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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Magisch, einzigartig, rührend
Es passiert sehr selten, das mich ein Film zu Tränen rührt. Dieser tat es. Ich habe ihn vor wenigen Tagen in deutscher Synchronisation auf einem Interkontinentalflug gesehen, auf kleinem Schirm also. Einen grosse Leinwand braucht er auch nicht. Denn er ist so ungewöhnlich und einzigartig wie selten einer. Darum kann ich nachvollziehen, das es neben...
Vor 19 Monaten von vandevelde veröffentlicht

versus
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Du musst lernen zu überleben."
Das ist die erste Regel, die Wink(Dwight Henry) seiner Tochter Hushpuppy(Quvenzhane Wallis) mitgibt. Auf mütterlichen Rat muss Hushpuppy verzichten. Winks Frau ist längst abgehauen. Wink ist krank und obendrein ein schwerer Trinker. Mit seinen Freunden lebt er in Bathtub, einem Überschwemmungsgebiet in Louisiana. Der Ort ist dem Untergang geweiht. Nach...
Vor 16 Monaten von Thomas Knackstedt veröffentlicht


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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Magisch, einzigartig, rührend, 25. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Beasts of the Southern Wild (DVD)
Es passiert sehr selten, das mich ein Film zu Tränen rührt. Dieser tat es. Ich habe ihn vor wenigen Tagen in deutscher Synchronisation auf einem Interkontinentalflug gesehen, auf kleinem Schirm also. Einen grosse Leinwand braucht er auch nicht. Denn er ist so ungewöhnlich und einzigartig wie selten einer. Darum kann ich nachvollziehen, das es neben begeisterten Zuschauern auch Leute gibt, die ihn gar nicht mögen.
Die Oskar-Nominierung hat die kleine Hauptdarstellerin Q. Wallis zu Recht verdient. Sie passt perfekt in die Rolle der in einem abgelegenen Slum in den Sümpfen an der Küste Louisianas lebenden Hushpuppie. Ihr alleinerziehender, schwer kranker Vater liebt sie, auch wenn er prügelt und trinkt. Hushpuppie ist intelligent, sie vermischt Realität und Fantasie zu einer eigenen, magischen Welt, in der Elend und Schönheit durcheinandergehen. Die moderne Welt der reichen USA mit ihren Medien findet in Ihrer Welt überhaupt nicht statt, kein Handy, kein Ipad, kein Facebook ist zu sehen. Auch das, was in fast allen US-Filmen sonst Standard ist, dieses künstliche, überschminkte, eigenartig saubere, überfrisierte - keine Spur davon. Stattdessen Natur, Gammel, Müll, die Unmittelbarkeit des einfachen, von Armut gekennzeichneten Lebens einer von der Gesellschaft abgekoppelten Gemeinschaft, die aber in grosser Freiheit lebt. Fantasy ja, aber mit Bodenhaftung. Der Film hat eine zugrunde liegende ökologische Botschaft, die aber nicht mit dem moralischen Zeigefinger daherkommt. Im einzelnen will ich auf die Handlung hier nicht weiter eingehen, das haben andere Rezensionen bereits getan.
Zwar hat Beasts of the Southern Wild einige kleine Schwächen, die z.T. auf das niedrige Budget zurückzuführen sind, insgesamt gebe ich ihm aber trotzdem knappe fünf Sterne.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Leben hinter'm Deich, 24. Juli 2013
Von 
OldboY - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Beasts of the Southern Wild (DVD)
"Hinter'm Horizont geht's weiter..." singt Udo Lindeberg. Hinter'm Deich allerdings auch. Dort lebt "Hushpuppy" (Quvenzhané Wallis) mit ihrem Daddy und einer Reihe anderer Rednecks in einer Art illegalen Kommune namens "Bathtub". Sie hausen in unsagbar verwahrlosten Zuständen, ohne Strom, ohne fließendes Wasser, in einem Raum mit Schweinen, Hühnern, Hunden. Dort wo die Zivilisation endet und die amerikanische Wildnis beginnt, besteht das Mittagessen aus einem eilig auf den selbstgebauten Grill geworfenen Hühnchen, ein paar selbtgefischter Krebse und einer halben Flasche Rum. Die Hütten sind lieblos zusammengeschusterte Wellblechunterstände, ohne festen Boden, zugemüllt und dreckig bis oben rauf. Daddy's Fischerboot besteht aus dem abgesägten Heck eines alten Ford Galaxy und ein paar alter Regentonnen für den benötigten Auftrieb. Die Menschen in der "Bathtub" improvisieren, schlagen sich irgendwie durch und verachten die angepassten Mitbürger auf der trockenen Seite des Damms. Sie fühlen sich ausgegrenzt, abgeschnitten und eingekesselt durch den Deich. Sie sind eine Art Stamm von Urwilden, die jegliche Form der Assimilation ablehnen. Ihre "Bathtub" nennen sie "Heimat", wollen auf gar keinen Fall weg von hier. Selbst als ein mächtiger Hurrikan die Siedlung und das Leben der Bewohner bedroht, bleiben sie an Ort und Stelle. Hushpuppys Daddy ist Epileptiker und leidet dazu noch an einer Art Leberzirrose. Er hat nicht mehr lange zu leben. Die Mutter ist entweder tot oder abgehauen. Frauen gibt es in der "Bathtub" ohnehin nicht viele. Hushpuppy lernt schon früh wie wichtig es ist, stark zu sein, gegen alle Widerstände des Lebens.

"Beasts of the Southern Wild" ist ein Film, wie es nur wenige gibt. Geschaffen von einem jungen und bis dato noch weitgehend unbekannten Künstlerkollektiv mischt er die Genres der Milieustudie, des Sozialdramas, des Heimatfilms und des surrealen Märchens gehörig durcheinander. Die Zuschauer bleiben dabei ein ums andere Mal auf der Strecke. Ein roter Faden, eine klare Botschaft ist so gut wie nie erkennbar. Der Film selbst ist so wild und unberechenbar wie seine Protagonisten. Wenn es eines gibt, was man aus ihm lernen kann, dann dass sich der Begriff "Heimat" einer objektivierbaren Definition vollständig entzieht. Der Einzug der Zivilisation, verkörpert durch den Deich, hat Sicherheit, Schutz und Ordnung in das Leben der Menschen gebracht. Sie hat jedoch auch das ursprüngliche, chaotische und zeitlose im Leben der Menschen zerstört. Durch "Beasts of the Southern Wild" wird uns dieser Verlust mehr denn je bewusst.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Magische Kinderaugen..., 11. Juli 2013
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Beasts of the Southern Wild (DVD)
Irgendwie wollte der Funke bei mir nicht so ganz überspringen, auch wenn viele Zuschauer anderer Meinung waren und den Film um die kleine Hushpuppy begeistert aufnahmen. Man kann dem jungen Filmemacher Benh Zeitlin allerdings viel europäisches Flair bescheinigen, denn typisch amerikansich ist der Film nicht aufgebaut. Er trägt in positiver Weise eine eigene Handschrift und bietet ein modernes Märchen - ausschliesslich aus der Sicht der kleinen Protagonistin, dargestellt von der erst 9 Jahre alten oscarnominierten Quvenzhané Wallis.
Zeitlin lebte eigenen Angaben zufolge in Prag, als er aus den Nachrichten von den Zerstörungen in New Orleans erfuhr durch Hurrikan Katrina im August 2005. Auch in "Beast of the Southern Wild" geht es um die Natur, um Zerstörung der Heimat, denn in diesem abgelegenen Sumpfland von Lousiana, in dem das phantasievolle wie bedrückend realistische Geschehen angesiedelt ist, ist ein Sturm angekündigt. Dort lebt in sozialer Armut die kleine Hushpuppy mit ihrem kranken Vater Wink Doucet (Dwight Henry), der die Kleine alleine erzieht. Das Mädchen flüchtet sich in eine Phantasiewelt, beeinflusst auch durch den Stoff an der Schule, da die Lehrerin Miss Bathsheba über die Legende der ausgestorbenen Auerochsen sowie auch über die bevorstehende Klimaveränderung und daraus resultierenden Katastrophen berichtet. In ihrer kindlichen Phantasie sieht sie diese Urzeittiere aus dem schmelzenden arktischen Eis wieder auferstehen und somit als Begleiter oder Auslöser der aufziehenden Naturgewalten....
Keine Frage: Das ist ein Bilderfilm, der seine Geschichte dem Bild unterordnet und mit den magischen Augen des Kindes ans Werk geht. Dabei kreuzen sich Schönheit und Hässlickeit und geben sich einander die Hand. Der soziale Sprengpunkt wird aber durch die Kinderaugen zu etwas ganz Wertvollem, Elementarem. Also so eine Art Verwurzelung, die sich möglicherweise durch die Krankheit des Vaters schwer verändern wird. Dies wurde von Benh Zeitlin sehr eigenwilig umgesetzt und beim Sundance Festival prämiert. Wie man hört ist "Beast of the Southern Wild" der neue Lieblingsfilm von Oprah Winfrey
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Southern Comfort, 11. Februar 2013
Großartiger Film, visuell beeindruckend, trotz Low-Budget-Look (gehört aber zum Ton des Films). Es ist auch so langsam genug, sich über wackelige Handkameras aufzuregen, das ist doch heute an der Tagesordnung und kann durch ein wenig-Vorab-Information vermieden werden. Und wer den Hobbit gesehen hat, der weiß nun wirklich, wie nervige und unnötig hektische Kameraarbeit aussieht. Manche Darstellungen und Stimmungen des Films sind für zarte Gemüter womöglich in der Tat drastisch, aber auch das gehört zum Thema. Der Film vermischt Fantasie mit Realität und überzeugt mit tollen schauspielerischen Leistungen (wohlgemerkt von Amateur-Darstellern).
Das der Film in so ziemlich allen nennenswerten Bestenlisten des letzten Jahres auftaucht, wäre auch noch erwähnenswert.
„Beasts“ ist durchaus als Arthaus-Film einzuordnen, daher sollte man wissen auf was man sich einlässt. Nix für Freunde des gepflegten Action-Blockbusters.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kino? Magie!, 10. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Leider konnte ich den Film nicht im Kino sehen. Der Grund dafür war das, bis jetzt, kein Kino in meiner Stadt (150.000 Einwohner) diesen Film aufgeführt hat. Leider war dieser Film auch in vielen anderen Städten nur in kleineren Programmkinos zu sehen. Da ich den Film wohl öfter sehen werde und auf der Blu-ray auch noch 114 Min. Bonus sowie ein toller Kurzfilm (Glory at Sea) enthalten sind, kann ich sehr gut auf das Kino verzichten. Schade nur das die guten Filme nicht mehr im Kino laufen.

Der Film schildert Ereignisse aus der Sicht eines Kindes. Hushpuppy lebt mit ihrem Vater in Bathub, tief in den Sümpfen der Südstaaten, auserhalb der schützenden Deiche. Sie ist die Hauptperson und Erzählerin dieser Geschichte. Hushpuppy kann mit einem Lächeln Fische aus dem Wasser zaubern und mit einem bösen Blick wilden Kreaturen Einhalt gebieten.

Als ein Jahrhundertsturm über Bathub herreinbricht flüchten die meisten Einwohner. Hushpuppys Vater aber beschließt zu bleiben.

Da die Erzählerin erst sechs Jahre alt ist enthält der Film einige fantastische Elemente. Die Sprache der Erzählerin ist nicht den Erwachsenen angepasst, was ich sehr angenehm finde. Auch scheint bei diesem Film endlich mal ein wenig Geld in eine vernünftige deutsche Übersetzung gewandert zu sein. Der Film ist für mich sehr Bildgewaltig, sehr farbig mit tollen Einstellungen. Die Landschaft wirkt bunt, groß und weit, wie aus der Sicht eines Kindes. Einziger Kritikpunkt ist die an manchen Stellen etwas wackelnde Kamera. Ich weiß nicht warum diese Kameratechnik gerade Mode ist, mich nervt der Quatsch einfach. Allerdings gibt es auch viele ruhige Einstellungen, mir ist wegen der tollen Bilder und der spannenden Geschichte das Gewackel später gar nicht mehr aufgefallen.

Da Hushpuppys Vater versucht Sie darauf vorzubereiten auch ohne Ihn zurecht zu kommen, handelt es sich jedoch nicht um leichte Kost. Das ein Kind in diesem Alter damit überfordert ist erscheint klar, dennoch ist der Vater noch viel überforderter als Hushpuppy selbst. Auch stellt sich herraus das Hushpuppy sehr viel mutiger ist als Wink.

Für mich hat dieser Film sehr viel Zauber, tolle Darsteller, Unbeschreiblich schöne Bilder, eine mitreißende Erzählerin, eine unterhaltende, spannende, traurige und kluge Geschichte. Die Frage ist nur wenn so ein Film nicht in die Kinos kommt, was soll den dann da laufen? und für wen ?
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Du musst lernen zu überleben.", 9. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Beasts of the Southern Wild (DVD)
Das ist die erste Regel, die Wink(Dwight Henry) seiner Tochter Hushpuppy(Quvenzhane Wallis) mitgibt. Auf mütterlichen Rat muss Hushpuppy verzichten. Winks Frau ist längst abgehauen. Wink ist krank und obendrein ein schwerer Trinker. Mit seinen Freunden lebt er in Bathtub, einem Überschwemmungsgebiet in Louisiana. Der Ort ist dem Untergang geweiht. Nach jedem Sturm heißt es Land unter. Die Kinder in Bathtub leben in der "nassen Welt", die restlichen Menschen in der "trockenen Welt" Als wieder ein Sturm über das Land zieht, müssen Mensch und Tier in Bathtub ums Überleben kämpfen. Inmitten einer Horde von Menschen, die in den Tag hinein leben und ihre Sorgen im Alkohol ertränken versucht Hushpuppy diesen Kampf zu überstehen.

Ganz ehrlich: Für einen derart preisgekrönten Film war ich enttäuscht. Das lag nicht an den Darstellern und schon gar nicht an der Musik. Dafür hätte ich die Höchstpunktzahl gezogen. Der Plot des Films nahm mich jedoch nicht mit. Die Vermengung von kindlicher Phantasie, wahren Überlebenskämpfen und der Erzählstimme Hushpuppys ließ den Funken nicht zu mir überspringen. Wieso das so war, kann ich nicht sagen, ich hatte stets das Gefühl, dass diese Geschichte nicht "rund" ist. Selbstverständlich ist das Thema interessant und die dargestellten Lebensumstände sind wahrlich tragisch, doch einen Fingerzeig zum "echten Leben" bemerkte ich, wenn überhaupt, nur sehr schwach; und wenn wurde er dem Zuschauer mit dem Holzhammer verpasst(z.B. die Klimaerwärmung). Auch die eingespielten Fantasiesequenzen haben mich diesbezüglich nicht überzeugt.

Es macht ja bekanntlich keinen Spaß, der Spielverderber zu sein, aber ich konnte mich für Ben Zeithlins Story, nach der Vorlage des Bühnenstücks von Lucy Alibar, nicht erwärmen. So bleibt am Ende eine Rezension gegen den Trend, die sicher ihre Kritiker finden wird. Allerdings sollte man als Rezensent aus seinem Herzen auch keine Mördergrube machen. Aber sie wissen ja: Ob ihnen der Film gefällt oder nicht, können ohnehin nur sie entscheiden. Ich werde heute allerdings keine Empfehlung zum Anschauen aussprechen...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen schöne geschichte, schöne bilder, 15. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Beasts of the Southern Wild (DVD)
ein schöner film, dessen fantastische bilder im kleinen heimkino absolut nicht so beeindruckend sind, wie im kino auf großer fläche.
auf jeden fall aber eine geschichte, die es anzusehen lohnt.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dem Elend trotzen!, 22. September 2013
Von 
Esther (Altreu (Selzach), Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Beasts of the Southern Wild (DVD)
Nein - gefallen hat mir der Film wenn ich ganz ehrlich bin nicht! Er hat mich tief berührt!!! Und mir ein wunderbares Bild im Umgang mit der Angst geschenkt. Die Szene in der sich Hashpopy den grossen Ur-Bestien zuwendet... Lösung siehe Film. Was für ein weises, mutiges Mädchen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein tragisches, aber auch sehr magisches Abenteuer!, 5. Dezember 2013
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ZUM FILM:
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"Beasts of the Southern Wild" ist das Regiedebut des jungen Benh Zeitlin, welcher (völlig zurecht) nicht nur in Cannes und auf dem Sundance-Festival Hauptpreise gewann, sondern auch bei den Oscars vier Nominierungen abstaubte.
Es ist ein Film, der einen verzaubert, auf eine Reise/ein Abenteuer mitnimmt! Das Leben der kleinen Hushpuppy in Bathtub, zusammen mit ihrem Vater und einer starken Gemeinde, welche sich schnell zu einer kleine Familie entwickelt, als ein großer, lebensbedrohlicher Sturm aufzieht, der viele der Einwohner in Angst und Schrecken versetzt, weshalb sie sich zur Flucht gezwungen fühlen. Nur die Mutigsten und Tapfersten stellen sich der Kraft der Natur und wollen um jeden Preis in ihrer Heimat bleiben, was jedoch nicht ganz so leicht fällt.

Es entwickelt sich ein packendes aber stets magisches Drama, welches besonders durch die Beziehung zwischen Hushpuppey (grandios gespielt von der kleinen Quvenzhané Wallis) und ihrem alleinerziehenden Vater Wink (ebenfalls extrem glaubhaft verkörpert von Dwight Henry) brilliert. Begleitet werden die Geschehnisse von einem eindringlichen, wunderschönen Score, welcher perfekt zu den sowohl tragischen, als auch magischen Bildern passt.

Im Laufe des Films stellt man sich viele interessante Fragen, da es der Film schafft, einen wirklich zum Nachdenken zu bringen. Sei es über die globale Erwärmung, welche hier mit dem Schmelzen der Eisschichten und dem daraus folgendem Hochwasser angesprochen wird, aber auch über das Leben an sich, wie man es am besten führt und letztendlich auch abschließt.

"Es sieht nicht aus wie ein Gefängnis, eher wie ein Aquarium ohne Wasser."

Immer wieder haut das junge Mädchen den Zuschauern solch eindringliche Zitate um die Ohren, welche wie die Faust aufs Auge passen und die moderne Gesellschaft in ein schlechtes Licht rückt. Ein kontrollsüchtiges, freiheitraubendes Licht, über das man selbst entscheiden muss, ob es der Wahrheit oder eben doch nur der Phantasie der Kleinen entsprungen ist.

9/10 Punkte, also 5/5 Sterne

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ZUR BLU-RAY:
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Auf der Special-Edition, welche ich mir gekauft habe, sind ca. 2 Stunden an Bonusmaterial vorhanden. Darunter ein eindrucksvolles Making-Of des kleinen und noch relativ unerfahrenden Teams "Court 13" und des ambitionierten Talents Benh Zeitlin, welches wunderbar die Liebe und Hingebung aller Beteiligten zu ihrem "Baby", ihrem Erstlingswerk zeigt. Desweiteren findet man eine B-Roll mit Bildern, die das ebenfalls unterstreichen, sowie Interviews mit dem Regisseur und einigen Darstellern und auch Videos vom Casting selbst, welche extrem interessant sind, da hier kaum professionelle Schauspieler engagiert wurden, sondern ein öffentliches Vorsprechen als Suchmethode auf die Beine gestellt wurde. So erfährt man auch, wie man auf Quvenzhané Wallis als Protagonistin gestoßen ist oder auf Dwight Henry, welcher eigentlich eine eigene Backstube leitet und rein gar keine Erfahrungen in der Schauspielkunst mit sich brachte.

Das Highlight der Extras auf der Special-Edition ist aber der enthaltene Kurzfilm "Glory at Sea", welcher ebenfalls von Court 13 und Benh Zeitlin produziert wurde. Dabei handelt es sich um einen 25 minütigen Kurzfilm, welcher ganz im Stile des Hauptfilms gehalten ist und eine ebenso magische Geschichte von einer Gemeinschaft erzählt, welche bei einem Sturm viele ihrer Liebsten verloren haben und zusammen ein Boot bauen, um aufs Meer zu treiben und eben diese zu suchen.
Die recht simple Story wird in eine solch dichte Atmosphäre, mit schönen Bildern und Klängen erzählt, dass man sich direkt in einer anderen Welt befindet. Einer magischen, traurigen aber zugleich auch freundschaftlichen und hoffnungsvollen Welt.

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FAZIT:
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Benh Zeitlin und seine Court 13 Crew haben sich bei ihrem Debut selbst übertroffen. Der Film nimmt die Zuschauer mit auf eine tragische, aber insbesondere magische Reise, verpackt in wunderschöne Bilder und einem grandiosen Score. Jeder, der keinen Stein dort hat, wo die meisten Menschen ein Herz haben, sollte dem Film auf jeden Fall eine Chance geben.

Als Blu-ray Fassung ist eindeutig die Special-Edition zu empfehlen, das sich der Kauf dank des grandiosen Kurzfilms und der vielen, interessanten und gut gemachten anderen Extras auf jeden Fall lohnt.

Von meiner Seite aus gibt es eine ganz dicke Kaufempfehlung!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Magic Bayou, 12. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Beasts of the Southern Wild (DVD)
(Kinoversion)

Mit “Beasts of the Southern Wild” ist Regisseur Benh Zeitlin ein ganz besonderes Debüt gelungen. Der Film ist eine Mischung aus Südstaaten-Sozialstudie, Märchen und Fantasyfim, der in 93 Minuten seinen bitteren Zauber über den erstaunten Zuschauer versprüht. Doch ganz so magisch und verzaubernd, wie Regisseur Zeitlin sich sein Werk vielleicht gewünscht hätte, ist der Film nicht geworden. Dafür sind ihm die verheerenden Zustände, unter denen die Bayou-Bewohner leben (müssen), zu sehr ins Phantastische abgeglitten und sein oftmals geschönter Blick auf das Leben im Swampland hinterlässt eher unangenehmen Zweifel als endorphingetränkte Harmonie. Dennoch muss wohl auch der kenntnisreichste Cineast zugeben, so etwas wie „Beasts of the Southern Wild“ noch nicht gesehen zu haben.

Die 6jährige Hushpuppy (Quvenzhané Wallis) lebt ihr entbehrungsreiches Leben mitten im „Bathtub“ im Mississippi Delta. Ihr strenger Vater (Dwight Henry), der wahlweise durch Abwesenheit, Cholerik oder Volltrunkenheit glänzt, ist kaum ein geeigneter Erziehungsberechtigter. Dennoch versucht er in einigen klaren Momenten, Hushpuppy auf das harte Leben, das ihr noch bevorsteht, vorzubereiten, da er weiß, dass er nicht mehr allzu lange für sie wird sorgen können. Hushpuppy verbringt viel Zeit allein, in der sie versucht, sich die Welt zu erklären und drohende Gefahren so in ihre Welt einzuarbeiten, dass sie keine Angst mehr vor ihnen haben muss. Als ein großer Sturm aufzieht, der den armseligen Lebensraum der Bayou-Bewohner fast vollständig zerstört, ändern sich die Dinge für Hushpuppy und ihr Umfeld gravierend. Und zu allem Übel wandern durch das Schmelzen der Polkappen aufgetaute urzeitliche Wesen auf den „Bathtub“ zu. Doch das sind bei Weitem noch nicht alle Probleme, mit denen das kleine Mädchen sich auseinandersetzen muss…

Benh Zeitlin gelingt in seinem ausschließlich mit Laiendarstellern besetzten Film ein ganz spezieller Blick auf das entbehrungsreiche Leben im Mississippi Delta. Leider ist dieser Blick nicht vor hemmungsloser Glorifizierung dieses Lebens gefeit. Fast schon fahrlässig könnte man den Film an den Stellen nennen, in denen Zeitlin das Leben der kleinen Hushpuppy beschreibt. Das Kind ist fast ausnahmslos auf sich allein gestellt, der Vater ist oft tagelang weg, und wenn er dann mal da ist, schläft er meist seinen Rausch aus oder ranzt sein Kind an. Die Flucht der Kleinen in ihre ganz eigenen Phantasiewelten ist dadurch nachvollziehbar, macht den Zuschauer aber auch sehr traurig. Denn auch die Kreativität und vermeintliche Stärke, die Hushpuppy auszeichnen, sind letztendlich nur der Hilfeschrei eines vernachlässigten Kindes.

Auch die Darstellung der anderen Bayou-Bewohner stößt einem so manches Mal übel auf. Wo Zeitlin wahrscheinlich eine authentische Darstellung der sozialen Randgruppen, die abgeschieden vom Rest des Landes fast autonom existieren, im Sinn hatte, kommt man nicht umhin zu bemerken, dass im Bayou offensichtlich alle immer gute Laune haben und versuchen, das Beste aus dem Wenigen zu machen, was sie haben, dies aber letztendlich bei fast allen nur mit reichlich Alkohol zu bewerkstelligen ist. Zwar ist hier eine eingeschworene Gemeinschaft vorhanden, die sich bei Problemen durchaus hilft, andererseits fällt auf, dass fast alle „Bathtub“-Bewohner den ganzen Tag dem stumpfen Nichtstun frönen. Ein Kind in einer solchen Umgebung aufwachsen zu lassen, kann es sicherlich stark und gewappnet für eine grausame Welt machen, viel wahrscheinlicher aber ist, dass Hushpuppy eines Tages genauso enden wird wie ihr Vater oder einer der vielen anderen Bayou-Bewohner, die am Leben gescheitert und von den Politikern sich selbst überlassen worden sind. Insofern wirkt die doch sehr geschönte, weichgezeichnete Sicht auf das Swampland moralisch fragwürdig und keinesfalls erstrebenswert. Die Glorifizierung von Hushpuppys Kindheit wirkt zwar einerseits durchaus magisch, andererseits aber auch wieder sehr ernüchternd und tragisch.

Davon abgesehen ist Zeitlin der Film aber ziemlich gut gelungen. In einzigartigen Bildern versteht er es, Hushpuppys Kindheit, ihre Gedanken und Träume zu visualisieren und die kleine Quvenzhané Wallis, die vorher noch nie vor einer Kamera gestanden hat, durch seinen phantasievollen Film zu lotsen. Zeitlin hat hier ausschließlich mit Bewohnern des Bayou gearbeitet, Hushpuppys Vater z. B. gehört die Bäckerei am Drehort in New Orleans, Quvenzhané Wallis wurde direkt von der Straße weg engagiert. Dies beschert dem Film eine hohe Authentizität und zugleich ein gut eingespieltes Team an Darstellern.

Und man ist erstaunt, wie gut die Laiendarsteller ihre Rollen meistern, allen voran natürlich Quvenzhané Wallis, die wirklich ein ganz besonderes Kind zu sein scheint. Mit wilder, ungekämmter Afro-Mähne, kurzen Hosen und Gummistiefeln stapft sie durch ihr kleines Südstaatenreich und lässt sich durch kaum etwas aus der Bahn werfen. Ihre aus dem Off gesprochenen Gedankengänge sind gleichzeitig bezaubernd kindlich-naiv und erschütternd abgeklärt. Man fragt sich unwillkürlich, welchen Weg dieses kleine Mädchen wohl gehen wird…einen, der sie herausführt aus dem schwülen Südstaaten-Sumpf des „Bathtub“ oder den, der sie dort ebenfalls stranden lässt.

Die phantastische Ebene, die Zeitlin mit in seinen Film hineinflicht, fügt sich stimmig ins Gesamtkonzept. Da der Film an sich schon so märchenhaft und „anders“ ist, hat man keine Probleme damit, dass aufgetaute Urzeit-Wildschweine mit riesigen Hauern über den Sumpf hereinbrechen und eine Welle der Zerstörung hinterlassen. Sie passen ebenso gut in Hushpuppys Welt wie alle anderen phantastischen Dinge, die dem quirligen Hirn des Mädchens entspringen.

Kameramann Ben Richardson, der hier ebenfalls in einem Langfilm debütiert, sind einzigartige Bilder gelungen, die die Magie der Geschichte gekonnt unterstreichen. Unzugängliche, wilde Sumpfgebiete, die wirklich fast urzeitlich anmuten. Dichtes Astwerk wechselt sich ab mit sattgrünen Wiesen, aber auch braunbrackigen Flussläufen und ärmlichen, dreckigen Behausungen. Die Schwüle des Mississippi-Deltas ist nahezu greifbar und für die versteckte Schönheit dieses Landstriches findet Richardson teilweise wirklich einmalige Bilder, die durch einen ungewöhnlichen, satten Soundtrack gekonnt untermalt werden.

„Beasts of the Southern Wild“ ist zweifellos ein einmaliges Kinoerlebnis. Allerdings sollte man sich den Film durchaus auch mit einem kritischen Auge ansehen und nicht nur auf die schönen Bilder, die phantasievollen Erzählungen und die zweifellos vorhandene Niedlichkeit der kleinen Hushpuppy achten. Denn die sozialen Missstände sind zu groß, die Vernachlässigung zu eklatant und die allgegenwärtige Perspektivlosigkeit der Bayou-Bewohner zu offensichtlich, um sie zu ignorieren oder durch geschickte emotionale Steuerung vergessen zu machen. Dennoch ist „Beasts of the Southern Wild“ ein guter Film, der ambitioniert und größtenteils gekonnt die Vision des Regisseurs zu vermitteln weiß. Solche Filme bekommt man heutzutage nur noch sehr selten zu sehen. Und ganz oft ist „Beasts of the Southern Wild“ bei aller sozialen Härte einfach nur wunderschön. Deshalb trotz einiger Mankos gerne vier von fünf Hushpuppys, den leckeren frittierten Maisbällchen der Südstaatenküche, die nur ein bisschen schwer im Magen liegen.
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Beasts of the Southern Wild
Beasts of the Southern Wild von Quvenzhané Wallis (DVD - 2013)
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