über die „Welt der Esoterik“ und entlarvt das Gerede vom „bösen Feind Schulmedizin“.

In einem zweiten Teil geht es um „populäre alternativmedizinische Diagnose- und Therapieverfahren“, deren Schwächen er jeweils gnadenlos aufdeckt.

Er will die Spreu vom Weizen trennen. Welche neuartigen alternativen Heilmethoden seinem kritischen Auge standgehalten haben, teilt er allerdings nicht mit. In einer Zeit, in der in vielen Arztpraxen (ich nenne etliche davon meine Ärzte) versucht wird, die klassische Schulmedizin mit neuartigen Methoden und alten Heilpraktiken zu verbinden steigt. Wenn dieses Buch helfen kann, das kritische Bewusstsein seiner Leser zu schärfen, damit sie um ihretwillen besser hinschauen und sich nicht mehr alles aufschwatzen und einreden lassen, dann hat es seinen Zweck erfüllt.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen durchwegs gelungen, 4. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Also mir erscheint das Buch durchwegs gelungen und aufklärend!
Der Anfang ist zwar etwas schweratmig und zieht sich sehr, es wird aber gegen Ende wesentlich besser. Ich finde es auch teilweise nicht sehr hilfreich wenn man sich auf das gleiche Niveau begibt wie die Gegenseite und in der Mitte des Buches anfängt einfach Personen, die einen zugegebener weise interessanten Lebenslauf haben, schlecht zu reden, aber das ist wohl Geschmackssache.
Mir hätte es auch sehr gefallen wenn man Argumente öffters unterstreichen kann und öfters auf wissenschaftliche Texte verwiesen hätte. Gerade das wird ja behauptet: dass die "Gegenseite", die Globuliindustrie, eben meist auf fundierte Wissenschaft verzichtet. Daher wäre es für mich wünschenswert gewesen viele Argumente einfach nicht nur als gegeben zu formulieren, sondern eben auch mit Verweisen zu untermauern. Sonst läuft man meiner Meinung nach leicht Gefahr, um nichts besser zu sein als die Gegenseite, da man unbewiesene Behauptungen aufstellt.

Ich würde es dennoch wieder lesen! Es schadet nie sich selbst eine zusätzliche Meinung zu schaffen um Dinge im Nachhinein differenzierter betrachten zu können.
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21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch in der Medizin: Wissen statt Glauben, 23. März 2013
Von 
Gerfried Pongratz (Osterwitz, Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Medizin betrifft uns alle, die Suche nach Heilung von Krankheiten ist so alt wie die Menschheit. In vorwissenschaftlicher Zeit waren es Beobachtungen, Versuche mit Naturstoffen (hs. Pflanzen) sowie magische/religiöse Rituale, die zu mehr oder (meist) weniger Erfolg führten, heute sind es evidenzbasierte medizinische Methoden, die unser Leben erleichtern und gegenüber früher wesentlich verlängern. Medizin ist ein wichtiges Element unserer Gesundheit und unseres Wohlbefindens, sie ist gleichzeitig aber auch ein sehr bedeutender Wirtschaftsfaktor und so verwundert es nicht, dass sich davon viele "Anbieter" einen gehörigen Anteil holen wollen. "Alternative" medizinische Methoden erzielen gewaltige Umsätze mit hohen Zuwachsraten, wobei die Unterscheidung zwischen seriösen (z.B. Phytotherapien) und unseriösen Angeboten für den Laien schwierig bis manchmal nahezu unmöglich ist.

Das vorliegende Buch kann als Wegweiser dienen, es enthüllt - wie der Untertitel sagt - die Irrwege und Lügen der sog. Alternativmedizin. Es bietet seriöse Aufklärung für offene, kritische Menschen, die gegebenenfalls auch bereit sind, bereits vorhandene "Überzeugungen" und gegen Kritik gerichtete eigene Immunisierungen zu hinterfragen, bzw. aufzubrechen.

Der Autor, Facharzt für Dermatologie und ehemaliger Leiter der Hautambulanz im Hanusch-Krankenhaus Wien, versteht es - gut lesbar und leicht verständlich - über die Zusammenhänge und Hintergründe alternativmedizinischer Angebote sachgerecht zu informieren und vor deren oft sinnlosen und sogar gefährlichen Praktiken zu warnen. Er zeigt auch - durchaus kritisch im Hinblick auf manche Erscheinungen des modernen Medizinbetriebes - die Gründe auf, die zur Hinwendung und zum kommerziellen Erfolg esoterischer Medizin führen. Die Sehnsucht der Menschen nach Gesundheit, einem langen Leben sowie nach sanfter und nebenwirkungsfreier Heilung von Krankheiten (bis hin zu Wunderheilungen) wird von einer Vielfalt "alternativer" - sich in ihren Aussagen und Methoden oft widersprechender - Anbieter bedient. Um deren Versprechungen und den darin sich spiegelnden Unsinn zu durchschauen, ist zumindest Grundwissen in Physik, Chemie, Biologie und Medizin notwendig und sind weiters auch Grundkenntnisse zu wissenschaftlicher Methodik und Erkenntnisgewinnung von Bedeutung.

Das Buch hilft, dieses Wissen und diese Kenntnisse zu vermitteln. Es gliedert sich in 3 große Teile, die Grundlagen aufzeigen, populäre alternativmedizinische Diagnose- und Therapieverfahren beschreiben und im pointiert formulierten Gastbeitrag eines kritischen Apothekers (Dr. Edmund Berndt) auch grundsätzliche Fragen von Aberglaube/Aufklärung sowie Patientenschutz und Medizinethik anschneiden. Zur Welt esoterischer Medizin wird ein guter Überblick geboten, das Wesen und die Bedeutung der bei vielen "Heilverfahren" wirkenden Placebo- und Noceboeffekte werden grundlegend erläutert, auch das oftmals verwendete Argument "wer heilt, hat recht", wird kritisch beleuchtet. Eine Vielzahl alternativmedizinischer Verfahren wird anhand ihrer Behauptungen und dem dazu vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisstand dargestellt, wobei die in der Praxis bedeutendsten - wie z.B. die Homöopathie - ausführlicher behandelt werden.

Sehr aufschlussreich sind auch die Beiträge der Medizinjournalistin Dr. Krista Federspiel und von Univ. Prof. Dr. Dr. Ulrich Berger. Dr. Federspiel reiste kreuz und quer durch Deutschland und Österreich und ließ sich von Heilpraktikern und "alternativen" Ärzten Diagnosen erstellen, bzw. Therapien empfehlen; die Ergebnisse dieser Recherchen brachten nicht nur nahezu unglaubliche Skurrilitäten pseudowissenschaftlicher Scharlatanerie zum Vorschein (über die man lachen könnte), sondern zeigten auch äußerst bedenkliche Erscheinungen im Hinblick auf die Gefährdung hilfesuchender Menschen (wobei das Lachen vergeht).
Prof. Berger vermittelt mit der Darstellung der Verankerung "alternativer" Medizin in heimischen Universitäten und bei diversen, z.T. sich wissenschaftlich nennenden, Instituten (aber auch in der Ärzte- und Apothekerkammer) - oft in enger Verflechtung mit Anbietern diverser obskurer Heilmittel - ein erschreckendes Bild von Inkompetenz, Pseudowissenschaft und Manipulation.

Ein sehr empfehlenswertes Buch für Menschen, die Wissen statt Glauben bevorzugen und nicht Versprechungen und unbewiesenen Behauptungen vertrauen, sondern sich vorurteilsfrei informieren wollen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fundierte Zusammenfassung der Alternativmedizin, 8. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Sparten der Alternativmedizin sind sachlich und gründlich recherchiert, dazu ist das Buch unterhaltsam geschrieben. Es sollte für jeden Nutzer von alternativen Behandlungsmethoden Pflichtlektüre sein.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fakten gegen (Aber-)Glauben, 18. Juli 2013
Die Alternativmedizin ist auf dem Vormarsch, und das inzwischen nicht nur in der Bevölkerung. An Universitäten werden Seminare über Akupunktur angeboten, Homöopathika werden in Apotheken verkauft und manche alternative Methode wird von den Krankenkassen finanziert. Man kann dem Hauptautor Theodor Much nicht mangelnde Aufgeschlossenheit vorwerfen, hat er doch selbst vor rund zwanzig Jahren verschiedene Methoden ausprobiert – ohne Erfolg freilich, und der Rezensent kann sich da anschließen.

Much stellt die bekanntesten und beliebtesten Verfahren vor: Homöopathie, Anthroposophische Medizin, Reiki, Geistheilung, Bioresonanz, Kinesiologie, Akupunktur, TCM, Ayurveda, Bachblüten, Schüßler-Salze, Orthomolekulare Medizin, Ozon- und Frischzellenherapie, Osteopathie und noch einige mehr. Das Ergebnis ist mehr oder weniger vernichtend. Gewiss gibt es scheinbare Erfolge, die aber nicht über den bekannten Placeboeffekt hinausgehen. Wenn Alternativmediziner etwas anderes behaupten, so beruht es auf Selbsttäuschung oder ist schlicht eine dreiste Lüge. Naive Gläubigkeit und Geldmacherei liegen hier nahe beieinander.

Besonders interessant fand ich folgendes Argument gegen die Homöopathie: „Wie soll die Ausgangsbrühe wissen, welche der in ihr vorhandenen unzähligen bekannten und unbekannten Moleküle mitpotenziert werden sollen und welche nicht? [...] Dieses Grunddilemma versuchen manche Homöopathen zu umgehen, indem sie behaupten, dass Nichtsimileprodukte im Organismus keine Resonanz erzeugen, daher auch keine Nebenwirkungen verursachen können. Doch mit dieser Argumentation sagen sie gleichzeitig, dass die Arzneimittelprüfung bei Gesunden – eine der Grundlagen der klassischen Homöopathie nach Hahnemann – nicht durchführbar sein kann, und das ist ein Schuss ins eigene Knie“ (S. 150).

Edmund Berndt gibt in seinem Gastbeitrag zu bedenken, dass das von Alternativmedizinern, insbesondere aus dem Bereich der Esoterikszene, gerne beschworene „alte Wissen“ früher offenbar nichts gefruchtet hat, denn die Menschen waren nicht gesünder als heute. Im Gegenteil hat erst die auf wissenschaftlichen Grundsätzen basierende „Schulmedizin“ viele Krankheiten ausrotten oder wenigstens zurückdrängen und die Lebenserwartung bedeutend steigern können.

Von Krista Federspiel erfahren wir, wie sie sich für ein Buch der Stiftung Warentest von zahlreichen deutschen und österreichischen Heilpraktikern und Ärzten untersuchen ließ, und welch unterschiedliche, teils widersprüchliche Testergebnisse, Diagnosen und Therapieempfehlungen dabei herauskamen.

Die Schulmedizin ist lernfähig und weiß, dass sie sich irren kann. Das macht sie vertrauenswürdiger als eine Alternativmedizin, die sich auf jahrhunderte- und jahrtausendealten Aberglauben beruft und sich dabei unbelehrbar zeigt. Im Buch werden einige erschütternde Beispiele genannt, wo das Festhalten an alternativen Methoden unter Ablehnung schulmedizinischer Hilfe zu schwerem Schaden oder gar zum Tode geführt hat.

Soweit altes „Erfahrungswissen“ tatsächlich wirksame Heilmittel und Therapien anzubieten hat, kann dies in nach wissenschaftlichen Standards angelegten Studien verifiziert und in die Schulmedizin integriert werden – und das geschieht auch. Die berechtigte Kritik der Autoren gilt Universitäten, die nachweislich unwirksame Verfahren lehren und Apotheken, die nachweislich unwirksame Produkte verkaufen. Den Hilfesuchenden bleibt die Hoffnung auf den Placeboeffekt; aber selbst wenn er eintritt, hält er doch selten lange an.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der große Bluff, 1. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der große Bluff.
Großen Respekt an Theodor Much zur Veröffentlichung dieses Buches!
Ich hoffe dass viele Kunden die Gelegenheit zur Information über dieses Thema nützen und Kaufen!
Hochachtungsvoll

Karl Schagerl, am 1. 1. 2014.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beipackzettel für jede Alternativheilerpraxis, 10. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der große Bluff: Irrwege und Lügen der Alternativmedizin (Kindle Edition)
Leider werden Hilfesuchende und Patienten mittels einer schieren Flut an Esoterikmüll durch einschlägige Geschäftemacher zunehmend an der Nase herumgeführt. Dagegen schreibt der Autor an, nicht polemisch sondern klar und verständlich auf der Grundlage fundierter Recherchen. Wie der gesetzlich vorgeschriebene Beipackzettel zur Arzneimittelpackung gehörte dieses Buch ins Wartezimmer einer jeden Arzt- oder Heilpraktikerpraxis, die sog. alternative, sanfte, ganzheitliche oder Naturmedizin anbietet, um die Patienten über die Risiken, Neben- und Unwirkungen derselben redlich aufzuklären. Wer sich dann dennoch für Hokuspokus entscheidet - bitte schön.
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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Guter Überblick, 11. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe ein bisschen überlegt ob ich 4 oder 5 Sterne geben soll, denn zum Teil ist es mir ein bisschen zu oberflächlich und pauschal. Als Beispiel sei hier die Osteopathie angeführt, da hätte ich mir ein bisschen mehr Differenzierung gewünscht. Soweit ich weiß gibt es für die parietalen O, ( d.h. den Bewegungsapparat betreffend) durchaus positive Studien. Zudem gibt es im Bereich Bindegewebe noch viele offene Fragen und es ist Gegenstand auch der evidenzbasierten Forschung. 
Aber insgesamt finde ich gibt es doch erstmal einen kritischen Überblick über sämtliche Alternativen Heilmethoden und wie der Autor schon eingangs sagt ist es kein fachwissenschaftliches Buch, sondern es soll sensibilisieren und aufklären.
Es liest sich gut und flüssig und kritische Menschen finden hier einiges an Informationen und Basiswissen.
Ansonsten ist der Rezension von Utimaus nichts hinzuzufügen, wie immer sehr dezidiert, sachlich und ausführlich.
Die Redundanz finde ich in diesem Fall gar nicht so schlecht, da das Ganze für den Laien somit eingängiger wird, Verbindungen zeigen sich deutlicher und die Zusammenhänge innerhalb der Esoterik und Alternativmedizin werden gut verständlich gemacht.
Die Tippfehler in der Kindle Edition sind mir auch aufgefallen, aber da wird man vielleicht noch nachbessern können.
Ich würde mir noch eine Paperback Ausgabe wünschen, denn ich hätte einige Kandidaten in meinem Umfeld, denen ich dieses Buch gerne verehren würde, aber da hätte ich es dann einfach gern ein kleines bisschen billiger.
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