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Kundenrezensionen

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am 29. November 2006
Ich habe zig Biographien über Musiker, Idole, Rockstars oder Schauspieler im Schrank stehen. Oft handelt es sich um eine mehr oder weniger genau recherchierte Sammlung von Daten und Fakten, am Ende eine Diskografie/Filmografie und das war's.

Und obwohl es sich bei den o.a. Büchern nur um solche handelt, die von meinen persönlichen Favoriten berichten, so hat mich doch keines der Bücher je so gefesselt wie dieses.

Wir machen einen Zeitsprung zurück ans Ende der 60er-Jahre, erleben die letzten Tage von Flower-Power, Woodstock und Hippie-Lebensgefühl sowie die Geburt der Band Deep Purple. Alle Personen und Musiker, die auch nur im entferntesten die Entstehung dieser legendären Band beeinflusst haben, werden skizziert, zitiert oder (wenn es sich um Mitglieder handelt) porträtiert. Und das alles in einer kurzweiligen und spannenden Weise, die einen (zumindest mich...) das Buch regelrecht verschlingen lässt!

Das Buch hat mich veranlasst plötzlich (und zum Erstaunen meiner Familie) aufzulachen, grinsend zu nicken oder ständig alte CDs oder LPs rauszusuchen um das soeben gelesene nachzuprüfen.

Was hier auf 500 Seiten an Fakten, Randnotizen, Lebensgefühl, Rockgeschichte geboten wird: unglaublich!

Die Sprache (in einer Kritik bemängelt) windet sich geistreich in alle denkbare (und unerwartete!) Richtungen, um letztlich eine überraschende Pointe zu setzen (einen gelungenen Gitarrensolo von Ritchie Blackmore nicht unähnlich..).

Selbst Geschichten, die der ein oder andere Purple-Fan schon kennt, werden aus einem anderen Blickwinkel betrachtet und gewinnen dadurch erneut an Aktualität oder Gewicht.

Was soll man noch sagen? Dieses Buch ist ein "must have" für jeden Purple-Fan, ein "sollte man gelesen haben" für jeden (Hard-)Rock-Fan und für alle ein herrliches Lesevergnügen.......und jetzt lege ich mir "In Rock" auf den Plattenteller greif mir das Buch zum dritten Mal ;-)
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am 14. September 2014
Ich hatte eigentlich vor ausführlicher auf dieses Buch einzugehen, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr könnte ich mich über diese selbstverliebten Schreiberlinge ärgern. Der Schreibstil ist eine absolute Katastrophe und nur sehr schwer erträglich. Fremdwörter und ellenlage Schachtelsätze vergraulen einem den Lesespaß völlig, bzw. lässt Selbigen nicht mal im Ansatz aufkommen . Was einen so richtig auf die Palme bringen kann ist das dümmliche Abkanzeln , ja geradezu das Suhlen in Sarkasmus und Verspottung, gegenüber vieler Bands aus der gleichen Ära
( LedZeppelin, Uriah Heep, Cream, um nur einige dieser beliebig fortfürbaren Liste zu nennen ).
Das Meiste was ich noch anmerken wollte kann man bei den anderen 1 - 3 Sterne Rezensionen ausführlichst nachlesen. Die mit Abstand grausigste Biografie die ich in den letzten Jahrzehnten gelesen habe, und die Erste die ich im ersten Drittel abgebrochen habe, abbrechen mußte, aufgrund eines unsäglich nervigen und ermüdenden Geschwätzes. Schade um jeden Cent.
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am 12. März 2012
Ein schweres Buch ist Deep Purple- die Geschichte einer Band von Jürgen Roth und Michael Sailer geworden, und dies in doppelter Hinsicht: äußerlich ist es mit seinem stabilen Einband und seinen 576 Seiten wirklich dick und wuchtig geraten, sein textlicher Inhalt ist mitunter aber nicht weniger anspruchsvoll. Aber das macht schon den Reiz eines Buches aus, dass man die Geschichte einer von zahlreichen Besetzungswechseln geprägten und heute - über 40 Jahre nach Bandgründung - immer noch existierenden Rocklegende nicht mal eben an zwei Abenden durchlesen kann, sondern sich schon etwas länger Zeit nehmen muss und sollte.

Der erste Eindruck des Textes ist dabei leider eher negativ: bei der Einleitung kann einem nämlich zunächst die Lust am Lesen durchaus etwas vergehen, hier nur mal ein (!) Beispielsatz der zweiten Seite: "Mal abgesehen davon, wie ungebrochen hier der Katechismus der Avantgarde und ihres idealisierten Produzenten - des leidenschaftlichen Subjekts, das etwas bewirkt - zum Einsatz gelangt, "die Stimme", das Subjekt, das Marcus panegyrisch umgarnt, stellt, seit die Kulturindustrie Opposition als Style, Habitus, Gebaren integriert hat, nicht mehr "etwas Neues im Rock'n'Roll dar und damit in der populären Nachkriegskultur: eine Stimme, die sämtliche gesellschaftliche Fakten leugnete und dadurch beteuerte, daß alles möglich war"; sondern nur mehr, daß alles möglich ist, was neu und damit schon gewesen ist." Ahja, alles klar - warum werde ich beim Lesen eigentlich den Verdacht nicht los, dass zumindest einer der Autoren hauptberuflich die Erläuterungstexte von Steuererklärungsformularen entwirft?

Erfreulicherweise geht das Buch danach doch in etwas kürzeren Sätzen und fremdwortärmer recht unterhaltsam weiter. Ausführlich werden die Vorgeschichte und die Anfänge der Band beschrieben und jedes erschienene Album mit Trackliste und Coverabbildung in so genannten statistisch-kritischen Einschüben ausführlich analysiert und besprochen. Stets zeichnen die Autoren in ihrer Geschichte dabei nicht nur einfach den Werdegang von Deep Purple nach, sondern blicken auch immer links und rechts davon in den Zeitkontext und in die Geschichte anderer Bands wie Led Zeppelin, Pink Floyd, Uriah Heep (die übrigens ganz offensichtlich nicht zu den Lieblingsbands der Autoren gehören...), T. Rex, Black Sabbath, Sweet, Slade und andere. Die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte von Deep Purple wird damit nicht nur auf die Geschichte des "Herrn Blackmore" und seinen Mitstreitern reduziert, sondern ist zum Teil auch ein interessanter Abriss der Musikgeschichte.

Diese sehr aufwendige und ausführliche Biografie ist zudem glücklicherweise nicht einfach nur eine Lobeshymne auf Deep Purple, sondern auch kritisch und augenzwinkernd geraten, so dass das Buch für Deep Purple-Fans wohl ein Muss, aber auch für jene, die nur ein obligatorisches Best-Of-Album im Schrank stehen haben, empfehlenswert ist. Nach vielen Stunden Lesegenuss (sofern man die Einleitung überstanden und nicht aufgegeben hat) wird durchaus die Neugier geweckt, sich neben "Smoke On The Water" und den anderen bekannteren Stücken auch mit dem unbekannteren Früh- und Spätwerk von Deep Purple zu beschäftigen.

Auf die Geschichte und die Alben der "Deep Purple-Knospen", die sich im Laufe der Zeit bildeten (Rainbow, Whitesnake, Gillan etc.) und auch auf das Privatleben der zahlreichen Mitglieder wird leider nicht mehr detailliert eingegangen, aber dies hätte den Rahmen des Buches wohl auch langsam gesprengt...

Stilistisch wird das Buch zum Ende hin (thematisch nach der erfolgten Reunion 1984) leider wieder etwas anstrengender, hier lässt man das Germanistikstudium nochmals teilweise so richtig raushängen (ich habe bei einem einzelnen Satz immerhin 99 Worte gezählt...), unterm Strich aber ist das Buch auch für "Normalleser" eine unterhaltsame Lektüre und versöhnt den Leser schließlich am Ende sogar noch mit einem persönlichen Interview mit Mrs. Night und Mr. Blackmore.

Fazit: viel besser und ausführlicher kann man die Bandgeschichte von Deep Purple wohl nicht zusammenfassen - ein lohnendes Buch, bei dem das Geld wohl besser angelegt ist als beim Neuerwerb des zwanzigsten oder dreißigsten Livemitschnitts dieser Bandlegende...

[...]
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am 30. September 2005
Wer Bilder ansehen möchte, sollte Didi Zills hervorragenden Bildband erwerben, auch wenn dort so manche Fakten (Bildbeschreibungen) einfach nur falsch sind. Wer gut recherchierte Fakten und Hintergrundinformationen sucht, wird in diesem Buch fündig. Dabei ist es völlig egal, ob die Autoren noch in den Windeln steckten bzw. sich noch in der "Zeugungsphase" befanden, als sich der Saphir des Tonarms der elterlichen Musiktruhe oder des eigenen "Mister Hit" von Telefunken durch die Rillen von "Hush", "April" oder "Child In Time" kratzte. (oder darf denn nur jemand, der zur Zeit von Beethoven gelebt hat, über selbigen eine Biografie schreiben?! - Ich glaube, wenn dem so wäre, gäbe es keine Biografie über diesen Komponisten und andere.)
Das vorliegende Werk ist mehr als eine Biografie über Deep Purple. Es schildert eine ganze Epoche und ist auch eine Art Biografie über alle Musiker, die zum Unternehmen "Deep Purple" gehört haben. Wie in keinem zuvor erschienenen Buch über die Gruppe kann sich der Leser ein sehr gutes Bild über die einzelnen Charaktere, Stärken und Schwächen (auch menschliche!) machen. Klar wird, was wir zwar alle schon immer wussten, dass Mk II, die sog. klassische Besetzung, die kreativste und virtuoseste Besetzung war, denn hier standen fünf "Erstligaspieler" im Studio und auf der Bühne - eine Konzentration an virtuosen Musikern, die die Gruppe in keiner anderen Zusammensetzung mehr erreicht hat.
Auch wenn einer der Autoren gerade erst geboren wurde, als es bei mir 1969 mit "Hallelujah" begann, so ist es meiner Meinung nach kein Nachteil, mit "etwas Abstand" an ein solches Werk zu gehen und die Zeit der 60er und 70er Jahre etwas nüchterner (man könnte auch sagen objektiver) zu betrachten, ohne der "Damals-war-alles-besser"-Argumentation zu verfallen.
Für mich selbst als "Zeitzeugen", als jemand, der die Entwicklung und Musik der Gruppe seit 36 Jahren intensivst verfolgt, der Jon Lord und Ian Gillan persönlich kennengelernt hat, der sogar "Slaves & Masters" in seiner Sammlung hat (der Vollständigkeit der Sammlung halber), ist dieses Buch das absolute Standardwerk über Deep Purple, das auch keiner zukünftigen Überarbeitung mehr bedarf, zumal der "Abgesang" der Gruppe durch das Ausscheiden von Jon Lord, - wenn auch auf einem höheren Niveau als alles andere, was wir heutzutage sonst so musikalisch geboten bekommen, - bereits eingeleitet worden ist. Neue Meilensteine sind kaum noch zu erwarten, weder auf der Bühne noch im Studio. Auch wenn das anstehende Album "Rapture Of The Deep" bereits beste Kritiken erhält und die Marke "Deep Purple" wieder für zwei Jahre auf Welttournee geht, so wird es zwar gute und solide Musik sein ... aber der Funke, der Kick fehlt ... und das schon seit ein paar Jahren.
Fazit: In diesem Buch ist alles gesagt, was es über Deep Purple zu sagen gibt. Vieles war bekannt, aber auch vieles nicht oder nicht so detailliert. Endlich ein Buch in deutscher Sprache, auch wenn meine Englischkenntnisse sehr gut sind, so ist es doch etwas völlig Anderes, in seiner eigenen Muttersprache zu lesen. - Sehr empfehlenswert!
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am 29. Januar 2010
Ich habe das Buch kürzlich erworben, nachdem ich die Rezensionen gelesen habe. Ich besitze auch die "Deep Purple" Bibel A life in Purple" von Ingo Jansen und ich kann nur sagen.
Die drei Autoren hätten sich besser zusammengetan!!
Die Informationsfülle und Qualität des Buches von Jürgen Roth ist einmalig, dafür liest sich aber die "Bibel" von Ingo Jansen besser. Nein sie liest sich überhaupt.
Jürgen Roth ist nicht Golo Mann! Der konnte verschachtelte Sätze schreiben, aber hat auch ein anderes Publikum angesprochen.
Eine Bettlektüre ist "Deep Purple: Die Geschichte einer Band" sicherlich nicht! Jüurgen Roth kommt beim Schreben vom Stöckchen aufs Hölzchen und das nervt ungemein.
wäre das eine Doktorarbeit, wäre sie bei mir alleine wegen des Schreibstils durchgefallen.
Ansonsten: Ungeheurer Informationsgehalt! Für Fans ein Muss!!
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am 29. Mai 2013
Ich schätze die Musik-Biographien aus dem Hannibal-Verlag sehr. Also war die Erwartungshaltung sehr hoch, konnte aber leider nicht so erfüllt werden.

Keine Frage, die Autoren haben ungeheures Wissen über Deep Purple zusammengetragen und geben das auch in dieser Biographie wieder. Das tun sie aber teilweise sehr schwer verständlich. Abends oder nachts muss der eine oder andere Satz über viele, viele Zeilen mehrmals gelesen werden. Das ist unnötig und zeigt gleich eine ganz große Schwäche des Buches: die Selbstverliebtheit der Autoren! Alles und jeder wird bewertet, Black Sabbath sind demnach gar nichts wert, Uriah Heep sowieso nur ein ganz müder Abklatsch von Deep Purple. Ich bin wie die Autoren über 40 Jahre und dieses "meine Band ist die beste", ist einfach nur kindisch und nervt an manchen Stellen tierisch!

In den letzten 40 Jahren haben viele Musiker Deep Purple mitgeprägt, die Autoren bleiben für meinen Geschmack zu stark an der Mark II kleben. Klar Glenn Hughes, Coverdale, Bolin usw. sind Geschichte. Trotzdem erfahen wir kaum noch etwas über sie und ihr weiteres musikalisches Wirken nach dem Ausscheiden von Deep Purple. Gerade bei an die 500 Seiten hätte das vor allem die Längen bei den letzten 150 bis 200 Seiten ein bisschen aufgefrischt und die aufkommende Langeweile verdrängt.

Fazit: ein gutes und informatives Buch, bei dem nicht alle Kapitel (vor allem gegen Ende hin) auch gelesen werden müssen und die Parteilichkeit der Autoren manchmal ausgeblendet werden muss
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am 2. November 2006
"In der Kürze liegt die Würze", sagt ein Sprichwort und

sicher gebe ich meinen Vorbewertern recht, denn manche

Satzkonstruktionen der Autoren sind rekordverdächtig und es

ist nicht unbedingt für jeden das geeignete Mittel, die Biografie

dieser großartigen Band zu vermitteln.

Die meisten wünschen sich sicher eine Biografie im Verständnis

eines guten alten Deep Purple-Sounds, einprägsam und erkennend.

Dennoch, die Autoren haben eine wirklich sehr gute Arbeit

in der Recherche geleistet und die Biografien der

einzelnen Musiker im Detail suchen schon Ihresgleichen.

"Die Geschichte einer Band" kann man empfehlen,

denn sie ist ein umfassendes Werk aller bei

Deep Purple mitwirkenden Musiker und sie

bereichert nicht nur die Fans.
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am 6. März 2010
Dieses Buch ist eine schwierige Angelegenheit: Ich habe selten so begeistert eine Bandbiographie gelesen und selten eine Monographie über eine Musikgruppe die die Hände bekommen, die derart viele Details und Informationen beinhaltet, so dass auch ein Fan Überraschungen erlebt und neue Erkenntnisse gewinnt.

Gleichzeitig habe ich mich aber auch selten über eine Bandbiographie so geärgert wie über diese, weil sie über weite Strecken Objektivität vermissen lässt, sehr subjektive Wertungen vornimmt und mitunter sogar in unanständiger Art und Weise herausragende Musiker verunglimpft. Einige Beispiele: David Coverdale wird durchgängig als "testosteronstrotzender Pfau" beschrieben, Joe Lynn Turner als "gockelhaft", und in Bezug auf Ritchie Blackmore schwankt die Wertung - jeweils in markigen Worten ausgedrückt - zwischen Bewunderung und Verdammnis.

Das mag ja teilweise noch ganz witzig sein, richtig schlimm aber wird es, wenn die Autoren ihre persönlichen Vorlieben und Abneigungen allzu deutlich werden lassen: Glenn Hughes, unbestreitbar einer der größten (Rock-)Sänger aller Zeiten (Ehrentitel: "The Voice of Rock") ist für die Autoren ein "Schreihals", dessen "Gekreische" ebenso für den Niedergang der Band in den Siebzigern verantwortlich gewesen sein soll wie sein "lückenhaftes" Basspiel. (Dies ist, mit Verlaub, lächerlich, weil gerade Glenn Hughes die kennzeichnenden hohen Schreie in den Bandsound der mittleren siebziger Jahre einbrachte und sein Basspiel, so die Autoren, Drummer Ian Paice "zu neuen Höchstleistungen inspirierte".) Geradezu Rufmord ist, zu behaupten, Tony Iommi (Leadgitarrist von Black Sabbath und "Erfinder des Heavy-Metal-Riffs") "könne nun wirklich gar nichts". An diesen Stellen schießen die Autoren ebenso über ihr Ziel hinaus wie in ihren unendlich komplizierten, verschachtelten Plattenkritiken, die ob der pseudo-intellektuellen Wortwahl mitunter grotesk - oder aber schlichtweg albern - sind.

Das Problem der Autoren ist ihre fehlende Toleranz: Für sie zählt NUR Ian Gillan als Sänger dieser Band, NUR Glover als Bassist, undsoweiter. Andere Sänger, andere stilistische Ausrichtungen (wie in den siebziger Jahren sie zum Beispiel das fantastische Mark III - Line-Up verwirklichte), werden nicht akzeptiert. Dass die Band zumindest in den letzten Jahren eher wie ein Retro-oder Zirkus-Act durch die Lande tourt, weit entfernt von ihrer ehemaligen instrumentalen, musikalischen und vor allem stimmlichen Klasse, wird hingegen wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Wie soll man also über dieses Werk urteilen? Am besten, man regt sich über die Wertungen der Autoren nicht zu sehr auf (ein bißchen Subjektivität gehört ja auch dazu, nur bitte nicht so extrem wie hier) und genießt die vielen Fakten, Infos und Hintergründe zu einer der größten Rockbands aller Zeiten. Denn es lässt sich ja auch über Geschmäcker und Musikstile auch so trefflich diskutieren und streiten, weil eben jeder eine eigene Meinung dazu hat...
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am 11. Januar 2006
Ein verdammt dickes Buch über meine Lieblingsband - und dann noch ohne nennenswerte Bilder! Kann das gut gehen? Es geht sogar sehr gut.Die Autoren schreiben lange Sätze - aber diese Sätze sprühen vor Humor, Wortsspielereien, Wortwitz, Klamauk und Albernheiten! Und in dieses Gewand kleidet sich eine bis in liebevolle Nebensächlichkeiten ausgearbeitete Recherche. Am Ende war mein Gedanke: So viel zu DP wollte ich gar nicht wissen - aber jetzt kann ich bei der nächsten Fachsimpelei mit diesem Wissensballast einmal so richtig angeben! Eine Steigerung ist kaum mehr möglich. Oder doch? Wie wär es mit dem entsprechenden Hör-Buch (10 CDs?)? Aber, liebe Autoren: Bitte selber vorlesen! Mein abschließender Rat an alle DP-Fans: Das Buch kaufen, DP in die Lautsprecherboxen oder auf den Kofhörer und lesen!
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am 6. Mai 2011
Wie von meinen Vorrednern schon ausgeführt, fällt bereits im beinahe unlesbaren Vorwort der ausgeprägte Hang des Autors zu Schachtelsätzen und massenhaft Fremdwörtern unangenehm auf, die man nicht mal als Akademiker verstehen kann, und das zieht sich leider durch das gesamte Buch. Das ist sehr ärgerlich, denn zum einen macht es den eigentlich gehaltvollen Inhalt oft völlig unlesbar und zum anderen ist das hochgestochene Geschwurbel völlig unnötig, weil es für alle Fremdwörter auch immer gut verständliche deutschsprachige Entsprechungen gibt. Ich wollte eigentlich ein paar Beispiele hier aufführen, aber ich weiß bei der Masse an Sprachverfehlungen da echt nicht, wo ich anfangen soll?

Nichts für ungut, liebe Autoren: Das Buch interessiert Deep Purple Fans, die was über die Band lesen wollen und sollte dringend dahingehend überarbeitet (oder redigiert, falls ihr es lieber elaboriert hören wollt) werden...meine drei Punkte Abzug verdankt ihr eurer unerträglichen Schreibweise!
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