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116 von 133 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ja - was wollt ihr denn dann...?
Hm. Ich bin etwas irritiert. Ich habe in letzter Zeit mal wieder verstaerkt Rezensionen gelesen und jetzt bin ich wirklich etwas irritiert. Z.B. Klaus Schulzes neues Album "Shadowlands" wird voellig ungerechtfertigt kritisiert, weil er nichts "Neues" gemacht hat (totaler Quatsch!), das geniale neue Album von Steven Wilson wird von (zwar sehr wenigen) kritisiert, weil er...
Vor 12 Monaten von J. Schumann veröffentlicht

versus
26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Willkommen in meiner Welt...
...in der Depeche Mode bis vor wenigen Wochen kaum stattgefunden hat. Ich bin also KEIN langjähriger Fan, habe noch NIE ein Konzert besucht und auch nie den Hype verstanden. Zwar habe ich als Jugendlicher in den 80er Jahren zu PEOPLE ARE PEOPLE in der Disco abgetanzt, und die bunte Maxi von MASTER AND SERVANT war ein Pflichtkauf. Aber danach habe ich DM nur noch im...
Vor 11 Monaten von Uwe Klein veröffentlicht


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116 von 133 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ja - was wollt ihr denn dann...?, 3. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Delta Machine (Deluxe Edition) (Audio CD)
Hm. Ich bin etwas irritiert. Ich habe in letzter Zeit mal wieder verstaerkt Rezensionen gelesen und jetzt bin ich wirklich etwas irritiert. Z.B. Klaus Schulzes neues Album "Shadowlands" wird voellig ungerechtfertigt kritisiert, weil er nichts "Neues" gemacht hat (totaler Quatsch!), das geniale neue Album von Steven Wilson wird von (zwar sehr wenigen) kritisiert, weil er wohl bei einigen Prog-Groessen Anleihen genommen hat. Und nun bringt DM was neues. Etwas wirklich neues, aus meiner Sicht. Ich bin froh, dass sie mal keinen "Hit" geschrieben haben, und ich habe irgendwie den Eindruck, dass sie das gar nicht wollten. Ich glaube naemlich nicht, dass sie es nicht mehr koennen. Aber sie haben Spass am experimentieren, bringen wirklich neue Sounds mit teilweise alten analogen Equipment und schaffen so aus meinem Blickwinkel im besten Sinne des Wortes "unerhoertes". Haben wir nicht schon genug "Eintagsfliegen-Musik", die in 2 Jahren keiner mehr hoeren wird? Hoert doch einfach mal auf die Musik, in Ruhe und versucht nicht immer in Hits zu denken. Ich habe das Gefuehl, dass gefäelligst DM auf dem Niveau des letzten Alan-Wilder-Arbeitstages haette stehenbleiben muessen... Hallo, schon mal gehoert, was der gute Alan mittlerweile fuer Musik macht? Geniales und unerhoertes. Ja! Ich finde das neue DM-Album musikalisch hervorragend, ideenreich und kreativ. Und ich wuerde mir wuenschen, wenn es mehr Musiker geben wuerde, die sich daran erinnern, dass sie Kuenstler sind und keine "Chartplatzierungs-Erfueller" der Musiklabels sind. Das muss man sich hart erarbeiten! Im TV regen wir uns doch ueber staendige Wiederholungen auf, aber neues und ungewoehnliches wird auf ARTE und die Dritten verbannt. Und DM hat gefaelligst Hits zu schreiben, die bitte schoen, wenn sie schon nicht wie "Enjoy the silence" klingen , dann aber doch wenigstens wie "Precious". Ach ja...
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56 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist wie es ist. Es ist DEPECHE MODE, 8. April 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Delta Machine (Deluxe Edition) (Audio CD)
Seien wir mal ehrlich, was erwartet man von einer Band, die seit dreißig Jahren so ziemlich jeden Klang erfunden hat, den ein Gegenstand oder ein elektronisches Instrument überhaupt erzeugen kann. Eigentlich nicht mehr viel. Die künstlerische Geschichte von Depeche Mode scheint vor einigen Jahren bereits fertig geschrieben zu sein. Noch ein paar Preise fürs Lebenswerk und ab dafür. Danke war nett. So hatte ich mich auch schon mit dem Gedanken angefreundet, dass DM nach dem mehr als mittelmäßigen letzten Album „Sounds of the Universe“ und den ganzen Begleiterscheinungen einfach so die Segel streichen.

Aber welch Überraschung, sie wollen es noch mal wissen und Martin Gore hockt sich hin, gibt sich zu Hause den Blues und machte mit Vince Clarke nebenbei ein abgespacestes Technoalbum und Dave Gahan begibt sich auf eine kreative Reise mit den Soulsavers. Wie sollen diese Charaktere noch mal ein schlüssiges Werk erarbeiten und in welche Richtung soll es gehen.

Der erste Vorbote „Angel“ der bereits auf der Pressekonferenz in Paris im Oktober 2012 der Presse und einem ausgesuchten Millionenpublikum via Internet präsentiert werden sollte, lies erahnen, dass Depeche Mode auf etwas neues, großes zu steuern.

Jetzt dreht sich bei mir „Delta Machine“ das 13 Album von Depeche Mode auf dem Plattenteller und ich wippe vor entzücken nicht nur mit dem Fuß. Martin Gore hat sich beim Komponieren noch weiter von der Poplandschaft entfernt, als er sowieso immer schon war und Dave Gahan leidet noch mehr als auf den letzten drei Alben zusammen. So viel Experimentierfreudigkeit habe ich Depeche Mode nicht mehr zugetraut. Es piept, knarzt und rauscht an allen Ecken und Kanten und Depeche Mode halten das Versprechen ein, dass das Album sehr viel auf Blues und Soul basiert, ohne altbacken zu klingen. Und sie überraschen durch eigenwillige Kompositionen, die auch in ihrer eigenen Geschichte vergeblich nach Vergleichen suchen lässt. Die Zeiten simpler Popmelodien sind jetzt definitiv vorbei, oder? Nicht ganz, aber sie sind weit nach hinten gerückt. Dafür werden sie lieber wieder dreckig, was ihnen in den letzten Tagen abhanden gekommen war. Nicht nur „Angel“ ist ein guter Beweis dafür. „Slow“ oder auch „Goodbye“ zeigen ganz neue Seiten an Depeche Mode. Gore schreibt Gahan wieder Songs auf den Leib und der lebt sie aus. Den Schritt zurück nach vorne wagen sie dafür dann schon eher mit der Vorabsingle „Heaven“. Von der Stimmung her musste ich anfangs an „Condemnation“ denken und habe mich von der Single ebenso wie zig andere Fans aufs Glatteis führen lassen. „Heaven“ ist der Ausnahmetrack auf „Delta Machine“. Haben Depeche Mode immer schon Vorabsingles ausgesucht, die für ein neues Album stehen, haben sie es diesmal komplett umgedreht.

Aber können Depeche Mode denn auch noch den besonderen Kick bereiten? Können sie. Wer nur einmal in Stücke wie das wunderbare „Broken“ oder in „Alone“ rein hört, wird wissen, was ich meine. Und wer dann auch noch „Should be higher“ wird vor Freude durchs Zimmer hüpfen, wie Rumpelstilzchen ums Feuer. Hier zeigt sich einmal mehr, dass Dave Gahan in den letzten Jahren viel gelernt hat, was das Schreiben von Songs angeht. Genau solche Stücke habe ich in den letzten Jahren vermisst. Hierbei lässt sich aber auch heraus hören, dass Dave Gahan zu einem gereiften Sänger geworden ist. Was bei seiner Arbeit mit den Soulsavers begann, hat er wunderbar weiter geführt. Die kaputte eintönige Stimme, die wir noch auf „Exciter“ (2001) oder „Playing the angel“ (2005) ertragen mussten, ist definitiv einer Stimme eines gereiften Mannes gewichen, der weiß, dass seine Stimme ein weiteres Instrument im Gesamtkunstwerk ist.

Aber gibt es keine Hitsingles mehr? Schließlich haben Depeche Mode es schon beim letzten Album gekonnt vermieden, potenzielle Singles nicht zu veröffentlichen. Doch! Mit „Soothe my soul“ haben sie einen Klassiker geschaffen. Treibende Beats und Bassline und dazu ein Gahan, der Gore’s Text auslebt und einmal mehr zum Sexgott der weiblichen Fans wird. Droht er doch damit, dass er vor Geilheit strotzend die Angebetete besuchen wird und sich erst dann wieder verzieht, wenn er seine Gier gestillt hat. Welche Frau im DM-Fankreis träumt nicht heimlich davon? Und wenn Dave Gahan dann auch noch lecker aussieht, wie mindestens seit zwanzig Jahren nicht mehr.

„Delta Machine“ entschuldigt für alles, was Depeche Mode ihren Fans in den letzten Jahren an Mittelmäßigkeit angetan haben. Das Warten hat sich gelohnt. Sie erfinden weder sich noch das Rad neu, ziehen dem Rad zumindest endlich eine neue Decke mit greifendem Profil auf. Sex, Gier und Weltschmerz werden mit Sicherheit immer bei Depeche Mode im Vordergrund stehen, aber wir wachsen mit ihnen und werden ihnen weiter folgen (müssen).
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193 von 233 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die große Sehnsucht, 22. März 2013
Von 
Mapambulo "Mapambulo" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Delta Machine (Deluxe Edition) (Audio CD)
Wem sollen sie es nun Recht machen? Dem Feuilletonisten, dessen Erwartungen mindestens so hoch sind wie die Meinung, die er von sich selbst hat? Dem eventgetriebenen Musikjournalisten, den beim Anblick dreier mittelgrauer Fiftysomethings schon die kalte Angst um Lesergunst und Auflage anweht und der ohne Starallüren und garantiertes Hitpotential sein Powerbook erst gar nicht einstöpselt? Oder doch besser dem notorisch unzufriedenen Fanvolk, das sich eher in die einfallslose, aber konsequente Kopie früherer Großwerke verlieben will und dem der Name Alan Wilder die allein seligmachende Verheißung bedeutet? So viele Sehnsüchte für knappe sechzig Minuten. Was also machen Depeche Mode? Das einzig Richtige: Sie veröffentlichen mit „Delta Machine“ einen beeindruckend hochklassigen Zusammenschnitt all der Trends, Einflüsse und Stile, die sie im Laufe der Jahrzehnte entweder selbst gesetzt, einfach übernommen oder auch für ihre Zwecke weiterentwickelt haben – und: ja, Gitarren gibt es, sparsam verteilt zu analoger Synthetik und harten Beats, dazu: Soul, soviel man vertragen kann, Sakrales, Tiefschwarzes, Schwülstiges auch, und – am wichtigsten: richtige, das heißt richtig gute Songs. Und das allein unterscheidet dieses Album von seinen drei Vorgängern.

Schon die beiden ersten Stücke „Welcome To My World“ und „Angel“ lassen keine Zweifel aufkommen, dass hier das ganz dicke Packet geschnürt wird, es wummert und pumpt, was die Röhren hergeben, Gahan gibt den Teufel („I penetrate your soul, bleed into your dreams“), mal schmeichlerisch, mal aggressiv und kantig. „Heaven“ – sattsam bekannt – und selbst oder gerade von denen gemocht, die mit Historie und Gesamtwerk weniger vertraut sind, ein hymnisch-schwerblütiger Schmachtfetzen, dem das Pathos aus jeder Pore tropft und der einen doch an den Eiern hat. Danach „Secret To The End“, an dessen Chorus man sich zwar erst gewöhnen muss, die hämmernden Drumsets und der mehr als feine, instrumentale closing part lassen einem aber auch hier keine Wahl, als den „LikeIt“-Button zu drücken. Der ist für das nachfolgende „My Little Universe“ gesetzt – ein Stück, dass es auf den letzten Alben so nicht gegeben hat und das man sich um so mehr herbeisehnte: Die technoiden Bleeps von VCMG, Gore läßt auf der gedoppelten Spur die vereinsamte Seele heulen ("Here I am king, I decide everything, I let no-one in…") und der Beat bleibt satt darüber liegen – man hat lange auf so eine Nummer warten müssen.

Wer vorher die Bezugskette bis zu „Construction Time Again“ knüpfen wollte, darf für das anschließende „Slow“ kurz „Ultra“ sagen – verfremdete Slideguitar zu dick angerührtem Blues, der Track stampft in staubigen Boots behäbig durchs Revier, gleich darauf geht’s mit „Broken“ noch ein paar Jahrgänge zurück – „Music For the Masses“, die Rhythmusmaschine tickert, Gahans Timbre warm und sanft, wenn er über die Zeit der Unschuld singt, Gitarre als Textur, ganz feiner Stoff. So sicher wie das – sorry! – Amen in der schwarzen Messe folgen: Der theatralische, doch herzwärmende Soul des Martin Gore („The Child Inside“) und der bratzig scheppernde Dancetrack „Soft Touch/Raw Nerve“, beide gehören auf ihre Art zu den liebgewonnenen Standards und beide gelingen in gewohnter Manier.

Waren auf dem letzten Album „Sounds Of The Universe“ noch eine ganze Reihe halbgarer Nummern, die man besser unerwähnt ließ, so kommt man bei „Delta Machine“ tatsächlich an keinem der Stücke wirklich vorbei: „Should Be Higher“ markiert gleich den nächsten Stimmungspeak, Gahan croont für die Masse, die diesen Song live, kommt er ins Programm, lieben wird, die ganz große Sause. „Alone“ macht das Gegensatzpaar perfekt, dramatische Düsternis, die Schläge so massiv, dass die Membranen zu reißen drohen – „I couldn’t save your soul“ – keine Hoffnung, nirgends. Tja, und dann doch noch mal der Haken zu „Personal Jesus“ und seiner hiesigen Entsprechnung – „Soothe My Soul“ hat den gleichen Drive, sitzt ähnlich punktgenau, und auch das ist für Show und Bühne gemacht. Bis vor ein, zwei Jahren hätten sie an dieser Stelle behutsam das Licht gedimmt und den Abschied im Flüsterton vorgetragen, es passt zu diesem Album, dass Gahan, Gore und Fletcher am Ende noch einmal alle Maschinen auf Maximalleistung fahren und zum bombastischen Rundumschlag ausholen – „Goodbye“ als Beweis und Ausdruck wiedererlangten Selbstbewußtseins, wer will es ihnen verdenken. „Delta Machine“ ist ein BestOf-Album im wörtlichen Sinne geworden, ohne alte Stücke, aber nach altbewährten Mustern, eine mitreißende Werkschau, die in dieser Qualität und Wucht kaum jemand erwarten konnte. mapambulo:blog
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe auf den zweiten Blick, 6. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Delta Machine (Deluxe Edition) (Audio CD)
Ich gebe zu, als Devotee der ersten Stunde tat auch ich mir anfangs etwas schwer, Zugang zur "Delta Machine" zu finden, da sich die Herren Gore, Gahan und Fletcher wieder einmal komplett neu erfunden haben und der Albumtitel wirklich Programm ist. Hier wird auf volles Risiko gespielt und ohne Rücksicht auf offensichtliche Hitsingles Delta Blues mit maschinellen Klängen vermischt. Mal ehrlich wer außer Depeche Mode würde sich an ein solches Wagnis herantrauen? Dabei wirkt das Album aber von Anfang an absolut homogen und aus einem Guss, alles andere als sperrig, nur hört es sich zunächst etwas ungewohnt an und bei vielen (mittlerweile sprichwörtlich) alten Fans entfacht es dadurch natürlich keine Liebe auf den ersten Blick bzw. beim ersten Reinhören. Auf den zweiten Blick entfaltet Delta Machine dann sein wahres Hitpotential und besonders auf der aktuellen Tour entfalten die neue Songs ihre ganze Schönheit und fügen sich erstaunlich homogen ins Gesamtwerk dieser genialen Band ein. Es sind genug zuckersüsse Ohrwurmmelodien auf dem Album, wenn einen die vermehrt auftretenden elektronischen Sounds nicht zu sehr irritieren und davon ablenken. Auch in meinem Bekanntenkreis gibt es genug (ebenfalls alte) DM Fans, die das leider nicht mehr heraushören, aber die guten alten Depeche Mode wie wir sie kennen und lieben sind immer noch "alive and well". Die bislang ausgekoppelten Singles sind allerdings bei weitem nicht die wahren Hits dieses Albums, ich empfehle daher allen die auf eingängige Hits aus sind, stattdessen mal die Songs "Welcome to my world", "Secret to the end", "Broken", "Soft Touch/Raw Nerve" und "Alone" anzutesten. Es gibt ehrlich gesagt abgesehen von "Black Celebration", "Violator" und meiner absoluten Liebslingsscheibe "Songs of faith and devotion" kein DM Album das ich öfter gehört habe als Delta Machine. Jede DM Scheibe hat einen eigenen Charakter und jede Scheibe hat ihre Stärken und Schwächen, aber Delta Machine ist wirklich ein besonders starkes Album geworden. So klingen Künstler, die noch immer hungrig sind. Anfangs war ich auch etwas skeptisch, aber nun liebe ich diese Scheibe wirklich und wer Delta Machine wirklich eine Chance gibt (und damit meine ich sie wirklich am Stück geniessen, nicht nur nebenbei hören) wird feststellen, sie klingt so viel mehr nach den "alten" Depeche Mode und ist besser als alles was abgesehen von "Playing the angel" nach "Ultra" kam! Die Delta Machine funktioniert für mich perfekt und ich bin gespannt worauf wir uns bei dieser Band noch freuen dürfen. Kaufempfehlung für jeden Depeche Mode Fan ohne Scheuklappen, denn das hier ist genau das wofür Depeche Mode immer standen - Kunst zum Mitsingen und Texte mit Tiefgang.
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79 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow! Super Scheibe für kleines Geld!, 25. März 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Delta Machine (Deluxe Edition) (Audio CD)
Es lebe das Internet! Als alter DM Fan (eindeutig zweideutig gemeint) hatte mich die Sony-Werbemaschinerie eiskalt erwischt! Heaven als erste Single war sicherlich ungewöhnlich, zündete bei mir aber sofort. Als dann "DM bei Letterman Live" auf Youtube eingestellt wurde konnte ich nicht mehr warten....das musste ich sehen! Angel war ja bereits seit einem halben Jahr bekannt, aber die drei neuen Songs "Soft Touch/Raw Nerve", "Should Be Higher" und "Soothe My Soul" waren erstmals zu sehen/hören. Die drei Songs haben mich sofort elektrisiert und vor allem "Should Be Higher" und "Soothe My Soul" krochen mir sofort fies ins Gehör und sind seitdem dort kleben geblieben. Euphorie pur, das neue Album wird genial!

Donnerstag, 21.03.2013, 13:30 Uhr, Papa kommt nach Hause.
"Hallo Schatz, hallo Kinder. War die Post schon da?" "Ja, irgendwas von Amazon!" "Heute schon?? Oh, mein Gott!!!"
Postkasten auf, Verpackung zerfleddert, CD mit zittrigen Händen entnommen, im Wohnzimmer eingeschlossen, Anlage an,CD eingelegt und genossen!!!
Das Leben kann so schön sein!

1. Welcome To My World. Irre, was für ein Opener!
2. Angel. Schon bekannt, coole Nummer!
3. Heaven. Hatte ich schon als Single. Hat für mich das Zeug für einen Klassiker! Muss irgendwie an Somebody denken, obwohl das völlig anders war.
4. Secret To The End. JAAA, das ist Depeche Mode! Könnte ein 80ies Song sein, ist es aber nicht!
5. My Little Universe. Huuuuuch, Vince Clarke mit im Studio?? Interessant, wird aber die Fanbase spalten. Für mich zu früh zu Ende (wurde doch gerade erst interessant)
6. Slow. Gefällt, ist mir aber dem Namen entsprechend zu slow. Hätte ich als B-Seite besser gefunden.
7. Broken. Ja, auch nett. Könnte auch aus den frühen 80ern stammen.
8. The Cild Inside. Ich bin der Martin, ne?! Nachdenkliche Nummer, aber schön!
9. Soft Touch/Raw Nerve. Jawoll, die Nummer rockt und macht Stimmung. Hätte ich doch bloß nicht schon Letterman geguckt!
10. Should Be Higher. Saucool! Hat das wirklich Dave geschrieben??? Ist ja irre!! B-). Wird Live toll sein (siehe Letterman)!
11. Alone. Auch das ist unverkennbar DM. Düster, melancholisch, klasse. Erinnern mich die Synthies teilweise nicht an Any Second Now?
12. Soothe My Soul. Wer hat behauptet, Delta Machine habe keine Hit Singles? Was für ein Brett! Kam bei Letterman nicht ganz so gut rüber. Umso besser für mich jetzt :-D
13. Goodbye. Ein freundliches "Winke, winke" zum Schluß von CD1. Schade schon vorbei!

Gleich noch einmal gehört. Tut mir leid Familie, heute ist mein Tag!

Dieses Album ist für mich um Längen besser als SOTU, PTA, Exciter. Es wirkt retro ohne altbacken oder billig zu sein, ich habe den Eindruck, einigen Synthies in den letzten 30 Jahren schon einmal begegnet zu sein und totzdem ist wieder alles ganz anders als die anderen Alben!
Nach SOTU hatte ich den Eindruck, die Herren können/wollen nicht mehr so richtig. Dort wirkten viele Songs teils halbfertig und hingeklatscht. Irgend etwas fehlte.

Das ist hier nicht der Fall. Ein durchweg gelungenes Album ist hier entstanden, zudem hat CD2 auch einige tolle Songs. 4 Jahre warten haben sich gelohnt! Zudem ist der Preis für die DeLuxe Edition jeden Cent wert. Das Ganze kommt im Bookstyle daher, auflappbar, mit einigen Fotos, Texten und natürlich den CDs. Ein Kumpel hat's glatt für ein Depeche Mode Buch gehalten! :-D

Eine Anmerkung noch zu einigen 1 Stern Rezensenten: Es gibt ja tatsächlich einige Schreiberlinge die gestehen, das Album nur als Online Stream gehört zu haben und sich dann auch noch freuen, Geld gespart zu haben, weil sie das Album nun nicht kaufen. Ja Leute, Geld sparen ist das Eine. Aber eine CD einmal kurz online durchzuklicken, bei auch noch verminderter Soundqualität, und sich dann ein Urteil bzw. eine Rezension erlauben??? DAS ist arm und nur einen Stern wert! Habe fertig!
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26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Willkommen in meiner Welt..., 15. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Delta Machine (Deluxe Edition) (Audio CD)
...in der Depeche Mode bis vor wenigen Wochen kaum stattgefunden hat. Ich bin also KEIN langjähriger Fan, habe noch NIE ein Konzert besucht und auch nie den Hype verstanden. Zwar habe ich als Jugendlicher in den 80er Jahren zu PEOPLE ARE PEOPLE in der Disco abgetanzt, und die bunte Maxi von MASTER AND SERVANT war ein Pflichtkauf. Aber danach habe ich DM nur noch im Radio gehört. Die Alben sind komplett an mir vorbeigelaufen. 101 habe ich dann noch auf CD gekauft - aber das war eher eine Best Of mit Hintergrundkreischen. VIOLATOR und SOFAD habe ich als Album schon nicht mehr wahrgenommen. Die Musik hat mich damals einfach nicht erreicht. Ich mochte Prince und Simply Red, später Jazz und Akustisches. Irgendwie alles. Aber Songs wie IN YOUR ROOM, WORLD IN MY EYES oder HOME habe ich - das ist kein Witz - noch nie gehört. Bis vor ein paar Wochen. Anlässlich der neuen CD habe ich mich gefragt, warum so ein Kult und Hype um DM gemacht wird. Ich habe nie verstanden, warum sich erwachsene Menschen die Nummernschild-Kennung 'DM' geben lassen.

Aber ich bin immer neugierig auf neue Musik. Also: erst mal alle CDs von SPEAK AND SPELL bis SOTU geladen und angehört. Dann Konzertvideos auf Youtube geschaut. Musikexpress-Spezialheft mit allen historischen Artikeln bestellt und gelesen. Die Bandgeschichte studiert. Nach ein paar Tagen habe ich dann gemerkt, dass ich ständig die Songs im Kopf habe. Ständig: also auch dann, wenn gerade keine Musik läuft. Ich habe die Songs einfach nicht aus dem Kopf bekommen. Nebenbei habe ich entdeckt, dass einer meiner Lieblingstracks von Blank & Jones (FREELOVE) eine Coverversion eines DM Songs ist. Irre.

Wenn man sich die Bandgeschichte einteilt, sehe ich 4 Phasen:

1981 - 1983 (also SAS bis CTA)
1984 bis 1989 (SGR bis 101)
1990 bis 1997 (VIOLATOR bis ULTRA)
und alles was danach kommt (also die Zeit seit EXCITER).

Wenn man einen Vergleich anstellen möchte: DELTA MACHINE ist aus dieser letzten Phase für mich das beste Album.

Der Vergleich mit früheren Phasen allerdings hinkt. DM ist heute eine andere Band wie vor 20 Jahren zur Zeit der Devotional Tour. Die Herrschaften sind heute über 50. Daher passt das Album einfach zur Entwicklung. Ob das, was sie da heute auf CD produzieren, auch beim Hörer ankommt, ist allerdings etwas anderes. Songs wie die Singleauskopplungen HEAVEN oder SOOTHE MY SOUL sind radiotauglich. Andere Songs wie SLOW eher nicht. Das Album braucht viel Geduld auf Aufmerksamkeit. Am besten laut oder über Kopfhörer. Dann gibt es eine Menge zu entdecken. Für technik-verliebte ist das eine tolle Sache, es gibt immer wieder einzelne Sounds, Gepiepse und Geblubber, manchmal zum Song passend, oft auch nicht. Die Klangqualität ist fantastisch, die Bässe sind druckvoll. Schon der Opener WELCOME TO MY WORLD macht richtig Spaß. Allerdings: große Hymnen gibt's bei DM nicht mehr.

Vielleicht machen die Herren auf der Bühne etwas daraus. Denn das haben mir die letzten Wochen gezeigt: DM sind eine Band, bei der die Songs auf der Bühne komplett anders funktionieren können als von CD. Kann gut sein, dass sich der Eindruck unauffälliger Songs auf DELTA MACHINE nach dem Konzertbesuch ändert.

Bis dahin allerdings nur 3 Sterne. Wenn ich SOFAD 5 Sterne gebe, ist einfach nicht mehr drin. Trotzdem: für den Fan ein Pflichtkauf. Für Nicht-Kenner ein lohnender Blick auf eine Band mit interessanter Geschichte. Wer übrigens den Bariton von Dave Gahan mag, hört weiter bei den Soulsavers THE LIGHT THE DEAD SEE.
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Depeche Mode erfindet sich zum 13x neu, 24. April 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Delta Machine (Audio CD)
Als Mitte der 80er nach "A question of lust" die nächste Single "A question of time" lautete, meinte Stefanie Tücking, damalige Moderatorin von "Formel Eins": "Das Gute an Depeche Mode ist, dass jede Single anders klingt, selbst wenn die Namen fast gleich sind." Depeche Mode haben sich seit ihrer Gründung mit jedem Album neu erfunden. Die 1-Stern Rezensenten, die hier beklagen, dass "Delta Machine" kein neuer "Violator" ist, haben es offenbar immer noch nicht verstanden: Hier gibt's keinen Mainstream. Es freut mich, dass Euch "Enjoy the Silence" oder "Never let me down again" gefallen hat. Diese Songs hatten aber untereinander genauso wenig gemein wie sie etwas mit "People are People", "I feel you" oder später "Wrong" zu tun hatten. Freut Euch über ein Album, dass Euch gefallen habt, oder kauft Euch die "Best of" Compilations, aber erwartet weder von der Band noch vom Rest der Welt, dass Altes, wenn auch zugegebenermaßen geiles Tonmaterial, nach 6 Alben später neuverpackt wiedergekäut werden soll. Für echte Fans sind sowieso die Diamanten, die es auf jedem Album gibt, und die nie als Single veröffentlicht wurden, der eigentliche Grund die Gruppe so zu verehren. Aber das wird die halbe Welt wohl nie verstehen. Wenn's knarzt, ziept und wispert und aus dem Chaos dann kraftvoll eine Melodie entsteht, die einen wenigstens berührt, wenn nicht umhaut, ist das relevant für ein kleines Leben, wie meines. Hey, es geht um Musik, erhoffen wir uns das nicht von Musik? "Delta Machine" ist ein Album, dass einem erst beim zweiten, dritten Durchhören richtig gefällt, dann aber so, dass es einen fast vom Sockel haut. Wenn Dave Gahan mit Martin Gore bei "Heaven" zweistimmig singt, der Refrain bei "Should be higher" einsetzt, oder einen bei "Alone" die Melancholie, die wohl jeder schon mal so erfahren hat, voll umhaut, dann rührt mich das und es ist mir klar, dass das eines der besten Alben ist, die ich jemals erstanden habe. 17 Songs, die einen voll erfassen, wenn man es zulässt... Bravo, Jungs - besser hättet ihr es kaum machen können. Und bitte niemals mehr Mainstream werden! Danke!!!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das hat gedauert, 9. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Delta Machine (Deluxe Edition) (Audio CD)
Ich habe dieses Album jetzt seit Anfang dieses Jahres. Beim ersten Mal voller Erwartung gewesen, abgespielt und enttäuscht gewesen ( wie soooooooo
viele andere auch - siehe Kommentare mit 1 Stern ). Aber ich habe das Album nicht aufgegeben, da ich da und dort viel positives gehört habe.
Und jetzt, 7 Monate später hat es endlich klick gemacht und was soll ich sagen: Eines der besten Alben aller Zeiten. Nein, es gibt nicht sofort Ohrwürmer frei, die Melodien erschließen sich einem nicht sofort, man weiß zwar, dass es kein zweites Enjoy t.S. geben wird oder einen Nachfolger von B.C. doch hofft man etwas Vertrautes zu hören an dem sich anhalten kann und in Erinnerungen schwelgen kann. Doch dass passiert nicht. Erst wenn man das Album in Ruhe anhört, mehrmals von Anfang bis Ende, sich Zeit nimmt und zuhört, erst dann kommt die ganze Genialität hervor.
Also nichts für nebenbei, nichts für Musikschnelldurchlaufhörer, nichts für Hitsüchtig, nicht für Mainstream und schon gar nicht für die Masse. Dieses Album bleibt wahrscheinlich leider einer kleinen aber feinen Gruppe vorbehalten.
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28 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es geht wieder aufwärts, 30. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Delta Machine (Deluxe Edition) (Audio CD)
Habe vorhin die Plattenkritik im aktuellen "Rolling Stone" gelesen. Frau Fuss gibt dem Album gerade mal 2 Sterne, was natürlich ihr gutes Recht ist. Wenn ihr die Platte nicht gefallen will, dann muss sie das auch nicht. Ich tu mir nur ein bisschen schwer mit ihrer Argumentation. So vermisst sie auf "Delta Machine" die großen Hits wie in den 80ern, was u.a. daran liegen soll, dass die Songs von M. Gore keinen Chorus mehr hätten, Dave sowieso kein guter Songschreiber ist usw. Außerdem echauffiert sie sich zum wiederholten Mal darüber, dass "People are People" für einen VW-Werbespot verscherbelt wurde. OK, das hätte vielleicht wirklich nicht sein müssen - aber was hat das mit dem neuen Album zu tun? Nebenbei bemerkt handelt es sich bei PaP um einen Song, den DM meines Wissens seit 1988 nicht mehr live gespielt haben ...schlimmer fand ich da schon die Rasierwasser-Werbung mit "Personal Jesus" - aber egal!

Ob dieses Album wirklich keinen Hit abwerfen wird, muss sich erst noch zeigen. Mit der nächsten Single "Soothe My Soul" stehen die Chancen zumindest gar nicht so schlecht und auch sonst würde ich den einen oder anderen Überrschungserfolg durchaus für möglich halten. Allerdings weiß der echte Musikfreund natürlich sehr wohl, dass ein guter Song auch dann spannend sein kann, wenn er nicht permanent im Radio bzw. Supermarkt präsent ist. Gerade da, wo es "experimentell" wird, gefällt mir das Album besonders gut ("Welcome to my World", "My Little Universe") und auch die von Dave geschriebenen Stücke passen wesentlich besser ins Gesamtbild, als dies noch bei "Playing The Angel" oder "Sounds Of The Universe" der Fall war. Martin Gore schreibt nach wie vor geniale Songs, das ist unbestritten - egal ob mit oder ohne Chorus (auch in der Vergangenheit gab es übrigens immer wieder Songs von Martin, die ebenfalls keinen richtigen Refrain hatten und dennoch sehr erfolgreich waren - ich darf in diesem Zusammenhang nur mal an "Behind the Wheel", "I Feel You" oder "Condemnation" erinnern).

Fans, die von den beiden Vorgänger-Alben vielleicht etwas enttäuscht waren oder gar mit dem Gedanken gespielt haben, die Band komplett abzuschreiben, sollten sich die Scheibe jedenfalls unbedingt anhören (am besten über Kopfhörer). Sie werden feststellen, dass Depeche Mode immer noch überraschen können mit faszinierender, kurzweiliger Musik und die Leistungskurve eindeutig wieder nach oben geht.
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47 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk.....aber keine Platte für den Dudelfunk..., 26. März 2013
Von 
Ralf Hunsicker (Hornbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Delta Machine (Deluxe Edition) (Audio CD)
Die ersten Reaktionen der Presse waren teilweise vernichtend , andere wieder euphorisch.
Für den Journalisten, der mal gerade die Aufgabe hat für sein Blatt eine Rezension über Delta Machine zu schreiben ist es meiner Meinung garnicht möglich eine schlüssige Beurteilung abzugeben.
Denn Delta Machine ist kein Radio -Pop a la Lady Gaga oder Pet shop boys.
Da wird ein höherer Anspruch an den Hörer gestellt , die Lieder wollen erst "verstanden " werden.
Aber dann bekommen die Stücke Substanz und und sind nicht nach 14 Tagen schon abgenudelt.

Schon beim opener erkennt man die Stärke der Songs beim Übergang zum Refrain , die einsetzenden Streicher , nach dem ersten Refrain setzt ein tanzbarer Rhythmus ein , der dem Song seine Stimmung verleiht , auch wenn ich hier einlenken muß dass der Song etwas holprig beginnt.

Bei Angel ist es die vertrakte Rhythmik , das ist nicht die ZDF Hitparade wo man auf die 1 und die 3 in die Hände klatscht.

Heaven , die mittlerweile bekannte erste Singleauskopplung , ruhig , getragen , meiner Meinung als erste Single nicht so geeignet aber des Albums würdig.

Secret to the End , steigert sich in Depeche Mode typischer Weise in der Tonhöhe treibend durch die Synthbassline voran , eine tolle Nummer.

My little Universe , geht nicht so zu mir , klingt sehr trocken , abgehackt , ist der einzige Titel der mir nicht so zusagt.

Slow , wenn man den Titel erst mal drauf hat geht er nicht mehr aus dem Ohr , ständiger Wechsel der Grundtonart in Depeche Mode typischer Manier , bluesiger Rhythmus , toll.

Broken , dieser Song von Dave geschrieben erinnert am meisten an die komerziellen Stücke a la Precious oder Its no good , Kraftwerk ähnlicher sound , geht sofort ins Ohr.

The child inside , hat etwas länger gedauert bis sich das Lied mir erschlossen hat , Goresche Melodie und Sound , klingt stark nach Counterfeit 2 , seinem Soloalbum .

Soft touch / raw nerve , eine relativ einfache treibende Nummer , klassischer Songaufbau

Should be higher klingt mehr nach DM alles vieles was Jahre zuvor erschien , Steigerung zum Refrain und dann schwingt sich Dave in ungeahnte Höhen , ein klassischer Depeche song.

Alone , da haben wir sie wieder, die dramatischen Streicher nach der Einleitung die dem Song seine Aura verpassen , tolle Nummer.

Sooth my soul wird die zweite Single werden , da gibt es nichts zu meckern und Goodbye schließt die Platte glanzvoll ab.

Mit Delta Machine ist Depeche Mode diemal ein Electro - Album gelungen nach dem doch die Fans immer Jahrelang gerufen hatten , es klingt elektronisch , modern , mit weniger Gitarren und ist voller anleihen an ältere Stücke dieser Band die jetzt im 33 Jahr besteht.

Aber die Songs müssen verstanden werden , man muß sich hinsetzen und die Platte anhören , es ist kein Werk was so nebenbei mitläuft und man die Refrains mitsingt.
Delta Machine stellt einen gewissen Anspruch an die Hörer , ist keine leichte Chartskost und wird warscheinlich von denen verrissen werden die ein zweites Enjoy the silence erwartet haben.
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Delta Machine (Deluxe Edition)
Delta Machine (Deluxe Edition) von Depeche Mode (Audio CD - 2013)
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