Kundenrezensionen

197
4,7 von 5 Sternen
The Golden Age
Format: Audio CDÄndern
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71 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Obwohl sich die Lobeshymnen zu diesem Album hier kaum noch zählen lassen, muss ich eine weitere hinzufügen - ich kann nicht anders, da mich dieses ganz und gar ungewöhnliche Werk packt wie kaum ein anderes.

Weit über 4000 Tonträger nenne ich mein Eigen, liebe Jazz, Pop, guten Schlager der 1970er, Chanson, will sagen: Bin musikalisch breit aufgestellt, werde jedoch in schöner Regelmäßigkeit selbst von in den Himmel gehobenen Neuerscheinungen enttäuscht. Alles schon einmal dagewesen. Mit besseren Stimmen, schöneren Melodien, perfekteren Arrangements. Zuviel Retro, zuviele Plagiate, zuviel Einfalls- und Belanglosigkeit; zuwenig Qualität,zuwenig Innovation.

Was "Woodkid", mir gänzlich unbekannt, hier abliefert, stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten. Die Musik auf dieser CD, kraftvoll, majestätisch, durchaus auch pathetisch, doch voller Harmonie lässt sich (und das ist ein absolutes Novum für mich) keinem wie auch immer geartetem Genre zuordnen. Wunderbare Pianoläufe, anschwellende Chöre, dann wieder treibende Rhythmen ergeben in ihrem Ganzen ein Opus, was es so nie zuvor gab und das, so wage ich zu behaupten, in der vorliegenden Intensität auch nicht wiederholt werden kann.

Zunächst hörte ich das Album gedämpft über Lautsprecher. Seine Größe, seine überbordende Faszination und Schönheit entfaltete sich jedoch erst mittels gehobener Lautstärke per Kopfhörer; als Hintergrundberieselung taugt sie ebensowenig wie sie zu diesem Zweck geschaffen ist. Diese nicht exakt zu klassifizierende Musik ist von einer Qualität, die sich jeglicher Beschreibung entzieht. Man muss sie hören, um das Staunen, die Überraschung ob des davon ausgehenden Zaubers und seine unvergleichliche Schönheit nachvollziehen zu können.

Geordert habe ich es aufgrund seiner enthusiastischen Besprechungen innerhalb dieser Plattform. Feststellen konnte ich, dass keine einzige(!) der mitunter hervorragenden Beschreibungen ihm auch nur annähernd gerecht werden kann, was selbstverständlich auch auf meinen Versuch zutrifft. Diese epische, in jeder Hinsicht außergewöhnliche Musik ist ganz einfach zu gigantisch, um adäquat in Worte gefasst werden zu können.

Daher: Kaufen, hören, staunen und genießen Sie!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Januar 2014
Es ist, gelinde gesagt, erfreulich, dass mal wieder jemand ein Konzeptalbum macht, in dem die Musik ihren vornehmsten Zweck erfüllen kann, nämlich den, dem Hörer eine große Geschichte zu erzählen. Unser Erzähler ist natürlich etwas melancholisch, denn er ist gerade dreißig geworden, und das heißt auch: Farewell youth! Zugleich zeugt die hier präsentierte Erzählung von dem, was dieses Alter so reizvoll macht: eine erste Reife, die sich als mattglänzende Patina über die Träume vergangener Jahre legt.

Woodkid zögert nicht, diese Zäsur so pathetisch auszumalen, wie sie sich eben darstellt, und daher dürfen Streicher, Chöre, Flügel und Bläser nicht fehlen. Entsprechend ergibt sich eine Ästhetik, die man aus den leisen und doch ganz großen Filmen kennt, und es ist die Musik eines langen Abspanns, der Teil eins einer breit erzählten Lebensgeschichte fürs erste abschließt. Da fehlt es freilich auch nicht an Dynamik, aber das pulsierende und vielleicht bekannteste Stück "Run Boy Run" - ein erstklassiger Song - ist noch nicht einmal der Höhepunkt des Albums. Bereits der wehmütige Opener "The Golden Age is over", der sich von einem verhaltenen Lamento zu wuchtigem Trotz aufbläht, gibt das Thema des Albums vor: Das Beste ist vorbei, aber das Leben geht weiter. Mit "Run Boy Run" wird aus diesem Lauf ein Voranstürmen, das aber auch immer Flucht bleibt. Diese Flucht kommt erst in "Boat Song" zu einem Halt. Diese Perle von einem Song lebt vor allem auch von einem sorgsamen Arrangement aus Piano, Vocals, Synthesizern und einem herzzerreißenden Bläser-Part. Ein absolutes Highlight! Dasselbe gilt für das wunderbare "I love you", eine absolut tanzbare Nummer für Zwei, die ebenfalls große und kleine Klänge nicht scheut und neben Streichern auch Flöten und Glocken einsetzt...

Und so geht das immer weiter. Würde man jeden Song einzeln besprechen, hätte man am Ende ein Buch geschrieben, genauer: einen Roman. Und genau das macht diese Scheibe aus. Gewiss: oberflächliche Coolness geht diesem Album völlig ab, aber wer - vielleicht im Alter 30+ - seinem Innenleben einmal in Cinemascope nachspüren möchte und die große Geste nicht scheut, der MUSS hier zugreifen. Eine Platte ohne einen einzigen Ausfall.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Man muss ja auch mal über den Tellerrand blicken können. Ich, der sich eigentlich primär für Rock und Metal begeistert, bin anderen Musikrichtungen gegenüber immer aufgeschlossen; sie müssen mich nur überzeugen können. "The Golden Age" von Woodkid zum Beispiel brachte dies fertig. Aufmerksam geworden bin ich auf die Musik, als ich "Run Boy Run" zufällig hörte. "Klingt ja interessant", dachte ich mir. Nach ein paar Hörproben habe ich mir das Album bestellt. Das Genre von Woodkid lässt sich nur schwer kategorisieren. Irgendwie ist es eine Mischung aus Pop und orchestralem Soundtrack. Die zahlreichen Streicher und Bläser werden oftmals von Trommeln begleitet, dazu gesellt sich die tiefe Stimme von Yoann "Woodkid" Lemoine. Mal sind die Lieder bombastisch orchestriert, dann wieder nur auf Stimme und Piano reduziert. Die Melodien bleiben im Gedächtnis, und eine gewisse Melancholie ist allgegenwärtig. In den Texten wird eine durchgehende Geschichte erzählt, man kann also von einem Konzeptalbum sprechen. Die berechtigte Frage lautet: Ist dies nun gewaltige Epik oder patethischer Kitsch? Ich entscheide mich für Ersteres, kann aber auch verstehen, wenn jemand das anders sieht.
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37 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. März 2013
Wer epische Musik mag und eine Affinität zu ebenso epischer Musik aus Videospielen (Woodkid selbst ist u.a. von "Final Fantasy 7" inspiriert) und Filmen hat, der wird hier voll auf seine Kosten kommen.
Man lege das Album ein und tauche ab in eine Fantasie-Welt in der man selbst der Held ist und seine Bilder zur Musik erträumt.
Woodkid erzählt auf diesem Album seine Lebensgeschichte, dem "Golden Age", die mit dem Release und seinem gleichzeitigen 30ten Geburtstag endet.
Es geht um Gott und die Welt, der Kindheit, Erinnerungen, Freundschaft, Liebe und Verlust.

Wer das Album oberflächlich angeht wird seine Probleme haben, den es teilt sich einfach gesehen in zwei Parts die sich abwechseln:
Zum einen die epischen Lieder mit gewaltigen Trommel-Einlagen und kraftvollen Posaunen, Trompeten und Streichern.
Zum anderen die ruhigen Lieder, die Balladen, indem das Piano die Führung übernimmt und gelegentlich orchestral zum Höhepunkt kommt.

Für mich persönlich trifft Woodkid genau mein Geschmack, denn ich liebe epische Musikstücke sei es aus Film- oder Game Soundtracks.
Endlich packt mal jemand all diese Inspiration zusammen und macht ein Musik Album daraus und erzählt dabei eine interessante Geschichte.
Und hier kommt das Buch ins Spiel: Es erzählt seine Geschichte ausführlich inklusive Artwork. Song-Texte sind ebenso enthalten.
Es hilft den Inhalt dieses Albums besser zu verstehen und eben nicht nur als normales Pop-Album zu sehen.

Natürlich wurden seine Lieder auch kommerziell ausgeweidet, aber dennoch haben sie für mich immer noch dieselbe Kraft und packen mich,
da es Musik vom Herzen ist plus liebevoller orchestraler Verarbeitung.

Über seinen Gesang lässt sich streiten, ich perönlich finde es passend, kenne aber viele die seine Lieder mögen,
aber seinen Gesang nicht hören können. Vielleicht gibt es für diese Leute ja auch eine Instrumental-Version.

Die Deluxe Edition ist ihr Geld wert, ein sehr schicke Aufmachung mit seiner Geschichte plus Bildern, den Lyrics, Credits usw.
Fans seiner Musik werden sich sowieso diese Version holen anstatt nur die MP-3s zu saugen.

Also: entweder man steht drauf oder lässt die Finger weg.
Ich steh drauf und bin trotz eines über einen Jahr anhaltenden Hypes immer noch total vom Hocker gerissen.
Deswegen setz ich mir jetzt meinen gehörnten Helm auf (vom Videospiel "Ico") und reite in ein neues Abenteuer.

edit:
Wird oft gefragt und ja leider: Man muss im Buch hinten die Cd aufreißen, leider.
War selber überrascht, da das Buch wirklich schön ist und dieses "Aufreißen" eine kleine Träne hinterlassen hat.
Habe selber ca. 5 geschaut ob es eine andere Möglichkeit gibt, aber nein. Selbst mit dem feinsten Messer habe ich es nicht hintebkommen.
Am Ende aufgerissen um endlich das Album höre zu können.
Aber wie auch in Woodkids Story muss man Opfer bringen um ans Ziel zu kommen ;)

Anspieltipps bzw meine Favorites:
"The Golden Age"
"Run Boy Run"
"The Great Escape"
"The Shore"
"Conquest of Spaces"
"Iron"
"The Other Side"
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. November 2013
Ich habe mir das Woodkid Album gekauft, da ich sehr gerne und viel Musik höre und bereits die Lieder Iron und Run Boy Run kannte, die selbst schon genial sind.
Als ich das Album dann das erste mal hörte traute ich meinen Ohren kaum, die beiden überragenden Lieder Iron und Run Boy Run waren für mich lange nicht die Highlights des Albums. Ich hatte mich sofort in die rauchig, instabile, wunderschöne Stimme von Woodkid verliebt. Es ist ein besonderer Ohrenschmaus das Album zu hören.
Im Folgenden gehe ich auf die (meiner Meinung nach) besten Lieder genauer ein:

1.The Golden Age:
-Ein beschaulicher melodischer, klaviergetragener, Anfang, bei dem man direkt an die beschriebenen "Fields of Gold" denkt. Dann setzten die Streicher nach und nach ein und es baut sich langsam auf. Als dann die ersten Trompeten Fanfaren zusammen mit einem gewaltigen Rhythmus einsetzen bekomme ich meine Gänsehaut nicht mehr los. Es steigert sich immer mehr und führt zu einer, mit einer kurzen ruhigen Melodie eingeleiteten, Klangexplosion die seinesgleichen sucht, die dann auch schnell wieder abebbt und zu einem ruhigen Ende führt. Ein Lied der Extraklasse, es ist so gut, dass mir keine weiteren Adjektive mehr einfallen es zu beschreiben. Absolute Weltkasse, besser geht kaum.

3.The Great Escape:
-Das Lied beginnt mit wohligen Streicher Klängen und wird dann plötzlich hektisch, ein Pferdegalloppartiger Rhythmus setzt ein und man hat nur noch einen Gedanken im Kopf, RENN. Man möchte die Musik hören und einfach rennen, egal wohin, egal in welche Richtung. Es ist so motivierend, dass es selbst Usain Bolt noch schneller machen würde, wenn er es hören würde. Excellent.

5.I Love You:
-Ein markanter, basslastiger Rhythmus setzt ein und danach zeitgleich mit Woodkids Stimme eine Orgel, welche an einigen Stellen durch Kirchenglockenartige Geräusche gestützt wird. Das spitzt sich zum Refrain hin zu, und man will das das Lied nie mehr aufhört. Genialer Song.

10.Conquest Of Space:
-Startend mit einer Synthesizer Melodie wird es schnell durch einen markanten Rhythmus gestärkt und durch crescendo, bzw. decrescendo Läufe von Posaunen untermalt. Als der Gesang einsetzt, wird es wieder etwas ruhiger und die Synthesizer Melodie ertönt immer wieder. Zum Refrain hin explodiert die Musik jedoch wieder und das Lied wird episch. In der Bridge wird es dann ganz ruhig und dann setzt der Refrain wieder mit all seiner Klangmacht ein un führt das Lied zu einem perfekten Ende.

Natürlich sind auch die anderen Lieder überragend, das sind jedoch meine Lieblingslieder.

Fazit:
Das gesamte Album un vor allem Woodkid spielt in einer Liga wo nur sehr wenige mithalten können, für mich einer der besten Interpreten dieser Zeit, auf einem Niveau mit Bands wie MUSE, Linkin Park und Komponisten wie Two Steps From Hell.

Also, kauft euch das Album und unterstützt Woodkid und genießt diese einmalige Musik. Wenn ihr die Zeit findet, dreht die Musik auf, legt euch ins Bett und lasst euch von der Musik einnehmen, sie wird euch Mitnehmen, in ganz besondere Klangwelten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. März 2013
Wer hier 14-mal "Run Boy Run" oder "Iron" vermutet hätte, läge damit fraglos daneben. Der alle 14 Stücke verbindende Überbau, wobei zwei davon eher als kleine Zwischenstücke bezeichnet werden müssen, am Ende also zwölf Songs übrig bleiben, ist das orchestrale Moment - vor allem aber die angenehme Stimme des Franzosen selbst.

Das vorliegende Album ließe sich - so man Schubladen gerne mitnimmt - wohl am ehesten als orchestrales Indiepopwerk beschreiben.
Das funktioniert dann schon mal elegisch nach vorne treibend wie im Falle der bereits genannten Stücke, wobei besonders "Iron" allein schon durch die prätentiöse Verwendung für Ubisofts "Assassin's Creed: Revelations" heraussticht. Ansonsten bleibt das Album verhalten düster mit einer punktgenauen Produktion, die sich nicht in überdrehten Bassorgien verliert, dennoch tief gestimmt bleibt; die zwar differenziert ist, aber nicht nur innerhalb der einzelnen Titel sondern über das gesamte Werk hin eine Homogenität an den Tag legt, dass man an Komplettdurchläufen gar nicht vorbei kommt.

In seiner Aufmachung würde ich die Platte durchaus mit bspw. "A Weekend In The City" von Bloc Party gleichsetzen - nicht thematisch, sondern schlicht der Wirkweise und des Insichgeschlossenseins wegen. Ferner erinnert mich das ganze sehr positiv an Get Well Soon.

Was wirklich stört, sind eigentlich "nur" die ständigen Verweise auf Woodkids Schaffen als Produzent und Videoregisseur für die "großen Damen" des Popkosmos' á la K. Perry.
Was wirklich gefällt und definitiv nicht zu hoch gegriffen ist, ist hingegen die Selbstreferenz, die der Franzose zum Album ausgibt: "I want people to feel like heroes when they hear my music."
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Auf Woodkid aufmerksam wurde ich hier auf Amazon, bin beim stöbern zufällig über das Sehr gelungene Coverartwork gestolpert und neugierig geworden. Im Anschluss habe ich, wie die meisten, mir die absolut genialen Videos von Run Boy Run, i Love You und Iron angeschaut. Tja, was soll man sagen, ein Augen und Ohrenschmaus, unbedingt ansehen, es lohnt sich.

Heute halte ich nun endlich die Platte in meinen Händen...und bin hellauf begeistert. Die vierzehn, auf der Platte enthaltenen, Songs sind eine wahre Wonne. Die Songs packen einen mit ihrer Mischung aus Orchestralen Bombast und treibenden Percussions vom ersten Moment an. Es sind aber auch ruhigere Songs vertreten, beispielsweise der Opener The Golden Age und der wunderschöne Boat Song.

Gesanglich erinnert das ganze übrigens an Antony Hegarty von Antony and the Johnsons. Da gibt es wahrlich schlechtere Referenzen.

In der Summe hat Woodkid ein perfektes Debüt hingelegt welches ohne Ausfälle daherkommt und die nächste Zeit wohl in Dauerschleife laufen wird.

Wer Popmusik mit Orchestereinschlag und fetten Drums mag ist bei Woodkid bestens aufgehoben. Alle andern sollten vorher vielleicht reinhören, die oben genannten Videos sind bei Google ja leicht zu finden.

Anspieltipps: I Love You, The Golden Age und Run Boy Run

Woodkid befindet sich übrigens auch auf Tour und ich bin schwer gespannt wie die Liveumsetzung des ganzen sein wird.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
In der jüngeren Vergangenheit drehte der Franzose Yoann Lemoine Musikvideos für Größen wie u.a. Rihanna, Lana Del Ray und Moby.

Der 30-jährige aus Lyon schafft es wie kein anderer, Musik und bewegtes Bild gekonnt in Szene zu setzen und dabei besondere Stimmungen zu erzeugen. Eine ganz besondere Atmosphäre liefert er seinen Anhängern und Fans weltweit nun auf seinem ersten Album „The Golden Age“. Das Booklet ist schlicht gehalten, seine Songs tragen unspektakuläre Namen wie „Boat Song“, „Shadows“ oder „Iron“. Zugegebenermaßen, das Album ist nicht der perfekte Start in den Frühling, aber das muss es auch nicht sein. Woodkid bietet mehr, er liefert einen Soundtrack für das ganze Jahr, für den Tag und die Nacht, für regenreiche Tage und für friedliche Sonnenuntergänge.

Erst beim zweiten hinhören sehen wir bei geschlossenen Augen Bilder die nicht klarer hätten gezeichnet werden können. Vom treibenden „Run Boy Run“, über das kühle und dramatische „Ghost Lights“, welches einem durchaus eine Gänsehaut verpassen kann, bis hin zu völliger Entspanntheit auf „Boat Song“, Woodkid inszeniert hier Musik, die uns sicher nicht mit Samthandschuhen berühren möchte. Man wird zum nachdenken angeregt, zum stampfen und klatschen, und schließlich auch zum durchatmen. Seine Musik kann, wenn man sich nicht darauf einlässt, anstrengend wirken. Wenn man sich allerdings einfach mal gehen lässt, dann spürt man vielleicht genau dasselbe wie er, nämlich den „Sturm und Drang“ der Gefühle, der sich zwischen Jugend und Erwachsensein seinen Weg bahnt und versucht eine innere Zerrissenheit mit epischen und rauen, aber auch in Piano getränkten ruhigen Klängen zu befriedigen.

„The Golden Age“ ist definitiv kein Album, welches man beim ersten Mal komplett versteht, aber es sicher auch keines, welches man nach dem zweiten Hören ins Regal stellt. Ganz großes Kopfkino aus Frankreich!
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. April 2013
Woodkid.
Ich hatte den Namen noch nie gehört und bin über 1Live wo das Lied "I love you" gespielt wurde, auf das Album gekommen und muss sagen: das was ich hier zu hören bekommen habe hat mich einfach umgehauen.
Ich kann allerdings nur von dem Hör-Erlebnis dieser sensationellen CD berichten, weil mich das Drumherum relativ wenig interessiert, also wer mit welchen Instrumenten oder wie lange im Studio war, wo Woodkid groß geworden ist oder was er für musikalische Idole hat - keine Ahnung.

Eine Warnung vorweg: Wer ausschließlich Plastikpop, Kindertechno oder Rasenmäher-Rock hört ist hier sicherlich falsch.
Wer sich gerne auch auf anspruchsvollere Musik einlässt, die Geschichten erzählt, Musik, die Gefühle berührt und keine Angst vor dem ganz großen Orchester hat - der ist hier richtig.

Schon die verträumten ersten Takte von "The Golden Age" erzählen mehr als manch anderer Sänger auf einem ganzen Album. Der Einsatz der Instrumente (Piano, Streicher, Blasinstrumente) verleiht den Geschichten die Woodkid in seinen Texten transportiert eine unergründliche Tiefe die man nicht alle Tage trifft.
So ein wenig hat mich die CD an einen richtig guten Soundtrack zu einem Film namens "Leben" erinnert.

Mal sind es Percussion-Instrumente die Songs veredeln, mal klingt ein Akkordeon durch, mal werden Hörner eingesetzt und auch den Einsatz eines Chores scheut der Musiker nicht.
Wähnt man sich zu Beginn von "The Great Escape" noch in einer 50er Jahre Schnulze gehts dann rhythmisch eher weiter durch den Wilden Westen.
Gleich danach wieder eine fragile Ballade wie "Boat Song" - das Album ist einfach richtig vielfältig. Das großartige "I love you" dürfte durch den Einsatz im Radio ja hinlänglich bekannt sein. "The Shore" ist dann wieder so eine künstlerische Ballade mit Orchester und viel Klavier - außer episch fallen mir kaum Adjektive ein um die Lieder zu beschreiben :-)
"Ghost Lights" ist einmal ein guter Titel um auch über Woodkids außergewöhnliche Stimme zu sprechen. manchmal nahe bei Antony Hegarty aber dann doch wieder anders und eher bei Charlie Winston - eben Woodkid. Genauso außergewöhnlich wie seine Musik. Motive aus den Songs tauchen in anderen Songs leicht verändert auf - die Kompositionen und der Aufbau des Albums lassen eigentlich gar nicht zu, dass man nur einzelne Lieder betrachten kann.
Das düstere "Stabat Mater" (zumindest empfinde ich es als düster), "The other Side, der grandiose Schlusspunkt und "Iron" sind zweifelsfrei Höhepunkte, aber so richtig herausgreifen könnte ich kein Lied als absolutes Lieblingslied. Denn in jedem Song gibt es bei jedem Hören neue Facetten zu entdecken. Ob kaskadeskes Flötenspiel, dramatische Pianoläufe oder einfach orchestrale Gänsehautmomente "The Golden Age" ist eben ein musikalisches Sahnestück.

Ein Album das herausfordert sich damit auseinanderzusetzen. Einfach nur durchhören ist Verschwendung!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 100 REZENSENTam 17. Mai 2014
Als ich das erste Mal "I love you" hörte, konnte ich es einfach nicht einordnen, aber es blieb präsent und der Name Woodkid ab sofort ein Begriff.

Was Woodkid tatsächlich ist sah ich dann im 45minütigen Ausschnitt des Melt!-Festival 2013 auf 3sat an Neujahr. Eine Bühne voller Musiker und handgemachte Musik, die ihren Instrumenten meist erstaunliche Töne entlocken, inklusive einer Bläserformation und mehreren Percussionisten.

Wie einzigartig diese Klangwelt ist, zeigte sich dann ja durch den Einsatz in den Medien wie z.B. den vodafone-Spots.

Das macht Lust auf mehr, also her mit dem Album. Und was soll ich sagen? Das ist mehr!
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