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Kundenrezensionen

517
4,2 von 5 Sternen
Schändung: Thriller
Format: Kindle EditionÄndern
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TOP 1000 REZENSENTam 4. September 2012
Carl Mørck, Leiter des Sonderdezernats Q der Kopenhagener Kriminalpolizei zur Untersuchung alter unaufgeklärter Verbrechen, hat nach der Lösung des Rätsels um Merete Lynggaard seinen verdienten Urlaub erhalten. Nach seiner Rückkehr findet er einen von Akten überquellenden Schreibtisch vor. Assad, sein Helfer, wählt einen hellgrünen Aktenordner mit einem Mordfall aus dem Jahre 1987. Ein geständiger Täter sitzt hinter Gittern, doch Carl stößt auf Ungereimtheiten und widmet sich eher widerwillig dem Fall.

Wie im ersten Band Erbarmen wechselt Adler-Olsen in seinem Roman beständig die Perspektiven und Zeiten. Und erneut deckt der Autor früh viele Zusammenhänge auf, ohne dadurch dem Werk die Spannung zu nehmen. Je weiter man in der Lektüre vorankommt, desto bedrückender, desto erschreckender werden die Erkenntnisse, Einsichten, die dargelegten Wirklichkeiten.

Die Reichen, Erfolgreichen, Einflussreichen lieben die Jagd. Sie jagen, um zu töten. »Sie verdienten Millionen, aber das Töten war es, was sie brauchten, um sich lebendig zu fühlen«. Adler-Olsen blickt in eine brutale Welt, die bestürzend an den mehrmals im Buch erwähnten Film Clockwork Orange von Stanley Kubrick erinnert. Hier wie dort geht es um Menschen, deren Leben sich um sinnlose Gewalt, Vergewaltigungen, Drogen und Überfälle dreht. Um in der Gesellschaft inzwischen einflussreiche und angesehene Menschen, die kein Mitgefühl mehr haben oder zeigen, deren Gefühlskälte sie aber erfolgreich macht. Personen, die ihre Egoismen rücksichtslos ausleben, die ihre eigenen Interessen skrupellos gegen alle anderen, gegen die Gemeinschaft durchsetzen. Dagegen kontrastieren Bilder von der anderen, gern verdrängten Seite unserer Sozialstruktur, die die Armut und Hoffnungslosigkeit widerspiegeln. Kimmie, eine zentrale Figur in diesem verrückten Spiel, pendelt zwischen den Welten, den Extremen. Sie erinnert in ihrer Persönlichkeit ein wenig an Lisbeth Salander aus der Millennium Trilogie: Verblendung - Verdammnis - Vergebung von Stieg Larson.

Beschreibt hier Jussi Adler-Olsen ein schockierendes, unrealistisches Gesellschaftsbild? Reflektiert er die Wiederkehr des Bösen in unsere vordergründig zivilisierten Demokratien? Ich bin gespannt auf die nächste, dritte Herausforderung für Carl Mørck: Erlösung, auch wenn mir das Ende des zweiten Falles ein wenig zu plakativ, zu drastisch erschien. Aber der Kloß im Hals war wieder da.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Januar 2012
Sechs Mitglieder hatte die seinerzeitige bösartige Internatsclique mit ihrem Credo "Clockwork Orange, darunter als einziges Mädel die begabte Kimmie. Heute sind sie fast alle erfolgreiche Geschäftsleute und Stützen der Gesellschaft, jedenfalls drei von ihnen, der vierte (und schlimmste)fiel einem mysteriösen Jagdunfall zum Opfer. Kimmie allerdings treibt sich seit Jahren als Obdachlose im Untergrund Kopenhagens umher. Der sechste Mann sitzt als Einzeltäter in Strafhaft wegen eines von ihm gestandenen Doppelmordes. Die Tatbeteiligung der Clique stand stets im Raum. Als die Akte 20 Jahre später auf Carls Schreibtisch im Sonderdezernat Q landet, nimmt er gemeinsam mit Assad und der umtriebigen neuen Mitarbeiterin Rose die Ermittlungen auf, die alsbald von höchster Stelle torpediert werden. Als Carl hinter die Fassade der Schönen und Reichen zu blicken beginnt, tut sich ihm viel Böses und Gemeines auf. Zur selben Zeit beginnt Kimmie ihren Rachefeldzug zur Begleichung alter Rechnungen. Das arrivierte Bürgertum hat Anlass zu ihrer raschen Entsorgung.
Der an sich recht bequeme Herr Carl und der quirlige Syrer Assad ermitteln recht erfolgreich und auch witzig mit Unterstützung der der kongenialen Rose. Die nicht eben fröhliche Geschichte Kimmies kontrastiert als Parallelhandlung die Erhebungen des Sonderdezernates für kalte Fälle. Das Strickmuster der Doppelerzählung hält der Autor - nicht immer wirklich schlüssig, aber immerhin nachvollziehbar - wieder ein und erzeugt recht ordentliche Spannung. Ideen- und Variantenreichtum in akzeptabler, wenn auch verbesserbarer, Übersetzung tun das Übrige, den Thriller deutlich aus dem Mittelmaß hervorzuheben. Zum Schluss der erwartete gnadenlose Showdown. Klassisch gestrickt, aber gut.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. November 2014
Carl Mørck, Leiter des Sonderdezernats Q der Kopenhagener Kriminalpolizei zur Aufklärung alter unaufgeklärter Verbrechen, kommt aus dem Urlaub und wird mit einem 20 Jahre alten Fall konfrontiert. Da der Fall aufgeklärt ist, weiß Carl nicht, warum sie bei ihm liegt.
Vor 20 Jahren ist ein Geschwisterpaar in dem Sommerhaus in Rørvig brutal ermordet worden. In Verdacht stand eine Gruppe gewaltbereite Jugendliche, die dort in der Nähe auf dem exklusiven Privatinternat zur Schule gehen. Einer von ihnen gesteht und ist seitdem im Gefängnis. Heute sind die Verdächtigen erfolgreiche Geschäftsleute und gehören zur Spitze der Gesellschaft, alle außer Kimmie. Das einzige Mädchen ist seit Jahren untergetaucht und lebt zwischen Obdachlosen.
Carl wird neugierig und fängt mit Assad an zu recherchieren, unterstützt werden beiden seit neuestem von der Sekretärin Rose. Dann wird ihnen von höherer Stelle untersagt, in diesem Fall weiter zu ermitteln.
Je mehr Steine den dreien in den Weg gelegt werden, desto verbissener wollen sie die wahren Täter überführen.

In "Schändung" lässt der Autor Jussi Adler-Olsen seinen Protagonisten Carl Mørck den zweiten Fall lösen, der diesmal sehr brutal und beklemmend ist.
Durch verschiedene Rückblenden weiß der Leser ziemlich schnell, wer der Täter ist. Das steigert die Spannung, denn so kann ich bei den Ermittlungen genau sehen, ob das Ermittlerteam auf dem richtigen Weg ist.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Kapitel sind nicht zu lang, mich hat der zweite Fall mehr gefesselt als der erste und ich bin froh, dass ich ihn gelesen habe.
Die Protagonisten entwickeln sich im Laufe des Buches, die Teamarbeit der drei aus dem Sonderdezernat Q finde ich besonders gut ausgearbeitet, Rose unterstützt das Team tatkräftig.
Beklemmend finde ich die Gewaltbereitschaft der Clique, diese Jugendlichen sind zwar reich und verwöhnt, aber dennoch lieblos aufgewachsen. Langeweile und Macht treiben sie zu grausamen Spielchen.
Zum Ende hin wird der Spannungsbogen nochmal kräftig angezogen.
Nun hat der Autor mich gepackt, ich werde die nächsten Bücher auch noch lesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Juli 2014
Carl Mørck, Leiter des Sonderdezernats Q der Kopenhagener Kriminalpolizei zur Aufklärung alter unaufgeklärter Verbrechen, findet eine zwanzig Jahre alte Ermittlungsakte auf seinem Schreibtisch. Wer sie ihm da hingelegt hat, ist nicht mehr nachzuvollziehen, und was er mit ihr soll, weiß Mørck zunächst auch nicht, denn der darin behandelte Mordfall an einem Geschwisterpaar scheint aufgeklärt: Jemand hat vor Jahren die Tat gestanden und ist seitdem im Gefängnis. Und doch wird Mørck neugierig, befasst sich mit der Akte und stößt bald auf Ungereimtheiten, die darauf schließen lassen, dass der falsche Täter hinter Gittern sitzt, oder zumindest nicht der einzige.

Der Autor:
Jussi Adler-Olsen wurde am 2. August 1950 unter dem bürgerlichen Namen Carl Valdemar Jussi Henry Adler-Olsen in Kopenhagen geboren. Er studierte Medizin, Soziologie, Politische Geschichte und Film und arbeitete anschließend in den verschiedensten Berufen. 1995 begann er mit dem Schreiben und landete bereits mit seinen ersten Büchern unter anderem in Schweden, Spanien und Südamerika auf den Bestsellerlisten, mit der Serie um das Sonderdezernat Q erlangte er seinen internationalen Durchbruch. Seine Bücher wurden in über 20 Länder verkauft.
In Deutschland kam Jussi Adler-Olsen mit dem ersten Fall für Carl Mørck, >Erbarmen< wie ein Orkan über Deutschland. Ebenso wie, Schändung', der zweite Fall des Sonderdezernats Q, hält er sich seit Monaten auf den obersten Plätzen der Bestseller-Listen. Der dritte Fall >Flaskepost fra P< erscheint unter dem deutschen Titel >Erlösung< im Sommer 2011. Voraussichtlich Ende 2011 beginnen die Dreharbeiten zu der Carl-Mørck-Serie - eine europäische Co-Produktion (Zentropa und ZDF).
Jussi Adler-Olsen hat zahlreiche nationale und internationale Krimipreise erhalten, er wurde u. a. ausgezeichnet mit dem Harald-Mogensen-Krimipreis 2009 für >Erlösung<, dem Reader's Bookprize 2010, einem der bedeutendsten Literaturpreise Dänemarks, dem Glass Key Award 2010 - dem bedeutendsten Krimipreis Skandinaviens. Das internationale Literaturmagazin Buchkultur wählte >Erbarmen< auf Platz 2 der besten Kriminalromane des Jahres 2010 aus aller Welt.

Meine Meinung:
Ein spannender Thriller der mich auch diesmal wieder voll und ganz überzeugen konnte. Ich fand den zweiten Teil sogar noch ein bisschen besser als den Ersten. Die Personen sind auch wieder schön dargestellt und wer den ersten Teil gelesen hat kennt auch einige angesprochene Hintergründe. Jedoch finde ich, dass man die Teile auch durchaus unabhängig von einander lesen könnte. Mir gefällt der Schreibstil sehr. Er ist flüssig und die Kapitel sind nicht zu lang. Das ergibt einen schönen Lesefluss. Der Autor hält sich nicht so sehr mit Beschreibungen der Umgebung auf was ich persönlich sehr angenehm finde. Das ganze Augenmerk liegt auf der Geschichte und diese ist wieder so verzwickt und gut durchdacht auch wenn es diesmal ein ganz anderer Aufbau ist als wie man es sonst von Thrillern kennt. Das Buch hat mir sehr gefallen und ich werde auch den drittel Teil wieder lesen weil ich einfach wissen möchte wie es mit den Personen weitergeht. Ich kann den Autor und seine Bücher nur Empfehlen.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. April 2013
Auch im zweiten Fall um Carl Morck und das von ihm geleitete Sonderdezernat Q der Kopenhagener Polizei geht es um einen alten Fall. Vor 20 Jahren wurden ein 18-jähriger Junge und seine ein Jahr jüngere Schwester brutal ermordet. Zwar sitzt der geständige Mörder, der sich nach Jahren gestellt hat, inzwischen im Gefängnis. Carl Morck nimmt jedoch die Ermittlungen auf, da er den Verdacht hegt, dass der Täter verurteilte Täter nicht alleine agierte und noch viel mehr sehr grausame Verbrechen begangen wurden, die bislang ungeklärt geblieben sind. Verdächtig erscheinen fünf ehemalige männliche Internatsschüler (einer von ihnen ist derjenige, der sich gestellt und die Schuld auf sich genommen hat) und ihre weibliche Kommilitonin Kimmie, die fast alle aus steinreichen Elternhäusern stammen.

Während die Männer alle zu Geld und Einfluss gekommen sind, ist Kimmie vor Jahren abgetaucht und lebt seither auf der Straße. Es ist ihre Figur, die dem Krimi eine besondere Note verleiht. Sie ist zwar auf der einen Seite sehr grausam, auf der anderen Seite weckt sie beim Lesen aufgrund der Grausamkeiten, die sie selbst in der Vergangenheit erleiden musste, auch viel Mitgefühl.

Der Krimi wird mit vielen Rückblenden aus der Vergangenheit erzählt. Der eigenbrötlerische Ermittler Carl Morck tut sich gewohnt schwer, Gefühle zu zeigen und präsentiert sich seinem Umfeld gegenüber meist recht abweisend. Hinter der harten Schale steckt aber ein sehr sympathischer, mit viel Humor ausgestatteter Polizist, der zu seinen Überzeugungen steht. So ermittelt er in dem Fall weiter, obwohl er von der Justizministerin die Weisung erhält, die Ermittlungen einzustellen, da der vermeintliche Einzeltäter bereits im Gefängnis sitzt.

Für den Schluss hat sich Adler-Olsen einen mehr als spannenden Showdown einfallen lassen, in dem Carl Morck und sein syrischer Assistent Assad Kopf und Kragen riskieren. Die Story ist sehr raffiniert, oft auch voller Sadismus und Grausamkeit. "Schändung" liest sich unglaublich spannend und wegen der interessanten Figur von Kimmie und dem schrulligen Ermittler Carl Morck vergebe ich gerne fünf Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 26. August 2013
Selten habe ich einen Krimi gelesen der auf 458 Seiten so spannend geschrieben ist!

Es war das erste Buch von dem dänischen Schriftsteller Jussi Adler-Olsen, das ich gelesen habe und war sofort an weiteren Büchern dieses Autors interessiert. Gelesen habe ich anschließend die Bücher

Verachtung: Der vierte Fall für Carl Morck, Sonderdezernat Q Thriller
Erbarmen: Der erste Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller und das Das Alphabethaus: Roman.

Carl Morck arbeitet seit 25 Jahren als Kriminalkommissar für die Kopenhagener Mordkommission. 2007 wird er aus besonderen Gründen in das Sonderdezernat Q im Keller des Polizeipräsidiums strafversetzt. Zugeteilt werden ihm Assad, den Morck nicht einordnen kann, da er seine wahre Identität nicht preis gibt, sowie Rose, eine Sekretärin, die in zwei gespaltenen Persönlichkeiten lebt und für Verwirrung sorgt...

Morck soll mit seinem Team unaufgeklärte Verbrechen neu aufrollen und stößt auf einen Fall aus dem Jahr 1987, wo zwei Kinder eines Kriminalinspektors grausam getötet wurden. Morcks Recherchen führen zu ehemaligen Schülern eines Eliteinternats. Eiskalte Berechnung, immer bedacht Vorteile zu erziehen und Erpressung und Bedrohung der Täter untereinander machen die Handlung des Buches sagenhaft spannend!

Jussi Adler-Olsen wurde am 2.8.1950 in Kopenhagen geboren. Er studierte Medizin, Soziologie, Politische Geschichte und Film. Seine Werke sind die bestverkauften dänischer Krimiautoren.
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151 von 182 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 18. August 2010
Mit seinem zweiten Buch "Schändung"hat sich der Autor Jussi Adler Olsen meiner Meinung nach noch einmal enorm gesteigert,sowohl was die Spannung der Geschichte angeht,alsauch bei der Beschreibung des ermittelndes Trios. Denn Carl Morck und Assad werden in diesem Fall noch von der frisch zum Team gestoßenen Sekretärin Rose unterstützt, einer sehr eigenwiligen Person, die Morck lieber heute als morgen wieder loswerden möchte. Doch bei den Ermittlungen zu ihrem neuen Fall, stellt sie sich als starke Stützte des Teams heraus.

Assad findet auf seinem Schreibtisch die Akte eines zwanzig Jahre zurückliegenden Falles, der eigentlich als abgeschlossen gilt.Doch irgend jemand scheint ein Interesse daran zu haben, dass dieser Fall noch einmal aufgegriffen wird. Trotz Intervention von höchster Stelle, ermittelt der eigenwillige Morck weiter, für den verbotene Ermittlungen erst recht den gewissen Reiz ausmachen.

Ein totes Geschwisterpaar, dass auf brutalste Art und Weise umgebracht wurde, stellt sich nur als Anfang einer Mordserie heraus, die vor zwanzig Jahren verübt wurde.Bei den Ermittlungen stoßen Morck und Assad immer wieder auf sechs junge Leute, die sich aus einem Eliteinternat kannten.Alles junge Leute aus wohlhabenden Elternhäusern, in denen neben Geld auch Gefühle nie eine Rolle spielten. Die gefühlskalten Eltern erzogen ihre Kinder zu mitleidlosen, machtgierigen Geschöpfen, die ihren Kick nur in der Erniedrigung ihnen Untergebener finden. Doch diesen Leuten, die mittlerweile hoch angesehene Geschäftsleute und Stützen der Gesellschaft sind etwas nachzuweisen,erweist sich als sehr schwierig.Doch die Gemeinschaft von damals, die sich ewige Treue und Zusammenhalt schwor,zeigt erste Risse. Eins ihrer Mitglieder hat sich abgesetzt und sinnt auf Rache. Was ist passiert?

Von Anfang an spannend und gut konstruiert zeigt sich der neue "Adler Olsen". Die Charaktere werden wunderbar beschrieben und der Fall jagt dem Leser so manchen Schauer über den Rücken. Am Ende kommt es zu einem regelrechten Show down, der ein unerwartetes Ende nimmt.

Herausragend sind auch die immer wieder eingestreuten ironischen Kommentare und Gedankengänge des ermittelden Kommissars, die mich so manches Mal laut auflachen ließen.

Alles in allem ein fantastisches Buch, dem hoffentlich noch viele folgen werden.
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29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Schändung" ist nach "Erbarmen" der zweite Band aus der Reihe rund um Carl Mörck und sein Sonderdezernat Q des dänischen Autoren Jussi Adler-Olsen.

Nach erfolgreichem Abschluss des ersten Falles für das Sonderdezernat Q ist der Fortbestand gesichert. Gemeinsam mit seinem Assistenten Assad soll Carl auch weiterhin an alten und nicht aufgeklärten Fällen arbeiten. Zur Unterstützung wird ihnen noch die Sekretärin Rose zugewiesen, die ein recht loses Mundwerk hat und ihre frühere Stelle nicht ganz freiwillig aufgegeben hat.
Eigentlich hat die Akte auf Carls Schreibtisch nichts zu suchen, denn im Fall von zwei ermordeten Jugendlichen sitzt schon seit langem ein verurteilter Mörder im Gefängnis, der sich zu den Taten bekannt hat. Doch anscheinend möchte jemand den Fall neu aufgerollt sehen und auch Carl und Assad kommen schnell Zweifel, ob da wirklich die richtige Person im Gefängnis sitzt. Bald ist klar, wer hier noch als Verdächtiger in Frage kommt, aber die Namen sorgen für einige Brisanz. Die Ermittlungen werden von höchster Stelle blockiert, doch so schnell geben Carl und sein Team nicht auf ...

Schon mit "Erbarmen" konnte mich Jussi Adler-Olsen absolut überzeugen. Mit "Schändung" ist ihm eine würdige Fortsetzung gelungen, auch wenn sie meiner Meinung nach nicht ganz an den Vorgänger heran reicht. Die Schuldfrage ist hier recht schnell geklärt, erfährt der Leser doch auch aus Sicht der Verdächtigen von den Ereignissen. Spannend ist jedoch, wie sich das Gesamtbild ergibt und die flüchtige Kimmie sich darin einfügt.
Überzeugen können hier auch die Figuren, wobei für meinen Geschmack etwas zu viel Augenmerk auf die "Bösen" gelenkt wird. Dadurch fällt "Schändung" teilweise auch sehr brutal aus, da nicht nur Tatorte beschrieben werden, sondern die Verbrechen an Mensch und Tier selbst.
Wer jedoch Thriller mag, in denen es ruhig etwas härter zugehen darf, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Fall für das Sonderdezernat Q.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 1. September 2010
Die Rorvig-Akte über einen Doppelmord landet auf Vizekommissar Carl Morks Schreibtisch. Das merkwürdige daran: Der Fall ist offensichtlich gelöst und der vermeintliche Mörder sitzt schon seit mehreren Jahren im Gefängnis. Was also soll das Sonderdezernat Q der dänischen Polizei damit, denn schließlich bearbeiten Carl Mork und sein Assistent Assad nur ungelöste Fälle? Als auf Nachfrage von Carl nicht geklärt werden kann, wer ihm die Akte auf den Schreibtisch gelegt hat, wird er neugierig und beginnt zusammen mit Assad mit den Ermittlungen. Tatkräftige Unterstützung erhalten sie von der neuen Kollegin Rose. Doch schnell müssen die Drei feststellen, dass ihre Ermittlungen in die höchsten Kreise der dänischen Gesellschaft führen und diese auf einmal massiv sabotiert werden. Doch gerade das spornt Carl und sein Team an, weitere Nachforschungen anzustellen. Doch dabei legen sie sich mit sehr mächtigen Gegnern an, die auch vor Mord nicht zurückschrecken.

Nach und nach lernt man in dem Thriller auch Kimmie Lassen kennen, die eine Schlüsselrolle inne hat. Sie gehörte damals zu einer Gruppe von Internatsschülern, die im Verdacht standen, den Doppelmord in 1980er Jahren begangen zu haben. Doch dank ihrer einflussreichen Eltern konnte dies nie bewiesen werden bis sich rund 10 Jahre später einer der Gruppe plötzlich der Polizei stellt und die beiden Morde gesteht. Seitdem sitzt er im Gefängnis, doch Carl und Assad kommen bei ihren Ermittlungen auch den anderen drei Männern immer näher und noch viel schlimmer: Alles deutet darauf hin, dass diese Gruppe außer dem Doppelmord noch unzählige Übergriffe und weitere Morde verübt haben. Doch diese drei Männer sind mittlerweile mächtige und sehr reiche Geschäftsleute und lassen so ihre Beziehungen spielen, um die Ermittlungen zu behindern. Doch auch Torsten, Ditlev und Ulrik stoßen dabei an ihre Grenzen, denn die einzige Frau der Gruppe, Kimmie Lassen, ist vor elf Jahren plötzlich abgetaucht und lebt seitdem auf der Straße. Sie könnte ihnen massiv schaden und so engagieren sie einen Privatdetektiv, um Kimmie aufzuspüren. Und auch Carl, Assad und Rose stellen bald fest, dass Kimmie eine wichtige Zeugin ist, die unbedingt gefunden werden muss.

In seinem zweiten Teil um den dänischen Vizepolizeikommissar Carl Mork und seinem Assistenten Assad thematisiert Jussi Adler-Olsen das Gefühl von grenzenloser Macht über andere wie auch die krankhafte Abhängigkeit zueinander. Eindringlich beschreibt er das menschenverachtende Verhalten der Gruppe, die sich ihren Kick holen, wenn sie andere Menschen quälen und foltern können. Und auch das schon an Größenwahn grenzendes Handeln von Ditlev, Ulrik und Torsten ist sehr nachvollziehbar umgesetzt. So gelingt es dem Autor wieder einmal, eine durchweg sehr beklemmende und äußerst fesselnde Stimmung aufzubauen. Zusätzlich schafft er es aber auch immer wieder sehr gut, diese Stimmung etwas aufzulockern, indem er seinen so unterschiedlichen Protagonisten witzige Dialoge in den Mund legt.

Die geschickt gelegten Wechsel bei den Erzählsträngen wie auch die komplex angelegte Story sorgen praktisch von der ersten Seite an für ein hohes Spannungspotential. Neben dem Erzählstrang von Kimmie verfolgt man natürlich die klassische und stellenweise auch recht unkonventionelle Ermittlungsarbeit des Sonderdezernats Q, wie auch den weiteren Handlungsstrang um Ulrik, Torsten und Ditlev. Und zusätzlich erfährt man wieder ein wenig mehr über das Privatleben von Carl Mork und lernt ihn so auch wieder ein wenig besser kennen.

Carl Morks Charakter ist immer noch genauso zynisch, sarkastisch und dickköpfig wie bereits im ersten Band und er verzweifelt auch nun wieder oft am gutmütigen, durch nichts zu erschütternden Charakter von Assad. Hinzu kommt jetzt auch noch die neue Kollegin Rose, die ziemlich burschikos ist und kein Blatt vor den Mund nimmt. So sind herrlich humoristische Wortwechsel vorprogrammiert, bei denen Carl mehr als einmal den Kürzeren gegenüber Rose und Assad zieht. Zudem sind auch alle weiteren Figuren facettenreich beschrieben und nicht nur Assad überrascht einen während des Thrillers mehr als einmal, sondern auch die anderen Figuren sind nicht vorhersehbar und überzeugend angelegt.

Fazit: Ein hervorragender, komplex angelegter und äußerst spannender Thriller mit einem Protagonisten, der durch seine Eigenarten einfach nur sehr sympathisch wirkt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. August 2012
*** Inhalt ***
Ein Leichenfund in einem Sommerhaus in Rørvig. Ein Geschwisterpaar ist brutal ermordet worden. Der Verdacht fällt auf eine Gruppe junger Schüler eines exklusiven Privatinternats, die für ihre Gewaltorgien bekannt sind. Erst Jahre nach dem Mord ist einer von ihnen geständig.
Zwanzig Jahre später. Als Carl Mørck vom Sonderdezernat Q für unaufgeklärte Fälle in Kopenhagen aus dem Urlaub zurück kommt, hält ihm sein Assistent Hafez el-Assad die alte Rørvig-Akte unter die Nase. Niemand weiß, warum sie wieder aufgetaucht ist. Der Fall war schließlich geklärt. Dennoch scheint jemand daran interessiert zu sein, die die Geschichte noch einmal aufzurollen. Als den Ermittlern von oberster Stelle weitere Nachforschungen strikt verboten werden, ist ihnen sofort klar, dass hier etwas zum Himmel stinkt. Die spuren führen hinauf bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft, in die Welt der Aktienhändler, Reeder und Schönheitschirurgen - und sie führen ganz weit nach unten, zu Kimmie, einer Obdachlosen: äußerlich hart wie Granit, doch mit einer blutenden Seele. Diese Frau scheint etwas zu wissen, das drei höchst einflussreichen Männern zum Verhängnis werden könnte. Die Treibjagd ist eröffnet ...

*** Meine Meinung ***
Tja, was soll ich dazu schreiben? Adler Olsens Beschreibungen der Gewalttätigkeiten sind mehr als heftig, ja, ich finde sie sogar verstörend. Wenn ich dachte, dass Mo Hayders Tokio" eklig und widerlich war, dann ist Schändung" definitiv die Krönung dieser Bezeichnungen.
Für mich ist es ein Unterschied, ob der Pathologe erzählt, was dem Opfer angetan wurde oder ob man live" dabei ist, wenn jemand mehr als verprügelt wird. Sorry, aber auch die sinnlose Gewalt Tieren gegenüber hat mich echt Seiten überblättern lassen, sonst hätte ich wahrscheinlich geko...
Bei den Charakteren konnte ich nicht wirklich jemanden finden, in den ich mich hineinfinden konnte, noch nicht mal der Ermittler kam mir sympathisch rüber. Sein Verhalten war teilweise nicht nachvollziehbar und auch die anderen Polizeibediensteten sind mehr als seltsam - ein Kuriositäten-Kabinett.
Ich hatte stellenweise das Gefühl, dass Adler Olsen ein krasser, verstörender Abklatsch von Larsson ist. Oder es liegt daran, dass ich sie nach einander gelesen habe, aber die Parallelen in Handlung und Gewalttätigkeiten finde ich schon auffällig.
Wenn ich mal die abartigen Stellen ausblende, muss ich schon sagen, dass die Spannung sich stetig, wenn auch langsam steigert. Das Ende ich wirklich ein Ende und ich muss im Anschluss mal wieder etwas nettere Lektüre als Thriller lesen.
Auch dieses Buch ist nichts für zartbesaitete Leser und selbst ich hatte komische Träume während der Lektüre. Es gibt 2 Sterne für das Buch, weil der Ansatz gut, die Schreibweise recht flüssig und die Spannung vorhanden ist.
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