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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Monument von einem Film
Die Geschichte hat den Sezessionskrieg sozusagen nachträglich zum Kampf um die Befreiung der amerikanischen Sklaven gemacht. Es gab schon jahrelang (bzw. von Anfang des amerikanischen Staates an) verschiedene soziale und politische Differenzen zwischen Nord- und Südstaaten, die letztlich im Krieg gipfelten.
Lincoln war ursprünglich nicht unbedingt ein...
Vor 12 Monaten von achtsindleiderkrank veröffentlicht

versus
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nötig: Interesse und langer Atem - sonst Langeweile
Denkt man an Abraham Lincoln, denkt man unwillkürlich an den amerikanischen Bürgerkrieg, die Sklavenbefreiung und sein tragisches Ende.
Man denkt an General Grant und General Lee, Jefferson Davis und alle berühmten Kontrahenten dieser Zeit, an die Schlachten bei Gettysburg, Richmond, usw.

Ohne vorher einen Trailer oder ähnliches gesehen...
Vor 12 Monaten von Fabian veröffentlicht


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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Monument von einem Film, 24. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Lincoln [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Geschichte hat den Sezessionskrieg sozusagen nachträglich zum Kampf um die Befreiung der amerikanischen Sklaven gemacht. Es gab schon jahrelang (bzw. von Anfang des amerikanischen Staates an) verschiedene soziale und politische Differenzen zwischen Nord- und Südstaaten, die letztlich im Krieg gipfelten.
Lincoln war ursprünglich nicht unbedingt ein radikaler Gegner der Sklaverei, machte das im Lauf der Zeit jedoch zu seiner Mission.
Die damals blutjunge Partei der Republikaner vertrat also das „moderne“ Amerika, etwas, das man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann. Da ist dieser Partei in den letzten 150 Jahren anscheinend etwas abhanden gekommen.
Da sich bis heute in großen Teilen Amerikas und der Welt Ablehnung oder gar Gewalt gegen Andersartige hartnäckig hält, hat der Film und diese Geschichte immer noch einen starken Bezug zur Gegenwart. Davon abgesehen haben die Weißen den Indianern schließlich auch das Land weggenommen.
Der Film behandelt größtenteils die Vorgeschichte zur Abstimmung über die Sklavenfrage. Abraham Lincoln wird als ein Mann dargestellt, der sowohl private Schicksalsschläge zu verkraften hat als auch politisch nicht nur Rückenwind verspürt. Er kontert seinen Widersachern oft mit gleichnishaften Erzählungen, anstatt einfach nur zu antworten und war er war wohl ein Mensch mit einer guten Portion Wortwitz.
Das Zustandekommen einer positiven Abstimmung ist ein hartes Stück Arbeit und wird mit den (schon damals) üblichen politischen Mitteln vorangetrieben ;-)
Die damals bereits zerrissene Politiklandschaft Amerikas kommt wie auch die ungewisse Zukunft im Falle einer Abstimmung zugunsten der Abschaffung der Sklaverei (z.B. mögliches Wahlrecht für Schwarze) deutlich zum Vorschein.
Auf jeden Fall ist der Film dialoglastig, er kommt ohne jegliche Actionsequenzen aus und wer hier ein Geschichtsspektakel vermutet, liegt eindeutig falsch. Grandiose Hauptdarsteller liefern hier ein Stück Kinogeschichte ab, und das weitgehend frei von patriotischem Schwulst oder über die Jahrhunderte verklärten Sichtweisen.
John Williams liefert einen einfühlsamen Soundtrack ab, Kamera- und Regiearbeit sind von zeitloser Eleganz. Die deutsche dts-Tonspur der blu-ray liefert in den wenigen Szenen, wo sich akustisch was tut, eine eindrucksvolle Untermalung der Bilder, ansonsten dominieren natürlich Dialoge. Der Krieg selbst findet nur in Randszenen statt.
Wie dieser Film jemandem zu lang, langweilig oder sonstwie nicht spannend genug sein kann, ist mir grundsätzlich rätselhaft. Die Vorgeschichte zum amerikanischen Bürgerkrieg ist nunmal keine leichte Kost und auch z.B. die Debatten, die der Abstimmung vorausgingen, lassen sich nun mal nicht glaubhaft in einem Neunzigminüter darstellen. Es ist richtig, dass es hilft, wenn man sich mit dem Thema schon mal auseinandergesetzt hat. Dass das eine oder andere bestimmt dramaturgisch ausgeschmückt worden sein wird, sollte jedem klar sein, der ins Kino geht. Wenn nicht, sollte man sich halt nur Dokumentationen anschauen.
Mir hat zudem gut gefallen, dass auf die Ermordung Lincolns nur am Rande eingegangen wird – ist meiner Meinung nach schon oft genug thematisiert worden und musste nicht auch noch einen größeren Teil dieses Films ausmachen.
Wer ein Stück glaubhaft erzählte amerikanische Geschichte „miterleben“ möchte, dem lege ich diesem Film wärmstens ans Herz!
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50 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausgetrickst!, 6. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Lincoln (DVD)
Ich habe den Film rein aus Interesse am Thema geguckt. Und was ich zu sehen bekam ist ein solider und gut gemachter Film über die letzten Monate im Lebens des großen Abraham Lincoln. Tolle Schauspieler (allen voran Daniel Day-Lewis, der wie kein anderer zuvor Lincoln lebendig werden lässt), authentische Ausstattung und Atmosphäre. Dass der Film von Steven Spielberg stammt trennt nun die Spreu vom Weizen. Hier hat Spielberg seine treue Anhängerschaft wohl ausgetrickst. Wer Filme wie Jurassic Park oder E.T. zu seinen größten Werken zählt bekommt hier ein knallharten Geschichtsunterricht mit vielen Details geliefert. Der Film verlässt im Prinzip völlig das Mainstreamkino und begibt sich in eine heikle Angelegenheit. Dass Spielberg zuvor 12 Jahre mit Recherchen zu diesem Film verbracht hat lässt sich durchaus erkennen. Die Geschichte wird schon beinahe krankhaft detailgetreu dargestellt. Dabei verlässt Spielberg kein einziges mal den eingeschlagenen Pfad und schmückt den Film auch nicht beispielsweise durch dramaturgisch effektvolle Spielereien aus, sondern zieht die Sache eiskalt durch. Das verdient Anerkennung, denn nur so kann eine authentische Aufarbeitung von Lincolns letzten Tagen gelingen. Wer sich für die amerikanische Geschichte interessiert ist hier bestens aufgehoben, wer nicht wird sich eher zweieinhalb Stunden langweilen, denn nicht einmal das vermutlich "Spektakulärste", nämlich die Ermordung wird gezeigt. Der Titel lügt einem nichts vor, denn es geht hier um den Menschen Lincoln. Seine Persönlichkeit, seine Emotionen und Empfindungen die ihn heimsuchten während dieser Zeit. Spielberg hat sich mit dem Werk nicht unbedingt mehr Freunde oder Feinde gemacht als er ohnehin schon hat, aber er dürfte den ein oder anderen positiv überrascht haben. Zu letzteren zählen die Popcorncineasten wohl eher weniger.
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123 von 148 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spielbergs anspruchsvollster Film - Man sollte nicht zu schnell urteilen!, 8. Februar 2013
Von 
Caliban (Süddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Lincoln (DVD)
Das Thema dieses Films teilt Spielberg in der ihm eigenen überaus anspruchsvollen Weise visuellen Erzählens gleich in einer der ersten Szenen mit. Wir sehen Lincoln mit dem Rücken zu uns gekehrt in derselben Pose, die er als Denkmal innerhalb des Lincoln Memorial in Washington einnimmt: sitzend und die Hände auf den Oberschenkeln. Die Soldaten, die ihm gerade ihr alltägliches Leid klagen, erscheinen gegenüber der mächtigen Gestalt zwergenhaft. Die Kamera nähert sich und wir werfen einen ersten Blick in Lincolns Gesicht und einen winzigen Augenblick erscheint es fast, als würde eine steinerne Figur zum Leben erweckt. Das ist Visualierungskunst der Extraklasse und verweist den aufmerksamen Zuschauer auf das eigentliche Thema des Films: die Visualisierung der im historischen Rückblick bis zur Unkenntlichkeit verklärten Person als Mensch. Ein Denkmal soll zum Leben erweckt werden. Und aller Hickhack um den 13. Verfassungszusatz ist dabei nur Kulisse, um diesen außergewöhnlichen Charakter zornig, liebevoll, humorvoll und gedankenverloren zu zeigen. Und - um das Ergebnis vorwegzunehmen - dies gelingt auf höchstem Niveau.

Ein deutscher Zuschauer ist aber gleich in dieser ersten Szene überfordert. Er bermerkt nicht, dass die Soldaten aus Lincolns "Gettysburg Address" zitieren. Und es stellt sicher keine Bildungslücke dar, wenn ihm der Begriff "Gettysburg Address" so wenig sagt wie deren Inhalt. Amerikanische Zuschauer hingegen haben die wenigen Sätze dieser Rede auswendig gelernt und erkennen sich daher in den zwergenhaft wirkenden Soldaten sofort wieder: Für sie bietet sich also sofort eine Identitizierungsmöglichkeit, die der deutsche Zuschauer leider nicht hat. Spielberg inszeniert hier schlicht meisterhaft.

Ausnahmsweise - ich bin auch kein großer Spezialist - war ich diesmal im Vorteil, weil ich das fantastische Buch von Donald Lincoln kurze Zeit zuvor gelesen hatte (eine Empfehlung auch dafür). Ich kann deshalb beurteilen, warum man überhaupt auf den Gedanken verfallen kann, Lincoln als Mensch so visualisieren zu wollen und wie sorgfältig sein Portrait in diesem Film gezeichnet ist. Bei Donald ist nämlich zu lesen, dass Lincoln auf keinem der überlieferten Fotos auch nur einmal lächelt. Immer vermittelt er dasselbe rabengleiche Image und wirkt - seien wir ehrlich - eher wie ein verbitterter Bibelprediger. Tatsächlich war er jedoch ein überaus humorvoller Zeitgenosse. Ich erinnere mich etwa an ein ironisches Selbstprotrait. Während einer Wahlkampfreise rief er dem Publikum zu, dass seine Auftritte im Wesentlichen darin bestünden, dass er sich die Leute besehe und dass sich die Leute ihn näher ansehen würden und dass er selbst dabei immer das bessere Geschäft mache. Nichts von diesem launigen, volksnahen Charakter findet sich in den Fotos. Auch fällt es einem Leser schwer zu verstehen, wie ein so unkomplizierter und uneitler Mensch zugleich so melancholisch und geistesabwesend sein konnte. Ich stellte mir bereits als Leser die Frage, wie all diese Charaktereigenschaften in einem Menschen zusammenpassen könnten. Daniel Day-Lewis und Spielberg geben darauf eine faszinierende Antwort für denjenigen, der das Leben von Lincoln genau kennt. Denn der Film macht keine Kompromisse gegenüber dem Massengeschmack, obwohl das Leben Lincolns (der in einem Blockhaus ohne Fenster und festen Boden geboren wurde, insgesamt überhaupt nur den Zeitraum von 1 Jahr in ganz unterschiedlichen Schulen verbrachte und nie eine Universität von innen sah) den klassischen amerikanischen Traum verkörpert.

Denn der Film basiert auf gründlichster Recherche aller Details der Persönlichkeit. So wird beispielsweise erwähnt, dass der Vater den Staat Kentucky verlassen musste, weil er als einfacher Farmer mit den Sklavenbetrieben nicht konkurrieren konnte. Der daraus resultierende Hass auf die Sklaverei hatte nichts mit Religion und Ethik zu tun. Die sklavenbetriebenen Farmen waren nur ein Vorbote der Industrialisierung, die die Lebensgrundlage der einfachen Yankee-Bauern infrage stellten. Dies setzt etwa auch Donald dem Leser im Detal auseinander. Dort ist auch zu lesen, dass Lincoln in seiner Jugend vor allem Shakespeare und die Bibel tagelang und schweigend studierte. Ein Höhepunkt des Films besteht deshalb in der Szene, in der Lincoln sich mitten in einer konkreten politischen Auseinandersetzung zurückzieht und die Worte Banquos zitiert: "If you can look into the seeds of time and say which grain will grow and which will not, speak then to me". Dem Zuschauer, der von diesen Zusammenhängen weiß, verursacht es eine Gänsehaut. Der Film aber ist so elitär angelegt, dass er den anderen Zuschauern keinen Hinweis gibt, was Lincoln gerade zitiert. Und so geht es in einem fort.

Spielberg hat sich hier schlicht einen Regietraum gegönnt, der nur ihm wegen seiner zahlreichen kommerziellen Erfolge finanziell möglich war: Er hat ohne Kompromisse einmal, das schwer visuell Vorstellbare meisterhaft in Bilder umgesetzt. Die schlaksigen Bewegungen des 1,93-Meter Mannes; seine melancholische Versunkenheit, sein volksnaher Witz, seine Verschlagenheit usw. Dazu hat er alle vorhandenen Fakten in den Film eingearbeitet und einen Meisterschauspieler wirken lassen. Für mich war das Ergebnis schlicht großartig! Den nicht näher informierten Zuschauer lässt dieser Film jedoch gnadenlos hinter sich. Dies wirkt elitär und abgehoben. Ich habe das Werk in einem großräumigen Kino mit ca. 15 Zuschauern erlebt. Zwei davon erhoben sich deutlich protestierend und verließen den Saal nach einer halben Stunde. Ich kann das verstehen, habe mich selbst aber an Spielbergs Visualisierungskunst berauscht.

Denn ehrlich: Die Dotcom-Krise um die Jahrtausendwende und Finanzmarktkrise des Jahre 2009 haben in den USA das Genre des Biopics und der Comicverfilmungen gleichermaßen ins Kraut schießen lassen. Diese Filme haben aber die ewig gleichen Botschaften und man winkt mittlerweile müde ab. Dies Botschaften lauten stets: Auch Du kannst es aus dem Elend heraus schaffen (Biopics) und: Keine Angst, Amerika hat mächtige Retter, die ihm in aller Not beistehen (Comic-Verfilmungen). Dieser Film ist eine erfrischende Aufnahme. Auch wenn man ihn persönlich nicht mag, sollte man die hinter ihm stehende Leistung respektieren.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nötig: Interesse und langer Atem - sonst Langeweile, 16. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Lincoln [Blu-ray] (Blu-ray)
Denkt man an Abraham Lincoln, denkt man unwillkürlich an den amerikanischen Bürgerkrieg, die Sklavenbefreiung und sein tragisches Ende.
Man denkt an General Grant und General Lee, Jefferson Davis und alle berühmten Kontrahenten dieser Zeit, an die Schlachten bei Gettysburg, Richmond, usw.

Ohne vorher einen Trailer oder ähnliches gesehen zu haben, habe ich mir, neben einem Einblick in Lincolns Biographie auch etwas Spannung erwartet. Zum Beispiel einen Einblick in die Geschehnisse des Krieges, vielleicht die ein oder andere Schlachtszene, um die Spannung zu heben. Vielleicht etwas mehr von Ulysses S. Grant oder Robert E. Lee, ihre Gedanken zum Krieg, zu Lincoln usw. Der Titel verspricht aber genau das, was man bekommt: 150 Minuten puren Abraham Lincoln.

Lincoln wie er sich mit seiner depressiven Frau auseinandersetzt, Lincoln wie er mit seinem Sohn spielt, Lincoln wie er mit seinem anderen Sohn spricht, Lincoln wie er mit seinem Außenminister spricht, wie er mit einfachen Leuten spricht und so weiter und so weiter. Zweifellos bekommt man so einen tiefen Zugang zu seinem Charakter und Verständnis davon, was er für ein Mensch gewesen sein muss. Spannend ist das ganze aber nicht, das sollte man sich trotz bestehendem Interesse klar machen.

Der Spannungsbogen des Film hat auch nichts mit dem Bürgerkrieg oder gar dem Attentat auf Lincoln zu tun, sondern beschäftigt sich allein damit, ob Lincoln es schafft, ausreichend Stimmen für die Verabschiedung des 13. Verfassungszusatzes, der Abschaffung der Sklaverei, zusammen zu klauben. Das ist sicher wichtig, wenn man die US-Gschichte betrachtet und es ist auch interessant und widerwärtig die Einstellung damaliger (weißer) Politiker dazu zu hören - Spannend ist das ganze aber kaum, der Film plätschert dahin und endet abrupt. Das Attentat wird weder spannend eingeleitet noch irgendwie inszeniert noch aufgearbeitet - schade.

Fazit:
Wer sich wirklich für die Person Lincoln interessiert, ist hier mit dem tollen Daniel Day Lewis bestens bedient, der einen hervorragenden Lincoln abgibt. Sucht man ein spannendes Drama in Zeiten des amerikanischen Bürgerkriegs, was mehrere Facetten als nur und ausschließlich den Charakter Lincoln behandelt, wird man enttäuscht sein. Ich persönlich habe mir mehr Spannung, mehr Vielfalt und mehr Einblicke in die amerikanische Geschichte erhofft aber leider nicht bekommen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichte zum Anfassen, 26. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lincoln [Blu-ray] (Blu-ray)
Nein, so haben wir die Abschaffung der Sklaverei in den USA in der Schule nicht serviert bekommen. In äußerst differenzierter Weise wird in diesem Film kein erhabener Präsident gezeigt, der moralisch weiter über allen steht. Wir sehen den Zweifler, da kommen die dunklen, bisher nicht gekannten Seiten zum Vorschein. Mit miesen Machenschaften, politischen Finten und handfestem Betrug peitscht Lincoln den Verfassungszusatz zur Abschaffung der Sklaverei durch den Kongress, denn der Zweck heiligt die Mittel. Lieber ein paar tausend Männer mehr opfern, als mit den Südstaaten Frieden schließen und auf das eigentliche Ziel verzichten. Es kommt aber auch die tragische Seite dieses Mannes zum Zug, der seinen Sohn nicht davon abhalten konnte, in die Armee einzutreten, und der neben dem Krieg im Land auch die Tiraden seiner depressiven Ehefrau ertragen musste.

Die äußerst akribisch recherchierte Geschichte bekommt zusätzliche Authentizität durch die hervorragende schauspielerische Leistung von Daniel Day-Lewis als Lincoln, und allen anderen Schauspielerinnen und Schauspielern. Die brillanten Bilder der BD und der satte Sound runden das künstlerische Meisterwerk technisch ab.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bewegender Film, 21. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lincoln (DVD)
Lincoln ist ein sehr guter Film, allerdings vergebe ich nur vier Sterne, weil er für Nicht-Amerikaner (ohne detailliertes geschichtliches Hintergrundwissen) manchmal nicht ganz verständlich und nachvollziehbar ist. Aber er wurde ja ursprünglich vermutlich für Amerikaner konzipiert. Der Film ist zwar relativ lang, das merkt man beim konzentrierten Anschauen jedoch überhaupt nicht, weil man sich sehr gut in die damalige Situation und in Lincolns Lage hineinversetzen kann und regelrecht mitfiebert, ob die Republikaner es bis zum Tag der Abstimmung über das 13.Amendment (Abschaffung der Sklaverei) schaffen, genügend Stimmen von Abgeordneten zu "fischen". Beeindruckend, wirklich! Absolut zu empfehlen für Leute, die sich für Amerika, amerikanische Geschichte oder das "racial issue" interessieren!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Zweck heiligt die Mittel, 10. Juni 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Lincoln (DVD)
Dieser Film setzt profunde Geschichtskenntnisse über den amerikanischen Bürgerkrieg und die offizielle Beendigung der Sklaverei voraus. Sonst wird er schwer, dem zweieinhalbstündigen im Doku-Stil gedrehten Streifen über die bisweilen durchaus intriganten Bemühungen des in zweiter Amtszeit agierenden Präsidenten Lincoln zu folgen.

Inhaltlich geht es darum, den seit drei Jahren schwelenden, verlustreichen Bürgerkrieg zwischen den abtrünnigen Südstaaten und den vereinten Nordstaaten zu beenden und die Nation wieder zu einen, sowie um die Durchsetzung eines Verfassungsartikels, nach dem die schwarzhäutige Bevölkerung vor dem Gesetz als gleich angesehen wird. Dargestellt werden in erster Linie die verschiedenen Fraktionen und Richtungen innerhalb der Republikaner und Demokraten, die sich in der Sklavenfrage uneins sind.

Prüsident Lincoln versucht, als gelernter Anwalt mit Schach- und Winkelzügen vertraut ist, eine Mehrheit für sein Gesetz zu gewinnen und macht dabei auch vor Postenschieberei und Bestechung nicht halt. Höhepunkt seiner trickreichen Handlungsweise ist, eine Verhandlungsdelegation der Südstaaten so lange aufzuhalten, bis die Abstimmung gelaufen ist, um sie dann vor vollende Tatsachen zu stellen. Der Film gibt insofern auch Anschauungsunterricht, wie »unabhängig« entscheidende Abgeordnete in der US-Demokratie funktionieren, wobei hier vielleicht der Satz, wonach der Zweck die Mittel heiligt, angewandt werden kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Historien Fans, 13. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lincoln [Blu-ray] (Blu-ray)
Spitzen Film mit grandiosen Darstellern.Wer die Amerikanische Geschichte mag wird diesen Film lieben.Geschichte rund um Lincoln ist allerdings komplex verstrickt, sodass man aufpassen muss um alles zu begreifen.Geschichtsunterricht auf DVD!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Spannung sucht man hier vergebens..., 20. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Lincoln [Blu-ray] (Blu-ray)
Für mich ist der Film der wohl langweiligste Streifen den ich in den letzten Monaten gesehen habe... ich behaupte der Film ist nur wirklich empfehlenswert für Leute die das Thema brennend interessiert oder für US-Amerikaner.
Jedenfalls werde ich den Film nicht noch einmal ansehen, da ich es schon beim ersten mal nicht bis zum Ende geschafft habe...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Biopic sondern historisches Polit-Drama, 26. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lincoln [Blu-ray] (Blu-ray)
Da ich mich in Voraus mit der Geschichte des amerikanischen Bürgerkriegs unda auch mit diesem Teil des Lebens von Abraham Lincoln, fand ich diesen Film äußerst sehenswert. Ohne Vorwissen kann der Film aber phasenweise langweilig werden. Es ist hier keine Biografie, obwohl Daniel Day Lewis für seine Darstellung von Lincoln wirklich verdient einen Oscar gewonnen hat, sondern es ist eher ein historisches Polit-Drama. Wer einen Epos und Bürgerkriegsschlachten erwartet, dem ist von LINCOLN abzuraten.
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