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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wir leben in einer Gesellschaft, in der gesellige, kommunikative Menschen oft als klüger, interessanter angesehen werden. Aber auch beruflich wird Extrovertiertheit, die Fähigkeit, "sich zu verkaufen" oft mit Erfolg und Aufstieg gleichgesetzt. Und so wird erwartet, dass man sich ungeniert anpreist - sei es der Wissenschaftler, der Gelder für sein Projekt an Land ziehen will, der Künstler, der in Vernissagen seine Werke anpreist oder der Schriftsteller, der auf Lesungen seine Bücher verbreiten will. Aber setzt sich dabei immer das Bessere durch? Oder bleiben dabei die Stilleren, Zurückgezogenen mit ihren vielleicht besseren Ideen auf der Strecke? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Autorin im Buch.

Sie zeigt, dass es ein grosser Fehler sein kann,den "Geselligkeits- Konformismus" zum Ideal zu erheben, und dass einige unserer grössten Ideen, Kunstwerke oder Erfindungen von stillen und feinsinnigen Menschen stammen, die es verstanden, in sich reinzuhören und die Schätze, die in ihrem Inneren lagern, zu heben. Die Autorin nennt hier zahlreiche Beispiele solcher besonderer Menschen, sei es die Relativitätstheorie von Einstein, Musikwerke wie die Nocturnes von Chopin oder die Erfindung von Google.

Das Buch ist somit eine Ermutigung für stillere Menschen, ihre Introvertiertheit nicht als Makel, sondern als Chance zu sehen. Und obwohl manche wissenschaftliche Studien auf den über 400 Seiten vielleicht ein wenig zu breit ausgeführt sind, ist es doch eine anregende Lektüre.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. August 2012
Ein gut geschriebenes, unterhaltsames Buch, das auch viele Aspekte behandelt, die so mancher wohl vorher gar nicht mit Introversion in Zusammenhang gebracht hätte. Wer denkt zum Beispiel daran, dass zur Förderung des Gedankenaustauschs eingerichtete Großraumbüros vor allem die Stillen überfordern, weil sie schneller unter Reizüberflutung leiden? Wer vertritt die ruhigen Schüler, für die das gut gemeinte Ersetzen des traditionellen Frontalunterrichts durch Kleingruppenarbeit und Projekte oft das Lernen erschwert? Cain zeigt an vielen Beispielen, wie die wohl unvermeidlich von Extrovertierten bestimmte öffentliche Diskussion immer wieder die Interessen der Stillen übersieht und in den westlichen Ländern während der letzten hundert Jahre ein für sie immer schwierigeres Umfeld geschaffen hat. Statt Tipps geben, wie ruhige Menschen ihre Zurückhaltung 'überwinden' können, ruft Cain Betroffene und Gesellschaft dazu auf, die positiven Aspekte dieses Persönlichkeitsmerkmals wieder mehr zu schätzen und oft gar nicht beabsichtigte Benachteiligungen abzubauen. Zahlreiche Literaturverweise geben dem Leser Gelegenheit, das Thema wissenschaftlicher zu vertiefen, ohne dabei die sehr gute Lesbarkeit des Buchs einzuschränken.

Einen Stern Abzug gibt es aber für die nach meinem Geschmack zu sehr ausgedehnten Fallbeispiele und die Fokussierung auf die USA, im Vergleich zu denen die Situation ruhigerer Mitmenschen in Deutschland derzeit doch noch deutlich günstiger ist. Unerwähnt bleibt bei Cain auch, dass ein stilles Wesen in entsprechenden Untersuchungen fast immer mit geringerer Lebenszufriedenheit einhergeht. Unabhängig vom Nutzen für die Gesellschaft werden daher viele ruhige Menschen weiter versuchen, lebhafter und kontaktfreudiger aufzutreten, wofür andere Bücher wie 'Shybusters' von Leil Lowndes geeigneter sind.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. April 2013
Alle beklagen sich über Sie, warum Sie doch so still sind, warum Sie zu asozialem Verhalten neigen und lieber allein im Zimmer sitzen und lesen wollen, statt sich mit dem Besuch zu unterhalten, wo doch nur erschreckend oberflächliche Smalltalks gehalten werden, so denken Sie sich.
Immer vermittelt man Ihnen das Gefühl, Sie seien schwach und müssten sich ändern, aus sich rausgehen, sich zeigen.
Doch Sie mögen keine Parties, sind lieber für sich allein und glücklich damit.
Man gibt Ihnen das Gefühl, Sie hätten eine Fehlbildung, die man heilen könnte.
Man gibt Ihnen das Gefühl, falsch zu sein.
Man gibt Ihnen das Gefühl, durch diese Eigenschaft weniger wert zu sein.

Wir wissen, dass Neues, Innovatives vor allem aus einer Pflichtzutat besteht:

Kreativität.

Csikszentmihalyi weiß, dass Kreativiät aus Alleinsein entspringt.
Precht ruft zur Langeweile auf, welches in anderen Worten Alleinsein bedeutet, um Kreativität zu fördern, um sie dadurch zu entfachen.
Brande macht klar, dass Kreativität aus Alleinsein und Ruhe, sprich Unterstimulierung entsteht.
Und Cain fasst zusammen, was viele bedeutende Wissenschaftler und Autoren geahnt, angedeutet und gewusst haben:

Inversion ist nichts Schlechtes.
Ja, sie ist sogar ein großes Geschenk.
Sie lässt uns Großes erschaffen. Wundersbares, Großartiges.
Wir brauchen ganz offensichtlich auch Introvertierte auf dieser Welt.
Wir haben Sie schon immer gebraucht.
Sowohl die Geschichte der Wissenschaft als auch die Entdeckungen der Psychologie beweisen es.

Lesen Sie dieses Buch. Lassen Sie sich erklären, warum Sie sich nicht verstellen sollen, ja sogar nicht dürfen, weil dadurch die Welt einen vielleicht sehr wichtigen Beitrag von Ihnen verlieren wird. Lassen Sie sich Mut machen, voller Stolz das zu sein, was Sie sind: Introvertiert.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. März 2012
Endlich ein Buch speziell über Introversion für den Massenmarkt! "Still" unterscheidet sich von den üblichen Psycho- und Lebenshilfe-Ratgeberbüchern amerikanischer Prägung. Besonders positiv fällt mir auf, dass es kein aggressives Pamphlet ist, das irgendwelche Weisheiten mit Alleingeltungsanspruch verkündet (was freilich auch mit der Thematik schwierig in Einklang zu bringen wäre). Es propagiert Introvertierte gerade nicht als die besseren oder klügeren Menschen, sondern geht aus den unterschiedlichsten Perspektiven dem Wesen der Introversion auf den Grund. Dabei greift Susan Cain zahlreiches Studienmaterial auf, das zum Teil altbewährt, zum Teil hochaktuell und äußerst aufschlussreich ist.

So wird zum einen eine Menge Wissen vermittelt. Zum anderen wird der Leser auf eine äußerst warmherzige Weise unterhalten. Der subtile Humor brachte mich öfters zum Schmunzeln; das Plädoyer für die Daseinsberechtigung beider Temperamente in ihren unterschiedlichen Ausprägungen und die unaufdringlich eingestreuten Anekdoten aus dem eigenen Leben sind sehr anrührend.

Eines sollte man von diesem Buch allerdings nicht erwarten, nämlich Lösungen für die spezifischen psychischen Probleme vieler Introvertierter. Hier kommt letztlich sehr stark der amerikanische kulturelle Hintergrund sehr stark zum Vorschein, indem jeder seiner eigenen Selbstverwirklichung Schmied ist und folglich selbst einen Weg für seine Schüchternheit (die ein unfreiwilliges Handicap ist und nicht zwingend mit Introvertiertheit als Persönlichkeitsneigung zusammenhängt) finden muss, um sich selbst mit dieser oder unter teilweiser Überwindung derselben anzunehmen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Mai 2014
Dieses Buch ist absolut empfehlenswert für alle Introvertierten oder Extravertierten, die mehr über dieses Thema erfahren möchten. Ich wünschte ich hätte es schon in meiner jüngsten Jugend gelesen, es hätte mir bestimmt geholfen mich besser zu fühlen. Ich bin trotzdem froh, dass ich es jetzt durch Glück gefunden habe, da ich immer nach so einem wissenschaftlichen, anschaulichen und vor allem beruhigenden Buch/Ratgeber gesucht habe.
Ich sehe mich in all meinen Gedanken zu dem Thema bestätigt und habe jetzt kaum einen Grund mehr mich minderwertiger als andere zu fühlen, da mir meine guten Eigenschaften und Stärken klar geworden sind und diese sehr wertvoll erscheinen.
Die Autorin hat ausgesprochen, was ich schon lange denke und mir immer ungerecht behandelt vorkam.

Im Grunde sollte jeder dieses Buch lesen, damit ein Zusammenspiel zwischen den unterschiedlichen Persönlichkeiten entstehen kann und jeder von der Gesellschaft positiv angenommen wird, egal ob laut oder leise!
Mein (möglicherweise) introvertiertes Kind wird dieses Buch später auf jeden Fall lesen dürfen=)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. November 2013
Für mich ein erhellendes Buch. Beleuchtet schlüssig und nachvollziehbar die unterschiedlichen Facetten von Introversion. Einziges (subjektives) Manko, die amerikanische Du-kannst-alles-schaffen-wenn-du-nur-willst-Mentalität, die immer mitschwingt. Mit der kann ich nicht viel anfangen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Mai 2015
Man merkt Susan Cain an dass sie selbst ein introvertierter Mensch ist. Sie holt von jeglicher Seite und Branche Wissenschaftliche Funde und Studien die den Unterscheid zwischen Extro- und Introvertiert zeigen. Ebenso ist sie der Detail orientiert, was ihren Schreibstil anbelangt.

Sei es als Säugling, durch die Haut oder den Mandelkern. Susan Cain erklärt warum die einen introvertiert und die anderen extrovertiert sind.

Ebenso gibt sie Tipps zur Erziehung von introvertierten Kindern was ich sehr gut fand.
Es sind zahlreiche Fakten und Studien wie schon erwähnt, was hier und da etwas langweilig werden kann. Dennoch hat es mir geholfen zu verstehen, dass es Biologisch normal ist so zu sein wer ich bin. Ich freue mich dieses Buch gelesen zu haben und kann es gern weiterempfählen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Februar 2014
Ich finde Susan Cains (für mich) neue Perspektive auf introvertierte Charaktere extrem interessant, denn sie nimmt das traditionell vermittelte Gefühl, Zurückhaltung und ein stilleres Wesen seien ein Makel und müßten in unserer lauten Welt weg therapiert werden. Auch ihre Erkenntnis bzw. Darstellung, die Natur habe sich etwas dabei gedacht, beide Charaktere - intro- und extrovertiert - zu "kreieren", weil wir beide in unserem Zusammenleben brauchen, finde ich sehr spannend. Zudem war ich überrascht, wie viele prominente Persönlichkeiten als introvertiert galten und gelten, und deren Namen heute für die größten Errungenschaften in Wissenschaft & Technik, Politik und Gesellschaft stehen. Ich glaube, diese Lektüre ist vor allem ein Muss für Unternehmer und Personalmanager!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. April 2013
Wenn man introvertiert ist, zweifelt man oft an sich selbst, weil in der heutigen Gesellschaft die Extraversion als das anzustrebende Ideal gilt und man selbst als introvertierter Mensch sich in Folge nur als Aussenseiter sehen kann.
Doch dann bekommt man dieses Buch in die Hand und es zu lesen kann für einen introvertierten Menschen wie eine Befreiung wirken - Befreiung von Selbstzweifel, Minderwertigkeitsgefühlen oder auch Schuldgefühlen nicht so zu sein wie die in unserer Gesellschaft bewunderten extravertierten Menschen.
Denn in einer sehr umfassenden und fast wissenschaftlichen Art und Weise wird von der Autorin Susan Cain dieses Thema behandelt, so dass beim Lesen dieses Buches kaum Zweifel an den dargelegten Inhalten und Ausführungen aufkommen.
Relativ schnell wird dem Leser klar, dass ein introvertierter Mensch gar nicht die Ausnahme in dieser Welt darstellt und wie wertvoll eigentlich die Eigenschaften und Fähigkeiten dieser Menschen sind.
Daher kann dieses Buch auf der einen Seite den Introvertierten ihr verlorenes Selbstbewusstsein zurückgeben und auf der anderen
Seite vielleicht helfen - wenn ein paar Exemplare davon in die richtigen Hände (Lehrer, Kindergärtner, usw.) gelangen - schon bei introvertierten Kindern Schäden für ihre weitere Entwicklung zu vermeiden.
Introvertierte Menschen sollten unbedingt zu diesem Buch greifen, aber auch eher Extravertierte sollten es lesen, um sich besser in die Gefühlswelt der "Stillen" hineinversetzen zu können und dadurch vielleicht auch eine Verbesserung des Zusammenlebens für alle bewirken zu können.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. September 2013
Endlich findet sich der Introvertierte wieder und kann lesen, dass er nicht "komisch" ist oder "sich selbst im Wege liegt" oder "viel zu ruhig ist" oder "irgendetwas nicht stimmt". Endlich versteht man beim Lesen des Buches, dass alles an uns perfekt ist. Und dass wir eine super Kraft und Aufgabe haben. So wie auch der Extravertierte auf seine Art und Weise. Susan Crain zeigt, wie beide sich ergänzen, wenn sie einander Verständnis aufbringen oder aber eben nicht. Danke! Mit diesem Buch komme ich als introvertierte Lebenssucherin endlich an und verstehe, warum ich jetzt gerade hier lebe.
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