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TOP 500 REZENSENTam 24. März 2013
Den Autor Liad Shoham kannte ich bislang noch überhaupt nicht, was für mich natürlich kein Grund war, dennoch ein Buch von ihm zu lesen.

Die Story spielt in Tel Aviv statt, ein Schauplatz der ganz andere Gegebenheiten und Grundsätze mit sich bringt. Gerade das bringt für die meisten Leser sicher ganz neue Ansichten und beklemmende Denkanstöße an den Tag.

Am Anfang steht die Vergewaltigung einer jungen Frau. Schnell wird mit nicht regulären Mitteln Ziv Nevo als vermeintlicher Täter identifiziert. Die Geschichte wird an dieser Stelle teilweise sehr verwirrend, weil ein Verfahrensfehler der Polizei den anderen jagt und somit der geständige Täter durch einen Deal mit der Staatsanwaltschaft wieder frei gelassen wird.

Das Buch ist sehr gut übersetzt und hat einen tollen Schreibstil. Mir persönlich ist es bis zur Mitte des Buches sehr schwer gefallen, die vielen Namen in eine gewisse Ordnung zu bringen. Die Vornamen ließen auch oft nicht auf Männlein oder Weiblein deuten, was das ganze nicht unbedingt leichter machte. Ab der Mitte konzentrierte sich die Story dann allerdings auf die Hauptcharaktere.

Tag der Vergeltung ist durchaus spannend, gerade das letzte Drittel hat mir sehr gut gefallen. Die Identifizierung des Täters am Ende fand ich etwas hastig geschrieben, da hätte ich mir noch etwas mehr Zeit gewünscht, um vielleicht auch die Hintergründe noch etwas mehr zu kennen zu lernen. Die Zusammenhänge und tiefen Abgründe in der Justiz sind jedoch super zur Geltung gekommen und wurden toll beschrieben. Auch wenn dieses Buch in Israel statt findet, bin ich mir sicher, dass auch in vielen anderen Ländern die Justiz ähnlich korrupt ist und das ist wirklich erschreckend, hat mich aber an dieses Buch wirklich gefesselt.
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In Tel Aviv wird eine junge Frau mitten in der Nacht brutal vergewaltigt. Eine ältere Dame beobachtet das Geschehen zufällig von ihrer Wohnung aus, ist aber zu schockiert, um die Polizei zu alarmieren. Die Frau überlebt schwer traumatisiert und ist zunächst zu verzweifelt und voller Scham, um die Tat zu melden. Ihre Eltern finden sie schließlich in ihrer Wohnung auf und bringen sie ins Krankenhaus. Die Polizei tappt in der Angelegenheit zunächst völlig im Dunkeln und so beginnt auch der verzweifelte Vater des Opfers auf eigenen Faust zu ermitteln. Er legt sich auf die Lauer und stellt tatsächlich Ziv Nevo, einen jungen Mann, der offensichtlich einer Frau nachstellt. Nevo kann zwar flüchten, doch der Vater heftet sich an seine Fersen und meldet den Mann der Polizei. Alles scheint darauf hinzudeuten, dass Ziv Nevo der Täter ist. Polizei und Staatsanwaltschaft stehen mangels eigener Ermittlungserfolge gehörig unter Druck - und Nevo wird als Täter identifiziert. Doch es geht nicht mit rechten Dingen zu. Die Beweisführung ist alles andere als sauber und als Nevo dann überraschenderweise doch noch die Tat gesteht, die er überhaupt nicht begangen hat, gerät die Sache völlig außer Kontrolle. Als jedoch die unsaubere Beweisführung offengelegt wird, lässt man den Verdächtigen auf Bewährung frei - wegen Körperverletzung. Der Mann verschwindet spurlos und kurz darauf wird er erneut verdächtigt...
Polizei, Staatsanwaltschaft, die Presse, der ehemalige Ermittler (der nach der Panne vom Dienst freigestellt wurde) und eine Verbrecherorganisation, in deren Fänge Nevo aufgrund widriger Umstände geraten war, sind hinter Ziv her - und der Pechvogel versucht das Leben seiner Ex-Frau und seines Sohnes zu retten, denn er weiß, dass mit der Organisation, in deren Arbeit er verwickelt wurde, nicht zu scherzen ist...
Bis zum Schluss bleibt man als Leser im Ungewissen. Wer ist der Täter? Welches Motiv hat er? Wie kann man ihm auf die Spur kommen?

Ich konnte "Tag der Vergeltung" nicht zur Seite legen, habe bis tief in die Nacht hinein gelesen, weil ich auch keine Ahnung hatte, wer hinter den Gräueltaten stecken könnte und wie alles zusammenhängt. Der Autor ist Anwalt in Tel Aviv, hat also Ahnung von der Materie - und das merkt man. Er schafft es, den vielen Figuren ein Gesicht zu geben und man fiebert wirklich mit, wenn der unschuldige Ziv von allen gejagt wird. Auch sprachlich ist das Buch sehr flüssig lesbar. Ich kann es nur empfehlen!
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Bis buchstäblich zur letzten Zeile rechnet man noch immer mit einer Katastrophe. Dieser Satz ist wörtlich zu nehmen! Und erst gut zwanzig Seiten vor dem Ende aller Szenen dämmert dem Leser, welche Figur Ursprung der schicksalhaften Verkettungen ist. Über 300 fesselnde Seiten lang, tappt man mit den Akteuren durch den Nebel, um plötzlich im Endspurt alles klar zu sehen und selbst da droht noch Gefahr, wie eingangs erwähnt, buchstäblich bis in die letzte Zeile hinein. Wirklich großartig!
Mit diesem vorangestellten Fazit, soll schon ganz deutlich gemacht sein: Liad Shoam ist eine wirkliche Bereicherung unter den Gegenwarts-Kriminal-Autoren. In seiner Heimat Israel ist er schon längere Zeit eine feste Größe und Bestseller-Autor. Dieser, wie auch Shohams fünf zuvor erschienene Romane, führte lange die Bestseller-Listen seiner Heimat an. Das allein ist noch keineswegs eine Qualitäts-Garantie, aber macht neugierig auf diesen ersten in deutscher Sprache vorliegenden Roman des Autoren.

Verzweiflung auf beiden Seiten meint, Verzweiflung sowohl beim Opfer, einer jungen Frau, die brutal vergewaltigt wird und seither der Apathie nicht entkommt, in die sie geflohen ist, um mit dem Durchgemachten irgendwie zu leben. Dennoch will sie natürlich, daß der Täter gefaßt wird, will und kann sich aber dem Prozedere nicht stellen, nickt ab, was vor allem ihr Vater und der leitende Ermittler von der Polizei aus ihren dürftigen Angaben kombinieren, obwohl sie sich nicht wirklich sicher ist. Es kommt zur Verhaftung des vermeintlichen Täters.

Verzweiflung auch bei ihm, denn er ist ja tatsächlich binnen weniger Monate in seinem Leben völlig abgestürzt. Doch das Alibi, was bewiese, daß er mit dieser Tat nichts zu tun hat, ist ein anderes Verbrechen, wo es Probleme gab und was er nicht aus freien Stücken, sondern im erzwungenen Auftrag mafiöser Auftraggeber erledigte, in deren Abhängigkeit er geriet. Er hat die Wahl ein Verbrechen zu gestehen, was er nicht begangen hat oder sich zu entlasten und damit sein Todesurteil zu fällen, weil er Leute verriete, die Verrat nur auf diese Weise quittieren.

Die Situation wird aber noch komplizierter, als er aufgrund von Ermittlungsfehlern freigelassen werden muß, was den verantwortlichen Polizisten den Job kostet. In der Suspendierung wird dem erfahrenen, loyaler Staatsdiener, dem es wirklich um Verbrechensbekämpfung und nicht um Quotenerfüllung geht, klar, daß er tatsächlich einen Fehler gemacht hat. Allerdings einen anderen. Nicht das seinetwegen ein geständiger, verurteilter Täter wieder freigelassen werden mußte, sondern daß dieser gar nicht der Täter sein konnte!

Mit in die Geschehnisse hinein gerät auch noch ein junger Journalist, der von seinem Chefredakteur getrietzt wird, aus der Sache eine große Story zu machen, wenn ihm seine Karriere etwas bedeute, und der ihm nahelegt, dass er gefälligst keine Rücksicht auf Befindlichkeiten von Opfern und Staatsanwaltschaft zu nehmen hat, die unter wachsendem öffentlichen Druck fahrig und mangels besserer Erkenntnisse versucht den Freigelassenen, nicht zuletzt aufgrund einer zweiten Vergewaltigung nach gleichem Muster, erneut festzunehmen.

Handlungsstränge mit dem Druck der Verzweiflung also durchaus nicht nur bei tatsächlichem Opfer und vermeintlichem Täter, sondern auch beim Ermittler, bei der zuständigen Staatsanwältin, dem jungen Journalisten, auch bei der Ex-Frau des vermeintlichen Täters, bei einem Mitglied der Mafia, der die Aussage des zu unrecht Verdächtigten fürchtet, den er beauftragt hatte, weil dadurch sein Boss erführe, daß er eigenmächtig Anweisungen in seinem Namen erteilte.

Trotz der Komplexität an Verflechtungen und der recht hohen Zahl an wesentlichen Protagonisten im Buch, die mit- und gegeneinander agieren, was durch neue Erkenntnisse durchaus auch wechselt, gelingt es dem Autor, dem Leser keine Gehirn-Akrobatik abzuverlangen. Seine Sprache ist wunderbar klar und er gliedert die 350 Seiten des Buches in 65 Kapitel. Die meist fünf-sechs Seiten langen Kapitel sind stetige Szenenwechsel zwischen den parallel verlaufenden Handlungssträngen der betroffenen Personen. Als Leser behält man den Überblick und kann die Vorgehensweise eines jeden schlüssig nachvollziehen. Man taucht immer tiefer in das Buch ein und bestaunt die absolut realistisch skizzierte Verästelung von Ereignissen, die letztlich nur einen Ursprung hat: den wahren Vergewaltiger! Den auch der Leser bis kurz vor Schluß nicht erahnen kann.

Ein sehr gut erzählter Kriminal-Roman, spannend verwobene Handlungsstränge, eingebettet in das Alltagsleben von Tel Aviv, was die Authentizität noch erhöht, eine unerwartete Auflösung mit Spannung bis ins letzte Wort. Den Namen Liad Shoham sollte man sich merken.
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am 9. Juni 2014
Auf der Suche nach neuen guten Krimiautoren wurde mir Shoham nahegelegt. Ich war dankbar für den Hinweis, jedoch war mir nach dreißig Seiten klar, dass der Tipp nichts wert war.

Shohams Roman ist multiperspektivisch erzählt. An die zwanzig Personen kommen so zum Zug, die via innerem Monolog Dinge erzählen, die für die Handlung größtenteils keinen Belang haben. Manche dieser Figuren sind Randfiguren und man fragt sich, warum ihnen so viel Raum gegeben wird. Man hätte auf sie verzichten und sich mehr auf die Hauptfiguren (den Kommissar Nachum, den Reporter Giladi, den mutmaßlichen Täter Nevo) konzentrieren können. So hätte man die Handlung gestrafft und den Lesefluss des Zuschauers verbessert.

Selbst wenn Shoham diese Dinge beherzigt hätte (also "show don't tell"), mangelt der Roman noch an anderem: Die Figuren sind unsympathisch (selbst der Kommissar), der Täter wird aus dem Hut gezaubert (es hätte auch jemand anderes sein können, ohne dass man überrascht gewesen wäre).

Ein für mich enttäuschender Roman. - Aber die Suche geht weiter.
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Mit „Tag der Vergeltung“ legt der hierzulande noch weitgehend unbekannte Autor einen fulminanten Thriller hin. Die Story weist ein durchgehend hohes Tempo auf und bietet einige überraschende Wendungen.

Ziv Nevo, Verkäufer von Bewässerungssystemen in Tel Aviv, setzt mit einem kleinen menschlichen Fehler eine Kettenreaktion in Gang, die ihn am Ende zu vernichten droht. Gleichzeitig wird die Stadt von einem brutalen Vergewaltiger heim gesucht, den die Justiz mit allen Mitteln zur Strecke bringen will.
Beide Handlungsstränge laufen ineinander, und der Leser fiebert mit was wohl als nächstes geschieht.

Vom Stil und thematisch erinnert mich der Autor an frühe Werke von Grisham oder Baldacci. Vielleicht liegt es ja an der ähnlichen Vita: ebenso wie die beiden Bestsellerautoren studierte Liad Shoham Jura und arbeitete auch als Anwalt.
Das Insiderwissen über das israelische Justizsystem, in dem alle Protagonisten individuelle Ziele haben, Gerechtigkeit aber nicht unbedingt dazu gehört, wirkt authentisch.
Gut gefällt mir, daß der Autor kein Schwarz/Weiß-, bzw. Gut/Böse-Schema bei den Protagonisten zeichnet. Auch die „Guten“ sind fehlerbehaftet, auch die „Bösen“ werden menschlich mit ihren Schwächen dargestellt. Überhaupt werden die handelnden Personen sehr farbig präsentiert.

Weniger gut gelungen, ja sogar irreführend finde ich den Titel des Buches, das Rachemotiv findet sich nur bei einer Nebenfigur und ist auch nicht auf einen bestimmten Tag bezogen. Leider konnte ich nicht feststellen was der Titel im hebräischen Original („Misdar sihui“) übersetzt bedeutet, Google hilft hier auch nicht weiter.

Abgesehen vom etwas überzogenen Finale ist die Dramaturgie einigermaßen glaubwürdig. Einige Zufälle und intuitive Eingebungen der Protagonisten sind zwar nicht besonders realistisch, dafür aber geschickt in Szene gesetzt, um die Spannung zu halten.

Fazit:
Liad Shoham legt mit seinem ersten in Deutschland publizierten Buch einen extrem spannenden Thriller vor, der zur Abwechslung mal nicht in den USA spielt sondern in Tel Aviv und entsprechendes Lokalkolorit mitbringt. Wem Baldacci und Grisham gefällt, wird das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollen.
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am 4. Juni 2014
Enthält eventuell Spoiler!

Ein Buch eines israelischen Autors und noch dazu ein Thriller, das ist mal was Neues, dachte ich mir, und griff beherzt zu. Schnell stellte sich jedoch Ernüchterung ein - das Buch ist dermaßen langweilig, dass ich an vielen Stellen am liebsten abgebrochen hätte. Auch die so hoch beschworene schockierende Auflösung stellte sich als an den Haaren herbeigezogen heraus, sodass ich nur dachte: Das soll's jetzt gewesen sein?
Sämtliche handelnden Personen blieben für meine Begriffe einfach nur distanziert und grob gezeichnet. Und: Irgendwie sind sie für meine Begriffe irgendwie alle... sagen wir mal, spät aufgestanden. Sympathie? Keine Spur! Nevo hat seine Frau betrogen? Ja, selber schuld, dass sein Leben so den Bach runtergegangen ist. Der Reporter-Neuling kriegt keine große Reportage? Ei, der Typ ist ja auch nur am jammern! Nachum kriegt den Fall nicht gelöst? Der stellt sich auch irgendwie ziemlich bescheuert an.
Außerdem ist das Buch sehr oft im Plusquamperfekt geschrieben, sprich: Irgendeine Person steht irgendwo und sinniert darüber, was an diesem Morgen oder letzte Nacht oder letzte Woche oder sonstwann passiert ist. Das ist nicht nur langweilig und nervtötend, sondern auch geradezu eine Beleidigung des Lesers, weil alle paar Seiten wieder zusammengefasst wird, was passiert ist. Beispiel: Es wird erzählt, dass Nevo morgens Meschulam anruft und ihm erklären will, dass er nichts mit der Vergewaltigung zu tun hat. Zwei Seiten weiter wird dann aus Meschulams Sicht noch einmal erzählt: "Diesen Morgen hatte Nevo ihn angerufen und ihm erklärt, dass er nichts mit der Vergewaltigung zu tun habe." Und das nicht ein, zwei Mal, sondern alle paar Seiten. Hätte man diese ganzen eintönigen Erklärungen weggelassen, hätte das Buch allen Ernstes vielleicht 150 Seiten gehabt.
Und übrigens - aber das ist natürlich rein subjektiv - habe ich bei dem Namen des Chefredakteurs der Zeitung, Dori, die ganze Zeit über einen an Gedächtnisverlust leidenden Zeichentrickfisch im Kopf gehabt... hat auch nicht unbedingt zum Spannungsaufbau beigetragen (dafür ziehe ich aber keinen Stern ab ;-) ).
Von mir gibt es leider nur zwei Sterne, und sicher war dies das erste und letzte Buch, das ich von diesem Autor gelesen habe. Schade!
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TOP 500 REZENSENTam 5. April 2013
Liad Shoham, ein hier eher unbekannter Autor, ist in Israel, in dem auch dieser Thriller spielt, einer der führenden Thrillerautoren und nebenbei auch noch praktizierender Anwalt.Das somit juristische Themen in diesem Buch vorkommen, gilt somit als sicher. Doch lassen sie sich nicht abschrecken, trocken ist dieses Buch auf keiner Seite, im Gegenteil, dieser Thriller weist ein atemberaubendes Tempo auf, dem auch Sie sich sicher nicht entziehen können.

In einem Wohnviertel im Norden Tel Avivs, wird eine junge Frau brutal vergewaltigt.Der Vater des Opfers macht sich selbst auf die Suche des Täters, da er überzeugt ist, dass dies keine Einzeltat war. Nach langen Nächten des Wartens, wird seine Geduld belohnt. Er sieht eines Nachts einen jungen Mann, der sich neben einem Auto versteckt, währenddessen eine junge Frau auf dem Weg zu ihrer Wohnung ist. Er versucht ihn zu stellen, hat aber kein Glück, weil er flieht. Er verfolgt ihn bis zu seiner Wohnung und präsentiert ihn am nächsten Tag der Polizei, die bis dato keine Ermittlungsergebnisse aufzuweisen hat. Ziv Nevo, der vermeintliche Täter, wird festgenommen und gerät in die Mühlen der Justiz. Ist er der Täter und wenn nicht, was wollte er zu diesem Zeitpunkt in der Wohnsiedlung ? Die Polizei ist von seiner Schuld überzeugt, allen voran Eli Nachum, ein alternder Polizist, der sich beweisen muss, wenn er seinen Job bei der Polizei behalten will.

Liad Shoham legt in diesem Thriller von Anfang an ein hohes Tempo vor. Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite und hält bis zum Ende unvermindert an.Bis zum Ende dieser Geschichte weiß man nicht wie sie ausgeht und am Ende hält der Autor für den Leser eine Überraschung bereit.Was mir aber neben der Spannung gut gefallen hat, war die Beschreibung der Figuren in diesem Buch. Eli Nachum ist eine Figur, die hier heraus sticht . An dieser Person wird deutlich,welcher Druck auf den Ermittlern liegt schnell ein Ermittlungsergebnis vorzulegen, um die Chance auf eine Beförderung, oder aber auch nur, um seinen Platz, als älterer Kommissar zu behaupten.Da verlässt man sich durch den Druck hervorgerufen, nicht auf seine seit Jahre gereifte Intuition, sondern auf Aussagen und Indizien, was manches Mal zu einem Verfahrensfehler führt.Aber auch Ziv Nero, der der Vergewaltigung angeklagt werden soll, ist eine interessante Person, an Hand derer beschrieben wird, wie unüberlegtes Handeln den Weg in die Illegalität beschleunigen kann.

Liad Shoham ist ein Autor , den man sich merken sollte. Er hat mich jedenfalls mit seinem Buch überzeugt.
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am 16. Oktober 2013
Dem Buch mangelt es ein wenig an wirklichen Höhepunkten und wirklich überraschend entwickelt sich die Handlung auch nicht, aber alles in allem ist es ein unterhaltsames, einfach "nebenher" zu lesendes Buch. Ein bisschen mehr "Kultur" bzw. Eigenheiten der Orte wäre evtl. auch hilfreich, um eine bessere Athmosphäre zu schaffen
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Am Anfang steht ein schreckliches Verbrechen an einer jungen Frau. Die Polizei tappt scheinbar im Dunkeln. Dem Vater des Mädchens lässt das keine Ruhe. Auf eigene Faust sucht er nach dem Täter. Dieser findet sich scheinbar in der Person eines einschlägig vorbestraften Ex Militärs, der am Tatort gesehen wurde. Eli Nahum, ein erfahrener Ermittler, hat Zweifel an der Schuld des Mannes und gerät in einen Sumpf von Verstrickungen, Lügen und Scheinheiligkeit. Gut und Böse verschmelzen zu einer undurchdringlichen grauen Masse, die sich erst am Ende der Story wieder auflöst.
Die Handlung ist wirklich nicht neu, aber aus Liad Shoham Story ist mit "Tag der Vergeltung" ein Thriller entstanden, wie er packender nicht sein kann. Atemlos treibt er die Geschichte mit seinen Protagonisten vor sich her, ohne nur einen Hauch aus der Spannungskurve zu fliegen. Das profunde Wissen des Autors um das israelische Rechtssystem schafft erschreckende Authentizität.
Der im Dumont Verlag erschienene Roman zeigt aber auch, das Thriller nicht immer nach dem gleichen Strickmuster geschrieben werden müssen. Es muß nicht immer der israelische Superheld sein um Spannung zu erzeugen. Ein Lob auch an die Übersetzung.
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am 4. September 2013
Erschreckende, aber gute Geschichte.
Ja, die Namen muß man sich von Beginn an gut einprägen, aber der Rest liest sich flüssig runter.
Und es war mal spannend Israel als einem "Krimi-Ort" zu begegnen. Von der spezifischen Atmosphäre lebt das Buch.
Würde ich immer wieder lesen + auch guten Freunden empfehlen!
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