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36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mit deutscher Synchro
Gemessen an seinem Bekanntheitsgrad ist es verwunderlich, wie selten das Leben Richard Wagners verfilmt wurde. Seine Leinwandpräsenz beschränkte sich vor allem auf die Rolle eines Nebendarstellers und zwar in den unzähligen Verfilmungen einer anderen Biografie: die des Bayernkönigs Ludwig II. Und doch hat jemand das Vakuum gefüllt, nämlich...
Veröffentlicht am 31. März 2013 von enzian21

versus
5 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen substanzlos und kitschig
Schade um Richard Burton, der sich redlich müht, diesem zähen Plattitüdenbrei Lichtblicke einzupflanzen. Leider hat dieses - unsinnig lange - Spektakel nicht viel zu bieten, als die üblichen Gemeinplätze. Da wurde mehr schlecht als recht am Mythos Wagner herumgebastelt, indem alles zusammengekratzt wurde, was dem Klischee aufhilft. Dazu hat die...
Vor 24 Monaten von David Nuglisch veröffentlicht


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36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mit deutscher Synchro, 31. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Wagner - Das Leben und Werk Richard Wagners [3 DVD Box] (DVD)
Gemessen an seinem Bekanntheitsgrad ist es verwunderlich, wie selten das Leben Richard Wagners verfilmt wurde. Seine Leinwandpräsenz beschränkte sich vor allem auf die Rolle eines Nebendarstellers und zwar in den unzähligen Verfilmungen einer anderen Biografie: die des Bayernkönigs Ludwig II. Und doch hat jemand das Vakuum gefüllt, nämlich der britische Regisseur Tony Palmer. Seine Wagner-Verfilmung mit fast 8 Stunden (!) Laufzeit stammt aus dem Jahr 1982 und ist erst jetzt in der deutschen Fassung auf DVD erschienen, nachdem sie schon öfters als Mehrteiler im Fernsehen lief. Die lange Laufzeit erlaubt eine Filmbiografie, wie man sie in ihrer Ausführlichkeit nur selten zu sehen bekommt. Das ist sowohl der Person als auch der Bedeutung Wagners angemessen. Der Film beschreibt die letzten 35 Jahre seines Lebens, also von 1848 bis 1883. Und diese Zeitspanne weist schon auf ein Merkmal des Filmes hin: es geht neben der Person Wagners zugleich um deutsche Geschichte. Wagners Leben findet statt im geschichtlichen Kontext großer Umwälzungen: 1848er Revolution, Aufstieg Preußens, Gründerzeit, Nationalismus und drei Kriege. Dieser Kontext hilft mit, die Person und das Werk Wagners zu verstehen. Der Film vermittelt den geschichtlichen Rahmen und die passende Atmosphäre sehr gut. Das geschieht zum einen durch atemberaubende Kameraeinstellungen (man denke nur an die Eingangssequenz in Venedig, wo der Leichnam Wagners überführt wird) und zum anderen durch einen offensichtlich enormen Aufwand was Ausstattung und Drehorte betrifft. Laut Booklet wurde an über 200 Orten in Europa gedreht, darunter viele Originalschauplatze. Das Booklet verrät außerdem, dass der Film selbst eine aufregende Geschichte hinter sich hat mit verschiedenen Schnittversionen und ungenehmigten Veröffentlichungen auf Video und DVD. Diese Fassung hier ist die von Tony Palmer autorisierte und neu bearbeitete. Das Bild in 16:9 garantiert ein echtes Film- und kein Fernseherlebnis, auch wenn man an manchen Stellen das Alter des Filmmaterials erkennt. Der Ton des Films ist makellos, was bei einem Film über einen Musiker nicht unerheblich ist. Die Wagner-Musik selbst wird hier vor allem als Filmmusik eingesetzt, dient also zur Erzeugung oder Verstärkung von Atmosphäre. Dass die Musik als Soundtrack taugt, ist ja dank unzähliger Hollywood-Filme hinreichend bekannt. Und so muß man das am Anfang Gesagte relativieren. Wagners Kinopräsenz in der Filmgeschichte ist enorm – aber eben nur akustisch. Tony Palmers „Wagner“ schließt eine wichtige Lücke.
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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Werk von geradezu wagnerischer Größe!, 3. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Wagner - Das Leben und Werk Richard Wagners [3 DVD Box] (DVD)
Mit seinen nahezu acht Stunden Spieldauer ist der Film ein Werk von geradezu wagnerischer Größe!

Wundervoll, wie in die spannende Filmhandlung über das bewegte Leben Wagners (schön wie "Wagner" ausgeprochen wird: Waagner, mit gaanz weichem "g", nicht etwa hart wie "Wackner") immer wieder Musik aus den Opern Wagners eingewoben ist, besonders beeindruckend als Cosima Siegfried gebärt.

Trotz der langen Laufzeit wurde mir nicht langweilig, hab ihn mir in Häppchen auf drei Tage verteilt angesehen und dabei viel Wissenswertes über Wagners Leben und die Zeitumstände, in denen Wagners lebte (Krieg 1870/71, Bismarck, Einigung Deutschlands), erfahren.

Faszinierend und so sympathisch wie der Part von Bayerns König Ludwig II. dargestellt ist.

Erstaunlich wie modern Wagner war, auch abseits der Musik, hat er sich doch Geld für den Bau des Bayreuther Festspielhauses auch durch die Wagner Vereine, die Geld hierfür sammelten, beschafft - heute nennen wir es crowd founding!

Absolut zu empfehlen, ein Genuss in Bild und Ton.
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31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Wagner "zwischen" Meistersingern und Tristan, 5. Mai 2013
Von 
Klassikfreund (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner - Das Leben und Werk Richard Wagners [3 DVD Box] (DVD)
Endlich! Man muß es nochmal sagen: Endlich! Nachdem dieses monumentale Werk lange Zeit ohne deutsche Tonspur und meist nur als teurer Import im Handel erhältlich war, "bringt" das Wagner-Jahr nun die deutsche Fassung vergleichsweise kostengünstig in den Handel.

Der Film

Tony Palmer hat das Leben des Komponisten, der wie die Personifizierung des ungestümen und wechselhaften 19. Jahrhunderts wirkt, an mehr als 200 Orten mit einer herausragenden Schauspielerriege gedreht. Das Ziel, möglichst nah am Original zu sein, zieht sich als roter Faden durch den Film, seine Details und zeichnet ihn letztlich besonders aus. Manche zeitgenössischen Stilmittel lassen den Zuschauer schmunzeln, aber ihre Absicht wird erreicht – sie verdeutlichen das Gesehene, lassen tiefer in die Umstände und Wagners Seelenwelt blicken. Die Handlung beginnt 1848 und endet 1883, wird aber durch Rückblicke meist in Form von Erzählungen um wichtige Ereignisse zuvor ergänzt.

Der Darsteller

Wagner selbst wird von einem überragenden Richard Burton dargestellt, dessen Intensität und Präsenz den Komponisten jederzeit in den Mittelpunkt rückt. Und auch wenn der 35jährige Burton-Wagner 1848 doch etwas zu alt wirkt, schmälert das nicht seine Ausdruckskraft. (Der Schauspieler war beim Dreh bereits 58). In der zweiten Hälfte des Films IST Burton Wagner, so sehr identifiziert man ihn bereits mit dem Komponisten, und so sehr überzeugt seine Darstellung.

Ein wenig Kritik

Die Verfilmung begeistert mich sehr, da sie sich nah am Original bewegt. Dabei profitiere ich aber von der Kenntnis der Wagner'schen Biografie! Mir kommt zugute, daß ich bereits einige Lebensbeschreibungen gelesen habe und mich gerade ein zweites Mal inmitten von Martin Gregor-Dellins Standardwerk "Richard Wagner" befinde. Denn so intensiv sich der Film in scheinbar endlosen Monologen Wagners dessen Sicht der Dinge liebevoll widmet, so wenig verknüpft er doch manchmal die Lebensepisoden selbst (das "Monolog-Problem" legt sich im Verlauf der Handlung jedoch). Wer sich also nicht ein wenig mit der Materie auskennt, wird es zunächst schwer haben, sich in diesem Mammutwerk zurecht zu finden.

Außerdem kommt mir das zu kurz, was Joachim Köhler so treffend und konzentriert in "Der lachende Wagner" beschreibt: Wagners komische, menschliche Seiten! Er war nicht nur der erhabene, geniale Meister, sondern auch ein begeisterter Akrobat, der als Erwachsener noch Kopfstände machte und auf Bäume kletterte. So wirkt das plötzliche Erklimmen der Fassade in Tribschen doch leicht befremdlich und affektiert. Wagner war daneben ein überzeugter Tierliebhaber, der sich für gequälte Tiere einsetzte, und ein humorvoller Mensch mit einer großen Portion Selbstironie.

Musik

Ein besonderer Höhepunkt des Films ist die Verstärkung der Handlung mit Wagners Musik unter der Leitung Georg Soltis. Ausnahmen bilden lediglich die Beethoven-Konzerte, die der Meister gelegentlich dirigierte. Sonst schwelgt man durchgehend in den Klängen aus Wagner-Opern (orchestral wie auf dem Klavier), die den Film faszinierend bereichern und überraschend gut in die Dramaturgie passen.

Inhalt

Wenngleich so geschnitten, daß die zehnteilige Miniserie mit ihren rund 45 Minuten pro Folge zusammenhängend und ohne Unterbrechung als Film erscheint, konnte ich folgende "Etappen" ausmachen:

1. Episode: Wagner und die Revolution 1848 in Dresden bis zur Flucht in die Schweiz

2. Episode: Wagner in Zürich; Affäre mit Jessie Laussot in Bordeaux; Paris; Liszt, Bülow und Ritters treten auf

3. Episode: Schweizer Wasserkuren, die Lektüre Schopenhauers, das Schmiedemotiv wird gefunden, Wagner und die Wesendoncks, die Tristan-Komposition, Cosima betritt erstmals die Bühne

4. Episode: Wagner in Venedig und zurück bei Wesendoncks, er trägt nun seinen bekannten Backenbart; Reise nach Paris; Tannhäuser-Skandal (1861)

5. Episode: Rückkehr zu den Wesendoncks, dann zu problembehafteten Tristan-Proben in Wien; Suche nach Geldgebern; Konzertreise nach Rußland; Amnestierung in der Heimat und Rückkehr dorthin; Flucht vor den Geldgebern aus Wien; Ludwig II. holt Wagner nach München (1864)

6. Episode: Liaison mit Cosima in München, Tristan-Proben, Wagner wird wegen seines vermeintlichen Einflusses auf den König zunehmend von Fremden bedrängt, erste Risse zwischen ihm und dem König, Wagners erste Tochter (Isolde) wird geboren, Bülow erkennt die Liaison

7. Episode: Tristan-Uraufführung in München (1865), bayrische Minister erzwingen Wagners Ausreise, Minnas Tod

8. Episode: Wagner in Tribschen, Komposition der Meistersinger, Ludwigs II. geheimer Besuch bei Wagner (1866), Meistersinger-Uraufführung (1868), Nietzsche besucht Wagner, Sohn Siegfried wird geboren (1869)

9. Episode: Rheingold-Uraufführung in München wider (Wagners) Willen, Cosimas Scheidung und Hochzeit mit Richard 1870, Siegfried-Idyll-Uraufführung, Entscheidung für Bayreuth als Festspielstandort

10. Episode: Proben zu und Festspiele in Bayreuth (1876), Bruch mit Nietzsche, Parsifal-Komposition, am Ende (recht verwirrend geschnitten): Wagners Tod (1883) und Ludwigs Ende (1886)

Die DVDs

Gesamtspielzeit: 7:46 Stunden (CD1: 2:33, CD2: 2:40, CD3: 2:33)
Bild: 16:9, Farbe, PAL
Audio: Dolby Digital 2.0, digital remastered
Sprache/Untertitel: Deutsch, Englisch

Fazit

Bei dieser Box sind die Kritikpunkte wirklich mehr als überschaubar. Jeder Wagner-Freund wird hier voll auf seine Kosten kommen. Der Film bietet das Leben des herausragenden Komponisten in liebevoller Opulenz und mit Mut zum Detail. Dabei geht der Zuschauer mit Wagners Flügel, sicher verpackt, auf Reisen. Dieses Bild wiederholt sich stets, ob mit der Gondel auf einem Kanal in Venedig oder dem Pferdeschlitten in den Schweizer Alpen. Es versinnbildlicht die Ruhelosigkeit des Meisters, stets von seinem Flügel "begleitet", und zeigt zugleich den ernsten Anspruch des Films, Wagner wirklich gerecht zu werden.

Aber es ist das große Genie mit seinen charakterlichen Untiefen, Problemen und Zwängen, das im Mittelpunkt steht, nicht so sehr der menschliche Wagner. Und so sind es mehr die Klänge des Tristan- und Meistersinger-Vorspiels, die den Charakter der Darstellung ausmachen, weniger die menschlichen Zwischentöne. Doch sind es nicht sie, die Wagners Musik nicht nur bereichern, sondern deren Meister er in Wirklichkeit war und die seine Kunst so grundlegend prägen und ausmachen?!

(Das Begleitheft ist in englischer, deutscher, französischer, italienischer, spanischer und japanischer Sprache.)
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstklassige Charakterisierung, 29. Mai 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Wagner - Das Leben und Werk Richard Wagners [3 DVD Box] (DVD)
Richard Wagner, das "Enfant terrible" seiner Zeit wird uns erstmals in einem imposanten filmischen Werk in deutscher Sprache vor Augen geführt.
Sehr interessant, wie der Film sich bemüht in aller Ruhe durch die Geschichte zu wandern und ab 1848 auch den historish-politischen Kontext dem Zuschauer vor Augen zu führen.
Ich finde Richard Burton ist es extraordinär gut gelungen die Person und die Charaktereigenschaften von Wagner herauszuarbeiten.
Auch Wagners Eheleben, seine zahlreichen Liaisons wurden sehr realitätsnah dargestellt.
Wagners aufbrausendes Temperament, sein Selbstbewußtsein, seine oftmals herablassende Art und Weise, sein direkter Umgangston, all dies was ihn auszeichnete, seine Ecken und Kanten, das Markante, das was ihn ausmachte, kam äußerst stimmig und überzeugend herüber.
Ebenso die gesellschaftliche Grundstimmung, bisher war man eine solch revolutionäre Musik und offenherzige Inszenierung nicht gewohnt, das Mißtrauen, die Ablehnung, aber auch die Zustimmung einzelner.
Auch Wagners ständige Geldknappheit, die sein Genie stetig bremste im Vorankommen, die ihn nahezu zum Verzweifeln brachte und ihm viel Kraft raubte, alle das kam sehr eindrucksvoll zum Ausdruck.

Sehr überzeugend wurde auch die Figur von Ludwig II. dargestellt, nur dass der Blickwinkel diesemal ein anderer war. Der Zuschauer konnte mitverfolgen, wie wesentlich die Unterstützung Ludwigs für sein Vorankommen war. Was wäre ohne Ludwig geworden? Wäre Wagner jemals so weit vorangekommen, jedenfalls nicht innerhalb dieser "kurzen" Zeit.
Auch das Verhältnis Wagner-Ludwig ist glaubwürdig und unverkitscht in Szene gesetzt worden.

Ich finde es äußerst beachtenswert, dass ein solch monumentales filmisches Werk in dieser Qualität, mit der Liebe zum Detail und mit dem Bemühen um Sachlichkeit und eine realitätsnahe Darstellung zustande gekommen ist, ohne Anzeichen von Verkitschung. Man fühlt sich über 35 Jahre allerbestens und detailliert informiert und dazu ausgezeichnet unterhalten.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich !, 6. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner - Das Leben und Werk Richard Wagners [3 DVD Box] (DVD)
Seit Jahren fahndete ich nach der synchronisierten Fassung, nachdem ich diese spannende Biographie auf Classica gesehen hatte.
Jetzt, zum 200. Geburtstag Richard Wagners, ist sie endlich verfügbar ! Richard Burton spielt ihn nicht , er ist Wagner- grandios !
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zum 200. Geburtstag..., 12. August 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner - Das Leben und Werk Richard Wagners [3 DVD Box] (DVD)
Endlich liegt dieses Mammutwerk auch wieder deutsch synchronisiert vor! Wer sich für das Leben des Meisters interessiert, erhält hier sehr gute Informationen und Hintergründe, die auch den Erkenntnissen der neuesten seriösen Wagner-Forschung nicht widersprechen. Erstaunlich authentisch zeigt Tony Palmer die widersprüchliche Figur Richard Wagners und Richard Burton scheint sein Leben lang auf diese Rolle gewartet zu haben. Sehr empfehlenswert und eine für Wagnerianer angemessene Laufzeit!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sternstunden, 9. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner - Das Leben und Werk Richard Wagners [3 DVD Box] (DVD)
Nachdem ich eine niederländische Fassung dieses Films im wahrsten sinne des Wortes durchgearbeitet hatte, mit stellenweise recht dürftiger Aufnahmequalität, war ich auf die deutsche Fassung sehr gespannt und durch Rezensionen schon "vorgewarnt".
Der Film enttäuscht an keiner Stelle, wobei die Kriegsszenen wohl nicht ganz so drastisch hätten ausfallen müssen. Aber die Dichte der Handlung und wie sie durch diese großen Schauspieler ( Burton, Redgrave) umgesetzt wird, das ist schon sehr gelungen.
Das gilt auch für die Tonqualität dieser Aufnahme. Es fällt schwer, hier nicht gefesselt zu sein, aber allein die Länge und Intensität
verlangen nach Unterbrechungen, in denen das Erlebte vorläufig verarbeitet und zur ruhe gebracht werden kann.
Überflüssig noch einmal zu betonen, dass John Palmers Film ein Meisterwerk ist
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4.0 von 5 Sternen Insgesamt nicht übel, 9. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner - Das Leben und Werk Richard Wagners [3 DVD Box] (DVD)
Der Film in dieser Box ist 7 Stunden 45 Minuten lang (ich schreibe das, weil in mancher Burton-Biografie die Länge mit 9 Stunden angegeben wird).

Mein Eindruck:
Fans von Wagners Musik werden den Film sicher mögen.

Denn vor allem sind es schöne Bilder, unterlegt mit Wagners Musik.
Überhaupt spielt die Musik die ganze Zeit die Hauptrolle, da die Dialoge oft einfach viel zu geschwätzig sind und viel zu lange brauchen, um auf den Punkt zu kommen.

Inhaltlich sagt der Film daher insgesamt wenig. Was eine echte Überraschung ist, denn immerhin ist er fast 8 Stunden lang - eigentlich Zeit genug für ein ausführliches Wagner-Porträt, sollte man meinen.

Aber die Erzählweise ist leider viel zu bruchstückhaft.
Mal hier eine Episode, mal da eine Anekdote (mit vielen Auslassungen dazwischen), und oft historisch falsch. Ich glaube, da weiß fast jeder Wagner-Fan mehr zu berichten als dieser Film.

Vor allem wird nie so ganz klar, wann er seine Werke eigentlich geschrieben und aufgeführt hat, denn im Film ist er irgendwie immer mit anderen Dingen beschäftigt. Plötzlich ist Wagner berühmt - und man hat gar nicht so recht mitbekommen, wie das passieren ist (aber vielleicht ging das Wagners Zeitgenossen ja genauso).
.

Im einzelnen sieht das so aus:

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DVD 1:
Wagners frühe Jahre bevor er Ludwig II begegnet.

Die zwei-einhalb Stunden Film auf DVD 1 sind seltsam wirr, da es holterdipolter von Station zu Station und von Stadt zu Stadt geht, ohne dass man immer so recht folgen kann.

Zudem ist Burton schon zu alt für den jungen Wagner und wirkt unglaubwürdig.
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DVD 2:
Wagner und König Ludwig II

Wenn Sie sich die Box kaufen, dann überspringen Sie DVD 1 am besten und fangen gleich mit DVD 2 an.

Denn mit dem König kommt endlich ein roter Faden in den Film. Ab jetzt wird stringend und nicht mehr so epsiodenhaft erzählt.
Die Konflikte und Rahmenbedingungen bei der Zusammenarbeit mit dem König sind teilweise auch recht spannend dargestellt.
Interessanterweise wird der König nicht als Verrückter dargestellt, sondern einfach als großer Opern- und Wagner-Fan.

.

DVD 3:
Wagner in Bayreuth, seine letzten Lebensjahre

Hier gibt der Film u.a. einen liebenswerten Einblick in die Arbeit bei der Inszenierung der ersten Oper in Bayreuth. Burton passt jetzt vom Alter und vom Aussehen her auch am besten zur Rolle.

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Was mir fehlt:
Über den Film wurde damals viel berichtet. Vielleicht können die Herausgeber der Box bei einer zweiten Auflage noch ein paar Extras hinzufügen? Fernsehberichte, Schauspieler-Interviews u.ä.

Überhaupt wären ein paar Anmerkungen nicht schlecht, die einem helfen, den Film besser zu verstehen (siehe DVD 1).
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4.0 von 5 Sternen Etliche Unzulänglichkeiten, aber Wagner-Fans kommen hier nicht drum rum., 21. Oktober 2014
Von 
Peter Mueller (Raetia) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner - Das Leben und Werk Richard Wagners [3 DVD Box] (DVD)
Oft gehört, eigentlich nie dran geglaubt, der Spruch der Zu-kurzgekommenen: “wir leben in einer Ellbogengesellschaft“. Wenn, dann ist die entscheidende anatomische Voraussetzung heutzutage nicht der Ellbogen, sondern das Sitzfleisch. Meines scheint in der rechten Form zu sein, die knapp acht Stunden vor sich hindämmernde “Wagner“-Filmbiographie von Tony Palmer hab ich in zwei Sitzungen hinter mich gebracht, anlässlich der neuen deutschen Synchronisation, die ja nur gut zwanzig Jahre auf sich hat warten lassen und obendrein völlig missglückt ist, aber was tut man sich nicht alles an. Die Unzulänglichkeiten dieser umständlichen Lebenserzählung aufzuzählen spare ich mir, der Versuch, Richard Wagner als ziemlichen Unmenschen darzustellen misslingt, und sei es nur, weil die permanent eingesetzte und von George Solti schön krawallig inszenierte Musik im Hintergrund so herrlich tönt, dass sie alle Gemeinheiten und Eitelkeiten des Komponisten akustisch übertünchen. Alles da, was man sich wünscht, der Tristan-Akkord, der Einzug der Gäste aus dem Tannhäuser, schimmerndes Lohengrin-Gralsmotiv, Walküren-Ritt (dieser allerdings völlig deplatziert während einer feinen Abendgesellschaft, hä?), Siegrieds Trauermarsch, und so weiter.

Somit ergibt sich wohl der beste Film-Soundtrack aller Zeiten, was für Leute, die Wagner ohne Gesang wünschen, prädestiniert scheint. Ein eher mittelprächtiger, aber immerhin schön kostümierter und bebilderter Film ist halt auch noch dabei.
Warum gibt es eigentlich keine halbwegs vorzeigbaren deutschen Filmversuche über Wagner, Bach, Beethoven, Strauss, ect?
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wagner - Das Leben und Werk Richard Wagners, 29. April 2013
Von 
Poldis Hörspielseite - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Wagner - Das Leben und Werk Richard Wagners [3 DVD Box] (DVD)
Ganze acht Stunden dauert die verfilmte Biographie von Richard Wagner, einem der bedeutendsten Komponisten. Und obwohl sie schon 1982 entstanden ist, kann diese nun erstmals käuflich mit deutscher Tonspur erworben werden. Dabei ist gerade die Tonqualität sehr gelungen, was bei einem Werk über einen Musiker natürlich existentiell ist. Die verschiedenen Stücke, die oft seinen Opern entstammen, kommen sehr gut zur Geltung, sei es zur Untermalung oder auch zur Steigerung von Atmosphäre und Dramatik. Die Bildqualität ist dabei nicht immer so gut, was sicherlich auf das Alter der Aufnahmen zurückzuführen ist. Als Extra liegt dieser Veröffentlichung ein Booklet bei, das so einiges Wissenswertes über den Film bereithält.

Erzählt wird aus vielen Stationen seines ganzes Lebens, angefangen 1848, Wagner ist dort im Alter von 35 Jahren und hat schon einiges geschaffen. Schnell erschließt sich jedoch, was für ein Mensch er war, welche Werte und Vorstellungen er hat. Dies wird im Folgenden immer wieder auf die Probe gestellt, die allumfassende Erzählung seines Lebens zeigt eine intensive Charakterentwicklung und – verfestigung, wie sie trefflicher kaum sein könnte. Und darum werden auch die politischen Umstände immer wieder herangezogen, die eine so starke Wirkung auf das Leben Wagners hatten. Das ist gut aufbereitet, schlüssig und sinnvoll erzählt, bei einer so langen Laufzeit lässt es sich aber kaum vermeiden, dass sich auch langwierige, nicht ganz so zugängliche Passagen einschleichen. Dann zieht sich der Film doch, gerade wenn einiger dieser Szenen aneinandergereiht sind. Man muss sich (logischerweise) viel Zeit hierfür nehmen, wird dann aber mit einer meist interessanten und gut erzählten Biographie belohnt, die viel Zeitgeist und Geschichte vermittelt.

Grandios ist die Besetzung des Ganzen, zahlreiche namhafte Schauspieler geben alles, um ihre Figuren authentisch, glaubhaft und intensiv wirken zu lassen. Allen voran natürlich Richard Burton in der Hauptrolle, der sehr eindrucksvoll die kleinsten Gemütsregungen deutlich machen kann und dem Zuschauer so einen sehr ausführlichen Einblick in die Gefühlswelt des Komponisten erlaubt. Besonders, wenn er ein wenig anhebt, Wut oder Ärger darstellt, offenbart er vieles. Die Synchronisation ist gut gelungen, die Stimmen passen gut zu den jeweiligen Schauspielern und wirken nicht aufgesetzt.

Keine leichte Kost, eben kein Popcornkino, dafür eine interessante aufbereitete Biographie des Komponisten, der viele Nebenschauplätze aufmacht und so auch geschichtliches Wissen vermittelt, manchmal aber auch ein wenig hätte gestrafft werden können.
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