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60 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fortsetzung von Die Chirurgin
Ein Jahr nach der Ergreifung des Serienmörders Warren Hoyt leidet Detective Jane Rizzoli vom Boston P.D. noch immer unter Albträumen. Nach außen, besonders gegenüber den ausnahmslos männlichen Kollegen, gibt sie sich hart wie eh und je, an die physischen Verletzungen erinnern nur noch Narben, aber ihre Psyche hat sich noch nicht erholt. Da wird...
Am 4. März 2004 veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine wahre Heldin am Rande des Nervenzusammenbruchs
Dies war mein erstes Buch der Autorin Tess Gerritsen. Und so ganz überzeugt bin ich nicht.
Einiges ist leider Effekthascherei: zu stark aufgetragen die Schilderungen von Autopsien und nekrophilen Psychopathen. Manchmal wird die Ekelgrenze gestreift, aber richtige Spannung, die ich von einem guten Krimi erwarte, wird selten erzeugt. Immerhin liest sich der Roman...
Veröffentlicht am 23. Juli 2007 von Horst Werner


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60 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fortsetzung von Die Chirurgin, 4. März 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Meister: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein Jahr nach der Ergreifung des Serienmörders Warren Hoyt leidet Detective Jane Rizzoli vom Boston P.D. noch immer unter Albträumen. Nach außen, besonders gegenüber den ausnahmslos männlichen Kollegen, gibt sie sich hart wie eh und je, an die physischen Verletzungen erinnern nur noch Narben, aber ihre Psyche hat sich noch nicht erholt. Da wird sie von einem Beamten aus der Vorstadt zu einem Fall hinzugezogen, der Parallelen zu den damaligen Verbrechen aufweist. Ein Ehepaar wurde in seinem Haus überfallen, der Mann wurde ermordet, von der Frau fehlt jede Spur. Aber im Schlafzimmer findet sich ihr sauber zusammengefaltetes Nachthemd.
Die Rekonstruktion des Tatorts ergibt, dass die Frau vor den Augen des gefesselten Mannes vergewaltigt wurde, und der Täter ihm anschließend die Kehle durchgeschnitten hat. Einige Tage später wird die Leiche der Ehefrau entdeckt, und der FBI-Beamte Gabriel Dean erscheint auf der Bildfläche. Rizzoli ist davon wenig begeistert, nährt es doch in ihr wieder das Gefühl, dass man ihr als Frau keine wichtige Ermittlung zutraut. Noch dazu scheint Dean mehr über den Fall zu wissen, als er preisgibt.
Als Hoyt die Flucht aus der Haft gelingt, beginnt Janes sorgsam aufrechterhaltene Fassade der Powerfrau zu bröckeln. Sie fühlt, dass der Psychopath noch eine Rechnung mit ihr begleichen will. Als weitere Morde geschehen, deutet vieles darauf hin, dass der neue Serienmörder sich jetzt mit seinem „Meister" zusammengetan hat - dem Chirurgen. Auch Agent Dean wittert nun die Gefahr für Rizzoli, sein Beschützerinstinkt wird dabei nicht nur aus professioneller Sicht geweckt.
Mit „Der Meister" ist der Autorin eine hervorragende Fortsetzung zu ihrem letzten Bestseller gelungen. Wer schon von „Die Chirurgin" begeistert war und die Figur Rizzoli mochte, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Man erfährt mehr über die toughe Großstadtpolizistin und ihr angeknackstes Innenleben. Auch gewährt Gerritsen dem Leser in eingeschobenen Passagen Einblicke in die Gedankenwelt des Chirurgen.
Zartbesaitete sollten jedoch Abstand nehmen. Die Schriftstellerin ist selbst Medizinerin. Die Leichenbeschau wird eindringlich beschrieben, auch Nekrophilie ist ein Thema. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, dem liefert dieses Buch spannende Unterhaltung.
Janes Unsicherheit und Ängste sind für den Leser fast spürbar. Man fühlt die näher rückende Bedrohung und wünscht sich bei mancher Szene, wie im Kino kurz die Augen schließen zu können. Der Showdown hält, was das Buch verspricht. Dies ist ein Thriller vom Feinsten.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Knallharte, unterkühlte Spannung, 31. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Meister: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mit "Die Chirugin" legt Tess Gerritsen ein kleines Meisterwerk hin. Nun folgt die Fortsetzung, "Der Meister", wobei der deutsche Titel die Sache nicht so gut auf den Punkt bringt wie der englische, dessen wörtliche Übersetzung "Der Lehrling" gewesen wäre.
Von den drei Hauptfiguren aus "Die Chirugin" ist lediglich Rizzoli übriggeblieben. Moore taucht zwar noch auf, bleibt aber doch bei der eigentlichen Handlung außen vor. Die dreht sich in diesem Fall um einen Serienkiller, der bevorzugt Paare überfällt, den Mann gefesslt bei der Vergewaltigung der Frau zusehen lässt und später tötet, die Frau entführt er anschließend. All dies hört sich für den unbedarften Leser ziemlich brutal an, und genauso wird es auch im Buch dargestellt. Diese Härte, die bei "Die Chirugin" an einigen Stellen etwas zuviel des Guten war, passt in diesem Fall genau zum Buch.
Denn die Grundstimmung von "Der Meister" ist insgesamt gesehen kühler, unpersönlicher, als im Vorgänger. Schon allein die Tatsache, dass die Figuren alle immer mit ihrem Nachnamen genannt werden, trägt dazu bei. All dies mag einige, die mit Cordell in "Die Chirugin" mitleiden konnten, etwas vor den Kopf stoßen, aber, wie schon gesagt, es passt einfach in diesem Fall zusammen.
Den einen Stern Abzug gibt es für das Ende des Buches, an dem die Autorin meiner Meinung nach etwas zu dick aufgetragen hat. Ansonsten ist "Der Meister" mit Sicherheit ebenso gut und spannend wie "Die Chirugin", wenn nicht sogar noch einen Tick besser.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hilfe, Gänsehautgarantie! :-o, 28. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Meister (Audio CD)
450 Minuten gelesen von Michael Hansonis - eindrucksvoll und mitreissend.

Sensationell dieser zweite Thriller mit Jane Rizzoli, Nachfolger von * Die Chirurgin *. Tess Gerritsen, selber Medizinerin, schockt wieder mal mit detallierten Beschreibungen über die Opfer, deren Leiden und Tod, die Polizeiarbeit und deren Ermittlungen, nicht zu vergessen die Ausführungen von Dr. Lawrence Zucker als Profiler, die einem den Ekel und das Entsetzen bis in die kleinste Pore pressen. Dieser Thriller ist nichts für schwache Nerven, aber man kann trotz der Fassungslosigkeit nicht aufhören.

Jane Rizzoli wird zu einem Mord im Villenviertel gerufen. Der Arzt Richard Yeager sitzt fixiert mit durchgeschnittener Kehle und einer Teetasse im Schoß im Wohnzimmer. Seine Frau, die schöne Gail, ist verschwunden, aber bei den Ermittlungen zeigt sich, dass Yeager erst der Vergewaltigung seiner Frau zuschauen musste und er dann getötet wurde. Was für ein Albtraum. Aufgrund der vorangegangenen Ermittlungen gegen den * Chirurg *, flammt bei Jane Entsetzen auf. Warren Hoyt, ein bestialischer Frauenmörder, ist allerdings im Hochsicherheitstrakt inhaftiert, aber die Morde tragen seine Handschrift. Irgendwas stimmt nicht.........

Einfach heftig dieser Thriller der Spitzenklasse und eine Empfehlung für die Hartgesottenen! ;o)
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein brillant konzipierter Nachfolger!, 8. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Meister: Roman (Gebundene Ausgabe)
Chronologisch anschließend an ihren überaus erfolgreichen Medizin - Thriller „Die Chirurgin" gelingt der hochtalentierten Autorin Tess Gerritsen auch mit „Der Meister" ein an Spannung und Tiefgang kaum zu übertreffendes Werk. Dabei orientiert sich zwar die Schriftstellerin am Spannungsaufbau des Vorgängers, kreiert allerdings keineswegs eine billige Kopie desselben, sondern vielmehr eine sinnvolle Erweiterung der Thematik um den psychopatischen Frauenmörder, indem sie ein noch grauenhafter, „meisterhafter" mordendes Serienkiller - Pendant einbaut. Diesmal rückt weiterhin die smarte Detective Jane Rizzoli als Hauptprotagonistin in den Vordergrund, deren Innenleben und emanzipatorische Zerrissenheit in der Polizei - Männerwelt Bostons von Gerritsen sehr geschickt beschrieben werden.
Durch das medizinische Fachwissen der Autorin, welche sich früher als praktizierende Internistin auszeichnete, wirkt das Buch extrem authentisch. Man merkt dem Beschriebenen an, dass die Autorin den Menschen -anatomisch betrachtet- sehr genau kennt und weiß, welche Verletzungen zum Tode führen. So wirken die beschriebenen Szenarien sterbender Opfer sehr eindringlich und schockierend zugleich.
Faszinierend schafft es Tess Gerritsen, ihren Roman von der ersten Seite bis zum letzten Satz aufregend zu halten, ohne auch nur eine einzige Länge zu generieren. Daran kann sich wahrlich so mancher Autor ein Beispiel nehmen, denn so perfekt beherrschen wohl nur die Wenigsten, einen Thriller zu verfassen!
Lobens- und erwähnenswert ist auch die sehr gute Übersetzung durch Andreas Jäger gelungen, der auch schon „Die Chirurgin" absolut fehlerfrei und sprachlich elegant vom englischen „The surgeon" ins Deutsche übertrug.
Auch diejenigen, die „Die Chirurgin" noch nicht kennen, werden hier bestens unterhalten, sofern sie stabile Mägen besitzen...
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Thriller � der zweite Fall um Jane Rizzoli, 8. September 2005
Bei einem neuen Fall stößt Detective Jane Rizzoli auf Parallelen zu den Verbrechen des Serienmörders „Der Chirurg". Die grausame Ermordung eines Ehepaars und die Schändung der weiblichen Leiche ruft auch das FBI auf den Plan. Jane sieht sich in ihren Kompetenzen beschränkt, als der Agent Gabriel Dean an ihrer Seite ermittelt. Bald wird klar, dass es sich nicht einfach um einen Nachahmungstäter handelt. Der inhaftierte Massenmörder hat einen Lehrling gefunden. Jane, die sich noch nicht vollständig von ihrer letzten Begegnung mit dem Psychopathen erholt hat, schwebt erneut in höchster Gefahr. Ob ihr selbsternannter Beschützer Gabriel sie diesmal vor Unheil bewahren kann?
Auch mit ihrem zweiten in Boston angesiedelten Thriller verwöhnt die Autorin ihre Leser mit einer spannenden und perfekt aufgebauten Geschichte. Gewohnt blutig und medizinisch fundiert werden die Gräueltaten dem Leser nahe gebracht. Rizzoli ist von einer Nebenfigur zur Protagonistin herangereift. Ihre Charakterisierung schafft den Balanceakt von der couragierten Polizistin zur verängstigten Frau mit jeder Menge Selbstzweifel. Auch diesmal bleibt Raum für eine kleine Romanze. Der smarte FBI-Agent ist nicht nur eine Bereicherung für Jane, sondern auch für den Serienkader. Einige Textabschnitte werden aus Sicht des „Chirurgen" in der Ich-Erzählperspektive wiedergegeben. Die Gedanken des Mörders verursachen dabei Gänsehaut. Wer Gerritsen kennt, weiß, dass mit einem packenden Finale zu rechnen ist. Diesmal hat es die Heldin sogar mit zwei Gegenspielern zu tun.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder auf der Jagd...., 14. August 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Meister: Roman (Gebundene Ausgabe)
ist Detective Jane Rizzoli aus Boston nach dem "Chirurgen". Schon der erste Teil "Der Chirurg" hat mich schlaflose Nächte gekostet. Und das Warten auf den zweiten Teil hat sich mehr als gelohnt. Ich habe das Buch in knapp zwei Tagen verschlungen. Mir kommt "Der Meister" noch spannender und dichter vor. Tess Gerritson hat einenfesselnden Stil und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Wie bei einem guten Thriller ist Gänsehaut vorprogrammiert, und das mehr als einmal.
Jane Rizzoli, inzwischen ist ein Jahr vergangen seitdem sie den Chirurgen gefasst hat, wird mit neuen Morden konfrontiert, die nach genau dem Schema des Inhaftierten ablaufen....nur ein Trittbrettfahrer oder gibt es "Lehrlinge" die ihren "Meister" unterstützen ? Noch immer muss Rizzoli ihr Trauma verarbeiten,das FBI schaltet sich ein und welche Rolle spielt Agent Dean ? Die Spannung steigerte sich für mich ins Unerträgliche und für wahre Fans ist dieses Buch ein Muss...
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen MEISTERHAFT, 3. August 2007
"Der Meister" - Originaltitel: "The Apprentice"(!) - ist die Fortsetzung von Gerritsens Erfolgsroman "Die Chirurgin". Noch immer traumatisiert durch ihre Erlebnisse mit dem beispiellos abartigen, hochintelligenten Mörder Warren Hoyt, den sie unter Einsatz ihres Lebens hinter Gitter brachte, wird die Detektivin Jane Rizzoli ausgerechnet mit den Ermittlungen über einen nekrophilen Nachahmungstäter beauftragt, welcher seine Opfer ähnlich brutal geschändet zurücklässt, wie der "Chirurg" und anscheinend auch sie selbst ins Visier gefasst hat. Ein Albtraum aus der Vergangenheit scheint sich für Jane zu wiederholen. Nebst dessen Verarbeitung und der Jagd auf den neuen Mörder hat Jane als einzige Frau der Mordkommission zudem den aufreibenden Kampf um den Respekt ihrer Kollegen zu führen.
"Der Meister" ist eine gelungene Fortsetzung der "Chirurgin". Ebenso spannend wie das Kernthema ist die Schilderung von Rizzolis psychischer Verfassung, worauf die Autorin hier noch mehr Gewicht legt als in ihrem Roman "Die Chirurgin", wo die Detektivin noch relativ arm an Kontur bleibt. Mit Jane Rizzoli, welche zur Hauptprotagonistin avanciert, zeichnet Gerritsen ein interessantes Psychogramm einer nach aussen hin toughen Kriminalistin, welche - durch Rückschläge und Fehlentscheide getroffen - immer mehr an ihren Instinkten und ihrer Eignung als Polizistin zweifelt, seit der "Chirurg" ihr Leben in den Grundfesten erschüttert hat. Rizzoli ist gleichzeitig Jägerin und Gejagte: der Täter, verhöhnt sie, indem er ungestört seinen perversen Abenteuern frönt und sie mit jeder Leiche aufs Neue mit seinem Psychoterror überzieht sowie ausgeklügelte Fernmanipulationen mit ihr treibt, um sie damit zu einem reifen, verletzlichen Opfer für seine Zwecke vorzubereiten.
Äusserst feinsinnig und nuanciert schildert die Autorin den seelischen Aufruhr und drohenden Zerfall von Rizzolis Selbstsicherheit und die Mechanismen der Zermürbung. Treffend und mit feinster Ironie beschreibt sie auch, wie die Polizistin in ihrem Dauerkampf gegen die Männerherrschaft unbewusst ihren Ruf als kratzbürstige Eiserne Lady festigt, indem sie glaubt, eine Waffe und eine trotzige Haltung sei alles, was sie zum Überleben brauche. Stets darauf bedacht, Stärke zu demonstrieren, die Männer gar zu übertreffen, um ihre Verletzbarkeit zu verbergen und nicht zur Zielscheibe ihrer Streiche zu werden, befürchtet sie schon bei harmlosen Neckereien einen Angriff auf ihre Persönlichkeit - eine fatale Zwangsvorstellung, welche mannigfache Verdrängungen nach sich zieht.

Fazit: Die meisten Fortsetzungsgeschichten fallen klar ab wie Steine in einem tiefen Teich und wiederholen das Erzählmuster des vorangegangenen Romans. Ganz im Gegenteil "Der Meister"! Damit ist Gerritsen ein intelligenter Psychothriller gelungen, welcher, gestützt auf fundiertes psychologisches Fachwissen, den Grund der Seele schürft und auch nicht mit dem üblichen fantasielosen Showdown endet, wie man ihn von Massenkrimis her kennt, sondern punktgenau getroffen ist und mich an Hitchcocks "Psycho" erinnert. Auch Parallelen zum "Schweigen der Lämmer" sind feststellbar. Dazu verleihen intelligente Dialoge dem Roman ohne Längen eine Tiefe, welche ihn entschieden über das Niveau üblicher Thriller hinaus hebt und ihn deshalb für mich noch lesenswerter und spannender macht als sein Vorgänger. Vermutlich ist dies Gerritsens bestes Buch. Sie wirft mit diesem Roman auch die interessante Frage auf, ob Mörder abartig seien, d.h. an emotionaler Fehlfunktion bzw. gestörter Anpassungsfähigkeit litten oder einfach nur ehrlich seien gegenüber den primitiven Einflüsterungen und düsteren Landschaften des Unterbewusstseins, gründend in unseren stammesgeschichtlichen Ursprüngen. Ist Zivilisation bloss die zerbrechliche Schicht über dem dunklen Ozean primitiver Instinkte? Homo sapiens reptilis? Interessant übrigens, mit welcher Subtilität Gerritsen es wie nebenbei schaffte, mir eine Protagonistin nahe zu bringen, die sie glaubwürdig eigentlich als eine Frau skizziert, welche mir zu Beginn nicht unbedingt das Bild einer Sympathieträgerin vermittelte.
So macht Lesen Spass: zurücklehnen, geniessen - und nachdenken!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brutale Fortsetzung, 31. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Meister: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nach ein wenig Wartezeit meldet sich Tess Gerritsen nun mit der Fortsetzung ihres Bestsellers „Die Chirurgin" zurück. Deshalb gleich zu Beginn schon der Ratschlag: „Die Chirurgin" sollte man vor der Lektüre dieses Romans möglichst schon gelesen haben!!
Story: Detective Jane Rizzoli aus Boston hat mittlerweile zwei große Probleme: Problem 1: Sie fühlt sich nach wie vor von ihren männlichen Kollegen nicht respektiert und versucht sich dementsprechend nicht die geringste Schwäche anmerken zu lassen. Sie spielt die Rolle der extrem toughen, unbesiegbaren Polizistin und reißt sich damit selbst in eine problematische Phase hinein. Denn mehr und mehr wächst die Distanz zwischen ihrer Rolle und dem tatsächlichen „Ich", welches schwächer und schwächer wird, welches sich keineswegs so stark fühlt, wie sie sich gibt.
Problem 2: Nach ihrem traumatischen Erlebnis in „Die Chirurgin", in welchem der Serienkiller Warren Hoyt sie beinahe ermordet hätte, leidet sie weiter an den Folgen und fühlt sich unsicher und wie ein Opfer einer Vergewaltigung. Doch um sich ihre Schwäche nicht anmerken zulassen lehnt sie jede psychologische Behandlung ab. Ein Fehler!
Doch neben diesen persönlichen Problemen gibt es einen neuen Massenmörder in der Stadt. Der Mann, der den Spitznamen „Der Dominator" bekommt, überrascht Paare mit jungen attraktiven Frauen nachts im Schlaf, fesselt den Ehemann und zwingt ihn dabei zu zusehen, wie er seine Frau vergewaltigt, tötet anschließend den Ehemann, verschleppt die Frau, vergewaltigt sie immer wieder und bringt sie ebenfalls um. Schon hier werden dem Leser und auch Rizzoli einige Parallelen zu Warren Hoyt deutlich. Plötzlich taucht auch noch Agent Dean vom FBI auf, um die Ermittlungen zu beobachten. Doch was verheimlicht dieser Mann?
Noch dramatischer wird das Geschehen, als Hoyt durch einen Trick aus dem Gefängnis entkommen kann. Schnell scheint er seinen gedanklichen „Bruder", den „Dominator" gefunden zu haben und die beiden gehen gemeinsam auf die Jagd. Das Mordschema ändert sich und die Gefahr wächst. Doch nach wie vor scheint Hoyt nur ein Hauptziel zu verfolgen: Seine Arbeit zu beenden und endlich Rizzoli zu ermorden.
Kritik: Dieser Roman stellt eine Mischung aus einer logischen und bedrohlich realistischen Story und einer äußerst brutalen Umsetzung dar. Die Story wirkt schon bedrohlich plausibel und überzeugt in restlos allen Punkten. Selten habe ich eine so spannende und dramatische Story gelesen, die zu jedem Zeitpunkt vorstellbar war. Doch leider trübt die etwas brutale Umsetzung den ansonsten guten Eindruck. Es hagelt nämlich Leichen in Massen und die Autorin verzichtet nicht darauf uns diese in allen Einzelheiten und speziell die Obduktion in restlos allen, wenig geschmackvollen Details zu schildern. Für meinen Geschmack ein wenig viel der Brutalität!
Doch die Story wird gut erzählt und lässt keine Langeweile aufkommen, gerade da die Autorin das Tempo hochhält und das Erzähltempo nur selten reduziert wird. Meistens jagen wir förmlich durch den Roman ohne lange zu verweilen. Doch gerade dieser Punkt hält die Spannung hoch! Besonders deutlich wird dies im großen Finale, welches nicht mit „Hollywood-Dramatik" (endloses Herauszögern), sondern mit zügigem Durchziehen arbeitet.
Der Erzählstil fällt weitgehend durch seine gute Verständlichkeit und angenehme Sprache auf. Einzig die Passagen, in denen die Autorin unnötigerweise mit endlosen Fachbegriffen (beispielsweise bei den Obduktionen) um sich wirft, gerät der Leser manchmal ins Verzweifeln.
Eine tolle Idee stellt dagegen die Tatsache dar, neben der ganzen Story auch die Persönlichkeit der Hauptfigur in den Mittelpunkt zu rücken. Zwar wird man mit der Figur nicht so wirklich warm, doch der Charakter ist realistisch gestaltet und entwickelt sich im Laufe des Romans weiter. Gut!
Zudem bieten die persönlichen Probleme der Hauptfigur eine willkommene Abwechslung im Storyalltag, wobei ihre Probleme aber immer einen Bezug zur Story aufweisen und somit keineswegs aus der Luft gegriffen sind, sondern die Story geschickt um wesentliche Elemente bereichern.
Zudem gelingt es der Autorin geschickt Elemente des Krimis mit denen eines Action-Romans zu verknüpfen. Eine interessante und gut gelungene Mischung.
Doch besonders gut fand ich das geschickte Einsetzen des Perspektivenwechsels. Immer wieder wechselt die Autorin aus der Perspektive der Hauptfigur in die Perspektive von Warren Hoyt und liefert dem Leser damit auch Einblicke in die Gedanken der Gegenseite. Dies sorgt für jede Menge Abwechslung und zusätzliche Spannung. Sehr gelungen!
Fazit: Insgesamt ein gelungener, bedrohlich plausibler Roman, der allenfalls durch seine äußerst hohe Brutalität ein wenig im Gesamteindruck verliert. Allerdings sollte man den Roman „Die Chirurgin" gelesen haben, denn sonst kann man die Story nicht in allen Einzelheiten verstehen. Dennoch auf jeden Fall gut!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Fortsetzung zu "Die Chirurgin", 20. Mai 2008
Jane Rizzolis Leiden mit Warren Hoyt ist noch nicht zu Ende, denn kaum hat sie sich von ihren zahlreichen Blessuren erholt ist sie schon mitten in einem Fall angekommen, der frappante Ähnlichkeiten mit dem Horror aus dem vorigen Fall hat.

Wieder legt Gerritsen einen extrem spannenden und hervorragend erzählten Thriller vor. Die Rahmenhandlung der Romanreihe wird sehr stark weiterentwickelt und einige wichtige Grundlagen für die weiteren Roman in der Serie werden hier gelegt. Die Persönlichkeiten sind sauber weiterentwickelt und der Erzählstil hat immer das richtige Tempo. Ein großartiger Kriminalroman, den man sich nicht entgehen lassen sollte - wie eigentlich die ganze Serie rund um Jane Rizzoli und Maura Isles.

Wie schon im ersten Teil soll auch hier (und gleich für sämtliche weitere Romane aus dieser Serie) die Warnung nicht vergessen werden, dass die gerichtsmedizinischen Szenen nichts für schwache Gemüter sind.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen fast so spannend wie teil 1, 4. Mai 2007
tess gerritsen: eine grandiose Autorin. Perfekte Details, da sie über genug Vorkenntnisse in dem Bereich der Medizin verfügt.

Die brisanten Details sind für leicht reizbare Mägen sicher nicht geschaffen.

Leider ist der erste Teil (die Chirurgin) etwas spannender, aber trotzdem kann man einfach nicht aufhören.

Bin seit dem Buch großer Fan von Tess Gerritsen und habe auch alle anderen Bücher der Reihe (Jane Rizzoli) verschlugen.

Fazit: Bücher von T. Gerritsen sind sehr zu empfehlen!!!
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Der Meister: Roman
Der Meister: Roman von Tess Gerritsen
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