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am 8. März 2015
Ein Film über den vielleicht wichtigsten US -Amerikanischen Präsidenten der US -Geschichte. Er zeigt die Person und die Widersprüche eines Menschen auf der sich der Politik verschrieben hatte. Politik ist nie ein sauberes Geschäft und daher ist dieser Mensch auch nicht frei von Fehlern.
Aber wer ein bisschen etwas über diesen Präsidenten und die US-amerikanische Geschichte unterhaltsam sehen will ist hier absolut richtig. Ich kann ihn nur empfehlen.
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Nach "Schindler's Liste" wieder ein ambitioniertes Werk von Steven Spielberg.

Er schafft eine Atmosphäre, dass man nur noch gebannt dasitzen und staunen kann. Spielberg gelingen hier wie auch sonst eindrucksvolle Bilder und die Kunst der Schauspielführung, von denen zumindest die Veteranen wohl eher weniger brauchen als zum Beispiel
Joseph Gordon-Levitt, der Sohn Robert spielt

Bei der Auswahl des Hauptdarstellers hat man ein glückliches Händchen gehabt. Daniel Day-Lewis ist magisch. Seine Mimik, Gestik, dann hat der Ärmste auch noch so viel Text gehabt, den aufzusagen er ohne Zwischenschnitte geschafft hat, es war genial.
Der Oscar für das Jahr 2012 geht mehr als in Ordnung.

Granatenmäßig auch Sally Field, die mir sonst immer irgendwie auf den Zeiger geht. Hier aber fesselt sie mich kolossal und war mir sogar sympathisch.
Als Mrs.Lincoln muss sie diese schweren Kleider mit den Reifröcken darunter tragen, die wir so gut aus "Fackeln im Sturm" kennen.
Der verbale Schlagabtausch mit dem Ehemann ist ebenso köstlich wie mit Mr.Stevens ( Tommy Lee Jones ), mit letzterem geht es um das Thema "kreative Haushaltsführung" ( damit ist die First Lady gemeint ) und Beliebtheit beim Volk ( damit meint sie ihn ).
Die Luft ist zum Schneiden, wenn sie ihm mit süßen Lächeln ihren Standpunkt erklärt, dass man sich ein Lachen nicht verkneifen kann.
Die psychisch instabile Frau hat sonst kein Vergnügen, es sei ihr gegönnt, zumal sie wahrscheinlich sogar Recht hat.

Ebenso köstlich, wo ich schon Verbalattacken erwähne: Wenn Lincoln hitzige Debatten mit seinen Männern durch kleine amüsante Anekdoten unterbricht.
Im Abgeordnetenhaus geht es wie im Irrenhaus zu. Hier schenken die Männer, welche reden, sich nix.

Versierte Nebendarsteller wie Hal Holbrook ( The Fog- Nebel des Grauens ), der die Titelrolle sehr gut kennt, hat er sie doch öfters selbst gespielt, Bruce McGill aus "Rizzoli & Isles", Tommy Lee Jones, Lee Pace aus "Pushing Daisies" runden das Bild ab, dass durch Ausstattung
( Oscar ! ) und Kameraführung, aber auch die Kostüme zu fesseln weiß.

Fazit: Die ca. 135 Minuten gingen wie im Flug vorbei, obwohl der Film sehr, sehr wortreich ist.
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Es ist inhaltlich schon ein recht zäher Brocken, den uns Star-Regisseur Steven Spielberg mit seiner historischen Abhandlung über das Zustandekommen der Abstimmungsergebnisse über die Abschaffung der Sklaverei in den Vereinigten Staaten anno 1865 mit seinem immerhin knapp zweieinhalbstündigen Epos vorsetzt. Wie es solche Gerichte aber doch ab und zu mal an sich haben, wird man sich der Tragweite der genossenen Speise, hier halt des Filmes, erst später bewusst. Entgegen der bekannten Blockbuster-Qualitäten Spielbergs entschied sich der Filmemacher bei "Lincoln" für eine sehr leise und geschichtsfokussierte Herangehensweise an das wohl prägendste Ereignis aus dem Leben des titelgebenden US-Präsidenten. Einzig eine Schlachtszene zu Beginn erinnert an die bisherigen "historischen" Werke Spielbergs (mal abgesehen von "Schindlers Liste"), der Rest konzentriert sich angenehm unhektisch auf die erzählte Geschichte. Als besonders gelungen muss man dabei vor allem die schauspielerischen Leistungen der verschiedenen Akteure loben, aber dies gleichzeitig in so fern einschränken, als das dies maßgeblich für die Originalfassung gilt. Ohne Daniel Day-Lewis' klassischen Lincoln-Akzent wirken die Monologe und Dialoge des Präsidenten nur halb so gut, auch Tommy Lee Jones Glanzauftritte als kerniger Griesgram mit Herz kommt dort definitiv noch eine Prise besser weg. Sei es drum, auch in der deutschen Version hat die lange Geschichtsstunde durchaus ihren Reiz, auch wenn man auf jeden Fall ein gewichtiges Interesse an Geschichte mitbringen sollte - wer hektische Schnitte einer ruhigen Erzählweise oder blutige Kriegsszenen dem Theater auf der politischen Bühne im Hintergrund der Ereignisse vorzieht, wird leider nicht glücklich werden.

Auch technisch hat die Scheibe ihre Qualitäten. Wie bei den meisten Blu-ray-Veröffentlichungen aus dem Hause Spielberg (sprich eigentlich 20th Century Fox) kratzt das Bild merklich am HD-Referenzstatus und glänzt mit nahezu perfekter Schärfe, weitestgehend natürlicher Farbgebung (auch wenn historisch anmutende Brauntöne vorherrschen...), klaren Kontrasten und sattem Schwarzwert. Der deutsche Ton liegt in DTS-HD5.1 und haucht insbesondere in punkto Räumlichkeit den zahlreichen Diskussionen im US-Repräsentantenhaus ordentlich Leben ein. Die starke Dialoglastigkeit des Streifens schränkt aber einen ausufernden Einsatz entsprechender Soundeffekte stark ein, wobei in der bereits erwähnten Anfangsszene mit Schlachtengetümmel auch der Subwoofer einiges zu tun bekommt. Meine übliche Kritik an dem Nichtvorhandensein einer DTS-HD-MA-Spur lasse ich an dieser Stelle stecken, denn diese liegt in der Originalfassung (engl.) vor und kann die üblichen Qualitätssprünge gegenüber der deutschen DTS-HD-Spur nicht wirklich ausspielen. Interessant sind auch die zahlreichen Extras, die sich hauptsächlich mit dem Problem der Umsetzung des doch recht schwierigen und anspruchsvollen Inhaltes auseinandersetzen, aber ich hätte eine tiefergehende Auseinandersetzung mit der Person Lincoln, in Form einer Doku oder ähnlichem, für das absolut notwendig erachtet, um einfach die historische Dimension der Geschehnisse noch einmal zu unterstreichen. Dieses Manko, so wie die etwas schwierige Zugängigkeit des Filmes für historisch weniger Interessierte kosten in Summe einen Stern, was aber immer noch vier sehr gute Sterne bedeutet, die sich Spielbergs bemüht-authentischer Historienausflug aber redlich verdient hat.
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Vorab: wer hier Schlachten erwartet, der wird enttäuscht werden. Gezeigt werden die letzten vier Lebensmonate in Lincolns Leben. Das schließt natürlich auch dessen Ermordung und die Zeit danach (Suche und Ergreifung der Täter) aus. Daher empfehle ich im Nachgang des Films auch "Die Lincoln-Verschwörung" zu sehen. Denn dort wird sowohl die Tat als auch die Suche nach den Tätern gleich zu Anfang gezeigt. Das Attentat auf Lincoln wird in diesem Film bewusst ausgeblendet. Man zeigt, wie er an dem Abend lebend einen Gang runtergeht und erfährt dann durch eine Ankündigung in einem Theater davon.

Der Sezessionskrieg steht kurz vor seinem Ende. Die Südstaaten nehmen Friedensverhandlungen mit dem Norden auf. Lincoln (Daniel Day-Lewis) gibt sich volksnah und taucht auch ab und an bei den Truppen auf. Ein Schlachtfeld des Bürgerkrieges hat er jedoch bislang - noch - nicht gesehen. Die Last, die ihm jedoch auf den Schultern liegt, hat ihn schneller altern lassen. Eine Herzensangelegenheit ist ihm - trotz aller Widerstände - die Einführung des 13. Verfassungszusatzes. Dieser sieht vor, die Sklaverei zu verbieten. Der Senat hat diesem zwar bereits zugestimmt, allerdings benötigt er die 2/3-Mehrheit des Repräsentantenhauses. Und die hat er einfach nicht. Selbst in der eigenen Partei sieht die Mehrheit die Notwendigkeit nicht, den Zusatz zu erlassen. U. a. herrschen auch bei den Nordstaaten rassistische Tendenzen vor. Wer die Sklaverei verbietet, müsse auch zusehen, dass die ehemaligen Sklaven das Wahlrecht oder - Gott bewahre - Bürgerrechte wollen. Hinterher kommen noch die Frauen und wollen auch das Wahlrecht. Überspitzt formuliert würde die Erde für einige untergehen. Lincoln fehlen 20 Stimmen. Diese beabsichtigt er durch Korruption (!) und Drohung (!) auf seine Seite zu ziehen...

Das einzig überragende an dem Film ist Daniel Day-Lewis' Darstellung des 16. Präsidenten. Ansonsten ist der Film ziemlich weichgespült und die Heldenverehrung ist deutlich spürbar, auch wenn Spielberg innerhalb der Dokus behauptet, dies sollte vermieden werden. Da wird dann immer darüber geredet, aus Respekt und so an den Schauplätzen nicht zu reden und dergleichen... Interessant ist, dass Lincoln Republikaner ist. Die damalige republikanische Partei ist mit der heutigen republikanischen Partei überhaupt nicht mehr zu vergleichen, sondern sie hat in den letzten Jahrzehnten eine 180 Grad Kehrtwende gemacht, bei denen viele Kandidaten dem finstren Mittelalter oder wenn man da an so bestimmte Gestalten denkt - wir wissen alle, wer gemeint ist - dem Teletubbieland entsprungen sein könnten...

Der Charakter des Mannes, der für viele Amerikaner noch DER Urbegriff des Präsidenten ist, wie er sein sollte und verehrt wird und häufig als Halbgott und übermächtig gezeigt wird, wird hier gezeigt als melancholischer Mann, der aber durchaus seine humorvollen Seiten hat, weise und mit viel Wortwitz seinen Gegnern begegnet. In der Form könnte man denken an eine Art Inspektor Columbo. Irgendwie knuffig vertrottelt und trotzdem genial. Er hat wie viele andere auch, Familienprobleme. Die Frau depressiv, bei einem Attentat (? Lincoln deutet es als Unfall) auf den Präsidenten mit Kopfschmerzen geplagt, der Verlust des gemeinsamen Kindes, bei dem sie zugegen war hat sie in tiefste Trauer gestürzt, der Sohn will zum Militär... das alles setzt ihm zu. Der "Besuch" eines Schlachtfeldes zeigt ihm wie zuvor seinem Sohn, der amputierte Gliedmaße verscharrt sieht belasten ihn schwer und sind eindrucksvolle Szenen.

Der Film ist eher in erster Linie eine Beschreibung des Menschen Lincoln und nicht des Präsidenten Lincoln. Dass er unliebsame Entscheidungen treffen muss, die nicht immer mit dem Gesetz konform sind etc.

Während Thaddeus Stevens (Tommy Lee Jones) tatsächlich glühender Verfechter für die Freiheit der Sklaven war, aber auch sich um andere "Minderheiten" wie Indianer, Chinesen und Frauenrechte kümmerte, verabscheute Lincoln zwar die Sklaverei, war aber gemäßigter Gegner. Abgesehen davon war das Thema Sklaverei nicht in erster Linie kriegsauslösend. Ich finde es ferner seltsam, dass viele Amerikaner nicht hinterfragen, warum der Präsident, den sie so verehren und dem Präsidenten heutzutage (hoffentlich nicht) nacheifern sollen, nicht verhindert hat, dass vier Jahre lang in den Staaten ein blutiges und sinnloses Gemetzel ausgebrochen ist.

Die hohe Opferzahl unter den Soldaten, die - so habe ich in einer Dokumentation zu Glory erfahren - liegt höher als bei den beiden Weltkriegen und Vietnam zusammen, was u. a. daran liegt, dass auf die total schwachsinnige Linienaufstellung aus dem Unabhängigkeitskrieg zurückgegriffen wurde, während sich aber die Technik weiterentwickelte und diese Art des Kampfes überholt hatte.

Was mich immer wieder verwundert, aber das ist hier auch nicht das Thema des Films: während es Lincoln und Co. immer ein riesiges Thema ist (berechtigerweise, aber jetzt kommt es), die Rechte der Sklaven durchzusetzen, sodass diese frei sind, ist es vollkommen Latte, Indianern das Land wegzunehmen, sie in Ghettos bzw. netter formuliert "Reservate" zu stopfen, sie abzuschlachten und ständig zu gängeln. Noch während des Bürgerkrieges fanden trotz Ausdünnung der Forts für die Soldaten im Sezessionskrieg drei größere Indianerkriege statt, auf die NIRGENDS eingegangen wird! Die letzten Indianerkriege wurden noch bis 1890 geführt. Und kaum einen hatte es damals interessiert. Auch heute wird dieses Thema oft gerne totgeschwiegen.
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am 4. Juli 2014
Wer die ersteren Filme wie z.B. Amistad oder Die Farbe Lila von Spielberg schätzt, wird auch hier voll auf seine Kosten kommen.
Mit solchen Filmen gibt man Geschichte weiter.
Mit Filmen wie Jurassic Park, Indiana Jones usw.....verdient man seine Brötchen.

Tolle Kostüme, Tolle Bilder dessen Gewaltige Sprache für sich alleine schon lohnt, tolle Akteure sowie vor auch als hinter der Leinwand diese für dieses ungewöhnlich stille Monumentale Geschichtsverfilmung beigetragen haben. Politikgeschichte ist nun nicht einfach und Actionreich zu verfilmen. Steven Spielberg hat hier mit seinen Zuschauern erbarmen gezeigt und die Lauflänge des Filmes dementsprechend angepasst.

Vor allem Daniel Day-Lewis hat wieder durch starke Gewichtsabnahme um seines Charakters Abraham Lincoln im wesentlichen mehr Geltung zu verleihen, eine tolle Figur abgegeben.

Die Übersetzung vom Amerikanischen ins Deutsche ist ebenfalls gelungen.

Wenn sich auch die Meinungen im Klang der Deutschen Abraham Lincoln Synchronstimme scheiden.
Für einen Mitte 50ziger Jahren alten Abraham Lincoln hätte die Bekanntere Deutsche Synchronstimme von D.D-Lewis dem Film mehr Glaubwürdigkeit verliehen.

Wer den Film als Langweilig und wenig spektakulär empfinden vermag, für detailierte Geschichte in Kinoformat nicht viel übrighat.
Dem empfehle ich die Action reicheren aber nicht Geistreicheren Lincoln Verfilmungen wie Abraham Lincoln vs. Zombies oder Abraham Lincoln – Vampirjäger in 3D. Wobei letzterer in dem angegebenen Format mit vielem Bier in Saufkumpanen runde noch recht Lustig anzuschauen war.

Bild und Ton sind sehr gut. Da gibt es nichts zu nörgeln.
Bonusmaterial ist ebenfalls vorhanden.

Keiner trug seinen Hut mit soviel wie Abe Lincoln daher auch der Begriff Lincoln Zylinder.
Viel Spass ob im Free TV oder als Medium DVD, BR ...es lohnt sich für Geschichts Fans auf alle Fälle ;)
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am 23. Juni 2013
... in Sachen Abraham Lincoln dauert 144 Minuten. Dabei punktet -Lincoln- mit Schauspielern wie Daniel Day-Lewis, Sally Field und Tommy Lee Jones, die für ihre Darstellungen etliche Filmpreise einheimsten. Auch in punkto Kulisse und Drehbuch ist -Lincoln- gut gelungen. Was die Geschichte angeht, so focussiert Spielberg seine Story vor allem auf den Januar 1865, als der 13. Verfassungszusatz, der de facto die Abschaffung der Sklaverei beschloss, zur Abstimmung kommen sollte. Zum einen hat Spielberg das ziemlich gut hinbekommen, andererseits wird die Figur Lincolns sehr stark pathetisch mit der Abschaffung der Sklaverei verbunden und es entsteht der Eindruck, dass es im Sezessionkrieg ausschließlich um dieses Thema gegangen wäre.

Abraham Lincoln(Daniel Day-Lewis) geht in seine zweite Amtszeit. Der Krieg scheint fast entschieden, die Südstaaten sind am Boden. Lincoln weiß, dass er die Abschaffung der Sklaverei nur durchsetzen kann, solange der Krieg andauert. Im Fall einer Kapitulation des Südens würden einige von Lincolns Anhängern ihre Einstellung zur Abschaffung der Sklaverei vermutlich neu überdenken. So setzt der Präsident alles daran, die Abstimmung über den 13. Verfassungszusatz so schnell wie möglich durchzukämpfen. Doch das ist schwierig. Er benötigt eine Zweidrittelmehrheit. Das heißt, dass 20 Stimmen der Demokraten auf Lincolns Seite landen müssen. Das scheint unmöglich. Doch Lincoln ist ein gewiefter politischer Taktiker. Er weiß genau, was zu tun ist, um seine Pläne umzusetzen...

-Lincoln- zeigt auf beeindruckende Art und Weise, dass sich in Sachen Politik in den letzten 150 Jahren nicht all zu viel verändert hat. Zudem wird man nachdenklich, wenn man erkennt, wie gut die Vorgabe Lincolns 1865 war und, dass es trotzdem noch fast 100 Jahre dauerte, bis die Zeiten von Malcolm X oder Martin Luther-King anbrachen und die Farbigen in den Staaten wirklich die gleichen Rechte wie die weiße Bevölkerung erhielten. Politik ist dabei ein taktisches und oft schmutziges Geschäft. Diese Botschaft hat Spielberg wirklich sehr gut transportiert. Nebenbei versucht er Lincolns Familienleben als Nebenstrang der Geschichte zu zeigen. Auch das klappt gut.

Es ist das geschichtliche Thema und die Besetzungsliste, die -Lincoln- so interessant machen. Das einige Zuschauer den Film als langweilig abtun, kann ich übrigens verstehen. Wer sich nicht für die Geschichte der Vereinigten Staaten interessiert, der wird in der ersten Stunde abschalten. Zu dialoglastig und handlungsarm kommt -Lincoln- da rüber. Doch sie wissen ja: Die Geschmäcker sind verschieden und entscheiden tun letztendlich sie, was sie sehen wollen und was nicht. Für Spielbergs Lincoln Verfilmung gilt daher der Satz des Vorsitzenden im Senat: "Dies ist nicht gewöhnlich; dies ist Geschichte!"
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am 13. Juli 2013
Die Figur des Abraham Lincoln finde ich sehr faszinierend und habe mich deshalb sehr auf diesen Film gefreut, denn schließlich arbeiten hier einer der besten Regisseure und einer der besten Schauspieler der Welt zusammen.

Nord- gegen Südstaaten. Der Sezessionskrieg ist in vollem Gange. Präsident Abraham Lincoln will ein letztes Gesetz durchsetzen, dass die Sklaverei und somit den Krieg beenden würde. Dies ist aber gar nicht so einfach, und so muss der von seinem Volk geliebte Präsident gegen die Politik kämpfen und auch noch familiäre Probleme bewältigen.

Abraham Lincoln ist einer der berühmtesten historischen Persönlichkeiten aller Zeiten. Jeder hat diesen Mann mit dem markanten Bart und dem großen zylindrischen Hut schon einmal gesehen. Seine Taten sind aber noch viel markanter und weitreichender als sein Aussehen. Er hat den amerikanischen Civil War und die Sklaverei beendet und war damit einer der berühmtesten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Leider hat er die Früchte seiner Arbeit nicht lange genießen können: er wurde kurz nach Kriegsende im Theater erschossen.
Dieser interessanten Geschichte hat sich Steven Spielberg nun zusammen mit Tony Kushner angenommen. Die beiden haben schon 2005 bei dem Film München zusammen gearbeitet. Tony Kushner hat hier wieder das Drehbuch geschrieben und hat es wirklich sehr gut geschafft, die letzten paar Wochen des Präsidenten zu erzählen. Er fasst hier die wichtigsten Ereignisse zusammen und hat ein wirklich gutes Maß an Politik aber auch familiären Problemen gefunden. Anfangs ist es vielleicht nicht ganz einfach der ganzen Politik zu folgen, später kommt man aber gut mit. Diese politischen Dinge gipfeln in fantastischen Reden im Repräsentantenhaus.
Unterbrochen durch die familiären Probleme Lincolns, derer ich mir gar nicht bewusst war, und die leichten komödiantischen Momente hat der Film einen schönen Flow und zieht sich dadurch nur ein wenig.
So gut das Skript aber auch ist, es braucht auch immer einen guten Regisseur der es umsetzt. Steven Spielberg ist die perfekte Wahl für diesen Stoff. Spätestens seit Schindlers Liste weis jeder, dass er auch dramatischen Stoff mit Bezug auf historische Ereignisse sehr gut umsetzen kann. Und dies macht er wieder wirklich super.
Er zeigt einige sehr schöne Bilder und verlässt sich hier auf Natürlichkeit. Er spielt nicht mit Lichteffekten herum, die die Darsteller besonders in Szene setzen, sondern verlässt sich auf jene Darsteller. Auch die Musik von Altmeister John Williams (Der Patriot) setzt er hier relativ reduziert ein, aber wenn, dann richtig. Spielberg weis auch die wunderbaren Sets gut für sich zu nutzen und vermittelt ein wohliges Gefühl, als würde man für diese 2 ' Stunden in dieser Zeit versinken.
Neben einen guten Regisseur und Drehbuchautor braucht es aber vor allem gute Darsteller, die den Film tragen und den Zuschauer in ihren Bann ziehen.
Mit Daniel Day Lewis (There Will Be Blood) hat man hier den perfekten Mann für Abraham Lincoln gefunden. Wie immer geht Lewis komplett in dieser Rolle auf. Man nimmt ihn diesen älteren, weisen Herren mit dem Bart und Zylinder von der ersten bis zur letzten Sekunde ab. Sei es seine Haltung, sein Blick, seine Art viel in Metaphern und Zitaten zu reden oder auch seine verschlossene, manchmal kalt wirkende Haltung wenn es um Familie geht. Alles passt perfekt zusammen. Wenn Lincoln wirklich so war, dann kann ich nur allzu gut verstehen, warum er bis heute einer der beliebtesten Präsidenten der USA ist. Lewis hat für diese Hingabe auch wieder vollkommen zu Recht den Oscar als Bester Hauptdarsteller erhalten.
So stark Lewis aber auch ist, er überschattet durch Spielbergs Regie nie die anderen Darsteller die auch sehr gut gewählt wurden. Tommy Lee Jones (Auf der Flucht) hat mir hier auch besonders gut gefallen. Er spielt Thaddeus Stevens, einen Abgeordneten, der schon alt ist, zwar auf Lincolns Seite steht, Lincoln selber aber nicht besonders mag. Jones spielt diesen alten, verbitterten Mann, der schon lange für die Menschen kämpft, sie aber nicht mag, wirklich sehr gut und überzeugend und sorgt mit einer seiner Reden für das Highlight des Filmes. Auch er wurde mit einer Oscar-Nominierung belohnt. Diese Nominierung erhielt auch Sally Field (Forrest Gump). Sie spielt Lincolns verwirrte Ehefrau, die verzweifelt ist, von einem Unfall ständige Kopfschmerzen hat und von ihrem Mann nicht die Liebe erfährt, die sie gerne hätte. Sie macht sich nur Sorgen um ihren Mann und ihre Söhne. Field hat mich mit ihrer dramatischen Darstellung wirklich beeindruckt, da ich ihr dies nicht zugetraut habe. Auch sie sorgt zusammen mit Tommy Lee Jones für eines der Highlights.
Der restliche Cast ist ebenfalls gut besetzt und ergänzt den Film wirklich gut.

Fazit:
Lincoln ist ein großartiges Stück Zeitgeschichte. Steven Spielberg inszeniert hier die letzten Wochen Abraham Lincolns in wunderschönen Bildern und mit einem absolut fantastischen Hauptdarsteller.
Wer auch nur ansatzweise etwas mit Dramen oder amerikanischer Geschichte anfangen kann, kommt um diesen Film nicht herum.
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TOP 1000 REZENSENTam 10. Juli 2013
"Lincoln" von Steven Spielberg ist kein Biopic über den wichtigsten Präsidenten der USA. Der Film beschränkt sich nur auf die letzten Lebensmonate des Präsidenten und zeigt mit kühler, verstandesorientierter Präzision die Verabschiedung des 13. Verfassungszusatzes im Repräsentantenhaus.
Dieser Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten wurde am 31. Januar 1865 vom Kongress verabschiedet, den Bundesstaaten zur Ratifizierung vorgelegt und trat dann am 18. Dezember 1865 in Kraft. Dieser Artikel schafft auf dem gesamten Gebiet der USA die Sklaverei ab
Vorausgegangen war der Sezessionskrieg von 1861 bis 1865, der die USA in Nord- und Südstaaten spaltete und vor allem durch die Sklaverei entfacht wurde. Eine halbe Million Menschen verloren dabei ihr Leben.
Anfang 1865 steht dieser Bürgerkrieg kurz vor seinem Ende, denn die konföderierten Staaten sind so geschwächt, dass Kapitulation eine denkbare Option wird. Der republikanische Präsident Abraham Lincoln (Daniel Day Lewis) ist zwar wiedergewählt worden, hat aber viele Feinde. Lincoln hat es sich zur Aufgabe gesetzt die Sklaverei per Gesetz zu verbieten. Immerhin hat der Senat diesen 13. Verfassungszusatz im April 1864 zugestimmt, aber für die Verabschiedung ist eine Zweidrittelmehrheit im Repräsentantenhaus erforderlich und dies ist kein leichtes Unterfangen. Man will zwar den Bürgerkrieg so schnell wie möglich beenden, aber es gibt viele Stimmen im Norden für diesen Frieden auch die Sklaverei im Süden beizubehalten. Dabei kommt die Gegenwehr nicht nur durch die Demokraten, auch in den eigenen Reihen der Republikaner gibt es nach wie vor offenen Rassismus. Inmitten dieses politischen Kernpunkts zeigt Spielberg aber auch den privaten Lincoln, dessen Frau (Sally Fields) durch den Tod eines der Kinder immer noch stark leidet. Lincoln selbst möchte auch unter allen Umständen seinen Sohn Robert Todd (Joseph Gordon-Lewitt) als Soldat in den noch laufenden Krieg schicken. Dabei zeigt der Film einen ausserordentlich intelligenten und gewieften Staatsmann, der sich im politischen Alltag auch als kluger Schachspieler erweist und auch legale Tricks zur Durchsetzung seiner politischen Motive anwendet.
Mit Jason Strathaim, Tommy Lee Jones, James Spader oder Hal Holbrook sind auch die Nebenrollen kompetent besetzt. "Lincoln" zeigt eigentlich die Bandbreite von Spielberg, der vielleicht immer wieder mit dem Attribut des Popcorn-Kino Directors in Verbindung gebracht wird. Immerhin hat kein anderer Regisseur so viele kommerzielle Welterfolge in seiner Filmographie wie er. Aber es gibt auch diesen sehr subtilen Filmemacher Spielberg, der schon mit "Schindlers Liste" oder "München" auch im ernsteren politischen Fach überzeugen konnte. Natürlich ist die Darstellung des Daniel Day Lewis äusserst brilliant, er füllt diese historische Persönlichkeit mit sehr viel Leben und mir hat der 150 Minuten lange Film gesamthaft sehr gut gefallen, weil er sein Thema sehr interessant aufbereitet und dem Zuschauer eine sehr geglückte Geschichtsstunde bietet, die auch Einblicke in den politischen Alltag geben.
Das Drehbuch basiert auf dem 2005 publizierten Sachbuch "Team of Rivals: The Political Genius of Abraham Lincoln" von Doris Kerns Goodwin.
Einer der besten und intelligentesten Filme des Jahres.
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TOP 500 REZENSENTam 23. Januar 2015
Im Mittelpunkt des Films steht der politische Kampf des amerikanischen Kriegspräsidenten Abraham Lincoln um die Kongreßmehrheit für den dreizehnten Zusatzartikel zur amerikanischen Verfassung, in dem die Sklaverei verboten wird.

Man muß sich schon ein bißchen für das Geschäft der Politik und für amerikanische Geschichte interessieren, um sich von der Charakterstudie seines Kabinetts und der nicht immer ganz sauberen politischen Arbeit der Mehrheitsbeschaffung, die auf der Buchvorlage Team of Rivals: The Political Genius of Abraham Lincoln basiert, fesseln zu lassen. Der europäische Zuschauer, der weiß, daß in Preußen die Folter schon 1740 und 1810 die Leibeigenschaft abgeschafft wurde, nimmt erstaunt die Verhältnisse im Kongreß zur Kenntnis: Im Jahre 1865 war auch in den amerikanischen Nordstaaten, deren industrialisierte Wirtschaft im Gegensatz zu der im Süden auf Sklavenhaltung gar nicht angewiesen war, der Abstimmungssieg im Kongreß zur Verfassungsverankerung des Sklavereiverbotes tatsächlich nur mit zweifelhaften Methoden zu erringen gewesen. Das hat Lincoln - hervorragend gespielt von Daniel Day-Lewis - geschafft, indem er alle Register zog, und damit seinen Ruhm als politisches Genie begründet.
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am 1. Juli 2015
Diesen Film sollte man unbedingt haben wenn man auch mag:
- Ganghi von Richard Attenborough, wobei bei Gandhi mehr Action ist
- und die beiden Schauspieler Daniel Day-Lewis und Tommy Lee Jones,

Der ganze Film ist charakterisierbar durch seine sehr ruhige Handlung, aber auch durch die Emotionen hinter den Kulissen der Politik. Es wird sehr deutlich wie sehr Sklaverei, Bürgerkrieg, Gleichstellung der Rassen die Gesellschaft bis in den Congress aufwühlt, und Befürworter und Gegner innerhalb der Parteien aufeinandertreffen. Mittendrin vermittelt Lincoln auf sehr ruhige Art, die trotzdem seine persönlichen Emotionen nicht verheimlicht, einen politischen Pakt, bei dem er vor Bestechung nicht zurückschreckt.
Der Höhepunkt ist schließlich die Auszählung der Stimmen, als es deutlich wird, daß Lincoln es mit allen Tricks geschafft hat, seine scheinbar übermächtigen Gegner zu besiegen.

Der Film nimmt einen mit, aber man muß dazu auch ein wenig einen Draht haben zu historischen Ereignissen, die nur in irgendwelchen Amtsstuben stattfinden. Mich hat auch die große Anzahl an verschiedenen Personen ziemlich gefordert.
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