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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sex, Drogen und Gewalt
Carl Mørck, Leiter des Sonderdezernats Q der Kopenhagener Kriminalpolizei zur Untersuchung alter unaufgeklärter Verbrechen, hat nach der Lösung des Rätsels um Merete Lynggaard seinen verdienten Urlaub erhalten. Nach seiner Rückkehr findet er einen von Akten überquellenden Schreibtisch vor. Assad, sein Helfer, wählt einen hellgrünen...
Veröffentlicht am 4. September 2012 von Mimir

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine Enttäuschung auf ganzer Linie
Dies ist nun der zweite Fall und da mir "Erbarmen" so gut gefallen hat, freute ich mich sehr darauf. Leider muss ich sagen, dass mir dieser Teil nicht so gut gefallen hat, wie sein Vorgänger. Ich kam stellenweise nicht mit, denn es tauchen einfach zuviele Namen auf, dass man die Leute nicht mehr auseinanderhalten konnte und so die Geschichte langsam vorantrieb und...
Vor 14 Monaten von Bücherleben - Bücherfreude veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sex, Drogen und Gewalt, 4. September 2012
Von 
Mimir - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Carl Mørck, Leiter des Sonderdezernats Q der Kopenhagener Kriminalpolizei zur Untersuchung alter unaufgeklärter Verbrechen, hat nach der Lösung des Rätsels um Merete Lynggaard seinen verdienten Urlaub erhalten. Nach seiner Rückkehr findet er einen von Akten überquellenden Schreibtisch vor. Assad, sein Helfer, wählt einen hellgrünen Aktenordner mit einem Mordfall aus dem Jahre 1987. Ein geständiger Täter sitzt hinter Gittern, doch Carl stößt auf Ungereimtheiten und widmet sich eher widerwillig dem Fall.

Wie im ersten Band Erbarmen wechselt Adler-Olsen in seinem Roman beständig die Perspektiven und Zeiten. Und erneut deckt der Autor früh viele Zusammenhänge auf, ohne dadurch dem Werk die Spannung zu nehmen. Je weiter man in der Lektüre vorankommt, desto bedrückender, desto erschreckender werden die Erkenntnisse, Einsichten, die dargelegten Wirklichkeiten.

Die Reichen, Erfolgreichen, Einflussreichen lieben die Jagd. Sie jagen, um zu töten. »Sie verdienten Millionen, aber das Töten war es, was sie brauchten, um sich lebendig zu fühlen«. Adler-Olsen blickt in eine brutale Welt, die bestürzend an den mehrmals im Buch erwähnten Film Clockwork Orange von Stanley Kubrick erinnert. Hier wie dort geht es um Menschen, deren Leben sich um sinnlose Gewalt, Vergewaltigungen, Drogen und Überfälle dreht. Um in der Gesellschaft inzwischen einflussreiche und angesehene Menschen, die kein Mitgefühl mehr haben oder zeigen, deren Gefühlskälte sie aber erfolgreich macht. Personen, die ihre Egoismen rücksichtslos ausleben, die ihre eigenen Interessen skrupellos gegen alle anderen, gegen die Gemeinschaft durchsetzen. Dagegen kontrastieren Bilder von der anderen, gern verdrängten Seite unserer Sozialstruktur, die die Armut und Hoffnungslosigkeit widerspiegeln. Kimmie, eine zentrale Figur in diesem verrückten Spiel, pendelt zwischen den Welten, den Extremen. Sie erinnert in ihrer Persönlichkeit ein wenig an Lisbeth Salander aus der Millennium Trilogie: Verblendung - Verdammnis - Vergebung von Stieg Larson.

Beschreibt hier Jussi Adler-Olsen ein schockierendes, unrealistisches Gesellschaftsbild? Reflektiert er die Wiederkehr des Bösen in unsere vordergründig zivilisierten Demokratien? Ich bin gespannt auf die nächste, dritte Herausforderung für Carl Mørck: Erlösung, auch wenn mir das Ende des zweiten Falles ein wenig zu plakativ, zu drastisch erschien. Aber der Kloß im Hals war wieder da.
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jagdgebiete, 6. Januar 2011
Von 
"Schändung" ist nach "Erbarmen" der zweite Band aus der Reihe rund um Carl Mörck und sein Sonderdezernat Q des dänischen Autoren Jussi Adler-Olsen.

Nach erfolgreichem Abschluss des ersten Falles für das Sonderdezernat Q ist der Fortbestand gesichert. Gemeinsam mit seinem Assistenten Assad soll Carl auch weiterhin an alten und nicht aufgeklärten Fällen arbeiten. Zur Unterstützung wird ihnen noch die Sekretärin Rose zugewiesen, die ein recht loses Mundwerk hat und ihre frühere Stelle nicht ganz freiwillig aufgegeben hat.
Eigentlich hat die Akte auf Carls Schreibtisch nichts zu suchen, denn im Fall von zwei ermordeten Jugendlichen sitzt schon seit langem ein verurteilter Mörder im Gefängnis, der sich zu den Taten bekannt hat. Doch anscheinend möchte jemand den Fall neu aufgerollt sehen und auch Carl und Assad kommen schnell Zweifel, ob da wirklich die richtige Person im Gefängnis sitzt. Bald ist klar, wer hier noch als Verdächtiger in Frage kommt, aber die Namen sorgen für einige Brisanz. Die Ermittlungen werden von höchster Stelle blockiert, doch so schnell geben Carl und sein Team nicht auf ...

Schon mit "Erbarmen" konnte mich Jussi Adler-Olsen absolut überzeugen. Mit "Schändung" ist ihm eine würdige Fortsetzung gelungen, auch wenn sie meiner Meinung nach nicht ganz an den Vorgänger heran reicht. Die Schuldfrage ist hier recht schnell geklärt, erfährt der Leser doch auch aus Sicht der Verdächtigen von den Ereignissen. Spannend ist jedoch, wie sich das Gesamtbild ergibt und die flüchtige Kimmie sich darin einfügt.
Überzeugen können hier auch die Figuren, wobei für meinen Geschmack etwas zu viel Augenmerk auf die "Bösen" gelenkt wird. Dadurch fällt "Schändung" teilweise auch sehr brutal aus, da nicht nur Tatorte beschrieben werden, sondern die Verbrechen an Mensch und Tier selbst.
Wer jedoch Thriller mag, in denen es ruhig etwas härter zugehen darf, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Fall für das Sonderdezernat Q.
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150 von 181 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Fortsetzung, 18. August 2010
Von 
JoKo - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit seinem zweiten Buch "Schändung"hat sich der Autor Jussi Adler Olsen meiner Meinung nach noch einmal enorm gesteigert,sowohl was die Spannung der Geschichte angeht,alsauch bei der Beschreibung des ermittelndes Trios. Denn Carl Morck und Assad werden in diesem Fall noch von der frisch zum Team gestoßenen Sekretärin Rose unterstützt, einer sehr eigenwiligen Person, die Morck lieber heute als morgen wieder loswerden möchte. Doch bei den Ermittlungen zu ihrem neuen Fall, stellt sie sich als starke Stützte des Teams heraus.

Assad findet auf seinem Schreibtisch die Akte eines zwanzig Jahre zurückliegenden Falles, der eigentlich als abgeschlossen gilt.Doch irgend jemand scheint ein Interesse daran zu haben, dass dieser Fall noch einmal aufgegriffen wird. Trotz Intervention von höchster Stelle, ermittelt der eigenwillige Morck weiter, für den verbotene Ermittlungen erst recht den gewissen Reiz ausmachen.

Ein totes Geschwisterpaar, dass auf brutalste Art und Weise umgebracht wurde, stellt sich nur als Anfang einer Mordserie heraus, die vor zwanzig Jahren verübt wurde.Bei den Ermittlungen stoßen Morck und Assad immer wieder auf sechs junge Leute, die sich aus einem Eliteinternat kannten.Alles junge Leute aus wohlhabenden Elternhäusern, in denen neben Geld auch Gefühle nie eine Rolle spielten. Die gefühlskalten Eltern erzogen ihre Kinder zu mitleidlosen, machtgierigen Geschöpfen, die ihren Kick nur in der Erniedrigung ihnen Untergebener finden. Doch diesen Leuten, die mittlerweile hoch angesehene Geschäftsleute und Stützen der Gesellschaft sind etwas nachzuweisen,erweist sich als sehr schwierig.Doch die Gemeinschaft von damals, die sich ewige Treue und Zusammenhalt schwor,zeigt erste Risse. Eins ihrer Mitglieder hat sich abgesetzt und sinnt auf Rache. Was ist passiert?

Von Anfang an spannend und gut konstruiert zeigt sich der neue "Adler Olsen". Die Charaktere werden wunderbar beschrieben und der Fall jagt dem Leser so manchen Schauer über den Rücken. Am Ende kommt es zu einem regelrechten Show down, der ein unerwartetes Ende nimmt.

Herausragend sind auch die immer wieder eingestreuten ironischen Kommentare und Gedankengänge des ermittelden Kommissars, die mich so manches Mal laut auflachen ließen.

Alles in allem ein fantastisches Buch, dem hoffentlich noch viele folgen werden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Clockwork Orange, 26. Januar 2012
Von 
Dr. Peter Joham "pjoham" (Klagenfurt, Kärnten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Sechs Mitglieder hatte die seinerzeitige bösartige Internatsclique mit ihrem Credo "Clockwork Orange, darunter als einziges Mädel die begabte Kimmie. Heute sind sie fast alle erfolgreiche Geschäftsleute und Stützen der Gesellschaft, jedenfalls drei von ihnen, der vierte (und schlimmste)fiel einem mysteriösen Jagdunfall zum Opfer. Kimmie allerdings treibt sich seit Jahren als Obdachlose im Untergrund Kopenhagens umher. Der sechste Mann sitzt als Einzeltäter in Strafhaft wegen eines von ihm gestandenen Doppelmordes. Die Tatbeteiligung der Clique stand stets im Raum. Als die Akte 20 Jahre später auf Carls Schreibtisch im Sonderdezernat Q landet, nimmt er gemeinsam mit Assad und der umtriebigen neuen Mitarbeiterin Rose die Ermittlungen auf, die alsbald von höchster Stelle torpediert werden. Als Carl hinter die Fassade der Schönen und Reichen zu blicken beginnt, tut sich ihm viel Böses und Gemeines auf. Zur selben Zeit beginnt Kimmie ihren Rachefeldzug zur Begleichung alter Rechnungen. Das arrivierte Bürgertum hat Anlass zu ihrer raschen Entsorgung.
Der an sich recht bequeme Herr Carl und der quirlige Syrer Assad ermitteln recht erfolgreich und auch witzig mit Unterstützung der der kongenialen Rose. Die nicht eben fröhliche Geschichte Kimmies kontrastiert als Parallelhandlung die Erhebungen des Sonderdezernates für kalte Fälle. Das Strickmuster der Doppelerzählung hält der Autor - nicht immer wirklich schlüssig, aber immerhin nachvollziehbar - wieder ein und erzeugt recht ordentliche Spannung. Ideen- und Variantenreichtum in akzeptabler, wenn auch verbesserbarer, Übersetzung tun das Übrige, den Thriller deutlich aus dem Mittelmaß hervorzuheben. Zum Schluss der erwartete gnadenlose Showdown. Klassisch gestrickt, aber gut.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine Enttäuschung auf ganzer Linie, 12. Oktober 2013
Dies ist nun der zweite Fall und da mir "Erbarmen" so gut gefallen hat, freute ich mich sehr darauf. Leider muss ich sagen, dass mir dieser Teil nicht so gut gefallen hat, wie sein Vorgänger. Ich kam stellenweise nicht mit, denn es tauchen einfach zuviele Namen auf, dass man die Leute nicht mehr auseinanderhalten konnte und so die Geschichte langsam vorantrieb und den Lesefluss störte. Zudem muss ich sagen, dass es eher zäh als spannend war, klar man weiß wer die Mörder sind, dass ist ja schon vom Klappentext her bekannt, aber dies war es auch im ersten Band und dennoch war dieser spannend und unterhaltend, doch hier fehlte dies eben und ich habe fast 1 Woche für dieses Buch gebraucht und ich denke, wenn es ein Einzelbuch gewesen wäre, hätte ich es abgebrochen. Das einzige positive sind mal wieder das Ermittlungsteam und dessen Humor und Sarkasmus, sie machten das Buch erträglich, aber von einem Thriller ist das Buch leider weit entfernt.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sadismus aus dem Internat, 11. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schändung: Thriller (Kindle Edition)
Auch im zweiten Fall um Carl Morck und das von ihm geleitete Sonderdezernat Q der Kopenhagener Polizei geht es um einen alten Fall. Vor 20 Jahren wurden ein 18-jähriger Junge und seine ein Jahr jüngere Schwester brutal ermordet. Zwar sitzt der geständige Mörder, der sich nach Jahren gestellt hat, inzwischen im Gefängnis. Carl Morck nimmt jedoch die Ermittlungen auf, da er den Verdacht hegt, dass der Täter verurteilte Täter nicht alleine agierte und noch viel mehr sehr grausame Verbrechen begangen wurden, die bislang ungeklärt geblieben sind. Verdächtig erscheinen fünf ehemalige männliche Internatsschüler (einer von ihnen ist derjenige, der sich gestellt und die Schuld auf sich genommen hat) und ihre weibliche Kommilitonin Kimmie, die fast alle aus steinreichen Elternhäusern stammen.

Während die Männer alle zu Geld und Einfluss gekommen sind, ist Kimmie vor Jahren abgetaucht und lebt seither auf der Straße. Es ist ihre Figur, die dem Krimi eine besondere Note verleiht. Sie ist zwar auf der einen Seite sehr grausam, auf der anderen Seite weckt sie beim Lesen aufgrund der Grausamkeiten, die sie selbst in der Vergangenheit erleiden musste, auch viel Mitgefühl.

Der Krimi wird mit vielen Rückblenden aus der Vergangenheit erzählt. Der eigenbrötlerische Ermittler Carl Morck tut sich gewohnt schwer, Gefühle zu zeigen und präsentiert sich seinem Umfeld gegenüber meist recht abweisend. Hinter der harten Schale steckt aber ein sehr sympathischer, mit viel Humor ausgestatteter Polizist, der zu seinen Überzeugungen steht. So ermittelt er in dem Fall weiter, obwohl er von der Justizministerin die Weisung erhält, die Ermittlungen einzustellen, da der vermeintliche Einzeltäter bereits im Gefängnis sitzt.

Für den Schluss hat sich Adler-Olsen einen mehr als spannenden Showdown einfallen lassen, in dem Carl Morck und sein syrischer Assistent Assad Kopf und Kragen riskieren. Die Story ist sehr raffiniert, oft auch voller Sadismus und Grausamkeit. "Schändung" liest sich unglaublich spannend und wegen der interessanten Figur von Kimmie und dem schrulligen Ermittler Carl Morck vergebe ich gerne fünf Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schändung, 4. November 2014
Carl Mørck, Leiter des Sonderdezernats Q der Kopenhagener Kriminalpolizei zur Aufklärung alter unaufgeklärter Verbrechen, kommt aus dem Urlaub und wird mit einem 20 Jahre alten Fall konfrontiert. Da der Fall aufgeklärt ist, weiß Carl nicht, warum sie bei ihm liegt.
Vor 20 Jahren ist ein Geschwisterpaar in dem Sommerhaus in Rørvig brutal ermordet worden. In Verdacht stand eine Gruppe gewaltbereite Jugendliche, die dort in der Nähe auf dem exklusiven Privatinternat zur Schule gehen. Einer von ihnen gesteht und ist seitdem im Gefängnis. Heute sind die Verdächtigen erfolgreiche Geschäftsleute und gehören zur Spitze der Gesellschaft, alle außer Kimmie. Das einzige Mädchen ist seit Jahren untergetaucht und lebt zwischen Obdachlosen.
Carl wird neugierig und fängt mit Assad an zu recherchieren, unterstützt werden beiden seit neuestem von der Sekretärin Rose. Dann wird ihnen von höherer Stelle untersagt, in diesem Fall weiter zu ermitteln.
Je mehr Steine den dreien in den Weg gelegt werden, desto verbissener wollen sie die wahren Täter überführen.

In "Schändung" lässt der Autor Jussi Adler-Olsen seinen Protagonisten Carl Mørck den zweiten Fall lösen, der diesmal sehr brutal und beklemmend ist.
Durch verschiedene Rückblenden weiß der Leser ziemlich schnell, wer der Täter ist. Das steigert die Spannung, denn so kann ich bei den Ermittlungen genau sehen, ob das Ermittlerteam auf dem richtigen Weg ist.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Kapitel sind nicht zu lang, mich hat der zweite Fall mehr gefesselt als der erste und ich bin froh, dass ich ihn gelesen habe.
Die Protagonisten entwickeln sich im Laufe des Buches, die Teamarbeit der drei aus dem Sonderdezernat Q finde ich besonders gut ausgearbeitet, Rose unterstützt das Team tatkräftig.
Beklemmend finde ich die Gewaltbereitschaft der Clique, diese Jugendlichen sind zwar reich und verwöhnt, aber dennoch lieblos aufgewachsen. Langeweile und Macht treiben sie zu grausamen Spielchen.
Zum Ende hin wird der Spannungsbogen nochmal kräftig angezogen.
Nun hat der Autor mich gepackt, ich werde die nächsten Bücher auch noch lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend und gut durchdacht, 17. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Schändung: Thriller (Kindle Edition)
Carl Mørck, Leiter des Sonderdezernats Q der Kopenhagener Kriminalpolizei zur Aufklärung alter unaufgeklärter Verbrechen, findet eine zwanzig Jahre alte Ermittlungsakte auf seinem Schreibtisch. Wer sie ihm da hingelegt hat, ist nicht mehr nachzuvollziehen, und was er mit ihr soll, weiß Mørck zunächst auch nicht, denn der darin behandelte Mordfall an einem Geschwisterpaar scheint aufgeklärt: Jemand hat vor Jahren die Tat gestanden und ist seitdem im Gefängnis. Und doch wird Mørck neugierig, befasst sich mit der Akte und stößt bald auf Ungereimtheiten, die darauf schließen lassen, dass der falsche Täter hinter Gittern sitzt, oder zumindest nicht der einzige.

Der Autor:
Jussi Adler-Olsen wurde am 2. August 1950 unter dem bürgerlichen Namen Carl Valdemar Jussi Henry Adler-Olsen in Kopenhagen geboren. Er studierte Medizin, Soziologie, Politische Geschichte und Film und arbeitete anschließend in den verschiedensten Berufen. 1995 begann er mit dem Schreiben und landete bereits mit seinen ersten Büchern unter anderem in Schweden, Spanien und Südamerika auf den Bestsellerlisten, mit der Serie um das Sonderdezernat Q erlangte er seinen internationalen Durchbruch. Seine Bücher wurden in über 20 Länder verkauft.
In Deutschland kam Jussi Adler-Olsen mit dem ersten Fall für Carl Mørck, >Erbarmen< wie ein Orkan über Deutschland. Ebenso wie, Schändung', der zweite Fall des Sonderdezernats Q, hält er sich seit Monaten auf den obersten Plätzen der Bestseller-Listen. Der dritte Fall >Flaskepost fra P< erscheint unter dem deutschen Titel >Erlösung< im Sommer 2011. Voraussichtlich Ende 2011 beginnen die Dreharbeiten zu der Carl-Mørck-Serie - eine europäische Co-Produktion (Zentropa und ZDF).
Jussi Adler-Olsen hat zahlreiche nationale und internationale Krimipreise erhalten, er wurde u. a. ausgezeichnet mit dem Harald-Mogensen-Krimipreis 2009 für >Erlösung<, dem Reader's Bookprize 2010, einem der bedeutendsten Literaturpreise Dänemarks, dem Glass Key Award 2010 - dem bedeutendsten Krimipreis Skandinaviens. Das internationale Literaturmagazin Buchkultur wählte >Erbarmen< auf Platz 2 der besten Kriminalromane des Jahres 2010 aus aller Welt.

Meine Meinung:
Ein spannender Thriller der mich auch diesmal wieder voll und ganz überzeugen konnte. Ich fand den zweiten Teil sogar noch ein bisschen besser als den Ersten. Die Personen sind auch wieder schön dargestellt und wer den ersten Teil gelesen hat kennt auch einige angesprochene Hintergründe. Jedoch finde ich, dass man die Teile auch durchaus unabhängig von einander lesen könnte. Mir gefällt der Schreibstil sehr. Er ist flüssig und die Kapitel sind nicht zu lang. Das ergibt einen schönen Lesefluss. Der Autor hält sich nicht so sehr mit Beschreibungen der Umgebung auf was ich persönlich sehr angenehm finde. Das ganze Augenmerk liegt auf der Geschichte und diese ist wieder so verzwickt und gut durchdacht auch wenn es diesmal ein ganz anderer Aufbau ist als wie man es sonst von Thrillern kennt. Das Buch hat mir sehr gefallen und ich werde auch den drittel Teil wieder lesen weil ich einfach wissen möchte wie es mit den Personen weitergeht. Ich kann den Autor und seine Bücher nur Empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Danish Psychos, 20. Mai 2014
Von allen fünf bisher erschienenen Sonderdezernat Q-Thrillern, fand ich diesen am schwächsten. Der verquickung von Sex und Gewalt ist verstörend, aber nicht im guten Sinne. Die sechs Täter-Charaktere sind einfach nur zu gefühlslosen Soziopathen überstilisiert, an denen nichts menschliches mehr haftet. Langweiliges schwarz-weiß Denken. Einzig die weibliche Täteterin Kimmie wird etwas facettenreicher dargestellt und macht im Verlauf sogar eine persönliche Entwicklung durch. Allerdings bleibt auch sie heillos überzeichnet. Dazu kommen platte Klischees über die High Society einer Gesellschaft, aus der sich die Mörderin und die Mörder rekrutieren. Reiche, kalte Schnösel im Drogenrausch, die schon als Jugendliche Angst und Schrecken verbreitet und ihre Macht ausgenutzt haben, um nicht erwischt zu werden. Kenn man aus wahnsinnig vielen amerikanischen Filmen, allen voran "American Psycho". Nur sind sie jetzt zu sechst, was Adler-Olsen ermöglicht, noch ein wenig Gruppendynamik in die Küchenpsychologie zu rühren.

Was das Sonderdezernat Q angeht, ist Assad für mich immer mehr der "breakout character" der Serie. Während Kommissarr Carl Mørck nur durch aus dem Nichts kommende Geistesblitze positiv auffällt (und zack - löst er das Rätsel um das Trivial Persuit-Spiel und paff - findet er die Metallkiste) und ansonsten nur Interesse an Frauen, aber nicht an seiner Arbeit hegt, treibt Assad den Plot eigentlich voran. Er hat von Anfang an die richtigen Riecher, macht die ganze Arbeit und ist der treibende Charakter, der ab diesem Band noch die neue Mitarbeiterin Rose zur Seite gestellt wird. Letztere darf ihr Talent in Sachen Polizeiarbeit aber erst in den nächsten Bänden beweisen, hier darf sie bislang nur zeigen, dass sie fleißig ist. Nur Assads Kamel-Sprüche gehen mir auf die Nerven (Kann mir jemand erklären, was Adler-Olsen sich dabei gedacht hat? Gibt es da wirklich eine kulturelle Grundlage oder ist das einfach nur rassistisch?).

Die Handlung ist wahnsinnig schleppend. Lauter nutzlose Rückblenden, die den Tathergang für den Leser bis ins noch so brutale Detail auffächern, ohne wirklich was zum Verständnis hinzuzufügen. Dazwischen lauter Befragungen irgendwelcher Zeugen und Verdächtiger, die ebenfalls nur die Brutalität der Täter hervorkehren sollen, aber kaum etwas zur Aufklärung der Taten beitragen. Und nun muss ich vollständigkeitshalber noch einen Spoiler anbringen (der gegen Ende ALLE Bände betrifft):

****ACHTUNG SPOILER****

Das Sonderdezernat Q schafft es mal wieder nicht aus eigener Kraft, den Fall aufzuklären. Wie schon in anderen Fällen, wird massiv Hilfe von außen benötigt und letztendlich hätten sie das Rätsel vermutlich nie gelöst, wenn der Täterin Kimmie nicht gegen Ende alles egal gewesen und ihnen dadurch ihr Tagebuch in die Hände gefallen wäre. Als Leser weiß man sowieso schon die ganze Zeit, was passiert ist, das einzig spannende wäre also gewesen, zu erfahren, wie die Ermittler die Täter festnageln können - was nicht passiert. Ich finde es ja schön, wenn Helden nicht allmächtig sind, sondern auch mal Schwäche zeigen können, hier kippt das aber ins gegenteilige Extrem. Und noch etwas stört mich an der ganzen Krimi-Reihe: Irre ich mich oder ist es in allen fünf Bänden nicht ein einziges Mal geglückt, die Täter lebend zu fassen? Manchem Leser gibt das vielleicht Befriedigung, aber ich sehe darin nur eine einzige Enttäuschung. Nie hat man die Befriedigung, dass die Täter sich ihrer Strafe stellen müssen, immer veziehen sie sich ins Jenseits...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchaus unterhaltsam, aber nur leidlich spannend, 22. Juli 2012
Vorweg: Eigentlich mag ich die Schreibe von JAO, denn ich unterhalte mich beim Lesen seiner Bücher über weite Strecken durchaus, aber für das Genre "Krimi" oder gar "Thriller" fehlt es den Sonderdezernat-Q-Romanen nach meinem Dafürhalten eindeutig an Spannung.

Mal werden die Täter gleich zu Beginn präsentiert, dann wieder wird man mit lähmendlangweiligen Passagen über irgendwelche dänischen Verwaltungsreformen und deren Folgen aus dem Plot katapultiert. Vor allem gewinnt man bei der Lektüre der Mørck-Reihe den Eindruck, dass das Leben unserer nördlichsten Nachbarn in großen Teilen in einem Jammertal aus Irrsinn, Dekadenz und Teilnahmslosigkeit stattfindet. Ja, es scheint, als breite sich die schwedische "Krimi-Depression" allmählich nach Süden aus ...

Da sieht man fast darüber hinweg, dass der (natürlich) durch einen Einsatz traumatisierte und mit Schuldgefühlen beladene Protagonist (natürlich) in Trennung von seiner über die Maßen nervigen Ehefrau lebt und (natürlich) einen pubertierenden Sohn hat, der ihn mit Ignoranz straft. Oder dass niemand aus seinem Team (vom charmanten, wenngleich undurchsichtigen Assad vielleicht abgesehen), ja, niemand im ganzen Haus, auch nur ansatzweise mit dem nötigen Engagement an die Aufklärung der jeweiligen Verbrechen herangeht. Alle sind irgendwie überarbeitet, genervt, unwillig. "Polizeiarbeit als lästige Notwendigkeit" reloaded. Dazu gesellen sich allzu oft die gleichen lahmen running gags, Posen und Dialoge. Und so ist bezeichnenderweise wiederum die Figur des Assad bzw. dessen ungeklärter Background noch das Spannendste an den Romanen.

Leider ist das für einen packenden Krimi alles ein bisschen wenig, für eine Romanreihe mit sozialkritischen Anklägen ist das Ganze jedoch durchaus unterhaltsam aufbereitet. Daher drei Sterne.
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Schändung: Thriller
Schändung: Thriller von Jussi Adler-Olsen
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