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Die Auswahl an Deathcore Bands ist mittlerweile enorm, die ungeteilte Aufmerksamkeit bekommen allerdings nur Bands die bei großen Labels sind, z.B. Despised Icon, All Shall Perish oder Suicide Silence. Einige davon sind recht gut, bei anderen kann ich es überhaupt nicht verstehen. Junge Newcomer-Bands tun sich in diesem Genré allerdings sehr schwer, da der Trend auch wieder langsam zurückgeht. Dennoch gibt es hin und wieder Bands die es durchaus verdient hätten.
Whitechapel sind so Kandidaten, mit ihrer Mischung aus brutalem Death Metal und Hardcore erfinden sie das Rad zwar nicht neu, liefern aber ein besseres Debut als bekanntere Kollegen ab, in diesem Zusammenhang möchte ich nochmal auf Suicide Silence zurückkommen.
Schon nach dem spannenden aber kurzen Intro, ertönt mit dem Titelsong einer der wahrscheinlich besten Songs im ganzen Genre. Hier wechseln Breakdowns mit Hardcore-Gang-Shouts und Death Metal Riffs die alles wegballern. Schon nach wenigen Momenten merkt man, diese Band orientiert sich mehr an Bands wie Kataklysm, Monstrosity oder Prostitute Disfigurement. Schnell, rhythmisch, brutal aber trotzdem eingängig. Auch bei den folgenden Songs wird deutlich, und teilweise gibt’s auch richtig groovende Songs wo einem dann direkt Six Feet Under in den Kopf kommen.
Dies stellt man allerdings erst nach dem zweiten Durchlauf fest, nach dem ersten Durchlauf dachte ich auch nur an primitiven Deathcore wie er zu hunderte produziert wird, aber wenn man konzentriert hinhorcht wird man eines besseren belehrt. Neben typischem Death Metal und Hardcore/Metalcore hört man ab und zu auch eine Prise Grindcore, und genau das will ich hören. Die Produktion ist nicht superglatt wie bei den Kollegen, aber ordentlich druckvoll und sauber, durchaus erträglich. Auch dass Songwriting hat seine Höhen, zwar singt die Band hauptsächlich über Gore, Tod und diese Geschichten, aber bringt dies verbunden mit der Musik besser rüber als manch andere.
Wer von dem Konzept von Waking The Cadaver begeistert war, aber enttäuscht als er es dann hörte, der wird mit diesem Herrschaften möglicherweise seinen Spass finden.
Für mich zählen Whitechapel jedoch jetzt schon mit The Black Dahlia Murder, Killwhitneydead und Salt The Wound zu den zukünftigen Vorreitern dieses Genrés.
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am 16. Januar 2014
Also das Debüt der 6 Jungs aus Tennessee ist wie schon geschrieben ein wahrer Dampfhammer!
Jeder Song hat ordentlich Druck und lässt kaum ein Stein auf den anderen!
Die Stimme geht über abgrundtief brutalen Growls zu absolut göttlichen Screams die einen erschauern lassen.
Und wer die Jungs schon mal live gesehen hat weiß das hier auch nix im nachhinein bearbeitet wurde ;-)!
Die Musikstil geht über Modern Death Metal zum Deathcore mit einem halt beim Deathgrind.
Ich denke wer auf die Erstwerke von Suicide Silence und All Shall Perish steht wird mit dieser Scheibe sicherlich nix verkehrt machen!
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. Oktober 2007
Whitechapel, da war doch mal was...
Ach ja, das war ja der Londoner Distrikt, in dem ein Mann namens "Jack The Ripper" sein Unwesen trieb. Nun, wenn sich eine Band einen solchen Namen gibt, deutet das schon etwas in die Richtung, in welche die musikalische Reise geht: In ziemlich grobe Gefilde. Und hier stimmt dieser Fingerzeig genauestens! Whitechapel machen Death Metal. Nein, nicht den schmusigen Death der Göteborger Schule, sondern richtig bösen Death Metal. Brutal, massiv, walzend.
In den Promoinfos war die Rede von Vergleichsbands wie Devourment, Impaled und Aborted, was ich allerdings nur teilweise nachvollziehen kann. Für Impaled fehlt das Augenzwinkern, für Devourment die Unzugänglichkeit und auch Aborted passt da nur teilweise. Nein, erste musikalische Referenz wäre für mich Kataklysm mit einem kleinen Schuss Devourment (im Gitarrenbereich). Und das daraus resultierende Produkt kann sich durchaus hören lassen!
Geschickt werden die monolithischen Riffs in Songstrukturen untergebracht, die trotz aller Brutalität nie unzugänglich werden. Mal wird in hohem Tempo gebolzt, mal wird der Fuß vom Gaspedal genommen und der Hörer schier niedergewalzt. Die Songs erzeugen eine bedrückende, bösartige Stimmung, ohne eintönig zu werden. Abwechslung ist also durchweg gegeben, was gerade bei Musik in diesen Härtegraden nicht selbstverständlich ist. Das ist vor allem auf das Songwriting zurückzuführen, das für eine Band, die erst 2006 gegründet wurde, erstaunlich erwachsen wirkt.
An den Instrumenten kann man den sechs Jungs aus Knoxville auch nichts vorwerfen; gerade die Arbeit der drei (!) Gitarristen ist vortrefflich gelungen. Hier reiht sich auch das vorzügliche Bassspiel problemlos ein, das den Songs auch mehr Tiefe verleiht. Die Stimme von Frontmann Phil Bozeman wechselt zwischen Low End Gegrowle und giftigem Kreischen, was wieder an Kataklysm erinnert. Und die Drums kommen durchaus gefällig rüber, auch wenn zu erwähnten Kataklysm noch eine Stufe fehlt. Die Produktion ist an sich recht gelungen, bei aller Heavyness artet die Musik nie in einen Soundbrei aus. Vielleicht ein wenig zu bassbetont, das klingt für meine Ohren manchmal etwas übertrieben.
Wofür es allerdings Minuspunkte gibt, ist die arg karge Spielzeit von nicht mal 32 Minuten, sorry, da erwarte ich definitiv mehr.
Insgesamt eine recht heftige, wenn auch sehr kurze Abrissbirne, die durchaus weiterempfohlen werden kann. Vier Sterne sind drin, wenn auch nur ganz knapp...
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