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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Tribut an Myers und James, 28. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Irreducible Mind (Taschenbuch)
1901 ist das Leben Frederic Myers' zum Ende gekommen. 2 Jahre später wurde sein Werk "Human personality and its survival of bodily death" posthum veröffentlicht, an dem er mehr als ein Jarhzehnt gearbeit hat. Ein 2 bändiges Werk. Thema: Psychologie.
schon zur damaligen Zeit war es unter Akademikern "chic" den Menschen als bio-Machine zu betrachten, denn... Psychologie wollte für sich den Status einer Naturwissenschaft beanspruchen, der sonst nur den auf Physik fundierten und limitierten Wissenschaften vorenthalten ist. metaphysische Konzepte wie die Seele haben da Platz. Naturalismus is der "Zeitgeist" von heute, wie auch von damals, zu Myers' Zeit. Und die Natur besteht nur aus Materie, die nach festen Gesetzen verläuft, und mit der richtigen Herangehensweise bis ins kleinste Teilchen genau beschreibbar und berechenbar ist.

Wenn die Physik keine Beweise für ein Bewusstsein außerhalb des Körpers erbringen kann, dann existiert sowas auch nicht. Alles was in der Psyche eines Menschen passiert, ist auf den Kopf limitiert. Das Gehirn erschafft das Bewusstsein. Nach dem Tod ist alles aus. Psi ist unmöglich, außerkörperliche Erfahrungen reine Träumerei, Mystik religöser Aberglaube, Reinkarnation ein Wunschgedanke.

seriöse Psychologen die was von sich halten, halten sich fern von solchen Themen.
Allerdings, was tun mit all den anekdotischen Berichten über Nah-tod-erfahrungen die von Menschen stammen deren Gehirne zeitweise offline waren, mit den Kleinkindern die fließend eine ausgestorbene Sprache sprechen und von einem früheren Leben berichten? mit Leuten die Visionen hatten die später genau so eingetroffen sind? einfach ignorieren.

Myers hat dies nicht ignoriert, und ist dem stattdessen akribisch auf den Grund gegangen. und dabei ein Model der Psyche entwickelt, das alle diese Phänomene umfassen kann. sein Subliminal Self ist dabei das Fundament, der Bereich unseres Selbsts der uns verborgen bleibt. wie das "klassische" Unterbewusstsein, allerdings statt von niedrigeren Gehirnfunktionen generiert zu werden, die dann sich ins Bewusstsein voranarbeiten und dort den Gipfel des Intellekts formen, ist das Subliminal Self ein Gebiet der Psyche die dem herkömmlichem Bewusstsein bzw dem supraliminal self, wie Myers es nannte, sowohl überlegen als auch unterlegen ist. das supraliminal self ist so zu sagen das Zentrum, unter dem sich "primitive" Gedanken und Affekte, etc, befinden, aber es existiert ferner eine Ebene die darüber liegt. unser Genie, das hin und wieder hervorscheint, unsere Erinnerungen an frühere Leben, etc. das Gehirn ist dazu da dieses Zentrum, das Bewusstsein/supraliminal self zu fixieren, und uns nur minimale Einsicht in unsere "idiotischen" sowie auch "göttlichen" Sphären zu gönnen. Bei gewissen Individuen sind diese Gehirn-Mechanismen allerdings ...atypisch, und führen zu psychischen Krankheiten, oder zu außergewöhnlichen Fähigkeiten, oder zu einer Mischung aus beidem.

Je näher man sich die Materie ansieht, desto weniger verhält sie sich nach begreifbaren Mustern. und scheint physikalische Gesetze zu umgehen. oder anderen, unerforschten Gesetzen zu unterliegen. "irreducible mind" versucht einem das deutlich zu machen, widerlegt materialistische Propaganda, schleppt dabei ein breites Repertoir an empirischen Gegenbeweisen an, mit Vermerken auf weitere Literatur zu diesen Themen und konsolidiert Myers' Vorstellung von der unsterblichen menschlichen Seele mit dem heutigen Stand der Neuro-wissenschaft.

religiös ist dieses Werk nicht, sonder an William James' offener Haltung orientiert. generell naturalistisch fokusiert, mit der Annahme, das die Psyche nicht übernatürlich ist, sondern durchaus mit der Natur verbunden ist, aber nicht auf Materie reduziert werden kann, zumindest nicht auf das was von Materie soweit begriffen wurde.

das CTM (computational theories of the mind) wird da zB komplett abgelehnt, mit
diversen Begründungen. eine davon ist, die Modelle, die angeblich veranschaulichen wollen, dass das Gehirn wie ein Computer funktioniert, basieren auf der syntaktischen Verschiebung von Symbolen (die Dinge/Gedanken/etc. repräsentieren sollen, zB "Pferd"), die ihre Semantik von Personen hineinprogrammiert bekommen, und nicht von Basis-berechnungen der Software stammen. und diese Programme selber verstehen praktisch gar nicht was diese Symbole genau beinhalten. nur die Leute die am Rechner sitzen und die CTM beobachten, und über Wissen verfügen, das über den Horizont des Programms hinausgeht, wissen zB was ein "Pferd" ist.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen geniale denkansätze - halt auf englisch, 5. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Irreducible Mind (Taschenbuch)
da ich lieber auf deutsch lese, bekommt das buch einen minuspunkt; als nichtwissenschaftler muß man nebenbei fast jedes wort bei leo.org z.B. nachschlagen, das ist sehr zeitaufwändig. aber insgesamt öffnet es einem die augen für eine wunderbare weltsicht: nämlich die der transzendenz. metaphysik ist kein märchen sondern realität, zwar nicht messbar aber semantisch ausdeutbar.
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