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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bewertung der Blu Ray
Den Inhalt des Klassikers setze ich als bekannt voraus.
Hier geht es um die Bewertung der Blu Ray Umsetzung, die wohlgemerkt subjektiv ist.
Die Farben auf meinem LCD-Fernseher erscheinen mir bei gleicher Einstellung kräftiger als auf der DVD.
Auf der DVD sind die Farben etwas zurückgenommener als auf der Blu Ray, was für mich besser zum Film...
Veröffentlicht am 15. September 2010 von Ein Kunde

versus
12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Vorsicht-HD-DVD absolut gleich zu DVD-Ausgabe
Wer sich von der DVD-Ausgabe dachte, dass die HD-DVD-Ausgabe so aufwendig hergestellt wurde wie Kubriks 2001 (neue HD-Abtastung des Originalfilmmaterials), der wird hier enttäuscht werden. Ich habe DVD und HD-DVD direkt verglichen. Sie sind identisch. Dasselbe Pixeltexturgewabber wie bei der DVD. Für DVD-Verhältnisse ok, für HD-DVD nicht gut genug...
Veröffentlicht am 17. März 2008 von Zöpa


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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein schwelgerisch-schöner Film-Traum, 19. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Reifeprüfung (DVD)
Arthur Penns "Bonnie & Clyde", Michelangelo Antonionis "Blow Up", Stanley Kubricks "2001", Sergio Leones "Spiel mir das Lied vom Tod", Dennis Hoppers "Easy Rider" und Mike Nichols' "Die Reifeprüfung" waren jene Filme der ausgehenden 60er Jahre, dem ein neuer Zeitgeist inne wohnte, die eine neue Sprache sprachen, eine neue Gangart pflegten.

Penn hatte mit seiner Gewaltballade das erste blutige Road-Movie geschaffen, Antonioni europäisches Arthaus-Kino mit der Beatnik-Bewegung überein gebracht, Kubrick den Science-Fiction-Film neu erfunden, Leone den wohl elegantesten Western aller Zeiten gedreht, Hopper Drogen- und Freiheitserfahrung zur amerikanischen Tugend erklärt und Mike Nichols hatte den ersten amerikanischen Film gedreht, in dem es ganz offen darum ging, dass ein junger College-Absolvent mit einer viel älteren, verheirateten, Frau in's Bett geht um am Ende mit deren Tochter zusammen zu kommen. Ein höchst skandalöses Thema. Gegenwärtig jedoch wäre "Die Reifeprüfung" ein harmloser Film. Jede Vormittags-Talk-Show oder Nachmittags-Soap wäre eine weitaus ordinärere Begegnung mit selbigen Thema.

Abseitig seines hochinteressanten zeitlichen und filmhistorisch bedeutsamen Kontexts ist "Die Reifepüfung" eines der sensibelsten Meisterwerke über eine große Anzahl von Aspekten, die äußerst stimmig miteinander verwoben sind. Das ist es auch, was diesen Film in meinen Augen so unvergleichlich perfekt macht. Es ist eine Geschichte über einen, der irgendwie im "Dazwischen" gefangen ist und nicht so recht weiß ob sein Leben auch weiterhin streng in eine Richtung verlaufen soll. Es ist aber auch eine Persiflage und kritische Beäugung der Gesellschaft, die in ihrer Durchschnittlichkeit keine Optionen oder vielleicht sogar zu viele Optionen offen lässt. Hinter den Wohlstands-Fassaden lauern mittelmäßige Lebensentwürfe und mittelmäßige Floskeln ("Nur ein Wort: Plastik!"). Benjamin Braddock hat erkannt wozu seine Mitmenschen aufgrund ihres Luxus und ihrer Dekadenz nicht mehr in der Lage sind: Er hat erkannt wie sinnlos und leer das gesellschaftliche Versteckspiel bürgerlicher Lebens-, Wohn- und Wertevorstellungen verläuft.

In einem Hotel wird er ständig für einen anderen gehalten und später gesteht er Elaine: "Ich komme mir vor als spiele ich irgendein Spiel dessen Regeln ich nicht verstehe. Sie kommen mir vor als wären sie von den falschen Leuten gemacht. Nein. Die macht ja Niemand, die scheinen sich selbst zu machen."

Es ist gerade das tragisch-schmerzliche Gesicht von Dustin Hofmann, dass der Figur des Benjamin Braddock eine solche Desilliusion, eine solch unterdrückte Trauer verleiht. Wenn "Simon & Garfunkle" (einer meiner Lieblingsbands) erklingt und Benjamin Braddock einsam vor seinem Aquarium hockt, sich als der sympathisch-angepasste Querdenker nicht zu irgendeiner Entscheidung in der Lage sieht, dann sind das magische Augenblicke, in denen ich jedes Mal erstaunt bin wie großartig es Nichols gelungen ist gerade jenes Gefühl (auch gegenwärtiger) Lethargie und Orientierungslosgkeit visuell dezent und mitfühlsam auf den Punkt zu bringen.

Ohnehin besteht Nichols Meisterwerk aus Sequenzen, welche Einsamkeit, Verlorenheit und Melancholie darstellen, wie es vielleicht erst wieder Sofia Coppola Jahrzehnte später mit "Lost in Translation" so kongenial gelungen ist.

Einstellungen wie jene, als der unscharfe Fokus auf Elaines Gesicht plötzlich scharf wird und ihre Tränen offenbart werden, der einsame Gorilla während Braddock am Affengehege gelehnt ist, der Einsatz des Zooms im Flur vor Elaines' Zimmer als Mrs. Robinson Ben "Lebewohl" sagt, der Schnitt, als er auf seine Luftmatratze springt um auf Mrs. Robinson zu landen oder wie er ein dutzend Mal "Elaine" auf seinen Block schreibt und an die Decke starrt...jede Minute dieses Film ringt mir ein erstauntes Lächeln ab weil er so ungeheuer detailverliebt auf den ersten Blick banale aber dadurch umso wahrere Momente einfängt, die im Einklang mit den Figuren stehen. Über die Tatsache hinaus, dass der Film eine subtile Anklage gegen bürgerliche Idealvorstellungen und sensibeles Potrait eines angepassten Unangepassten ist, bietet Nichols aber auch einfach eine romantisch-schwelgerische Love-Story und die spannend inzenierte Darstellung einer Sexaffäre.

Für mich ist "Die Reifeprüfung" in erster Linie ein schwelgerisch-schöner Film-Traum, mit dessen Protagonisten ich mich einfach einmalig identifizieren kann, der aber auch, wie bereits erwähnt, die unterschiedlichsten Genre-Zutaten stimmig zu vermischen weiß. Ein echtes Meisterwerk, der meine Höchstwertung voll verdient hat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbarer Film, 29. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Reifeprüfung - FOCUS-Edition (DVD)
Die Reifeprüfung ist wirklich ein wahres Meisterwerk. Auch wenn der Film immerhin 24 Jahre älter ist als ich. Dustin Hoffman (den ich bereits aus Rain Man und Sleepers kannte) spielt wirklich gut. Toller Anfang in eine gigantische Karriere ... er ist wohl einer der besten Schauspieler überhaupt. Hinzu kommt der unglaubliche Soundtack von Simom And Garfunkel. Vor allem Mrs Robinson und Sound Of Silence passen wunderbar in den Film. Von der Story her war der Film damals, 1967 wohl revolutionär. Und selten habe ich ein so geniales Finale gesehen wie in Die Reifeprüfung. Es ist einfach großartig und rundet diesen perfekten Film ab.
Er gehört einfach in jede gut sortierte DVD Sammlung und bereichert nun endlich auch meine.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A Kiss to you Mrs. Robinson..., 12. August 2008
Von 
Kerstin Stender (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Reifeprüfung (DVD)
Ein Film von seltener Intensität und aussagekraft. Eine Geschichte, die sich heutzutage vielleicht nicht mehr ganz nachvollziehen lässt, aber einfach unvergesslich ist. Ein perfektees Zusammenspiel zwischen Dustin Hoffman (hier in seiner besten Rolle neben Rain Man) und seiner Liebhaberin Anne Bancroft machen diesen Film zusammen mit einem fesselnden Soundtrack zu einem grandiosen Meisterwerk.
Also kaufen, zurücklehnen und the Sounds of silence genießen....
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen satire!, 8. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Reifeprüfung (DVD)
Die Reifeprüfung ist ein Film, der den Zeitgeist und die Atmosphäre der sechziger Jahre genau trifft. Er ist vielleicht nicht besonders gut für junge Zuschauer geeignet, da hier doch ein wenig satirisches Verständnis notwendig ist. Dafür aber umso mehr für alle anderen. Der Film zeigt sehr gut die Rebellion gegen die Eltern, die zum damaligen Zeitpunkt immer mehr aufkam.
Ein wirklich guter, interessanter Film!
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5.0 von 5 Sternen "Skandalöser" Kultfilm der 1960er Jahre!, 16. März 2015
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Reifeprüfung (DVD)
Meine Rezension bezieht sich auf die "Arthouse"- Filmversion:

Das Thema und die Handlung dieses Kultfilms ist einfach, aber gut und realistisch: Mit seinem College- Abschluss mit exzellenten Ergebnissen in der Tasche kehrt der 21- jährige Uni- Abgänger Benjamin Braddock (Dustin Hoffman) zu seinen reichen Eltern zurück, die dort eine Party für ihn organisiert haben. Der schüchterne Sohn hat jedoch überhaupt keine Lust dazu, von "seinen" Gästen überall herumgereicht zu werden wie ein Kaninchen, sondern würde viel lieber seine Ruhe haben. Auf der Party ist auch die schon etwas ältere (ca. 40 Jahre) Mrs. Robinson (Anne Bancroft), Ehefrau eines Geschäftsfreundes seines Vaters, deren Bitte, sie nach Hause zu fahren, der höfliche Benjamin ihr nicht abschlagen will. Während er sie zu ihrem Haus begleitet, macht sie ihm eindeutige Avancen, was der naive Junge aber nicht sofort bemerkt. Als sie kurz davor ist, ihn zu verführen, kehrt aber ihr Ehemann (Murray Hamilton) unerwartet früh von seiner Geschäftsreise zurück. - Benjamin hat es gerade noch rechtzeitig bemerkt. Während sich Mrs. Robinson im Schlafzimmer schnell anzieht, kommt Benjamin diesem schon vorher entgegen, und verwickelt ihn in ein Gespräch, in dessen Verlauf Mr. Robinson ihm (zum Abschluss) gratuliert, ihm aber empfiehlt, "Das Leben leichter zu nehmen"; dieses zu genießen, und sich beim weiblichen Geschlecht erstmal ordentliche "die Hörner abzustoßen"; dabei nicht ahnend, dass Benjamin gerade dabei ist, genau dieses bei seiner Ehefrau zu tun! Dennoch nimmt Benjamin diesen Ratschlag - nur all zu gerne - ernst. Zunächst etwas verwirrt über diese unerwarteten, "neuen Erfahrungen" mit der attraktiven, wenn auch schon älteren Mrs. Robinson, kehrt Benjamin nach Hause zurück, um dort mehr über diese Angelegenheit nachzudenken, bevor er sich schließlich entscheidet, da Angebot von Mrs. Robinson, sich mit ihr - möglichst an einem "Neutralen Ort" zu treffen (verständlicherweise) anzunehmen. Und so trifft sich der recht unbeholfene, wenn auch sportliche Benjamin schon bald mit Mrs. Robinson in einem Hotel, wo man - endlich im gemieteten Zimmer angelangt - dann auch relativ schnell zur Sache kommt. So geht es in der nächsten Zeit eine Weile weiter. WÄhrenddessen wundert sich Benjamin's neugierige Mutter (Elizabeth Wilson), was der für sie offenbar immer noch "kleine Sohn" nachts immer so unternimmt ... Bei weiteren Treffen muss Benjamin feststellen, dass seine neue, offenbar außer seiner Attraktivität und Jugend auch von seiner Schüchternheit angezogenen Geliebte nicht gerade sehr gesprächig ist. Immerhin findet Benjamin so heraus, dass es in Mrs. Robinson's Ehe offenbar ziemlich kriselt (und weshalb sie vermutlich sich ihn auch als "Ablenkung" von diesem Ärger ausgesucht hat). Auf das Thema der inzwischen sehr attraktiven, studierenden Tochter von Mrs. Robinson angesprochen, reagiert diese aber äußerst gereizt und eifersüchtig auf das mögliche Interesse ihres jungen Liebhabers an ihrer einzigen Tochter, und macht aus ihrer Missbilligung daran keinen Hehl. Währenddessen drängen aber Benjamin's Eltern diesen genau dazu, mit Mrs. Robinson's Tochter Elaine (Katharine Ross) auszugehen, mit dem Wunsch, dass dieser sie sogar heiraten würde, und wollen dazu Treffen zwischen den Beiden bei sich arrangieren. - Was auf wenig Gegenliebe bei Benjamin selbst stößt; aber er will und kann seine Eltern mal wieder nicht enttäuschen, und so wiligt er ein, mit dem Mädchen einmal auszugehen. Da er aber zunächst kein Interesse an Elaine hat, provoziert er diese, indem er mit ihr - ohne deren vorheriges Wissen - in ein Strip- Lokal gehen, was Elaine fürchterlich findet. Als sie dann zu weinen anfängt, verlassen die Bedien aber das Lokal, und er - im Wissen, dass er dabei wohl zu weit gegangen ist - tröstet das hübsche Mädchen und versucht in der Folge diese Sache wieder gut zu machen. Dabei kommen sie sich näher; und Benjamin verliebt sich in sie. Die diese Beziehung missbilligende Mutter von Elaine sucht derweil Benjamin auf, um ihm klarzumachen, dass sie ihrer Tochter die Wahrheit über die Beziehung,d ie diese schon länger mit Benjamin unterhält, zu konfrontieren, falls Benjamin nicht von ihrer Tochter lässt. Benjamin, der bisher nur vage angedeutet hat, dass er etwas mit einerälteren Frau hat (bzw. Hatte), sucht aber kurze Zeit später von sich aus Elaine auf, die durch das plötzliche Auftreten ihrer Mutter während deren Treffen dann diese geheime BEziehung mit ihrer Mutter schnell herausfindet (ja, ja, die weibliche Intuition in solchen Angelegenheiten ist nicht zu unterschätzen!). Tief enttäsucht und getroffen, bricht sie daher mit Benjamin, um kurz darauf wieder ihr Studium in Berkeley aufzunehmen. Benjamin, in starker Liebe zu ihr entflammt, folgt ihr, um sie für sich zurückzugewinnen. Dabei stellt er fest, dass ihre Mutter Elaine eine falsche Version ihrer Beziehung (Vergewaltigung, u.Ä.) erzählt hat (der blonde Vamp wollte so wohl ihre Ehre und vielleicht auch ihre kaputte Ehe so retten). Außerdem geht Elaine inzwischen mit einem Medizinstudenten aus. Durch Benjamin's beharrliches Werben kommen die Beiden sich in der Folge aber wieder näher. Während er ihr sogar die Ehe anbietet, bleibt sie aber unentschlossen, kann dem Druck ihrer Eltern - die sie unbedingt mit dem Medizinstudenten verheiraten wollen - nicht wiederstehen. Infolgedessen beugt sie sich dem Willen ihrer Eltern schließlich, und willigt ein, diesen heiraten zu wollen (Benjamin ist für ihre Eltern inzwischen unmissverständlich ein absolutes "no- go"). Doch Benjamin lässt nicht locker, findet über Mitstudenten von Elaine's "Künftigem Ehemann" schließlich Zeit und auch Ort über die geplante Hochzeit heraus. Als er noch einmal Mrs. Robinson in deren (noblem) Haus aufsucht, holt sie die Polizei, und veleumdet ihn und ihre Beziehung mit ihm auch weiterhin. Während die Hochzeit bereits stattfindet, und Elaine mit dem Medizinstudenten vor dem Traualtar steht, kommt Benjamin gerade noch rechtzeitig, um die "Bestätigung dieser Ehe" zu verhindern, indem er in die Versammlung stößt, und - wenn auch aus zunächst weiterer Distanz - Elaine auffordert, mit ihm zu kommen. Während sie von ihrer unmittelbaren Umgebung (Eltern, usw.) beschworen wird, "vernünftig" zu sein, entscheidet sich die junge Elaine jetzt aber plötzlich, mit Benjamin aus der Kirche zu flüchten. Verfolgt von der deswegen aufgebrachten Menge, gelingt es den Beiden, sich diese - auch mittels eines großen Holzkreuzes - sich den Weg aus der Kirche "freizukämpfen", damit dann hinter sich noch die Kirchentür zu verbarrikadieren, und in einem in der Nähe haltenden Bus zu springen, der mit ihnen dann losfährt ... Happy end!

Dieses Hollywood- "Coming of age"- (Jugend-) Drama sorgte aufgrund seiner Thematik in der Zeit seines Erscheinens (Ende 1967) in vielen (konservativen) Kreisen für einen handfesten Skandal: (wenn auch moralisch fragwürdige) verheiratete Frau aus reichem Hause trifft sich - in "verbotener Beziehung" - mit jungem Mann, der ihr Sohn sein könnte in außerehelicher Beziehung. Nicht, dass so etwas - auch damals schon - besonders "ungewöhnlich" gewesen wäre; jedoch wurde so etwas nicht öffentlich "diskutiert", bzw. im Kino bis dahin gezeigt! Während die "Vertreter des alten konservativen Establishments" (Eltern von Benjamin und Elaine) als unaufrichtig, z.T. intrigant (MRs. Robinson) und negativ dargestellt wurden, stellt er sich auf die Seite der jungen, sich von dem Willen der Eltern emanzipierenden jungen Leute; macht "die Alten" dabei z.T. lächerlich. - Für gewisse Zuschauer damals sicherlich eine Provokation.
Der Film war somit ein weiteres Zeichen für ein "kulturelles Auftauen" der konservativen US- Gesellschaft, bzw. des Kino- Betriebes. Jedoch war dieser Film/ das Thema so erstaunlich auch zu dieser Zeit wieder nicht; schon Jahre vorher hatten z.B. die Beatles, vor allem aber die Rolling Stones mit ihrem Auftreten (und ihrer Popularität dabei) das konservative Establishment und die alten "grauen Verhaltensformen" bereits in Frage gestellt; einen neuen gesellscahftlichen Zeitgeist beschworen. - Der Boden für diesen Film war daher schon vorbereitet! Außerdem hatte es Monate vorher mit dem französischen Film "Belle de Jour" u.A. einen Film mit ähnlich brisanter (oder noch brisanterer) Thematik gegeben, der bereits "provokativ" genug war, um ein Kinopublikum auch auf diesen Film hier "vorzubereiten". Auch die "Hippie"- ("Counter"-) Kultur - "GEneration Woodstock" - befand sich ja bereits schon im Öffentlichen Bewusstsein. Der Film hier war demnach ein "Moderner" Film; jedoch war er nicht (allein) die "SPeerspitze" einer neuen Entwicklung. Der Film traft dabei das Interesse und den "Nerv der ZEit".
Es ist daher wohl auch kein WUnder, dass dieser Film - auch in den traditionell immer etwas prüden USA selbst - (vielleicht auch gerade deshalb) ein ("unerwarteter") Kassenschlager wurde; einer der größten Kinoerfolge der Jahre '67/ '68. Doch nicht allein das: der Film erhielt zahlreiche - auch internationale - Auszeichnungen; darunter den "Oscar" für die "Beste Regie" (für zahlreiche andere Oscars wurde der Film nominiert; allerdings erstaunlicherweise nicht für "Besten Soundtrack").
Der Film thematisiert bereits die - auch in den USA - beginnenden Studentenunruhen dieser Zeit; vor allem allgemein das Aufbegehren der Jugend gegen eine "einengende, verklemmte", konservative Elterngeneration; den Konflikt der Jugend und dessen eigenen Vorstellungen mit dem Willen der Eltern und der Gesellschaft. Allerdings wird dieses Thema hier an einem "Einzelfall" behandelt; nicht als "allgemeines (gesellschaftliches) Phänomen".
Dabei verfolgt der Film auch eine existenzialistische Fragestellung, indem der Hauptprotagonist auf der Suche nach dem Sinn SEINES Lebens ist; danach, was das Leben für ihn erstrebenswert macht. Gerade - wenn auch sogar mit Bestnoten - von der Universtiät abgegangen, hat er eine glänzende, wirtschaftliche und gesellschaftliche Karriere vor sich. Während seine Eltern und seine Bekannten aus dieser Generation ihm daher dauernd "Ratschläge" für seine Karriere geben ("ich sage Dir nur ein Wort: "Plastik!""), beschäftigt Benjamin inzwischen die Frage danach, was ER SELBST weiter mit seinem Leben machen will; dabei sucht er nach "Befriedigung" in seinem Leben. Seine Eltern, u.A., verstehen ihn aber nicht; für ihn scheint er sich - gerade einmal wenige Wochen nach der Uni noch nicht mit konkreten weiteren Zielen befasst - vielleicht gerade sogar zum "Gammler " zu entwickeln, der ziel- und planlos in den Tag hineinlebt; außerdem noch nachts "verdächtigen" (ihnen aber noch unbekannten) Tätigkeiten (Treffen mit Mrs. Robinson) nachgeht. Während sie für ihren Sohn eine große Karriere vorgesehen haben, "rebelliert" ihr Sohn - wenn auch auf sehr leise und freiedliche Art - gegen die Vorstellungen seiner Eltern, indem er deren Pläne zunehmend ignoriert. In Wirklichkeit ist er dabei auf der Scuhe nach seinem "eigenen Leben". Er ist dabei nicht mehr ganz der "liebe, kleine, folgsame Junge", der seinen Eltern immer so wenig Probleme gemacht hat. Seine "Unschuld" hat er - ohne deren Wissen - inzwischen auch in einem anderen Sinne "verloren": durch seine (ersten!) sexuellen Erfahrungen; dazu noch im "moralischen" Sinne, indem er (schließlich dankbar) auf die Verführungsangebote der verheirateten Mrs. Robinson eingeht. So "entgleitet" er seinen Eltern und deren Plänen für ihn; schließlich auch ganz direkt, indem er mit Elaine regelrecht "flüchtet"; sich mit ihr vollkommen - wie es scheint - von nun an den Erwartungen seiner und ihrer Eltern entgeht; sich für seinen eigenen Willen und die Freiheit entscheidet.
Dass dieser Klassiker früher von den Einen als "Befreiung", von den Andren als "Provokation" angesehen wurde, kann heute - dem jüngeren Zuschauer - kaum noch einleuchten; er wirkt relativ harmlos; es sei denn, man kennt die gesellschaftlichen Umstände jener Zeit (s.o.). Andererseits kann man sich auch heute fast wieder vorstellen, dass solche Szenen wie diese, als Benjamin das große Holzkreuz in der Kirche für seine persönlichen Verteidigungs- und Entführungszwecke "zweckentfremdet" (um damit schließlich auch noch das Tor zu verrammeln), wieder gar auf dem Index landet ("Blasphemie", o.Ä.). Denn: wer weiß schon, wie "frei" wir (bzw. die US- Amerikaner) wirklich sind, bzw. wie es vielleicht schon bald (wieder) sein wird?
Seine Bedeutung hat dieser "Kultfilm" dadurch, dass ihm heute nachgesagt hat, dass er zu einer "gesellschaftlich- kulturellen Revolution" beigetragen hat; den Mut besaß, ein "heißes Eisen" anzusprechen.
Hauptdarsteller Dustin Hoffman in seinem ersten großen Film wurde "verehrt" (was nicht unbedingt verwundern muss); und diesem Film hat er wohl seine dann ständig nach oben zeigende Hollywoodkarriere hauptsächlich auch zu verdanken (sowie auch sein "Image"). Denkt man bildlich an diesen FIlm, denkt man an Dustin Hoffman. - Vielleicht sein "bester" Film; auf jeden Fall kommerziell sehr erfolgreich und auch einer der bekanntesten Filme mit diesem Schauspieler (neben "Rain Man"). Aber auch seine Filmpartnerin Anne Bancroft ("Mrs. Robinson"), sowie vor allem die damals noch sehr junge Katharina Ross ("Elain") machen ihre Sache hier gut.
dennoch ist fraglich, wie weit dieser Film tatsächlich "provozieren" wollte. Aus heutiger Sicht hätte er nämlich auch einfach nur ein "realistisches (wenn auch damals nicht öffentlich thematisiertes) - Thema" angesprochen haben wollen können. Außerdem wird ja hier auch kaum "direkt" provoziert; bzw. die Gesellschaft angegriffen, o.Ä. AUßerdem ist es ja auch nur realistisch, was dier Film zeigt. Und wer weiß? - Vielleicht wollte der Film auch in erster Linie auch einfach nur unterhalten?
Und das tut er ja auch: er hat durchaus Spannung; sein Humor, der vor allem in den gewitzten Dialogen zum Ausdruck kommt, oder in der Darstellung des (anfänglich) noch sehr naiven Studenten Benjamin, verdient Erwähnung.
Dennoch wirkt der Film - vor allem natürlich aus heutiger Sicht - recht harmlos. Das (klassische) Filmcover scheint zwar Erotik bei diesem Film zu versprechen. Tatsächlich hält sich dieser (wirklich?) "provokative" (?) Film in dieser hinsicht aber sehr zurück. Das Thema wird hier nicht direkt angesprochen. Wenn man nicht wüsste, weshalb sich Benjamin und Mrs. Robinson des öfteren zusammen im Hotel treffen, dann könnte man nur spekulieren. Denn direkt wird "diese Sache" hier nie gezeigt; wenn überhaupt, dann nur mal sehr zurückhaltend angedeutet. Mehr ist nicht drin. Und das, wenn man bedenkt, dass diese - rein sexuelle (!) - Beziehung zwischen dem jungen Mann und der älteren Frau ja eines der zentralen Themen des Filmes ist! Und das auch noch zu einer Zeit, in der es bereits die ersten (Soft-) Sexfilme - übrigens auch schon hier in Deutschland - gegeben hat.
Vielen fällt bei diesem Film heute nicht mehr auf, dass dieser Film in filmästhetischer und thematischer Hinsicht so überaus "modern" damals auch wiederum nicht gewesen ist. Tatsächlich scheint dieser Film in dieser HInsicht zu einem großen Teil auf schon ältere (US-) Vorbilder zurückgegriffen zu haben; bei einigen Stilelementen und der Ästhetik hat dieser FIlm nämlich offenbar angeknüpft bei schon damals wesentlich älteren Filmen aus den 1930er und z.T. auch noch aus den 1940er Jahren (diese Filme, die in ihrer Thematik Handlung oft erstaunlich "Dunkel" wirken (und z.T. wesentlich provokativer in der Aussage, wie auch oft das Ende des Films (dieser hier endet ja immerhin ganz harmlos mit "Happy End"), werden aber leider heutzutage fast nie im (deutschen) TV gezeigt, was schade ist). Spätestens in den 1950er Jahren gab es dann ja in Hollywood nur noch diese klischeelastigen "Helden- Filme", u.Ä. (was damit zu tun hatte, dass andere Filme schnell indiziert wurden). Und daher denkt man dann oft, die "besonderen" FIlme wie "Die Reifeprüfung" (Originaltitel: "The Graduate") wären wirklich etwas "Neuartiges" gewesen, was sie aber in Wirklichkeit nur z.T. sind.
Nichtsdestotrotz ist dieser Film - auch heute noch - unterhaltsam, spannend und gut, auch aufgrund der guten Darsteller- Leistungen und der Kulissen; und natürlich aufgrund des außergewöhnlich guten SOUNDTRACKS des Folkrock- Duos "Simon & Garfunkel". Allerdings steuerten die Beiden nur 3 - oft psychedlisch angehauchte (entsprechend dem Zeitgeist) - Songs zu diesem - eher ruhigen - Film bei ("Mrs. Robinson"; "The sound of silence"; "Scarborough Fair"), die aber dafür äußerst berühmt sind (und auch heute noch oft im Radio gespielt werden).
Auch die gute deutsche SYNCHRONISATION trägt maßgeblich zum positiven Filmerlebnis bei.

Außer dem 102 Minuten langen Hauptfilm hat die DVD noch folgende "Extras" (leider nur in Englisch):
- den Trailer;
"One on One with Dustin Hoffman" (Interview mit dem Schauspieler) (nur in Englisch!);
- "The Graduate AT 25" (eine Art "Rückblick" über den Film mit INterviews mit Darstllern und Regisseur (?) (nur in Englsich!).
- Fotogalerie (mit wenigen Fotos aus dem Film).

SPRACHEN zu diesem FIlm sind: Englisch DD (stereo); Deutsch (mono); Italienisch (mono); Spanisch (mono).
Außerdem kann man noch folgende UNTERTITEL einblenden: Englisch, Deutsch, Türkisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Finnisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch.
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5.0 von 5 Sternen Must have seen - den muss man gesehen haben, 6. Juni 2013
Von 
Peter Schneider (Region Stuttgart, Baden-Württemberg Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Reifeprüfung (DVD)
Klasse Film. Schön gemacht. Uralt und trotzdem nicht verstaubt.Tolle Musik und tolle SchauspielerInnen.
Habe den Film vor Urzeiten einmal im Kino gesehen und habe mir nun (2013) die DVD gekauft. Was soll ich sagen? Schöner Film. Runder Film. Gute Story. Die Story kennt doch jeder. Abgänger der HighSchool weiß nicht so recht, was er im Leben anfangen soll. Dann verführt ihn eine ältere Frau, die seine Mutter sein könnte. Diese Frau ist auch nocht die Ehefrau des Geschäftspartners seines Vaters.
Dadurch wird das sehr verzwickt. Es wird auch noch die Orientierungslosigkeit und auch ein wenig "Auflehnen" im Film thematisiert.
Was ist mir noch aufgefallen? Die Reifeprüfung ist ein Film der noch ganz lange Einstellungen kennt. Ein Film bei dem es ja um das "Thema Nummer 1" geht, aber bei dem man so gut wie nie einen nackten Menschen sieht. Das wäre heute ganz anders.
Das zeigt, wie gut der Film gemacht ist. Dem Zuschauer ist alles klar, obwohl man es gar nicht sieht.

Da fällt mir noch was ein:
In der Zweitausendeins Edition ist noch als Extra ein Filmkommentar drin. Wer also lernen will, Filme zu sehen, kann das mit diesem Film und dez Zweitausendeins Edition leicht tun. Der Kommentator ist sehr kompetent und erklärt das alles sehr gut.

Wer noch was für seinen Filmkanon tun will, schaut sich "Liebe braucht keine Ferien" mit Cameraon Diaz und Kate Winslet (?) an. Dort wird an einer Stelle die Reifeprüfung - also der Film - wunderschön zitiert.
Die DVD wird aktuell für rund 8 Euro angeboten. Das ist weniger als der Eintritt für 2 Personen im Kino. Auch wenn Filme fürs Kino gemacht sind. Ab und zu muss man auch mal zu Hause gucken können.
Und dann ist Die Reifeprüfung einer der Basisbausteine für eine DVD / Filmesammlung.
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5.0 von 5 Sternen "Mrs. Robinson, you try to seduce me" - Die erste DESPERATE HOUSEWIFE in der Filmgeschichte, 10. September 2010
Von 
D. Model "ILuvNY05" (Berlin, Berlin Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Reifeprüfung (DVD)
Mike Nichols' Adaption von Charles Webbs Roman DIE REIFEPRÜFUNG aus dem Jahr 1967 dreht sich um die Persönlichkeitsentwicklung des zwanzigjährigen Eliteschulestudenten Benjamin Braddock, der von einem jungen Dustin Hoffman gespielt wird. Der Protagonist stammt aus der Mittelschicht und wohnt mit seinen Eltern in Kalifornien. Obwohl er eine exzellente Schulbildung hinter sich hat und ihm praktisch alle Türen offen stehen, weiß er nicht recht, was er mit seinem Leben anfangen soll. Nach einer Willkommensfeier, bei der ihm auch die Nachbarn auf penetrante Art zu verstehen geben, dass sie stolz auf ihn sind, entscheidet Benjamin eine Affäre mit der älteren und verheirateten Mrs. Robinson (Anne Bancroft) zu beginnen. Ohne davon zu wissen, drängen ihn seine Eltern, mit Mrs. Robinsons Tochter Elaine (Katharine Ross) auszugehen, in die er sich Hals über Kopf verliebt. Seine ehemalige Geliebte versucht nun alles, ihre Beziehung zu sabotieren und Benjamin lernt dabei, dass seine Handlungsweisen auch Einfluss auf andere haben.

Die Satire DIE REIFEPRÜFUNG, die im amerikanischen Original übrigens THE GRADUATE ("Der Schulabgänger") heißt, wurde Ende der 60er Jahre mit Preisen überhäuft. Regisseur Mike Nichols erhielt für seine Leistung 1968 den Oscar und er und alle drei Hauptdarsteller Bancroft, Ross und Hoffmann heimsten zusätzlich den Golden Globe ein. Damals galt der Plot um einen jungen Mann, der eine Affäre mit einer verheirateten, reifen Frau eingeht, als Tabuthema. Das machte DIE REIFEPRÜFUNG damals revolutionär, sodass der Streifen in der zukünftigen Filmwelt noch des Öfteren als Referenz dient, auf die vor allem in amerikanischen Filmen und Fernsehserien angespielt wird. Der Soundtrack von Simon & Garfunkel ist ebenso legendär wie der Film selbst, hat er Flower-Power-Stücke wie MRS ROBINSON und THE SOUNDS OF SILENCE weltberühmt gemacht. Charles Webb, der die Vorlage zum Film verfasst hat, war übrigens nie glücklich darüber, dass ihm der Film so viel Aufmerksamkeit eingebracht hat, da er seinen Status als ernsthaften Autor in Gefahr brachte. Darüber hätte er sich eigentlich keine Sorgen machen müssen, denn der Film transportiert die geschriebenen Seiten perfekt auf die Leinwand. Es gibt eigentlich kaum Unterschiede zwischen dem Buch und seiner Adaption. Die situationskomischen Dialoge, bei denen gestellte Fragen meist mit Gegenfragen beantwortet werden, werden herrlich komisch Leben eingehaucht. Dustin Hoffman, der den Benjamin so schön unsicher und nervös erscheinen lässt, und Anne Bancroft als selbstsichere Frau mit dem Heft in der Hand verstehen ihren Job und haben die Zuschauer bis zur letzten Minute auf ihrer Seite. Natürlich sollte der Cineast DIE REIFEPRÜFUNG im Original genießen, damit die witzigen Dialogspielchen ihre volle Wirkung entfalten können.

Die DVD weiß auch zu überzeugen. Das Bild ist für die mittlerweile über vierzigjährige Satire erstaunlich gut. Eine Unschärfe, die das Bild an der linken und rechten Seite ganz kurz verwischt, tritt nur in ganz wenigen Momenten auf, denn ansonsten zeigt sich DIE REIFEPRÜFUNG mit einer hohen Detailgenauigkeit - von Altersschwäche kaum eine Spur.
Die Disc ist außerdem mit gut einer halben Stunde an Bonusmaterial ausgestattet. Dieses besteht vor allem aus Interviewsequenzen der Hauptdarsteller Hoffman und Ross, die sich 1992 zum 25. Jubiläum über die Dreharbeiten äußern. Der originale Kinotrailer rundet die DVD kurz und bündig ab.

Fazit: DIE REIFEPRÜFUNG zählt aus heutiger Sicht zu den großen Meilensteinen, die ein Filmfan gesehen haben muss. Man lernt hierin endlich die Mrs. Robinson aus dem gleichnamigen Song kennen, die die erste richtige "verzweifelte Hausfrau" gewesen ist. Des Weiteren ist das Problem mit dem Erwachsenwerden des Protagonisten auch noch nach vierzig Jahren präsent, sodass DIE REIFEPRÜFUNG keinen Staub ansetzen konnte und zeitlos ist. Der Roman wird sogar mitunter im Rahmen des Englischunterrichts in der Oberstufe gelesen. Insgesamt gesehen sind im Film viele Aspekte zu erkennen, die Raum für Analysen aller Art lassen. Die Qualität der DVD lässt den Film dafür im rechten Licht erscheinen.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker, 17. April 2002
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Reifeprüfung (DVD)
Dieser Film zählt zu Recht zu den Klassikern. Dustin Hoffman spielt einen Tolpatsch, der trotz seiner Erfolge in Sport und Schule ziemlich hilflos durchs Leben tappt. Seine Eltern vergöttern ihn und machen ungewollt dadurch einen Narren aus ihm, indem sie ihn ständig dem Freundeskreis präsentieren. Anne Bancroft gibt eine coole, überlegene Mrs. Robinson und Katharine Ross eine liebreizende Elaine. Der Film sprüht vor Witz, dazu kommt der unvergeßliche Soundtrack von Simon&Garfunkel.
Das Bild ist sehr ordentlich für einen Film dieses Alters, dafür fällt der deutsche Ton etwas ab, stellenweise klingen die Dialoge ziemlich dumpf. Wer kann, sollte den englischen Originalton vorziehen. Die Extras können durchaus überzeugen, ausführliche Interviews und ein Kurzfilm, der anscheinend anläßlich des 25-Jahre-Jubiläums des Filmes gedreht worden ist.
Fazit: 5 Sterne für diesen großartigen Film trotz des unterklassigen Tones. Zugreifen!
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5.0 von 5 Sternen reife Leistung, 3. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Reifeprüfung (DVD)
Ein junger Student kehrt den Sommer über zu seinen Eltern zurück. Auf dem Empfang, den die Eltern für ihn organisieren, trifft er auf eine Freundin seiner Mutter. Als diese ihn bittet sie nach Hause zu fahren, verführt sie den unbeholfenen Jungen. Es bleibt allerdings nicht bei dem einmaligen Kontakt. Zwischen den beiden entsteht eine Affäre, die Monate andauert. Als der Ehemann der Frau den Jungen bittet mit der gemeinsamen Tochter auszugehen, geriet jedoch alles ins schwanken. Die Mutter ist höchst eifersüchtig und probiert das Aufeinandertreffen ihres jungen Liebhabers und ihrer Tochter zu verhindern. Nachdem der Student dem Drängen des Ehemannes nicht mehr ausweichen kann, trifft er sich widerwillig mit der Tochter. Obwohl er anfangs probiert einen möglichst schlechten Eindruck zu machen um das Mädchen abzuschrecken, verliebt er sich letztlich Hals über Kopf in das junge Ding.

Der Film gehört nicht umsonst zu einem der bekanntesten Klassiker der Kinogeschichte. Die Geschichte ist einfach zeitlos und wurde ansprechend umgesetzt. Der legendäre Soundtrack rundet das Bild ab.
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5.0 von 5 Sternen Kultfilm ohne Schwächen!, 14. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Reifeprüfung (DVD)
Die Musik liebte ich schon immer, aber den Film habe ich erst jetzt angesehen, nachdem ich von der Theaterversion (mit Anja Kruse) begeistert war.
Auch der Film hat etwas kammerspielartiges - relativ wenige Personen, relativ wenige Schauplätze, langsame Schnitte und viel Zeit, die Charakterrollen ausführlich zu entwickeln. Er wechselt zwischen Passagen, die so existenziell-schwermütig sind, dass sie an Arthur Miller erinnern und humorvollen Szenen, die teilweise auch pure Lebensfreude vermitteln. Untermalt mit einem der genialsten Soundtracks aller Zeiten malt "Die Reifeprüfung/The Graduate" ein stimmiges Bild der späten 60er Jahre. Was die Handlung angeht, muss ich hier wohl nicht viele Worte verlieren. Meine beiden Lieblingsszenen sind die (versuchte) Verführung am Anfang des Films und die wilde Fahrt im Alfa Spider mit Katharine Ross als Elaine.
Auch wenn aus der Entfernung von 41 Jahren einige Szenen schon etwas befremdlich wirken (die vielen Zigaretten, der viele Whiskey und Mitzwanziger ohne sexuelle Erfahrungen), diesen Film muss man einfach mögen!
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Die Reifeprüfung [Blu-ray]
Die Reifeprüfung [Blu-ray] von Mike Nichols (Blu-ray - 2013)
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