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36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die goldene Schablone
Auf den ersten hundert Seiten hat sich mir vor allem ein Bild aufgedrängt: Grisham springt eines schönen Tages von seinem Schaukelstuhl auf der Veranda seines Ferienhauses auf und ruft zu seiner Frau: "Mein Gott, Darling, ich habe ja meinem Verlag in 2 Monaten ein neues Buch versprochen!", worauf die Frau erwidert: "Na dann mal los, Honey, scheint ja...
Vor 22 Monaten von Tom Ripley veröffentlicht

versus
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen David gegen Goliath
Der Bestsellerautor John Grisham steht für atemlose Spannung und fesselnde Unterhaltung. Normalerweise. >Verteidigung< fällt leider aus dem Raster. Der langatmige Aufbau der Geschichte ist ungewohnt und veranlasst mich zu meinem Urteil, dass sein neues Buch gefühlt kein "echter Grisham" ist.

Der junge Harvard-Absolvent und erfolgreiche Anwalt...
Vor 20 Monaten von Regina Berger veröffentlicht


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36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die goldene Schablone, 13. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Verteidigung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Auf den ersten hundert Seiten hat sich mir vor allem ein Bild aufgedrängt: Grisham springt eines schönen Tages von seinem Schaukelstuhl auf der Veranda seines Ferienhauses auf und ruft zu seiner Frau: "Mein Gott, Darling, ich habe ja meinem Verlag in 2 Monaten ein neues Buch versprochen!", worauf die Frau erwidert: "Na dann mal los, Honey, scheint ja höchste Zeit zu sein, dass du wieder mal was schreibst!" Und der liebe John setzt sich ein bisschen schläfrig und unmotiviert an seinen Laptop und beginnt damit, die wirrste, fantasieloseste und uninspirierteste Story seiner Karriere zu schreiben. Der Einstieg in Verteidigung" wimmelt nur so von Plattitüden, stereotypen Charakteren und peinlichen Zufällen, so dass sogar der Gebrauch von FS - zertifiziertem Papier für die Herstellung des Buches nur mehr eine Sünde scheint.

Doch dann passiert Aussergewöhnliches: spätestens ab dem ersten Viertel des Buches gewinnt Grisham stilistische Sicherheit, die Story nimmt an Relevanz zu und die Charakteren beginnen plötzlich aufzublühen. Die ganze Geschichte wird immer spannender und es gelingt Grisham wie in anderen Büchern hervorragend, Menschen unaufdringlich zu karikieren. Nun kann man sich plötzlich vorstellen, dass dieses Personal in einer realen Geschichte handeln würde. Sorgen und Ängste der Beteiligten werden lebendig und als Leser beginnt man immer stärker mitzufiebern und Anteil zu nehmen an den Verstrickungen und an der unmöglichen Situation, in die sich die Kanzlei Finley&Figg mit ihrem Protagonisten David Zinc fortlaufend manövriert.

Bei der Story handelt es sich im Grunde um eine der erprobten goldenen Schablonen von Grisham, die einen einfach immer und immer wieder zu packen vermögen. Hier ist es die Schablone vom hochbezahlten Anwalt, der von der Karriereleiter springt und sein Herzblut in Fälle investiert, die wenig Geld und Ruhm, aber viel Aufopferung und gar Erniedrigung bergen.

Das Besondere bei Grisham: der Gute gewinnt im Grunde schon vor dem Ende der Geschichte. Der Ausgang der Story ist gleichsam weniger wichtig als die Bekehrung des Menschen im Laufe des Buches. Diese uramerikanische Moralinspritze muss man schon in Kauf auf nehmen, wenn man den Abenteuern der drei mutigen Anwälte der Kanzlei Finley&Figg folgen will.

Und irgendwo habe ich den alten Grisham immer im Verdacht dass er als ehemaliger Anwalt sich selbst, der seinen Beruf verlassen und als Schriftsteller ein Vermögen gemacht hat, gerecht werden will. Den Kampf für die Entrechteten der amerikanischen Ellbogen-Gesellschaft nimmt Grisham ganz einfach nicht mehr im Gerichtssaal, sondern in der Schreibstube wahr. Man mag ihm dies verzeihen, denn für beste Unterhaltung ist, nach schwachem Start, auch in "Verteidigung" wieder mal gesorgt. "Verteidigung" ist wieder mal das ideale Buch für das Ausklingen eines harten Arbeitstages, dessen Geschichte einen packt und dennoch nach dem Lichterlöschen in wohliger Ruhe zurücklässt.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen David gegen Goliath, 2. November 2012
Von 
Regina Berger "Gina" (Rottach-Egern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Verteidigung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Bestsellerautor John Grisham steht für atemlose Spannung und fesselnde Unterhaltung. Normalerweise. >Verteidigung< fällt leider aus dem Raster. Der langatmige Aufbau der Geschichte ist ungewohnt und veranlasst mich zu meinem Urteil, dass sein neues Buch gefühlt kein "echter Grisham" ist.

Der junge Harvard-Absolvent und erfolgreiche Anwalt David arbeitet in einer angesehenen Großkanzlei in Chicago, bis er eines Tages urplötzlich aussteigt und bei einer heruntergekommenen Hinterhof-Kanzlei anheuert. Die beiden kauzigen Winkeladvokaten Oskar Finley und Wally Figg sind notorisch pleite und durchgängig erfolglos. Das soll sich ändern, als die Kanzlei sich an einem Entschädigungsprozess, einer Sammelklage gegen einen milliardenschweren Pharmakonzern hängt.

Durchaus verschmitzt und humorvoll schreibt John Grisham einmal mehr über sein Lieblingsthema David gegen Goliath (wie passend, dass seine Hauptperson auch David heißt) und packt dafür wie üblich allerhand Juristerei in seinen Roman. Sehr detailverliebt stattet er insbesondere die beiden komischen Gestalten der Anwaltsriege Finley & Figg und ihre eigensinnige Assistentin aus. David selbst ist fast zu gut um wahr zu sein, und hat zu alldem auch noch eine bildhübsche, nette Frau an seiner Seite. Die Story an sich ist behäbig, die Handlung kommt nur sehr träge in die Gänge und ist schnell vorhersehbar. Am Ende von Gut und Böse siegt fast teilnahmslos die Gerechtigkeit.

>Verteidigung< ist gewohnt routiniert geschrieben, doch die Spannung kommt zu kurz und somit ist der Roman zu lang. Das ist für mich als bekennender Grisham-Fan sehr schade. Bleibt zu hoffen, dass der nächste Justizkrimi des Autors an die Erfolge der Vergangenheit anknüpft.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der nicht alltägliche Alltag in einer kleinen Anwaltskanzlei, 25. August 2012
Von 
Bienchen (das schönste Bundesland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verteidigung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Diese Rezension wird leider nicht sehr objektiv ausfallen, da mir das als eingefleischter Grisham-Fan schwerfallen würde. Mir gefällt ganz einfach seine Art zu schreiben und auch dieses Buch fand ich wieder sehr unterhaltsam und amüsant.

Es handelt von einem jungen Anwalt, der 5 Jahre lang in der Tretmühle einer großen Kanzlei 80 Std.in der Woche arbeitete. Eines Tages bricht er aus, verbringt den ganzen Tag in einer Bar und landet abends sturzbetrunken in der Anwaltkanzlei Finley & Figg. Er beschließt für diese Anwälte arbeiten zu wollen und was er hier erlebt ist nichts Spektakuläres, aber einfach unterhaltsam und humorvoll erzählt. Der Alltag in einer kleinen, nicht alltäglichen, Anwaltskanzlei mit teils skurrilen Charakteren, sympathisch gezeichnet – um das geht’s in diesem Buch.

Sicher ist Grisham hier sehr weit entfernt von seinen Thriller-Bestsellern „Die Firma“, „die Akte“ und „die Jury“ und deshalb wird dieses Buch manche enttäuschen. Mich jedoch nicht. Habe es mit Schmunzeln in kürzester Zeit gelesen. Und auch dass vieles in dem Buch schon „mal da war“ ( es ist eine Mischung aus „Der Regenmacher“, „der Anwalt“,“die Berufung“ usw.) konnte meinen Enthusiasmus nicht dämpfen, da Grisham aus dieser Geschichte einfach durch seinen unnachahmlichen Stil ein richtig unterhaltsames Buch machte.

Von mir eine klare Leseempfehlung.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein humorvoller Grisham, 9. September 2012
Von 
Bücherhimmel (Belm) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verteidigung: Roman (Gebundene Ausgabe)
John Grisham ist mir als Spannungsautor bekannt, in dessen Mittelpunkt immer juristische Themen stehen. Sein letztes Buch "Das Geständnis" hat mir ausnehmend gut gefallen,aber auch seine ersten Bücher "Die Firma", "Die Akte" oder "Das Urteil" sind mir in guten Erinnerung als Spannungsromane der Extraklasse. Um so erstaunter war ich über den Inhalt dieses Buches, dass mit Spannung kaum aufwartet, dafür aber um so humorvoller ist.Dieses Buch widmet sich den kleinen Anwaltskanzleien, die sich ihre "Fälle" auf der Straße, oder in Leichenschauhäusern holen und sich über jeden Scheidungsfall freuen, der in ihrer Praxis landet.Das die Juristerei so humorvoll erzählt werden kann, wird jeder feststellen können , der dieses Buch liest und Jura für eine trockene Sache hält.

David Zinc, Anfang dreizig und Harvard Absolvent, verbringt seit fünf Jahren sein Leben in einer der angesehensten Großkanzleien Chicagos.In einem kleinen Raum ohne Fenster arbeitet er 15 Stunden am Tag, um das Vermögen der Partner zu mehren.Sein Gehalt ist auch sehenswert, doch nach 15 Stunden hochkonzentrierter Arbeit, fällt er zu Hause nur noch ins Bett und das ohne seiner Frau den Wunsch nach einem Kind erfüllen zu können.denn dafür ist er zu müde.Die Frage, ob dies sein Leben sein soll, beantwortet er eines Tages damit, dass er auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz umkehrt und den Tag in einer Bar verbringt , um über seinen weiteren beruflichen Werdegang nachzudenken.Auf dem Weg nach Haus, mittlerweile mehr als betrunken, sieht er aus dem Taxifenster heraus die Reklame einer Kanzlei namens Finnley&Figg.Als der Taxifahrer nach dem Ziel seiner Fahrt fragt, lässt er sich genau zu dieser Kanzlei fahren, die in einer der schlechtesten Gegenden Chicagos liegt. In mehr als angetrunkenem Zustand stellt er sich vor und bittet um Anstellung.Als er am nächsten Tag, nun wieder nüchtern, in der Kanzlei vorspricht, hat keiner mit seiner Rückkehr gerechnet.Trotzdem wird er eingestellt zu einem Hungerlohn und mit der Gewissheit , es hier mit absolut chaotisches Chefs zu tun zu haben.Oskar Finnley und Wally Figg halten ihre Kanzlei mit kleinen Verkehrsdelikten und Ehescheidungen über Wasser, bei denen sie auch vor unlauteren Methoden nicht zurückschrecken, um an ihre Fälle zu kommen. Als Wally, schon dreimal geschieden und zur Zeit wieder auf Alkoholentzug, von einem Medikament hört, dass angeblich einen plötzlichen Herztod zur Folge hat,wittert er eine Chance an das ganz große Geld zu kommen, Er hängt sich an eine große Anwaltspraxis , um ein Vergleichsverfahren mit einer großen Pharmafirma Amerikas abzuschließen, um somit nicht nur für seine Mandanten, sondern auch für seine Kanzlei das große Geld zu bekommen.David der Neuling der Kanzlei hat keinerlei Prozesspraxis und ihm schwant, dass auch seine Chefs nicht unbedingt sehr versiert sind, um es mit so einem Pharmariesen aufnehmen zu können. Doch die Weichen sind gestellt und es gibt kein Zurück.

Was mir neben der flüssigen und sehr humorvollen Schilderungen der kleinen Anwaltskanzlei und seiner Besitzer sehr gefallen hat war, das sehr gut herübergebracht wurde, dass der keine Anwalt bei einem Prozess gegen so einen großen Konzern keinerlei Chance hat, da er nicht über die finanziellen Mittel verfügt, sich dementsprechend vorzubereiten.Das Einholen von Gutachten und das Beschaffen von Zeugen, die überzeugend und kompetent wirken, ist eine rein finanzielle Sache. Um so mehr hat es mir Spaß gemacht,zu beobachten, wie wenigstens eine kleine Genugtuung erfolgte, als man über die Machenschaften mancher Konzerne berichtete.In diesem Buch wird wirklich eine Lanze für die kleinen Anwaltskanzleien gebrochen,die sicherlich nicht immer Juristen a la Finnley und Figg aufweisen,aber trotzdem manchmal ums nackte Überleben kämpfen müssen. Trotzdem haben mich die Besitzer dieser Kanzlei über 460 Seiten gut unterhalten, die Figuren sind sehr humorvoll, aber trotzdem realistisch dargestellt worden. Auch der Fall des kleinen Thuya hat mich begeistert. Ich habe mich nicht eine Minute gelangweilt und ich finde, dem Autor ist dieser Roman ausgezeichnet gelungen. Spannung darf man von diesem Buch nicht erwarten , aber 460 Seiten großartige Unterhaltung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich bin einfach nur begeistert!, 16. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Verteidigung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch in nur zwei Tagen verschlungen und bin einfach nur begeistert. Unglaublich spannend geschrieben, tolle Wendungen und eine unglaublich tolle Atmosphäre, die der klasse Schreibstil von John Grisham vermittelt. Klasse gezeichnete Charaktere mit denen man auf jeder Seite des Buches mitfühlen kann. Ich kann zu diesem Buch nur eine unbeschränkte Kaufempfehlung auszusprechen. Danke John Grisham für die unterhaltsamen Stunden. Fünf Sterne!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen geht so, 4. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verteidigung: Roman (Kindle Edition)
zwar typisch Grisham, aber fand ich diesmal trotzdem etwas lahm.
Ging mir zuviel in Detail, habe aber auch vielleicht zuviel erwartet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen spannung fehlt leider., 3. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Verteidigung: Roman (Gebundene Ausgabe)
mir fehlte die spannung. ich hab es gern wenn das buch so spannend ist das man es gar nicht aus der hand legen kann aber das war hier leider nicht der fall. es ist zwar gut und flüssig zu lesen aber nicht wirklich spannend. der schlussteil aber hat mir sehr gut gefallen. alles in allem ganz ok.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ungewöhnlich langweilig, 24. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verteidigung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Grisham-Fans wissen ja im Grunde, was Sie erwarten können. In diesem Fall aber bleibt Grisham hinter sich selbst zurück. Stereotype Charaktere, immer wieder die gleichen Spannungsbögen, alles ziemlich vorhersehbar. Ich war enttäuscht. Aber irgendwann muss ja jedem Genre-Schriftsteller ja wohl mal die Luft ausgehen.
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3.0 von 5 Sternen Edel sei der Mensch, hilfreich und gut, 18. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Verteidigung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Vor einigen Monaten las ich das Original "The Litigators", kann also zur Qualität der deutschen Übersetzung nichts sagen.
Folgende Rezension verfasste ich damals:
Grisham stand einfach schon immer für spannende, unterhaltsame Stories mit Biss und einem Schuß Gesellschaftskritik sowie Humor - und die Guten siegen immer....

Genau das ist auch in seinem neuen Roman der Fall: Ein junger, unerfahrener Rechtsanwalt und zwei dilettantische Zufallspartner, die sich bisher nur als "Ambulance Chasers" (also auf der Suche nach Unfällen und dadurch "frischen Unfallopfern") hervorgetan hatten, kämpfen gegen die machtvolle Pharmaindustrie.
Aber trotz der interessanten Ausgangslage überwog sehr oft die Langeweile, da konnte auch der Humor und die Gesellschaftskritik nicht viel retten, alles war so furchtbar vorhersehbar, nichts überraschendes geschah, unser David ist einfach eine zweite Mutter Teresa und schlichtwegs eindimensional gezeichet - ein Gutmensch, der hilft, wo er nur kann:
Eine arme burmesische Familie mit behindertem Sohn - er hilft sowohl finanziell als auch durch persönlichen Einsatz; sein Partner muss auf Entzug - David übernimmt einen Teil der Kosten; die Firma hat kein Geld für kostspielige Laboruntersuchungen - er legt das Geld aus; so geht es endlos weiter.
Er ist einfach nur supernett, extrem hilfsbereit, schlichtwegs edel und gut, seine Frau ist bildhübsch und lieb und am Schluss gibt es ein Happy End für alle Beteiligten - alles ein bißchen sehr dick aufgetragen und sehr schlicht gestrickt. Vielleicht wollte Grisham ein "richtiges Wohlfühlbuch" aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise in den Staaten schreiben?

Fazit: Flüssig geschrieben, eine gute Schilderung des aktuellen American Way of Life, aber es fehlt der Biss, es fehlen überraschende Wendungen. Wegen des "Grisham-Bonus" gebe ich gerade noch drei Sterne.
Bitte das nächste Mal eine wirklich spannende Geschichte, Mr. Grisham!
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5.0 von 5 Sternen Grisham - einmal anders..., 11. Oktober 2012
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Verteidigung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieser neue Gerichtsthriller von John Grisham hat mir großen Spaß gemacht. Zwar ist das David gegen Goliath-Thema jetzt nicht unbedingt neu bei diesem Autor, aber ich kann mich nicht erinnern, bei Grisham solchen "Typen" wie den beiden Winkeladvokaten Oscar Finley und Wally Figg jemals begegnet zu sein.

Eigentlich sind sie ja eine Schande für die Zunft, lauern sie doch auf der Suche nach Mandanten Unfallopfern auf und klappern Beerdigungsinstitute ab, um von den Hinterbliebenen Testamentsvollstreckungen übertragen zu bekommen. Immer kurz vor der Pleite, sind diese beiden Schlitzohren für die abwegigsten Ideen empfänglich, solange diese einen Geldregen versprechen. David Zinc bringt zumindest einen Hauch von Seriosität in diese Kanzlei und betrachtet das Geschäftsgebaren seiner Kollegen mit stetig wachsendem Argwohn. Und als dann Wally einen Pharmakonzern ins Visier nimmt, dessen Cholesterinsenker Todesfälle verursacht, droht so einiges aus dem Ruder zu laufen. Routiniert wie immer baut John Grisham seine Geschichte auf, und versorgt zusätzlich noch so ganz nebenbei den Leser mit interessanten Einzelheiten zum amerikanischen Rechtssystem.

Natürlich dürfen auch die Seitenhiebe auf die Riesenkanzleien nicht fehlen, die die jungen Anwälte fast wie Sklaven arbeiten lassen. Und dann zeigt der Autor zum wiederholten Mal die Praktiken der Großkonzerne auf, gegen deren Tricks und Armada von Juristen jeder Kläger chancenlos ist.

Soweit wäre das alles bereits aus früheren Grisham-Büchern bekannt. Doch im Gegensatz zu seinen früheren Thrillern hat er diesmal seine Handlungsträger mit viel Liebe zum Detail und großen Sympathien angelegt. Und ein zusätzliches Element, das ich so bei diesem Autor noch nicht gelesen habe, ist der trockene Humor, der das ganze Buch durchzieht und die Lektüre zu einem kurzweiligen Vergnügen macht.
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Verteidigung: Roman
Verteidigung: Roman von John Grisham
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