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am 10. August 2015
Manchmal, wenn man dieses Buch liest, denkt man, würde ich doch eine Biographie von Fioretos Vater kennen. Die Gedanken, die er sich über seinen Vater macht, gut formuliert, ja bestechend, wären das Sahnehäubchen darauf. Da es aber nur das Sahnehäubchen ist, schwebt es seltsam über allem, was der Autor da schreibt, auch über der griechischen Geschichte, die ich nicht so gut kenne und dann werde ich sehr schnell zum einsamen Leser. Warum? Hier geht es ja nicht um etwas durchgehend Erzähltes. Hier kommt die Verehrung des Sohnes für seinen Vater sehr deutlich zum Ausdruck. Das ist zunächst sehr sympathisch. Dann aber auch zeitlich, örtlich und auch gedanklich hin und her gesprungen , dass kein wirkliches Bild des durchaus auch kritisch gesehenen Vaters entsteht. Der Leser weiß nicht immer ganz genau geht es nun um den Vater in Schweden oder den Vater in Griechenland und welche Kräfte dort gerade an der Macht sind, wie alt oder jung der Vater ist. Was mich zum Beispiel auch interessiert hätte: Konnte der geborene Grieche, der in Wien studierte, außer Griechisch und Deutsch auch Schwedisch? Das muss er wohl, denn sonst hätte er nicht in Kliniken in Schweden arbeiten können, das ist klar. Dennoch: Wie kam er damit zurecht? Was der Autor "drauf hat", erkennt man, wennes beispielsweise um die österreichische Schwiegermutter geht. Von ihr kann ich mir ein Bild machen, der eigentliche Held (Untertitel: Ein Buch üb er meinen Vater) bleibt seltsam unbestimmt. In den besten kurzen Abschnitten ensteht ein farbiges Bild wie ein Puzzleteilchen sehr bunt sein kann. Zu einem Bild zusammensetzen konnte ich sie nicht. Bleiben die vielen schönen Gedanken, die in einer anspruchsvollen Sprache geschrieben sind. Einen davon weiß ich noch einen Monat nach der Lektüre, wenn er auch sehr gefühlig ist. Da sagt der Vater: Schäme dich nicht, ich schäme mich für dich.
Ich finde es nicht elitär, wenn die Rezensenten sagen: Diese Lektüre ist nicht leicht. Das sollte man auch hier so nennen. Eine leichte Lektüre ist das nicht. An vielen Stellen stand ich im Wald, die Qualität dieses Buches ahnte ich bestenfalls. Es ist nicht völlig ausgeschlossen, dass es manchem Leser auch so gehen könnte.
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am 15. Juni 2013
Ein einfühlsam geschriebenes Buch,
voll von Emotionen, von Sonne und väterlicher Wärme!
Auch wenn be jedem übersetzten Buch viel vom Original verloren geht.
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am 14. Juni 2013
"Jetzt ..." Die Stimme der Mutter ist dünn wie Nähseide. "Jetzt ist es passiert."

"Wieder klingelt das Telefon. Die Sechsjährige erklärt ihrer fragenden Tante: "Opa ist gesterbt."

Ich habe letztlich keine Ahnung, weshalb ich mir dieses Buch gekauft habe. Gehört habe ich davon auf Twitter, als eine Nutzerin im Rahmen des lovelybooks-Lesemarathons davon schrieb. Nachdem ich mir eine Leseprobe auf meinen e-Reader geladen habe und mir diese zu Gemüte führte, wurde mir schnell klar, weshalb dieses Buch keine überschwängliche mediale Aufmerksamkeit erhalten hat. Es ist doch ein sehr spezielles Thema, welches Fioretos, der mir übrigens vorher gänzlich unbekannt war, hier behandelt. Passend dazu auch der Schreibstil und die Form des Buches, welchen ich so bisher noch nicht begegnet bin.

Fioretos beschreibt das Leben eines Mannes, eines Vaters, aus der Sicht des Sohnes. So weit, so trivial. Demungeachtet entfaltet sich dieser Roman (ich nenne ihn jetzt einfach mal so) während des Lesens immer mehr. Wie schon gesagt, erzählt wird die Geschichte vom Vater des Erzählers. Das besondere Merkmal hierbei ist jedoch, dass sie rückwärts geschildert wird. Sie beginnt mit der Nachricht vom Tod des demenz- und parkinsonkranken Vaters und endet mit dem Augenblick der Geburt des ersten Kindes, des Erzählers. Literarisch geht er nach seinem Tod zurück in seine alte Heimat Griechenland, um eine Fakultät für Medizin und endlich ein festes Heim für die Familie zu errichten. In Schweden heiratet er seine Frau, eine Kunststudentin aus Österreich und muss später beruflich bedingt immer wieder mit seiner Familie umziehen. In Wien studiert er Medizin und lernt seine spätere Frau kennen, und als Neunzehnjähriger verlässt er seine Heimat Griechenland, weil das Militärregime hinter ihm her ist.

Man kann sich nun streiten, ob Aris Fioretos mit diesem Werk seinem eigenen Vater huldigen und ihn ehren will, dass er hier einen autobiographischen Text geschrieben hat. Schaut man sich die Lebensdaten des Autors einmal an, so kommt einem der Eindruck, dies wäre so. Doch mich persönlich interessiert dieser Umstand nur am Rande. Für mich muss erst einmal das Buch an und für sich gut ankommen. Immerhin bin ich ein typischer Leser und will in erster Linie unterhalten werden.

Doch was die unverhüllte Unterhaltung angeht, so wäre ich maßlos enttäuscht worden, hätte ich nicht anhand der Leseprobe einen Vorgeschmack bekommen. Denn hier geht es nicht um Entertainment im Sinne von gewohntem Spannungsaufbau, Action usw., wie man sie in einem gängigen Thriller oder Krimi findet. Hier geht es noch vielmehr um das eigene Leben, das Sich-selbst-wiederfinden in den zahlreichen, mal mehrere Seiten langen, mal einige Zeilen kurzen, Fragmenten. Es dreht sich in diesem Roman alles um eine Beziehung, die Beziehung zwischen Vater und Sohn und wie sie sich mit den Jahren verändert. Doch so außergewöhnlich das Leben des Vaters und dessen Umstände von außen auch wirken mögen, so findet man doch viel öfter Parallelen zum eigenen Leben, als man vorher zu glauben vermag.

Die halbe Sonne von Aris Fioretos ist ein Roman der etwas anderen Art. Er besitzt eine hohe sprachliche Dichte und so manche Textstellen lassen einen innehalten und über das Gesagte nachdenken – und genau das ist dieses Buch, etwas zum nachdenken. Wer auf pure Unterhaltung aus ist, ist hier definitiv fehl am Platze. Auch ich habe so manches Mal gedacht, dass das die längsten 200 Seiten meines bisherigen Lebens seien. Man muss sich als Leser auf diese Art der literarischen Gestaltung einlassen können, um in den Bann dieses sprachlich anspruchsvollen Buches zu kommen, ich weiß nicht so ganz, ob mir das gelungen ist…

"Ich glaube", wiederholt sie, sehr leise, wie ein Gebet, "es ist so weit, du wirst Vater."

* Für alle, die neugierig geworden sind: Ich empfehle euch, vor dem Kauf des Buches eine Leseprobe, denn, wie gesagt, solche Bücher sind nicht für jedermann.
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am 22. März 2014
schnelle und einwandfreie Lieferung in sehr gutem Zustand. Inhaltlich sehr beeindruckend, gibt viele Denkanstösse. Als Liebhaberin von griechischen Inseln und deren Bevölkerung erinnert vieles in dem Buch an die Mentalität der Menschen dort.
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am 29. April 2013
” Die halbe Sonne” von Aris Fioretos/ Versuch einer Rezension Apr
29
ARIS FIORETOS

Die halbe Sonne

Ein Buch über einen Vater – übersetzt aus dem Schwedischen von Paul Berf
Erscheinungsdatum: 25.02.2013

ISBN 978-3-446-24264-7
Hanser Verlag

Versuch einer Rezension:

“So entzündet man Erinnerungen”, schreibt die FAZ fast euphorisch im Feuilleton am 28.03.2013

Aris Fioretos wurde 1960 in Schweden als Sohn eines griechischen Vaters und einer österreichischen Mutter geboren. Er studierte in Stockholm vergleichende Literaturwissenschaften und promovierte 1991 und 2001.Im Jahr 1991 veröffentlichte er sein erstes Buch.”Den deutschen Lesern wurde er 1995 in der Literaturzeitschrift Akzente vorgestellt”.(Wikipedia)

Seit 1997 lebt Aris Fioretos als freier Schriftsteller in Berlin und Stockholm.

Werke: (Quelle Wikipedia)

Belletristik [Bearbeiten]

1991: Delandets bok
1998: Vanitasrutinerna
2000: Stockholm noir (deutsch als Die Seelensucherin, Übersetzung Paul Berf; Dumont Verlag, Köln 2000, ISBN 3-7701-5352-9)
2002: Sanningen om Sascha Knisch (deutsch als Die Wahrheit über Sascha Knisch, Übersetzung Paul Berf; Dumont Verlag, Köln 2003, ISBN 3-8321-7828-7)
2009: Den siste greken (deutsch als Der letzte Grieche, Übersetzung Paul Berf; Hanser Verlag, München 2011, ISBN 978-3-446-23633-2)
2012: Halva solen (deutsch als Die halbe Sonne, Übersetzung Paul Berf; Hanser Verlag, München 2013, ISBN 978-3-446-24121-3)
Essays [Bearbeiten]

1994: Den grå boken (englisch als The Gray Book, 1999)
1996: En bok om fantomer
2001: Skallarna (deutsch als Mein schwarzer Schädel, Übersetzung Paul Berf; DAAD Künstlerprogramm, Berlin 2003, ISBN 3-89357-108-6)
2008: Vidden av en fot (deutsch als Das Maß eines Fußes, Übersetzung Paul Berf; Hanser Verlag, München 2008, ISBN 978-3-446-23056-9)
2012: Avtalad tid, Gespräche mit Durs Grünbein
Die Geschichte:

beginnt mit dem Ende , entwickelt sich rückläufig bis zur Kindheit des Protagonisten. Der Vater in den letzten Jahren von von Krankheit gezeichnet ( Parkinson, Demenz, Querschnittslähmung nach Unfall)wird vom Sohn neu zusammengesetzt. Schreibend will er “Paparat” sein , fügt Fragment um Fragment zu einem kraftvollen, zärtlichen Bild zusammen.

“Der Vater aus politischen Gründen im Exil, studiert zunächst in Wien Medizin , tritt später in Schweden eine Stelle als Arzt an und macht Karriere. Verheiratet mit einer österreichischen Kunststudentin, gründet er in Schweden eine Familie und fühlt sich doch zunehmend in der Verbannung.

“…für den Sohn und Erzähler ist ist der Vater deshalb stets der “ausländische Vater”, über den er Thesen aufstellt wie diese: ” Der Handteller eines ausländischen Vaters ist größer als der Himmel über euch.”“( Zitat Lesarten/Literaturmagazin)

In den sprachlich ausgefeilten Miniaturen ersteht er wieder , als ein nicht Maß halten wollender,empfindsamer, zuweilen diktatorischer, aber auch zärtlicher, zugewandter Vater.

Fioretis schreibt in der 3. Person um dem Leser Platz zu lassen , wie an einem gut gedeckten Tisch(Interview 3sat)

Meine Meinung:

Mich hat dieses Buch vom ersten Moment an eingehüllt, bezaubert mit der prosaischen Sprache und der Fähigkeit, Sinneseindrücke durch Worte erlebbar zu machen.

Ich habe die flirrende Hitze Athens gespürt, den herben Geschmack der Oliven auf der Zunge gehabt und die Stille gehört, wenn der Vater sich zur täglichen Mittagsschlaf hinlegte.

Ich stand neben dem Vater , als er verstohlen, ein Glas in Cognac eingelegter Früchte aus dem Kühlschrank holte, um sie gleich aus dem Glas in den Mund zu schütten. . Der Vater war ganz nah, sichtbar, fühlbar, hörbar, wahrnehmbar. Ich identifizierte mich mit den ihn immer wieder überrollenden Unruhigkeiten, die die Familie veranlassten alle 2 Jahre umzuziehen. “…umgeben von Nadelwäldern leidet er an Atemnot.Um Dampf abzulassen, scheucht er die Familie insAutoMindestenseinmal im Monat verbringt man das Wochende auf der Landstraße”

Was für ein Buch! Ich mochte es gar nicht aus der Hand legen. Ein sehr empfehlenswertes Buch, etwas Besonderes, Schönes, Zärtliches. Ein gelungener Paparat (dieses Wort ist viel zu hart.
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