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am 14. Juli 2003
Habe mir den Film aus der Videothek ausgeliehen, weil nichts anderes da war - groß waren meine Erwartungen nicht. Die Schauspieler sagten mir nichts, das Cover sah grottig aus und die Story las sich wieder der x-te Aufguß des "1984 - Brave new world" - Themas. Nun ja, ab in den DVD-Player und mal los. Heraus kam ein wirklich grandioser Film, der mich in jeder Hinsicht überzeugte. Eine interessante und anspruchsvolle Handlung mit überraschenden Wendungen, stets glaubwürdige und durch die Bank weg hervorragende Schauspieler, atemberaubende Kulissen, das Ganze garniert mit wirklich originellen Kampfszenen, die man so noch nicht gesehen hat (ja, selbst in Matrix nicht), und Special-Effects der oberen Preisklasse. Es gibt absolut nix zu meckern an diesem Film (bis auf das bescheidene Cover :-)), es ist für jeden etwas dabei, aber jenseits leichter Kost. Unbedingt sehenswert!
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am 19. November 2012
Equilibrium, mit diesem Science Fiktion von Kurt Wimmer aus dem Jahr 2002 hat sich Christian Bale geradezu direkt für die Rolle des dunklen Ritter, für Batman beworben.
Equilibrium spielt in der Zeit nach dem dritten Weltkrieg in der fiktiven Stadt Libria, in einer Welt, in der Gefühle als die Ursache alles Bösen ausgemacht und bekämpft wurden. Menschen, die fühlen können, werden als Sinnestäter bestraft, was in dem Fall die Hinrichtung bedeutet.
Die Menschen bekommen Drogen, um Gefühle zu unterdrücken. Überwacht wird das von den Grammaton-Klerikern, von denen Bale den Kleriker Preston spielt.
Auch die Liebe wird unterdrückt und so geht Bale mit der Einsilbigkeit durch den Film, die ihn dann bei Batman berühmt gemacht hat. Die Handlung ist spannend bis zum sehr überraschenden Ende. Equilibrium kam zur gleichen Zeit wie die Fortsetzungen von Matrix in die Kinos und wurde aber durch den Hype um die eher langweiligen Matrix Fortsetzungen völlig überrannt. Zu Unrecht, wie ich finde, denn Equilibrium ist um einiges besser.
Mit Christian Bale,Sean Bean, William Fichtner und Emily Watson ist Equilibrium auch um einiges besser besetzt und sollte in keiner Sammlung fehlen. Ich hatte erst die DVD und nun auf die Blu ray aufgerüstet und es ganz sicher nicht bereut. Bei mir hat der Film satte 10/10 auf meiner persönlichen Wertung und sogar eine Kaufempfehlung erreicht.
Damit die Blu ray auch im Regal optisch durchgeht, bekam sie sogar ein Wendecover.
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am 20. Dezember 2003
Man sollte vorsichtig sein mit Äusserungen á la ":...ist besser als".
Ich verstehe durchaus den Hang diesen Film mit Matrix zu vergleichen, jedoch ist er vollkommen eigenständig und lediglich einige Kampfszenen wirken ähnlich und natürlich das Bild der totalen Kontrolle. Diese jedoch, ist bereits in sovielen Filmen und Büchern behandelt worden, dass man langsam aufhören sollte zu vergleichen.
Equilibrium ist ein sehr düsterer Film, dunkler als Matrix, existentieller als viele andere Sci-Fi Streifen. Gerade durch die Gleichförmigkeit der Menschen und der Umgebung wird das Augenmerk auf die Handlung gelenkt. Es gibt wahrlich nicht viel, was das Auge von der Aussage des Films ablenken könnte. Einige geschickt eingestreute Kampfszenen während des Films und ein atemberaubender Endfight sind alles was es an Action zu bestaunen gibt.
Der Film trägt sich durch diesen Minimalismus, durch die unbewegten Minen der Akteure, durch äusserst schmale Gestiken.
Wenn kurzzeitig, ob dieser Tristesse, Langeweile aufkommt, wird man kurz darauf ins Sofa gedrückt und sagt schlicht "WOW!"
Christian Bale ist die optimale Besetzung für die Rolle des Staatstreuen Klerikers, der sich auf einmal im Sumpf seiner eigenen Gefühle wiederfindet. Und trotz der scheinbaren Einfachheit seiner Rolle als unbewegter, gefühlskalter Vernichter, zeigt er im Laufe des Films die gesamte Palette menschlicher Gefühle.
Ich hätte den Film gern auf Grossleinwand gesehen, die Wirkung muss dann um ein Vielfaches erdrückender sein.
Es ist ein Film, der bei mir deutliche Nachwehen hinterlassen hat, gerade durch die Einfachheit, prägen sich die düsteren Visionen tief ein.
Fazit: man sollte den Film ohne grosse Erwartungen sehen, ohne den Wunsch ein würdiges Matrix (o.Ä.) Replikat entdeckt zu haben. Der Film ist gänzlich anders, ausser vielleicht der Grundidee des totalitären Staates.
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am 6. April 2006
In einer nicht allzu fernen Zukunft haben die Überlebenden des Dritten Weltkriegs unter ihrem omnipräsenten Anführer, genannt "Vater", in der Stadt Libria eine neue Zivilisation gegründet. Da "Vater" glaubt, in der menschlichen Fähigkeit zu tiefgehenden Emotionen die Ursache allen Übels gefunden zu haben, ist es in und um Libria bei Todesstrafe verboten, Gefühle zu entwickeln. Diese werden mit dem Medikament Protium unterdrückt, und wer sich der Droge verweigert und statt dessen heimlich die anregende Wirkung von Musik, Literatur und Kunst geniesst, wird als Sinnestäter klassifiziert und von Hundertschaften der martialisch aufgerüsteten Polizei erbarmungslos gejagt und ausgelöscht. Die Speerspitze im Kampf gegen Abtrünnige stellen jedoch die Gramaton-Kleriker dar, eine Elite-Einheit perfekt ausgebildeter Killer, deren Meisterschaft in der Kampfart des Gun-Kata es ihnen ermöglicht, sogar dem feindlichen Kugelhagel auszuweichen. Und John Preston ist der beste Kleriker von allen. Erfüllt von tiefer Überzeugung für seine Aufgabe, liess er es zu, dass seine eigene Frau als Sinnestäterin verhaftet und exekutiert wurde, und tötet seinen besten Freund und Partner, als dieser sich ebenfalls zu seinen Gefühlen bekennt. Doch dann verhindert eine Reihe von Zwischenfällen, dass Preston seine tägliche Ration Protium zu sich nimmt...
Nahezu alles in EQUILIBRIUM gab es schon, und die Parallelen sind zu offensichtlich, als dass es sich dabei um Zufälle handeln könnte. Das Verbrennen von Büchern und Bildern weckt sofort die Erinnerung an FAHRENHEIT 451, die monumentalen Bauten der Stadt Libria sind ein deutlicher Verweis auf Filme wie METROPOLIS und BRAZIL, und der auf riesigen Leinwänden unentwegt Ansprachen haltende "Vater" ist eine unverkennbare Variation des "Big Brother" aus GEORGE ORWELLS 1984. Die an Priester erinnernden Kleriker wurden zweifellos von jüngeren Klassikern wie MATRIX inspiriert, während sich die schwarzgekleideten, maskierten Polizeitruppen auf beunruhigende Weise an realen Vorbildern orientieren. Der Handlungsfaden, in dessen Verlauf Preston den Auftrag erhält, den Untergrund aufzuspüren, wobei er sich vom einstmals treuesten Diener des Systems zu dessen gefährlichstem Gegner wandelt, ist ebenfalls nicht neu, man denke an LOGANS RUN. Ohne Zweifel kannten sich die Drehbuch-Autoren im Genre des Science-fiction-Films glänzend aus, nur so ist die freche Selbstbedienung aus allen möglichen Vorgängern zu erklären.
Was EQUILIBRIUM dennoch zu einem spannenden, originellen und eigenständigen Werk macht, ist die gelungene Kombination all dieser Elemente zu einem stimmigen Gesamtbild, ergänzt durch furiose Fights, die selbst Keanu Reeves Kung-Fu-Akrobatik in den Schatten stellen, und einer Riege hervorragender Darsteller, darunter die zauberhafte Emily Watson, der charismatische Sean Bean, ein beängstigender Tayne Diggs... und natürlich Christian Bale, der als John Preston eine Glanzvorstellung gibt. Er verkörpert nicht nur glaubhaft den emotionslosen Vollstrecker, der zu einem von Gefühlen und Erinnerungen gepeinigten Verräter wird, sondern beweist in den meist ungedoubelten Kampfszenen auch eindrucksvoll sein Talent als Action-Held. Spätestens mit EQUILIBRIUM qualifizierte sich Bale als Idealbesetzung in BATMAN BEGINS.
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am 23. Dezember 2006
Oder (im Bezug auf meine Vorrednerin eine Rezension tiefer) bei mir war es hier gleich Liebe auf den ersten Blick. ;-) Zugegeben, die allgemeine Rahmenhandlung hier ist nicht gerade neu. Heutzutage kann ja kaum ein Regisseur nochmal das Rad neu erfinden. Und bedient sich auch z.T. ganz offensichtlich aus dem bereits vorhandenen Fundus etlicher anderer, - bekannter Filme. Beispielsweise George Orwell's "1984" oder auch -dh. auf gewisser Weise - "Brazil" von Terry Gilliam.

Ebenfalls sind die Anleihen zu "Matrix", - was die Kampfakrobatik betrifft augenscheinlich. Trotzdem ist dieser Film hier als ganzes gesehen doch etwas völlig eigenständiges. Und sicher nicht direkt langweilig. Oder etwas, das nach dem ersten mal anschauen nicht so schnell wieder vergessen sein wird.

Christian Bale sticht hier in seinen schauspielerischen Leistungen auch sehr angenehm heraus und die Darstellerin aus "Roter Drache", - in ihrer tragischen Rolle als Systemgegnerin war ebenfalls ganz klar die richtige Wahl gewesen.

Ansonsten sollte dieser Streifen ebenso wie z.B. "Gattaca" wenigstens jeden mal kurz zum ernsthaften darüber nachdenken anregen. Und schwungvoll unterhalten kann er dabei auch noch allemal.

Fazit: ausleihen oder auch gleich, wenn preisgünstig, ungesehen kaufen. Sie werden bestimmt nicht entäuscht davon werden. Vorteilhafter natürlich, wer schon von selbst etwas für solche Themen und dieses Genre übrig hat. Kauf, - Ausleihtip.
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TOP 500 REZENSENTam 22. September 2014
In einer vollkommen gleichgeschalteten Welt wird die Bevölkerung durch die verordnete regelmäßig Einnahme einer abstumpfenden Droge auf dem von Oberhaupt »Vater« verordneten Kurs gehalten. Ziel ist es, Menschen ohne Gefühle und Empfindungen zu schaffen, um derart jede Art von Gewalt, Neid und Missgunst zu verhindern. Wer sein Medikament nicht nimmt und Gefühle zeigt, wird von einer Gesinnungspolizei aufgegriffen und ausgelöscht.

An der Spitze dieser Kontrolleinheiten stehen besonders ausgebildete und in »Gun-Kata «, einer speziellen Marital-Art-Kampftechnik ausgebildete »Kleriker«, deren Aufgabe darin besteht, Widerstandsnester auszuheben. John Preston (Christian Bale), einer dieser Spezialisten, testet ein Leben ohne Medikation und verliebt sich in eine »Gefühlsverbrecherin« (Emily Watson). Über sie nimmt er Kontakt zum Untergrund auf.

Der düstere Film mit apokalyptischer Zukunftsvision brilliert in erster Linie durch eiskalt wirkende Darsteller und martialische Kampfszenen.
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am 28. Oktober 2006
Als ich diesen Film zum ersten Mal sah, dachte ich: Was ein dummer Blödsinn - wie fade. Dann sah ich den Film irgendwie zum zweiten Mal und fand ihn "naja". Erst als ich mich etwas mit der seltsamen Welt, den dumpfen Farben und der drastischen Erzählweise angefreundet hatte, ja erst dann fand ich den Film überragend: Eine schwierige Liebesgeschichte auf den dritten Blick. Jetzt bin ich allerdings froh, dass ich öfters "hingeschaut" habe.

Der Film macht es einem aber auch nicht wirklich leicht: Nicht nur der Erzählstil, irgendwie alles (Kostüme, die Welt, die Farben, die Schauspieler, die Musik, die Kampfszenen) muten erst einmal ungewohnt an. Ich habe einige Zeit gebraucht bis ich mich darauf eingespielt hatte und weiter schauen konnte, tiefer. Wenn man sich allerdigns die Mühe macht, wird man mit einem furiosen, abgefahrenen Meisterwerk erster Güte belohnt - der doch etwas "anderen Machart".

Zwar mag die Thematik "1.001" mal schon erzählt worden sein - na und? Man sollte nicht müde werden diktatorische, bösartige Staatsformen anzuprangern - was ist daran verwerflich?

So eindringlich habe ich nicht viele Filme zu diesem Thema erlebt - gerade durch die Sterilität & Kälte dieser neuen Welt.

Die schauspielerischen Leistungen (hervorzuheben ist hier nicht nur Christian Bale, sondern vor allem auch sein Film-Sohn) sind durchgehend (von allen Schauspielern) überragend. Da die "neue Welt" Gefühlsregungen verbietet, müssen die Schauspieler in diesem Film nur mit einem "Augenbrauen-hochziehen" ganze Gefühlswelten darstellen - eine Herausforderung der sie alle gewachsen waren (nach meiner Meinung).

Die Gestaltung der Welt, die Kulissen und Kostüme beeindrucken durch eine erschreckende Sterilität, die somit wunderbar zur Welt passt und es einem leicht macht, sich hineinzuversetzen.

Die Kampfszenen haben mich - gerade dadurch, dass es mal etwas anderes war - richtiggehnd umgehauen. Ja - auch ihre Brutalität war "passend".

Dieser Film hat nicht wirklich etwas mit Matrix am Hut. Matrix ist ein genialer, gelungener Mainstream--Film der unterhalten soll und dem dies auch ausgezeichnet gelingt.

Dieser Film hier hingegen erhebt schon fast einen künstlerischen Anspruch - geht sicher nicht den einfachen Weg des Mainstreams. Es ist als würde man Äpfel und Krautsalat mixen - nicht wirk,lich sinnvoll.
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am 8. Juli 2003
Equilibrium wurde in vielen Fachzeitschriften mit überaus positiven Filmkritiken überhäuft, und das auch zurecht.
Die Story ist beklemmend und fesselnd zugleich, die Actionszenen atemberaubend und die schauspielerische Leistung exzellent (allen voran Christian Bale).
Zur Story: Ein dritter Weltkrieg hat die Menschheit fast völlig vernichtet. Um einen weiteren Weltrieg zu verhindern, der wohl das Ende der Menschheit bedeuten würde, werden die Gründe, also die Auslöser für Kriege bekämpft: die Gefühle. Durch die Droge Prozium werden alle Emotionen unterdrückt. Musik, Literatur, Gemälde usw. werden verboten. Wer dennoch solche Dinge besitzt, die Einnahme von Prozium unterlässt und Emotionen zeigt, wird gnadenlos ausgeschaltet und deren Besitz verbrannt. Die sogenannten Kleriker, haben die Fähigkeit, Leute ausfindig zu machen, die fühlen. John Preston (Christian Bale) ist einer der Kleriker und verhindert nicht mal den Mord an seiner Frau. Bis er eines Tages ausversehen eine Prozium-Einnahme auslässt und anfängt zu fühlen. Jetzt will er gegen dieses zweifelhafte System ankämpfen...
Die Actionszenen sind spektakulär verfilmt (im Matrix-Stil). Der Regiesseur Kurt Wimmer bringt hier eine neue Filmkamptechnik zum Einsatz: Gunkata! Bei dieser Kampftechnik (bei der Schusswaffen zum Einsatz kommen), wenn sie richtig behercht wird, ermöglicht es dem Kämpfer den Kugeln der Angreifer auszuweichen und selbst mittels der Waffen anzugreifen. Die Kämpfe sind ungewöhnlich und auch teils unrealistisch, aber wenn man sich darauf einlässt, bleibt einem in manchen Actionszenen einfach nur die Spucke weg.
Zur DVD: Bereits die Leih-DVD hatte höchste technische Werte bekommen. Das einzigste was hier fehlte, waren lediglich die Extras. Hoffentlich werden für die Kauf-DVD noch welche draufgepackt.
Dann ist diese DVD uneingeschränkt zu empfehlen.
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am 5. September 2004
...aber neu gewürzt.
Ideenklau ist in der Unterhaltungsbranche eben nur ein Kavaliersdelikt, sonst wäre dieser Film wohl mitsamt dem Produzententeam hinter Gittern gelandet.
Macht nichts.
Wer Sci-Fi, Martial Arts und skurril-düstere Heldenmärchen mag und sein Gehirn trotzdem nicht ganz an der Kinokasse abgegeben hat, wird mit diesem Streifen mehr als gut bedient. Wer 1984, Matrix und Metropolis kennt, wird sich recht schnell heimisch fühlen in der Welt von Morgen.
Man nehme:
- Ein totalitäres System, welches alles und jeden überwacht und bestimmt, das menschliche Gefühle (und ihre Auslöser) die Wurzel allen Übels sind
- eine Bevölkerung, die mit Drogen zu gefühlsloser Funktionalität verurteilt wurde
- einen einsamen, treuen Staatsdiener, vielleicht den besten überhaupt
- und ein paar Zufälle, die eben jenen Staatsdiener zweifeln lassen am System und seinen Methoden
- Einmal umrühren, und...
...naja, ganz so einfach ist es auch wieder nicht. Alleinerziehende Väter sind sonst nur in Schnulzfilmen die Haupthelden. Die Mona Lisa (Original!) wird sonst geklaut, und nicht als systemfeindlich eingestuft und verbrannt. Und Quotenhunde sind eigentlich zum Liebhaben da und nicht der Auslöser für ein Massaker an den geschätzten Polizeikollegen.
Es geht also reichlich ungewöhnlich zu in der Zukunft.
Ungewöhnlich (irgendwo zwischen genial und unglaubwürdig) sind auch die Kampfszenen, die sich durchaus mit Genregrößen wie Matrix messen können. Interessant auch übrigens die Drehorte: Viel (Ost-)Europa, auch der S-Bahnhof Potsdamer Platz in Berlin... es muß ja nicht immer Made in USA sein.
Es ist beklemmend, mit welcher Teilnahmslosigkeit im Film Befehle ausgeführt werden (Der Traum jeder Armee?). Und es ist erschütternd, wie die Hauptfigur aus diesem Kreis ausbricht und den Wert von Emotionen erkennt, und sich nun gegen den einstigen Führer (jawohl - genauso wirkt er) richtet. Der Rest - man ahnt es bereits: Nach hartem Kampf ist ein Happy End in Aussicht, wenn auch mit bitterem Nachgeschmack. Zu viele sind auf der Strecke geblieben, weil die Machthaber meinten, das der perfekte Mensch nur nach ihrem Vorbild funktionieren könne (kommt uns das bekannt vor?), und die Befreiung von unten (mit Starthilfe aus den Reihen des Systems) wieder mal mit der Holzhammermethode abläuft.
Trotz vieler Klischees - Gut gelungen.
Trotz viel Action - zum Nachdenken.
Trotz schwacher Kinobesuche - Ansehen!
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Der Kleriker John Preston tötet seinen Freund und Kollegen, als er bemerkt, dass dieser sein Prozium, eine Droge, die jedes Gefühl unterdrückt, abgesetzt hat und mit dem Untergrund sympathisiert. Preston, einer der fähigsten und entschlossensten Kleriker, verdammt wie der "Vater", das Oberhaupt der Menschheit nach dem Dritten Weltkrieg, jedes Gefühl als Ursache für Kriege und Fehlverhalten der Menschen in der Vergangenheit. Seit der "Vater" und seine Untergebenen beschlossen haben, jedes Gefühl durch die Droge Prozium zu unterdrücken, und die Kleriker mit dem Ziel ausgebildet werden, jeden Widerstand gegen dieses System zu vernichten, gibt es keine Kriege mehr, keine Morde, kein Ausscheren aus der Gesellschaft. Nur wer die Droge absetzt und sich den Gefühlsmenschen anschließt, ist als Gefahr zu betrachten und auf der Stelle zu töten. Preston dient diesem System ohne jeden Zweifel. Doch eine Unachtsamkeit verhindert eines Tages, dass er seine Dosis Prozium nimmt. Preston sieht sich plötzlich Gefühlen ausgesetzt, die ihn zweifeln lassen, ob die Diktatur des Vaters gerecht und menschlich ist. Er versucht, Kontakt mit dem Widerstand aufzunehmen.

Wie einfach ist doch die Welt ohne jedes Gefühl. Freiwillig nimmt jeder Mensch täglich eine Droge und fühlt nichts mehr. Kein Krieg, kein Mord, kein Fehlverhalten mehr. Einfach und schlicht - auf diese Lösung allen Leids der Menschheit muss man erst einmal kommen. Natürlich sind einige Menschen unbelehrbar und setzen diese Droge ab, wollen fühlen. Schlimmes Verbrechen, das! Und was tut die nicht fühlende Mehrheit: Sie tötet diese Gefühlsmenschen - natürlich ohne Mitleid. Aber auch ohne Hass? Ohne Eifer? Ohne Entschlossenheit? Ohne Wut auf diese Abweichler? Mordet, ohne Gewissen für diese Taten?
Gefühle definiert dieser Film ohne jeden Sinn. Wer fühlt, ist schlecht, wer mordet, ist gut? Die Grundidee ist schierer Unsinn, denn alle Gefühle auszurotten ergibt keinen Sinn! Was haben Hass und Missgunst, Liebe und Sehnsucht mit Krieg zu tun? Morden die Befehlshaber aus solch albernen Motiven oder vielmehr aus Kalkül, aus Berechnung, aus Machtstreben? Diese Eigenschaften aber zeichnen die neuen Machthaber im besonderen Maße aus. Sie handeln eben rein sachlich, aus Kalkül und Machterhalt. Und was tun sie zuallererst dafür? Sie morden!
Entschuldigung, aber diese Geschichte ist so unsinnig, so fadenscheinig, so unlogisch, dass es schmerzt. Glaubt wirklich auch nur ein Mensch, dass man alle Gefühle abschalten könnte? Und dass dann eine Gesellschaft funktioniert? Dass niemand mehr das Hab und Gut des Nächsten begehrt? Dass niemand mehr mordet? Aber Kinder bekommen sie schon, diese gefühllosen Menschen. Und Karriere machen wollen sie auch. Und lernen, und leben, und denken. Wo beginnt nach der Definition der Macher dieses Films das "Fühlen", wo beginnt der Verstand?
So albern die Grundidee, so mäßig die Umsetzung. Warum gelingt einem einzigen Kleriker, was tausendfacher Widerstand nicht erreichen kann - dann aber doch erreicht, und zwar mit Leichtigkeit? Ohne das Ende zu verraten, ist nur festzustellen, dass hier völlig daneben gegriffen wird. Das alles kann einem einzelnen Menschen nicht gelingen, nicht in einem planetenüberspannenden System. Das den Zuschauer glauben machen zu wollen, eine Unverschämtheit.
Dennoch gibt es viele positive Kritiken, wird dieser Film von vielen in eine Liga mit "Matrix" erhoben. Zweifellos sind die Actionszenen in diesem Film makellos und Christian Bale gibt eine schauspielerische Glanzleistung zum Besten. Auch die optische Auseinandersetzung mit der kalten Verstandeswelt und der warmen, bunten Gefühlswelt ist beeindruckend eingefangen. Doch bleiben die Schwächen des Drehbuchs bestehen und entwerten sämtliche Leistungen der Regie, der Schauspieler, des Kameramanns und des Komponisten der sehr gelungenen, atmosphärisch beeindruckenden Filmmusik. Sie lassen den Film zu einer Action-Orgie ohne Sinn und Verstand verkommen.

Stefan Erlemann
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