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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ach du heilige Venus!
Selten einen so intelligenten, frechen Roman?? gelesen. Die Idee Tannhäuser,Venus,Jesus,Hitler,Mao Tse Thung und Winnetou im Paradies(Venusberg) zusammenzuführen sorgt schon für ein kurzweiliges Lesevergnügen. Aussergewöhnlich auch auch der sehr persönlich und engagiert gehaltene Epilog des Autoren,sowie ein anhängendes...
Vor 22 Monaten von Sven Ceram veröffentlicht

versus
6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht mein Fall
Ich habe es nicht geschafft, das Buch bis zum Ende zu lesen, was mir nur ganz selten passiert. Eigentlich lese ich ein Buch immer durch, auch wenn es mir nicht besonders gefällt und denke, es wird schon noch, doch diese Geschichte hat mich einfach nicht gefesselt. Halb Sexroman und halb Fantasy, aber langweilig und irgendwie ohne jeden Sinn. Schade.
Vor 13 Monaten von Mammo970 veröffentlicht


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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ach du heilige Venus!, 3. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Venus-Sakrileg (Kindle Edition)
Selten einen so intelligenten, frechen Roman?? gelesen. Die Idee Tannhäuser,Venus,Jesus,Hitler,Mao Tse Thung und Winnetou im Paradies(Venusberg) zusammenzuführen sorgt schon für ein kurzweiliges Lesevergnügen. Aussergewöhnlich auch auch der sehr persönlich und engagiert gehaltene Epilog des Autoren,sowie ein anhängendes Literaturverzeichnis!!! Einzige Einschränkung ist der FSK 18 Hinweis. Besser wäre NFÜK 18 (Nicht für überzeugte Kirchenanhänger über 18).
Eine zusätzliche Auszeichnung für dieses Buch wäre die Aufnahme in die Giftliste der verbotenen Bücher der katholischen Kirche.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erleuchtung, 28. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Venus-Sakrileg (Kindle Edition)
Nun bin ich ein Mitwisser, die Hüter des Grals sind entlarvt und ich werde die Kunde der tiefsten Geheimnisse der katholischen Kirche hinausschreien, sodass ein Jeder Erleuchtung erfahren möge.
Ganz im Ernst: das Lügengebälk, das sich die Kirche im Laufe der Jahrhunderte erbaut hat, muss doch längst in jedem einzelnen Balken krachen.
Wer glaubt denn noch ganz im Ernst an eine unbefleckte Empfängnis?
Da fällt mir der Glaube an die Existenz der Venus im Paradies leichter.
Ein lesenswerter Roman, fantasiereich, wenngleich auch hin und wieder die Fantasie in rasendem Galopp durchgeht.
Das Buch hat mich gefesselt und mitgerissen, möge mir meine eigene geistige Freiheit mir das verzeihen...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Götterdämmerung auf dem Venusberg, 17. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Venus-Sakrileg (Kindle Edition)
Es geht hier nicht um die Auseinandersetzung mit der verklärt-romantischen Gralstradition eines Richard Wagner, auch wenn Titel, Namen und Figuren ähnliches erwarten lassen könnten.

Der Leser wird in gehobener Sprache und wohlgefeilten Sätzen durch kritisch-theologisch-philosophische Gedankenwelten geführt, die in romanhafter Weise dargeboten werden.

Die gesamte Schrift stellt sich als Versuch der Aufklärung und Belehrung eines durchschnittlichen, dem Mittelalter entstammenden Christen namens Heinrich Tannhäuser dar. Zugleich sollen auch die geneigten Leser aufgeklärt werden, wo es dann auch immer auf geeigneten Boden fallen mag. Die Aufgeklärten sind jedoch der Aufklärung meist überdrüssig und die vermeintlich Aufklärungsbedürftigen oftmals penetrant resistent bis indolent.

Die Kritiker an den hier genannten Thesen und Theorien hatten spätestens seit 1982 ausreichend Zeit, sich ihre Phrasen pedantisch-ignorant zurechtzulegen, mit denen sie instinktiv jedes vom Autoren dargebotene Postulat auch im Halbschlaf als „löchriges Sieb“ und „Verschwörungstheorie“ abzuwehren vermögen. Da dürfte der Hinweis im opulenten Anhang, dass es sich nicht um ein wissenschaftliches oder kein sachliches - wohl gemerkt: kein unsachliches - Buch handelt, wenig nutzen.

Obwohl vom Autoren selbst relativiert, ist die Geistesverwandtschaft seines Werks mit dem „verschwörungstheroretischen“ Bestseller „Der heilige Gral und seine Erben“ von Henry Lincoln, Michael Baigent und Richard Leigh dann doch omnipräsent.
Während der 1982 erschienene Bestsellerroman über den Gral vermutlich sogar noch seinen Beitrag zur einige Jahre später von politischen Theologen begrifflich aufgeworfenen „Gotteskrise“ beisteuern konnte, mussten 2006 ein Dan Brown und wenig später Regisseur Ron Howard noch wesentlich tiefer in die Trickkiste greifen, um der nicht mehr ganz so neuen „Erkenntnis“ von der Menschlichkeit des postulierten Gottessohnes zu allgemeinem Interesse zu verhelfen.

Während Roman und Film „Sakrileg“ den Thriller und nicht die Erschütterung der Kirche in den Mittelpunkt stellen, ist es hier umgekehrt. Ausführlichst werden die historischen „Antithesen“ zur Heilsgeschichte mit all ihren Widersprüchlichkeiten zwischen Glaube und Geschichte in breiter Anschaulichkeit dargestellt.

Dabei hüpfen die Anschauungen munter von pantheistisch, spinozistisch und transzendentalphilosophisch zu atheistisch. Auch Dante darf nicht fehlen und entleiht sein Purgatorium, das im Buch als Hüttendorf büßender Massenmörder eingeführt wird.

"Es gibt hier keinen Gott, so wie wir Menschen ihn uns in unserer Beschränktheit geschaffen haben.. Die Gottheit, die uns leitet.. ist die Kraft und der Antrieb, die hinter allem steht. Sie ist die Verkörperung der universellen Liebe.. Vereinigung des männlichen und des weiblichen Prinzips"
Pantheisten, aber auch Theosophen dürften mit dieser Aussage der Venus keine Schwierigkeiten haben.

Es ist eine gewaltige Herausforderung für einen modernen Autoren, in die riesenhaften Fußstapfen seiner Vorgänger in der Religionskritik treten zu wollen. Ohne näher darauf eingehen zu wollen, will ich nur den „Pantheismusstreit“ Jacobi / Mendelssohn von 1785 und den 1798 folgenden „Atheismusstreit“ über Fichtes Aufsatz „Ueber den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung" erinnern.

Die Taktiker, die sich des Gegenstands in moderner Zeit annehmen, weichen aus, liefern abenteuerliche Storys mit Thrillereffekten, um ihr Publikum zu erreichen oder kamen einfach dreißig Jahre früher mit dem Thema daher, als dieses noch ausreichend Sprengkraft entfalten konnte.

Der Autor ist kein Taktiker und niemand, der die Zeit zurückdrehen kann. Er ist aber ambitioniert, informiert und talentiert und führt seine Argumentation mit Leidenschaft. Das Thema füllt nicht nur den gesamten Roman, sondern auch die manifestähnlichen, ausführlichen Epiloge, die für sich alleine schon auf Romanstärke anschwellen.
Diese hochemotionale Verfahrensweise erinnert nun doch wieder sehr stark an Richard Wagner, der in seinem umfangreichen Schrifttum zu einem Großteil damit beschäftigt war, genau eben diese Schriften zu rechtfertigen, zu begründen und schon vor dem ersten Angriff zu verteidigen.

Die fünf Sterne verdient sich der Autor allein für seinen poetisch vollendet dargebotenen Mut und den mitreißenden Enthusiasmus, mit dem er sich dieses literarisch eher undankbaren Themas angenommen hat. Der minimalistische Handlungsrahmen kann trotz seiner explizit sexuellen Exzesse nicht darüber hinwegtäuschen, dass es hier um die Herzensangelegenheit des Versuches einer umfassenden Kritik an der christlichen Religion geht.
Dieses Thema wird weder einer reißerischen Aufmachung, noch einer konsumfreundlichen Verpackung als Thriller geopfert. Es gibt keine Hintertürchen und keine unbewussten Ebenen, sondern der Autor zieht es vor, seine Ansichten direkt ohne Umwege in einem unterhaltsamen Roman zu präsentieren.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packende Handlung, 5. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Venus-Sakrileg (Kindle Edition)
Das Buch ist eine Mischung aus historischer Fantasy und erotischer Satire, eingebettet in eine packende Handlung mit Tannhäuser als Protagonisten.
Alles, was wir schon einmal wissen wollten, wird von Frau Venus erklärt. Viel Kirchenkritik aber Bejahung des Lebens. Lehrreiche historische Fakten und Thesen verschmelzen mit Theorien über das Jenseits, in dem es keine niederen Instinkte gibt. Und siehe da, das reicht schon aus, um eine paradiesische Umgebung zu gewährleisten. Denn die Handlung entführt uns in ein Paradies mit logischer Struktur, die der Autor für uns anschaulich entfaltet und entwickelt.
Genau so könnte und sollte es sein. Daher 5 Sterne. Auch für die detaillierte bildhafte Beschreibung der Zeitumstände im 13. Jahrhundert. Lesevergnügen garantiert außerdem der stilsichere Text und eine exzellente Semantik.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Oh Mann oh Mann, 9. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Venus-Sakrileg (Kindle Edition)
Dem Typ ist anscheinend überhaupt nichts heilig. Auf so eine Idee muss man erst mal kommen. Das Buch ist gut geschrieben und witzig, aber auch sehr kirchenkritisch. Der Schluss ist ziemlich überraschend. Die erotischen Passagen waren mir als Frau etwas zu derb. Hätte man etwas dezenter schreiben können. Deshalb nur vier Sterne.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hinter dem Horizont, 6. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Venus-Sakrileg (Kindle Edition)
Anscheinend hat sich der Autor nicht nur von Richard Wagner, sondern auch von dem Film „Hinter dem Horizont“ mit Robin Williams inspirieren lassen. Wolfram Klingsor schafft hier aber völlig andere Figuren und Handlungsabläufe. Das Buch ist genreübergreifend und wechselt zwischen humorvoller Satire, Fantasie und ernsten Hintergründen. Eine Hommage an körperlichen Genuss und Sinnlichkeit. Dabei eine scharfe Kritik an der Heuchelei der katholischen Kirche, die durchaus ihre Berechtigung zu haben scheint, wie die neuesten Entwicklungen im Vatikan zeigen. Insgesamt ein sehr informatives und durchaus lesenswertes Buch.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im Traum der Sinne...., 8. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Venus-Sakrileg (Kindle Edition)
Kurzweilige Dialoge durch die Jahrhunderte, mit sinnlichen Träumen und überraschenden
Gegenüberstellungen unterschiedlichster Lichtgestalten, von Jesus bis W....... Gelungene
erotische Satire!!"Vom Venushügel bis ins Paradies...."
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen TopTip für Christen, 13. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Venus-Sakrileg (Kindle Edition)
Das, was in diesem Buch behandelt wird, ist der Schlüssel zum Weltfrieden. Wenn Religionen aufhören zu existieren und wir alle auf diesem Erdball nach ethischen Grundsätzen leben, dann ist Ruhe.
Ich glaube aber eher das wir uns gegenseitig zerstören.
Das gute kommt nicht von Gott und das schlechte nicht vom Teufel. Die gibts beide nicht. Verantwortlich ist immer der Mensch selbst und wir haben einen freien Willen. Von mir 5 Sterne für das Buch.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessante Auseinandersetzung ..., 14. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Venus-Sakrileg (Kindle Edition)
... mit dem Christentum.

Es ist sehr schwer, zu diesem Buch eine Rezension zu verfassen, ohne zu spoilern. Denn ohne ein wenig auf die Handlung einzugehen, kann man hier eigentlich keine Aussagen machen. Doch wie viel darf man verraten, ohne künftigen Lesern das Gefühl zu geben, die Story nun zu kennen? Wie viel muss man verraten, um zum Lesen des Buches zu animieren? Eine Gratwanderung, aber ich versuche es mal.

Hauptprotagonist ist der Minnesänger Tannhäuser, bekannt aus Richard Wagners Oper. Getrieben von seiner Suche nach Leidenschaft verschlägt es ihn auf den Venusberg - und befindet sich damit im Grunde im Jenseits und auf der Suche nach dem heiligen Gral. Und dieser heilige Gral ist nun was genau?

Interessant fand ich - und das hat mich überhaupt an diesem recht umfangreichen Roman dranbleiben lassen - dass ich hier meine eigenen Gedanken wiederfand, die ich mir schon seit vielen Jahren zum Christentum gemacht habe. Zu Himmel und Hölle und der ganzen Sympbolik innerhalb der Bibel. Kann Gott das so gemeint haben, was wir über die Bibel verkündet bekommen? Entspricht das überhaupt seinem Willen, wie der Mensch lebt? Sind wir nicht selbst dafür verantwortlich, ob wir im HImmel oder in der Hölle leben? Die vielen, erotischen Szenen könnten manchen Menschen abschrecken, der mit Erotik nicht so viel am Hut hat. Aber da komme ich noch mal auf Himmel und Hölle zurück. Die Liebe ist der Schlüssel. Und die Liebe äußert sich natürlich nicht nur über erotische Momente. Jedoch ist Erotik der Höhepunkt der Verschmelzung. Es kann die Hölle sein, wenn man sich diese Momente selbst versagt oder sich diese durch die Gesellschaft versagen lässt. Liebe macht glücklich. Liebe macht frei. Seid frei von Neid, Hass, Eifersucht und das geht nur, wenn ihr ausgeglichen seid.

Das Christentum gründet auf diesem bedeutungsvollen Wort Liebe, das jedoch seit 2000 Jahren als etwas rein geistiges dem Menschen abverlangt wird. Nur wenn es rein geistig ist, ist es vollkommen, alles andere wird als niederer Trieb angesehen und als verwerflich dargestellt. Das ist völlig wider die Natur des Menschen. Möglicherweise können Hass, Neid, Eifersucht und jede Form von Grausamkeit auf der Erde nur dann bestehen, wenn der Mensch seine Natur unterdrückt und unglücklich ist. Sich in seiner ganz persönlichen Hölle befindet. Und nun kommen wir zur Hölle: Der symbolische Baum der Erkenntnis findet hier ausreichend Erwähnung und ist in meinen Augen zu beklatschen. Vielleicht war ursprünglich einmal genau das damit gemeint: Iss vom Baum der Erkenntis, erfahre dadurch dich selbst. Hölle? Ja, es kann schmerzhaft sein, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Muss man doch auf diesem Weg offen vor sich selbst zugeben, was man verbockt hat. Und da wir Menschen ja immer so perfekt sein wollen, ist das schon verdammt hart.

Was hat das nun mit dieser Legende um Tannhäuser zu tun, der sich auf den Venusberg begibt und dort das Paradies erkundet und erfährt, was die Hölle ist? Oder was Himmel und Hölle sein könnten? Ganz viel. Aber genau das möchte ich nun nicht verraten, weil ich damit den Inhalt preisgeben müsste. Tannhäuser erkundet. Er lässt sich fallen. Und unternimmt nicht nur einen interessanten Streifzug durch die Bibel, sondern auch durch die Geschichte.

Die Idee, philosophische Fragen zu dieser Thematik über den Fluss dieser auch noch sehr amüsanten Geschichte zu lösen, halte ich für sehr gelungen.

Grundsätzlich spürt man die Belesenheit des Autors, das hohe Bildungsniveau und vor allem hat er sich mit Sicherheit sehr lange mit den Inhalten der Bibel auseinandergesetzt. Der Humor ist großartig.

Sprachlich ist das Buch brilliant. Der Autor hat eine der damaligen Zeit angemessene Sprache gewählte, die für den Leser der heutigen Zeit gut verständlich ist. Doch so wie er schreibt, bin ich fast sicher, dass es ihm sogar gelingen würde, einen Originaltext aus der damaligen Zeit zu verstehen - was mitunter ja nicht einfach ist. Beschäftigt man sich mit den alten Minnegesängen im Original, kann man die Inhalte ja häufig nur erahnen. Durch die vielen Dialoge könnte es fast umgehend in ein interessantes Theaterstück umgesetzt werden.

Nun bin ich keine Christin, denn auch ich habe mich sehr lange mit den Botschaften der Bibel auseinandergesetzt und konnte nicht anders als mich davon zu verabschieden. Sicherlich gut gemeint (irgendwann einmal), doch häufig wohl falsch gedeutet und umgesetzt führt ein Leben nach den Grundregeln des Christentums in meinen Augen zu unterdrückten Gefühlen und Bedürfnissen, wodurch dem Menschen das Paradies verschlossen bleibt und die Hölle Alltag wird.

Zusammenfassend: Intelligent und kackfrech. Katholiken werden das Buch als ketzerisch empfinden. In einer vorhergehenden Rezension habe ich folgende Aussage gefunden: "Eine zusätzliche Auszeichnung für dieses Buch wäre die Aufnahme in die Giftliste der verbotenen Bücher der katholischen Kirche."

Dem kann ich mich nur anschließen. :-) Das Buch hätte es verdient, diese Auszeichnung zu erhalten.

Ich gebe uneingeschränkte Leseempfehlung.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für starke Kirchengänger!!!, 2. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Venus-Sakrileg (Kindle Edition)
Als ich das Buch zu lesen begann, dachte ich zunächst an einen ganz normalen Historischen Roman.
Doch dann wurde ich eines Besseren belehrt. Der Autor führt den Leser in eine Welt, die wahrscheinlich mit dem
richtigen Jenseits nicht zu vergleichen ist, aber die Idee, die dahinter steckt, ist richtig gut, mehr noch, sie ist fantastisch.
Wo man allerdings starke Nerven beweisen muss, ist das Ende. Denn da geht es noch einmal richtig zur Sache.
Einen völlig anderen Charakter hat dann der zweite Teil des Buches (Im Netz der schwarzen Spinnen), in dem sich der Autor mit der Heuchelei und Scheinheiligkeit der katholischen Kirche auseinandersetzt und Aspekte aufzeigt, die vermutlich nicht zum religiösen Basiswissen des Christentums gehören.
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Das Venus-Sakrileg
Das Venus-Sakrileg von Wolfram Klingsor
EUR 3,45
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