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am 2. Januar 2005
Ich habe soeben Lilja 4-ever gesehen und werde es wohl nie wieder tun. Brauche ich auch nicht, denn die Bilder sind in meinem Kopf und gehen da nicht wieder raus. Bilder die man am liebsten garnicht sehen will, seine Augen davor verschließen möchte. Aber gerade deswegen ist dieser Film so wichtig. Man wird gezwungen zuzusehen wie die 16-Jährige Lilja immer tiefer in den Abgrund aus Gewalt und Prostitution gezogen wird. Und während man fassungslos auf den Bildschirm schaut, wird einem klar, dass die dort gezeigten Bilder kein Einzelschicksal dokumentieren und gerade in diesem Moment auch in der Wirklichkeit passieren. Dadurch ist Lukas Moodyssons Film weniger ein Drama oder eine Sozialstudie, sondern eher ein Horrorfilm der sein Grauen aus seinem Realitätsgerad zieht.
Wie gesagt: Ich werde mir diesen Film nicht ein zweites Mal ansehen. Denn Lilja 4-ever ist kein Film im herrkömmlichen Sinne. Keine "Unterhaltung". Es macht keinen Spaß zuzuschauen. Besonders weil Moodysson Liljas Unhappy-End direkt an den Anfang des Filmes stellt und somit schon in den ersten 2 Minuten Laufzeit beim Zuschauer alle Hoffnung im Keim erstickt. Diese Härte behält der Film eiskalt bei und dokumentiert auf unspektakuläre aber enorm dramatische Art und Weise Liljas Schicksal. Diese erdrückende Grundstimmung wird vor allem durch das grandiose Spiel von den Laiendarstellern (!) Artiom Bogucharskij und Oksana Akinshina vermittelt. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass irgendjemand geschauspielert hat. Alle Figuren wirkten absolut echt, der ganze Film wirkte absolut echt, das Unverständliche wirkte absolut echt, es wirkte.
So sehr, dass ich diesen Film nicht nochmal sehen will. Brauche ich auch nicht, denn Lilja ist in meinem Kopf 4-ever.
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am 27. Januar 2005
Lilja 4-ever" ist ein Film, der sich im Gedächtnis einbrennt, dessen Bilder und Geschichte einen nicht mehr loslassen. Bei irgendwelchen Schnulzen kann man sich noch trösten, dass es ja nur ein Film ist. Aber bei diesem Film gibt es keinen Trost. Solche Geschichten schreibt das Leben, solche Schicksale gibt es wirklich.
Der Film zeigt uns den Menschen als Ware und ebenso den wahren Menschen. Lilja bleibt menschlich, auch wenn sie immer wieder schlimmes erlebt. Die Menschen, die sie umgeben, sind kalt. Das wird schon beim Abschied von ihrer Mutter deutlich, als sie von ihr buchstäblich im Dreck zurück gelassen wird. Die kaputte Tante verfrachtet Lilja in ein Drecksloch und nistet sich selbst in Liljas Wohnung ein. Nur der kleine Volodya, dessen Selbstmord Lilja anfangs verhindert hat, hält zu ihr. Selbst ihrer Freundin ist es egal, was aus Lilja wird. Als deren Vater bei ihr Geld von Freiern findet, behauptet sie, sie hätte das Geld von Lilja, die als Prostituierte arbeiten würde. Ihre Worte "Bei dir macht das doch nichts aus" erschüttern einen. Von da an ist der Schritt von Lilja, sich zu prostituieren, nicht weit, wird sie ja sowieso von allen als Hure diffamiert. Von ihrem ersten mit Abscheu verdienten Geld kauft sie ein Geburtstagsgeschenk für Volodya, das jedoch bald von dessen Vater zerstört wird - ebenso wie der Junge selbst.
Schließlich lernt Lilja Andrej kennen, der scheinbar kein Interesse an ihrem Körper hat und ihr anbietet, mit ihm nach Schweden zu kommen. Sie vertraut ihm, hört nicht auf Warnungen von Volodya, zu groß ist der Wunsch, aus dem Drecksloch herauszukommen, aus ihrer Isolation auszubrechen, es allen zu zeigen, die auf sie herabblicken.
Es gibt kaum Hoffnung auf ein gutes Ende. Schon am Anfang steht Lilja auf der Autobahnbrücke, bereit zu springen. Das düstere Lied "Mein Herz brennt" von Rammstein untermalt die Ausweglosigkeit ihrer Situation.
"Lilja 4-ever" ist ein Film über eine Welt, die man eigentlich gar nicht kennen lernen wollte, ein Film, der einen nicht mehr los lässt, der einen gefangen nimmt und wütend macht.
Es ist ein Film, der eigentlich gar nicht gefallen kann, weil er Übelkeit verursacht, aber so gut gemacht ist, dass er dennoch oder gerade deshalb sogar mehr als 5 Sterne verdienen würde.
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am 9. Februar 2005
Ein grosser, zutiefst trauriger, erschütternder Film. Diese kleinen europäischen Produktionen laufen an den Filminteressierten ja leider leicht vorbei, und so kannte ich ihn nicht und erwartete nach dem DVD-Cover und Klappentext eher ein bisschen Unterhaltung, Erotik und die im (süd-)deutschen Film so beliebte seichte Beziehungskomödie, als ob keine wirklichen Probleme auf der Welt existieren... Nein, das alles bietet dieser Film ganz und gar nicht -- und nun frage ich mich warum ein schwedischer und kein deutscher Regisseur diesen Film gedreht hat. Von dem ich sagen muss dass ich noch keinen besseren gesehen habe zum Thema Prositution, Menschenhandel, und das Leben in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion - und nun auf lange Zeit auch keinen besseren erwarte! Und wegen der zutiefst traurigen Grundaussage des Films füge ich hinzu: "leider"...
Der Film erzählt in sensiblen, feinfühligen, alles andere als aufreisserischen Bildern - nein, man sieht den Körper der Hauptdarstellerin kein einziges Mal nackt - die Geschichte eines jungen Mädchens irgendwo in Russland, der Ukraine oder dem Baltikum, allein gelassen von ihrer Mutter die sich mit ihrem Typ ins gelobte Land USA absetzt, enttäuscht von ihrer Tante, von ihrer besten Freundin, und der nur die Freundschaft zu einem anderen Verlassenen, dem 11-jährigen Strassenjungen Volodscha bleibt. Bis auch sie ihn verlassen muss, woran er stirbt...
So einsam wie sie ist, ahnt man dass ihr hübsches Äusseres ihr zum Fluch werden muss, als sie sich entschliesst Ihren Körper zu verkaufen, was ihre Situation nur kurz bessert. Und als dann der "Prinz" auftaucht der sich wie der ersehnte Freund verhält und Rettung verspricht, ist dem Zuschauer klar dass da ein Haken dran sein muss und das alles nicht wahr sein kann. Hilflos muss er zusehen wie es genauso kommt.
Man fühlt den Zorn der den jungen schwedischen Regisseur Lukas Moodysson gepackt haben muss (die Musik von Rammstein in der Einstiegs- und Rahmensequenz) - aber es zeichnet den hervorragenden Regisseur aus von genau diesem Zorn nicht blind zu werden für die Details, sondern sie im Bild zu zeigen, und das beherrscht dieser junge Mann der im Interview der Begleit-DVD auch etwas unterkühlt wirkt, bereits meisterhaft. Das ist eine der Sorte Filme wo man als Zuschauer um die Dunkelheit im Kino froh ist, und der einen im Sessel festhält bis das letzte Bild des Abspanns verklungen ist.
Der Film ist aber auch eine bittere Anklage an die Gleichgültigkeit der kapitalistischen Gesellschaft, deren Schattenseiten nicht nur kaum weniger elendig aussehen als im Osten (infam, die Gegenüberstellung von Plattenbauten, Abfall und Desinteresse hier wie dort) sondern die Menschenhandel akzeptiert oder gar noch fördert... beispielsweise bei uns durch eine liberale Visapolitik! Am Ende verliert die stolze, hübsche, selbstbewusste Lilja, in deren überzeugende Darstellerin Oksana Akinshina man sich verlieben kann, selbst noch ihren letzten verzweifelten Halt, den Glauben an Gott -- und zu menschlichem "Fast Food" geworden wie das immer wieder gezeigte McDonalds, ist sie am Ende wirklich "fertig"...
"For ever" bleibt von einem Mädchen zu deren Geschichte sich der Regisseur und Drehbuchautor vielleicht durch eine Zeitungsmeldung in Malmö hat inspirieren lassen, nichts - ausser dem Namen auf einer Bank und einem Film, stellvertretend für tausende ähnlich Schicksale.
Schön dass der Film manche Dinge offen lässt und zu Diskussionen einlädt, über die verschiedenen Abstufungen der Prostitution etwa oder Glaube/Religion. Die kitschigen Engel mit Flügeln haben mich an Wim Wenders grossartigen "Himmel über Berlin" erinnert, den der Regisseur bestimmt kennt, und genau in dieser Liga spielt er auch mit. Hier sind die "Engel" genauso hilflos: sie können dem Menschen die offene Tür zeigen, aber nicht was sie mit ihrer Freiheit anfangen sollen. Oder auch verhindern dass sie ihr Leben wegwerfen. Der einzige Trost den der Film in seiner letzten Sequenz liefern kann, ist sehr sehr schwach... nein, diesen Film braucht man wirklich nicht mehr als einmal zu sehen.... er hat die Kraft sich für immer einzubrennen.
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am 7. Juli 2004
... doch wer diesen Film gesehen hat, wird sich des Eindrucks nicht erwehren können, wie unbedeutend vieles von dem, was wir in Deutschland aktuell gern als "Problem" bezeichnen, doch eigentlich - im Vergleich zu den wirklichen Tragiken, die Menschen durchleben und/ oder ihresgleichen zufügen - ist.
Ein Film über postkommunistische Tristesse, Träume, Ernüchterung, Gleichgültigkeit, sexuelle Ausbeutung und Menschenverachtung durch die Gesellschaft diesseits und finanzkräftige Gesellschaftsschichten jenseits irgendeiner beliebigen Grenze, für die das Leben junger Mädchen keinen über die Befriedigung absurder Gelüste hinaus gehenden Wert mehr hat.
Ein Film über eines von unzähligen Schicksalen, die wir tagtäglich verdrängen - anrührend, herzzerreißend und auf erschreckende Weise authentisch.
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am 19. Mai 2004
Sowohl meisterhaft als auch voller Kontraste ist dieser Film ein geheimes Highlight. Die Schauspieler stellen das Szenario, das Absurde und Grauenvolle des Menschenhandels so echt da, das der Zuschauer gebannt ist von der Gewalt der Bilder und nicht wegsehen kann. Oksana Akinshina, die Lilja spielt, gewann einen Preis (Gulbagge award) für ihre Leistung, vollkommen verdient. Sie steckt dermassen drin in ihrer Rolle als verratene, verlassene und in die Prostitution gezwungene Jugendliche, dass der Zuschauer jeden Schmerz mitfühlt.
Absolut zu empfehlen und Meisterhaft insziniert von Lukas Moodysson! Ein Lob
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am 19. Januar 2007
trauriger film über eine wirklichkeit, die nur allzuviele

gerne verdrängen. mir ging der film sehr zu herzen, ich

habe mit dem mädchen gefühlt. auch der junge spielt gut,

ich hätte mir so sehr ein happyend gewünscht. sollten sich

die politiker anschauen, die es seit jahren verabsäumen etwas

gegen diese schande zu tun.

einer der besten filme, die ich je gesehen habe.
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am 15. September 2014
Ein Film, der die ungeschminkte Wahrheit von im Stich gelassenen Kindern erzählt. Es gab für diese Kinder niemals eine warme Eltern-Kind-Beziehung, die die Neugier auf das Leben hätte entfachen können. Sie waren stattdessen nur eine Last für ihre Eltern. Sie waren einfach nicht erwünscht. Es gibt für sie keinen Ausweg aus dieser lebensstrangulierenden Situation, weil sich alles unbarmherzig auf die gleiche Weise wiederholt, wie sie es seit Lebensanfang von ihren eingefrorenen Eltern erfuhren. Darum sind für diese Kinder die späteren zwischenmenschlichen Beziehungen eine verlängerte unausstehliche Qual, von der sie sich begreiflicherweise befreien wollen. Sie bringen sich um, bevor ihr Leben richtig begonnen hätte. Sie können die unermessliche Qual nicht mehr aushalten, sie brechen an ihr zusammen.

Siehe dazu meinen Artikel auf meiner Webseite michael-dressel.jimdo.com:
Lilja 4-Ever - Wenn zwischenmenschliche Leere tötet
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am 9. April 2006
Wissen sie ,wie es ist, wenn der Blick erstarrt, man in Gedanken versinkt, und einem die Tränen in den Augen stehen, weil das eben gezeigte einen so sehr berührt, dass man kaum einen vernünftigen Gedanken fassen kann? "Lilja 4-ever"s letzte 5 Minuten gehen für mich in die Filmgeschichte ein, zeigen sie doch musiklaisch untermalt unerreicht in künstlerisch anmutender Weise das Ende eines Menschen, welche in eine Welt geboren wurde, in der es kein erbarmen gibt und in der ein Menscheleben nichts zählt. Es ist unsere Welt. Lilja lebt in Lettland, ist 16 jahre alt und wird schon früh von ihrer Mutter verlassen, weil diese ihre Tochter in der Hoffnung auf ein besseres Leben im "Westen" zurück lässt. Lilja erlebt von nun an einen noch stärkeren sozialen Abstieg, als er schon ohnehin vorprogrammiert war. Die Verwandten kümmern sich genau so wenig um die, wie ihre Freundinnen. Um überleben zu können verkauft sie von nun an ihren Körper an Männer und erhofft sich später ein besseres Leben in einem anderen land, welches ihr leider nicht vergönnt ist. Durch körperliche Gewalt grün und blau geschlagen ist Lilja nichts anders als eine Ware für die Männer, die ihren jungen Körper missbrauchen, ihre Seele, die sich so sehr ein besseres Leben erhofft hat, ist zu einem Nichts verkommen, welches keinen mehr interessiert. Dieser Film zeigt für mich auf eine noch nie degewesene Weise und mit einer - besonders zum Ende hin intensiven und poetischen Weise - wie wenig ein Menschenleben mit all den dahinter stehenden Träumen, welches es an dieses Leben stellt, missachtet werden kann und welches es sich aufgrund der Umstände, in die es geboren wird, konfrontiert sieht. Man fragt sich umweigerlich, warum die Kluft zwischen Traum und Wirklichkeit für manche Menschen so sehr gross ist und was manche Mitglieder unserer Spezies dazu veranlasst ein junges Leben auf so zerstörerische und menschenverachtende Weise für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und zu missbrauchen.Wenn Lilja dann den Tod vorzieht, um ein besseres "Leben" zu führen, als es ihr auf dieser Welt ermöglicht wird, dann fragt man sich, ob Menschlichkeit unter uns überhaupt noch einen Bestand hat. Ich kann anderen Rezensanten nur beipflichten, "Lilja 4-ever" sieht man wohl nur ein einziges Mal und hat ihn dann ein Leben lang vor Augen.
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am 9. Februar 2014
Dies ist meine traurigste Rezension überhaupt- ich denke, selten hat
ein Film den Begriff " Hoffnungslosigkeit " derart deutlich dargestellt,
wie dieses knallharte Drama von Lukas Moodysson.
Immer, wenn sich für die von ihrer selbstsüchtigen Mutter allein zurück-
gelassene Lilja ein Hoffnungsschimmer am Horizont zeigt, kann man sicher
sein: der nächste Hammerschlag des Schicksals katapultiert Lilja wieder
zurück in die Einsamkeit, Resignation und Ausbeutung.

Viele dramatische Begebenheiten und Eindrücke in Filmen wischt man meist
nach dem Abspann für sich beiseite. Bei diesem Film geht das nicht.
Ich sass noch minutenlang mit Tränen im Antlitz und den Augen vor dem TV-
zu real wirkt das Schicksal dieses Mädchens nach, in der alptraumhaften
Post- Sowjetunion. Der Zuschauer bleibt am Ende ratlos und betroffen zurück-
MEIN HERZ BRENNT!
____________________________________________________

Zur Geschichte:

Die 16jährige Lilja wächst in einer trostlosen, tristen und schmutzigen
Plattenbausiedlung Russlands heran, in der es weder Achtung noch Respekt
voreinander zu geben scheint.
Wen wundert es da, daß Lilja selbst keine Achtung vor Autoritätspersonen
hat, schon mal den Mittelfinger zeigt, mit " Freunden " Kleber schnüffelt
oder freche Antworten gibt.
Und doch hegt sie den Traum von einer besseren Zukunft: " Ich bin hier sowieso
bald weg!". Diesen Satz spricht sie sehr oft- da ihre Mutter, die mit ihrem
Liebhaber in die USA ging, ihr versprach, sie werde sie nachholen.
Worauf das Mädchen jedoch vergebens wartet.

Sie wird weitergereicht; an die Tante, ans Sozialamt.....und es geht noch
immer ein Stück tiefer und elender.- Andrej scheint es gut mit ihr zu meinen.
Will sie mit nach Schweden nehmen, ihr dort eine neue, schöne Wohnung und Arbeit
besorgen. So verspricht er.
Wegen einer Ausrede Andrej`s allein in Schweden gelandet, beginnt für Lilja
die wahre Tortur..........

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Ganz persönliche Anmerkung/ Fazit:

Dieser Film schafft ein unfassbar realistisches Bild der Hoffnungslosigkeit
der verlorenen russischen Seelen und der wahren Abgründe in unserer doch so
" zivilisierten " Gesellschaft.
Kein bequemer Hollywood- Firlefanz- Scheiss, den man am nächsten Tag verdaut hat.
Einmal gesehen, nie vergessen.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Sie kommen zu euch in der Nacht,
Dämonen, Geister, schwarze Feen-
sie kriechen aus dem Kellerschacht
und werden unter euer Bettzeug sehen.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Sie kommen zu euch in der Nacht
und stehlen eure kleinen, heissen Träume,
sie warten, bis der Mond erwacht
und drücken sie in meine kalten Venen.

++++

Vor dem thematlichen Hintergrund dieses Films bekommt Rammstein`s
" Mein Herz brennt ", der " Lilja 4- ever " rahmt, einen bitter-konkreten
Beigeschmack.

______________________________________________

DENN DEIN IST DAS REICH
UND DIE KRAFT UND DIE HERRLICHKEIT
IN EWIGKEIT!

- Lilja 4- ever-
*
Produktionsland: Schweden, Estland

Entstehungsjahr: 2002

Lauflänge: 109 Minuten

FSK: ab 12 Jahren

5 erschütternde Sterne für diesen über alle Maßen beklemmenden Film-
aber das ist die Wirklichkeit- brutal und ungerecht...
auf diesem unseren extraordinären Planeten!!
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am 17. Februar 2012
Ich habe den Film soeben geschaut und irgendwas in mir leitet mich gerade dazu eine Rezension zu schreiben. Als Information: Ich arbeite in einer Psychiatrie, ich werde also täglich damit konfrontiert wie schrecklich das Leben für einige Menschen sein kann. Auch wenn das schrecklich ist, so schalte ich diese Bilder, die Geschichten und die Menschen die daran beteiligt sind nach Feierabend ab. Sonst wäre ich wohl nicht im Stande dieser Arbeit nachzugehen.
Dieser Film hat mich trotzdem schockiert. Der Film Lilja-4 ever, der fast dokumentarisch gedreht wurde, hat mich regelrecht erdrückt. Die Schauspieler bringen die ganze Geschichte so authentisch rüber das ich von Anfang an direkt gefesselt war. Nicht nur Lilja gilt es in diesem Film zu betrachten, ich finde den Part des Wolodja ebenfalls sehr prägend. Es kommt sehr häufig vor, dass wenn Menschen in so jungen Jahren in einem solchen Elternhaus(oder auch ohne Elternhaus) ohne wirkliche Perspektive aufwachsen, dass sie die Welt deutlich nüchterner aber auch reifer sehen als Gleichaltrige. Genau so ist es bei Wolodja der Fall. Was jedoch besonders erstaunt, ist die immer wieder aufkeimende Hoffnung der Akteure. Sie wird jedoch leider jedes Mal aufs Neue im Keim erstickt. Viele Menschen mögen bei Filmen ein Happy-End, ich mag eher die realistische Variante und die wurde in diesem Film gewählt. Natürlich ist es schrecklich, aber wie bereits in einigen Rezensionen beschrieben, gibt es diese Thematik durchaus wirklich und es endet nun mal nicht alles im Leben mit einem Happy-End. Dieser Film lässt einen ganz tief in den Abgrund sehen, er nimmt den Zuschauer mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt und lässt den Zuschauer am Ende etwas bedröppelt sitzen. Ich bin mir allerdings sicher das ich die Bilder dieses Films nicht vergessen kann, womit Moodysson Ziel erreicht scheint.

Somit gebe ich diesem Film 5 Sterne und empfehle diesen Film den Menschen weiter, die sich auch mal auf eine schreckliche, jedoch realistische Geschichte, außerhalb des Hollywood-TriTraTrullala, einlassen können.
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