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Mit diesem Werk ist Stefan Zweig eine umfassende Darstellung des menschlichen Verhaltens, unter Beeinflussung von Angst, gelungen. Bereits nach dem Lesen weniger Seiten befindet man sich in einer Geschichte, die wie aus dem Leben gegriffen zu sein scheint. Zweig ist ein großartiger Erzähler, wenn es darum geht Charakteren Leben einzuhauchen und ihre Reaktionen dermaßen menschlich zu gestalten, dass man nur sagen kann: „Ich hätte es auch so gemacht" oder „so was ist mir auch schon passiert".
Die Angst ist etwas das uns zu enormen Leistungen antreibt, was wir aber gleichzeitig fürchten, weil sie uns vollkommen zu blockieren und verändern vermag. Sich von ihr zu lösen ist ebenso nicht leicht, weil sie sich wie ein Chamäleon zu tarnen vermag.
Angst handelt von Frau Irene, die sich durch eine scheinbar unauffällige Affäre in die Fänge ihrer eigenen Angst begibt. Zunächst kratzt nichts an der makellosen Fassade ihres Leben, bis sie einer Frau begegnet die sie zu erkennen und durchschauen scheint. Den Vorwürfen und Drohungen dieser Frau zu entgehen versuchend gibt sie nach und versucht sie mit Geld zum Schweigen zu verpflichten. Ihre eigene Angst und das andauernde Drängen der Frau treiben sie tiefer und tiefer in die Verzweiflung.
In der Kürze liegt die Würze dieses menschlich begreiflichen Romans.
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Dieser Roman von Stefan Zweig, 1913 geschrieben, war schon zu Lebzeiten des Schriftstellers ein Klassiker und ist es bis heute geblieben. Man kann sich die beschriebenen Personen sehr eindringlich vorstellen, diese Damen mit ihren Sonnenschirmen und diese Herren mit Ihren Zylinderhüten, die in der Kostümierung des beginnenden 20. Jahrhunderts durch die Strassen wandelten, ohne Autoabgase, ohne Hektik. Die Ambiente ist gelungen, greifbar existent und Zweig beschreibt sie meisterhaft!

Die Handlung ist leider klassisch: eine Ehefrau, ein Ehemann, zwei Kinder und eine große Langweile, die diese Familie spürbar umgibt. Der Ehemann, ein Untersuchungsrichter, gibt sich ganz seiner Arbeit hin, die Kinder, nicht besonders schwierig, aber mit dem eindringlichen Potential schwierig werden zu können und diese Konstellation führt uns ganz natürlich zum Ehebruch, der zerstörerisch auf unsere Hauptpersonen einzuwirken beginnt.

Doch wo der Virtuose Zweig sein ganzes Talent entfaltet, ist die unnachahmliche Art, uns das langsame Abrutschen der Frau in die Hölle der Erpressung zu präsentieren, diese permanente "Angst", nachdem sie ein leichtes Mädchen aus der Haustüre ihres Liebhabers gehen hat sehen. Die Ehefrau versucht ihre Ehe mit Golddoublonen, Talern und Schillingen zu retten und das Schweigen zu erkaufen.

Über dem allem steht das Unverständnis des liebenden Ehemannes, der sieht, wie seine Frau Alpträume aussteht, plötzlich die Kinder und das Hauspersonal anschreit, meist ohne Grund, bei jedem Klingeln an der Haustüre zusammenzuckt...

Und der Ehemann ist nicht unintelligent, ja manchmal sogar fast hellsehend: " wir haben einen Dieb für einen Betrug verurteilt, den er drei Jahre zuvor begangen hatte; für ihn war das eine große Ungerechtigkeit, denn nach drei Jahren war dieses Verbrechen für ihn nicht mehr existent, es war nicht mehr er, der es begangen hatte! Wir bestraften einen anderen Mann, und wir bestraften ihn zweimal, denn er hatte schon drei Jahre im Gefängnis seiner eigenen Angst geschmort, immer in der Angst, daß seine Schuld aufgedeckt werden würde." Und andere Sätze dieser Art sind immer wieder vor seiner Frau wiederholt, um die Wahrheit aufdecken zu können.

Und immer wieder diese Erpressung... Und immer wieder diese hochkommende, würgende Angst, die sich steigert und steigert... Und immer wieder die Frage, "wird sie reden oder nicht?" Wie zum Teufel wird das ausgehen?

Eben dieser Ausgang ist einfach grandios!
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am 26. Juli 2000
Der Handlungsablauf von Zweigs Novelle ist denkbar simpel, und doch vermag es der Autor seine Leser von Anfang an das Buch zu fesseln, sie durch seine einmalige Suggestivkraft die seelischen Qualen der Protagonistin hautnah miterleben zu lassen. Als wohlhabende Ehefrau eines renommierten Anwalts und Mutter von zwei wunderbaren Kinder führt Irene ein beinahe beneidenswertes Leben. Von der Monotonie ihres Alltags gelangweilt, flüchtet sie in ein bedeutungsloses Liebesabenteuer, das jedoch schon bald Ihr ganzes Dasein radikal verändern soll. Eine geheime Mitwisserin versucht Irene mit der folgenschweren Entdeckung zu erpressen, was Ihr auf erfolgreichste Weise gelingt. Kurz: Die anfangs sorglose Hauptfigur wandelt sich innerhalb kürzester Zeit in ein seelisches Wrack, für das jeder Tag, jede Nacht und vor allem jeder Blick ihres Umfeldes zur Marter wird. Mit jedem Satz demonstriert Zweig wie sehr die Angst vor Entdeckung auf seiner Protagonistin lastet, in welchem Maße sie deren gesamte Existenz zu bestimmen beginnt. Ich selbst habe dieses Buch gelesen als stünde ich mitten im Geschehen; mit feuchten Händen und klopfendem Herzen. Immer gespannt auf das dramatische Ende, das von der ersten Seite an unweigerlich zu erwarten war.
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am 2. November 2004
eine kurze, sehr intensive novelle, welche uns stefan zweig beschert. die geschichte ist inhaltlich kurz erzählt: es geht um eine frau, welche ihren mann betrügt und damit erpresst wird, dass ihre untreue ihrem mann offenbart würde. die aufkommende angst der frau, die beklemmende wirkung der erpressung und die zunehmende fragilität des lügenkonstruktes werden sehr detailliert beschrieben und man kann sich als leser/in diesem verhängnisvollen zyklus aus lüge und angst nicht entziehen und ertappt sich selbst dabei zu fragen, wie man denn sich selbst in einer solchen situation verhalten würde, um der scham der entdeckten lüge zu entkommen oder eben nicht.
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am 8. Oktober 2013
Spannendes Buch mit vollkommen überraschendem Ende. Gut geschrien. Die Spannung wird immer weiter aufgebaut und das Ende hat es wirklich in sich. Nicht schlecht. Ein Meisterwerk.
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am 30. Mai 2010
Ein Klassiker der österreichischen Literatur! Erstmalig in der 5. Klasse Gymnasium gelesen, alle paar Jahre wieder zu dieser Novelle gegriffen, welche zeitlos ist! Spannend in einem Zug durchzulesen, tolle Tiefenpsychologie, die man in alle Facetten interpretieren kann. Stefan Zweig ist einer der ganz großen Literaten, nicht nur wegen der Schachnovelle wegen! Pflichtlektüre für jeden Gymnasiasten und jür jeden, dem Allgemeinbildung viel bedeutet! Sprache, Spannung, Psychologie, S. Freud, Wiener Kreis um 1900!
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TOP 1000 REZENSENTam 15. Januar 2015
Eine kürzere Erzählung, die so rasant beginnt, wie es die Erzählform gebietet: nach wenigen Zeilen ist der Text beim Thema, der nach innen empfundenen und nach außen drängenden Angst der in ihrer Untreue ertappten und dafür erpressten Frau. Das wird alles in angemessener Sprache, äußerst gut nachvollziehbar entwickelt; die Seelennöte der Frau, die dem Abenteuer des Ehebruchs, in den sie mehr oder weniger hineinstolperte, ebenso wenig gewachsen ist, wie der daraus folgenden Erpressungsszenerie. Hier zeigt sich das erzählerische Vermögen von Stefan Zweig, und vor allem sein psychologisches Einfühlungsvermögen. Es gibt allerdings auch einen erzählerischen Bruch, der in der Konstruktion der Geschichte von Anfang an angelegt war.

Am Ende nämlich reißt der Ehemann wie ein deus ex machina den Vorhang auf, und es zeigen sich tatsächlich zwei Handlungsstränge, die sich bereits von Anfang an umeinander wanden, von denen allerdings einer obskur geblieben war. In seiner Überzeugungskraft bleibt er weit hinter der Schilderung der Not der Frau zurück. Der Handlungsstrang des Ehemanns wirkt künstlich und arg lebensfern konstruiert. Ist es nachvollziehbar, dass ein zwar gestrenger, aber liebender Ehemann die Angst und die Schuldgefühle seiner Frau durch den Anschein einer Erpressung bis an den Rand der persönlichen Vernichtung steigert? Er musste doch sehen, welchen Preis sie zahlt! Die einfühlsam und ergreifend beschriebene tiefe seelische Not der Frau hätte wohl eine würdigere Auflösung verdient gehabt als einen Mummenschanz. Es hat den Anschein, als habe das Interesse an psychologisch fundierter Zeichnung der Heldin die sorgfältige Arbeit am Tragwerk der Erzählung an den Rand gedrückt.

Nicht ganz klar ist auch, welche Perspektive sich für die Heldin nach überstandenen Qualen nun eigentlich auftut. Ist es wirklich nichts anderes als das Wiedereintauchen in genau die gesellschaftlichen Verhältnisse, die das so gründlich fehlgeschlagene Abenteuer mit provozierten? Wenn der Gewinn, den die Frau aus dieser Episode davonträgt, letztlich nur darin besteht, die Attribute ihrer wohlversorgten, aber auch anaeroben Verhältnisse besser wertschätzen zu können, dann hat die Erzählung allerdings auch einen reaktionären Zug.

Und noch eines: vermutlich wären sie in einem sprachlich insgesamt schwächeren Werk gar nicht so aufgefallen, die wenigen, aber verdrießlichen Stilblüten. Aber wie, um alles in der Welt, stellt man sich einen "weißen Schatten" (abseits einer ganz bestimmten physikalischen Versuchsanordnung, an die Zweig bestimmt nicht dachte) vor?
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am 29. Juli 2001
Stefan Zweigs Novelle ist vor allem eins - eine psychologische Beschreibung des Angstgefühls (eine Frau, die Ehebruch begeht, wird erpreßt und verfällt, unfähig die Affäre ihrem Mann zu beichten, zunehmend in panische Angst), und man kann nicht klagen, das ist nicht schlecht gemacht, die Handlung ist spannend (die Schlußpointe ist verblüffend und nicht ganz unproblematisch), die Sprache beachtlich und wer gerne Stilmittel sucht, man zähle mal die Wörter "nackt" und "brennen" oder bewundere die unaufdringliche Symbolik (Spiegel; Ehering, der auch noch geputzt wird, da kann man ein bißchen heruminterpretieren).
ABER, bin ich der einzige, den es stört, wenn geschildert wird, wie eine Frau des beginnenden 20.Jahrhunderts, einer mächtig chauvinistischen Zeit gelinde gesagt, allmählich vom verderblichen, oberflächlichen Gesellschaftsleben zu Heim, Herd und Kindern zurückkehrt und im Verlauf der Krise deren Reize erkennt? Der Erzähler hat für die Frau in ihrem Leben vor der Erpressung nur Verachtung übrig (ihr Mann hingegen wird nur durch ihre Augen negativ gesehen) und schwingt sich dafür zu unerträglichen Passagen auf, als es gilt das neue Leben zu preisen (die Reclamausgabe ist übrigens offenbar eine von Zweig gekürzte Variante und läßt ein paar dieser unerträglichen Abschnitte und einige Wiederholungen aus). Das Problem des Autors (nicht nur bei "Angst") ist schlichtwegs, daß er sich auf die Psychologie beschränkt und nicht die gesellschaftlichen Ursachen für die Oberflächlichkeit und Leere des Gesellschaftslebens der Frau analysiert, völlig unversehens gerät ihm der Text so zu einem reaktionären Manifest. Wir erfahren, warum die Frau den Ehebruch begeht (Sattheit und Langeweile), aber daß Sattheit und Langeweile aus der unmenschlichen Beschränkung auf das Haus entstehen, während Arbeit und Gleichberechtigung noch weit entfernt sind, das findet man bei Zweig nicht. Alles in allem ein gemischtes Lesevergnügen.
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am 6. Februar 2008
Eine vornehme Frau leidet plötzlich an Angstattacken. Der Grund liegt darin, dass sie ihren Mann betrügt. Sie hat eine geheime Beziehung. Noch scheint die Angst grundlos. Wer sollte hinter ihr Geheimnis kommen? Da taucht eine Frau vor ihr auf und sagt ihr, sie weiß, dass sie eine Beziehung mit ihrem ehemaligen Geliebten hat. Zutiefst schockiert gibt Irene der Frau Geld und flieht. Soch die Erpresserin lässt nicht von ihr ab. Sie verfolgt Irene, lässt ihr Briefe zukommen, sucht sie in ihren Träumen heim und besucht sie schließlich sogar zu Hause. Irenes Verzweiflung wächst von Tag zu Tag. Sie malt sich aus, wie ihr Mann wohl reagieren wird, wenn er erfährt, dass sie ihn betrügt. Eines Tages sagt Irenes Mann zu ihr, dass die Angst auf gewisse Weise viel schlimmer ist als die Strafe, da die Strafe etwas Bestimmtes, die Angst aber etwas grauenvoll Unbestimmtes ist. Irene erkennt nicht, dass ihr Mann ihr regelrecht anbietet, sich auszusprechen. Doch Irene wagt es nicht. Schließlich wird ihre Angst und Verzweiflung so groß, dass sie beschließt, sich umzubringen.
Ich habe selten eine so faszinierende Novelle gelesen! Stefan Zweig gelingt es, auf den 58 Seiten eine geniale Geschichte über das Wesen der Angst zu weben, der man sich nicht entziehen kann. Es kann sich wohl jeder Leser in Irene hineinversetzen. Ähnliche Ängste hat wohl jeder schon ausgestanden. Stefan Zweig hat in vielerlei Hinsicht den Nagel auf den Kopf getroffen. So schreibt er, dass es viel schwerer ist, einer fremden Person zu beichten als einer Person, die man liebt. Wer kennt das nicht? Ich rate jeden, diese Novelle auch zu lesen. Man muss nicht besonders viel Zeit opfern, und es lohnt sich!
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am 17. Februar 2013
Die Novelle ist auch nach über 100 Jahren ein eindringliches Dokument dafür, wie die Angst die Psyche und das Verhalten eines Menschen beeinflusst. Erst wie Wellen, und dann als rasante Abfahrt erlebt der geneigte Leser die Ängste der ertappte Ehebrecherin. Sehr spannend und in einem sprachlich schönen Stil! Heute noch so aktuell wie vor 100 Jahren!
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