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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verstörend erzählt, brillant geschrieben
John Niven hat sich mit seinen bisher in Deutschland erschienenen Romanen eine größere Fangemeinde erschrieben, sodass sich der Heyne-Verlag dazu entschied, das neueste Buch des Autoren im Heyne-Hardcore-Label als Hardcover-Ausgabe zu publizieren. Die auf dem Buchumschlag abgedruckten Zitate geizen nicht mit Überschwänglichkeiten ("großartig",...
Vor 20 Monaten von Spaddl veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen ganz ok
Die ersten Hälfte des Buches ist sehr gut und man merkt das Niven schreiben kann.
Leider driftet das Buch ziemlich genau ab der Mitte vom guten und tragischem Thriller/Drama einfach nur zu einem 08/15 Action-Thriller ab. Der Plot, zu Beginn wirklich gut aufgebaut, wird irgendwann etwas unglaubwürdig. Zudem kann sich der geübter Thriller Leser vor...
Vor 4 Tagen von Ruins veröffentlicht


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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verstörend erzählt, brillant geschrieben, 20. Januar 2013
Von 
Spaddl "spaddl" (SH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
John Niven hat sich mit seinen bisher in Deutschland erschienenen Romanen eine größere Fangemeinde erschrieben, sodass sich der Heyne-Verlag dazu entschied, das neueste Buch des Autoren im Heyne-Hardcore-Label als Hardcover-Ausgabe zu publizieren. Die auf dem Buchumschlag abgedruckten Zitate geizen nicht mit Überschwänglichkeiten ("großartig", "ergreifend") und Superlativen ("einer der raffiniertesten Thriller"). Und soll ich Ihnen etwas sagen? Die Begeisterung ist, das kann ich nach dem förmlichen Verschlingen binnen weniger Stunden konstatieren, vollständig gerechtfertigt.

John Niven erzählt in "Das Gebot der Rache" von der Zerstörung des Bilderbuchlebens des Protagonisten Donnie Miller, der mit seiner erfolgreichen Frau Sammy, seinem kleinen Sohn Walt und dem Hund Herby in einem riesigen Haus lebt. Eines Tages findet Donnie auf dem Weg zum Schulbus den bestialisch zugerichteten Leichnam seines Hundes. Diesen Vorfall ignorierend muss Donnie leidvoll feststellen, dass sein Glück von jemandem zerstört werden soll - mit allen Mitteln.

Ein kleiner Tipp vorweg: Belassen Sie es bei einer weiteren Recherche zum Inhalt und lesen Sie - zur Wahrung der Spannungskurve - nicht den Klappentext des Buches und auch nicht die Beschreibung bei Amazon, da viel zu viel vom Plot verraten wird. Umso schwerer ist das Verfassen einer Rezension zu diesem brillant geschriebenen Stück Thrillerliteratur, ohne zu intensiv auf den Handlungsaufbau einzugehen. Für mich war es die erste Erfahrung mit dem Autoren und ich muss wirklich sagen: Niven kann schreiben! Die Schreibe wirkt wie aus einem Guss, der Leser bleibt stetig bei der Stange und möchte die clever gelegten Hinweise des Schriftstellers ergründen. Er lässt sich relativ viel Zeit, um die Charaktere sowie deren Beziehungen zueinander darzustellen und die Vergangenheit des Ich-erzählenden Donnie zu beleuchten. Somit fängt der Leser an, mit den Figuren zu sympathisieren und sie "gern" zu haben.

Aber ab Seite 180 geht die Post so richtig ab. John Niven packt den Leser an der Gurgel und schleudert ihn in das packende Geschehen hinein. Das Ende ist der Inbegriff der Spannung, die Seiten flogen nur so durch meine Finger und ich wollte wissen, wie die Handlungsstränge aufgelöst werden. Die Veröffentlichung im Heyne-Hardcore-Bereich hat ebenfalls ihren Grund: "Das Gebot der Rache" ist blutig und strotzt nur so vor Gewalt. Wer vor expliziter Darstellung ebensolcher zurückschreckt, sollte bei diesem Buch auf einen Lesekonsum verzichten.

Niven stellt sich und dem Leser die Frage nach der Wurzel des Bösen, nach dessen Antrieb und den Beweggründen. Bei der Beantwortung bleibt der Leser jedoch völlig auf sich alleingestellt und Niven konstruiert mit seinem genial konzipierten Thriller ein wahrlich ambivalentes Leseerlebnis. Die Opfer-Frage beschäftigt ebenso wie die moralische. Das Lesen wird zu einer Folter. Nachdem ich die 302 Seiten gelesen hatte, starrte ich aufgewühlt und mitgenommen auf die gegenüberliegende Zimmerwand. Der dicke Kloß in meinem Hals wollte und wollte sich nicht lösen; ich fühlte mich wie paralysiert. Oder kurz gesagt: der Roman wird mich noch einige Zeit gedanklich beschäftigen.

Verpassen Sie ihn nicht!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der seltene Fall eines echten Pageturners, 14. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Gebot der Rache: Thriller (Taschenbuch)
95% der als Pageturner apostrophierten Bücher sind in Wahrheit keine Pageturner, sondern mehr oder weniger gute Werke, die man mit mehr oder weniger Genuss durchliest. Dieser Roman ist jedoch das seltene Exemplar eines echten Pageturners. Er ist so flüssig und sympathisch geschrieben, die Story ist so spannend und frei von Langatmigkeiten, daß es keinen Anlass bietet, es wieder zuzuklappen. Im Gegenteil: Ständig ist man daran interessiert, noch ein bißchen weiter zu lesen.
Schwere Empfehlung. Mein erster Niven und definitiv nicht mein letzter.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen bei einer Neigung zu Albträumen ist dieses Buch zu meiden, 21. März 2013
Von 
Donald Miller ist Journalist - nicht sonderlich erfolgreich oder ambitioniert, aber das hat er auch nicht nötig. Seine Frau ist nicht nur Herausgeberin der Zeitung, für die er Filme rezensiert, sondern verfügt auch sonst über finanzielle Sicherheit. So kümmert sich Donald vor allem um den gemeinsamen Sohn Walt und den Haushalt.
Familie Miller ist eine sehr sympathische Familie und man fühlt sich dank John Nivens Schreibstil auch gleich wohl und geborgen im Anwesen der Millers. Dennoch ist spätestens, als Donald die Leiche des Familienhundes findet klar, dass da doch noch irgendwas sein muss, etwas lauerndes, böses.....

In Rückblenden erfährt der Leser häppchenweise mehr über Donalds Kindheit, die dieser in Schottland verbracht hat und das offensichtlich nicht in der besten Gesellschaft. Auch bei diesen Kindheitserinnerungen wird deutlich, dass da noch etwas unausgesprochenes sein muss...

Die erste Hälfte des Buches ist, trotz dieser Vorahnungen, recht geruhsam, wenngleich aber nicht langweilig. Berechnend lullt der Autor den Leser ein, sodass der Horror, der in der zweiten Hälfte über Donald hereinbricht, nicht nur ihn, sondern auch den Leser umso härter trifft.

War die erste Buchhälfte mehr ein laues Sommerlüftchen, ereilt uns in der zweiten Hälfte ein Tornado, und zwar einer der blutigen Art. Jeder Leser sollte sich darüber im Klaren sein, dass bei einer Neigung zu Albträumen dieses Buch besser vermieden werden sollte. Jeden anderen aber wird es gnadenlos in seinen Bann ziehen und seit gewiss: wenn ihr denkt, das Ende ist nah, ändert sich nochmal alles...

Ein Buch wie ein hungriger Wolf: erst umschleicht er dich; dann, wenn du es nicht erwartest, springt er dich an und wenn du glaubst, den Reißzähnen entkommen zu sein, packt er dich wieder und wieder.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch wie ein Vorschlaghammer!, 12. Mai 2013
Von 
B. Robert (aus Salzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe alle bisherigen Bücher von John Niven gelesen, sie alle verbindet ein feiner, leicht schwärzlicher Humor.
Der fehlt hier komplett. Dieses Buch ist anders als seine bisherigen.
Ich hab's in 2 Tagen gelesen, weil ich es kaum mehr weglegen konnte.
Von Beginn an baut sich die Story sehr gut auf, wird in Form von Rückblenden immer deutlicher und runder, bis man zu wissen glaubt.
Dann explodiert das Buch plötzlich in eine andere Richtung und man kann nicht mehr aufhören zu lesen!
Nicht für mich nachvollziehbar ist die Aussage eines Rezensenten, der bereut, die ersten 100 Seiten dieses Buches gelesen zu haben. Vielleicht läge er bei "Jerry Cotton" richtiger...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine Gnade, 18. März 2013
In kurzen, klaren Sätzen und treffenden Bildern beginnt Johne Niven seine Geschichte, die sich in zwei Teile unterteilt. Im ersten Teil stellt Niven seine Personen ausführlich vor, gibt einen Eindruck in das ruhige Leben zum Zeitpunkt des beginnenden Winters in der kanadischen Provinz und lässt zugleich die drohende Gefahr für das familiäre Idyll im Hintergrund langsam, aber stetig wachsen.

Der Paukenschlag zu Beginn, der regelrechte „zerstörte“ Hund der Familie lässt zunächst sowohl Donald Miller, seine Frau und seinen Sohn wie auch, scheinbar, alle anderen Beteiligten und Nachbarn völlig ratlos zurück. So ratlos, das die unwahrscheinliche Erklärung eine Wolfes als „Täter“ zunächst angenommen werden muss. Doch schon im Rahmen dieser ersten Ereignisse wird klar, dass in der Vergangenheit des Donald Miller einiges begraben liegt, das aber auch gar nichts mit seinem aktuellen, vermögenden Lebensstil als Familienvater und freiberuflichem Rezensenten zu tun hat.

So wird der Leser einerseits im ersten Teil des Buches fast eingelullt, ahnt schon früh, wer hinter dem Töten des Hundes stecken könnte, ahnt ebenso, das auch andere Familienmitglieder gefährdet sind und spürt dennoch, je mehr der Winter gnadenlos heraufzieht, je abgeschnittener das Anwesen der Millers sich vorfindet, dass etwas brutales in der Luft liegt.

Dem gibt Niven dann im zweiten Teil des Buches „freien Lauf“. Wobei deutlich ist, dass weniger die Frage, wer denn genau hinter den Verbrechen steckt, die Spannung im Buch trägt sondern zwei andere Grundmomente diese tragen. Das eine Moment ist die brachiale Gewalt, mit der ein hin- und herwogendes Duell auf Leben und Tod in der winterlich abgeschnittenen Einöde entflammt, ein Duell, dass auch durch Hilfe von Außen sich nicht aufhalten lassen wird. Während das andere Moment die innere Spannung vorantreibt.

Denn, wer ist eigentlich Opfer und wer ist Täter? Ist Donald Miller, der zunächst viel Sympathien auf sich vereint im Versuch, seinen Sohn vor der Gefahr zu retten, nur das Opfer einer „Jugendsünde“ oder trügt die Ahnung des Lesers nicht, dass dieser Donald Miller auch ein sehr geschickter „Verdränger“ mit schauspielerischem Talent sein könnte?

Das nicht alle Ereignisse gleich realistisch wirken, dass der erste wirkliche, überaus brutale und folternde Mord wenig Anhalt im Buch findet und für den Verlauf der Geschichte in dieser Form gar nicht nötig wäre, das sind kleinere Störelemente am Rande. Vorrangig verbleibt ein gelungener und ausführlicher „Show Down“ mit allen Finessen, überraschenden Wendungen und tatsächlich stimmiger Brutalität, in dessen Verlauf keine der beteiligten Personen ungeschoren an Leib und Seele davonkommen wird, auch nicht die am Ende Überlebenden.

Und es verbleibt ebenso ein Blick in die Abgründe menschlicher Seelen, die in einer untrennbaren Verstrickung in Schuld wie auf Schienen ihren Weg gehen.

Alles in allem ein solider, in der Darstellung körperlicher Gewalt überaus harter, nicht immer logischer, stets aber spannender und in den Personen differenzierter Thriller, der die Frage nach dem Sinn von Rache und deren wirklichen Opfern mitschwingen lässt und die innere Entwicklung der Figuren klar aufzeigt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zweigeteilt, aber trotzdem gut, 20. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch beginnt sehr ruhig, regelrecht behutsam erzählt der Protagonist von seinem scheinbar sorglosem Leben im Wohlstand in Kanada, von seinem Leben mit seiner erfolgreichen Frau und ihrem kleinen Sohn. Im Wechsel mit diesen Schilderungen fügt er Erinnerungen aus seiner Kindheit in Schottland ein, die in einem ganz anderem Milieu stattgefunden hat. Nach und nach wird immer mehr klar, dass der Protagonist im Alter von 13 Jahren mit einigen fragwürdigen Freunden etwas Schreckliches getan hat und dass nun 30 Jahre später die Zeit der Rache gekommen ist.
Niven erzählt das alles recht gekonnt und glaubwürdig. Der Protagonist ist auch alles andere als ein Held; dass er am Ende überlebt (wenn auch mit erheblichen körperlichen und seelischen Schäden) weiß man von Anfang an.
Bis etwa zur Buchmitte passiert allerdings nicht allzu viel und in der Erwartung, in der man dieses Buch gekauft und zu lesen begonnen hat, stellt sich langsam die Frage, wann denn nun die angekündigten Schrecken eigentlich beginnen werden. Die ganze Situation ändert sich dann schlagartig, als die Frau des Protagonisten während eines gewaltigen Schneesturms nicht nach Hause kommt. Von da an wird es plötzlich richtig spannend und all das passiert nun, worauf man das halbe Buch gewartet hat. Und die Spannung reißt auch bis zum Schluss nicht mehr ab, man kann dann wirklich kaum noch aufhören zu lesen. Hier ist der Hinweis sicher nicht ganz unangebracht, dass die zweite Hälfte nichts für zartbesaitete Gemüter sein dürfte.
Fazit: Ein gut geschriebenes Buch, vielleicht mit dem kleinen Kritikpunkt, dass in der ersten Hälfte nicht unbedingt das passiert, was man möglicherweise schon frühzeitiger erwartet hat oder erwarten konnte. Aber man sollte keinesfalls zu früh aufgeben, es lohnt sich auf jeden Fall weiter zu lesen und dafür gibt es gute vier Sterne.
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5.0 von 5 Sternen Wuchtig, düster, packend - ein echter Pageturner!, 5. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Gebot der Rache: Thriller (Taschenbuch)
Selten hat ein Thriller mich so gepackt wie "Das Gebot der Rache" von John Niven! Obwohl es mit 304 Seiten nicht sonderlich dick ist, hat der Autor hier eigentlich sogar zwei Bücher in eines gepackt: Das erste erzählt vom Bilderbuchleben Donnie Millers, von seiner glücklichen Ehe, dem Kind, dem Hund...nur ganz unterschwellig kehrt die Bedrohung ein.

Die dann aber im zweiten Teil mit voller Wucht zuschlägt: Ähnlich einer Achterbahn, die den Berg herunter rast, nachdem sie zuvor langsam heraufgezogen wurde. Auf einmal geht der Horror los, wird der Hund grausam getötet, spürt Donnie, wie jemand sein komplettes Leben zerstören will - und dies wegen eines Fehlers, den der Protagonist vor vielen, vielen Jahren begannen hatte...

Ich mag an dieser Stelle nicht zuviel verraten und kann zukünftigen Lesern nur den Tipp geben, nicht zuviel darüber zu lesen; selbst der Klappentext ist beinahe schon zuviel! Je weniger man vorher über den Inhalt weiß, um so stärker ist die Wucht, mit der er einen dann packt. "Das Gebot der Rache" ist ein Ausnahmethriller, ein wahrer Pageturner, den man nur schwer aus der Hand legen kann: Für mich ganz klar 5 Sterne mit Zusatzzahl!
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krass, genial konstruiert und atemberaubend spannend, 28. Januar 2013
Von 
Christian Mayr "einmeier" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Was für ein traumhaftes Leben: Der rund vierzigjährige Donald Miller, Redakteur eines kleinen, lokalen Anzeigenblatts, besitzt gemeinsam mit seiner entzückenden und wohlhabenden Frau ein atemberaubendes Haus Nahe einer kanadischen Kleinstadt, hat einen niedlichen, neunjährigen Sohn, fürsorgliche, reiche Schwiegereltern, bezaubernd hilfsbereite Nachbarn und genießt sein ruhiges und sorgenfreies Leben als Hausmann. Doch als er auf dem Schulweg ihren treuen Hund - Herby - grausam zerstückelt entdeckt, holt ihn seine Vergangenheit frühester Kindheit ganz langsam wieder ein. Noch beruhigen ihn Polizei und Freunde, Ursache könne ein Wolf oder ein unachtsamer Autofahrer gewesen sein, der den Hund auf dem Gewissen habe - doch bereits wenige Tage später hat er erschütternde Gewissheit, dass eine grausames und brutales Drama soeben erst begonnen hat, dessen er sich nicht mehr entziehen kann.

Bislang polarisierte John Niven gewaltig mit seinen satirischen, überzogenen, düsteren, provokanten, aber auch humorvollen Romanen wie 'Gott bewahre' oder 'Kill your friends' - während viele applaudierten und Rezensenten und Journalisten Lobeshmynen sangen, empfanden andere die Veröffentlichungen als einfach zu obszön, vulgär, sogar niveaulos. Doch mit dem 'Gebot der Rache', Nivens erstem Thriller, ist eine Zäsur notwendig. Denn von Humor und Satire oder überzeichneten Figuren und Handlungen keine Spur. Stattdessen konstruiert Niven hier einen großartigen, atemberaubend spannenden und bisweilen auch arg brutalen Thriller, der den Leser tief verstört und zu traumatisieren vermag, wenn eine wunderbare, heile Welt Stück für Stück vollständig zusammenbricht und man lange nur vage erahnen kann, was hinter dem 'Gebot der Rache' wirklich steckt. Ein großartig erzählter, harter, krasser und brutaler Thriller, dessen überraschende Wendungen ebenso wie die detailliert skizzierten Protagonisten und die zunehmend schockierenden Handlungsebenen mich kurzzeitig wirklich verstört zurück gelassen hatten.
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5.0 von 5 Sternen Einer der besten Thriller, die ich jemals gelesen habe, 17. Juli 2014
Dieser Thriller von John Niven hat mir außerordentlich gut gefallen. Ich konnte das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen, so brillant ist es geschrieben. Meisterhaft gelingt es dem Autoren der Kultbücher "Gott bewahre" oder "Kill your friends", sich in das Seelenleben seines Protagonisten Donald (William) hineinzufühlen, und die Geschichte aus seiner Sicht zu erzählen.
Normalerweise bin ich kein Freund von Thrillern, die in der "Ich-Erzähler-Perspektive" geschrieben sind, aber hier ist das was anderes.
Das Buch ist unglaublich fesselnd und in einem rasanten Tempo erzählt, ohne dabei auch nur ein einziges Mal oberflächlich auf mich gewirkt zu haben. Eine virtuose Meisterleistung!
Ich kann dieses Buch nur jedem einigermaßen hartgesottenem Thriller-Fan wärmstens empfehlen.
Hut ab, Mr. Niven!
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gnadenlos im Umgang mit seinen Lesern...., 1. Februar 2013
Ein schönes Sprichwort besagt, auch wenn es nur eine weitere Floskel ist, man sieht sich im Leben immer zweimal. In diesem Fall aber passt dieser Ausspruch wie die Faust aufs Auge, denn keine Tat bleibt ungesühnt, keine Tat verjährt und Rache ist ein übermächtiger Motor, der ohne Unterlass antreibt, egal wie viele Jahre inzwischen vergangen sind. Das denkt sich auch John Niven in seinem Roman „Das Gebot der Rache“, und lässt unbeschreibliches Leid auf seinen Hauptprotagonisten Donald Miller niederprasseln. Ein Martyrium, welches niemand allein schultern kann, man zwangsläufig unter der Last zusammenbrechen muss.

John Niven schreibt mit einer schonungslosen Härte, in der er keinerlei Rücksicht auf seine Figuren nimmt, die das ganze Ausmaß seiner Fantasie zu spüren bekommen und von einer Welle der Brutalität und Grausamkeit überrollt werden. Aufgrund dessen beschert er dem Leser selbst am helllichten Tage ein ungutes Gefühl, lässt ihn mit mahlenden Zähnen und einem kribbeln auf der Haut in seinem Sessel immer kleiner werden. Das Ganze kommt einem Faustschlag in die Magengegend gleich, der einem die Luft nimmt und das gleiche Gefühl heraufbeschwört wie dieser Roman, Beklommenheit, Eingeschnürtheit.

Was scheinbar als zutiefst erschütterndes Familiendrama beginnt - das ganze Ausmaß noch nicht ansatzweise zu erahnen ist - entwickelt sich im Laufe der Geschichte immer mehr in Richtung eines knallharten Thrillers, in dem die Vergangenheit die Gegenwart überrollt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird dem Leser klar, dass man dabei natürlich eines nicht aus den Augen verlieren darf, denn wo ein Täter ist, ist bekanntermaßen auch mindestens ein Opfer, oder zumindest noch Hinterbliebene des Opfers.

„Im Verstand jeden Vaters, jeder Mutter befindet sich eine Tür, die man besser nicht öffnet. Denn den dunklen Raum dahinter, hat man schneller betreten als man glaubt.“

John Niven lässt die Geschichte als Rückblende – das Ereignis jährt sich zum zweiten Mal – aus der Sicht seiner Hauptfigur Donald Miller erzählen, der dieses auf Anraten seiner Psychologin tut, um die Vergangenheit besser verarbeiten zu können. Eine weitere Perspektive ist der Sprung zurück in die Zeit des damals „13jährigen“ Donald Miller, in der der Grundstein für das ganze Übel-, das übermächtige Grauen gelegt wird. Natürlich kommt keine Tat von ungefähr, selten sind solch Geschehnisse Kurzschlussreaktionen, und die Wurzel des Übels ist eher in der Familie zu suchen, die leider viel zu oft als Auslöser großer Tragödien dient, aber auch nicht automatisch in den Fokus bei allen Vorkommnissen gerückt werden darf.

Mein Fazit: „Das Gebot der Rache“ ist ein Roman, der sich von Seite zu Seite in seiner Intensität steigert, den Leser immer mehr aufreibt und ihn Stück für Stück in seinen Bann zieht. Schonungslos führt er dem Leser vor Augen, zu welchen abscheulichen Taten Menschen fähig sind, wenn sie die von mir erwähnte Tür öffnen. Gerade die Täter-Opferbeziehung ist es, die dem Roman den nötigen Pep verleiht und zu dem macht was er schlussendlich ist, ein knallharter Thriller, in dem kein Auge trocken bleibt und nicht mit Blut gespart wird, der gegen Ende hin den Bogen in seinen Handlungen ein Stück weit überspannt, dass man ihm aber mit einem Augenzwinkern verzeiht. Das Gebot der Rache ist in jedem Fall ein ~ Must Read ~ Roman.“
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