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am 3. August 2013
Ein überraschend düsteres, aber zutiefst anrührendes Meisterwerk. Francois Truffaut bindet mehrere Geschichten des hypersubtilen US-Romanciers Henry James in ein Drehbuch zusammen. Die Shortstory "Der Altar der Toten" gibt dem Film seinen Plot: ein Provinzjournalist - gespielt von Truffaut selbst- weiht nach dem ersten Weltkrieg seine ganze Existenz mehr und mehr all den ihm so teuren Verstorbenen. Und kommt dabei dem Leben abhanden. An seiner Seite Nathalie Baye, die ihn nicht zurückhalten kann auf seinem Weg ins Schattenreich. Ein hochdifferenziertes Kammerspiel. Truffaut erreicht hier in seiner ihm eigenen Unbedingtheit, in seiner zarten Kompromisslosigkeit, eine neue Stufe in seinem Schaffen. Meisterhaft auch die Musik des 3oer-Jahre-Scorekomponisten Maurice Jaubert (u.a. "L`Atalante"), die der Regisseur in den späten Siebzigern mehrfach verwendete. Dafür wird der früh verstorbene Jaubert auch mit einem Foto in der Toten-Kapelle des Films besonders geehrt.
Allein die erste Szene des Films ist eine der stärksten Momente im gesamten Truffaut`schen Werk.
Der Schauspieler Truffaut zeigt- kurz nach seinem fulminanten Auftritt als Wissenschaftler in Spielbergs "Close encounters- eine bestürzende Intensität. Die erreicht er durch eine äusserste Minimalisierung der darstellerischen Mittel. Oder wie Robert Fischer im Booklet schreibt:"Der Schauspieler tritt ganz hinter die Figur zurück...Er agiert vollkommen uneitel und zurückgenommen...."
Es ist im positiven Sinn erstaunlich, daß der Film erst ab 16 freigegeben ist. Denn die Indizierung weist darauf hin, daß es jenseits von Gewalt und Sex auch andere Bedingungen gibt, unter denen Filme erst für junge Erwachsene freizugeben wären. In diesem Fall könnte man sagen: man muß schon ein wenig vom Leben verstehen, um das "grüne Zimmer" vollends geniessen zu können.
La Chambre verte ist dank Koch Media erstmals in deutscher Sprache, bzw mit deutschen UTs erhältlich. 8 Sterne
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