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Kundenrezensionen

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am 3. Januar 2005
Schön zu sehen, dass REPLAY endlich wieder auf Deutsch erhältlich ist - dieses Buch ist nämlich meiner Ansicht nach ein regelrechter Klassiker und völlig zurecht ein Meilenstein unter den SF-Romanen. Mich wundert es daher nicht, dass dieses Buch seit seinem Erscheinen einen ziemlichen Kult losgetreten hat und immer noch viel diskutiert wird.
Die Hintergrundstory ist sehr schnelle rzählt: der Protagonist stirbt im ersten Satz auf der ersten Seite - und wacht sofort wieder 25 Jahre in seiner vergangenheit auf, mit der kompletten Erinnerung an alles, was ihm passiert ist.
Er hat also die Gelegenheit, sein Leben noch einmal zu leben und jetzt alles besser zu machen.
Diese simple Ausgangsposition hat sich sicherlich jeder schon mal durch den Kopf gehen lassen, in der Art von "Was würde ich selbst anders machen, wenn ich jetzt nochmal zurückgehen könnte".
Nun, dieses Buch gibt einige sehr interessante Denkanstöße. Es ist nicht nur eine spannende utopische Geschichte, sondern meiner Ansicht nach auch eine interessante philosophische Abhandlung über den Sinn des Lebens, die Suche nach dem Glück und die Akzeptanz eigener Entscheidungen.
Alles in allem: ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch - eine spannende Lektüre und faszinierender Denkanstoß in einem!
Ein Wort der Warnung: man sollte vor dem ersten Lesen NICHT das Vorwort zur deutschen Ausgabe lesen! Hier wird sehr viel von der Geschichte vorweggenommen - also Vorsicht und es in aller Ruhe als Nachwort lesen!
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am 26. August 2005
Mir fallen im Grund nicht die richtigen Worte ein, um dieses Buch zu beschreiben. Es ist das Beste, welches ich bisher ich gelesen habe und diese Zahl bewegt sich bei ein paar zighundert Büchern.
Die Story des sich immer wiederholenden Lebens klingt erstmal ein bisschen „naja, was soll da schon kommen". Jeff Winston ist in eine Zeitschleife geraten und beginnt sein Leben ständig neu in seiner Collegezeit. „Täglich grüßt das Murmeltier" auf fast ein ganzes Leben hochgerechnet...
Und so gerät man als Leser in den Sog dieser Geschichte, die so unglaublich präsent geschrieben ist, mit so einer Kraft und Leidenschaft, dass ich heute noch das Gefühl habe, Jeff gibt es tatsächlich. Mit jedem „Leben" das man mit Jeff erlebt, fragt man sich, wie soll das nur weitergehen?
Ken Grimwood hat ein Meisterstück vollbracht und mit jedem neuen Leben, neue unglaubliche Wendungen hinzugefügt, die einem fast den Atem nehmen. Jeff Winston kann sich an alles in all'seinen Leben erinnern und der Leser auch und so nimmt man immer ein Stück Wahrheit und Weisheit mit und erlebt, wie Jeff seine immer neuen Leben versucht, besser als das vorherige zu leben.
Die Erkenntnis, dass dies nicht geht und das man stets ein Mensch mit Fehlern bleibt, ist nur eine der vielen Dinge, die man aus diesem Buch mitnimmt.
Die Geschichte nimmt völlig unerwartete Wege, schlägt einen perfekten Spannungsbogen bis hin zu seinem sehr geschickten, gefühlvollen Ende.
Ich werde das Buch noch sehr oft lesen, weil ich mir sicher bin, bei jedem „neuen" Lesen, eine „neue" Erkenntnis mitzunehmen.
Gerne würde ich hier 10 Sterne vergeben!!
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am 17. September 2007
Nein, aber ein kluges Buch über das Leben! Der Wunsch, sein Leben wiederholen zu können um all die Fehler zu vermeiden, die man gemacht hat, ist vermutlich so alt wie die Menschheit. Jeff Winston hat diese Chance. Er durchlebt einen großen Teil seines Lebens immer wieder. Aber bald merkt er, dass er in den verschiedenen Varianten, in denen er sein Leben gestaltet, er immer neue Fehler macht. Das perfekte Leben ist offensichtlich eine Illusion.
Ken Grimwood hat einen bewegenden Roman geschaffen, der erfolgreich die schlimmsten Klischees umgeht. Denkt man an das Thema Zeitschleife, kommt einem sofort das Murmeltier in den Sinn, welches täglich grüßt. Das vorliegende Buch unterscheidet sich aber deutlich von der Murmeltier Geschichte. Es ist keine Komödie und vor allem hat es eine deutlich tiefergehende Botschaft.
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am 7. April 2006
Obwohl es so aussieht, der Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" entstand erst lange nach dem Buch. Ausser der Zeitschleife haben diese beiden auch nicht wirklich viel gemein.
Ken Grimwood legt hier ein Buch vor das mich wirklich zum Nachdenken gebracht hat.
Story:
Der Journalist Jeff Winston stirbt eines schönen Tages überraschend an einem Herzinfarkt. Er ist zu diesem Zeitpunkt 43 Jahre alt. Viel überraschender für ihn ist jedoch die Tatsache dass er Sekunden später im Alter von 18 Jahren an exakt der Stelle das Bewußtsein wiedererlangt wo er sich zu diesem Zeitpunkt aufhielt. Eine zweite Chance ? Er braucht eine Weile um festzustellen dass dies kein makabrer Scherz ist, er ist wirklich wieder 18 und kann sein Leben erneut leben. Mit Hilfe seines Gedächtnisses gelingt es ihm auch aus dieser neuen, für ihn alten, Zukunft etwas wirklich Spektakuläres zu machen, dummerweise stirbt er exakt am gleichen Tag zur gleichen Zeit an dem gleichen Herzinfarkt, um Sekunden später wieder aufzuwachen.........
Fazit: Das Buch beginnt leise. Es liest sich wie ein Roman der eine Person in einer Zeitschleife beschreibt. Doch das Leben des Jeff Winstin gewinnt mehr und mehr neue Züge. Mit jeder Reinkarnation werden seine Motive, Wünsche, Ziele, Ansichten ein kleines bischen oder auch radikal verändert. Und jedes Mal fragt sich der Leser welche teilweise philosophischen Ansichten er diesmal gewinnt. Man wird förmlich in einen Bann aus Mitleid und Neid gezogen, es diesem Jeff Winston wenigstens teilweise nachtun zu können, auch wenn die Frage bleibt ob das wirklich erstrebenswert wäre.
Auf jeden Fall sehr gut geschrieben und zum Nachdenken anregend.
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am 26. Januar 2005
ich hab das buch mehr oder weniger zufällig im buchladen gefunden und war von der kleinen inhaltsangabe auf der rückseite gleich fasziniert, die jedoch in keinem verhältnis zum inhalt des buches steht. denn der ist nämlich das fesselndste und interessanteste, was ich je gelesen habe - und ich lese wirklich sehr viel. den gedanken, dass man sein leben nochmals lebt und vieles besser oder anders machen würde, hat sicher schon jeder gehabt. wie soetwas ausgehen könnte, schildert dieses buch anhand eine mannes, der sein leben mehrmals wiederholt. dabei benützt er sein wissen der zukünftigen ereignisse. dass darin vermehrt daten aus der amerikanischen geschichte und der dortigen sportereignisse (nba, nfl und diverse pferderennen sind bei uns nicht so bekannt) herangezogen werden, ist zwar etwas schade, aber nicht wirklich schlimm. die politischen ereignisse sind aber hinlänglich bekannt (kennedy mord, martin luther king, nixon usw.) etwa zur hälfte der geschichte nimmt diese dann eine wendung, die bei mir ein "wow" entlockte. dann wird es richtig schön und man wünscht sich, dass alles gut ausgeht.... mehr will ich hier nicht mehr verraten :-))))
alles in allem ein SEHR tolles buch, dass man gelesen haben sollte, denn es regt an, selber über seine eigene vergangeheit nachzudenken, ob man alles richtig gemacht hat oder dinge hätte lassen sollen (ich für meinen teil finde, dass alles ok war wie es war)
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am 17. Juli 2007
Zurueckgeworfen sein in eine fruehere Zeit, in sein frueheres Leben, und dabei seine gesammelte Lebenserfahrung mitnehmen - das ist ein reizvolles Thema. Schliesslich zeichnet es den Menschen aus, sein Leben vorausschauend planen und vergangene Ereignisse beurteilen zu koennen. Begangene Fehler restlos auszubuegeln, wer wunscht sich das nicht gelegentlich?

Der Autor erlaubt der Hauptperson des Romans genau dies. Aufgrund einer Zeitschleife, deren Ursache unbekannt ist, durchlebt Jeff Winston, Radioreporter im mittleren Alter, einen Abschnitt seines Lebens erneut und erhaelt somit die Gelegenheit, sein Leben alternativ zu gestalten - und das mehrfach. Von den verschiedenen Moeglichkeiten macht er dann auch exzessiv Gebrauch.

Man sollte sich darueber klar sein, dass dieses Buch kein Science Fiction-Roman ist. Vielmehr handelt es sich um eine Geschichte der Selbstfindung, in der die tief menschliche Fragen gestellt wird: Was ist mir in meinem Leben wichtig? Die Zeitschleife setzt nur den Rahmen fuer eine Welt, in der diese Frage unausweichlich ist. Dabei ist es aeusserst spannend, Jeff bei seinen Wegen durch die Realitaeten zu begleiten. Der fehlende "Science"-Aspekt ist allerdings bedauerlich. Als Leser hatte ich mir mehr Erklaerungen (oder zumindest offen gestellte Fragen) zum Phaenomen der Zeitreise erhofft. Was verursacht die Zeitschleife? Warum veraendert sie sich? Warum ist gerade Jeff betroffen? Einige kurze Anspielungen auf Zeitreise-Paradoxien werden leider nicht vertieft.

Irritierend empfand ich zeitweise den wechselnden Erzaehlstil des Autors - meist recht gefaellig zu lesen, dann z.B. aeusserst vulgaer. Ich hatte den Eindruck, das Buch waere von mehreren Autoren geschrieben. Weiterhin ist die zweite Hauptfigur, Pamela Phillips, recht flach charakterisiert. Sie scheint die meiste Zeit eine weibliche Kopie von Jeff zu sein und tritt nur am Anfang und am Ende des Romans als eigenstaendige Person auf. Ihr Verhalten in der letzten (nennenswerten) Wiederholung der Zeitschleife ist dabei inkonsistent und ziemlich absurd.

Dennoch ist der Roman sehr empfehlenswert (sofern man keine echte Science Fiction erwartet). Man fiebert mit der Hauptfigur, ueberlegt, was man selbst in einer vergleichbaren Situation tun wuerde, und erwartet mit Spannung die naechste Wiederholung der Zeitschleife. Es gibt eine Reihe von interessanten Wendungen und man ertappt sich als Leser beim Nachsinnen ueber genau jene Lebensfragen, denen Jeff Winston sich konfrontiert sieht. Besonders empfehlenswert fuer alle die sich der Midlife Crisis naehern ;-)
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am 21. Juni 2006
Im Jahr 1988 stirbt der Radiojournalist Jeff Winston völlig überraschend bei der Arbeit an Herzversagen. Er bricht einfach in seinem Büro zusammen. Kurze Zeit später kommt er allerdings wieder zu sich und stellt mit Überraschung fest, daß er sich im Jahr 1963 befindet und sein Leben erneut durchlebt. Mit dem Wissen seines letzten Lebens versucht er Dinge, die seiner Meinung nach schief gelaufen sind zu verändern. Als erstes versucht er schnell an viel Geld zu kommen. Mit seinem Wissen über den geschichtlichen Verlauf, gelingt ihm dies mit mehreren Sport-Wetten. Er wird zu einem sehr reichen Mann und hat alles was man sich nur vorstellen kann. Allerdings stirbt er im Jahr 1988 erneut und kommt wieder im Jahr 1963 zu sich und fragt sich was er falsch gemacht hat und was der Sinn seiner Wiedergeburt ist. Besonders schmerzhaft für ihn ist, daß die Frau mit der er im vorhergehenden Leben eine Ehe geführt und Kinder hatte, sich nicht an ihn erinnert.

Er beginnt sich verschiedene Fragen zu stellen: Ändert sich etwas, wenn er den Tod Kennedys verhindert? Oder die Bevölkerung vor großen Katastrophen warnt...

In seinem ersten Leben versucht sich Jeff noch banale Wünsche zu erfüllen. Je öfter er allerdings wiedergeboren wird, umso mehr treten diese Dinge in den Hintergrund. Er versucht andere Wiederholer zu finden und den Sinn der Wiedergeburten zu ergründen.

Der Autor Ken Grimwood beschreibt äußerst spannend die verschiedenen Leben von Jeff Winston. Obwohl es Parallelen zu "Täglich grüßt das Murmeltier" zu geben scheint, so ist der Verlauf und der Sinn der Geschichte ein völlig anderer. Also keine Langeweile.

Anzumerken ist, daß der Autor auch recht jung an einem Herzinfarkt gestorben ist und auch Radiojournalist war. Es gibt weitere Ähnlichkeiten, die in einem Vorwort von John Grant beschrieben werden. Es bleibt dem Leser überlassen, sich Gedanken darüber zu machen...
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am 7. Februar 2007
Zu Hause habe ich ein Regal mit den Büchern, die für mich persönlich herausragen aus der Masse der vielen, vielen Bücher, die ich gelesen habe. Replay habe ich gerade gelesen und dazugestellt.

Bei Replay geht es um das bekannte Thema, dass ein Mensch in seine eigene Vergangenheit zurückgeschleudert wird und von einem bestimmten Zeitpunkt an noch einmal lebt. Die Hauptperson von Replay stirbt als Mittvierziger und wacht als Student wieder auf. Er kann sein Leben neu leben und gestalten (witzig ist, dass er immer wieder auf Frauen trifft, mit denen er in vergangenen Runden verheiratet war und diese neu kennen lernt, wobei sich nicht immer wieder etwas ergibt).

Während er in der ersten Reinkarnation noch alles daran setzt reich zu werden (geht einfach über Sportwetten und Aktienhandel), verlagern sich die Schwerpunkte in weiteren seiner Existenzen auf persönliche Weiterentwicklung. Der Autor scheint sich in die Problematik hineingedacht zu haben, denn der Charakter reift auch als Romanfigur sichtlich und kommt zu tieferen Einsichten als es am Anfang des Buches der Fall war.

Der Autor gestaltet das Thema perfekt aus und schafft es die Balance zu halten zwischen Unterhaltung des Lesers und der logischen Weiterentwicklung der Geschichte. Gegen Ende wird das Buch sehr philosophisch, wobei mir die Endsequenz auch sehr gut gefällt.

Ich würde das Buch jedem empfehlen, der gerne liest - die Einreihung in das Genre "Science Fiction" halte ich für unglücklich, Replay ist einfach ein guter Roman.
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am 28. November 2006
Ken Greenwood vermengt tolle Ideen zu einem Buch, das in keiner Sekunde Langeweile aufkommen lässt, und mit überraschenden Wendungen und spannendem Stil den Leser zum High-speed-lesen eines Hochgeschwindigkeitsromanes treibt.

Jeff Winston stirbt zu Beginn des Buches im Jahre 1988 an Herzinfarkt, während er mit seiner Frau telefoniert - und lässt die Ruinen einer nicht funktionierenden Ehe und eines wenig ambitionierten Arbeitslebens hinter sich. Allerdings geschieht etwas im Augenblick seines Todes, was ihn ziemlich aus der Bahn wirft - er kommt als Teenager an der Highschool wieder zu sich - im Jahr 1963 - und ist dazu bestimmt, sein Leben zu wiederholen.

Der feine Unterschied ist natürlich, dass er diesmal weiß, was ihn erwartet, und er nutzt seine Kenntnisse, um zunächst mit Sportwetten, später mittels Spekulation ein Vermögen zu machen. Er beginnt zunächst eine oberflächliche, jedoch sexuell sehr aktive Beziehung und ergibt sich dem High-Life. Er versucht mit der Geschichte zu experimentieren, und gibt Hinweise auf den Mörder von JFK - Kennedy wird dennoch ermordet, und der Mord jemand Anderen untergeschoben. Jahre später heiratet er eine andere Frau, mit der er, zum ersten Mal in seinen Leben, ein Kind bekommt. Jeff ist überglücklich und genießt die Zeit mit seiner Tochter Gretchen, jedoch kommt bald, am selben Tag wie beim ersten Mal, wieder ein Herzinfarkt und Jeff muss wieder von vorne, bei Null beginnen.

Ken Greenwood lässt seinen Protagonisten unzählige weitere Leben durchlaufen, jedes geprägt von meist völlig unterschiedlichen Entscheidungen und Verläufen - etwa die Heirat Jeffs und seiner Jugendliebe Judy mit einem 'normalen, bürgerlichen' Leben, im nächsten Leben selbstzerstörerische, ausschweifende Drogen- und Gruppensexorgien, da Jeff keinen Sinn in den Wiederholungen mehr sieht - bis ein Flugzeugabsturz, den er nur knapp überlebt, einen Sinneswandel bei ihm bewirkt.

Jeff beginnt, seine extra Lebensdauer gezielter zu nutzen - und nach anderen 'Wiederholern' zu suchen ... und schließlich findet er eine - Pamela, die Liebe seiner Leben...

Kurz gefasst habe ich hier nur etwa das erste Drittel des Buches, in dem also wirklich viel passiert - der Aufbau des Buches ist episodenhaft und so ist es dem Autor möglich, auf gut 400 Seiten mehrere Hundert Jahre passieren zu lassen, ohne Längen aufkommen zu lassen.

Gut gelungen die Mischung aus Handlung und innerem Monolog, die gelegentlichen Perspektivenwechsel zwischen Pamela und Jeff beim Einstig in ein neues Leben, die nie in Geschwafel ausufernden philosophischen Ansätze, die vom Leser beliebig weitergesponnen werden können. 'Replay' ist neben 'Hyperion' eines der besten Bücher in der Heyne-SciFi-Reihe, und weil es eben nicht 'Hard-SciFi' ist, perfekt für jedermann als Unterhaltung mit Tiefgang auf langen Zugfahrten / Flügen / was auch immer geeignet.
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am 1. April 2010
Wie würde man wohl reagieren, wenn man schon 4 Jahrzehnte gelebt hat, plötzlich verfrüht stirbt und wieder in seiner alten Studentenbude aufwacht, mit dem Wissen, welchen Weg die Menschheit in den nächsten 25 Jahren einschlägt?

Genau in dieses unglaubliche Szenario wirft es den Journalisten Jeff Winston.
Dieser stirbt im Oktober 1988 in seinem Büro und erwacht im Jahre 1963 in seinem jüngeren Körper. Erst irritiert, bald aber davon überzeugt, eine zweite Chance bekommen zu haben, nutzt er seine Kenntnisse, um sein Leben in bessere Bahnen zu lenken. Neben den positiven Seiten (Reichtum, Jugend und schöne Frauen), muss Jeff jedoch bald einsehen, das seine "Macht" auch Grenzen hat und das all sein Wissen ihn vor Verlusten nicht zu schützen vermag. Und es wird sogar noch absurder. Nach seinem "zweitem Leben" stirbt Jeff wieder 1988 und kommt erneut als 18jähriger zu sich.

Von der Bezeichnung "Meisterwerk der Science-Fiction" sollte man sich bei "Replay" keinesfalls in die Irre führen lassen. Das einzige Element dieses Genre ist die ungewollte Zeitreise des Protagonisten. Auch darf man nicht erwarten, am Ende der Geschichte eine alles erklärende Lösung zu erhalten. Ken Grimwood legte sein Augenmerk viel mehr auf die Entwicklung seiner Hauptfigur und auf die Fragen, die sie sich in ihrer geschenkten Zeit stellt.

Was Jeff Winston in seinen Leben alles ausprobiert, hätte gar nicht beeindruckender, vom leider schon verstorbenem Autor, ausgemalt werden können. Von Drogen- und anderen Exzessen, Reisen in aller Herren Länder, die Zuneigung zu mehreren Partnerinnen oder der Versuch ins Weltgeschehen einzugreifen, bietet Grimwood ein Spektrum an Möglichkeiten, wie man seine Lebenszeit nutzen könnte, welche die meisten Menschen wohl nicht mal ansatzweise wagen würden, geschweige denn finanzieren könnten. Und genau das macht dieses Gedankenspiel so unglaublich interessant. Besonders die Frage, ob man mit diesem Wissen und diesem Erfahrungsschatz am Ende seines Lebens, die Zeit bestmöglich nutzte und ob man damit insgesamt glücklicher wäre.

Unter den Zeitreise- und Parallelweltromanen suche ich überwiegend jene, in denen man mit schon vorhandenem Wissen, seine eigene (Um-)Welt, durch Veränderungen der Vergangenheit positiv beeinflussen kann. Und "Replay" ist, in dieser Hinsicht, der bis jetzt mit Abstand konsequenteste und beeindruckendste Roman der mir unter gekommen ist.
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