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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "I, Leona, Take Thee, Henry"
(Vorsicht, Spoiler!)

Selten zuvor dürfte der zeremoniellen Formel, mit der gemeinhin die Ehe geschlossen wird, so viel bittere Wahrheit innegewohnt haben, wie im Falle Leona Stevensons (Barbara Stanwyck) und ihres Gatten Henry (Burt Lancaster), und so bedürfte es eigentlich gar nicht der während ihrer Flitterwochen immer wieder eingeblendeten...
Veröffentlicht am 5. Februar 2012 von Tristram Shandy

versus
23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein wahrer Klassiker - und eine miserable Edition
Ich habe mich wirklich gefreut, zu sehen, dass es diese kleine Perle auf DVD gibt - und bin selten so enttäuscht gewesen. Mir ist es weitgehend egal, wie gut die Filmqualität ist, wenn ich einen Film mag. Aber das hier ist eine pure Unverschämtheit. Zwischen grobkörnig, doppelrandig und vollkommen verwaschen bietet die DVD alles, was einem den...
Vor 20 Monaten von M. Ebeling veröffentlicht


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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein wahrer Klassiker - und eine miserable Edition, 21. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Du lebst noch 105 Minuten ( MIDNIGHT MOVIES ) (DVD)
Ich habe mich wirklich gefreut, zu sehen, dass es diese kleine Perle auf DVD gibt - und bin selten so enttäuscht gewesen. Mir ist es weitgehend egal, wie gut die Filmqualität ist, wenn ich einen Film mag. Aber das hier ist eine pure Unverschämtheit. Zwischen grobkörnig, doppelrandig und vollkommen verwaschen bietet die DVD alles, was einem den Filmgenuss im wahrsten Sinne des Wortes trüben kann. Eine Abnahme von VHS und eine miserable dazu - das kann jeder Film-Überspielservice besser. Wenn ich so etwas sehe, verstehe ich langsam die Leute, die sich bei illegalen Tauschbörsen bedienen. So ruiniert sich die Filmindustrie selbst.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bildqualität ist eine Frechheit, 19. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Du lebst noch 105 Minuten (DVD)
Ich weiss nicht, was sich die Macher dieser DVD gedacht haben. Die Bildqualität ist schlechtes VHS-Niveau. Die zwei Sterne vergebe ich nur, weil der Film sehr selten im TV gezeigt wird und man so praktisch gezwungen ist, sich diese DVD anzuschaffen, wenn man nicht jahrelang auf eine Fernsehausstrahlung warten will. Genauso verhält es sich mit dem Film "Die Wendeltreppe" von der gleichen Firma. Bonus ist nur, dass auch dieser Film schon lange nicht mehr im Fernsehen lief.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Falsch verbunden ?, 23. Januar 2012
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Du lebst noch 105 Minuten (DVD)
Klasse Film, schwache DVD:
Leona Stevenson (Barabra Stanwyk) ist eine reiche Millionenerbin und Tochter eines Wirtschaft-Tycoons (Ed Begley). Die junge Frau ist verwöhnt und seit mehreren Monaten bettlägerig.
Ihre angebliche Herzkrankheit, dies wird sich im Lauf der Handlung noch herausstellen, ist aber eher psychischer Natur und sie müsste bei guter psychiatrischer Behandlung nicht ans Bett gefesselt sein.
In dieser Nacht ist das Telefon die einzige Verbindung zur Aussenwelt. Sie ist allein, es ist schon dunkel, das große Fenster steht offen und gibt einen nächtlichen Blick auf die hellbeleuchtete Stadt und auf eine Eisenbahnbrücke frei.
Das große verschwenderische Schlafzimmer ist Teil des großen Hauses, die Diener haben frei.
Leona versucht verzweifelt ihren Mann Henry (Burt Lancaster) zu erreichen, doch der meldet sich nicht.
Während der unzähligen versuchten Telefonaten kommt es in der Vermittlungszentrale zu einer Fehlschaltung. Leona wird Zeugin eines Gespräches, dass zwei ihr unbekannte Männer führen. Bald wird ihr klar, dass sie soeben Zeuge einer Unterhaltung über einen geplanten Mord war. Einer der beiden soll exakt um 23 Uhr 15, also in 105 Minuten, eine Frau ermorden, die alleine zu Hause ist.
Geschockt versucht sie sofort Verbindung mit der Störungsstelle zu bekommen, doch sie wird an die Polizei verwiesen. Aber auch die können mit der Information reichlich wenig anfangen.
Dann ruft der Vater an, auch dieser scheint Leonas Schilderungen nicht besonders ernst zu nehmen.
Dieses und weitere Telefonate, die Leona an diesem Abend führen wird, ist jeweils von einer Rückblende begleitet, die die Beziehung zwischen Leona und ihrem Mann beleuchtet, der aus einfachen Verhältnissen stammt.
Leona schnappte vor 6 Jahren ihrer Freundin Sally Hunt (Ann Richards) spontan den Liebhaber aus. So wird Henry Leonas Mann. Die junge Frau setzt sich gegen ihren übermächtigen Vater durch. Fortan wird Henry wie ein Besitztum gehalten, er darf zwar zweiter Chef im Unternehmen sein, aber aufgrund der Dominanz des Moguls ein undankbarer Schreibtischjob ohne große Kompetenz.
Henry will sich vom Schatten des Schwiegervates und auch der reichen Frau lösen. So einfach ist das aber nicht, denn er hat sich inzwischen an das Leben in Reichtum gewöhnt.
Der Anruf von Sally, deren Ehemann bei der Staatsanwaltschaft arbeitet, und von Waldo Evans (Harold Varmilyea) einem Mitarbeiter aus der Pharmafirma ihres Vaters, lassen in Leona bald den Verdacht aufkommen, dass sie die Frau sein könnte, die ermordet werden soll...
Ich habe die DVD gekauft und habe es nicht bereut. Daher eine Kaufempfehlung, weil der Film Noir rund ums Telefon ein sehr guter Klassiker ist.
Allerdings muss ich den anderen Schreibern recht geben: Richtig Spass macht diese Veröffentlich wirklich nicht, denn das Bild ist höchstens auf VHS-Niveau.
Es ist auch lediglich eine deutsche Sprachfassung auf der DVD, die Originalfassung ist Fehlanzeige.
Für solch einen spannender Klassiker und besonderen Film Noir hätte man sich natürlich eine bessere Veröffentlichung auf deutscher Sprache gewünscht, aber man ist ja schon froh, wenn solche DVD Filme überhaupt erscheinen.
Daher gibts von mir lediglich 3 Sterne, die sich allerdings nur auf das Produkt und dessen Form und Aufbereitung beziehen, der Film selbst bekäme auch gerechte 5 Sterne.
Er wirkt zwar etwas konstruiert, aber dafür entschädigen Barbara Stanwyk und Burt Lancaster in ihren komplexen und ambivalenten Rollen, die bis zuletzt nicht ganz durchschaubar sind.
Auf eindrucksvolle Weise zeigt der Film auch im heutigen Handyzeitalter eine frühere Generation, die auch schon Telefonsüchte hatten.
Anatole Litvak, der aus der Ukraine stammende Hollywoodregisseur, schuf mit diesem Film einer seiner besten Arbeiten.
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine Frechheit, 29. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Du lebst noch 105 Minuten (DVD)
Finger weg von dieser Murks-DVD, denn die Bildqualität war schlechter als meine TV-Aufnahme von Sky Nostalgie. Da hlift auch das wertige DVD-Cover
wenig. Höchstens empfehlenswert für Leute, die den Film noch nicht haben und ihn unbedingt möchten, aber zu diesem Preis ist es einfach eine Frechheit.
Schade drum, denn dieser sehenswerte Film-noir hätte allemal eine bessere VÖ verdient !
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Katastrophale Bildqualität!!, 11. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Du lebst noch 105 Minuten ( MIDNIGHT MOVIES ) (DVD)
Ich wollte den 1 Punkt Kritken nicht glauben. Aber es ist sogar noch schlimmer.!Die Abtastung ist auf einem Niveau, das es einem die Sprache verschlägt: Der Cache hat rechts und links einen Nebelsaum, der bei jedem Schwenk unangehm auffällt. Da dieser Film in den Kamerabewegungen alles andere als statisch ist (seine besondere Qualität!) wird einem jede Bewegung des Filmausschnitts verleidet. Die Nebelscenen in der Mitte spotten jeder Beschreibung, wenn die Abtastprobleme die wunderbare "Staten Island" Atmosphäre töten. Veröffentlichungen dieser Art sind ein Verbrechen an der Filmkunst!! Die Qualiät Anatole Litvak's Film Noir Genre Meisterwerks rettet diesen Film über die 105 Minuten.
Eine solche Perle in DVD Essig einzulegen: Eine Schande!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "I, Leona, Take Thee, Henry", 5. Februar 2012
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Du lebst noch 105 Minuten (DVD)
(Vorsicht, Spoiler!)

Selten zuvor dürfte der zeremoniellen Formel, mit der gemeinhin die Ehe geschlossen wird, so viel bittere Wahrheit innegewohnt haben, wie im Falle Leona Stevensons (Barbara Stanwyck) und ihres Gatten Henry (Burt Lancaster), und so bedürfte es eigentlich gar nicht der während ihrer Flitterwochen immer wieder eingeblendeten Stimme aus dem Off, die jene Worte drei- oder viermal wiederholt, denn die entschlossene Art und Weise, wie die verwöhnte Tochter des Pharmamillionärs James Coterell (Ed Begley) ihren Vater umstimmt, um den aus einfachen Verhältnissen stammenden, ihrer Collegefreundin ausgespannten Henry heiraten zu können, machen mehr als genug deutlich, daß Leona sich ihren Henry einfach genommen hat. [1] Leonas - allein der Name spricht schon für sich - Selbstsicherheit zeigt sich bereits bei ihrem ersten Zusammentreffen mit Henry während eines Balls, bei dem sie den ihr ins Auge stechenden Mann selbstbewußt zum Tanzen auffordert, ihn aus den Armen seiner Freundin reißend, und seinen Einwand "Where I come from, it's the man who does the picking" geflissentlich ignoriert. Von nun an wird Henry ohnehin nicht mehr viel auszusuchen haben [2], und dies nicht einmal so sehr, weil er ein Pantoffelheld wäre, sondern weil seine Frau einen Herzfehler hat, der sie just immer dann aufs Krankenbett zwingt, wenn sie anfängt, die Kontrolle über ihren Ehemann zu verlieren ...

Aber all dies - und noch viel mehr - erschließt sich erst im Laufe des knapp 90minütigen Thrillers "Sorry, Wrong Number", den Anatole Litvak 1948 nach einem halbstündigen Hörspiel von Lucille Fletcher drehte [3], denn nach etwa zwanzig oder dreißig Minuten beginnt die Handlung, sich mehr und mehr aus der Gegenwart und dem Schlafzimmer der Protagonistin zu verlagern und Geschehnisse aus der entfernteren wie auch - meist - der unmittelbaren Vergangenheit zu beleuchten. All diese Rückblenden und Perspektivwechsel sind so komplex, daß sie mich selbst beim Verfassen dieser Rezension davon abgehalten haben, zunächst einmal zu schreiben, wie die ganze Geschichte anfängt, und dies will ich jetzt nachholen. Das heißt: Im nächsten Absatz - damit es schöner aussieht.

Leona Stevenson ist mittlerweile durch ihre Herzkrankheit fast vollständig ans Bett gefesselt und liegt im vollen Ornat ihres Reichtums - in feinste Spitzen gekleidet und mit Geschmeide bedeckt - in ihrem weitläufigen Schlafzimmer, das von einem riesigen Porträt ihres Vaters beherrscht wird (recht ungewöhnlich für das Schlafzimmer einer verheirateten Frau) und das, abgesehen von dem Hochzeitsfoto auf dem Nachttisch, keinerlei Spur der Anwesenheit eines Ehemannes verrät. Ihre Bedienten sind ausgegangen, ihr Mann ist noch nicht von der Arbeit zurück, und so versucht sie, ihn telefonisch zu erreichen. Durch einen Fehler der Vermittlung oder sonst einen (unglaubwürdigen) Zufall gerät sie in ein Gespräch, in dem zwei Männer die letzten Vorkehrungen für den Auftragsmord an einer allein zu Hause befindlichen Frau planen. Von einem offenen Fenster und einer Eisenbahnbrücke ist die Rede, und Litvak läßt die Kamera von der Kranken im Bett unverzüglich auf das offene Balkonfenster und die in geringer Entfernung vorbeifahrende Eisenbahn schwenken, und schon wissen wir gleich zu Beginn, was die Protagonistin erst nach und nach erkennt.

In der Folge versucht Leona, durch das Telefon Kontakt zur Außenwelt herzustellen und den Mord zu verhindern, doch allenthalben stößt die Frau auf geringes Interesse: Der Polizist, den sie anruft, scheint sie bereits zu kennen (und nicht sonderlich zu schätzen), und außerdem muß er sich um ein kleines Kind kümmern und hat deshalb wenig Interesse an ihren vagen Hinweisen. Leonas Vater, in dessen Arbeitszimmer seinerseits ein riesiges Bildnis Leonas aus Kindertagen hängt, mißt ihren Befürchtungen ebenso wenig Bedeutung bei; zudem scheint er die Party, die er gerade feiert, vor seiner Tochter verbergen zu wollen. Auch die Sekretärin ihres Mannes läßt sich nur sehr ungern beim Bingo stören. Es scheint fast so, als habe die Krankheit Leona jeder Möglichkeit beraubt, mit ihren Mitmenschen in Kontakt treten zu können, und bedenkt man, daß diese Krankheit eigentlich keine organischen Ursachen hat, sondern ein - sicher nicht bewußt eingesetztes - Mittel der Millionärstochter ist, ihren Vater und später auch ihren Ehemann unter ihre Fuchtel zu bekommen, dann wird deutlich, daß es letzten Endes Leonas maßloser Egoismus und ihre Unfähigkeit, die Bedürfnisse anderer zu respektieren, sind, die sie in die Isolation gebracht haben.

Litvak gelingt es, selbst zu Beginn des Filmes, als der Zuschauer noch nicht durch Zeitsprünge und Szenenwechsel aus der beklemmenden Einsamkeit des Schlafzimmers geführt wird, mit zahlreichen Kunstgriffen die Verzweiflung und die Angst der Protagonistin auszudrücken - und dies vermag er so gut, daß der Film eigentlich dann am besten ist, wenn er in Leonas Schlafzimmer spielt. So zeigt Litvak mit langen Kamerafahrten - eine beispielsweise führt rückwärts aus dem Schlafzimmer durch ein leeres Treppenhaus und in den verlassenen unteren Stock - die Einsamkeit Leonas, und zwar in zweierlei Hinsicht. Zum einen ist sie buchstäblich allein und hilflos, zum anderen weisen die weiten und luxuriösen Räumlichkeiten darauf hin - jedenfalls wird es uns später deutlich, wenn wir wissen, was es mit Leonas Krankheit auf sich hat -, daß hier eine verwöhnte Frau in selbstgewählter Klausur verharrt. Auch der Kamerazoom auf Missys Gesicht, wenn sie in den Hörer lauscht und begreift, daß am anderen Ende ein Mord geplant wird, macht deutlich, daß diese Frau nun auf sich allein gestellt ist, und das Motiv der Uhr, die mal auf Leonas Kommode steht, mal im Arbeitszimmer ihres Vaters vor sich hin tickt und auch als Spielzeug dem kleinen Kind im Polizeirevier wie ein Pendelchen hingehalten wird, unterstreicht, daß sie nur noch wenig Zeit hat, ihr Leben zu retten.

So recht sympathisch ist sie uns dabei von Anfang an eigentlich nicht, denn allzu harsch und befehlsgewohnt bellt sie ins Telefon, und spätestens wenn wir die Rückblenden gesehen haben, können wir wohl verstehen, warum sich Henry ihrer entledigen will. [4] Geradezu tyrannisch-neurotisch erscheint die Vehemenz, mit der sie ihren jeweiligen Gesprächspartnern am Telefon zu verstehen gibt, daß sie eine ans Bett gefesselte Invalide ist, man sich also ihren Wünschen zu fügen habe. Zunächst wirkt dies noch so, als kapriziere sich das Drehbuch darauf, das Stereotyp der unduldsamen Kranken aufzubauen, doch vor dem Hintergrund der später durch den Arzt (Leona sowie dem Zuschauer) gegebenen Informationen über die wahren Gründe für diese Herzkrankheit ergeben diese heftigen Krankheitsbekundungen plötzlich einen Sinn. Geradezu tragisch ist denn auch das Ende des Filmes, - und jetzt kommen wirklich SPOILER -, denn hätte Leona es geschafft, ihre "Krankheit" zu überwinden und zum Fenster zu gehen, um die Nachbarschaft zu alarmieren, hätte sie eine Überlebenschance gehabt. Allerdings hätte sie mit dem Machtmittel der Krankheit auch den Grund, dieses einzusetzen, überwinden müssen, nämlich ihr egozentrisches Bestreben, ihren Willen unbedingt über den anderer Menschen zu stellen - notfalls auch mit emotionaler Erpressung -, und dieser Aufgabe zeigt sie sich letztlich nicht gewachsen.

"Sorry, Wrong Number" ist sicherlich mehr als nur ein suspense thriller, auch wenn er wirklich ausgesprochen spannend ist. Mit seinen komplexen Charakteren, von denen keiner wirklich sympathisch wirkt und deren Motivationen sich erst nach und nach herausschälen, dem dichten Gewirr von Rückblenden und Wechseln der Perspektive, in dem das Scheitern einer Ehe erzählt wird, und den deutlichen stilistischen Mitteln hat er im Grunde auch Noir-Charakter, selbst wenn mehrere Noir-Elemente fehlen.

Ich habe den Film vorliegen in der koreanischen Ausgabe (88 Minuten), die die englische sowie eine französische Tonspur hat. Als Untertitel gibt es Englisch und Koreanisch. Berücksichtigt man das Alter des Filmes, so kann sich die Bildqualität dieser Ausgabe durchaus sehen lassen, und auch der Ton ist sehr deutlich zu verstehen.

[1] Bezeichnenderweise zeigt Litvak auch nicht die gesamte Zeremonie, sondern nur den Teil, in dem die Braut die bewußten Worte ausspricht, während der Ehemann infolge der Szenenanordnung gar nicht erst zu Wort kommt.

[2] Interessant sind auch die Adjektive, mit denen Leona Henry belegt und anhand deren sie ihn ausgesucht zu haben scheint, nämlich "young, healthy, ambitious".

[3] Fletcher selbst schrieb denn auch das Drehbuch zu Litvaks Film.

[4] Im übrigen trachtet Henry seiner Frau ja nicht von Anfang an nach dem Leben, sondern wird nur durch eine Verkettung widriger Umstände auf den Plan gebracht, seine Frau zu töten. Dies macht die Figur Henrys, der am Anfang durchaus als bodenständiger und geradliniger Mensch erscheint, stimmig, schreitet hier doch ein anfangs anständiger Mann von Unehrlichkeit zu Unehrlichkeit, bis er schließlich beim Mord anlangt.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Toller Film, miese DVD..., 27. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Du lebst noch 105 Minuten (DVD)
TV-Fassung auf DVD, ganz hervorragend gemacht, na ja, Hauptsache er befindet sich in einer großartigen Buchbox! Ohne englische Tonspur! Der Film ist ausgezeichnet und hätte eine vernünftige VÖ verdient...
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5.0 von 5 Sternen Toller Klassiker mit Barbara Stanwyck, 3. Mai 2014
Von 
BabsiG. (am unteren Niederrhein) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Du lebst noch 105 Minuten ( MIDNIGHT MOVIES ) (DVD)
Diesen Klassiker kannte ich bereits, habe ihn aber schon ewig lange nicht mehr gesehen! Ich bin kein Filmexperte, sondern nur Liebhaber alter Serien und Filme. Der Film Noir ist eine Sparte, die mir besonders am Herzen liegt. Ich liebe alte Filme und bin froh bei Amazon immer wieder fündig zu werden.

Mich ärgert dass im Tv immer und immer wieder das selbe abgespuhlt wird, aber solche Klassiker immer weniger gezeigt werden. Was interessieren denn sogenannte Reality TV Serien, die einem das Grauen beibringen wenn man sie ansieht, statt das Grauen anzusehen, was einem einen wohligen kleinen Schauer über den Rücken jagt und wo man froh ist, zuhause sicher auf der Couch zu liegen. :)

Jedenfalls ein echter Thriller Klassiker zum immer mal wieder anschauen und auch Barbara Stanwyck macht den Film zu etwas Besonderen. Sie hat das gewisse Etwas... schon moderne Frau (damals) und doch eine Grande Dame, wenn man sie mit heutigen Stars vergleicht. Sie war noch eine Diva der großen Cinema Zeit.

Zur DVD zurück:
Bild und Ton sind gerade, in Hinsicht auf das Alter des Films, sehr gut. Mir sind jedenfalls keine negativen Aspekte aufgefallen.
Ehrlich gesagt habe ich nicht auf Extras (auf der DVD) geachtet, da mich meist nur der Film erstmal interessiert.
Cover und Box sind nichts Besonderes, es gibt auch keine Beilage. Aber mir reicht es, da die Filme schon genug ohne Extras kosten. Natürlich ist es schön besondere Ausgaben zu bekommen, aber wie gesagt, als erstes interessiert mich der Film.

Fazit: Kaufempfehlung!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochspannung vom Allerfeinsten !!!, 13. Oktober 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Du lebst noch 105 Minuten ( MIDNIGHT MOVIES ) (DVD)
"Du lebst noch 105 Minuten" hab ich vor Jahrzehnten spät nachts im TV gesehen und hab mich riesig gefreut beim stöbern hier bei Amazon den Streifen entdeckt zu haben.

Der Film handelt davon, dass eine Frau zufällig am Telefon mithört, wie zwei Männer einen Mord planen. Mehr will ich gar nicht verraten, denn der Streifen bietet satte Hochspannung und ich finde, die sollte für jeden, der den Film nicht kennt, erhalten bleiben. Barbara Stanwyck und Burt Lancaster spielen grandios und die DVD ist wirklich jeden Cent wert. Lohnt sich!!!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Thriller, 28. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Du lebst noch 105 Minuten (DVD)
Vor zig Jahren sah ich den Film mal im TV, als es noch keine Werbung gab und das Fernsehprgramm interessanter und vielfältiger war.
Und ich habe mich sehr darüber gefreut, als ich sah, das es diesen Film auch schon auf Kauf-DVD gab.

Als eines Tages Ehemann Henry (Burt Lancaster) nicht heimkommt, ruft die kranke Leona (Barbara Stanwyck) in seinem Büro an
(angestellt bei ihrem Vater). Dabei kommt es in der Vermittlungszentrale zu einer Fehlschaltung und Leona wird Zeugin eines Mordplanes an einer kranken Frau, die abends alleine ist.
Leona ruft daraufhin besorgt bei der Störungsstelle an, berichtet von dem Gespräch, doch ohne Reaktion von der Störungsstelle, ebenso wird sie auch von ihrem Vater dabei nicht ernst genommen, der es sich ganz einfach erklärt, das es wohl ein dummer Scherz sei. Leona kann schlecht gehen, ist schwach und an ihr Schlafzimmer "gefesselt", wird zunehmd verwirrter und verzweifelter.
Dann fällt ihr ein, das sie das Opfer sein könnte ..... .
Obwohl der Film schwarzweiß ist, oder gerade deswegen fügt es der Spannung noch mehr Mysterie hinzu. Mir gefällt der Film sehr gut, habe ihn schon mehrmals gesehen derzeit ich ihn besitze. Die ganze Aufmachung der DVD, die Hülle, wie ein Buch
und die Titelseite mit dem Kinoplakat des Films paßt super dazu.
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Du lebst noch 105 Minuten ( MIDNIGHT MOVIES )
Du lebst noch 105 Minuten ( MIDNIGHT MOVIES ) von Barbara Stanwyck (DVD - 2013)
EUR 8,26
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