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325 von 331 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Aufräum-Buch seit "Simplify your life"
Liebe Leser,

zunächst einmal - jeder hier liegt richtig mit seiner Bewertung, egal ob er 1 oder 5 Sterne vergibt. Denn das Buch ist nicht nur eine Anleitung, sondern spiegelt auch eine Lebenseinstellung wider. Das Buch muss zu einem passen. Wer nur ein bissel aufräumen, umstellen und neu gestalten will, für den ist das Buch nichts. Die...
Vor 21 Monaten von KS veröffentlicht

versus
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolle Tipps ... doch weniger ist oft mehr
Das Buch fand ich schon ganz gut und in Sachen Bücher und Kleidung habe ich die Tipps zum Teil auch umgeetzt. Es war wirklich unglaublich einmal zu sehen, wie viele Produkte ich habe. Ich habe mich von vielen Dingen getrennt, allerdings konnte und wollte ich es vielleicht nicht so umsetzen wie es von der Autorin empfohlen wurde. Ich fand es auch unglücklich, das...
Vor 12 Monaten von Ingo veröffentlicht


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325 von 331 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Aufräum-Buch seit "Simplify your life", 9. Mai 2013
Von 
KS "Bookmark" (Leinfelden-Echterdingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Liebe Leser,

zunächst einmal - jeder hier liegt richtig mit seiner Bewertung, egal ob er 1 oder 5 Sterne vergibt. Denn das Buch ist nicht nur eine Anleitung, sondern spiegelt auch eine Lebenseinstellung wider. Das Buch muss zu einem passen. Wer nur ein bissel aufräumen, umstellen und neu gestalten will, für den ist das Buch nichts. Die können mit klassischen Büchern zur Organisationsstruktur mehr anfangen. Wer aber der fernöstlichen Kultur gegenüber etwas aufgeschlossen ist, versteht, was Marie Kondo sagen will.

Ideal ist das Buch für alle "Nicht-loslassen-Könner", die unter einem echten Leidensdruck stehen und den Eindruck haben, unter den vielen Dingen in ihrem Leben zu ersticken. Das müssen keine Messies sein, sondern es gibt auch Menschen mit gut aufgeräumten Wohnungen, die darunter leiden, dass zu viele Dinge in ihrem Leben sind. Genau wie die Reizüberflutung durch die Werbung können auch Dinge unsere Energien blockieren. Ich ärgere mich immer, dass ich so viel Zeit damit verbringe, Dinge aufzuräumen, die ich nie nutze, nur weil sie 1) einfach da sind, 2) ein Geschenk waren, 3) mal viel gekostet haben, 4) einfach schön aussehen oder 5) mit Erinnerungen verbunden sind. Außerdem bin ich stinkfaul und habe keine Lust zum aufräumen. Ergo: je weniger Dinge ich habe, desto weniger muss ich aufräumen. Das Buch ist ein Glücksgriff für alle, die Besitz als Belastung sehen und für die er sich anfühlt wie ein Mühlrad um den Hals.

Allein ein Tipp ist das Buch schon wert: dass man nicht zimmerweise, sondern nach Kategorien aufräumen soll. Ich räume immer zimmerweise auf, was zur Folge hat, dass man Dinge, bei denen man nicht weiß, wo man sie hintun soll, einfach nur von einem Zimmer ins andere hin und her räumt. So bleibt kein Zimmer lange aufgeräumt.

Das heißt nicht, dass wir unsere T-Shirts auf Postkartengröße falten und in die Schublade stellen müssen. Ich habe keine Schublade für T-Shirts, bei mir liegen sie sauber aufeinander im Schrank. Und man muss auch nicht mit seinen Sachen reden oder Taschen abends ausräumen, um ihnen einen schönen Feierabend zu gönnen (wenn ich das tue, fehlt mir am nächsten Tag die Hälfte, weil ich immer eilig aus dem Haus gehe und meine Tasche schnappe, ohne hineinzuschauen). Man muss ja auch Rezepte nicht 1:1 nachkochen, und man muss sie nicht verwerfen, nur weil man einige der Zutaten nicht mag. Schließlich sind wir Individualisten und können selbst entscheiden, welchen Teil des Buches wir umsetzen möchten.

Für mich ist "Magic Cleaning" das beste Buch seit "Simplify your life". Beim Lesen hat es "klick" gemacht. Zwei Beispiele:

1. In meinem Keller stehen ein paar Langlauf-Ski mit Stöcken und zwei Paar Langlaufschuhe, im Schrank hängt ein wunderschöner, leichter, atmungsaktiver Langlauf-Anzug. Die Sachen würde ich nie hergeben! Warum nicht? Weil sie fast neu sind, und ich könnte ja "irgendwann mal" wieder langlaufen, und dann müsste ich alles neu kaufen (teuer). Das sage ich mir seit 15 Jahren. In den Anzug passe ich längst nicht mehr rein, und die Ski stehen ungenutzt im Keller. Marie Kondo sagt: "Irgendwann" gibt es nicht.

2. Ich besitze ein paar alte, sehr gut erhaltene Bände mit Klaviernoten (Sonaten). Die habe ich von meiner Mutter geerbt (vor fast 30 Jahren). Damals waren sie nützlich, ich selber konnte dafür nie gut genug Klavier spielen. Also stehen sie seit 30 Jahren in meinem Regal. Sind wertvoll. Sehen schön aus. Nützen niemandem.

Wenn man nun so verrückt ist, Dingen eine "Seele" zuzusprechen (was nach westlichen Denkmustern völliger Blödsinn ist!), könnte man sagen, dass man diesen Sachen nicht gerecht wird. Die Ski stehen im Keller und würden gerne wieder raus in den Schnee, denn das ist ihre Bestimmung. Und die Klaviernoten langweilen sich im Regal und würden gerne mal wieder ihren eigenen Klang hören.

Nein, ich bin nicht auf Droge!!

Wenn man schon nicht den Dingen eine Seele zusprechen will, dann könnte man an die Menschen denken, die sich über diese Dinge freuen würden, weil sie sie nutzen! Dinge, die wir nicht nutzen, verkleben unsere Seele und blockieren unsere Energien. Marie Kondo sagt, das einzige Kriterium, Dinge zu behalten, ist die Frage: "Macht es mich glücklich?" Wenn nicht, weg damit (ok, das trifft nicht auf Steuerunterlagen zu ;-) die machen nicht glücklich, aber da kommt man nicht drumherum). Nach diesen Kriterien könnte ich rund 70 Prozent aller Dinge entsorgen. Und wenn ich konsequent bin, schaffe ich es auch, obwohl da etliche Zähneknirsch-Entscheidungen vor mir liegen. Das heißt nicht, dass ich hinterher ein Regal wie auf dem Cover haben will. In meinen Regalen werden auch weiterhin schöne Sachen stehen, aber eben nicht mehr so viele.

Dass überflüssige Dinge unsere Energien blockieren, kann man sogar nach westlichen, wissenschaftlichen Maßstäben erklären. Nach der Quantenphysik besteht jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze, jedes Stück Stoff und jeder Stein auf sub-atomarer Ebene aus Energie (Strings). Materie besteht nur auf der Makroebene unserer Wahrnehmung. Allein das ist Argument genug, nur die Dinge zu behalten, die wir lieben und nutzen. Ich habe sehr viele Klamotten, ziehe aber immer dieselben Lieblingsstücke an. Das sind circa 20 Prozent (großzügig geschätzt). In meinem Schrank wird bald viel Platz sein :-)

Wer seine Sachen nicht verschenken will, weil sie mal teuer waren, kann sie bei Ebay verkaufen. Aber wollen wir mit Dingen, die wir eh nicht mehr brauchen, weitere Lebenszeit verschwenden? Wohl eher nicht. Außerdem wollen wir vom Schicksal doch auch gerne was geschenkt bekommen. Also sollten auch wir großzügig abgeben.

Ich hätte noch zwei eigene Tipps zum Thema Aufräumen:

1. Machen Sie es wie André Kostolany. Der Aktienpapst wurde reich mit einer einzigen, einfachen Methode: "Würde ich das, was ich im Portfolio habe, heute wieder kaufen?" Wenn nein, dann hat er es verkauft - egal mit welchem Verlust. So hat er langfristig genau das richtige getan. Ich frage mich also: Würde ich dieses oder jenes heute wieder kaufen? Wenn nein, weg damit. Oder fragen Sie sich: Wenn heute meine Bude abbrennen würde, was würde ich mir wiederbeschaffen? Genau das reicht zum Leben dann auch aus.

2. Wenn Sie Probleme haben, sich von Dingen zu trennen (so wie ich), machen Sie es umgekehrt. Werfen Sie alles auf einen Haufen und erlauben Sie sich dann, das, woran Ihnen etwas liegt, aus dem Stapel zu holen. Dann ist es kein "davon muss ich mich trennen", sondern ein "das darf ich behalten". Macht gleich mehr Laune!

Das war viel Theorie - nun geht es an die Praxis. Das wird nicht leicht für mich. Für niemanden. Aber ich denke, dass das Entrümpeln von Dingen gleichzeitig die Seele aufräumt. Danach kann man sich besser entscheiden, was heute nützlich, wichtig und richtig ist.

Amen ;-)

Viel Spaß mit der Lektüre und der Umsetzung!
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220 von 226 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum Ausmisten und Aufräumen viel mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun hat., 3. März 2013
Wie sieht es an Ihrem Arbeitsplatz aus oder in der Wohnung?
Fühlen Sie sich wohl? Suchen Sie oft Unterlagen oder müssen Sie jeden Tag erstmal lange aufräumen?
Oder haben Sie vor dem Chaos, das Sie, Ihr Partner oder Ihre Kinder anrichten, schon resigniert?

In der Bahnhofsbuchhandlung fiel mir das Buch Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert von der Japanerin Marie Kondo in die Hände. Ich habe ja schon öfters in meinem Persönlichkeits-Blog über die positiven Wirkungen des Ordnunghaltens geschrieben.

Manche Ratgeber zum Aufräumen empfehlen, etwas wegzuwerfen, wenn man es etwa ein Jahr lang nicht benutzt oder getragen hat. Doch in dem Buch von Marie Kondo geht es um einen radikalen, ganz anderen Ansatz beim Aufräumen.

Sie empfiehlt:

Was Sie glücklich macht, behalten Sie.
Was keine Erfüllung bringt, werfen Sie weg.

Dazu sollen Sie jeden einzelnen Gegenstand in die Hand nehmen und achtsam auf die Reaktionen des Körpers und der Seele achten. Dabei merken Sie wahrscheinlich, dass Sie auf die verschiedenen Gegenstände unterschiedlich reagieren.

Die Autorin empfiehlt nicht nach Zimmern aufzuräumen, sondern nach Kategorien. Also wenn man seinen Kleiderschrank ausmisten will, nach Unterkategorien wie Kleider, Hosen, Oberteile, Strümpfe und Wäsche vorzugehen. Und dann alles einer Kategorie auf einen großen Haufen werfen. Dadurch wird einem bewusst, was man alles besitzt.

Und dann nehmen Sie jede Sache in die Hand und prüfen Sie achtsam, ob Sie sie behalten möchten und wofür?

Dazu ist es wichtig, herauszufinden, welchen Zustand Sie mit dem Aufräumen erreichen wollen: Eine klare Atmosphäre in Ihrer Wohnung? Mehr Zeit für das Wesentliche? Mehr Übersicht und Klarheit in Ihrem Leben? Entspannung und Ruhe?

Auf diese Weise finden Sie heraus, wo Ihre Prioritäten liegen. Was Ihnen wirklich wichtig ist. Und wovon Sie sich befreien wollen.

Marie Kondo hat zudem jede Menge unüblicher Tipps:

Nie dem Partner oder der Familie zeigen, was Sie wegwerfen wollen.
(Weil dann vieles vermutlich wieder an anderer Stelle aufbewahrt wird.)

Kleidung nicht auf Bügel, sondern zusammengelegt aufzubewahren.
(Weil Sie sie dazu in die Hand nehmen müssen und besser spüren.)

Im Schrank die schweren, langen, dunklen Sachen nach links ordnen.
(Weil das (leichtere, helle Sachen nach rechts ) eine nach rechts oben weisende Linie ergibt, die gute Stimmung macht.)

Socken nicht auf links drehen und zusammen knüllen.
(Sondern aufrecht in Schubladen oder Kartons stellen.)

Alles wegwerfen, was seinen Zweck erfüllt hat.
(Seminarunterlagen, Kreditkartenabrechnungen, Stromrechnungen, Gehaltsnachweise, Bedienungsanleitungen, ungeliebte Geschenke, Umverpackungen, Kosmetikpröbchen, Werbegeschenke, Bastelgeschenke der Kinder usw.)

Das Ausmisten und Wegwerfen ist der erste Schritt. Damit Sie nicht nach kurzer Zeit wieder bei derselben Ordnung landen, gibt es nur einen Weg:

Jede Sache braucht ihren festen Platz.
Und nach Gebrauch legen Sie es auch genau an diesen Platz.

Klingt logisch. Die Dinge brauchen also ihren festen Platz und dürfen nicht auf verschiedene Orten verteilt werden.

Heißt konkret, wenn Sie nach Hause kommen, hängen Sie den Schlüssel ans Schlüsselbrett und legen ihn nicht auf den Küchentisch. Ihr Sakko oder Ihr Oberteil werfen Sie nicht aufs Sofa, sondern hängen es auf einen Bügel im Schlafzimmer. Ihr Handy stellen Sie in die Ladestation im Wohnzimmer anstatt es in der Tasche zu lassen.

Und hier wird es richtig interessant. Marie Kondo schreibt:

“Aufräumen ist der kürzeste Weg zur Selbsterkenntnis. Ihr Besitz, also alles, was Sie umgibt, erzählt Ihnen die Geschichte Ihrer Entscheidungen. Das Aufräumen ist wie eine Inventur Ihrer Persönlichkeit, bei der Sie entdecken, wer Sie sind und was Sie wirklich wollen.”

Fazit: Ziel des Aufräumen ist es, sich nur noch mit Dingen zu umgeben, die einen glücklich machen. Und dazu müssen wir uns von den Dingen trennen, die uns nicht glücklich machen.

Dazu liefert dieses Buch die perfekte Anleitung. Unbedingt lesen - und dann handeln!
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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Tipps zum Ausmisten, 25. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Natürlich muß man nicht alles übernehmen, was Frau Kondo empfiehlt.
Dennoch überzeugt mich ihr Ansatz zum Ausmisten. Nämlich nur noch die Dinge zu behalten, die einen auch glücklich machen. Mit diesen Dingen geht man dann natürlich auch sorgfältiger um, sie landen nicht irgendwo in der Ecke und produzieren wieder neues Chaos.

Dabei rät sie nicht nach Zimmern aufzuräumen, sondern nach Kategorien. Und zwar in der festen Reihenfolge: Kleidung, Bücher, Kleinkram, Erinnerungsstücke, Fotos.
Bücher zu entsorgen fiel auch mir lange schwer. Mittlerweile habe ich nur noch eine erlesene Auswahl zuhause, die ich auch immer noch gerne in die Hand nehme. Viele andere habe ich meiner örtlichen Leihbücherei geschenkt. In all den Jahren habe ich kaum ein Buch tatsächlich doppelt gelesen. Und seit es den kindle gibt, gibt es eh kein Platzproblem mehr für mich Vielleserin.
Kleidung zu entsorgen fällt da schon leichter. Wer hat keine Fehlkäufe zuhause im Schrank, die eh nur Platz wegnehmen und doch nie angezogen werden.

Nach Frau Kondo soll jedes einzelne Teil in die Hand genommen werden, um zu erspüren, ob man es behalten will, bzw. ob es einen glücklich macht. Ziemlich aufwändig, aber angeblich wirkungsvoll. Von den Dingen, die man entsorgen will soll man sich verabschieden, indem man sich bei ihnen bedankt. Naja, das ist schon etwas gewöhnungsbedürftig und nicht so meins.
Interessant finde ich ihre Aufräumtipps für hinterher, also der glücklich machenden Dinge.
Den Dingen einen festen Platz geben und immer dort hin verstauen, Ordnung des Papierkrams ( lediglich 2 Ordner erforderlich ), Kleidung zusammenlegen und stehend verstauen etc. und vor allem ohne teure Ordnungssysteme auszukommen.
Hier kann man noch einiges lernen.

Ein Buch, das auf jeden Fall beim Ausmisten helfen kann und von mir eine klare Kaufempfehlung.
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Magic Cleaning, 3. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich dachte immer, ein Buch fürs Aufräumen, so ein Quark!!!
Bin irgendwie drauf gestossen, habe die Rezensionen gelesen und war dadurch schon so begeistert und motiviert und hab schon losgelegt bevor das Buch ankam. Dieses Buch hab ich verschlungen! Ich bin und war ein sehr ordentlicher Mensch, der eigentlich keine Aufräumanleitung braucht. Aber hier gehts nicht ums aufräumen, sondern ums ausmisten und entsorgen! Nimm jedes Teil in die Hand und frage Dich, macht mich dieses Teil glücklich? Wenn ja, dann behalte es, wenn nein, dann entsorge es!
Was soll ich sagen... 15 grosse Umzugskartons haben den Weg aus meiner Wohnung gefunden zu einem Flohmarktler, der sich ein Loch in den Bauch über die Sachen gefreut hat!!! Ich habe 2 !!! Kleidersammlungskontainer vollgemacht und war insgesamt 7 !!! Mal im Wertstoffhof beim Entsorgen!!! Nein ich habe kein Haus, ich habe eine 75 qm 3-Zimmerwohnung mit einem 1,50 auf 1,50 Keller!!! In meinem Kleiderschrank sind nur noch Sachen, die ich wirklich mag. Meine Vorratshaltung hat sich extrem reduziert. 400 Bücher haben mich verlassen, da gerne gelesen, aber bestimmt kein zweites Mal, Videos ohne Videorekorder machen auch keinen Sinn, Geschirr, das man nicht benutzt muss auch nicht rumstehen. Und die Geschenke von den Lieben, die die Schränke vollmachen und schon beim Erhalt Zähneknirschen verursacht haben, raus damit!!!! Damit hab ich bei EBay-Kleinanzeigen (nur Abholung) inzwischen 120,-€ verdient :-) Ich habe inzwischen ein Schlafzimmer ohne Kleiderschrank, nur das Bett, 2 tibetische Nachtkästchen, passende Lampen, Tibetische Bilder und einen lebensgrossen Holzbuddha darin, orangefarbene Vorhänge, eine echte Wohlfühloase zum Relaxen, zum Schlafen fast zu schade... In allen Räumen gibts leere Schrankfächer und Schubladen, sofern die Schränke und Regale nicht rausgeflogen sind... 30 Jahre aufheben, weils ja noch gut ist und mal viel gekostet hat ist rausgeflogen! Ich umgebe mich nur noch mit Sachen, die mich echt glücklich machen und das ist ein unbeschreibliches Gefühl!!!!!! Für eine sparsame Person wie mich hat das Entsorgen und Verschenken von guten Sachen schon einige Schmerzen bereitet, aber das befreiende Gefühl jetzt danach ist mit nichts zu beschreiben! Und ich möchte nochmal klarstellen, ich hatte keinen Messiehaushalt!!!!!
Wer das Gefühl hat, ich brauche eine grössere Wohnung, ich brauche mehr Stauraum, neue Schränke und Regale, der sollte dieses Buch unbedingt kaufen, denn danach ist nichts mehr wie es war, ein Umzug nicht mehr nötig und Sie sind garantiert glücklich!!! Ehrenwort!!!
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50 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Wohnung ist kein Lager für unglücklich-machende Sachen, 14. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe das Buch aus einer Laune heraus gekauft, aus dem einfachen Grund, weil ich noch nie einen Ratgeber beim Aufräumen und Ausmisten hatte und mir eigentlich kaum vorstellen konnte, wie jemand tatsächlich durch ein Buch zum Aufräumen motivieren kann. Bisher habe ich meine Wohnung immer nur oberflächlich aufgeräumt. Es war zwar immer sauber und ordentlich, aber eben doch nie richtig. Am meisten haben mich ungetragene Klamotten, der übliche Krimskrams, ungelesene und ausgelesene Bücher und meine unzähligen Univorlesungsmappen gestört! Nun war ich also gespannt zu erfahren wie ein echter Profi beim Ausmisten vorgeht....

.....Marie Kondo wirkt auf mich beim lesen einfach unheimlich kompetent in dem was sie als "Aufräumprofi" tut. Ihre ganz persönliche Leidenschaft hat sie zu ihrem Beruf gemacht und alleine das finde ich schon toll und unheimlich motivierend! Sie ist vielleicht zu Beginn etwas krass eingestellt, doch genau das reizt mich - ohne Kompromisse, razfazz und aus dem Inneren heraus geht sie systematisch und geordnet perfekt organisiert ans Werk und hat mir innerhalb weniger Tage geholfen, den größten Teil meiner angehäuften DINGE - die mich unbewusst schon immer belastet haben - loszuwerden! Ich konnte noch nie gut wegwerfen und habe tatsächlich fast immer alles auf "Ich lese/trage/benutze das hier irgendwann" geschoben. Doch das war nie so und wäre auch nie so gekommen! Das musste ich mir teils schmerzhaft beim Lesen des Buches eingestehen!

Ich habe alle Punkte im Buch abgearbeitet - zuerst den Kleiderschrank, dann das Bücherregal, den Papierkram, Kleinkram und Nippes und dann sogar noch Erinnerungssachen, Fotos, sinnlose Geschenke etc. ausgemistet - ORDENTLICH ausgemistet und immer wieder hintereinander weg, bis tatsächlich ein ganzer Berg Mülltüten zusammengekommen ist.
Und ich fühle mich frei, leichter, nicht mehr bedrängt von all diesen Gedanken und Erinnerungen, die mit jedem einzelnen Ding zusammen hingen.
Meine Wohnung ist gemütlicher geworden und sofort haben alle meine Freunde mich nach meinem Sinneswandel befragt, waren unheimlich positiv überrascht und wollten mehr über diesen sichtbaren Wandel wissen. (Das war echt die Krönung :D)

Für mich war und ist dieses Buch genau das Richtige! Ich habe noch nie so viel in einem Buch unterstrichen und praktisch sofort umgesetzt.
Juhuuuuu =))
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Motivation mit praktischen Tipps, 27. August 2013
Die Autorin ist krankhaft aufräumbesessen. Es ist ihr Beruf, andere Hobbys scheint sie nicht zu haben. Das sehe ich nicht als Nachteil. Sie weiß, wovon sie schreibt.
Die Autorin motiviert ihre Leser nicht nur, sondern gibt auch viele Tipps, wie sie aufräumen und aussortieren sollen. Diese sind durchaus brauchbar und logisch. So soll man nicht Zimmer für Zimmer aufräumen, sondern nach der Art des Zeugs, um der Gefahr zu begehen, vieles mehrfach zu haben, da es übers Haus verteilt ist.
Ein Nachteil ist, dass die Methoden auf Single-Haushalte oder zumindest Paare ohne Kinder zugeschnitten sind. Auf die Küche wird kaum eingegangen, Kinderzimmer fehlen ganz. Keine Mutter mit mehreren Kindern wird ihr gespültes Geschirr und Besteck zum Trocknen auf den Balkon tragen, auch wenn die Sonnenbestrahlung Strom spart und Pilze tötet. Außerdem hätte ich Angst, dass Vögel draufkacken.
Dennoch kann man das Buch auch als Familie benutzen, auch wenn es hier gewisse Grenzen aufweist. Es bringt schon sehr viel, Bücher und Klamotten auszusortieren. Gerade Bücher sind schwer und sperrig. Der Rücken wird’s beim nächsten Umzug danken.
Immer wieder erwähnt sie, dass sich durch ihre Methode viel im Leben ihrer Klienten verändert hat. Das kann ich teilweise bestätigen, da mein Leben nun etwas „runder“ läuft. Aber ich bin noch nicht fertig mit dem Prozess. Das wird noch einige Monate dauern.
Die große Stärke des Buchs ist der Motivationsbereich neben dem Aufräumen nach Arten. Durch sie bin ich sehr viel Zeug, auch mehr als zehn Kartons mit Büchern losgeworden, obwohl ich davor schon gedacht habe, aussortiert zu haben. Für einige Buchblogger ist es die ultimative Todsünde, Bücher wegzugeben. Doch wenn ihr mehr als zehn Jahre lang Bücher hortet und kaum etwas davon loswerdet, so werden sie euch unweigerlich irgendwann belasten und keinen Platz für neue Bücher und neue Entwicklungen lassen. Trotz kleiner Schwächen kann ich das Buch von Marie Kondo empfehlen.
Ich habe es als E-Book erworben, obwohl ich Sachbücher meist mangels ordentlich verlinktem Inhaltsverzeichnis noch im Papierformat besitze. In diesem Format hat es sich bisher nicht als nachteilig erwiesen, da es so viele Kapitel nicht sind und ich es von vorne nach hinten durchgelesen habe, wie es auch am Sinnvollsten erscheint, denn die Kapitel sind aufeinander aufgebaut.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aufräumen nach dem Glücksprinzip - schwere Entscheidungen stehen an, 2. Dezember 2014
Nun gut, zuerst muss man sich auch darauf einlassen, dass man in eine andere Welt eintaucht. "Aufräumcoach"? "Aufräumseminare?" Es gibt tatsächlich Menschen, die damit ihr Geld verdienen? Und noch dazu gibt es dann zwei Kurse: einen für junge Frauen und einen für Manager... hm... Hausfrauen räumen auf... Oder man hätte das im Hauswirtschaftsunterricht in der Schule lernen können. Oder sie selbst wolle noch brav lernen um gut auf ihre Zukunft als Hausfrau vorbereitet zu sein.... ?? Blutgruppen, Feng Shui, Chi... wird natürlich auch noch drübergestreut. Eh klar, das gehört dazu ;)

Worum es hier geht ist kein neues Ordnungskonzept, was bestimmt einige erwarten. Es geht weniger darum, wie man richtig eine Schublade einräumt oder wie man ein Hemd ordentlich faltet, damit es wenig Platz braucht. Es geht vielmehr um die Psychologie, warum wir uns von den Dingen nicht trennen, die uns nicht glücklich machen.

Sie selbst sagt so nett, dass auch bei Aufstellen von noch so vielen Delfinen und Zimmerbrunnen, das Chi durch ein chaotisches Zimmer nicht fließen kann. Ja, das klingt esoterisch, aber das macht nichts.

Ich finde, das was sie so gut herausstreicht ist das, was man in sonstigen Ratgebern vermisst: das Gefühl. Der Verstand ist sowieso immer eingeschaltet. Wir heben viele Dinge aus durchaus rationalen Gründen auf! Wenn man uns fragt, warum wir diese Bluse, die wir nie anziehen, noch haben, so wissen wir bestimmt viele Gründe, warum wir sie nicht ausmustern. Beim Lesen fühlte ich mich dann immer ertappt, weil sie genau diese Begründungen aufzählt. Was wir nicht machen, ist zu fühlen, auf unsere Stimme zu hören, was sie uns sagt, wenn wir den kratzigen Pulli, den wir geschenkt bekommen haben, angreifen. Wir sollen uns nicht darauf konzentrieren, was wir wegwerfen, sondern, was wir behalten wollen. Macht es uns JETZT glücklich, so sollen wir es behalten. Alles andere kommt weg, denn es macht uns nicht glücklich. Es geht viel weiter in die Psychologie, in das Innere des einzelnen Menschen, als ein bloßes Ordnungskonzept. Daher wird man hier auch keine "Tipps für ein sauberes Bad" finden.
Zu Beginn soll man sich auch ganz genau fragen, was man sich wünscht. Warum möchte man aufräumen. Sie zeigt anhand von Beispielen, was schwammige Ziele sind und wie konkrete Vorstellungen aussehen sollen. Man solle sich genau fragen, warum man aufräumen will.
Und auch hier fühle ich mich ertappt: ich weiß, dass ich vieles nicht weggebe, weil ich sehr in der Vergangenheit verhaftet bin. Ich möchte mich davon nicht trennen. Ich bin nicht bereit loszulassen. Und ich denke das ist auch eine Erkenntnis, die man aus dem Buch mitnehmen kann.
Sie erklärt einem, dass man Bücher, die man "irgendwann mal lesen" möchte, doch nie liest, Knöpfe von Kleidungsstücken doch nie annäht, Kleidungsstücke, die man nicht mag, doch nie trägt. Ja, auch hier fühle ich mich gern ertappt. Laufe auch ich seit Jahren mit einer Strickweste mit fehlendem Knopf herum, obwohl ich genau weiß, wo meine Knöpfe (auch dieser eine) gelagert wreden.

Ich beginne zu lesen und während ich dort und da ertappt werde, beginnt ein Satz schon zu Beginn meine Stimmung zu dämpfen, denn er sagt im Wesentlichen aus, dass jeder, der bereit ist sich mit seinem Besitz auseinander zu setzen und die Sachen, die ihn nicht glücklich machen auszusortieren, aufräumen kann. Nun... Ich kann eben nicht gut aussortieren. Ich "brauche" alles, was ich habe und ich treffe keine Entscheidungen.
Etwas später bekomme ich richtig Lust darauf meine Kleidung aus zu sortieren - steht doch sowieso das Umräumen von Sommer auf Winter ins Haus. Ich hätte auch lieber einen Ganzjahreskasten - habe ich aber aus Platzgrünen nicht! Ich könnte mich also schon auf den Weg machen.
Aber dann schiebe ich es immer hinaus... ich denke mir, es dauert zu lange, ich hätte dafür zu wenig Zeit, es ist zu viel...in Wahrheit schiebe ich es vor mich her. Nun habe ich gerade begonnen meine Sachen auf diesen einen berühmten Haufen zu werfen. Ich kann nicht anfangen. Ich zögere. Ich möchte nichts angreifen und spüren, ob ich es mag. Ich möchte alles wieder in den Schrank räumen. Auf die Psyche bezogen möchte ich mich mit einigen Dingen vielleicht nicht beschäftigen. Ich kehre sie unter den Teppich, sperre sie im Schrank ein, Tür zu und passt. An diesem Punkt stehe ich nun und habe diese Rezension getippt: meine Kleidung liet im Zimmer verstreut, meine Motivation ist gedämpft, meine Angst vor dem Wegwerfen ist groß. Ich weiß nicht, ob ich es schaffe. Eventuell kann ich später schon Neueres berichten.

Noch etwas zum Wegwerfen:
Es geht, wie gesagt, eigentlich ums Behalten. Wenn wir aber nur A und B behalten, müssen wir natürlich C-Z wegwerfen. Wir sollen uns eben nur mit den Dingen umgeben, die uns glücklich machen und nicht mit denen, die uns erdrücken, weil wir uns nicht von ihnen trennen können.
Sie sagt auch, dass die Trennung keine Geringschätzung der Gegenstände ist, ein Liegenlassen, ein tagtägliches Nichtbeachten ist Geringschätzung. Wir sollten erkennen, welchen Zweck der Gegenstand erfüllt hat, uns bei ihm bedanken, und ihn dann entsorgen.
ALLERDINGS:
1) ich halte nicht viel vom Wegwerfen! Ich habe bei sehr vielen Dingen kein Problem mich zu trennen, da ich das Buch (bspw.) wirklich nicht brauche. Es ist aber fast wie neu und es halt Geld gekostet. Ich möchte es also jemandem geben, der es brauchen kann. Bei Kleidung kann man immer sagen, man gibts in die Altkleidersammlung... aber auch hier, bei aller Liebe, bin ich häufig zu egoistisch und möchte ein Kleidungsstück, für das ich selbst recht viel bezahlt habe, nicht herschenken.
Es ist aber gar nicht so einfach Sachen zu verkaufen. Viele Dinge werden nicht gerne abgenommen und wenn man außerhalb der Stadt lebt ist durch den Versand fast immer noch ein zusätzlicher Kostenfaktor dabei, durch den es sich für den Käufer teilweise nicht lohnt einen gebrauchten Gegenstand zu erwerben.

2) Ich denke mir, wenn jemand Geld dafür hat, sich einen Aufräumcoach zu organisieren, ist genügend Geld da, Sachen einfach zu verwerfen. Bspw. meine Snowboardjacke. Ich habe sie nicht zu der Kleidung auf den Boden geworfen (zuerst werden alle Gegenstände einer Kategorie auf einen Haufen gebracht und von dort wird dann sortiert), weil ich weiß, dass ich sie behalten werde. Sie gefällt mir nicht mehr, sie ist mir zu groß, sie ist unmodern. Aber, sie ist meine einzige, ich werde die alte aussortieren, wenn ich eine neue habe. Sehr rational, aber es ist auch eine Geldfrage!
Genauso finde ich, dass sie Recht hat, dass man die meisten Seminarunterlagen einfach wegwerfen kann. Ihrer Meinung nach, sollte das Seminar so gut gewesen sein, dass man sich den Inhalt sowieso merkt (ich für meinen Teil habe kein so gut funktionierendes Gehirn) und sollte man es doch vergessen und zufällig brauchen, so macht man eben das Seminar nochmal. Entschuldigung? Goldesel streck dich? Viele Seminarunterlagen sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt wurden, aber so generell?

3) Es ist wahrscheinlich leichter, wenn jemand "im Genick" steht, dass man sich tatsächlich von etwas trennt. Ich für meinen Teil, kann mich einfach nicht entscheiden. Ich stelle mir die Fragen, die sie im Buch empfiehlt sich zu stellen: "zieh ich das Teil nächste Saison an" und wenn man zögert, soll man es entsorgen, denn es macht einen offensichtlich nicht glücklich. Wenn ich es so handhabe, habe ich am Ende zwei Shirts, eine Hose und eine Jacke. Ich weiß bei den meisten Sachen nicht, ob sie mich glücklich machen. Angeblich muss man das auch üben - deshalb beginnt man auch mit der Kleidung (davon hat man für gewöhnlich sehr viel) und zwar mit der, die gerade keine Saison hat (weil man sie gerade nicht trägt).

Die rationalen Gründe gepaart mit den emotionalen, machen ein Entrümpeln tatsächlich schwer. Und eigentlich geht es darum, sein Leben zu entrümpeln, die angehäuften Gegenstände sind nur äußere Zeichen, Symbole, Symptome. Ich bin mir sicher, dass ein echtes Entrümpeln Vieles zu Tage fördern kann. Ich denke auch, dass viele (auch ich) davor Angst haben.

zu guter Letzt: sie sagt auch selbst, ihre Strategie gilt auch für ihr Buch. Wenn es nicht glücklich macht, soll es bitte entsorgt werden ;)
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79 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nein, das ist kein Esoterik-Buch!, 11. März 2013
Zuerst mal ein großes Lob meinem Vor-Rezensenten, der das meiste schon treffend gesagt hat, was es zu diesem Buch zu sagen gibt. Ich möchte noch hinzufügen, dass ich das Buch mit Vergnügen gelesen habe. Die Beispiele, die Marie Kondo aus ihrer Praxis und ihrem eigenen Leben anführt, sind amüsant und einem manchmal allzu bekannt... Beim Lesen hat es mich richtig in den Fingern gejuckt, und ich habe schon ab und zu etwas entsorgt, noch bevor ich mit dem Buch durch war und richtig mit dem Ausmisten angefangen habe.

Was mir das Buch so sympatisch macht, ist auch, dass es in Japan ein Bestseller ist. Wir Westler schauen ja immer neidisch auf die aufgeräumten, nur aus einem niedrigen Tisch und einem Blumengesteck bestehenden japanischen Räume. Aber wenn man Marie Kondo Glauben schenkt, geht es den Japanern auch nicht anders als uns: Sie häufen jede Menge Gerümpel an, das sie dann durch raffinierte Aufbewahrungssysteme bzw. Auslagerung ins Elternhaus verzweifelt zu verwalten suchen. Das kennt man doch irgendwie. Der Hang, Wohnungen vollzumüllen, scheint ein universelles Prinzip zu sein. Um so besser, dass man mit Hilfe dieses Buches etwas dagegen unternehmen kann.

Leider hat der Verlag mit dem Titel "Magic Cleaning" das Buch in die Esoterik-Ecke gerückt, wo es nicht hingehört. Vermutlich, um an den Erfolg von "Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags" anzuknüpfen, das eigentlich auch kein Esoterikbuch ist. Viele Leute, die es dringend lesen müssten, werden so nicht mal einen Blick reinwerfen.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirkt reinigend wie eine Psychotherapie, 6. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert (Kindle Edition)
Der zentrale Gedanke des Buches ist, sich von Kleidungsstücken, Dingen, Geschenken, Daten oder Bildern zu trennen, die insgesgeheim belasten, nur sich mit Dingen zu umgeben, die wirklich glücklich machen im Sinne einer positiven Aura. Nach der Lektüre, die auch sehr sympathische und selbstkritische autobiographische Züge trägt (als fünjähriges "Sandwichkind" neigte die Autorin schon zum Ordnen im ganzen Haushalt) wird man geradezu von einem Wegwerfvirus angesteckt, die auch die einstmals geliebte Schallplattensammlung umfaßte (ich hatte die schon längst als CD und dann wiederum digital). Es stimmt wirklich, nicht mehr Regale und Ordnungshilfen müssen her, sondern es muß sinnvoll reduziert werden, aber nicht nach einer mathematischen Formel, sondern nach der Art der emotionalen Bindung. Erst kommen die Kleidungsstücke ran, dann die sehr persönlichen Gegenstände. Das Buch wirkt übrigens sehr nachhaltig: Unter dem Gesichtspunkt eines potentiellen Staubfängers kaufe ich nicht mehr.
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4.0 von 5 Sternen Magic Marie, 27. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich muss jetzt auch mal eine Lanze für Fr Kondo brechen, nachdem ich die * und ** Bewertungen gelesen habe.
Ja, Fr Kondo hat sich sehr sehr viel mit Aufräumen beschäftigt. Ja, man könnte es zwanghaft nennen, aber sie weiß wenigstens wovon sie spricht und sie verdient damit gutes Geld- es hat also seine Berechtigung.
Ja, Fr Kondo spricht hptsl Frauen an. Das mag an ihrer Herkunft liegen, aber ist es wirklich notwendig sich in jeden Satz auf Mann und Frau zu beziehen, um dem Leser das Gefühl zu vermitteln, das auch Männer die geschriebenen Tipps umsetzen dürfen? Für mich war das beim Lesen auch so verständlich.
Ja, Fr Kondo ist noch sehr jung und sie wohnt in einem Singlehaushalt. Ich bin allerdings nicht mehr so jung und wohne in einen Kinderhaushalt und kann bestätigen, das sich Fr Kondos Methode auch hier durchaus anwenden lässt.
Ja, Fr Kondo möchte ihre T Shirt in die Kommode stellen. Ich selbst stelle lediglich meine Hosen in die Schublade; das liegt aber auch daran, dass ich ansonsten gar keine Schubladen zur Verfügung habe, sondern nur die Möglichkeit die T Shirts zu legen. Ich könnte mir vorstellen, das die Einrichtung in Japan sich von unserer insofern unterscheidet, dass die Menschen dort vielleicht auch einfach mehr Kommoden besitzen und nicht nur PAX kleiderschränke.
Ja, Fr Kondo spricht mit ihren Sachen und sie macht sich teilweise sogar selbst darüber lustig. Hand aufs Herz: sprechen wir nicht manchmal alle hier und da mit uns selbst? Jeder hat wohl so seine Macken, der Unterschied liegt nur darin, dass Fr Kondo ihre öffentlich darlegt.
Die Heftigkeit, mit der hier dieses Buch von manchen Lesern verissen wird, macht mich nachdenklich.Vermutlich hat Fr Kondo da eine Menge wunder Punkte getroffen, anders kann ich mir die Aggressivität mancher Rezensionen nicht erklären.Fr Kondo schreibt überaus sympathisch, mit einem Augenzwinkern und nicht ohne Selbstironie, die - so wies aussieht- so einigen Rezensenten hier ja scheinbar fehlt.

Mir hat das Buch sehr geholfen. Manche Dinge sind genial und vereinfachen viele, andere passen für mich und meine Wohnung nicht und kann ich daher nicht umsetzen. In dem Fall steht es mir ja frei, darauf zu verzichten, oder eine andere Lösung/ Methode zu wählen.

So, und warum nur 4 Sterne? Weil ein paar Dinge fehlen bzw nicht erklärt werden.
1, Was mach ich mit Dingen, die mich nicht glücklich machen, die ich aber brauche? ( Damit sind nicht Steuerbelege gemeint, das wird erklärt) Bsp: ich besitze eine Kaffeekanne in einer Farbe die nicht zu meinem restlichen Service passt. Eine passende ist aber nicht aufzutreiben und ich ärgere mich immer wieder darüber. Die Kanne macht mich also nicht glücklich, aber ich kann sie nicht wegschmeissen, weil ich sie wirklich brauche. Hmmm.

2, Das Wegschmeissen. Meinen Meinung nach geht Fr Kondo da zu wenig auf die Möglichkeit des Verschenkens oder Verkaufen ein.Ich tue mir sehr schwer damit, funktionierende Dinge (zbsp: zu klein gewordene Rollerskates) wegzuwerfen wenn ich
a, eventuell dafür Geld bekommen könnte und es
b, jemand anderem Freude machen könnte.
Da mir das so schwer fällt, hab ich zuerst versucht überschüssige Dinge zu verkaufen und danach auch zu verschenken. Und mit Beendigung dieser Aktion musste ich Fr Kondo leider zähneknirschend recht geben, wenn sie rät so etwas einfach wegzuschmeissen, denn der Aufwand steht in keiner Relation.Meine Verkäufe gingen nur schleppend. In den Bereichen Kinderkleidung, Spielzeug, Bücher war so gut wie keine Nachfrage vorhanden,ich hab unzählige Portale ausprobiert, Flohmärkte ect,...die erzielten Preise waren oft lachhaft, der Aufwand dafür enorm.
Sogar das Verschenken gestaltete sich schwierig. Ich habe mich dafür extra auf speziellen *Gratis abzugeben- Seiten* angemeldet, aber selbst dort habe ich nicht alles loswerden können. Einen Großteil hab ich dann nach einigen Monaten erst recht genervt entsorgt. Traurig ja, aber nicht meine Schuld. Trotzdem: Der Punkt geht an Fr Kondo.
Trotzdem finde ich, hätte sie zumindest auf diese Möglichkeit mehr eingehen können. Vielleicht ist es in Japan generell nicht üblich, Sachen weiterzuschenken, das weiß ich nicht, aber für Europa wäre es wichtig gewesen,darauf einzugehen, denke ich.

So, das war meine Rezension, und, achja,...nach meinem Wegwerf Dilemma bin ich mal wirklich in mich gegangen und ich konnte auch tatsächlich eine für mich passende Lösung finden, um nie wieder soviel wegschmeissen zu müssen: Wie? Naja, ich häufe erst gar nicht mehr soviel unnützes Zeug an! Ich überlege vorher, ob ich das brauche und wie lange ich das brauchen werde und ob mich das glücklich macht. Und ja, ich stelle immer wieder fest, wieviel Dinge ich eigentlich überhaupt nicht _wirklich_ brauche.Ich lebe bewusster, ich kaufe bewusster ein- das hat Fr Kondo mir - neben einem erstmal seit 25 Jahren- wirklich funktionierenden Haushalt beigebracht.Und das ist ja mal nicht so ein schlechtes Ergebnis.
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