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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Monument von einem Film
Die Geschichte hat den Sezessionskrieg sozusagen nachträglich zum Kampf um die Befreiung der amerikanischen Sklaven gemacht. Es gab schon jahrelang (bzw. von Anfang des amerikanischen Staates an) verschiedene soziale und politische Differenzen zwischen Nord- und Südstaaten, die letztlich im Krieg gipfelten.
Lincoln war ursprünglich nicht unbedingt ein...
Vor 18 Monaten von achtsindleiderkrank veröffentlicht

versus
19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nötig: Interesse und langer Atem - sonst Langeweile
Denkt man an Abraham Lincoln, denkt man unwillkürlich an den amerikanischen Bürgerkrieg, die Sklavenbefreiung und sein tragisches Ende.
Man denkt an General Grant und General Lee, Jefferson Davis und alle berühmten Kontrahenten dieser Zeit, an die Schlachten bei Gettysburg, Richmond, usw.

Ohne vorher einen Trailer oder ähnliches gesehen...
Vor 18 Monaten von Fabian veröffentlicht


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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Monument von einem Film, 24. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Lincoln [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Geschichte hat den Sezessionskrieg sozusagen nachträglich zum Kampf um die Befreiung der amerikanischen Sklaven gemacht. Es gab schon jahrelang (bzw. von Anfang des amerikanischen Staates an) verschiedene soziale und politische Differenzen zwischen Nord- und Südstaaten, die letztlich im Krieg gipfelten.
Lincoln war ursprünglich nicht unbedingt ein radikaler Gegner der Sklaverei, machte das im Lauf der Zeit jedoch zu seiner Mission.
Die damals blutjunge Partei der Republikaner vertrat also das „moderne“ Amerika, etwas, das man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann. Da ist dieser Partei in den letzten 150 Jahren anscheinend etwas abhanden gekommen.
Da sich bis heute in großen Teilen Amerikas und der Welt Ablehnung oder gar Gewalt gegen Andersartige hartnäckig hält, hat der Film und diese Geschichte immer noch einen starken Bezug zur Gegenwart. Davon abgesehen haben die Weißen den Indianern schließlich auch das Land weggenommen.
Der Film behandelt größtenteils die Vorgeschichte zur Abstimmung über die Sklavenfrage. Abraham Lincoln wird als ein Mann dargestellt, der sowohl private Schicksalsschläge zu verkraften hat als auch politisch nicht nur Rückenwind verspürt. Er kontert seinen Widersachern oft mit gleichnishaften Erzählungen, anstatt einfach nur zu antworten und war er war wohl ein Mensch mit einer guten Portion Wortwitz.
Das Zustandekommen einer positiven Abstimmung ist ein hartes Stück Arbeit und wird mit den (schon damals) üblichen politischen Mitteln vorangetrieben ;-)
Die damals bereits zerrissene Politiklandschaft Amerikas kommt wie auch die ungewisse Zukunft im Falle einer Abstimmung zugunsten der Abschaffung der Sklaverei (z.B. mögliches Wahlrecht für Schwarze) deutlich zum Vorschein.
Auf jeden Fall ist der Film dialoglastig, er kommt ohne jegliche Actionsequenzen aus und wer hier ein Geschichtsspektakel vermutet, liegt eindeutig falsch. Grandiose Hauptdarsteller liefern hier ein Stück Kinogeschichte ab, und das weitgehend frei von patriotischem Schwulst oder über die Jahrhunderte verklärten Sichtweisen.
John Williams liefert einen einfühlsamen Soundtrack ab, Kamera- und Regiearbeit sind von zeitloser Eleganz. Die deutsche dts-Tonspur der blu-ray liefert in den wenigen Szenen, wo sich akustisch was tut, eine eindrucksvolle Untermalung der Bilder, ansonsten dominieren natürlich Dialoge. Der Krieg selbst findet nur in Randszenen statt.
Wie dieser Film jemandem zu lang, langweilig oder sonstwie nicht spannend genug sein kann, ist mir grundsätzlich rätselhaft. Die Vorgeschichte zum amerikanischen Bürgerkrieg ist nunmal keine leichte Kost und auch z.B. die Debatten, die der Abstimmung vorausgingen, lassen sich nun mal nicht glaubhaft in einem Neunzigminüter darstellen. Es ist richtig, dass es hilft, wenn man sich mit dem Thema schon mal auseinandergesetzt hat. Dass das eine oder andere bestimmt dramaturgisch ausgeschmückt worden sein wird, sollte jedem klar sein, der ins Kino geht. Wenn nicht, sollte man sich halt nur Dokumentationen anschauen.
Mir hat zudem gut gefallen, dass auf die Ermordung Lincolns nur am Rande eingegangen wird – ist meiner Meinung nach schon oft genug thematisiert worden und musste nicht auch noch einen größeren Teil dieses Films ausmachen.
Wer ein Stück glaubhaft erzählte amerikanische Geschichte „miterleben“ möchte, dem lege ich diesem Film wärmstens ans Herz!
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nötig: Interesse und langer Atem - sonst Langeweile, 16. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Lincoln [Blu-ray] (Blu-ray)
Denkt man an Abraham Lincoln, denkt man unwillkürlich an den amerikanischen Bürgerkrieg, die Sklavenbefreiung und sein tragisches Ende.
Man denkt an General Grant und General Lee, Jefferson Davis und alle berühmten Kontrahenten dieser Zeit, an die Schlachten bei Gettysburg, Richmond, usw.

Ohne vorher einen Trailer oder ähnliches gesehen zu haben, habe ich mir, neben einem Einblick in Lincolns Biographie auch etwas Spannung erwartet. Zum Beispiel einen Einblick in die Geschehnisse des Krieges, vielleicht die ein oder andere Schlachtszene, um die Spannung zu heben. Vielleicht etwas mehr von Ulysses S. Grant oder Robert E. Lee, ihre Gedanken zum Krieg, zu Lincoln usw. Der Titel verspricht aber genau das, was man bekommt: 150 Minuten puren Abraham Lincoln.

Lincoln wie er sich mit seiner depressiven Frau auseinandersetzt, Lincoln wie er mit seinem Sohn spielt, Lincoln wie er mit seinem anderen Sohn spricht, Lincoln wie er mit seinem Außenminister spricht, wie er mit einfachen Leuten spricht und so weiter und so weiter. Zweifellos bekommt man so einen tiefen Zugang zu seinem Charakter und Verständnis davon, was er für ein Mensch gewesen sein muss. Spannend ist das ganze aber nicht, das sollte man sich trotz bestehendem Interesse klar machen.

Der Spannungsbogen des Film hat auch nichts mit dem Bürgerkrieg oder gar dem Attentat auf Lincoln zu tun, sondern beschäftigt sich allein damit, ob Lincoln es schafft, ausreichend Stimmen für die Verabschiedung des 13. Verfassungszusatzes, der Abschaffung der Sklaverei, zusammen zu klauben. Das ist sicher wichtig, wenn man die US-Gschichte betrachtet und es ist auch interessant und widerwärtig die Einstellung damaliger (weißer) Politiker dazu zu hören - Spannend ist das ganze aber kaum, der Film plätschert dahin und endet abrupt. Das Attentat wird weder spannend eingeleitet noch irgendwie inszeniert noch aufgearbeitet - schade.

Fazit:
Wer sich wirklich für die Person Lincoln interessiert, ist hier mit dem tollen Daniel Day Lewis bestens bedient, der einen hervorragenden Lincoln abgibt. Sucht man ein spannendes Drama in Zeiten des amerikanischen Bürgerkriegs, was mehrere Facetten als nur und ausschließlich den Charakter Lincoln behandelt, wird man enttäuscht sein. Ich persönlich habe mir mehr Spannung, mehr Vielfalt und mehr Einblicke in die amerikanische Geschichte erhofft aber leider nicht bekommen.
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51 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausgetrickst!, 6. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Lincoln (DVD)
Ich habe den Film rein aus Interesse am Thema geguckt. Und was ich zu sehen bekam ist ein solider und gut gemachter Film über die letzten Monate im Lebens des großen Abraham Lincoln. Tolle Schauspieler (allen voran Daniel Day-Lewis, der wie kein anderer zuvor Lincoln lebendig werden lässt), authentische Ausstattung und Atmosphäre. Dass der Film von Steven Spielberg stammt trennt nun die Spreu vom Weizen. Hier hat Spielberg seine treue Anhängerschaft wohl ausgetrickst. Wer Filme wie Jurassic Park oder E.T. zu seinen größten Werken zählt bekommt hier ein knallharten Geschichtsunterricht mit vielen Details geliefert. Der Film verlässt im Prinzip völlig das Mainstreamkino und begibt sich in eine heikle Angelegenheit. Dass Spielberg zuvor 12 Jahre mit Recherchen zu diesem Film verbracht hat lässt sich durchaus erkennen. Die Geschichte wird schon beinahe krankhaft detailgetreu dargestellt. Dabei verlässt Spielberg kein einziges mal den eingeschlagenen Pfad und schmückt den Film auch nicht beispielsweise durch dramaturgisch effektvolle Spielereien aus, sondern zieht die Sache eiskalt durch. Das verdient Anerkennung, denn nur so kann eine authentische Aufarbeitung von Lincolns letzten Tagen gelingen. Wer sich für die amerikanische Geschichte interessiert ist hier bestens aufgehoben, wer nicht wird sich eher zweieinhalb Stunden langweilen, denn nicht einmal das vermutlich "Spektakulärste", nämlich die Ermordung wird gezeigt. Der Titel lügt einem nichts vor, denn es geht hier um den Menschen Lincoln. Seine Persönlichkeit, seine Emotionen und Empfindungen die ihn heimsuchten während dieser Zeit. Spielberg hat sich mit dem Werk nicht unbedingt mehr Freunde oder Feinde gemacht als er ohnehin schon hat, aber er dürfte den ein oder anderen positiv überrascht haben. Zu letzteren zählen die Popcorncineasten wohl eher weniger.
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123 von 148 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spielbergs anspruchsvollster Film - Man sollte nicht zu schnell urteilen!, 8. Februar 2013
Von 
Caliban (Süddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Lincoln (DVD)
Das Thema dieses Films teilt Spielberg in der ihm eigenen überaus anspruchsvollen Weise visuellen Erzählens gleich in einer der ersten Szenen mit. Wir sehen Lincoln mit dem Rücken zu uns gekehrt in derselben Pose, die er als Denkmal innerhalb des Lincoln Memorial in Washington einnimmt: sitzend und die Hände auf den Oberschenkeln. Die Soldaten, die ihm gerade ihr alltägliches Leid klagen, erscheinen gegenüber der mächtigen Gestalt zwergenhaft. Die Kamera nähert sich und wir werfen einen ersten Blick in Lincolns Gesicht und einen winzigen Augenblick erscheint es fast, als würde eine steinerne Figur zum Leben erweckt. Das ist Visualierungskunst der Extraklasse und verweist den aufmerksamen Zuschauer auf das eigentliche Thema des Films: die Visualisierung der im historischen Rückblick bis zur Unkenntlichkeit verklärten Person als Mensch. Ein Denkmal soll zum Leben erweckt werden. Und aller Hickhack um den 13. Verfassungszusatz ist dabei nur Kulisse, um diesen außergewöhnlichen Charakter zornig, liebevoll, humorvoll und gedankenverloren zu zeigen. Und - um das Ergebnis vorwegzunehmen - dies gelingt auf höchstem Niveau.

Ein deutscher Zuschauer ist aber gleich in dieser ersten Szene überfordert. Er bermerkt nicht, dass die Soldaten aus Lincolns "Gettysburg Address" zitieren. Und es stellt sicher keine Bildungslücke dar, wenn ihm der Begriff "Gettysburg Address" so wenig sagt wie deren Inhalt. Amerikanische Zuschauer hingegen haben die wenigen Sätze dieser Rede auswendig gelernt und erkennen sich daher in den zwergenhaft wirkenden Soldaten sofort wieder: Für sie bietet sich also sofort eine Identitizierungsmöglichkeit, die der deutsche Zuschauer leider nicht hat. Spielberg inszeniert hier schlicht meisterhaft.

Ausnahmsweise - ich bin auch kein großer Spezialist - war ich diesmal im Vorteil, weil ich das fantastische Buch von Donald Lincoln kurze Zeit zuvor gelesen hatte (eine Empfehlung auch dafür). Ich kann deshalb beurteilen, warum man überhaupt auf den Gedanken verfallen kann, Lincoln als Mensch so visualisieren zu wollen und wie sorgfältig sein Portrait in diesem Film gezeichnet ist. Bei Donald ist nämlich zu lesen, dass Lincoln auf keinem der überlieferten Fotos auch nur einmal lächelt. Immer vermittelt er dasselbe rabengleiche Image und wirkt - seien wir ehrlich - eher wie ein verbitterter Bibelprediger. Tatsächlich war er jedoch ein überaus humorvoller Zeitgenosse. Ich erinnere mich etwa an ein ironisches Selbstprotrait. Während einer Wahlkampfreise rief er dem Publikum zu, dass seine Auftritte im Wesentlichen darin bestünden, dass er sich die Leute besehe und dass sich die Leute ihn näher ansehen würden und dass er selbst dabei immer das bessere Geschäft mache. Nichts von diesem launigen, volksnahen Charakter findet sich in den Fotos. Auch fällt es einem Leser schwer zu verstehen, wie ein so unkomplizierter und uneitler Mensch zugleich so melancholisch und geistesabwesend sein konnte. Ich stellte mir bereits als Leser die Frage, wie all diese Charaktereigenschaften in einem Menschen zusammenpassen könnten. Daniel Day-Lewis und Spielberg geben darauf eine faszinierende Antwort für denjenigen, der das Leben von Lincoln genau kennt. Denn der Film macht keine Kompromisse gegenüber dem Massengeschmack, obwohl das Leben Lincolns (der in einem Blockhaus ohne Fenster und festen Boden geboren wurde, insgesamt überhaupt nur den Zeitraum von 1 Jahr in ganz unterschiedlichen Schulen verbrachte und nie eine Universität von innen sah) den klassischen amerikanischen Traum verkörpert.

Denn der Film basiert auf gründlichster Recherche aller Details der Persönlichkeit. So wird beispielsweise erwähnt, dass der Vater den Staat Kentucky verlassen musste, weil er als einfacher Farmer mit den Sklavenbetrieben nicht konkurrieren konnte. Der daraus resultierende Hass auf die Sklaverei hatte nichts mit Religion und Ethik zu tun. Die sklavenbetriebenen Farmen waren nur ein Vorbote der Industrialisierung, die die Lebensgrundlage der einfachen Yankee-Bauern infrage stellten. Dies setzt etwa auch Donald dem Leser im Detal auseinander. Dort ist auch zu lesen, dass Lincoln in seiner Jugend vor allem Shakespeare und die Bibel tagelang und schweigend studierte. Ein Höhepunkt des Films besteht deshalb in der Szene, in der Lincoln sich mitten in einer konkreten politischen Auseinandersetzung zurückzieht und die Worte Banquos zitiert: "If you can look into the seeds of time and say which grain will grow and which will not, speak then to me". Dem Zuschauer, der von diesen Zusammenhängen weiß, verursacht es eine Gänsehaut. Der Film aber ist so elitär angelegt, dass er den anderen Zuschauern keinen Hinweis gibt, was Lincoln gerade zitiert. Und so geht es in einem fort.

Spielberg hat sich hier schlicht einen Regietraum gegönnt, der nur ihm wegen seiner zahlreichen kommerziellen Erfolge finanziell möglich war: Er hat ohne Kompromisse einmal, das schwer visuell Vorstellbare meisterhaft in Bilder umgesetzt. Die schlaksigen Bewegungen des 1,93-Meter Mannes; seine melancholische Versunkenheit, sein volksnaher Witz, seine Verschlagenheit usw. Dazu hat er alle vorhandenen Fakten in den Film eingearbeitet und einen Meisterschauspieler wirken lassen. Für mich war das Ergebnis schlicht großartig! Den nicht näher informierten Zuschauer lässt dieser Film jedoch gnadenlos hinter sich. Dies wirkt elitär und abgehoben. Ich habe das Werk in einem großräumigen Kino mit ca. 15 Zuschauern erlebt. Zwei davon erhoben sich deutlich protestierend und verließen den Saal nach einer halben Stunde. Ich kann das verstehen, habe mich selbst aber an Spielbergs Visualisierungskunst berauscht.

Denn ehrlich: Die Dotcom-Krise um die Jahrtausendwende und Finanzmarktkrise des Jahre 2009 haben in den USA das Genre des Biopics und der Comicverfilmungen gleichermaßen ins Kraut schießen lassen. Diese Filme haben aber die ewig gleichen Botschaften und man winkt mittlerweile müde ab. Dies Botschaften lauten stets: Auch Du kannst es aus dem Elend heraus schaffen (Biopics) und: Keine Angst, Amerika hat mächtige Retter, die ihm in aller Not beistehen (Comic-Verfilmungen). Dieser Film ist eine erfrischende Aufnahme. Auch wenn man ihn persönlich nicht mag, sollte man die hinter ihm stehende Leistung respektieren.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Geduld, Zähigkeit und Sitzfleisch ist angeraten für Spielbergs trockenste Geschichtsstunde, 9. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Lincoln (DVD)
Kaum eine andere Zeit der amerikanischen Geschichte war in ihren Ereignissen bis heute so prägend, wurde soviel in unterschiedlichsten künstlerischen Bearbeitungen glorifiziert, durchleuchtet, von unzähligen Geschichtsbüchern aufgedröselt wie die Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges, die Zeit der Sezession, des Kampfes der konföderierten Südstaaten gegen den industrialisierten fortschrittlichen Norden.
Im Jahre 1864, in dem Spielbergs opulent, wie immer detailliert akribisch ausgestattetes Historienepos einsetzt, sind die Südstaaten schon so geschwächt, daß das Ende des tragischen verlustreichen Bruderkrieges kurz bevor steht.
Ein einzelner hagerer, besonnener Staatsmann, dessen Physiognomie bis heute Wiedererkennungswert hat, und um den sich viele Mythen , Legenden ranken wird nun das Schicksal seines Landes maßgeblich verändern.
Die Rede ist von dem 16. Präsidenten der USA ,Abraham Lincoln.
Der Mann der die USA wieder zu einem Staatenbund vereinte, der per Gesetz die verhasste Sklaverei beendete und als Synonym für den Aufbruch in eine freiheitliche Gesellschaft steht.
Spielbergs Historiendrama fokussiert sich 160 Minuten lang auf die komplizierten Versuche Lincolns mit Hilfe eines neuen Verfassungszusatzes die gesellschaftliche Geißel Sklaverei endgültig abzuschaffen.
Die Mehrheit des Repräsentantenhauses teilt mitnichten seine Auffassungen ,sieht ausschließlich die Beendigung des Krieges als Beweggrund ihres Handelns.
Wie raffiniert, voller Rückschläge, mit gekauften Stimmen, Rechtsschlupflöchern und rhetorischen Finten nun Lincoln agieren muß um die erforderliche zwei Stimmen Mehrheit zu erreichen- dieser steinige Weg ist (leider sehr zäh geratener) Hauptbestandteil des Films.
Steinig und voller Mühen wird hier auch der Zuschauer auf einen langen trockenen Marsch geschickt.
Die Delegation der Südstaaten ist währenddessen für die bevorstehende Wahl bereits auf dem Weg in die Hauptstadt, die letzten blutigen Gefechte gehen derweil auf den Schlachtfeldern gnadenlos weiter.
Steven Spielberg, dem wir so ewige aufrüttelnde Meisterwerke wie "Schindlers Liste" verdanken, stand auch in "Lincoln" vor der schier unfassbaren Aufgabe punktuell dem Kinozuschauer erst einmal einen Abriss der politischen Wirren der Kriegszeit, des Themas Sklaverei zu geben und darüberhinaus am wichtigsten die Person Lincoln irgendwie menschlich greifbar zu machen.
Der letzte Punkt schein mir persönlich am besten geglückt.
Spielberg stand Daniel Day Lewis als charismatischer Mime zur Verfügung, und tatsächlich verkörpert dieser den Staatsmann bis in die letzte Haarspitze fast unheimlich eindrücklich.
Weniger gelungen, scheint mir ,sind die beiden erstgenannten Punkte.
Denn so kraftlos und träge, so vollkommen ohne das Händchen für die bewegende Dramatik, auf die sich Spielberg fast in allen Produktionen verlassen konnte, kommt "Lincoln" ,als zumindest für den nicht von vorneherein tief an der Thematik interessierten Kinozuschauer daher, daß das zweieinhalbstündige politische Kammerspiel zu einer staubtrockenen Geduldsprobe wird.
Gerade am Anfang überschlagen sich die handlungsrelevanten Informationen, und wo Spielberg in anderen Geschichtsepen, das übermittelte Hintergrundwissen in eine packende Handlung einbinden konnte, fühlt man sich hier schier überfordert beim steten Schlucken eines geschichtsrelevanten Faktes nach dem anderen.
Day Lewis spielt Lincoln extrem facettenreich, unglaublich charismatisch, jedoch keinesfalls ohne Schwächen.
Er begeistert als Visionär und Held, läßt uns auch teilhaben an seinen Ängsten.
Vater, Ehemann, Staatslenker stellt er bravourös dar. Viele kleine Aphorismen, Anekdoten, Träume, das Drama um sein verstorbenes Kind, die Zwistigkeiten mit seinem erwachsenen Sohn, der sich den Zielen des Vaters widersetzt, die Zweifel an seiner Berufung- Tausende Mosaiksteine erfüllen die Figur Lincoln mit Leben.
Doch reicht das nicht um "Lincoln" bis zum Ende zu einem bewegenden Film zu machen.
Spielberg inszeniert endlose Parlamentsdebatten, unzählige politisch substanzielle, patriotische Dialoge, weise Gedankengänge, verdeutlicht die Machtgier der Politiker, die Intrigen der Abgeordneten. Wahlrecht der Schwarzen, Differenzen im Frauenrecht, neue Wählerstimmen, Einberufungen, Diskussionen und.. und .. und.
Der Kopf raucht, die Aufmerksamkeit lahmt.
Wer nicht wirklich brennend an amerikanischer Geschichte interessiert ist, der wird hier nach einer Stunde die Augenlider langsam Richtung Kinnlade klappen lassen, so schwergängig, seltsam nüchtern und steif ist diese meist in Innenräumen tagende filmische Parlamentsveranstaltung.
"Endlich einmal kein Blockbuster Kino sondern ein ruhiger gediegener Ton" so lobten die Kritiker.
Das mag sein, (nicht ein einziges Schlachtgemälde zeigt uns Spielberg beispielsweise), doch müsste es doch zwischen aufdringlich plakativem Sensationskino und bröckelig verstaubter Geschichtslektüre doch noch einen emotionalen Mittelweg geben.
"Lincoln" ist trotz brillanter Kameraarbeit, wundervollen Kostümen, historisch akkurater Atmosphäre und Ausstattung und sorgfältigster, ja überbordender Informationsflut Spielbergs statischster Film.
Keine einzige atemberaubende oder mitreissende Szene ist zu verzeichnen im steten, beflissen goutierten höhepunktlosen Bildungsstrom.
Die Ästhetik der Bilder begeisternd, die Dramatik der Handlung leider mehr als einschläfernd.
Wer in der Schule aufgepasst hat, dem dürfte der Ausgang der finalen Stimmabgabe natürlich bekannt sein und in den letzten Bildern präsentiert uns Spielberg einen nach schlaflosen Nächten sichtbar gealterten Präsidenten, der für diesen politischen Husarenritt seine ganze Kraft opferte.
Für diese Zäsur in der amerikanischen Geschichte müsste doch wenigstes einmal beim Zuschauer ergriffene Gänsehaut aufkommen, doch seltsam teilnahmslos und mit gewisser Erleichterung kämpft sich der zweieinhalb Stunden Beschulte aus dem Sitzmöbel hoch.
Fazit: "Lincoln" ist filmische Perfektion mit Höchstwertung in Punkto Darstellung, Interieur und Bilderpracht.
Er ist ein Ein- Sterne Kandidat, im gescheiterten Versuch vielleicht auch bisher Unkundige in den Zusammenhängen in irgendeiner Form für das Geschehen zu interessieren.
Große Emotionen ersticken im akribischen Abhaken historischer Fakten.
Ein wenig mehr Überschwänglichkeit und Begeisterungskraft hätte "Lincoln" dann doch gutgetan.
Spielberg mißlingt das vielleicht Wichtigste.
Soviel Spannung und Wißbegier zu erzeugen, daß man sich auch noch weitreichender mit einer Thematik befassen möchte.
In "Schindlers Liste" gelang ihm das. Da war das Holocaust- Drama Anlaß für viele, gerade auch Amerikaner, sich mit diesem Jahrhundertverbrechen weit über den Film zu beschäftigen.
"Lincoln" jedoch hat ein uramerikanisches, patriotisches Thema, jedem hinlänglich bekannt und in dieser Form wohl nur wirklich hartgesotten an amerikanischer Geschichte Interessierten zu empfehlen.
Und auf die Gefahr gerade diese kurz vor den intellektuellen Herzinfarkt zu bringen:
"Fackeln im Sturm" hat mich mehr und nachhaltiger für den amerikanischen Bürgerkrieg begeistert, als Spielbergs dröge Pflichtlehrstunde.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichte zum Anfassen, 26. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lincoln [Blu-ray] (Blu-ray)
Nein, so haben wir die Abschaffung der Sklaverei in den USA in der Schule nicht serviert bekommen. In äußerst differenzierter Weise wird in diesem Film kein erhabener Präsident gezeigt, der moralisch weiter über allen steht. Wir sehen den Zweifler, da kommen die dunklen, bisher nicht gekannten Seiten zum Vorschein. Mit miesen Machenschaften, politischen Finten und handfestem Betrug peitscht Lincoln den Verfassungszusatz zur Abschaffung der Sklaverei durch den Kongress, denn der Zweck heiligt die Mittel. Lieber ein paar tausend Männer mehr opfern, als mit den Südstaaten Frieden schließen und auf das eigentliche Ziel verzichten. Es kommt aber auch die tragische Seite dieses Mannes zum Zug, der seinen Sohn nicht davon abhalten konnte, in die Armee einzutreten, und der neben dem Krieg im Land auch die Tiraden seiner depressiven Ehefrau ertragen musste.

Die äußerst akribisch recherchierte Geschichte bekommt zusätzliche Authentizität durch die hervorragende schauspielerische Leistung von Daniel Day-Lewis als Lincoln, und allen anderen Schauspielerinnen und Schauspielern. Die brillanten Bilder der BD und der satte Sound runden das künstlerische Meisterwerk technisch ab.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bewegender Film, 21. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lincoln (DVD)
Lincoln ist ein sehr guter Film, allerdings vergebe ich nur vier Sterne, weil er für Nicht-Amerikaner (ohne detailliertes geschichtliches Hintergrundwissen) manchmal nicht ganz verständlich und nachvollziehbar ist. Aber er wurde ja ursprünglich vermutlich für Amerikaner konzipiert. Der Film ist zwar relativ lang, das merkt man beim konzentrierten Anschauen jedoch überhaupt nicht, weil man sich sehr gut in die damalige Situation und in Lincolns Lage hineinversetzen kann und regelrecht mitfiebert, ob die Republikaner es bis zum Tag der Abstimmung über das 13.Amendment (Abschaffung der Sklaverei) schaffen, genügend Stimmen von Abgeordneten zu "fischen". Beeindruckend, wirklich! Absolut zu empfehlen für Leute, die sich für Amerika, amerikanische Geschichte oder das "racial issue" interessieren!
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4.0 von 5 Sternen Geschichtsstunde mit Big Budget, 23. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Lincoln [Blu-ray] (Blu-ray)
Abraham Lincoln war, wie wohl jeder Blu-ray Liebhaber inzwischen weiß, nicht nur passionierter Vampirjäger, sondern eben auch Präsident der Vereinigten Staaten. Bis heute gilt der Mann mit dem ikonenhaften Zylinder als einer der bedeutendsten Politiker der Vereinigten Staaten von Amerika. Lincoln war es auch, der die Sklaverei per Gesetzgebung im Jahre 1865 abschaffen ließ. Grund genug für Meister-Regisseur Steven Spielberg der Legende, ein filmisches Denkmal zu setzen.

Story

1865: Der amerikanische Bürgerkrieg zwischen den konföderierten Südstaaten und den im Bund der „Vereinigten Staaten“ verbliebenen Nordstaaten tobt seit vier Jahren mit ungeheurer Intensität und Brutalität. Der blutige Konflikt wurzelt vor allem auch in der brisanten Diskussion bezüglich der Sklaverei. Der Norden, unter Führung des charismatischen Präsidenten Abraham Lincoln (D. Day-Lewis) strebt mithilfe des sogenannten 13. Zusatzartikels die endgültige Abschaffung der ausbeuterischen Zustände an. Der Süden, wirtschaftlich eng mit dem System der billigen Arbeit verzahnt, steht der Idee eines Staatenbundes auf Kosten der eigenen Souveränität ohnehin skeptisch gegenüber. Zwischen den verhärteten Fronten wird die kriegsmüde Bevölkerung aufgerieben. Lincoln strebt das verfassungsrechtliche Ende der Sklaverei an, benötigt aber eine Zweidrittel-Mehrheit für die Umsetzung dieses Vorhabens. In den Hinterzimmern der Macht wird fortan mit allerlei Argumenten, aber auch monetären Verlockungen um jede einflussreiche Stimme geworben.

Auch wenn Lincoln gleich mit einer Blockbuster-gemäßen Schlachtszene einsteigt, so liegt der Fokus in den folgenden gut 140 Minuten ausschließlich auf der Politik. Und diese ist genau so, wie man sie sich in breiten Bevölkerungsschichten häufig vorstellt: ein schmutziges Geschäft, in der Moral oftmals nur eine untergeordnete Rolle spielt. In der Grauzone zwischen Legalität und Illegalität schenken sich die rivalisierenden Parteien nichts. Da wird mit großzügigen Summen bestochen oder Karriere-Versprechen gegeben. Der großen historischen Figur Abraham Lincoln werden also nicht nur Lorbeeren aufgesetzt. Dem schillernden Führer ist im Gegenteil so manches Mittel recht, um das Herzensprojekt durch die entscheidende parlamentarische Abstimmung zu peitschen. So wundert es nicht, dass der Film sehr dialoglastig ausfällt. Die vielen Monologe und Dialoge sind dabei perfekt ausgearbeitet und von großer rhetorischer Brillanz.

So braucht man sich also nicht vor einer staubtrockenen Polit-Lehrstunde zu fürchten. Wer Action-orientiertes Historienkino sucht wird hier zwar nicht unbedingt fündig, wer jedoch eine spannende Story in Kombination mit einer wahren Flut an Weltklasse-Schauspielern schätzt, wird Lincoln lieben. Dies ist wahrhaftes Charakterkino. Den größten Anteil daran hat natürlich Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis selbst. Ohnehin unglaublich, wie perfekt die Maske in seinem Fall gearbeitet hat. Der Schauspieler IST schlichtweg der 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Dass der Mann für die Darstellung ganz großer Leinwand-Persönlichkeiten taugt hat er schon mit There will be blood und Gangs of New York zu Genüge bewiesen. Als Lincoln agiert er aus naheliegenden Gründen aber nicht so verbissen und dämonisch wie seinerzeit der herrschsüchtige Ölbaron Daniel Plainview oder der aggressive Bandenführer William Cutting. Selbstverständlich trägt Day-Lewis den Film auch nicht im Alleingang. Viele Gesichter kennt man aus anderen Großproduktionen, so z.B. den in einer eher klein angelegten Rolle Joseph Gordon-Levitt, der leider nur in wenigen Szenen um seine Identität im Schatten des Übervaters streiten darf. Absolut großartig ist aber auch die Performance von Tommy Lee Jones. Der heimliche Star des Films zieht mit seiner altersweisen Erscheinung mühelos die Sympathien des Zuschauers auf seine Seite und betont den eigentlichen Charakter des Films. Lincoln ist ein ergreifend gut gespieltes Plädoyer für die Humanität und die Gleichheit aller Menschen im Angesicht des Schöpfers. Schließlich befasst sich Steven Spielberg hier mit einer der bedeutendsten Persönlichkeit in der Geschichte von „Gods own Country“.

Bildqualität
Die Bildschärfe ist am obersten Limit angesiedelt, fast meint man z.B. des Präsidenten Barthaare zählen zu können. Der Detailgrad ist einfach ungeheuer hoch, die Durchzeichnung des Bildes vom allerfeinsten. Zudem meistert Lincoln jede noch so schummrig ausgeleuchtete Innenaufnahme mit Bravour. Derer gibt es viele, allen ist ein quasi perfekter Schwarzwert gemein, der ein kräftiges Schwarz zeigt aber gleichzeitig allen nur erdenklichen Details Raum lässt. Die Farbgebung ist wunderbar natürlich, bisweilen dezent kräftig, aber nie ins Künstliche abdriftend. Vor allem erdige Farbtöne herrschen vor und verleihen dem Material damit ein gewisses historisches Flair. Weichgezeichnete Sequenzen muss man nicht suchen, denn man wird sie nicht finden. Ein solch über weite Strecken der Spielzeit dunkles/lichtschwaches Bild in jeder einzelnen Szene so perfekt auszuleuchten und abzubilden erfordert die uneingeschränkte Höchstnote.

Tonqualität

Die deutsche Tonspur liegt im DTS 5.1-Mix vor. Lincoln ist ein stark dialoglastiger Film. Passagenweise wird das Geschehen beinahe ausschließlich über den Center transportiert. Die Sprachverständlich ist exzellent, auch geflüsterte Worte sind ohne jede Einschränkung verständlich. Räumlichkeit erwartet den Zuschauer gleich zu Beginn bei der kurzen kriegerischen Auftaktsequenz, vor allem aber bei diversen verbalen Wortgefechten im Repräsentantenhaus. Hier werden vor allem Zwischenrufe und die Geräuschkulisse der Anwesenden auf die jeweiligen Satteliten verteilt. Dennoch gibt es immer wieder feine Nuancen, die auch diesen eher leisen Film sehr lebendig klingen lassen, sei es nur das Zwitschern von Vögeln oder dezente Windgeräusche bei einer Unterredung im offenen Feld. Erwähnenswert ist auch noch die hervorragende Einbettung des Soundtracks in den Gesamtsound. Die Musik von Komponist John Williams klingt wunderbar dynamisch und steht lautstärkemäßig exakt im richtigen Verhältnis zu Sprache und sonstigen Geräuschen. Der O-Ton liegt in High Definition vor, ist aber höchstens im Detail ausdrucksstärker.

Ausstattung

Von der Idee zum Film (9 Minuten)

Daniel Day-Lewis als Abraham Lincoln (10 Minuten)

Der Filmdreh in Richmond/Virginia (4 Minuten)

Die Vergangenheit gestalten (11 Minuten)

Making Of Lincoln (27 Minuten)

Die Erzählweise des Films (17 Minuten)

Trailer

Mehr als eine Stunde Bonusmaterial wurde der Disc spendiert. Die Beiträge setzen sich vor allem aus Interviews zusammen. Vor allem Regie und Cast geben hier ihre Statements zu der Produktion und der historischen Dimension des Films ab. Dennoch hätte man gerne noch mehr von Historikern über die Person und Politik Lincolns erfahren. Alle Features liegen in Full-HD vor und verfügen über deutsche Untertitel.

Fazit

Das Bild ist ein Traum. Viele Szenen spielen in den dunklen Hinterzimmern der Macht. Allesamt wurden sie hervorragend in Szene gesetzt und mit besten Kontrasten versehen. Auch die deutsche DTS-Tonspur überzeugt mit ihrer schlichten, aber immer ausdrucksstarken Präsenz. Lincoln ist Steven Spielberg eine Herzensangelegenheit gewesen. Basierend auf dem Sachbuch The Political Genius of Abraham Lincoln von Pulitzer-Preisträgerin Doris Goodwin hat der Regie-Veteran eine höchst unterhaltsame Aufbereitung der letzten Lebensmonate des 16. Präsidenten der USA auf die große Leinwand transportiert. Dabei ist der Film gespickt mit allerlei komplexen Monologen und Dialogen. Dies ist definitiv ein Blockbuster mit intellektuellem Anspruch. Wer sich mit einer gewissen Konzentration auf Lincoln einlässt, wird nicht nur mit allerhand Infotainment, sondern auch einem fantastisch in Szene gesetzten Kunstwerk belohnt.
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5.0 von 5 Sternen Absolut sehenswertes Historien-Drama mit einem unglaublich guten Schauspieler-Ensemble., 27. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Lincoln [Blu-ray] (Blu-ray)
Die letzten vier Monate im Leben eines der bekanntesten Präsidenten der Vereinigten Staaten. Abraham Lincoln ist wild entschlossen die Nord- und Südstaaten zu versöhnen und die Sklaverei abzuschaffen. Eine schwierige Aufgabe, denn er muss seine stärksten, politischen Konkurrenten für sich gewinnen.

*

Und wieder widmet sich Spielberg einer historischen Begebenheit. Da sieht man wieder einmal, dass der Star-Regisseur so nahezu alle Genres beherrscht.
Für manch einen mag die Geschichte um die letzten Monate in Abraham Lincolns Leben enorm langweilig sein, weil im Grunde genommen irgendwie gar nichts passiert. Und das fast zweieinhalb Stunden lang! Und dennoch passiert wahnsinnig viel …

Daniel Day-Lewis hat zu Recht den Oscar als “Bester Hauptdarsteller” bei der Verleihung im Jahr 2013 gewonnen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie gefühlvoll sich der Schauspieler in seine Rollen denken kann. Seine Darstellung als Lincoln ist wirklich sehenswert.
Aber auch Sally Field als seine Frau und Tommy Lee Jones als alter Politiker sind vollkommen überzeugend und beachtenswert. Fast wie im Flug vergehen die 150 Minuten, wenn wir Zeuge werden, wie Lincoln mit allen Mitteln versucht, die Sklaverei abzuschaffen.
John Williams Musik ist passend (wie immer), kann aber keine Melodie vorzeigen, die wirklich im Ohr bleibt. Williams kann das besser, das haben unzählige “Ohrwürmer” bewiesen. Bei “Lincoln” ist sie eher nichtssagend. Aber das ist auch gar nicht weiter dramatisch, denn der Zuseher richtet automatisch sein Augenmerkt auf die schauspielerischen Leistungen und da sind jede Menge zu sehen.

Mich hat der Film sehr beeindruckt, zumal ich einige Dinge über Lincoln erfahren habe, die ich gar nicht wusste. Okay, dass er Präsident und nicht auch noch Vampirjäger war, war mir klar. ;)

*

Fazit: Absolut sehenswertes Historien-Drama mit einem unglaublich guten Schauspieler-Ensemble. Wer ruhige und sehr kurzweile Filme über historische Ereignisse mag, ist hier bestens bedient.

© 2014 Wolfgang Brunner
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5.0 von 5 Sternen Great persons are rare today! #### Große Persönlichkeiten sind heute selten!, 13. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Lincoln (DVD)
It is your turn. Enter politics and economy and make this world a more peaceful place. Over and out.

There is a liberation prayer I once received in a dream. This may help you additionally to going to Mass (according to Alan Ames the priest becomes Jesus Christ himself in the Holy Mass > look into Alan's book "In the Spirit of Love"), the Lord's Prayer (Pater Noster), the Hail Mary (Ave Maria), the Apostles' Creed (Symbolum Apostolorum or Symbolum Apostolicum) as well as the Rosary blessed by a priest. By the way, most of the Rituale Romanum is based on Latin psalms of the Holy Bible and therefore of King David, but also of Moses and others. The prayer goes:
I love Jesus Christ and his peace.
I love Jesus Christ and his justice.
I love Jesus Christ and his love.
####
Ihr seid dran. Macht Politik oder Wirtschaft und diese Welt eine friedlichere. Aus und vorbei.

Es gibt ein Befreiungsgebet, welches ich einst im Traum erhielt. Das kann vielleicht helfen ergänzend zum Besuch der Messe (gemäß Alan Ames wird der Priester während der heiligen Messe selbst zu Jesus Christus > siehe Alans Buch "Leben aus dem Heiligen Geist"), dem Vater Unser (Pater Noster), dem Ave Maria, dem Apostolischen Glaubensbekenntnis (Symbolum Apostolorum oder Symbolum Apostolicum) sowie dem durch einen Priester gesegneten Rosenkranz. Übrigens, das Meiste des Rituale Romanum basiert auf lateinischen Psalmen und deswegen auf König David, aber auch auf Moses und Anderen. Das Gebet geht:
Ich liebe Jesus Christus und seinen Frieden.
Ich liebe Jesus Christus und seine Gerechtigkeit.
Ich liebe Jesus Christus und seine Liebe.
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