Kundenrezensionen


19 Rezensionen
5 Sterne:
 (11)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:
 (3)
1 Sterne:
 (3)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


45 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zumindest für mich eines der besten Nachkriegsdramas der Neuzeit – TOP Empfehlung!!!!
FILM (OHNE SPOILER!) Bewertung (Review):

Um es gleich in einem Satz zu sagen. LORE ist eines der besten, wenn nicht das beste deutschsprachige Drama 2012 und hat sich durch seine unglaublich berührende, schonungslose und schauspielerisch extrem beeindruckende Leistung als wirklich preiswürdig empfohlen. Regie führte die Australierin Cate...
Vor 15 Monaten von Retro Kinski veröffentlicht

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend
Eine anspruchsvolle Thematik, welcher der Film nicht gerecht wird. Man kann sich kaum in die Charaktere, geschweige denn, die Handlung, hineinversetzen. Gesprochen wird kaum und wenn dann nur kurz und knapp, Dialoge gibts sogut wie keine, von den knapp 105 Minuten Laufzeit sind ca 85 ohne Musikunterlegung.
Dem Zuschauer wird eine oft völlig zusammenhanglose...
Vor 8 Monaten von butterfly veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

45 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zumindest für mich eines der besten Nachkriegsdramas der Neuzeit – TOP Empfehlung!!!!, 21. April 2013
Von 
Retro Kinski - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Lore [Blu-ray] (Blu-ray)
FILM (OHNE SPOILER!) Bewertung (Review):

Um es gleich in einem Satz zu sagen. LORE ist eines der besten, wenn nicht das beste deutschsprachige Drama 2012 und hat sich durch seine unglaublich berührende, schonungslose und schauspielerisch extrem beeindruckende Leistung als wirklich preiswürdig empfohlen. Regie führte die Australierin Cate Shortland (bekannt durch SOMMERSAULT) und es ist eine australisch-englisch-deutsche Kooproduktion und deswegen konnte es wohl nicht als rein deutscher Beitrag gewertet werden, denn LORE wäre ein wirkliches Highlight als deutscher Beitrag zu dem amerikanischen Inzucht-Verein namens "Oscar-Verleihung" gewesen.

Die Geschichte (OHNE SPOILER!) der 15-jährigen Lore (Saskia Rosendahl), die sich am Kriegsende unter höchster Lebensgefahr mit ihren 4 Geschwistern zur Oma durchschlagen muss, ist für mich eines der besten Nachkriegsdramen der jüngeren Filmgeschichte. LORE ist eine unglaublich dichte Einheit von Film, die den Seher von der ersten Minute an in seinen Bann zieht. Die Kameraarbeit ist phänomenal und findet immer wieder neue Wege zwischen schönen Naturbildern und dem Grauen der Geschichte. Erstaunlich für das Genre Drama ist die Radikalität der gezeigten Bilder.

Die Kamera hält auf gröbste Bilder der Zerstörung und Wunden drauf, immer und immer wieder, und wendet sich nicht ab. Sie ist immer nah am Geschehen, bei Action im entsprechend aktiven Handkamera-Modus, in ruhigen Szenen gibt es lange und bewusst sehr detaillierte Einstellungen auf die vielsagenden Gesichter, Hände und Füße und viel Wechsel von Naheinstellungen und das Spiel mit Schärfe und Unschärfe. Schauspielerisch ist die Mutter von Lore hervorzuheben, und ihr authentisches Leid und ihre aufgrund der Gewalt in der Familie und der des Krieges verlorene Unfähigkeit zu lieben, die durch Ursina Lardi dargestellt wird.

Getragen wird der Film in jeder Beziehung von unserer Protagonistin Lore (Saskia Rosendahl) an deren Schicksal man leibhaftig teilnimmt und deren Transport von Gefühlen über die Leinwand einzigartig ist und einfach kaum mit Worten beschrieben werden kann. Ihr physischer Verfall im Laufe der Flucht und auch die psychische Zerrissenheit zwischen der nachhaltig indoktrinierten NS-Ideologie und der tatsächlichen Realität kurz nach dem Krieg sind beide radikal spürbar. Die psychischen sogar noch mehr als die oberflächlichen und blutigen Wunden im Kampf des Überlebens von Lore und ihren Geschwistern zwischen drohender Vergewaltigung und Tod in den ersten Nachkriegswochen.

Der leise Zerfall von Lore’s Ideologie und der Kampf mit ihrem zerbröckelnden Wertesystem, die offensichtlich zu Tage tretenden Lügen des NS-Systems, die bekannt werdenden grausamen Verbrechen dieses Regimes sind so greifbar für mich, wie noch nie zuvor in einem Nachkriegsdrama. Auch alle Nebendarsteller können überzeugen und LORE bekommt dadurch einen Ultra-Realismus und in Teilabschnitten fast dokumentarischen Charakter. Der Film kommt ohne jegliche falsche Sentimentalität, einfache Moralisierungen, Schuldzuweisungen und melodramatische Überhöhung und schwarz-weiß Darstellung der Fakten aus.

Die psychologischen Interpretationsmöglichkeiten des Gezeigten sind so vielschichtig, man könnte noch unzählige Details, Metaphern und positives über LORE berichten und beschreiben. Der Film ist ein emotionales Ereignis und eines meiner absoluten Highlights in den letzten Monaten.

5/5 Sternen

PRODUKT (Blu-ray/DVD) Bewertung (Review):

- BILD: gutes (HD) 16:9 Vollbild ohne für mich feststellbare wirkliche Schwächen, natürliche Farben
- TON: relativ frontlastig, räumlich wo nötig, Dialoge klar verständlich, Blu-ray: "nur" DD 5.1 wie DVD: (auch DD 5.1)
- EXTRAS: Making-of, Booklet, Kinotrailer
- SONSTIGES: FSK 16 uncut, Wendecover ohne FSK Logo (ggfs. nur Teil der Erstauflage)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das andere Nachkriegsdrama, 25. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Lore (DVD)
Gleich vorneweg: In den letzten Monaten ist dies für den Rezensenten der sicherlich beeindruckendste Film, was bei diesem schwierigen Thema und so häufig verfilmten Sujet nicht einfach ist. Die australisch-deutsche Produktion hat mit "Lore" ein ausserordentliches Werk geschaffen. Aus der Sicht von Kindern einer ranghohen Nazifamilie wird deren Zeit am Ende des 2. Weltkrieges dargestellt. Allein müssen sie sich durchkämpfen, aus dem Schwarzwald bis an die Nordsee. Die 15-jährige Lore, sowie die drei kleineren Geschwister und das Baby Peter. Ohne Nahrung, ohne Erfahrung, aber mit viel Überlebenswillen, in einer tragischen Zeit.

Die Kameraführung ist sehr stark. Allein in der ersten Viertelstunde kann man die Bilder richtig genießen. Später werden nicht nur die Geschichte, sondern auch die Szenen härter, eine Freigabe ab 16 Jahren ist insofern durchaus gerechtfertigt, dabei wäre der Film gerade für SchülerInnen bis zu dem Alter eine Erfahrung. Das Drama beeindruckt, durch seine Kälte, durch die fast steril gezeigte Realität und ihren subtilen Horror, und durch die Menschen, die kaum mit ihrer Situation zurecht kommen. Die Kinder behalten ihre Naivität und Kindlichkeit, auf Lore lastet dagegen nicht nur die Verantwortung.

Bewertung bei Maschseeperlen.de: 8/10 Punkten
Spannung: 2/4 - Action: 2/4 - Humor: 1/4 - Erotik: 2/4 - Anspruch: 3/4
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein hoch interessanter Film über die „Stunde null“ in Deutschland, 1. Juni 2013
Von 
StefanB - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lore [Blu-ray] (Blu-ray)
Wenn man sich Bilder über Deutschland direkt nach Ende des 2. Weltkriegs (die „Stunde null“) vor Augen führt, dann sind es zumeist Bilder der zerstörten Städte und wie die Menschen damals leben mussten.
Doch was weiß man über diese Menschen? Menschen, von denen sehr, sehr viele an Hitler geglaubt und seine Politik gelebt haben. Wie gehen sie direkt nach Kriegsende damit um, dass das dritte Reich nicht mehr existiert und Deutschland besiegt wurde? Wie reagieren sie, wenn man ihnen die Gräueltaten der Nazis vor Augen führt? Wie behandeln sie jetzt einen Juden? Diese und noch viele weitere Fragen und Themen über die „Stunde null“ in Deutschland behandelt der Film LORE.

Der Film beschränkt sich dabei auf die 15-jährige Lore. Sie ist das älteste Kind ranghoher Nationalsozialisten und wurde von der nationalsozialistischen Propaganda erzogen.
Ihre Eltern fliehen vor den anrückenden Alliierten und lassen Lore zurück. Sie soll mit ihren vier Geschwistern, das jüngste ist erst wenige Wochen alt, vom Schwarzwald aus nach Norddeutschland gehen, um bei einer Großmutter weiterzuleben. Dem täglichen Überlebenskampf ausgesetzt, vor allem geprägt durch die Suche nach Nahrung, lernt sie die unterschiedlichsten Menschen kennen.

Von der ersten Sekunde an sind alle Charaktere bestens gezeichnet. Vor allem Lore wird dem Zuschauer sehr authentisch gezeigt.
Hier muss man die schauspielerische Leistung von Saskia Rosenthal in höchsten Tönen loben! Denn sie spielt und lebt dabei vor allem ihre Rolle als 15-jähriges Mädchen, in dem noch der ganze Nationalsozialismus steckt.
Als Zuschauer ist man dennoch irgendwie auf Lore’s Seite, wünscht sich, dass sie den Weg mit ihren Geschwistern nach Norddeutschland bewältigt. Doch genauso empfindet man immer wieder Abscheu und Ekel, wenn sie die ihr anerzogene politische Ideologie zeigt und lebt. Lore's Verhalten verwundert nicht, wurde sie doch von ihrer Mutter mit den Worten verabschiedet: „Denke immer daran, wer du bist!“.

Natürlich lebt der Film von der Spannung, ob Lore und ihre Geschwister den Weg in den Norden schaffen. Hier gibt es genügend spannende Szenen und auch ein paar interessante Wendungen. Doch sind es nicht nur die für Lore zu überwältigenden Hindernisse, die für Spannung sorgen. Es sind vor allem die Menschen, denen Lore begegnet. Denn mit den unterschiedlichsten Charakteren muss sie sich auseinandersetzen und mit dem Juden Thomas sogar einen Teil des Weges gehen.

Der Film besticht durch sehr gute Dialoge, auch wenn diese zum Teil nur kurz sind. Die wirkliche Sprache des Films sind jedoch seine Bilder, die den Zuschauer fesseln. Auch sollte man auf die Gesichtssprache der Protagonisten achten. Deutlicher und eindrucksvoller kann sie nicht sein. Diese ist ein perfektes Spiegelbild des jeweiligen Charakters und zeigt dessen Gefühlwelt am deutlichsten, so dass dem Zuschauer in einigen Szenen der Atem stockt oder eine kalte Schauer den Rücken herunterläuft.

LORE hat bereits mehrere Auszeichnungen erhalten und ist in 4 Kategorien für den deutschen Filmpreis 2013 nominiert. Verständlich, denn es ist einer der besten Filme über die „Stunde null“ in Deutschland. Sehr empfehlenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 19. November 2013
Von 
butterfly (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Lore (DVD)
Eine anspruchsvolle Thematik, welcher der Film nicht gerecht wird. Man kann sich kaum in die Charaktere, geschweige denn, die Handlung, hineinversetzen. Gesprochen wird kaum und wenn dann nur kurz und knapp, Dialoge gibts sogut wie keine, von den knapp 105 Minuten Laufzeit sind ca 85 ohne Musikunterlegung.
Dem Zuschauer wird eine oft völlig zusammenhanglose Aneinandereihung von hauptsächlich (oft wackeligen und öfters unscharfen) Nahaufnahmen präsentiert. Wie man es aus Dokumentationen kennt, nur dass dabei fast kein Informationsgehalt, bzw. ein roter Faden rüberkommt. Spannend, gar mitreißend, ist anders.
Wenn man den Film nur sehen würde, ohne zu wissen, worum es laut Beschreibung eigentlich gehen sollte, wird nach dem Film auch kaum Ahnung davon haben. Vielleicht liegt das daran, dass es aus der Perspektive der Kinder erzählen wollte, nur leider erfährt man über diese wenig. Bis auf wenige Szenen, die einen zumindest Einblick in Lores Einstellungen gegenüber Juden erkennen lassen, erfährt man sonst kaum etwas über die Motive und die eigentliche Gefühlswelt der Charaktere.

Ich hab mich des öfteren gefragt,: wo sind sie jetzt? Was ist gerade passiert, eben war sie noch da, wie ist sie jetzt dahin gekommen? Ein Film, der mit sowenig Sprache arbeitet, sollte weniger Nahaufnahmen und auch einmal etwas weiter entfernte Kamera-Einstellungen haben, sodass der Zuschauer auch weiß, wo im Film gerade jemand ist. Zum Beispiel wird einmal der vermeintliche "Jude" Thomas in Nah gezeigt, alleine sitzend (alles ohne Ton, bzw nur mit den normalen leisen Hintergrundgeräuschen) danach sieht man Lore, ebenfalls allein, die in die Gegend blickt. Ich wusste an dieser Stelle zum Beispiel garnicht, wo die beiden jetzt sind- sind sie im selben Raum oder in getrennten Bereichen in derselben Scheune? Und warum geht Lore mal plötzlich zu Thomas und steckt seine Hand zwischen ihre Beine, wo sie ihm doch die ganze Zeit ihre Abneigung deutlich gemacht hat, und ihn schon bevor sie "wusste" dass er Jude war, deutlich abgewiesen hat???

Ein Film der meine Zeit verschwendet hat. Neue Einblicke, oder gar Unterhaltung, Spannung oder eine gute Prämisse bleiben aus, ganz zu schweigen davon, dass der Film an sich -zumindest mich als Zuschauer nicht "mitgenommen" hat, in dem Sinne, dass man den Bildern und der Handlung auf dem Bildschirm folgen kann und z.B. vor Spannung völlig im Film ist und die Außenwelt vergessen kann, wie es bei guten Filmen (im Sinne von gut gemacht, nicht von dem Genre abhängig) auch ist.

Ich habe diesen Film zufällig ohne vorher etwas über ihn gehört zu haben (also unvoreingenommen) gesehen und mir dann hinerher den Trailer dazu angesehen. Tatsächlich vermittelte der Trailer mir ein völlig anderes Bild, als dann der ganze Film geliefert hat. Im Trailer werden einige der rar gesäten ausdrucksstarken Szenen zu einem tatsächlich vielversprechend erscheinenden Film-Vorschau zusammen gefasst.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein voller 5-Sterne Film, 27. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Lore (DVD)
Es ist schwer diesen Film exakt zu beschreiben. Er ist ruhig und nüchtern. Aber nüchtern in der Natürlichkeit der damaligen Zeit und der offenen Brutalität, die wohl an der Tagesordnung war. Er ist absolut schonungslos und frei von jeglichen Tabus. Hier wird in einer unglaublich nüchternen Art die Grausamkeit der damaligen Zeit rüber gebracht. Ganz klar muss man hier die erstaunliche schauspielerische Leistung dieser jungen Darsteller hervorheben. Dieser Film zeigt ganz klar die Grausamkeit dieser "Guten alten Zeit" und wie Kinderseelen brechen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Konnte keinen Zugang finden, 11. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Lore (DVD)
Mich lässt dieser Film eher ratlos zurück. Er konnte mich kaum emotional berühren, und das finde ich bei einer derartigen Thematik schon verwunderlich. Wahrscheinlich habe ich vollkommen andere Bilder im Kopf, wenn ich mir vorstelle, wie sich in der Nachkriegszeit eine Geschwistergruppe dieser Konstellation auf den langen Weg durch die von den Kriegsfeinden besetzten Zonen macht.
Von Beginn an fehlte mir das Gefühl von Authentizität der Personen und Ereignisse. Die einzelnen Szenen wirkten auf mich reichlich konstruiert und das Spiel der handelnden Personen (vor allem der Mutter am Anfang) eher theatralisch als echt. So richtig nachvollziehen konnte ich das Verhalten der einzelnen Personen nie.
Auffallend an diesem Film ist die künstlerisch ambitionierte Kameraarbeit. Mir kam mehr als einmal der Gedanke, dass sich in diesem Film vor allem der Kameramann mal richtig „austoben kann“ und so ziemlich alle Register zieht. Das war zuweilen recht hübsch anzuschauen, passte für mein Empfinden aber nicht wirklich zum eher düsteren Thema dieses Films. Außerdem war mir alles ein wenig zu sehr „in Szene gesetzt“, was zur inneren Distanzierung vom Geschehen beitrug.
Die in den Film eingebaute „Liebesgeschichte“ (die laut „Making of“ gar nicht Bestandteil des tatsächlichen Geschehens war) macht das Ganze irgendwie auch nicht besser. „Man spürt die Absicht und ist verstimmt“, könnte man frei nach Goethe mein Empfinden in Bezug auf diese Szenen beschreiben.
Das einzige Schauspiel, das mich in diesem Film erreichen konnte, war das von Eva-Maria Hagen. Als „Omi“ gegen Ende des Films ihre Enkel zur Ordnung rief, schreckte ich förmlich aus meiner Teilnahmslosigkeit auf. Direkt wohltuend nach dem ganzen „künstlerischen“ (leider eher im Sinne von künstlichen) Dahingeplätscher …
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schön, konnte mich aber nicht wirklich fesseln, 4. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Lore (DVD)
Der Film - welcher im Kino leider kaum zu finden war - hat definitiv eine interessantes Konzept, gute Schauspieler und einige beeindruckende Bilder. Leider ist die Erzählweise meiner Ansicht nach nicht die effektivst für diese Art der Geschichte. Dem Zuschauer wird eine bisweilen sehr lose Reihe von sehr subjektiven Eindrücken präsentiert, oft mit leicht wackeligen Nah-Aufnahmen, wenigen Dialogen und melancholischer Musik - die (innere wie äußere) Handlung geht dabei etwas unter.

Ich bin ja durchaus dafür Bilder für sich sprechen zu lassen, die Charakterzeichnung hätte aber definitiv mehr Dialoge und eine zusammenhängendere Handlung vertragen können. Durch die Machart wirkte der Film auf mich dann bisweilen auch eher anbiedernd als tiefgründig. Offensichtlich geht es vielen anders, aber ich hatte letztlich nicht das Gefühl viel über Lore gelernt zu haben, und mitfühlen konnte ich erst recht nicht. Ich kann mir aber durchaus vorstellen dass ich einfach viel zu weit weg bin von den Lebensumständen und der Persönlichkeit des Charakters, sowie der Materie des Films, um das alles richtig auf mit wirken zu lassen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd..., 19. September 2013
Von 
Sebastian Janeck "sebastian2103" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lore (DVD)
Ich muss sagen, "Lore" ist einer der besten Nachkriegsdramen, die es je ins Heimkino geschafft haben. Mit enorm starken Atmosphären und guten Schauspielern berührt dieser Kinderzug durch Wälder und abseits von Klischees. Cate Shortlands untypischer Kriegsfilm über Deutschland im Jahre Null nach der schlimmsten Zeit, die dieses Land je erlebt hat, atmet entsprechende Distanz, die sich kreativ auszahlt.

So wie in dieser Verfilmung wurde, wie ich finde, diese Zeit noch nie gezeigt, deshalb kann diese Geschichte intensiv wirken und bewegen. Schon der Trailer zu "Lore" hatte mich neugierig auf den Film gemacht. Die Darsteller konnten mich auch schon in den ersten Minuten allein durch ihre Darstellung vollkommen in ihren Bann ziehen. Auf der einen Seite bilden die leuchtenden Farben einen krassen Kontrast zur tristen Nachkriegszeit. Zum anderen erschafft sie mit zahlreichen extremen Nahaufnahmen und dem Spiel mit der Unschärfe eine geradezu märchenhafte Atmosphäre. Es ist vor allem die Natur, die stets freundlich inszeniert wird. Der Widerspruch zwischen der ernsten und zuweilen gar furchtbaren Geschichte und der märchenhaften Ästhetik ist aber notwendig. Dadurch gleicht die positive Kraft der Bilder die große Tragik der Erzählung aus, ohne sie jedoch zu verharmlosen.

In jedem Fall hat mich Lore auf allen Ebenen begeistert und Cate Shortland ist nun definitiv eine Regisseurin, welche ich nicht vergessen werde.

Als Bonusmaterial liegen der DVD u. a. ein umfangreiches Making of sowie der Kinotrailer bei. Zudem enthält die DVD noch ein informatives Booklet. Dieses enthält einen spannenden Bericht von der Regisseurin über "Lore" sowie weitere sehr interessante und auch erschütternde Details über die damalige Zeit.

Fazit:

Einer der besten Nachkriegsfilme seit langer Zeit. Absolut zu empfehlen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2.0 von 5 Sternen :((, 29. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Lore (langfassung) (2012) (DVD)
Vor kurzem habe ich mir diesen Film angesehen. Vom historischen Blickwinkel ist er sehr gut, da er einfach schonungslos die Wahrheit darstellt. Es wird jedoch VIEEEL zu wenig erklärt und die Handlung ist einfach viel zu dürftig. Das Mädchen Lore reist mit ihren kleinen Geschwistern zwar von irgendwo zu ihrer Oma aber man weiß kaum, wo sie sich eigentlich immer befinden. Im gesamten Film wird kaum gesprochen weswegen man sich als Zuschauer sehr oft fragt warum nun eigentlich das und das und das passiert und es einem eigentlich erst klar wird, wenn man sich auf Wikipedia die Inhaltsangabe liest, da man sich sehr viel selber dazudenken muss. Sehr traurig eigentlich, denn dieser Film hätte über wirklich sehr viel Potential verfügt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen bin zwiegespalten., 13. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lore [Blu-ray] (Blu-ray)
kein Film für einen gemütlichen Filmnachmittag. Es wird wenig gesprochen, die Bilder düster und z. T. eigenwillig geschnitten. Ein guter, anspruchsvoller Film der nicht jeden Seher überzeugen wird. Auch ich muss dem Film eine 2. Chance geben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Lore [Blu-ray] [UK Import]
Lore [Blu-ray] [UK Import] von Cate Shortland (Blu-ray)
EUR 7,37
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen